Deutsch: „Zauberelixier”

Sortilège Elixir

(2015)
Sortilège Elixir von Le Galion
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8.2 / 10     13 BewertungenBewertungenBewertungen
Sortilège Elixir ist ein beliebtes Parfum von Le Galion für Damen und erschien im Jahr 2015. Der Duft ist blumig-chypre-artig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.

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Parfümeur

Marie Duchêne

Duftnoten

Aldehyde, Rosenabsolue, Jasmin-Absolue, blumige Noten

Bewertungen

Duft

8.2 (13 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.6 (13 Bewertungen)

Sillage

7.7 (13 Bewertungen)

Flakon

7.2 (18 Bewertungen)
Eingetragen von Rivegauche, letzte Aktualisierung am 09.01.2017

Wissenswertes

Sortilège Elixir ist eine Extrait-Variante des Duftes Sortilège, die Marie Duchêne der Original-Formel von Paul Vacher nachempfunden haben soll.

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Kommentare

Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    30 Auszeichnungen
Denn sie hat ihr Glück gefunden.
Etwas Neues anfangen. Die Chance nutzen. Ein großes Wagnis, sicherlich. Ein neuer und unbekannter Lebensabschnitt. Was würde da auf sie zukommen. Würden sich ihre Wünsche und Hoffnungen erfüllen? Auf der anderen Seite .... was hatte sie zu verlieren. Nichts. Gar nichts mehr. Es konnte nur besser werden. Davon war sie, ebenso wie Millionen vor ihr, überzeugt als sie an Bord des Schiffes ging um sich ein neues Leben in diesem Land, das ihr so verheißungsvoll vorkam und dessen Sprache sie nicht einmal halbwegs verstand, geschweige denn sprechen konnte, aufzubauen.

Nicht viel hatte sie dabei. Luxus kannte sie nicht. Nur den kleinen Flakon, den sie von ihrer Mutter geerbt hatte mit dem Duft den sie so liebte. „Sortilege“. Fast unberührt war er. Immer geschont wurde dieses Kleinod. Nur zu besonderen Tagen wurde mal ein Tröpfchen aufgelegt.

Das ist jetzt fast sechzig Jahre her und sie hat ihr Glück gefunden in dem einstmals so fremden Land. Heute, mit über achtzig Jahren erzählt sie ihren Enkeln von damals und zeigt ihnen den, inzwischen fast geleerten, Flakon. Und immer noch trägt sie „Sortilege“. Allerdings in der heutigen Fassung und als Elixir.

Genauso prickelnd wie einst steigt ihr das Elixir in die Nase. Ein leichtes Flirren liegt in der Luft und es kitzelt sie ganz kurz in der Nase. Das mag sie, darin liegt für sie ein ganz besonderer Zauber.

Und auch die blumigen Akkorde sind da, genau wie einst. So wie damals werden sie von hellwürzigen Nuancen begleitet. Und die Rose sucht sich wieder einen Weg, erscheint ihr eben so samten und dunkel wie der Duft aus dem alten Flakon. Auch hier wird sie nicht dominant ist jedoch ein wenig präsenter. Trotzdem bleibt ihr ein Soloauftritt verwehrt und sie fügt sich harmonisch, wenn auch mit erhobenem Kopf, ebenso wie ein kleines Maiglöckchen, ein paar knospige Fliederblüten und eine introvertierte Jasminnote in ein Blütenbett das süßlich natürlich, ohne jeglich zuckrig pappige wirkende Impression in und unter dieser jetzt auch von subtil holzig erscheinenden sehr hellfein abgewürzten Decke liegt. – Fruchtige Akkorde, wie sie in dem alten Flakon wohnten sind allenfalls, wenn überhaupt, sehr weit entfernt am Horizont erkennbar. Aber sie fehlen nicht, denn auch so, in ihrer mehr als verschwommen fruchterscheinenden Ahnung ist die Erinnerung an den Duft im alten Flakon keine bis zur Unkenntlichkeit verblasste, sondern eine deren verwandtschaftliche Verhältnisse, wenn auch nicht vordergründig, wahrnehmbar sind. Alles erscheint in sehr feiner Balance austariert.

Ab und an, scheint ein klein abgeseifter Hauch über dem Duft zu schweben. Nicht elementar, sondern ganz zart und mehr als Ahnung denn Gewissheit. Und es entwickeln sich sanftkrautige Töne, legen sich in den Duft, geben ihm eine sehr fein austarierte grünwürzige Komponente die sich in die Blüten schiebt. Den Duft nicht ins blümelige abdriften lässt. Auch eine ganz leicht würzharzhonige Note hat sich seit geraumer Zeit in den Duft eingearbeitet. Und auch die kleine Katze aus dem Vintage wird nicht vermisst. Auch ohne sie scheint eine hauchzart animalische Note im Hintergrund verhalten zu flüstern.

Die weichblumigen Akkorde werden immer weiter durchdrungen von leicht balsamisch erscheinend warmholzigen Noten in denen sich sowohl weich grünkrautige, lauwarm süßliche Nuancen als auch ein extrem feinst mooserdiger Hauch zu befinden scheinen.

Sie kennen sich entfernt, der Vintage aus dem Flakon, den sie beim Erzählen in der Hand hält und das neue, nicht überbordend aber etwas mehr rosenorientierte, „Sortilege Elixir“. Zwischen ihnen liegen Jahrzehnte und jedes Zeitalter hat seinen ganz besonderen Reiz. Wenn sie an damals denkt, dann freut sie sich, den alten Flakon, in dem sich noch ein paar Tröpfchen befinden, noch zu haben. Wunderbar gefallen tut ihr das Heute ebenso. Denn sie hat ihr Glück gefunden.
22 Antworten

Statements

Achilles vor 7 Tagen
Weiße Rosen, weiße Creme, gleißend heller Duft, der Inbegriff von Weiß, rein, seifig und majestätischer weißer Rose: Wahrlich eine Wonne+8
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0
3 Antworten
Jella vor 8 Monaten
SEHR weiblich und edel, mit dem Touch von Vintage, ohne ältlich zu sein. Verschönt umgehend sowohl die innere wie auch die äußere Haltung.+7
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.5
Seymour vor 9 Monaten
Ähnelt sehr "Sortilège (2014)". Nur dass vor allem die Aldehyde deutlich mehr Gas geben. Dadurch noch wächserner, Leicht seifig auch.+5
Duft 7.0
Ergoproxy vor 7 Monaten
Sehr eleganter Blumen-Aldehyd-Kracher mit cremig weichem Ausklang.+3
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0

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