Oud Stars - Mamluk

(2012)
Oud Stars - Mamluk von XerJoff
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7.5 / 10     90 BewertungenBewertungenBewertungen
Oud Stars - Mamluk ist ein Parfum von XerJoff für Damen und Herren und erschien im Jahr 2012. Der Duft ist süß-gourmandig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.

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Duftnoten

Kopfnote KopfnoteHonig, Karamell
Herznote HerznoteBenzoe, Jasmin, Osmanthus
Basisnote BasisnoteAmber, indisches Oud, Moschus, Vanille

Bewertungen

Duft

7.5 (90 Bewertungen)

Haltbarkeit

9.2 (67 Bewertungen)

Sillage

7.9 (72 Bewertungen)

Flakon

8.5 (70 Bewertungen)
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 27.10.2016
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Kommentare

Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    13 Auszeichnungen
Honigtraum(a)
Mamluken waren, wie schon in einem Kommentar angedeutet, mehr oder weniger orientalische Militärsklaven, eine Art berittene Gebirgsmarine, welche ab dem 9. Jahrhundert bis halb drei tätig waren.

Ihre gefährlichste und am meisten gefürchtete Waffe war neben dem Mamlukenspeer die so genannte Mamlukenkeule, auch als Honigschleuder oder Honigsprüher bekannt.

Durch kleine Düsen wurde ein feiner Mamlukennebel gesprüht, der dem Feind das Gefühl gab, in einer Mischung aus klebrigem Honig und süßestem Karamell fest zu stecken, was beinahe paralysierend wirkte.

Gerade in heißeren Gefilden sowie geschlossenen Räumen konnte dies zur Tortur führen. Die Besprühten litten eventuell an Atemnot oder hatten das Bedürfnis sich den vermeintlich leckeren Saft von der Haut zu lecken, was auch in Anfällen von Wahnsinn enden konnte. Es kam sogar vor, dass man sich einbildete, Myriaden von Fliegen würden angelockt werden.

Angesprühte mit mehr Geduld oder Standhaftigkeit konnten den Angriffen jedoch trotzen, da nach einiger Zeit sich die Schwere des Duftes legte und sich mehr Frische und Fruchtigkeit zeigte. Nach einigen Überlieferungen berichteten Opfer über eine lieb gewonnene zarte Blumigkeit mit harmonischen Vanillezügen.

Nicht wenige Herrscher hatten Skrupel die Mamlukenkeule weiter einzusetzen, da sie zum einen viel zu lange haltbar sowie mit exorbitanten Kosten verbunden war. Andere hatten den Eindruck, dass damit der Feind eher angelockt und belohnt anstatt vertrieben und bestraft wird.

Es gab sogar tapfere Gegenspieler, die sich mehr oder wenig einen Sport daraus gemacht haben, gegen die Honigschleuder anzugehen und selbst weite Wege nicht scheuten gegen die Mamluken anzutreten.

Entsprechend spielten die Mamluken samt ihrer Mamlukenschleuder keine größere Rolle mehr in der Historie und wurden einfach wegrationalisiert.

Mittlerweile ist das Tragen der Mamlukenkeule längst Geschichte, umso dankbarer kann man Xerjoff dafür sein, dass man wieder an diesem alten Mythos teilhaben darf.
11 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Was’n Ding ! Macht glücklich ;-)) ! mit Sternchen **
Von einer Parfuma, die ich sehr schätze, erhielt ich eine Probe vom Mamluk mit dem Hinweis, der habe es in sich, also Vorsicht.
Generell finde ich ja die Männers und die Mädels hier ganz klasse, die mich liebevollstens auf ihre Entdeckungen hinweisen. Da sie allesamt zusammen mit mir selbst einer echt exquisiten Leidenschaft frönen, mutet deren Beschreibung auch nicht total bekloppt an, denn ein bisschen bluna sind wir wohl alle, allerdings im komplett positiven Sinn.
Eine ist halt grün und quakt, eine ist eine supersüße Maus und sitzt blöderweise im Labor, eine hat ein Profilbild, bei denen uns Frauen echt der Sabber runterläuft ;-DD, eine kann Cremes und Seifen mischen, da werde ich grün vor Neid auf diese Geduld und Fähigkeit, eine shared die coolsten Düfte ever, eine hat eine ganz tolle Hündin und einen noch tolleren Charakter, den sie gern mal unter den Scheffel stellt, eine kann mit der deutschen Sprache perfekt umgehen, einer der Kerls schickt die beste Sharing – Post ever, einer ist die Zuverlässigkeit in Person, einer ist der Freundlichste Helfer überhaupt und und und…….
Nun, von der Frau mit dem Sabber - Avatar also besagter Hinweis…
Kritisch. Vorsichtig, mit etwas Abstand habe ich die Probe also behandelt.
OMG - > habe ich von Wirdmallieb gelernt, das ist das dickste Lob ever ;-DD…..
Der hat’s nicht nur in sich – der ist cool. Richtig cool. Den Duft muss man tragen können und wollen.
Bei mir und an mir ist Mamluk Honig der leckersten Sorte, schwer und haltbar ohne Ende. Oud meldet sich genau gar nicht zu Wort. Auch die anderen angegebenen Duftnoten flitzen im besten Fall mal kurz vorbei, können dem Winner, nämlich dem Honig, aber noch nicht mal ansatzweise das Wasser reichen.
Mamluk stinkt überhaupt nicht, jedenfalls nicht an mir.
Er ist ein unglaublich präsenter, starker Honigduft, der zB den „Tonka“ von Réminiscence , den ich schon aufgrund quakender Empfehlung liebe, noch schlägt und dafür braucht es wirklich viel.
Genauso den „Oajan“ von Parfums de Marly und den „Intense“ von Boadicea the Victorious.
Ich bin geplättet.Der hier toppt sie. Aber im positiven Sinn.
„Mamluk“ hat es in sich – das stimmt ! Ein Knaller, man muss Honig mögen. Für mich ein Wunschkandidat – merci an Angua und einen Käse an die üblichen Konventionen.
Was’n Ding. Der MACHT glücklich……….
Wow……………..
Nachtrag: Der Duft bleibt für mich ein wirklich toller Honig - Wunschkandidat. gestern über Nacht getestet, hängt er heute Abend noch immer in den Kleidern. Mag schon sein, dass etwas Kamel drin ist - das stört mich aber genau gar nicht. Mamluk ist sicherlich nicht jedermanns Sache - meine bleibt er aber !
8 Antworten
Flakon 5.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 4.0/10
Hilfreicher Kommentar    11 Auszeichnungen
Ich will nur nicht, dass du unglücklich wirst.
"Was hast du dir da drangesprüht Liebling?"
Ich grinse breit übers ganze Gesicht. "Das willst du gar nicht wissen. Ich finde es selber nicht schön. Aber es hat was." Meine Frau wendet sich kurz der Verkäuferin zu, die ihr lächelnd einen Tee hinstellt. "Danke sehr. Nur einen kleinen Moment. Ich muß mit meinem Mann die Scheidung besprechen." Sie nimmt mich am Handgelenk, schnuppert und dann mehr an den Verkäufer gerichtet als an mich "ist das hier in der hübschen Flasche da?"
Verkäufer und ich im Chor "Jaaaaa".
Sie geht auf die Zehenspitzen und ich muß den Kopf etwas neigen "du riechst wie ein Kameltreiber".
"Weisst du, dass du ganz schön rassistisch bist? Du hättest mich also nicht geheiratet, wenn ich Araber wär?"
"Liebling, ich hätte dich immer geheiratet. Auch als Araber. Nur so riechen hättest du nicht gedurft."
"Aber wenn mir der Duft gefällt?"
"Er gefällt dir nicht. Glaub mir."
"Aber was wenn doch?"
"Dann fahre ich mit dem Taxi nach Hause."
"300 km?"
Sie überlegt kurz und fragt den Verkäufer "gibt es hier auch einen Limousinen-Service?"
"Du bist gemein."
"Nein. Ich will nur nicht, dass du unglücklich wirst und ich werde dich unglücklich machen."
"Du liebst mich nicht!"
"Doch sehr sogar. Aber nicht wenn du so riechst." (Sie sagt etwas, was nicht zitierbar ist)
Der Verkäufer erbleicht. Ich auch.
"Woher willst du wissen, wie ... im ... riecht?"
"Frauen wissen so etwas."
"Aber viele Männer riechen so."
"Meiner nicht" meint sie lächelnd und wendet sich wieder zu ihrer Verkäuferin.
"Es riecht aber sehr natürlich" merke ich an und halte ihr mein Handgelenk hin.
"Du darfst gern im Garten den Komposthaufen umsetzen, wenn dir danach ist."
"Das macht man nicht im Winter."
"Schatz, da wäre ich ganz grosszügig."

Noch so ein Oudparfum und schon wieder die gleiche Erfahrung des Missfallens. Oud ist ein Duft den ich nicht mag und trotzdem bin ich immer wieder aufs Neue davon fasziniert. Fremde Länder andere Sitten, andere Menschen, unterschiedliche Vorlieben. Oud ist nicht mein Fall und ich versteh die Mode nicht. Aber ich verstehe auch nicht Leggins und Röhrenjeans. Machts nichts. Für Dinge die ich nicht verstehe hab ich meine Frau.
5 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 5.0/10
Hilfreicher Kommentar    15 Auszeichnungen
Ich frage mich...
"Mamluk" ist genau der Typ eines Dufts, der verursacht, dass Leute bei sozialen Ereignissen ungläubig und mit hochgezogenen Augenbrauen auf einen reagieren. Oder sie versuchen herauszufinden, ob man seit zwei Wochen nicht gebadet hat und seinen Gestank während dieser Zeit versucht hat mit dem ständigen Einsprühen großer Mengen von "Angel" zu übertönen, oder ob man einfach nur ein abscheuliches hochpreisiges über alles erhabenes Nischenparfüm trägt. Und weil sie nicht aus ihrer Rolle fallen (nicht politisch unkorrekt sein wollen) und sich auf keinen Fall blamieren wollen, werden sie niemals wagen danach zu fragen um darauf eine Antwort zu bekommen. Sie werden den Trägern von "Mamluk" erlauben vorsätzlich Menschen erstickt hinter sich zu lassen und damit auch noch davon zu kommen.
5 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Renitente Geister
Ich rieb an der Öllampe. Über den Nebelschwaden erschien der Dschinn in all seiner Pracht.

„Oh, Hochwohlgeborene, erhabene Dralligkeit aus dem Süden Neuköllns. Welchen Wunsch darf ich euch heute erfüllen?“ Der Dschinn verdrehte gelangweilt seine Augen. „Welchen unwilligen Nachbarn darf ich heute verhauen? Oder darf ich euch heute mal wieder den langweiligsten aller Nachmittage mit den Zuckerwaren des Orients versüßen?“

Ich antwortete: „Oh Dschinny, du fähiger Moppliger unter den Moppligen, wie hast du das nur erraten. Mich gelüstet es nach einer Zuckerbombe des Orients.“

Der Dschinn vermerkte in seinem Notizbuch: „Die Alte aus Neukölln hat Bock auf Süßigkeiten“, nickte und verschwand in der Öllampe.

So, und nun sitze ich seit heute Mittag in einem Duftbad namens „Mamluk“, dass sich überwiegend für mich aus den Düften von Karamell und Honig, Amber und Vanille zusammensetzt. (Ich hatte mir die Umsetzung meines Wunsches doch irgendwie anders vorgestellt. Die Dschinnies von heute sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren.) Ich würde vermuten, dass der Honig seinen dunklen Geruch durch das Karamell erhält. Oud ist eher zu erahnen, als zu riechen. Manchmal bekommt der Duft einen leisen blumigen Touch, aber Jasmin könnte ich nicht eindeutig bestimmen. „Mamluk“ ist eine Zuckerbombe. Da führt kein Weg dran vorbei. Entweder man mag ihn, oder nicht. Ich glaube, ein „vielleicht“ gibt es hier nicht. Ich mag ihn sehr, aber selten.

Die Sillage ist sehr stark. Ich glaube, die Oud-Stars sind wirklich nur absolut sparsam zu verwenden. Die kräftigere Beduftung würde dem Einsatz eines Kampfstoffes nahe kommen. Bitte erspart dies eurem Umfeld. Ist „Mamluk“ wirklich ein Unisex-Duft? Ich bezweifle das etwas. Wenn den Männer tragen, ziehe ich hier mal zur Abwechslung meinen Hut vor dem männlichen Mut.

Die Haltbarkeit, na das ist ja nochmal ein ganz eigenes Thema. An mir hält „Mamluk“ 24 (!!!) Stunden. Wirklich. Am Test- und Folgetag von 18.00 bis 18.00 Uhr. Und es waren NICHT mikroskopische Spuren auf dem Handgelenk. Es war der Duft in all seiner Herrlichkeit. Das finde ich wiederum doof. :o) Ich möchte nicht, dass der Duft am Folgetag wieder durch kommt. Ich muss mir da etwas überlegen.

Der Flakon ist sehr hochwertig und chic. Das Design ist für eine orientalischen Duft doch noch halbwegs zurückhaltend (Vermutlich das einzige Zurückhaltende an Mamluk.)
6 Antworten
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 6.0/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Honig!!!11einseinself
Duftpyramiden kommen üblicherweise in einer von zwei Varianten: Die schwülstig-ausführende, in der von zerdrückten Blütenblättern, dekadenter Kokosnuss und zerstoßenen Herzen (zum Glück nur von der Tiger-Orchidee) die Rede ist, oder aber die sachlich-schlichte, in der es bei einem knappen "Rose", "Jasmin" oder "Honig" bleibt. Nun fühle ich mich keineswegs zum Rosenexperten berufen, aber ich habe eine gewisse Vorliebe für Honige und möchte hiermit festhalten, dass Honig nicht einfach Honig ist. Der milde Akazienhonig dürfte den meisten vertraut sein, doch daneben gibt es noch den fruchtigen Himbeerhonig, den aromatischen Rosmarinhonig, den malzig-dicken Buchweizenhonig, den kräftigen Leatherwoodhonig - dies und mehr unter einem einzigen schnöden "Honig" zu verbuchen, werte Werbefachkräfte, ist nicht sonderlich hilfreich, um eine Vorstellung zum Duft zu entwickeln.

Um also dieses Rätsel zu lösen: Der Honig in "Mamluk" ist auf meiner Haut dunkel und kräftig, mit einer medizinischen, sogar vage tabakähnlichen Note, was die Erinnerung an Manukahonig wachruft. Doch "Mamluk" schlichtweg als Manukahonig in Duftform zu bezeichnen, würde den falschen Eindruck beim Leser erwecken. Nicht etwa, weil man damit der Komplexität dieses Parfums unrecht tun wurde, sondern weil es sich bei "Mamluk" um einen Manukahonig-Verwandten in großen Lettern handelt, mit Ausrufezeichen versehen und potenziert. Nur so kann man sich die braungoldene Welle vorstellen, die nach einem halben Spritzer "Mamluk" losbricht und winkelfüllend die Räumlichkeiten füllt, ungemilderte Süße im Übermaß mit der Dominanz eines brünftigen Hirsches und der Hartnäckigkeit eines Terriers.

Die raumgreifende und alles verdrängende Wirkung von "Mamluk" zu vermitteln, stellt mich vor größere sprachliche Schwierigkeiten, als die Entwicklung zu beschreiben, denn diese lässt sich folgerndermaßen zusammenfassen: Honig, Honig, Honig, Honig, Honig, Honig, mehr Honig, noch mehr Honig, endlich ein wenig Holz und eine leicht animalische Note, die sich nach einigen Stunden unter den endlich gezügelten süßen Massen hervorwagen. Mit der Basis schließlich kann ich mich anfreunden, der Dreiklang aus dunkler Süße, hellen Hölzern und einer entfernt pferdeartigen Note (Fell, nicht Stall) funktioniert überraschend gut. Aber bis man zu dieser warmen, anheimelnden Basis gelangt, hat man einen langen und klebrigen Weg vor sich, weswegen "Mamluk" es am Ende bei mir dann doch nur in den leicht überdurchschnittlichen Bereich schafft.

Fazit: Für Leute, die Honig gerne pur löffeln.
4 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    14 Auszeichnungen
Von orientalischen Sklaven, Herrschern und Elitesoldaten...
Die Mamluken waren vom späten 9. Jahrhundert bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein königliche Militärsklaven islamischer Herrschaftsgebiete , die einen derartigen Machtfaktor darstellten, dass sie letztlich in der Lage waren, eigene Dynastien zu begründen. Unter anderem herrschte der Mamlukengeneral Aybak ab 1249 über Ägypten. Auch Napoleon erkannte den Wert der Mamluken und setzte sie in seinen Feldzügen als berittene Elitesoldaten in seiner Königlichen Garde ein.

Ein großes Erbe, das der Duft da anstrebt - und eines, zu dem er tatsächlich heranreicht.

Mamluk ist ein beeindruckender Duft, ein Gourmand-Orientale mit sehr guter Haltbarkeit, guter Sillage und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Süße und holziger Würze. Der Duft ist für europäische oder sagen wir abendländische Nasen ungewöhnlich, fremd, exotisch - er wirkt sehr dicht und hat eine deutliche aber weiche Oudnote.

Zu Beginn ist die für mich hervorstechendste Note Honig, hier aber kein gefilterter, zentrifugierter, glatter "Industriehonig", sondern eine Honigwabe komplett mit Wachs und ärgerlich summenden Bienen. Ein eher herb-süßer, natürlich anmutender Honig also, der bereits hier von einer deutlichen Oudnote begleitet wird. Etwas später nehme ich daneben auch eine leicht salzige Karamellnote wahr. Mamluk ist zu Beginn ein morgenländischer Krieger, kantig, herb und fast brutal effektiv bei seiner Übernahme der Sinne seines Trägers.
Das Karamell läutet aber auch schon langsam den Übergang zu den blumigen Herznoten ein. Osmanthus und ein Hauch Jasmin treten nun neben Karamellhonig und Oud, verdrängen diese aber nicht, sondern ergänzen sie um eine opulente und trotzdem weiche, fließende Komponente, die dem Duft das Herbe nimmt. Der raue Soldat kleidet sich in die opulenten Gewänder eines orientalischen Herrschers.
Im Dry-down überwiegen dann schließlich holzige Noten, die von weichen, dezent süßen und blumigen Noten umschmeichelt werden. Auch eine dunkle, tiefe Ambernote wird hier nun präsentiert. Seinen authentischen exotischen Charakter verliert der Mamlukenherrscher aber nie.

Mamluk verführt zum Träumen, von Wüstenlandschaften in denen orientalische Krieger die Herrschaft über Reiche übernehmen, wie sie in den Märchen aus 1000 & 1 Nacht vorkommen aber auch von Bazaren mit ihren exotischen Düften und geheimnisvoll verschleierten Frauen. Ein Duft, der einen gefangen nimmt der einen in Besitz nimmt und UNS damit zum Mamluken macht - denn wörtlich übersetzt bedeutet das arabische Wort "mamlük" so viel wie "in Besitz befindlich/ besessen werden".

Ich gehe jetzt schlafen und werde wunderbar von einem Wüstenkrieger träumen, der mich in seinen Palast entführt, um mich mit honigüberzogenem Naschwerk zu verwöhnen, während neben uns Adlerholz verräuchert...
Gute Nacht und schöne Träume!
8 Antworten
Duft 8.0/10
Im Honigtopf
Ok, dann mal los. Auch wenn es wahrscheinlich kein so qualifizierter Kommentar wird wie der des Großmeisters Kankuro, mag ich doch meinen Senf zu einigen der exklusiven Xerjoff'schen Oud Stars geben, und fange mit diesem hier, Mamluk, an.

Was kann ich also dazu sagen? - Eigentlich nicht mehr, als ich bereits im Titel andeutete. Denn ich rieche vorwiegend und vor allem Honig. Nicht dick und zähflüssig wie in Kilians Back To Black, hingegen mit einer gewissen Körperlichkeit, um nicht zu sagen einer animalischen Kante, die ich dem Oud zuschreibe. Wobei ich diesen Duft keinesfalls als animalisch kennzeichnen will, da gibt es - Kankuro hat es bereits angesprochen - ganz andere Kaliber in dieser Kollektion. Nein, Mamluk ist vor allem ein Gourmand, ein Gourmand durch und durch. Allerdings keineswegs von der platten Sorte wie etwa Vanitas von Profumum Roma, das hier wirkt durchaus elegant, das Karamell klebt nicht, der Honig ist nicht dickflüssig, sondern wirkt hier schwebend, fast transparent (wenn man bei Honig und Karamell überhaupt von "transparent" sprechen kann). Die leise Schmutzigkeit des Oud verleiht Mamluk zudem Ausdruckskraft und Individualität.

Aber es hilft nix, dennoch ist er eben vorwiegend süß süß süß. Liebhaber von Gourmand-Düften, insbesondere von Back To Black, werden daran wohl ihre helle Freude haben. Und Fans von Gourmand UND Oud, wie anscheinend Kankuro, sowieso;-). Haltbarkeit und Silage sind übrigens ausgezeichnet, leider nicht bei allen Oud Stars der Fall.
Nachtrag: Da ich die Proben inzwischen weitergegeben habe, bleibt das wohl doch mein einziger Kommentar zu einem Xerjoff'schen Oud Star.
4 Antworten

Statements

Bartholomeo vor 7 Monaten
Butterkaramell an Adlerholzraspeln mit Blüten serviert.+7
Flakon 5.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 6.0
1 Antwort
ParfümMutti vor 109 Tagen
Verrückt!
Auch nach mehreren Schnupper-Tests rieche ich hier eindeutig eine herausragend leckere frittierte Ananas im Teigmantel mit Honig :)+5
Flakon 9.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
1 Antwort
Scentist vor 11 Monaten
Authentischer Honig und ne Menge Karamell begleitet von Oud. Ich mag sonst kaum Gourmands aber der hat es mir echt angetan. Beide Daumen hoch+5
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.5
KleineHexe vor 83 Tagen
Die Biene Maja trägt jetzt Oud. Willi gefällt das.+4
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 7.5
1 Antwort
Sweetsmell75 vor 113 Tagen
Für mich das Honigtrauma schlechthin... Oud(stinker) plus Blüten. Puh... den pack ich so gar nicht. Da waren sie wieder meine Angstgegner :(+4
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 6.5
6 Antworten
Serafina vor 7 Monaten
Schon wieder ein toller Honigduft! Dabei nicht einfach nur honigsüß, sondern vielschichtig und hintergründig. Macht ihn das Oud so dunkel?+4
Duft 9.0
Seerose vor 177 Tagen
Ein absolut stinkiger Auftakt, urinig, klebrig süß. Das wird zahmer nach Stunden, erträglich und fruchtig: . tabakig und Labdanum+2
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 6.0
Cita vor 14 Monaten
Am Anfang und Ende seltsam säuerlich. Dazwischen hmm! Reichlich Honig auf hellem, aromatischem Holz mit zartem Tabakblatt, warm und kuschelig+2
Hermesh vor 18 Monaten
Süße Honignoten mit zitrischer Tönung, welche Osmanthus-Jasmin-Kombination hergibt. Oud im Hintergrund gibt Tiefe und Würze. Leckerer Duft!+1
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0

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