PrinzesschenPrinzesschens Parfumkommentare

Alles von Prinzesschen

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12.01.2017 14:22 Uhr
3 Auszeichnungen
Als ich in den Parfumo-Kommentaren las, dass es sich bei „Dahlia Noir“ von Givenchy eines der so ziemlich pudrigsten Parfums handelt, die man finden kann, war ich bereits auf der Pirsch und sehr gespannt, meine Nase endlich an den Zerstäuber zu bekommen.
Ich kann bereits verraten, dass dieser Duft tatsächlich der pudrigste ist, den ich bisher in meiner Nase hatte. Es drängten sich mir sofort Assoziationen von der Epoche des Barock auf: gepuderte Perücken und Gesichter mit einer noblen Blässe, mit rotem Rouge betonte Wangen, edle Brokatstoffe aus denen Möbel und Kleidung bestehen – kurz: Opulenz in Reinform und ein verschwenderischer Lebensstil, so wie es der Königshof zu Zeiten des „Sonnenkönigs“ Ludwigs XIV. verkörpert.
Der Puderduft erinnert mich an große, fluffige, weiße Puderquasten, wie man sie heutzutage auf den Schminktischen von Damen nicht mehr wirklich zu sehen bekommt, weshalb ich „Dahlia Noir“ auch nicht mit ausdrücklich jungen Frauen verbinde.
Es handelt sich bei diesem Duft schon beinah nicht mehr um ein Parfum, sondern vielmehr sprühbaren Puder mit einer leicht blumigen Note; dies macht den Duft auffällig, dabei aber auch zart, da man tatsächlich von reinem Puder umgeben zu sein scheint.

Fazit:
Schriebe man einen Verriss über dieses Parfum, könnte man ihn vielleicht böswillig als „antiquiert“ bezeichnen, wobei mir der Ausdruck – was vielleicht erstmal merkwürdig klingt – „weise“ passender erscheint: ich denke an eine Frau, deren Gesicht ihre Lebenserfahrung widerspiegelt; eine Frau, der das Leben die Naivität geraubt, aber dafür Weisheit und eine gewisse Ernsthaftigkeit geschenkt hat; ihre Eleganz hat und wird sie niemals verlieren – das verkörpert für mich „Dahlia Noir“.
Auch wenn dieser Duft keiner ist, den ich in meiner Sammlung haben muss, so hat Givenchy dennoch die Glanzleistung erbracht, Parfum in reinen Puder zu verwandeln, der an der richtigen Trägerin seine perfekte Wirkung entfalten kann.


12.01.2017 13:41 Uhr
3 Auszeichnungen
Ich liebe 50% dieses Parfums – die anderen 50% leider nicht.
Ich liebe die pudrige, umschmeichelnde Vanille, die mich einfach in einen Zustand des Wohlseins befördert – ich mag weniger die fruchtige Mango, die mich irritiert, weil sie so unerwartet ist.
Ich sollte wohl noch hinzufügen, dass die Mango, die dieses Parfum eben nicht einen rein pudrigen Vanilletraum sein lässt, sondern ihm noch eine außergewöhnliche, fruchtige Note verleiht, nicht meinem Geschmack entspricht, da ich Puder und Vanille – am liebsten pudrige Vanille (haha.) – immer (!) präferiere und (beinah) alles andere als störend empfinde.

Fazit:
Jil Sander versteht es in meinen Augen besonders gut, Düfte zu kreieren, die einerseits gefällig, dabei aber nie langweilig wirken, weil ihnen immer eine besondere Note zu eigen ist und „Style“ bildet hier keine Ausnahme.


12.01.2017 13:27 Uhr
2 Auszeichnungen
Nachdem ich viele Kommentare hier auf Parfumo gelesen hatte, erwartete ich schon das Schlimmste von diesem Duft. Erfreulicherweise war mein Dufterlebnis ein sehr angenehmes:
„Play“ von Givenchy ist ein frischer, fruchtiger (afrikanische Orangenblüte) und süßlicher (Tonkabohne) Duft, der mich an Sommer denken lässt und mir solch gute Laune bereitet, wie es oftmals nur die ersten Sonnentage des Sommeranfangs schaffen, wenn es sonnig, warm aber noch windig ist.
Mit der Zeit wird der Duft ein wenig holziger (Sandelholz).
Einziger Nachteil: die Haltbarkeit des Duftes ist auf meiner Haut – untypischerweise – eher unterdurchschnittlich und hält gerademal 5 Stunden.
Egal – bei solch einem Gute-Laune-Duft sprühe ich gerne mehrmals nach.


09.01.2017 13:20 Uhr
6 Auszeichnungen
Die anderen Orchideen-Schwestern, „Velvet Orchid“ und „Black Orchid“, hatte ich in der Vergangenheit bereits getestet und auch wenn es sich um eindeutig gute Düfte handelt, so sind sie einfach nichts für mich: zu intensiv, zu schwer und – ja, das geht – zu besonders; nichts, was mich regelmäßig durch den Alltag begleiten soll. Und dennoch: ich wollte unbedingt einen Tom Ford-Duft in meiner Sammlung besitzen und so sah ich in „Orchid Soleil“ DIE Gelegenheit, da mich vor allem die ersehnten Versprechen von Vanille und Maronencreme – ich mag es zumeist süß, cremig, gourmandig – verführten.

Als ich „Orchid Soleil“ das erste Mal roch, dachte ich mir: „Viel zu stark, aufdringlich – Bäh!“; aber wie bei (fast) allen Tom Ford-Düften ist man anfangs – zumindest ich – oftmals erst erschlagen, bevor man bemerkt, was sich für ein origineller Duft entfaltet. Als ich nach circa einer halben Stunde wieder zu Hause war, roch ich erneut an meinem Handgelenk und was ich roch, gefiel mir: am stärksten roch ich die Vanille, die allerdings von nebeligem Weihrauch umhüllt schien. Auch dieser Tom Ford-Duft ist typisch intensiv und sehr raumgreifend. Ein Duft, der nicht anklopft, sondern sofort eintritt – und bleibt! „Den muss ich haben! Endlich habe ich ‚meinen‘ Tom Ford gefunden“ und bestellte ihn mir sofort. Als ich ihn zum ersten Mal für den Tag auftrug, merkte ich sehr schnell, dass sich meine überstürzte Liebe ebenso schnell verflüchtigt hatte – leider verflüchtigte sich der Duft wesentlich langsamer: der Weihrauch war mir auf einmal zu „sakral“, der ganze Duft zu intensiv, er entfremdete mich von mir selbst, so wenig passte er zu mir. Die Vanille konnte mein Unbehagen leider nicht kompensieren.

Fazit:
Tom Fords „Orchid Soleil“ ist, wie alle seine „Orchids“, herausragend, intensiv und absolut vereinnahmend. Über das Verlangen nach einem dieser außergewöhnlichen Düfte hatte ich vergessen, was eigentlich zu mir passt und vor allem, was ich im Alltag – realistisch – tragen möchte. Dieser Duft trug mich; ich trug nicht den Duft – und deshalb war diese vermeintliche Liebe zum Scheitern verurteilt, denn ich sah den Duft so wie ich ihn haben wollte und nicht wie er wirklich war – und wie er wirklich war, passte er nicht zu mir.
Diese Moral lässt sich übrigens auch gut auf zwischenmenschliche Beziehungen anwenden. ;)


09.01.2017 12:28 Uhr
2 Auszeichnungen
Als ich das erste Mal „Candy Kiss“ von Prada testete, war ich mir – mit einem Wort – unsicher. Irgendetwas missfiel mir, dennoch empfand ich das Parfum durchaus als verlockend. Ich war schlichtweg zwiegespalten. Also testete ich das Parfum ein weiteres Mal im Winter; der erste Testlauf fand in den Sommermonaten statt.

Der Auftakt sprach mich sofort an: leicht süßlich, eindeutig pudrig, rein, und irgendwie „fluffig“ – wie ein leicht gepuderzuckertes Moschus-Wölkchen (von Orangenblüte keine Spur). Ich war hingerissen!
Doch diese Leichtigkeit verflog sehr schnell. Der Duft wurde zunehmend dunkler, schwerer, schwüler – „animalischer“ fasste ich es für mich zusammen. Umso verblüffter war ich, als ich in dem Parfumo-Diagramm zur Duftbeschreibung kein einziges Mal – und auch jetzt nicht – das Wort „animalisch“ fand, sondern stattdessen in den Kommentaren „dezent“ oder „zart“ las; bei mir entfaltet sich stattdessen die volle Dröhnung Moschus.

Fazit:
Nach einem - für mein Duftempfinden - gelungenen Start, wird mir der Duft leider zu dunkel und – ich muss es ein letztes Mal wiederholen – zu animalisch. Ich schiebe es auf den Moschus. Der Moschus ist nach meinem Empfinden in Pradas „Candy Kiss“ absolut „ungebändigt“, sodass ich ihm seinen Ursprung (auch wenn dieser Moschus vielleicht „nur“ synthetisch ist) eindeutig anmerke. Moschusdüfte muss ich ohnehin mit Vorsicht genießen und dieser ist schlichtweg zu stark für mich; all die Liebhaber/innen von „eindeutigen“ Moschusdüften werden an diesem Parfum aber sicher ihre Freude haben.


09.01.2017 11:46 Uhr
1 Auszeichnungen
Da ich mich bereits seit längerem mit den Inhaltsstoffen von Kosmetika, Lebensmitteln usw. auseinandersetze, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich auch dem Sortiment der Naturkosmetik-Parfums zuwendete. Im Zuge dessen testete ich u.a. Düfte von Farfalla und Weleda, aber leider gefiel mir keiner der getesteten Düfte so recht, was nicht sonderlich verwunderlich war, da ich cremige, pudrige, aber vor allem süße Düfte mag, die ins gourmandige reichen und – meiner Recherche nach – eher selten als Naturkosmetik-Parfums vorkommen. Entsprechend gespannt war ich, da die Duftnoten von „Island Vanilla“ genau meinem Beuteschema entsprachen und ich den Duft „blind“ kaufen musste – was ich sonst immer vermeide.

Die Kopfnote ließ mich kurz zurückschrecken: sehr alkoholisch und ein wenig stechend. Ich befürchtete schon einen Fehlkauf; doch meine Sorge war unbegründet: nachdem der alkoholische Duft verflog, öffnete sich eine wunderschöne Vanilleschote und ein authentischer, warmer Vanilleduft verbreitete sich. Der Duftverlauf ist eher unspektakulär, der Duft wird mit der Zeit ein wenig satter und dunkler, aber das stört mich nicht, da ich diesen Duft, so wie er ist und – im Großen und Ganzen – bleibt, liebe. Die Sillage ist eher sanft; der Duft ist entsprechend körpernah und damit dezent und die Haltbarkeit ist gut (an mir hält er sich ca. 8 Stunden).

Fazit:
Wer sich mit vielen Naturkosmetik-Parfums eher schwertut und süße Düfte bevorzugt, sollte diesem Parfum von Pacifica (und sicherlich auch den anderen Parfums dieser Firma) auf jeden Fall eine Chance geben, da es sich um einen unheimlich authentischen Vanilleduft handelt, der sich durchaus nicht vor „regulären“ Drogerie-Parfums verstecken braucht.


09.01.2017 11:04 Uhr
2 Auszeichnungen
Als ich mir „Velvet Orchid“ aufsprühte, erwartete ich etwas Besonderes und Intensives, denn Düfte zu kreieren, auf die diese Beschreibung zutrifft, können meiner Meinung nach wenige so gut wie Tom Ford.

Der Auftakt ist sehr intensiv; einzelne Bestandteile wie Mandarine oder Vanille kann ich nicht eindeutig ausmachen – es entsteht vielmehr ein Sud, der intensiv, dunkel und ansatzweise süß ist. Die bei mir die ganze Zeit über vorherrschende Note ist der Honig – kein süßer, lieblicher Honig, sondern ein roher, wenn überhaupt natursüßer Honig – der Duft, den man erwartet, würde man an einer Bienenwabe riechen. Zu dieser Honig-Note gesellen sich dann noch die in der Herznote aufgezählten Blüten; insbesondere der Jasmin, die eher unterschwellig mitwirken, da der Honig an mir so stark hervortritt.
Das Parfum hält, wie alle Tom Ford-Düfte, die ich getestet habe, extrem lange (an mir +24 Stunden und mehr) und die Sillage ist stark. Ich parfümiere mich immer sehr diskret (ein Spritzer auf das linke Handgelenk, das ich dann kurz auf die linke sowie rechte Halsseite und schließlich auf das rechte Handgelenk drücke) und ich rieche den Duft auch dann, wenn ich meine Arme locker an den Seiten hängen habe – normalerweise nehme ich mein eigenes Parfum nicht wahr, es sei denn, ich rieche an meinem Handgelenk oder sprühe etwas auf meine Kleidung.

Fazit:
Wer einen originellen, dunklen Duft sucht, der nicht „zu süß“ ist, den nicht „jeder“ hat und der dank seiner Bomben-Sillage auf jeden Fall auffällt, sollte mal an Tom Fords „Velvet Orchid“ riechen.


04.01.2017 18:50 Uhr
Was ich beim ersten Schnuppern von „For Her L’Absolu“ wahrnahm, gefiel mir sehr: süß, etwas pudrig und nicht unbedingt leicht – eben verführerisch dunkel, so wie der wunderschöne Flakon, der durch seine schlichte Eleganz besticht.
Ich hob mein Handgelenk ein weiteres Mal, um diesen schönen Duft zu erhaschen und da war… nichts.
Er war einfach… weg.
Ich war erstaunt – und sehr enttäuscht –, denn auf meiner Haut halten sich Düfte normalerweise sehr lange (manche eindeutig wahrnehmbar bis zu 24 Stunden und mehr); mindestens aber durchschnittlich. Dass sich ein Parfum bereits nach Sekunden auf meiner Haut verflüchtigt, habe ich noch nie erlebt; umso bedauernswerter, da es sich um ein wirklich schönes Parfum handelt.
Narciso Rodriguez hat hier einen Duft kreiert, der klassisch, verführerisch sowie einzigartig zugleich ist. Ein Duft, der trotz seiner Außergewöhnlichkeit bemerkenswerterweise immer passt, da er sich in jede Situation einfügt, dennoch immer präsent ist, ohne dabei penetrant zu dominieren – wenn er denn bleibt.
Weniger Flüchtigkeit hätte ihn für mich eindeutig zum Kaufkandidat werden lassen.


04.01.2017 14:43 Uhr
2 Auszeichnungen
Ich besitze eine große Kollektion an Düften und dieser zählt zu meinen absoluten Lieblingen:
er ist leicht, mit einer vornehmen pudrigen Note, die jedoch nicht altbacken wirkt, etwas süß und ein wenig floral - dank der Iris, wie der Name schon sagt.
Trage ich ihn auf, bin ich sofort wesentlich entspannter, sodass ich ihn auch gerne als meinen "Wellness-Duft" bezeichne.
Für mich handelt es sich um einen perfekten Alltagsduft, der einfach nur angenehm, dabei unaufdringlich, aber vor allem sauber duftet.
Die Haltbarkeit des Eau de Parfums ist klasse und erfreut einen den ganzen Tag.


04.01.2017 14:39 Uhr
3 Auszeichnungen
"Black Opium" von Yves Saint Laurent lässt sich in meinen Augen am besten mit den Worten "süß" und "ein wenig dunkel" beschreiben – nicht "black", eher ein Milchkaffee-Braun; womit ich auch schon bei den Duftnoten angelangt wäre:
an mir rieche ich die Kaffeenote relativ stark raus, die sich allerdings mit einem sehr schönen Vanilleduft vermischt, weshalb auch Nicht-Kaffetrinkerinnen – wie ich – durchaus Gefallen an diesem Duft finden können.
Alles in allem wirkt dieses Parfum mit seiner hervorrangenden Haltbarkeit angenehm süß und besitzt eine Wärme, die ich vor allem als in die Wintermonate passend empfinde.


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