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Cuir Beluga

von Guerlain (2005)  
85%
85 von 100%, 139 Bewertungen
Erschienen im Jahr 2005, wird offenbar noch produziert.
Parfümeur: Olivier Polge

Duftnoten

Kopfnote: Aldehyde, Tangerine
Herznote: Patchouli, Strohblume
Basisnote: Amber, Heliotrop, Vanille, Wildleder
Duft
85% (139 Bewertungen)
Haltbarkeit
82% (106 Bewertungen)
Sillage
64% (83 Bewertungen)
Flakon
87% (77 Bewertungen)

Dieses Parfum wurde recherchiert und vorgeschlagen von Kankuro

Wissenswertes

Cuir Beluga ist Teil der Kollektion ,,L'Art et la Matière".

Sehr hilfreicher Kommentar - 30.05.2013 08:54 Uhr
13 Kommentar-Auszeichnungen
zu bequem ...
unser Sohn liebte es neue Schuhe zu bekommen, als er noch klein war. Da sich seine Füße im ständigem Wachstum befanden, hatte er häufig dieses Vergnügen.
Dabei blieb mir besonders ein Gummistiefel-Kauf erinnerlich.

Er war ca. zwei Jahre und es sollten Hausschuhe und besagte Regenstiefel gekauft werden.
Auswahl, Anprobe und Kauf gingen schnell und am Schluss behielt er die neuen Stiefel direkt an.
Wir verließen das Geschäft und marschierten zum Auto, als mir sein Gang merkwürdig erschien - er SCHLURFTE! Eine Unart vieler Kinder und mittlerweile auch Erwachsener, dennoch kannte ich das bis dahin bei ihm nicht. Auf die Frage nach dem Grund kam die Antwort, die Stiefel seien "zu bequem" - womit er meinte, sie seien noch zu groß.

Dieses "zu bequem" ist ein geflügelter Begriff bei uns geworden und passt für mich genau zu diesem Duft.

Dabei ging es mir nicht wie ParfumAholic - Liebe auf den .?. Riecher. Nein!

Ich erhielt von einer lieben Duft-Freundin eine Probe, sprühte sie nachlässig auf den Handrücken und fing meinen wöchentlichen Hausputz an.
Danach wurde noch gekocht und gekruscht und trotz all der widrigen Umstände konnte ich diesen Duft noch abends auf der Couch ausmachen. Seine Haltbarkeit hat mich da schon überwältigt. Ich konnte die Nase kaum vom Handrücken lösen.

Der Duft selber passt eigentlich überhaupt nicht zu meinem Beuteschema - bevorzuge ich doch eher kantige, mitunter auch laute Düfte, die erst in der Basis weich und leise werden.

Ganz anders hier:
Für meine Nase und auf meiner Haut gibt es nur die Basisnote aus Heliotrop, Vanille, Tonka und Wildleder. Göttlich weich und schmusig. Verlässlich und immerwährend und überhaupt ... einfach nur großartig!

Der Duft ist für mich vollkommen.

Er drängt sich nicht auf, da die Sillage zwar besteht, aber nicht als Flaggschiff unterwegs ist. Er hält wie beschrieben bei mir gefühlt ewig und werde ich darauf angesprochen, sind es durchweg positive Kommentare.
Dennoch kann und werde ich ihn nicht als alleinigen Duft nehmen, da er für mich "zu bequem" ist.

Entsprechend meines Charakters brauche ich scheinbar erst Konfrontation, um mich dann an dem Frieden nach der Auseinandersetzung zu freuen.

Wer aber etwas sucht wie Samt und Seide - weich, warm, kuschelig und gegenwärtig, der landet ganz sicher mit diesem Duft einen Haupttreffer.
6 Antworten
Pokal für Dich.Das mit der Konfrontation hab ich auch :):) Macht einfach mehr Spass,ne?
5 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 03.05.2013 21:51 Uhr
100%
16 Kommentar-Auszeichnungen
Es war ein langer Weg.....
...bis Guerlain's "Cuir Beluga" und ich zueinander gefunden haben! Vor gut einem Jahr hatte Duftstick mir den Duft bereits bei einem Parfumo-Treffen in Düsseldorf angepriesen -Fehlanzeige! Warum? Ich kann es nicht sagen, wahrscheinlich war ich noch nicht bereit für diese Kreation.

Vor einiger Zeit bin ich dann über Tumalin an eine Probe von CB gekommen. Ich habe ihn dann mal aufgetragen (genauso halbherzig wie das klingt, war es wohl auch) und wieder wollte sich keine rechte Begeisterung bei mir einstellen (wen wundert's).

Und heute? Müsste ich streng genommen vor Duftstick und Tumalin auf den Knien rutschen, um mich für den CB-Tipp zu bedanken! Ein spätes, aber herzliches Dankeschön an Euch beide!!

Mittlerweile hat mich Cuir Beluga absolut eingenommen, überrollt und erobert!

Ein ernsthafter (!) Test mit Zeit und Muße brachte mir die Duft-Offenbarung. Ich nehme von Anfang an eigentlich "nur" die Basisnoten wahr. Vorrangig Amber und Vanille mit einem Hauch edelstem Wildleder. Überraschend für mich, dass ich meine, Tonka und Honig zu erriechen, obwohl die beiden gar nicht in der Duftpyramide aufgeführt sind. Aber andererseits wäre das gerade bei Guerlain ja auch nicht verwunderlich ;-)
So komisch sich das anhört, aber bei mir verhält sich Cuir Beluga fast schon statisch. Fast von Anfang an und dann für viele, nein sehr viele Stunden. Herrlich!

Meine Haut und der Duft gehen eine sofortige und äußerst harmonische Symbiose ein. Nichts stört, nichts nervt oder anders herum gesagt, es stimmt einfach alles!

Cuir Beluga vereint und überbrückt scheinbare Gegensätze:
- körpernah und dennoch ausladend (sprich üppige Sillage)
- kuschelweich und dennoch seltsam eigenwillig
- super edel und dennoch mit einem frechen Augenzwinkern

Ich liebe es, wenn mich dieser Wahnsinns-Duft umhüllt, sich von Zeit zu Zeit bemerkbar macht und mir teilweise auch einige Schritte voraus ist. Wie heute Morgen: Ich habe ihn im Bad aufgetragen, bin dann zum Anziehen in's Schlafzimmer und als ich dann in's Bad zurück kam, war CB noch dort und wartete auf mich ;-)

Damenduft? Nö, sehe ich anders. Ein Duft für alle, die Vanille und Amber mögen. Das ist dann auch schon die einzige (aber zwingende) Grundvoraussetzung, um viel Freude an und mit diesem luxuriösen, edlen und sehr lange anhaltenden Duft zu haben, der meiner Meinung nach keine Jahreszeiten und Anlässe kennt.

Komplimente der Umwelt sind quasi unvermeidlich.....
12 Antworten
Wieder mal ein sehr aufschlussreicher Kommentar. Danke!
11 weitere Antworten
Sehr hilfreicher Kommentar - 12.03.2013 17:30 Uhr
100%
11 Kommentar-Auszeichnungen
Feinstes Leder
Heute habe ich Cuir Beluga zum dritten Mal ausgeführt, die Abfüllung nähert sich einem bedenklich niedrigen Füllstand und ich ziehe mit den Fingernägeln Furchen in die Tischplatte in der Hoffnung, mein Sharinganteil möge ankommen, bevor die Abfüllung endgültig aufgebraucht ist.

So kann es gehen! Beim ersten Test dachte ich noch: schöner, feiner Duft, aber irgendwie ein bisschen langweilig und etwas schwach auf der Brust. Der zweite Versuch lief schon besser, überzeugt war ich aber noch nicht. Jetzt weiß ich, dass ich wieder eine unglaublich feine (und leider auch unglaublich teure) Komposition aus dem Hause Guerlain auf meine Wunschliste setzen werde.

Nach einem kurzen Auftakt mit dezent eingesetzten bitteren Zitrusfrüchten und nur ganz am Rande wahrnehmbaren Blüten kommt Cuir Beluga direkt zur Sache: Wildleder, allerfeinstes kuschelweiches Wildleder. Ob dieses nun unbedingt vom namensgebenden Wal stammen muss, ist eher nebensächlich, vielleicht diente der Beluga nur aufgrund seiner Farbe und der runden Formen als ansprechende Assoziationsgrundlage.

Wenn man sich in Ermangelung eines entsprechenden schweineteuren Kleidungsstückes trotzdem ein annäherndes Bild des Duftes machen möchte, könnte man die Nase in ein neues, unbenutztes echtes Fensterleder halten und sich diesen Dufteindruck sehr viel feiner vorstellen.

Dieses Wildleder wird nun mit Patchouli, Amber und Vanille dergestalt beduftet, dass man eine ganze Zeit lang keine Komponente wirklich eindeutig heraus riechen kann, sondern nur einen sehr fein aufeinander abgestimmten weichen, warmen Wohlgeruch, der durch die darunter liegende Ledernote und vielleicht durch das dezent eingesetzte Patchouli bis zum Schluss nie ins Süße, Gourmandige kippt. Daher könnte ich mir dieses als Damenduft ausgewiesene Parfum auch sehr gut an einem Mann vorstellen.

Cuir Beluga zeigt auf meiner Haut eine ausgezeichnete Haltbarkeit, auch die Projektion ist nicht von schlechten Eltern, dabei aber nicht aufdringlich. Ein Duft, mit dem man auf der Arbeit, beim Ausgehen und beim schicken Abendessen, aber auch beim Kuschelabend auf der Couch perfekt „angezogen“ ist. Er mag keine Ecken und Kanten haben und auch in Sachen Duftentwicklung eher wenig zu bieten haben, aber gerade dafür mag ich ihn.
11 Antworten
Wenn mir auch dieser Duft nicht gefällt, schöner Kommentar! Mir erging es so mit dem Spiritueuse, erst war der Duft für mich nicht greifbar, heute bin ich stolzer Besitzer eines Flakons....
10 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 11.10.2012 14:40 Uhr
90%
8 Kommentar-Auszeichnungen
Weder Cuir noch Beluga aber richtig gut.
2005 scheint Olivier Polges großes Jahr gewesen zu sein. Dior Homme und Cuir Beluga kamen auf den Markt. Beides ausgesprochen wohlriechende Düfte, wie ich finde.

Bei Cuir Beluga nehme ich in erster Linie eine milchige Vanillenote wahr, die sich von Anfang bis Ende des Duftes nicht verändert. Der Duft riecht wie das Wachs einer französischen Vanillekerze.

Während sich Spiritueuse Double Vanille bei mir mehr in Richtung transparent und mit einem floralen Touch entwickelt, ist Cuir Beluga die pudrigere Interpretation der Vanille.

Trotz dieses feinen Unterschiedes behaupte ich: Wer den einen Duft liebt wird auch den anderen lieben.

Auch Cuir Beluga ist durch und durch soft und frei von kräftigen Noten.

Das Leder nehme ich als solches nicht wahr, vielmehr erscheint mir die Komposition wenig transparent und mit solidem Hintergrund, was wahrscheinlich auf die Ledernote zurückzuführen ist.

Die Kopfnote ist zum Sterben. Sie erinnert mich entfernt an Mandellikör und Milch und hat ein flüssiges und klares Feeling, das wohl von den Aldehyden kommt.

Cuir Beluga ist eine perfekte Mischung verschiedener Noten, bei der man nicht die Einzelteile (wie z.B. Patchouli oder Leder) wahrnimmt, sondern eine richtig gute Interpretation von Vanille.

Der Duft hält auf Kleidung und Haut 8-10 Stunden und länger. Die Sillage ist gleichbleibend moderat und vergleichbar mit Spiritueuse double Vanille oder L'Instant Extrême.

Der Flakon ist ein Kunstwerk für sich und tut sein Übriges zum tollen Eindruck, den dieser Duft beim Träger hinterlässt.

Cuir Beluga kann man im Frühling, Herbst und Winter tragen. Meiner Meinung nach sollte es draußen kühler als 20°C sein.

Auch würde ich ihn zur Arbeit nicht empfehlen.

Für Frauen und Männer jeden Alters ist er gleichermaßen tragbar.

Wer sich mal einen richtigen Luxusduft gönnen möchte und qualitativ hochwertige Vanilleduftkerzen mag, kann hier voller Vorfreude auch blind zuschlagen.
4 Antworten
Ich seh das wie Du. Vom Leder kaum ein Spur. Aber das ist egal!!!
3 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 23.09.2012 14:43 Uhr
80%
9 Kommentar-Auszeichnungen
Quelle surprise!
Ich bin sehr überrascht, dass Cuir Beluga ein Damenduft sein soll. Auf meiner Haut riecht er nach edlen Hölzern und gaaaanz weichem Leder, ein Bisschen wie eine Squaw - oder eben wie ein liebevoller Winnetou.
Es liegt offenbar in der Natur der Guerlain-Düfte, dass sie mit der Haut verschmelzen wie kein anderes Parfum.
Der Duft trägt nicht mich, sondern ich trage ihn, was eine außergewöhnliche Kunst ist, denn bei kaum einer anderen Marke habe ich so sehr das Gefühl, dass das Odeur zu meinem Eigengeruch wird.
Auf meiner linken Hand trage ich Spiritueuse Double Vanille, rechts Cuir Beluga.
Unabhängig davon, dass ich persönlich SDV lieber mag sind dennoch beide Düfte mit meinem Eigengeruch verschmolzen.

Das "Weißwalleder" entfaltet sich ganz sanft; zunächst riecht es für mich nach Stroh und Leder, später dann nach einer sehr dezenten Mandel-Vanille und schließlich dann wieder nach Leder, begleitet von einer sanften Holznote.
Eine leichte Assoziation mit Marzipan kommt mir noch in den Sinn, wenn ich intensiv und lang an meiner Hand schnuppere.

Ich finde es bemerkenswert, dass dieses Parfum, wenngleich es wirklich nicht 'mein' Duft ist, doch so sehr mit mir fusioniert, dass ich es keineswegs unangenehm finde.
Das klingt so paradox und es überrascht mich selbst, denn so ein Gefühl hatte ich noch nie. Es ist fast so, als würde ich an einem anderen Menschen schnuppern, denn Cuir Beluga riecht, wie auch Spiritueuse Double Vanille, nach Haut.
Wobei SDV eben mehr nach meinem Charakter riecht.
CB hingegen riecht zwar auch nach mir, aber eben nicht nach meiner Persönlichkeit.
Das klingt wahrscheinlich alles sehr konfus, aber ich denke, man muss diese Dufterfahrung machen, um sie nachzuvollziehen.

In jedem Fall ist Cuir Beluga ein Meisterwerk; wem es nicht gefällt, der sollte unbedingt andere exklusive Guerlain-Düfte testen!
Exklusive, denn diese sind meines Erachtens ein Dufterlebnis, welches man mit den meisten 'normalen' Düften nicht vergleichen kann.
2 Antworten
Stimmt, das verschmilzt ganz warm mit der Haut und wird quasi zum Eigengeruch. Danke für den Kommi!
1 weitere Antwort
12.06.2012 18:29 Uhr
90%
10 Kommentar-Auszeichnungen
Weisswalleder???
So schön das französische "Cuir Beluga" auch klingt, der Zauber verfliegt, sobald man es ins Deutsche übersetzt. Oder ist mir der Zauber in "Weisswalleder" entgangen??

Wie auch immer, Cuir Beluga hat weder mit "weiss" noch mit "Wal" irgendetwas zu tun. Wenn hier Leder enthalten ist, dann ganz ganz feines, helles Wildleder mit weichem und leisem Duft.
Die Hauptrolle spielt eindeutig die Vanille und einige Mandeln. Dennoch finde ich den Duft nicht langweilig, sondern eher anheimelnd. Die Vanille duftet edel, keinesfalls wie essbare Vanille und Mandeln geben dem Ganzen eine gewisse Tiefe und Volumen.

Ein traumhafter Duft, weich, gemütlich, einfach nur zum Wohlfühlen. Die Haltbarkeit schlägt alle Rekorde! Minimum sind 24 Stunden! Auch die Sillage lässt keine Wünsche offen, denn der Duft ist im ganzen Raum wahrzunehmen!

Alle die keine Vanille mögen: Finger weg! Alle anderen: unbedingt ausprobieren, es ist ein Genuss!!!
5 Antworten
Ich kann dir nur zustimmen, ein wahrhaft feiner, schmeichelnder Duft.
4 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 06.05.2012 15:18 Uhr
80%
9 Kommentar-Auszeichnungen
Gepflegte Langeweile
Den Duft hatte ich vor Monaten mal in Berlin und dann noch mal in Hamburg geschnuppert. Er war nett zu riechen, beeindruckt hatte mich auch seine Haltbarkeit. Die Schnappatmung blieb aber auch bei mir aus.
Wird wohl an mir liegen, dachte ich, und bestellte eine Abfüllung zum "Üben".
Mehrfach habe ich ihn nun getestet, heute im Ganztagestest.

Tja, was soll ich sagen, ein schöner Duft, aber mir fehlen die Ecken und Kanten sowie etwas mehr Komplexität. Schon bei Tonka Imperiale konnte ich den Hype nicht nachvollziehen. Die rauchigen Noten, die einige dort vernehmen, sind mir leider nie untergekommen. Ist es vielleicht schon zu warm für den Duft?
Ich rieche bei Cuir Beluga Vanille, Vanille, Vanille. Bei dem Preis sicherlich echte Vanille, eine edle Vanille, nicht zu süß, etwas staubig-pudrig. Ich meine, es kommt etwas süßes Tonka dazu. Nicht zu überbordend wie in Tonka Imperiale, aber doch, etwas ist dabei. Eine ganz zarte Andeutung von etwas Blumigem. Strohblume passt gut ins Bild. Leder? Never ever. Leider.
Also was machen wir nun mit dir?
Ich denke schon, dass ich die Abfüllung ab und zu verwenden und auch leer bekommen werde, aber nachkaufen werde ich ihn vermutlich nicht - wenn nicht noch die große Erkenntnis kommt.
Ich schätze an diesem Duft seine vornehme Zurückhaltung. In Kombination mit unglaublich langer Haltbarkeit ist seine Sillage sehr dezent. Gut für Tage, an denen man für sich selber eine zarte Dufthülle will, nicht aber für andere parfürmiert wirken will. In diesem Sinne ein Hautduft im besten Sinne, wenngleich kein besonders aufregender. Aber es darf auch mal unaufgeregt sein. Auch Tonka Imperiale bekommt sicher noch mal ne Chance. Irgendwas muss ja dran sein an den dunklen Rauchnoten.
Derweil freu ich mich aber auf Bois d'Arménie ;)

EDIT: Heute habe ich mich mit Oud Wood eingedieselt. Und was rieche ich später? Cuir Beluga. Klebte noch was an meinem Jackenkragen, gar nicht übel. Und bei ner Besprechung dachte ich auf einmal, jemand riecht nach Eau d'Hiver. War ich das auch (von Kragen zurück an die Haut?). Riecht jemand Parallelen zu Eau d'Hiver (u.a. Heliotrop)? Also der wird mal weiter getestet bei verschiedenen Wetterlagen und Dosierungen ;)

Noch mal EDIT: Mittlerweile gefaellt er mir richtig gut! Die leichten Noten von Strohblume und Heliotropin machen ihn dann doch interessanter als anfangs wahrgenommen! Also ein Upgrade auf 80%!
6 Antworten
Cuir Beluga hat echt null Kanten, der ist so zart und weich...aber eine frage an dieNase: Nimmst du nicht diesen Wildlederartigen leicht muffigen Duft neben der Vanille wahr? Wie dünnes Wildleder find ich.
5 weitere Antworten
28.02.2012 22:29 Uhr
50%
13 Kommentar-Auszeichnungen
Die Schnappatmung blieb aus!
Es gibt für mich 2 Kategorien von Düften bei denen ich Schnappatmung bekomme:
1. Supertolle Düfte, bei denen ich in Geiste eine Bank überfalle, ein Mitglied der Mafia werde, damit die mein Parfümlaster finanziert (so wie sie seinerzeit der Karriere von Frank Sinatra auf die Sprünge half)und gleichzeitig Spiralen in den Augen habe und nur noch an ein denke:"Der muß her! Sofort!"
2. Düfte die ich so furchtbar finde, daß sich schon der Teufel vor mir fürchtet, weil ich ihm die Hölle zugefroren habe. Sprich Verriß auf parfumo geschrieben.

Zu 2. gehört Cuir Beluga gewiß nicht. Zu erstens aber auch nicht. Oliver Polge (Sohn von Jacques Polge) hat sich hier mal an einem Guerlain geübt. Mit mäßigem Erfolg, wie ich rieche. Geschaffen hat er einen netten Alltagsduft, der mich allerdings sehr wenig tangiert. Ein bißchen herb-süßer Tangarinenauftakt (Tangarine ist die Schwester von Mandarine oder Clementine, nicht die von Ariel!)Dann erdet er etwas, danach zieht eine gewisse Trockenheit vorbei. Später trabt das mit Vanille gebürstete und süßlich duftende Lammnappaschaf vorbei, dessen Fellchen man benutzte um diesen, doch sehr fernen Lederhauch, nachzuempfinden.
Nee, Polge Junior, bleib bei Papa, Ihr seit ja neuerdings im Erschaffen von Düften ohne jeglichen Schmackes geübt.
Ich quetsch mir hier mal 50% raus, damit das Haus nicht pleite macht.
10 Antworten
Der könnte mir vielleicht gefallen, obwohl "Altehütte" drin ist, hihihi...sonst würde er dir ja gefallen ;-)
9 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 31.12.2011 22:05 Uhr
90%
18 Kommentar-Auszeichnungen
Darf´s ein bisschen Leder sein?
Ja, gerne! Vor allem, wenn es so fein nach Vanille duftet wie Cuir Beluga.

Es war an einem verregneten Dezembernachmittag in Stuttgart. Weihnachten war bereits
vorbei und während viele Menschen auf der Suche nach einem vermeintlichen Schnäppchen
waren, entdeckte ich plötzlich die neu eröffnete Guerlain-Boutique im Hause Breuninger.
Und hier standen sie: die gekonnt in Szene gesetzten Düfte der Exklusiv-Kollektionen von
Guerlain.

Nachdem bereits mehrere in diesem Forum die besagten Düfte mit teilweise euphorischen
Rezensionen belegten, freute ich mich auf einen ausgiebigen Test der verschiedenen
Probanden. Die Verkäuferin war voll in Ihrem Element und offerierte mit sichtlichem Stolz
Ihr gesamtes Sortiment. "Darf´s ein bisschen Leder sein?", fragte Sie schelmisch und reichte
mir Cuir Beluga.

Leder? Ich griff Ihre Frage auf, nahm den schönen Flakon, spürte die Duftwolke und schloss
meine Augen. Was sich vor meinem Inneren entwickelte, das war kein schwerer, typischer
Ledergeruch, sondern im Gegenteil: Mit einem Hauch von Vanille - und von dieser
zusammengehalten - entfaltete sich ein wunderbares Bouquet, in welches das Leder elegant
eingebunden ist.

Wenn ich es mit einem Bild umschreiben müsste, kommt mir eine luxuriöse Wildlederjacke
von Hermes oder Versace in den Sinn, welche mit Nuancen von Amber, Heliotrop, Vanille
und einer Note von Marzipan (wohl den Aldehyden zuzuschreiben) durchsetzt, oder
besser gesagt: durchtränkt ist. Die Vanille zeigt sich dabei nicht likörartig-süß oder
rauchig-schwer, sondern immer dezent und äußerst vornehm.

Obwohl meine Haut kein guter Duftträger ist, begleitete mich Cuir Beluga durch den restlichen
Tag. "Durch den restlichen Tag?" Nein, denn seit diesem Dezembernachmittag gehört
Cuir Beluga zu den Favoriten in meiner Sammlung. Leder darf es seither immer wieder
gerne sein, aber nur wie Cuir Beluga....
10 Antworten
Der ist gut( dein Kommentar) und der Duft auch;) Der allerfeinster Leder-Duft für mich und für dich Pokal.
9 weitere Antworten
Sehr hilfreicher Kommentar - 26.11.2011 20:03 Uhr
80%
5 Kommentar-Auszeichnungen
Zwischen Liebe und Abneigung
Ich gebe zu, ganz großes Kino. Er könnte soooo schön sein, wenn mich meine böse Nase nicht so ärgern würde.
Zwischen feinen Aldehyden, lieblichen Heliotrop, leckerer Vanille und etwas düsteren Amber versteckt sich eine Note, die mir zu schaffen macht.
Sie riecht nämlich muffig. Wie eine viel getragene Wildlederjacke mit Schweißflecken. Und die olle Strohblume mag ich auch nicht. Ist mir schon bei anderen Düften aufgefallen.
Außerdem kommt mir der Duft von Anfang an ziemlich holzig vor, aber ich schätze, daß kommt von der Wildledernote.

Ich finde es so schade, er sollte mir gefallen. Der weiche und kuschlige Grundton erinnert mich nämlich an Iris Ganache.
Aber durch diese Muffigkeit wirkt er einige Zeit zu animalisch.

Die liebliche und zugleich trockene Pudrigkeit ist dagegen wunderschön und kommt ab der Herznote noch besser hervor. Der muffige Ton läßt dann auch nach und nun kann man riechen, welche großartiger Duft hier geschaffen wurde.
1 Antwort
Für mich einer der besten Düfte überhaupt und an mir kommt das Ding besonders gut!!! P....duft! Daumen hoch für deinen Kommi! Danke!
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 26.06.2011 18:01 Uhr
90%
Agent Beluga
So würde ich Cuir Beluga beschreiben.
Mein erster Eindruck war, dass dieser sanfte Duft vielleicht ein klein wenig schwach auf der Brust sein könnte.
Hat aber doch ein klein wenig daran gelegen, dass ich an den Tagen zuvor Kaliber wie Ambre Sultan und Belle d'Opium getragen habe.Dann muss man sich in so ein derart feines Stöffchen erstmal "reinriechen".
Für mein Empfinden ist Cuir Beluga ein Undercover Agent.
Er ist rund,weich,schmeichelhaft,harmonisch,niemals aufdringlich aber stets präsent.Elegant?Auf jeden Fall.
Die Haltbarkeit ist sehr viel besser,als ich es ihm zu Anfang jemals zugetraut hätte.
Heliotrop,Amber und Vanille vereinen sich zu einem zarten vanilligen Duftschleier, der seine Trägerin ( oder Träger) ganz sanft umhüllt.
Die Ledernote ist in der Tat nichts, wovor Lederphobisten ( ich bin auch so eine) sich fürchten müssten, sie gibt dem Duft lediglich ein kleines Fitzelchen Erotik mit,denn die ist schon unterschwellig aber niemals anbiedernd vorhanden.
Sehr schön.Mir beinahe schon zu schön.Ich mags dann doch lieber etwas kantiger.
Ich danke der lieben Odeur für dieses tolle und teure Dufterlebnis.
Ich kann gut verstehen, dass dieser Duft so viele Anhänger hat.
14 Antworten
Jahaaaa ... er ist toll toll toll ... Gibt einen Pokal Pokal Pokal ... ;-) Feini feini feini ...
13 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 07.01.2011 23:06 Uhr
90%
31 Kommentar-Auszeichnungen
Mit Schirm, Charme und Cuir Beluga
Auf Cuir Beluga wurde ich durch Duftstick aufmerksam und von Ghislaine (Vielen Dank!!) habe ich ein Pröbchen dieses tollen Sucht- und Duftstoffes bekommen. Cuir Beluga ist Teil der bis jetzt siebenteiligen L'Art et la Matière Kollektion. Verschiedene berühmte Parfumeure haben sich einen Duftstoff (Matière) ausgesucht, um welchen herum sie ein Parfum kreiert haben (Art). Olivier Polge hat sich für seine Kreation auf Leder, in diesem Falle Wildleder konzentriert. Ganz objektiv betrachtet ist das in die Hose gegangen, aber lässt man diese Tatsache aussen vor, dann steht man einem Wahnsinnsduft gegenüber.

Heute war also Cuir Beluga Testtag. Ich entschied mich, nachdem ich den Duft grosszügig aufgetragen hatte, meine schwarzen Lackleder-Budapester in die Bibliothek auszuführen, dazu Skinnyjeans. Obenrum hätte ich einen Kartoffelsack tragen können, es wäre egal gewesen, denn diese Herrenschuhe machen mehr Lärm (=Aufmerksamkeit) als jedes Paar meiner untragbaren Monster-Heels. Ähnlich wie diese Schuhe nehme ich auch Cuir Beluga wahr und auf zwei Worte reduziert ist das: androgyne Eleganz! Während des ganzen Tages schnupperte ich immer wieder an meinem Arm und plötzlich: Noch ein 2. Mal kam mir eine Assoziation des Duftes mit Mode in den Sinn, nämlich die letzte (aktuelle) Winterkollektion von Jean Paul Gaultier für Hermès. Inspiriert von der Kult-Serie Mit Schirm, Charme und Melone kreierte er einen Look, der definiert ist durch männliche Formen (klare, scharfe Linien) und Materialien (Leder) und weibliche Schnitte (Volumen). Der Herrenschirm wird mit Leopardenmuster ausgestattet, über den Mohair 2-Teiler wird die sportliche Lederweste und zu allem der Bowler-Hut getragen (http://linkshrink.de/19735/). Alles was diese Mode ausstrahlt, strahlt auch Cuir Beluga aus: Klarheit, Eleganz, Androgynität und – so formulierte es schon Duftstick – Luxus pur!

Cuir Beluga beginnt auf meiner Haut mit einer mandelartigen, cremigen Alkoholnote und entwickelt sich dann zu einer soften Vanille, die so fein wirkt, als wäre sie nicht auf die Haut gesprüht, sondern gehaucht. Der Duft ist samtig, cremig, weich, zurückhaltend erotisch und allem voran unheimlich elegant. Anhand der Duftnoten ist dieses Parfum für mich wirklich schwer zu fassen. Eindeutig ist aber, dass die Vanille sehr stark im Vordergrund steht und man das Leder fast vergebens sucht. Anstatt Leder, wie erwartet im Zentrum dieses Duftes zu finden, zieht es meiner Meinung nach im Hintergrund die Duftfäden. Es ist denke ich diese zarte, dezente Ledernote, die den Duft so speziell macht. Thema also doch nicht verfehlt? Bis jetzt konnte ich mich für den Inhaltsstoff Leder noch nie erwärmen, hier gelang jedoch eine sehr subtile und feine Umsetzung. Wer also vor Leder normalerweise zurückschreckt, darf sich an Cuir Beluga ohne Angst herantrauen. Lederfans hingegen werden wahrscheinlich eine Enttäuschung finden und aus ihrer Sicht wird diese Interpretation von Leder wohl misslungen erscheinen.

Dies ist die wohl eleganteste, androgynste Vanille, die ich bis jetzt kennen gelernt habe.
16 Antworten
Hat da jemand Vanille gesagt?
15 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 22.12.2010 01:23 Uhr
100%
14 Kommentar-Auszeichnungen
wohldosierter luxusduft
Ein Besuch bei Guerlain in Paris ,wollte Derby schnuppern und entdeckte Cuir Belug. Der Name verrät Luxus. Wollte ihn testen und zum sprühen ansetzten doch eine Stimme meint no no no. Man bewedelte mich mit einem, mit Cuir getränken Fächer aus Straussenfedern. Nun gut. Nach Minuten,wow. Amber und Vanille perfekt und wohldosiert gepaart, mit der berühtmen Guerlainnote umhüllen mich, dazu mischt sich etwas Frische einer Citrusfrucht. Absolument perfekt. Ich denke nur noch an Luxus, an Kaschmir usw. Es ist ein sehr haftender Duft und das bestätigten meine Kleider, Hände , Gesichtshaut und sogar meine Brille . Bei Bon Marchè musste die Visa dann zum Einsatz. Recht teuer, aber meine Sinne wollten es. Für mich; der beste, neuzeitliche Duft aus dem Hause Guerlain .
Chapeau Monsieur Olivier Polge!
8 Antworten
ich werde schnuppern gehen und dir berichten! ..jetzt ist aber erst mal petit coco eingezogen ;).
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