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Tumulte pour Homme von Christian Lacroix

Tumulte pour Homme

von Christian Lacroix (2005)
79%
79 von 100%, 37 Bewertungen
Erschienen im Jahr 2005, wird offenbar noch produziert.
Parfümeur: Nathalie Gracia-Cetto

Duftnoten

Kopfnote Kopfnote Lorbeer, Wacholder
Herznote Herznote Weihrauch
Basisnote Basisnote Atlaszeder, chinesische Zeder, Texaszeder, Virginiazeder

Bewertungen

Duft
79% (37 Bewertungen)
Haltbarkeit
65% (25 Bewertungen)
Sillage
63% (21 Bewertungen)
Flakon
81% (32 Bewertungen)
Recherchiert und vorgeschlagen von DonVanVliet
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 25.06.2014 14:03 Uhr
80%
Aufregung beim Waldspaziergang ?
Aufregung beim Waldspaziergang ?

Unser heutiger Testkandidat ist "Tumulte Pour Homme" aus dem Jahre 2005, von Nathalie Gracia-Cetto kreiert, aus dem Hause "Christian Lacroix". Wie bereits hier erwähnt steht der französische Begriff "Tumulte" für das verwirrende und lärmende Durcheinander aufgeregter Menschen sowie den Auflauf lärmender und aufgeregter Menschen. Oder -kurz- für ein "Chaos". So zeichnet sich ein "Chaos" dadurch aus, dass ein Ablauf gerade nicht plangemäß verläuft. Das kann man auch von dem Leben des berühmten Meisters Christian Lacroix behaupten.

1.
Christian Lacroix ist am 16. Mai 1951 in Trinquetaille, einem Stadtteil von Arles, geboren. Seine Großeltern, bei denen er aufwuchs, prägten ihn dahingehend, dass er sich bereits sehr früh für Stil und Eleganz interessierte. Nach dem Studium der Französischen Literatur zog er nach Paris und studierte an der "Sorbonne" Kunstgeschichte. Wollte er anfangs noch Museumskurator werden sollte es jedoch ganz anders kommen: Er lernte nämlich in Paris seine (spätere) Frau kennen. Diese war zu diesem Zeitpunkt Beraterin bei "Hermès". Unter anderen auf ihre Vermittlung hin arbeitete Lacroix ab 1978 als Zeichen-Assistent in der Modeabteilung von "Hermès". Von 1981 bis 1987 kreierte er die Haute-Couture-Kollektion von "Jean Patou", wobei er hierfür 1986 vom "Council of Fashion Designers of America" den Sonderpreis als einflussreichster ausländischer Designer erhielt. Ab 1987 (bis 2009) war Lacroix Chef-Designer seiner eigenen Modemarke. Neben diesen Tätigkeiten entdeckte er auch immer wieder die Liebe zum Kostümdesign. Nicht nur für Theater, Oper oder Ballet; so schuf er auch die Tournee-Outfits für Mireille Mathieu und Madonna. Als wenn das noch nicht genügen würde kreierte er im Jahre 2004 die Uniformen für das gesamte in Kundenkontakt stehende "Air France"-Personal. Außerdem stammt das Design des Innenraums derjenigen TGVs, die seit 2007 die Strecken Frankfurt-Saarbrücken-Paris und Stuttgart-Straßburg-Paris befahren, von Christian Lacroix. Letztlich gestaltete er in der Französischen Stadt Montpellier eine Straßenbahn-Linie im "Meeres-Design".

2.
Doch, wonach duftet "Tumulte" denn eigentlich ? Verläuft dieser Duft "chaotisch" - wie sein Name verspricht ? Man darf gespannt sein:

Zunächst ist "Tumulte Pour Homme" ziemlich kühl. Anders als bei so vielen Düften begegnet uns hier keine einzige Zitrusfrucht. Und dennoch ist der Beginn erfrischend. Erfrischend kühl. Dafür sorgt die distanzierte Kälte von Wacholder. Leicht würzig durch Lorbeer angehaucht begrüßt er uns. Fast schon unnahbar und distanziert. Aber zugleich erfrischend und reinigend. Durch den Lorbeer wirkt dieser kühle Beginn zugleich interessanter und tiefer, da der Lorbeer im Hintergrund unserer Wacholderbeere eine ebenso würzige wie interessante Note verleiht; ihr mithin Tiefe gibt.

Und es wird nicht wärmer. In der Herznote wartet Weihrauch auf. Zwar nicht dieser unnahbar-kühle Weihrauch aus "Bois d'Encens" (Armani Privé). Aber immerhin noch kühl genug. Darf bei "Bois d'Encens" der Weihrauch noch (fast) die alleinige Hauptrolle spielen, so ist dies unserem Weihrauch hier bei "Tumulte Pour Homme" nur für sehr kurze Zeit vergönnt (und dann auch nur im Zusammenspiel mit der bereits eingangs erwähnten würzigen Wacholderbeere). Denn: Ich muss den Vor-Kommentatoren recht geben: Wir betreten sogleich einen Wald. Genauer gesagt: Einen Zedernwald. Und noch genauer gesagt: Einen Zedernwald, in dem ein Weihrauch-Lüftchen weht. Es ist richtig: Hier handelt es sich in der Tat um einen Zedernwald im Frühling. Ich vermag an diesem Wald nichts Regnerisch-Feuchtes zu erkennen. Erst recht keine Modrigkeit. Ich denke, dieser Eindruck (bei mir !) kommt noch von der nach wie vor leicht präsenten Wacholderbeere, die uns (zusammen mit dem Lorbeer) in der Kopfnote dieses Duftes so kühl und distanziert begrüßt hatte. Nun ja, und unser Weihrauch-Hauch darf ja auch noch mitspielen.

Wir sind also in einem dichten Wald. Es ist Frühling. Es hat schon lange Zeit nicht mehr geregnet. Die Erde ist trocken; nicht jedoch (hoch-) sommerlich ausgedörrt. Die dichten Baumkronen lassen nur vereinzelte Strahlen der noch zaghaften Frühlingssonne zu uns vordringen. Doch diese wenigen Strahlen kitzeln unsere Nase, die ohnehin von dem kühlen Weihrauch-Hauch umschmeichelt wird. Es ist Morgen. Die Kühle der vorausgegangenen Nacht ist noch nicht ganz verschwunden. Liegt vielmehr noch wie ein grauer Schleier über unserem Zedernwald. Beruhigend wirkt dieser auf uns. Wir vergessen Raum und Zeit. Sind gefangen in unseren einsamen Gedanken und gefangen in der Einsamkeit des Waldes. Eines kühlen, eines unnahbaren Waldes. Und so verbringen wir mehrere Stunden in angenehmer Einsamkeit. Diese Einsamkeit können wir dann zu der Überlegung nutzen, ob und in welchem Umfang "Atlas-Zeder", "Chinesische Zeder", "Texas-Zeder" und "Virginia-Zeder" in unserem Frühlingswald angesiedelt sind - wie uns die Duftpyramide glauben lassen möchte. So sehr ich mich indes bemühe, diese verschiedenen Zedern-Arten olfaktorisch nach ihrer Herkunft und damit Ihrer Heimat zu sortieren, will mir dieses Unterfangen irgendwie nicht so recht gelingen. Mein Näschen scheint für derlei Kunststücke noch zu ungeübt zu sein. Und so belasse ich es mit der Feststellung eines frühlingshaft-kühlen Zedern-Waldes.

Mein Fazit:
Ein wirklich gut gemachter Duft. Vermittelt ein sehr sehr schönes Stimmungsbild. Nur, ist es das Stimmungsbild eines "Tumultes" ?
Zugegeben, der Duft ist sexy. Aber ob deswegen von diesem Duft magnetisch (oder gar erotisch) angezogene Personen um dessen Träger ein verwirrendes und lärmendes Durcheinander oder gar einen lärmenden und aufgeregten Auflauf veranstalten ? Nochmals: Der Duft ist verdammt gut gemacht. Aber im Falle eines "Tumults" um dessen Träger nur wegen des Duftes wäre es -um es mit William Shakespeare zu sagen- "Viel Lärm um Nichts".
7 Antworten
regfmcd vor 150 Tagen
Ich liebe einsame Waldspaziergänge. Pokal.
6 weitere Antworten
17.08.2012 09:00 Uhr
Haltbarkeit: Gut
Sillage: Stark
Flakon: Sehr gut
90%
3 Kommentar-Auszeichnungen
Jahreszeiten im Duftverlauf
Also wenn man Jahreszeiten in einem Duftverlauf verpacken kann, dann ist der Duft gelungen. Und er ist gelungen, soviel vorweg.

Ort: Eine Lichtung im Wald, auf dem Boden ganz dichtes Moos und ein großer Zedernbaum.
Es ist ein kühler Herbsttag, der Winter steht vor der Tür und man atmet den kräftigen hölzernen Duft,der ein frischen Unterton durch das feuchte Moos bekommt.. . . .
Es wird Frühling, das Moos wird nach einem langen Winter langsam wieder grün und die ersten Knospen an den Zweigen des Zedernbaumes beginnen zu sprießen. Eine leichte grüne würzige frische Duftwolke sucht sich seinen Weg in die Nase . . . .
Ein warmer Sommertag, die Lichtung ist lichtdurchflutet, das Moos ist warm und weich und die Zedern stehen in voller Pracht. Ein warmer Duft von trockenem Holz umspielt die Nase und läst einem innerlich zu Ruhe kommen.
Meinen Vorkommentatoren kann ich nur recht geben. Holz ist das Thema dieses schönen Duftes von anfang an. Auf meiner Haut ein sehr schöner männlich souveräner Duftverlauf, nie penetrant und für ein EDT, zumindestens auf meiner Haut, 6-8 Std. haltbar.

Schade das er zur einer Rarität wird ( aber gut für mich, denn ich habe noch einen Flakon ergattert ;-)

Nachtrag : Der Duft ist jetzt 3,5 Std an mir, komme gerade aus einer Besprechung und wurde zum Schluss gefragt was an mir heute so schön nach Wald und "Wurzel" riecht . . und da Kam die Erkenntnis:,, Zeder ist einfach das bessere OUD"
19.03.2012 17:58 Uhr
Haltbarkeit: Gut
Sillage: Stark
Flakon: Sehr gut
80%
1 Kommentar-Auszeichnung
Randale im Zedernwald?
Wohl eher nicht.
Der Duft ist mehr beruhigend.

Es handelt sich um einen sehr intensiven Holzakkord dessen Duftverlauf konstant bleibt. Keine große Veränderung, warum auch, es ist nicht nötig.

Man befindet sich in einem dichten Zedernwald, trocken, Hochsommer, bitte nicht rauchen, einfach tief durchatmen und genießen. Sich im Wald treiben lassen; einfach entspannen. Im Hintergrund schwingt unterschwellig Weihrauch mit, man rätselt wo er herkommt, hier tief im Wald.

Schade, dass er anscheinend aus dem Programm genommen wurde, seit Avon Christian Lacroix übernommen hat. Wieder ein Duft, der in den Himmel der vergangenen Düfte eingegangen ist.
Hilfreicher Kommentar - 14.11.2011 15:53 Uhr
Haltbarkeit: Gering
70%
Tumult? Eher eine kleine Streiterei!
Das Duftempfinden ist schon eine faszinierende Sache. Wo Apicius eine Parallele zu Gucci Rush wahrnimmt, rieche ich eine Verwandtschaft zu Kyoto von CdG!

In der Kopfnote startet Tumulte mit einer schönen, klaren Wacholdernote, doch diese hält nur kurz vor, bevor der Weihrauch das Duftgeschehen übernimmt.

Diese Weihrauchnote hat auf meiner Haut große Ähnlichkeit mit Kyoto, jedoch hat sie nicht das gleiche Durchhaltevermögen.

Mit der Basis wird Tumulte dann sehr leise und hautnah. Der Holzakkord ist sehr gelungen, kann aber den Weihrauch nicht komplett aus dem Weg schaffen. Nach gut zwei Stunden ist der Tumult auch schon vorbei und ich kann nichts mehr auf meiner Haut wahrnehmen, leider!

Ehrlich gesagt, hätte ich bei dem Namen Tumult (Ansammlung aufgebrachter Menschen) etwas mehr olfaktorischen Krawall erwartet. Unter einem Tumult verstehe ich etwas mehr, als eine kleine Streiterei unter Freunden, denn so empfinde ich diesen Duft viel eher.

Schlecht finde ich diesen Lacroix nicht, aber er kommt nicht an Kyoto ran.

LosPepe, vielen Dank für diese Probe!
2 Antworten
Reckoner vor 897 Tagen
Nein, nicht nur in der Kopfnote, immer wieder kommt er Kyoto auffallend nah. Aber eben nur nah heran. Kyoto bleibt eine Klasse für sich. Ein schöner Duft aber er kann und wird Kyoto bei mir nicht verdrängen können.
1 weitere Antwort
Hilfreicher Kommentar - 08.05.2010 15:58 Uhr
Haltbarkeit: Gut
80%
6 Kommentar-Auszeichnungen
Ein Duftzwilling
Als ich Tumulte pour Homme von Christian Lacroix vor ein paar Tagen in einer Parfumerie getestet habe, war meine spontane Reaktion – das ist nix für mich: zu holzig, zu knarzig, zu bitter. Gleichwohl erhielt ich eine Probe und kann nun in Ruhe testen.

Nunmehr fällt mir auf, dass Maulwurf84 recht hat: es gibt eine frappierende Ähnlichkeit zu dem von mir sehr geschätzten Gucci Rush for Men, das ja leider nicht mehr produziert wird.
Letzterer ist ein moderner, urbaner, sehr trockener und leicht bitterer Duft, in dem dunkles Holz (Zypresse, Okumé) und Lavendel eine tragende Rolle spielen.

Also musste ein Vergleichstest her. Mit Rush for Men teilt Tumulte pour Homme das Thema dunkles Holz: Zederholz in allen Sorten. Ich glaube aber, dass das noch nicht alles ist. Zu sehr ähnelt die Holznote derjenigen aus Rush for Men, in der Zypresse, Okumé und Sandelholz hinzutritt.

Sehr deutlich spürt man bei Tumulte pH den grünen, würzigen Lorbeer. Er hält zusammen mit Wacholder weit über die angegebene Kopfnote hinaus.Und er sorgt hier für pikante, würzige Art, die bei Rush for Men so nicht vorhanden ist. Beiden Parfums verleiht Weihrauch als Herznote eine gewisse dunkle Tiefe.

Während Tumulte pH mit Lorbeer und Wacholder sehr auf der würzig-krautigen Seite liegt, hat man sich bei Rush for Men für eine Lavendelnote entschieden. Diese verleiht gerade keine zusätzliche Würze, sondern lässt den Duft schweben und mildert stark die Knarzigkeit des Holzes.Unterstützt wird das durch wenig Moschus, der eine leichte Süße beisteuert.

Damit sind die Unterschiede klar. Rush for Men balanciert das Holz aus, aber Tumulte pH setzt mit krautiger Würze noch eins drauf! Trotz Holzigkeit ist Rush for Men modern, ausgewogen, urban und überall tragbar. Tumulte geht dagegen erst mal ins Extreme, mit grüner Erdigkeit. Rush fM ist Mainstream, Tumulte pH dagegen Nische. Rush for Men ist männlich, Tumulte pH schon fast macho! So gering die Unterschiede zwischen den beiden so ähnlichen Düften ausfallen – so prägend sind sie für ihren jeweiligen Charakter.

Anmerken muß ich jedoch, dass das Krautig-Erdige am Tumulte sich nach ein bis zwei Stunden mildert. Jetzt wird auch der Lorbeer richtig fein und übernimmt dann doch noch einen mildernden Part wie der Lavendel bei Rush for Men. Somit findet dann wieder eine gewisse Annäherung statt.

Ich habe noch rechtzeitig eine 100 ml Packung Rush for Men geordert. Tumulte pour Homme brauche ich somit lange noch nicht. Ich denke aber, mit Blick auf den eingestellten Gucci-Duft wäre es doch mal interessant, zu probieren, ob sich Tumulte pour Homme nicht layern lässt. Als Partner denke ich an Lavendeldüfte wie etwa Pour un Homme de Caron, Utopian von Social Creatures oder auch ein ganz einfaches Lavendelwasser.

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