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Péché Cardinal von Parfums MDCI Paris

Péché Cardinal

von Parfums MDCI Paris (2008)  
73%
73 von 100%, 47 Bewertungen
Erschienen im Jahr 2008, wird offenbar noch produziert.
Parfümeur: Amandine Marie

Duftnoten

Kopfnote Kopfnote Davana, Kokosnuss, Pfirsich, schwarze Johannisbeere
Herznote Herznote Lilie, Pflaume, Tuberose
Basisnote Basisnote Moschus, Sandelholz, Zedernholz

Bewertungen

Duft
73% (47 Bewertungen)
Haltbarkeit
76% (34 Bewertungen)
Sillage
66% (29 Bewertungen)
Flakon
88% (22 Bewertungen)
Recherchiert und vorgeschlagen von Andi136
Hilfreicher Kommentar - 25.03.2014 15:53 Uhr
Haltbarkeit: Gut
Sillage: Stark
Flakon: Sehr gut
90%
8 Kommentar-Auszeichnungen
Vom Dosenpfirsich zum Nektar
Ich gebe zu, wenn es um fruchtige Düfte geht, lande ich zumeist bei den Chypres. Ich mag meine Pflaumen am liebsten dunkel und mit Eichenmoos serviert, danke vielmals. Aber "Péché Cardinal" zeigt, dass mich auch ein fruchtig-floraler Duft bezaubern kann.

Etwas, was der Auftakt nicht unbedingt vermuten lässt, denn dieser riecht nach Dosenpfirsichen. Nicht, dass an Dosenpfirsichen etwas falsch wäre, mit Vanilleeis finde ich sie sogar recht lecker, nur riechen möchte ich danach nicht, zumindest nicht länger als zehn Minuten. Länger muss ich mich zum Glück auch nicht in Geduld üben. Die zuckrige Süße verfliegt auf meiner Haut und macht dem Duft nach Aprikosen Platz. Ganz richtig gelesen, Aprikose und nicht etwa Pfirsich, der sich nach dem ersten Sirupschock scheu zurückgezogen hat.

Weitaus weniger scheu ist die Tuberose, nicht buttrig und überreif, wie sie meiner Nase in "Fracas" erscheint, auch nicht grün-pflanzlich, wie sie mir in "Carnal Flower" begegnet, sondern narkotisch und süß, auf die angenehme Weise betäubend, wie es Weißblüher in der Sommersonne sein können - einen gewissen Sicherheitsabstand vorausgesetzt. Der Duft von flaumiger Aprikosenhaut entwickelt sich langsam zu dem saftigeren, intensiveren Eindruck eines reifen Pfirsiches. Die Steinffrüchte und die Tuberose harmonieren als Duett, wobei die blumige Seite etwas dominiert, und der Gesamteindruck ist hell, sonnig, nektargleich und betörend. Ich schreibe dies nun als jemand, vor dessen Fenster gerade der mitteleuropäische Frühling erblüht, aber ich schwöre, würde ich in Gefilden weilen, wo Kolibris an der Stelle von Meisen durch den Garten flitzten, sie würden mich in Scharen umschwärmen.

Da die Vogelwelt hierzulande freilich von solchen Dingen nichts versteht, muss ich ohne gefiederte Begleitung auskommen und meinen wohlriechenden Arm alleine anschwärmen. Das tue ich auch noch, nachdem er nach einigen Stunden doch noch etwas dunklere Facetten enthüllt, vor allem durch eine Johannisbeerennote, die den hellen Eindruck etwas trübt. Dazu gesellt sich eine entfernt zimtähnliche Staubigkeit, was nun weitaus weniger angenehm klingt, als es eigentlich riecht. Es verleiht dem Duft in der Basis eine gewisse samtige Qualität, als hätte man Pfirsiche und Tuberose aus der Sonne geholt und in Schale und Vase auf ein samtenes Tuch gestellt, um es dort während der kühleren Abendstunden noch als Stillleben zu malen. Zum Schluss schließlich schimmert ein Gerüst aus Sandelholz hindurch, das mit seiner warmen Holzigkeit bereits aus dem Hintergrund zu dem Eindruck von sonnengewärmter Aprikosen- und Pfirsichhaut beigetragen hat und sich nun etwas deutlicher in die Wahrnehmung rückt. Ich denke, dass die angegebene Pflaume mit dieser Basis ganz wundervoll harmoniert hätte, leider kann ich von dieser allerdings nichts erschnuppern.

Aber ich will mich nicht beklagen, "Péché Cardinal" hat mich auch ohne Pflaume für sich eingenommen, und deren Fehlen soll mich so wenig bekümmern, wie die Ignoranz der Meisen, dieser Banausen.
1 Antwort
Inger vor 178 Tagen
Schöner Kommentar!
12.01.2014 04:06 Uhr
50%
6 Kommentar-Auszeichnungen
Was selten und teuer ist, muss gut sein. Oder: Der überhypte Pfirsich.
Prolog: Parfumotreffen am 11.01.2014 in Zürich. Ich habe eine lieben Parfuma den 10ml Rest ihres Zweitflakons von Vêpres Siciliennes abgekauft. Ein toller Duft - habe mich direkt verliebt.

Anschließende MDCI Vertestung in einer Nobelparfümerie. Annahme: MDCI ist eine edle Marke mit tollen komplexen Düften. Und die Düfte sind im Moment unglaublich begehrt. Gerade der Pfirsichduft bekommt viel Aufmerksamkeit und ist bei Sharings gleich weg. Verständlich. Man ist oft auf Sharings angewiesen, denn nur wenige Läden führen diese teuren Düfte. Und Pfirsich ist eine tolle weibliche Duftnote, das kann man doch gar nicht falsch machen. Da muss der MDCI doch toll sein. Fehlannahme.

Da habe ich nun ihn auf der Haut und freue mich. So ein edler Duft. Ich senke die Nase und zucke angewidert zurück. Was ist das denn? Der ist ja langweilig, unspektakulär und flach. Und eine stechende Note hat er auch noch! Ich denke, meine Nase versagt und lasse andere Parfumas daran riechen. Gleiche Reaktion. Einer gefällt er schon noch. Mit Einschränkung. Ich war dann froh, als er wieder weg war. Hat auch nicht allzu lange gedauert.
2 Antworten
KleineHexe vor 250 Tagen
Süße, fruchtige Düfte haben es bei mir oft schwer. Da rufe ich schnell auch mal "Bäh". MDCI gehört zu den wenigen Marken, die es schaffen, daß ich solch ein Parfüm toll finde.
1 weitere Antwort
Sehr hilfreicher Kommentar - 02.02.2012 19:14 Uhr
80%
Sünde? Nein. Ein köstliches Dessert!
Péché Cardinal, Kardinalssünde? Nein, das gibt es gar nicht, auch nicht im Französischen. Bis es mir dämmerte: Das ist ein Wortspiel. Tatsächlich bietet die französische Küche eine köstliche Nachspeise namens "Pêche Cardinale", ein Pfirsichdessert, bei dem einem schon das Wasser im Munde zusammenläuft, wenn man das Rezept liest (Pfirsiche, Vanillemark, Himbeeren, Kirschwasser, Vanilleeis...) - ganz wie bei diesem Gourmand-Duft. Amandine Marie muss wohl an beides gedacht haben, an dieses verführerische Dessert und an "sündhafte" Lust, als sie die verlockend klingenden Zutaten zu ihrem Zaubertrank zusammenmischte. Und etwas zauberhaft Leckeres ist ihr gelungen!

Dieser üppige, anfänglich süß-säuerlich-fruchtige Duft, entwickelt sich im Verlauf zu einer wahren Süßspeise mit Kokosnuss- und Mandelaroma (obwohl laut Zutatenliste keine Mandeln enthalten sind). Auch lassen sich Pflaumen und andere Früchte erahnen - ein bisschen musste ich an den englischen Plum-Pudding zu Weihnachten denken. Zedern- und Sandelholz kann ich zwar nicht gesondert wahrnehmen (dafür braucht es wohl kompetentere Nasen), sie verhindern aber offensichtlich, dass die "Sünde" zu süß und damit unbekömmlich werden könnte. Also, wie gesagt, eine Köstlichkeit mit vielen olfaktorischen Kalorien.
Ich frage mich nur: Wann soll ich sie tragen? Für den nüchternen Alltag am Arbeitsplatz oder im Haushalt (oder wo auch immer) ist sie viel zu pompös. Und die großen Ausgeh-Anlässe halten sich bei mir in Grenzen. Denn dafür wäre "Péché Cardinal" der ideale Begleiter, der alle Nasen auf sich ziehen würde...

Die Haltbarkeit ist - soweit ich es feststellen konnte - überdurchschnittlich.

Nachtrag (17.02.12)
In einem Interview gibt der Gründer und Betreiber von MDCI Paris, Claude Marchal, eine Erklärung für die Bezeichnung "Péché Cardinal":
http://www.fragrantica.com/news/Interview-with-Claude-Marchal-MDCI--760.html
»Take Péché Cardinal, for example: the jest here, for there is one (or at least an attempt) is a bit more than a play of words between "Péché" (sin) and Pêcher (peachtree).
The effect in French comes from the contradiction between "péché" (sin), and "cardinal": in french, when we talk of a "vertu cardinale", it means one of the four fundamental (hence cardinal, from the latin cardo which means "hinge") Christian virtues: la prudence (prudence), la tempérance (temperance), la force (strength) et la justice (justice), which are completed by the three theologal virtues, la foi (faith), l'espérance (hope) et la charité (charity).
Here, "cardinal" instead of being associated to "very important, key, fundamental major" virtues, is associated with.....SIN! (péché, which in french sounds like pêcher, or peachtree...). So here we have a sin that one MUST commit! And the scent does contains some peach...«

Es handelt sich bei dieser Duftkomposition also um eine "Sünde", die man begehen MUSS...
6 Antworten
Jifat vor 840 Tagen
Die üppigen Süßspeisen sind nicht Deine Sache, nicht? Kann ich verstehen, auch wenn ich gerne in "sündhafter" Duftfülle schwelge :-)
5 weitere Antworten
18.08.2010 17:25 Uhr
Haltbarkeit: Gut
50%
2 Kommentar-Auszeichnungen
Persipan
ja, das riecht nach Persipan, ist sehr süß, fruchtig, und trotzdem frisch und spritzig

Genauso stell ich mir einen Pfirsicheisbecher mit Kokosraspeln vor
3 Antworten
Jifat vor 960 Tagen
Ja, auch ohne Porzellanbüste sind die € 215 für 60ml ein stolzer Preis! Wenn man denn schon einmal so viel für ein Parfüm ausgeben will/kann, muss man sich gut überlegen, welcher Duft am besten ins eigene Leben passt.
2 weitere Antworten

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