| Erschienen im Jahr 2007, wird offenbar noch produziert. | |
| Parfümeur: Alessandro Gualtieri |
Duftnoten
| Kopfnote: | Wermut, krautige Noten |
| Herznote: | grüne Noten |
| Basisnote: | Vetiver, Vanille |
Duft
79% (55 Bewertungen)
Haltbarkeit
83% (41 Bewertungen)
Sillage
69% (16 Bewertungen)
Flakon
80% (24 Bewertungen)
Dieses Parfum wurde recherchiert und vorgeschlagen von
Kankuro
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13.04.2012 15:56 Uhr
90%
9 Kommentar-Auszeichnungen
Aus der Mitte entspringt ein Duft
Ist es ein Qualitätsmerkmal, wenn man die Nase nach dem Testen nicht mehr vom Handgelenk bekommt? Wenn ja, dann ist dies einer der besten überhaupt.Er wirkt gleichzeitig belebend und beruhigend. Als wenn man sich nach einem sommerlichen Spaziergang am Ufer eines murmelnden Bächleins an der Quelle niederlässt um sich in der wärmenden Abendsonne auszuruhen und dabei die umliegenden Gerüche war nimmt. Die leichte Süße von sonnendurchfluteten Gräsern, die leichte Würze von regendurchtränker, dunkler Erde. Und irgendwo in der Ferne brennt ein Feuer mit dem letzten Herbstlaub.
Dieses Parfum ist ein Ereignis, weniger ein Duft, den mal mal eben so aufträgt, bevor man seinen Wagen aus der Werkstatt abholt. Mehr eine Reise zu kontemplativen Orten, an denen man sich aufgehoben fühlt, wo das Gras immer grün, die Luft immer sauber und der Himmel immer blau ist.
In diesen Duft kann man sich leicht verlieren, nimmt seine unmittelbare Umwelt gleichzeitig weniger, dafür selektiver war. Die Autos werden ein wenig leiser, die Vögel ein wenig lauter. Mir ist noch kein anderes Parfum untergekommen, das diesen Effekt auf mich hat. Verwirrend schön.
3 Antworten
Bei mir hat er auch sofort das Kopfkino angeworfen. Schade für die, denen das nicht passiert.
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05.04.2012 00:17 Uhr
20%
23 Kommentar-Auszeichnungen
Düfte, die die Welt nicht braucht. Heute: Karamell-Likör
Schön dass Alessandro Gualtieris Produkte eine klare Formensprache sprechen, denn bei dermaßen proportionsgestörten Flakons im Puppenstuben-Design wäre ich eigentlich gar nicht erst auf die Schnapsidee gekommen, die Düfte der "Verrückten Nase" (= Nasomatto) jemals testen zu müssen, hätte es sich eine nette Parfumoistin nicht zur Aufgabe gemacht, meinen kümmerlichen Parfümgeschmack von Zeit zu Zeit mit etwas Nische zu pimpen. Man kann die klobigen Deckel, die bezeichnenderweise fast größer als das eigentliche Behältnis sind, natürlich auch als Griff zum Wegschmeißen sehen.Ja nee, schon klar, ähnlich wie Christopher Sheldrake im Hause Lutens möchte Alessandro Gualtieri mit seinen etwas gewöhnungsbedürftigen Kreationen an den Riechgewohnheiten eines Klientels herumdoktern, das 110 Euro für 30 ml nicht als Hindernis empfindet, sprich: Provokation zum Wohle des Riechkolben-Spektrums. Eine durchaus ehrenhafte Einstellung, wenn es irgendwo auf der Welt einen Ort und eine Zeit gäbe, wo Ausdünstungen von der Güteklasse einer Pulle namenlosen Fusels zusammen mit den Resten der Notration Daim nicht direkt in die Ausnüchterungszelle des lokalen Polizeireviers führen.
Eieiei, was isser wieder gemein, riecht er denn nicht die grünen Noten und den ernsthaften Vetiver? Doch, tut er, nur frage ich mich, warum so'n schöner ernsthafter Vetiver von einer albernen Kiosk-Gourmandnote gemeuchelt werden musste. Und das Grün, das hier so viele wahrnehmen, die die Duftpyramide gut studiert haben? Tja, wenn das grün sein soll, dann muss ich als leidenschaftlicher Grün-Fan meine persönlichen Präferenzen vielleicht doch mal updaten. Für mich bedeutete "grün" immer Blätter, Gräser, Chlorophyll. Gualtieris Werk wirkt auf mich eher rotbraun.
Nach dem unvermeidlichen Abwaschen, also quasi in der aquatischen Variante stellte ich dann - nein, nicht etwa die verbotene Wermut-Substanz "Thujon", sondern eine ganz profane Brausebonbon-Note fest, wie man sie von "Le Male" oder "1 Million" kennt.
"Absinth" dreht und windet sich, um ernstgenommen zu werden, landet aber immer wieder im infantilen Umfeld. Doch hören wir hierzu Avangardist und Nasomatto-Chef Gualtieri selbst über seine Absinth-Partys berichten: "Nach kurzer Zeit waren alle, ich inklusive, unheimlich stoned. Einige meiner Freunde wurden wieder zu kleinen Kindern, sie sabbelten Unsinn und machten Witzchen über rein gar nichts." Ob sich der Duft das zum Vorbild nahm?
10 Antworten
Ich habe beim Black Afgano und Duro Verkosten auch dran gerochen, fand es aber nur klebrig. Die Entwicklung reizt mich nicht. Ich konnte es ja nur am Duftstreifen riechen. Und mein erster Eindruck deckt sich mit deinem ausführlichen. Thujonpokal.
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11.07.2011 17:15 Uhr
50%
3 Kommentar-Auszeichnungen
Kein Kopfkino, kein Kartoffelfeld
Grüne Düfte sind nicht so richtig meins, unabhängig vom aktuell gefühlten und vom tatsächlichen Alter. Schon gar nicht jene mit Tendenz zum Dunkelgrünen. Insofern sind Absinth und ich auch keine Freunde geworden.Nasomatto gibt also "grüne Noten" an, ja? Volltreffer. Was einem mit der Kopfnote entgegenspringt, geradezu ins Gesicht explodiert, ist "grün" in allen möglichen Abstufungen. Es herrscht rege Betriebsamkeit und changiert zwischen hellgrünem Vetiver, graugrünem feuchten Veilchen im Stile von Narciso Rodriguez For Him und allem, was dazwischenliegt. Ist schon interessant, finde ich. Nach diesem anfänglichen Hin und Her pendelt es sich aber eher im Bereich Graugrün ein, bereits vermischt mit einer leichten vanilligen Süße. Auch Patchouli und Amber fände ich einleuchtend. Jedenfalls wird der Duft zunehmend erdig-braun und leider auch etwas muffig. Und langweilig. Absinth hat sein grünes Pulver schon mit der Kopfnote verschossen, ähnlich war auch mein erster Eindruck von Duro, schade. Dafür hält der Duft ewig...
Ich nehme das Nintendo, danke.
6 Antworten
Jetzt weiß ich endlich woher der Spruch kommt, dass jemand grün im Geaicht sei...
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03.07.2011 16:37 Uhr
80%
15 Kommentar-Auszeichnungen
Mit dem Honigbutterbrot auf dem Kartoffelfeld!
Während meiner Kindheit in Tschechien, gefühlte 100 Jahre her, haben wir nach der Kartoffelernte mit der Schule die Kartoffelfelder gestürmt und durften dort die restlichen noch im Boden liegenden Kartoffeln ausbuddeln und mit nachhause nehmen.Es gab auch ein Kartoffelfeuer, in dem dann einige Kartoffeln gebacken wurden und, nachdem sie von der erdigen Schale befreit waren, verzehrt wurden. Dafür brachten wir an diesen Tagen Salz in einem Streuer und Butter im Töpfchen mit. Viele von uns - ich auch - hatten Brot und Honig mit dabei, so wurde das Brot am Feuer dann etwas erwärmt, Butter draufgestrichen und obendrauf der Honig.
Unsere Gesichter waren fleckig braun von Erde und Rauch, zwischen den Zähnen knirschte es von der Erde, die mit den gebackenen Kartoffeln meist doch mitverzehrt wurde, aber wir waren rundherum satt und glücklich.
Meist endeten diese Events darin, dass wir uns im Mäusefang von Feldmäusen übten, was aber für die hoffnungslos vollgefutterten 10 - 13 jährigen ohnehin sinnlos war. Aber es hat einen Riesenspass gemacht und ich denke heute noch gerne an diese Tage zurück.
Es erstaunt mich manchmal, mit wie wenig wir Menschen glücklich gemacht werden können.
Das kleine Pröbchen Absinth von Kory - Dir dafür meinen herzlichsten Dank, lieber Kory - hat all diese Erinnerungen bei mir hervorgerufen. Absinth duftet für mich wie dieser Kartoffelacker mit uns Kindern drauf, wie wir am Feuer sitzen und unsere Honigbrote futtern.
Die Sillage ist bei mir sehr dezent, aber vernehmbar. Die Haltbarkeit ist genial. Ach ja, ich schätze ich werde noch heute Nacht vom Kartoffelacker und den Honigbroten träumen.
7 Antworten
Kartoffelacker? Lach
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09.06.2011 18:55 Uhr
80%
19 Kommentar-Auszeichnungen
Gott sei Dank, mein Ohr ist noch dran!
Die nächste Fahrt geht rückwärst.....Was haben wir uns als Kinder immer gefreut, wenn diese Ansage an unserem Lieblingsfahrgeschäft aus den Lautsprechern schallte! Nach einer rasanten Fahrt mit dem Musik-Express ging es dann dierkt zum Süßigkeitenstand.
Womit ich hier bei meinem Duftbild wäre! Ich habe den Duft aufgetragen und mich sofort an diesen Rummelstand aus meiner Kindheit erinnert. Diese Mischung aus Kräuterbonbons, kandierten Mandel, frischem Popcorn und Lebkuchenherzen nehme ich als Kopfnote wahr.
Sehr langsam wird Absinth dann etwas süßlicher und cremiger. Ich wiederstehe dem Drang mir in den Arm zu beißen! Ob ich Mal dran lecken sollte? Irgendwie hat dieser Duft in der Herznote was Gourmandartiges. Ob sich Van Gogh wohl deswegen sein Ohr abgesäbelt hat, weil es so gut roch?
Die Basis bleibt lecker, aber weniger süß. Hier nehme ich eher einen leichten Heugeruch wahr, aber nur sehr dezent. Der Restakkord ist angenehm würzig.
Die Parallele zu Absinth sehe ich hier in der Suchtwirkung die dieser Duft bei mir auslöst. Ich "MUSS" ständig an meinem Arm riechen, ich kann einfach nicht anders! Herrlich!
Obwohl die Haltbarkeit sehr gut ist, hat man bei der Intensität das Gefühl, dass Absinth eher ein Hautduft ist. Wie gesagt man hat nur das Gefühl! Die Umwelt nimmt den Duft sehr wohl wahr! Sehr gelungen finde ich den Duftverlauf! Absinth gleitet förmlich durch die verschiedenen Duftphasen und fördert zusätzlich den Rauscheffekt.
Bei diesem Duft sollte man sich unbedingt sein eigenes Bild machen, also Testen!
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ich kriege Appetit auf Wermut! Lach
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02.02.2011 13:36 Uhr
80%
9 Kommentar-Auszeichnungen
Adrenalin-Kick
Berauscht, verzückt, schwül, süss, cremig - mit diesen Beschreibungen wurde Absinth hier vorgestellt, aber ich nehme etwas ganz anderes wahr. Absinth lässt mich Naturgewalt ahnen - kraftvoll, unbändig, ja rauschhaft, so als wenn einem bei einem Sturm zwar etwas bang ist, die geballte Kraft der Natur einem aber trotz allem Schauer der Begeisterung über den Rücken laufen lässt.Und etwas von dieser Kraft färbt auf mich ab. Ich glaube, mit Absinth verliert man wirklich etwa von der Realität, spürt ungebändigte Energie, die aber dazu führen kann dass man sich überschätzt.
Die grünen Noten vermitteln mir zwar Natur, aber eben nicht den Spaziergang über frisch gemähte Wiesen, sondern eher den Kick, mit dem sich wohl ein Paraglider im Gebirge in den Abgrund stürzt oder der die Anstrengung bei einer schwierigen Bergtour vergessen lässt.
Doch all der Aufruhr wird in der Basisnote von der Vanille beschwichtigt und weicht einem Hochgefühl, dass sich nach eben dieser Bergtour einstellt, wenn man mit einem Handschlag am Gipfelkreuz die Aussicht auf sich wirken lassen kann.
Gibt es Duftnoten, die den Adrenalinspiegel ansteigen lassen? Ich habe keine Ahnung aber solch eine Wirkung hat der Duft auf mich. Mag ich das? Ich schnüffle immernoch an meinem Handgelenk, aber als Parfum für mich selbst - nein, ich möchte nicht so riechen. Eine interessante Dufterfahrung ist es aber auf jeden Fall.
Und jetzt brauche ich irgendwas Zen- oder Joga-artiges um wieder zur Ruhe zu kommen.
3 Antworten
Na, wenn der auch so reinhaut wie der Schnaps, dann wäre ich da auch eher skeptisch. Schöner Kommi!
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25.12.2010 03:37 Uhr
100%
5 Kommentar-Auszeichnungen
Bin ich ein Suchtie?
ich hatte das Glück bei ebay eine Probe dieses Saftes zu ergattern.WOW, ich war noch nie so beeindruckt von einem Duft.
Zuerst rieche ich nur Absinth, das Kraut macht mich ganz kirre, mag ich es oder nicht? Ich bin verwirrt.
Dann schießen mir Gedanken von feuchtem Gras und schwüler Hitze und den Kopf... geht das überhaupt zusammen? Ich weiß es nicht.
Ich fühle mich verzückt und berauscht mein Mann neben mir ist überwältigt, noch nie hat er so intensiv auf ein Parfum reagiert...
Alessandro Gualtieri sagt man solle das Parfum tragen, „Wann immer Sie sich gehen lassen möchten und es Ihnen sch…egal ist, was andere Leute über Sie denken.
Und jaaa, so fühle ich mich, scheißegal was andere denken, ich bin!
Der Sturm legt sich nach und nach, zurück bleibt eine leichte Süße und eine herbe Vanille die mich immer noch süchtig an meinem Körper schnüffeln lässt mit einer leichten Panik, dass der Duft mir ganz entschwinden könnte
Ja, ich bin süchtig
15.12.2010 23:34 Uhr
1 Kommentar-Auszeichnung
sehr schön!!!
Nasomattos Düfte sollen jeden unvorbereitet treffen. Damit das Kopfkino und die Nase viel zu tun hat und jeder sein eigenes Bild machen kann.
Absinth hat mich sehr positiv überrascht. Wenn ich grün lese, bekomme ich schon Angst, aber diese grünen stechenden Noten, nehme ich nicht wahr. Das leicht grüne wirkt hier eher lieblich und schön.
Aber nun zum Duft, im Auftakt beginnt er, leicht grünlich mit bitteren Noten. Danach entwickelt er sich sehr schön. Krautig, dunkel und zugleich lieblich, ich würde schon fast sagen, auf meiner Haut cremig.
Auf dem Teststreifen fand ich den Duft nicht aufregend, aber auf meiner Haut entwickelt sich der Duft einfach himmlisch. Meine Nase bekomme ich nicht mehr von meinem Handgelenk. Der Duft wirkt auch leicht erdig und holzig aber irgendwie doch cremig und lieblich. Dieser Duft hat mich beeindruckt.
21.11.2010 22:47 Uhr
8 Kommentar-Auszeichnungen
Gute Nacht Grüne Fee
grün grün grün... der Garten der Fee, Anis, Fenchel Heu, und bitterer Wermuth, Beifuss, Dalmatiner Salbei... das Thujon macht mich ganz high... nog ne bisl hooolzz und troggn isssses diessses Prfüüüüm; bnnn schoonnnn lllullll unddd lalllllll... LD 50 Ratte Oral 0,5 Gr / kg, Nein, stay cool es ist mehr grünes dreckiges Vetivergras als echter derber Absinthe...la la lalalalalala la la.... la la lalalalalala la la...2 Antworten
Klingt als hättest du tatsächlich Absinth getrunken ;). Was für ein Teufelsgebräu (Absinth, nicht Absinth von Nasomatto)
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29.09.2010 12:06 Uhr
100%
Dreckiger Heuschober
Nasomattos schräge Düfte sollen ja zum wilden Assoziieren einladen. Insofern ist es vermutlich nicht verwunderlich, wenn seine Düfte bei jedem andere Bilder erzeugen. Egal wie diese Bilder aussehen - das Kopfkino ist garantiert, wenn man sich darauf einläßt. Zudem ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass sich diese Düfte hautabhängig sehr unterschiedlich entwickeln können. Welche Bilder das eigene Kopfkino hervorbringt, zeigt also nur der tapfere Selbstversuch und nicht das Lesen der Beschreibung anderer.Ich liebe ja Absinth wie auch den Geruch von Wermutkraut, aber mit beiden hat dieser Duft für mich nicht allzuviel zu tun. Zu Beginn meine ich mal kurz Wermut zu riechen, aber das ist kaum erwähnenswert.
"Absinth" ist für mich ein riesiger Heuschober an einem Acker in der Mittagshitze eines Spätsommertages. Trocken, staubig, dunkelgrün, ein bißchen dreckig. Ich hatte selten einen so authentischen Heu-Duft in der Nase, außer in echt. Das Heu ist ganz frisch und duftet nach Unmengen von Coumarin - schwer, süß, vanilleartig, betäubend. Herbe bittere Kräuter sind auch darunter. Der aromatische, trance-erzeugende Heuduft mischt sich mit dem Geruch der Erde der trockenen, abgeernteten Felder in der flirrenden Hitze. Der hechelnde Wolfshund neben einem dünstet ein wenig animalisch.
Während man so faul und berauschten Sinnes stundenlang im Heu herumliegt, sinkt die Sonne tiefer, und mit den sinkenden Temperaturen wird der Geruch nach Erde, Gras und Moos stärker. Der schwere, sirupartige aromatische Coumarin- und Wiesenkräuterduft zieht sich zurück und läßt dem Vetiver immer mehr Raum - in diesem Falle von der dunkelgrünen, sehr erdigen Sorte. Sehr markant, aber meiner Meinung nach völlig damentauglich.
Ich tippe mal stark, dass hier auch ein winziges bißchen Zibet oder Castoreum beteiligt ist. Diese beiden Variationen von animalisch-dreckig kann ich eigentlich gar nicht ab. Sobald ich sie herausrieche, kann ich nur mit großer Mühe und für begrenzte Zeit das dringende Verlangen nach einer Dusche unterdrücken. Hier stört mich die leichte "dreckige" Note manchmal gar nicht, manchmal nur ein wenig - sie paßt irgendwie zum Heu und der Erde und macht diesen urtümlichen Duft noch authentischer.
"Absinth" ist ganz sicher nicht zu jeder Zeit und zu jeder Gelegenheit tragbar. Aber ich muß bekennen: Ich bin süchtig nach dem Zeug, wenn ich in der passenden Stimmung bin.
6 Antworten
Jetzt hast du mich aber beim Lesen quer durch Wald und Flur und an Bergen von Heu vorbei gejagt. ;-) Interessante Beschreibung.
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29.07.2010 16:01 Uhr
90%
4 Kommentar-Auszeichnungen
Was ist das nur?!
Der Duft hat mich von der ersten Sekunde an wahnsinnig beeindruckt. Erst dachte ich, dass ich sowas noch nicht gerochen habe, doch dann war mir klar, dass ich diese Duftnote kenne. Es ist keine der hier angegebenen (Nasomatto verschweigt die Noten bewusst). Woher kenne ich den Geruch? Ich vermute, es könnte ein Räucherduft aus Dubai sein, der mich daran erinnert. Diese Gewürze, wahnsinn! Das Parfum muss ich irgendwann haben.2 Antworten
dann fang mal an, zu sparen :-) ich habe die Nasomattos bislang nicht getestet, weil fast 10€ für ne Probe schon happig sind, aber man/ich muss ja auch nicht alles kennen :-)
1 weitere Antwort
24.09.2009 16:22 Uhr
Jein!
Also mir gefällt Absinth von Avon besser aber China white ist nicht schlecht.Würde sie nicht tragen habe sie aber in meine private Sammlung auggenommen. Ëine Flasche von jedem! Stehen jetzt in meinem Spezialkühlschrank und werden auch da bleiben. falls ihr Proben haben wollt: www.luckyscent.com
1 probe von 7ml kostet allerdings 5$.
Wollte noch dazu sagen dass ich mir doch irgenwo ein bisschen mehr Wermut gewünscht hätte schon allein wegen dem Namen. Versuche herauszufinden was da drin steckt. Wurmt mich unwahrscheinlich wenn keine Zutaten draufstehn!
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