Duftstars 2010 – Publikumspreise

10. März 2010 – 18:15

Deutschland wählt die Lieblingsdüfte des Jahres0000000
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Mit der Auszeichnung ehrt die Fragrance Foundation Deutschland
die besten Duftkreationen des Jahres. Das Voting für die
Publikumspreise startet heute im Handel. Die Verleihung der
DUFTSTARS 2010 am 7. Mai in Berlin moderiert der Schauspieler
und Musiker Jan Josef Liefers.

Berlin, 8. März 2010 –
Im Rahmen einer glamourösen Gala verleiht die Fragrance Foundation Deutschland am 7. Mai in der Berliner Event
Location „The Station“ die DUFTSTARS 2010. Moderator des Abends ist der Schauspieler Jan Josef Liefers.

„Die DUFTSTARS sind ein absoluter Top-Event“, so Martin Ruppmann, Geschäftsführer der Fragrance Foundation Deutschland und des VKEKosmetikverbands. „Von daher freuen wir uns sehr, für die DUFTSTARS 2010 einen absoluten Top-Moderator gewonnen zu haben: Jan Josef Liefers gehört nicht nur zu den besten Schauspielern Deutschlands. Mit seiner sehr sympathischen Form des Selbstbewusstseins, seinem vielseitigen künstlerischen Engagement und einem eigenen Sinn für Stil ist er für uns die optimale Besetzung für die diesjährige DUFTSTARSVerleihung.“

Jan Josef Liefers - photo credit Jonny SoaresBei den DUFTSTARS 2010 werden Duftkreationen in den vier Kategorien „Klassiker“, „Exklusiv“, „Lifestyle“ und „Prestige“ ausgezeichnet. Darüber hinaus stehen zwölf Parfum-Neuheiten bei Vergabe der Publikumspreise zur Wahl. Hier sind es die Verbraucherinnen und Verbraucher selbst, die jeweils nach Damen- und Herrenduft unterteilt, die Sieger in den Bereichen „Prestige“ und „Lifestyle“ bestimmen.

Für die Gewinner der Publikumspreise kann ab heute per Stimmkarte direkt in den Parfümerien abgestimmt werden. Unter www.duftstars.de und www.energy.de besteht überdies die Möglichkeit, online abzustimmen. Hinzu kommt, dass in zahlreichen Beauty-, Lifestyle- und Publikumsmagazinen ebenfalls per Anzeige zum Voting aufgerufen wird.

In jedem Fall lohnt sich die Teilnahme an der Abstimmung, denn zu gewinnen gibt es ein VIP-Wochenende für zwei Personen in Berlin – inklusive Anreise, Übernachtung, Besuch der DUFTSTARS 2010 sowie 1.000 Euro Taschengeld.

Martin Ruppmann: „Bei den Publikumspreisen handelt es sich um ganz besondere Auszeichnungen, denn sie werden von der Fragrance Foundation im Namen aller Parfumliebhaber verliehen. Hier ist einzig und allein die Gunst des Publikums das entscheidende Kriterium.“

Die Nominierten der Publikumspreise in alphabetischer Reihenfolge

Kategorie Prestige:

Damen ISSEY MIYAKE A Scent by Issey Miyake | HUGO BOSS Boss Orange | JIL SANDER Jil
Herren DAVIDOFF Hot Water | DIESEL Only The Brave | PACO RABANNE 1 Million

Kategorie Lifestyle:

Damen CHRISTINA AGUILERA By Night | HALLE BERRY Halle | S. OLIVER QS Female
Herren MEXX Black | PLAYBOY Hollywood/Vegas/Miami/Malibu | S. OLIVER QS Male

Fragrance Foundation
Der Fragrance Foundation Deutschland gehören Hersteller und Lieferanten der Parfumbranche, Händler und Medien an. Gemeinsames Ziel ist es, das Parfum als kostbares Kulturgut zu pflegen, als luxuriöses Accessoire darzustellen und seine Faszination einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Idee, Parfums mit dieser hochkarätigen Auszeichnung zu ehren, geht auf die amerikanische Fragrance Foundation zurück. Seit 1993 wird der Preis auch in Deutschland verliehen.

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Parfum Workshop – Lektion 1: Mischen! Parfum Bespoke von Ozwald Boateng

9. März 2010 – 21:30

6726_46n2iktfw7_240Ein Erlebnis wie kein zweites: Ein Duft-Duo zum Mischen! Einzeln oder zu zweit, je nach Stimmung kann man bei diesem Parfum entscheiden ob man rot, orange oder den Mix bevorzugt. Die Idee finde ich genial, die Umsetzung? Mit der habe ich mich heute beschäftigt. Dank der großzügigen Lolita hatte ich endlich die Gelegenheit das drei ins Einem Eau de Parfum zu testen. Frühere Parfum Mischaktionen waren von eher mittelmäßigem Erfolg. Der erste Mischversuch endete in einem netten Shampoogeruch. Beim zweiten Mal war ich nicht so erfolgreich. Ich denke da war ich einfach zu euphorisch und habe zu viel von allem in ein Röhrchen geschüttet… Da halte ich mich lieber an ein Konzept wie Parfum Bespoke. Da kann man nichts falsch machen. Wohlgeruch garantiert!

ROT: Der rote Duft startet mit einem süßen Bouquet aus gezuckerten Pfirsichen und ebenso süßen Mandarinen. Unterstützt werden die Früchte von einem beinahe undefinierbarem Blütenmeer. Jasmin und Heliotrop spielen hier eine wichtige Rolle. Ein Parfum genau nach meinem Geschmack! Süß, sinnlich, betörend! Durch die extra Portion Vanille hat das ganze etwas köstliches an sich. Man ist versucht die beduftete Stelle zu vernaschen. Würde ein Dessert so duften, wäre ich ihm vollkommen verfallen! Nach wenigen Minuten kommt eine leichte Würze hindurch. Das Amber/Moschus Gemisch sorgt für wärme. Trotz aller Süße ist der rote Duft nicht klebrig oder stickig. Nein! Eine kleine Menge an Patchouli und das cremige Sandelholz fangen die Süße auf und verhindern schlimmes. Das Patchouli ist jedoch nicht dunkel, sondern sehr gering konzentriert. Dezent eingesetzt ist Ozwald Boateng ROT der ideale Winterduft. Es kann bezaubern und begeistern. Und nach einigen Stunden kommt sogar eine starke Ähnlichkeit zu Bond No. 9’s So New York auf!

ORANGE ist eine ganz andere Geschichte… Bergamotte, Pfefferminz und Rhabarberblätter ergeben eine sehr würzige und äußerst eigenartige Mischung. Pfefferminzkaugummis kommdn mir in den Sinn… Auch ist eine gewisse Herbe vorhanden, die mich etwas irritiert. Dennoch rieche ich sofort die Verwandschaft zu ROT. Vanille, Heliotrop, Sandelholz, sie alle sind in beiden Düften vertreten. Doch ist ORANGE wesentlich ,,entsüßt”, jedoch nicht vollkommen zuckerfrei. Die Vanille wird schnell intensiver und durchstößt den Rest der Komposition. Dennoch verschwindet die Pfefferminz Note nie vollständig. Sie bleibt als wage Andeutung und erinnert sogar hin und wieder an Pfefferminz Kaugummis. Die Blüten sind in ORANGE sehr gut vermischt, keine traut sich so recht heraus. Sie werden umschlossen von der süßen Basis. Wenn ich beide Parfums einzeln bewerten sollte, würde ROT die höhere Wertung bekommen. ORANGE ist nicht schlecht, aber ist nicht so stark wie ROT.

DIE KOMBINATION ist eine interessante Sache. Ich meine sofort das Patchouli zu erkennen, sehr intensiv! Die Würze des ROTEN verbinden sich mit der Pfefferminze des ORANGEN. Da beide einzeln schon süß sind, ist die Mischung gleich doppelt so süß…? Nein, falsch gedacht. Zusammen ist die Süße wesentlich dezenter. Nach einigen Minuten tritt ein äußerst betörender, zimtartige Akkord hervor. Spekulatius fallen mir da Spontan ein! Und da Spekulatius mit Weihnachten verbunden sind, erinnert mich die KOMBINATION an Weihnachten bzw. Weihnachtsgewürze. Kardamom und Koriander (auch wenn sie nicht gelistet sind) sorgen für diesen herrlichen Effekt. Neben den Spekulatius geistern auch Spuren von Bond’s Chinatown herum. Nur Spuren, man muss sehr aufmerksam riechen um sie zu bemerken. Da es schon bei den einzelnen Düften schwierig war die einzelnen Blüten herauszuriechen, ist es beim Gemisch auch nicht einfacher. Heliotrop und Orchideen scheinen jedoch in der KOMBINATION zu dominieren. Interessant ist der Geruch allemal! Mit voranschreitender Zeit wird der Chinatown Eindruck intensiver. Stellt euch vor man würde alle Gewürze in Chinatown auf ein Maximum konzentrieren, die Blüten (vor allem die Tuberose) jedoch verdünnen. Das Ergebnis wäre die Kombination aus Ozwald Boateng’s ROT und ORANGE. Die Basis ist ein Maximum an Vanille, Sandelholz, Amber und Moschus. Nichts für zarte Näschen, die lieber frische Zitrusfrüchte und Frühlingsblumen bevorzugen.

Meine Erfahrung mit Parfum Bespoke ist sehr positiv. Einzeln machen die Düfte schon einiges her. Doch so richtig interessant wird es erst, wenn man beide kombiniert. Ich muss zugeben, ich war etwas nervös. Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, das die beiden Düfte wirklich perfekt harmonieren würden. Ein süß/florales Amber/Moschus Gemisch sollte zu einem leicht grünen, süßlichem Pfefferminzduft passen? Das Ergebnis ist ein warmer zimtartiger Geruch der an Weihnachten erinnert. Wahrscheinlich kann druch verschieden aufgesprühte Mengen der beiden Parfums noch viele andere Ergebnisse bekommen, aber dafür ist meine Nase nun zu erschöpft! Einzeln schon intensiv, ist die Kombination eine wahre Bombe. Die Haltbarkeit ist sehr hoch und Frau sollte hier wirklich sehr sparsam dosieren. Denn in kleinen Mengen ist Bespoke ein grandioser Winterduft.

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Kindheitserinnerungen im Flakon – Fetish von Neil Morris

6. März 2010 – 16:33

5489_ignc5axutu_240Es kommt immer wieder vor, dass man von kleinen Nischenfirmen überrascht wird, von denen man zuvor noch nie gehört hat. Neil Morris ist eine von ihnen. Wenn Parfumo nicht wären, hätte ich wohl nie von diesen Düften gehört, geschweigedenn sie testen können. So kam es, dass ich (dank einiger netter User) an eine Probe von Vapor kam. Wie man in meinem Bericht zu dem Parfum lesen kann, war ich sehr überrascht. Vapor ist mir fast vollkommen fremd, so etwas trifft (bzw. riecht) man nicht jeden Tag. Als ich mich durch den Rest der Morris Parfums las, viel mir der Titel ,,Fetish” sofort auf. Mit Duftnoten wie Ambra, Benzoe, Leder und Oud ist eines schon von Anfang an sicher: Der Duft ist mit Sicherheit nicht einfach! Und nach dem Test von Vapor war ich von dieser Tatsache noch mehr überzeugt. Dank der netten Vorwarnung von Apicius (der übrigens auch der freundliche Spender der Duftprobe ist), habe ich erstmal so wenig wie möglich aufgetragen. Doch auch so wenig wie möglich ist manchmal schon etwas zu viel…

Eine Explosion, ein betäubender Lärm! Die Vielfalt an Duftnoten erschlägt beinahe. Die Mischung ist süß, bitter, krautig, ledrig. Ja, das Leder ist zu erkennen und auch das Oud. Beide drohen aber in einem süßlichen Chaos unterzugehen. Es scheint fast so, als herrsche in Fetish ein Krieg. Obwohl sie nicht gelistet ist, meine ich Nelke zu erriechen, oder ein mit Nelken getränktes medizinisches Mittel. Was auch immer es ist, es erinnert scheinbar nicht nur Apicius, sondern auch mich und meine Schwester an die frühe Kindheit. Leider kann keiner von uns beiden sagen, an was genau. Meine Mutter meint, es ähnele einem Parfum welches sie vor langer Zeit besaß. Ein Parfum, ein Rätsel. Mit jeder Minute die ich versuche den Duft zu analysieren, wird er immer rätselhafter. Marzipan, Mandeln? Ich behaupte, dass Herr Morris hier auf einen klassischen Kopf-, Herz- und Basisaufbau verzichtet hat. Es ist kaum Entwicklung wahrnehmbar. Das Chaos nach dem Aufsprühen legt sich ein wenig. Die von mir vermutete Nelke wird etwas prominenter. Die Süße weicht ein wenig der Würze. Zu diesem Zeitpunkt ist der Duft zwar noch sehr kräftig, aber weit weniger intensiv als die ersten paar Sekunden es waren. Das sind die einzigen Veränderungen, die mir direkt auffallen. Es ist süß, aber nicht essbar. Das kommt nicht so oft vor. Die meisten süßen Düfte, riechen so als ob man sie problemlos essen könnte. Nicht so Fetish. Das Parfum macht einem sofort klar: ich bin ungenießbar. Dies gilt jedoch nicht für die Nase, keine Note fällt aus dem Gesamtbild raus, keine ist fehl am Platz. Es gibt keine Nervtötenden Einzelgänger. Bei Fetish ziehen alle an einem Strang! Desweiteren finde ich, dass der Duft mit den Geschlechtern spielt. Er ist nicht männlich, aber auch nicht wirklich weiblich. Er entzieht sich jeglicher Zuordnung und ist ein kleines Kunstwerk für sich.

Neil Morris, du hast mich zum zweiten Mal überrascht. Nach Vapor konnte auch Fetish etwas schaffen, was heutzutage nurnoch wenige Düfte können. Der Duft riecht neu, fremd, anders… außerirdisch und dennoch vertraut. Ich weiß nicht wie Neil Morris es schafft, einen Duft zu kreieren, der bei mehreren Personen unabhängig voneinander Kindheitserinnerungen auslöst. Hat er eine Substanz verwendet, mit der jedes Kind in beührung kommt? Doch was soll das sein? Hier bin ich ratlos und will auch garnicht weiter überlegen, sondern das Parfum genießen. Ich werde Fetish definitiv nicht tragen, dennoch werde ich hin und wieder etwas auch ein Tuch geben und in dem mysteriösen Duft schwelgen. DIe Haltbarkeit würde ich als beinahe grenzenlos bezeichnen. Einmal aufgesprüht verschwindet das Parfum so schnell nicht mehr!

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Das monatliche Probenpaket – PART VI: Fantastic Man von Byredo

5. März 2010 – 21:35

4219_b5dc3z8rmp_240Byredo, von dieser Marke habe ich erst vor kurzem gehört. Die Düfte sind mir gänzlich unbekannt, die Titel jedoch klingen recht vielversprechend. Und bei einem Namen wie Fantastic Man kann schnell Spannung aufkommen. Ich stelle mir einen Duft mit diesem Namen frisch vor, mit dem gewissen Etwas. Die Duftnoten bestätigen meine Vorstellung. Im Probenpaket vom Onlineshop Essenza Nobile war eine Probe von Fantastic Man vorhanden. Und heute hatte ich die Gelegenheit das Cologne ausgiebig zu testen.

Der fantastische Mann startet sehr frisch und aromatisch. Die angegebene Kopfnote kann ich bestätigen. Durch den Kardamom und den Sternanis kommt ein aromatischer Duft auf und die Bergamotte schützt vor Süße. Denn Süße kann ich nicht ausmachen. Die Mischung ist sehr klassisch und dennoch modern. Doch was ist das? Da ist etwas vertrautes, etwas, was bei mir vor kurzem noch eine Art Phobie auslöste. Ja, ich spreche vom Vetiver! Und jetzt fällt mir auch Grey Vetiver von Tom Ford ein. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Düften ist verblüffend, wobei das Vetiver in Fantastic Man wesentlich dezenter ist. Im Herzen erscheint etwas Lavendel und die rosige Geranie schenkt ein wenig wärme. Dann taucht auch noch etwas Weihrauch auf. Dezent mischt er sich unter die anderen Gerüche und unterstützt sie beinahe unauffällig. Bei Fantastic Man handelt es sich um ein Eau de Cologne, daher ist der gesamte Ablauf ein weniger schneller. Die Basis tritt recht schnell ein. Das erdige Patchouli erschafft die Illusion eines Mannes, der am ganzen Körper mit Erde bedeckt und leicht parfümiert ist. Das Vetiver, vermischt mit dem Eichenmoos, übernimmt die Rolle des Parfums, welches der Mann trägt. Fantastic eben!

Fantastic Man ist ein typischer Herrenduft. Frisch, aromatisch und erdig. Die Haltbarkeit ist eher schwach, doch das ist bei einem Eau de Cologne natürlich zu erwarten und soll auch nicht negativ aufgefasst werden. Der Duft ist zum großzügigen Auftragen bestimmt. Wer auch immer das Cologne kreiert hat, er hatte wohl ein ähnliches Bild im Kopf, wie ich. Für viele wohl der Traumduft, meinen Geschmack trifft er leider nicht. Wer Interesse an dem Duft hat, kann ihn bei Essenza Nobile Probebestellen!

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Das monatliche Probenpaket – PART V: Sa Majesté La Rose von Serge Lutens

4. März 2010 – 21:04

2630_36yiebg7fr_240Rosendüfte gibt es wie Sand am Meer. Die meisten die ich kenne, sind nette Kompositionen, jedoch nicht zu provozierend, sondern brav. Die Suche nach einer wandelbaren Rose nahm ich schon vor langer Zeit auf, das Richtige konnte ich bisher nicht finden. Da kam es mir ganz gelegen, dass der Onlineshop Essenza Nobile mir eine Probe von Sa Majesté La Rose von Serge Lutens zugesendet hat. Der Name lässt großes Erahnen. Und da es sich hier um ein “Eau de Parfum de Serge Lutens” handelt, müsste jeder wissen, dass ich es kaum abwarten konnte, etwas des Parfums aufzusprühen. Ob da wirklich eine königliche Rose auf mich wartet? Eine wandelbare und einzigartige Rose. Eine, die nicht eindimensional und flach daher kommt und nach wenigen Minuten wieder verschwindet? Endlich eine Rose für mich?

Und was für eine Rose das ist! Im Auftakt riecht man sofort eine Melange aus Gewürznelken und Rosen. Leichte, teeartige Beiklänge vermischen sich innerhalb kürzester Zeit mit einer großzügigen Hand voll Staub und altem Holz. Ich stelle mir direkt folgendes Szenario vor: Eine elegante Dame sitzt in einer alten Holzhütte. Das Holz ist schon etwas modrig und im Inneren des Hauses ist es staubig, aber nicht schmutzig. Auf dem Tisch steht ein Strauß Rosen und die Dame trinkt eine Tasse Tee. Holz, Staub, Rosen, Tee – diese Mischung ist wahrlich einzigartig. Einen vergleichbaren Duft kenne ich nur einen und dieser kommt ebenfalls von Serge Lutens: Rose De Nuit! Beide sind staubig, doch der Nuit ist wesentlich grimmiger. Gegen ihn ist Sa Majesté La Rose hell. In den nächsten Minuten ist es, als fege Wind durch die Holzhütte. Der Staub wird davongeweht und der Duft der tiefroten Blüten wird in der gesamten Umgebung verteilt. Der rosige Geruch wird immer klarer und von nichts modrigem mehr unterbrochen. Das oben entstandene Bild vom Parfum ändert sich. Nun liegt die Dame in einem Meer aus Rosenblüten. Sie blickt in den strahlend blauen Himmel, die Sonne scheint. Wie stark sich das Eau de Parfum innerhalb kürzester Zeit verändert hat, ist wirklich erstaunlich! Wenn man im direkten Vergleich an Rosenöl aus Bulgarien schnuppere, entdecke man sofort die Ähnlichkeit. Doch Sa Majesté La Rose ist wesentlich reicher, tiefer. Erst bei diesem Vergleich bemerkt man, dass diese Lutens/Sheldrake Komposition nicht ganz so simpel ist, wie sie nach einer halben Stunde erscheint. Der weiße Honig fällt auf, er schenkt süße, und ist recht präsent. Die Blüten werden langsam von ihm umschlossen. Und dann ist da natürlich noch die Brise Moschus. Er sorgt für etwas Puder und Halt gegen Ende des Parfums, ohne die Rose zu verdrängen. Der Name ist perfekt gewählt, es dreht sich alles um ihre Majestät. Ihre verschiedenen Stimmungen werden in Kopf, Herz und Basis eingefangen. Sie kann mürrisch sein (Kopf), sie kann auch sinnlich sein (Herz) und schließlich sogar zart (Basis). Um diesen Duft kommt kein Rosenliebhaber herum.

Stark, intensiv und schonungslos laut, schreit einen Sa Majesté La Rose an. Sie ist mürrisch und übel gelaunt. Ihre Stimmung hellt auf, bis sie in einem zarten Geruch endet, um es auf den Punkt zu bringen. Für mich ist der Duft jedoch nicht geeignet. Ich empfinde ihn als sehr weiblich, was jedoch nicht für jeden gelten muss. Ich kann ihn mir durchaus an einem Mann vorstellen, aber bitte vorsichtig dosieren!! Wir haben hier einen typischen Lutens, die Haltbarkeit ist enorm und die Duftaura um den/die Träger/in ist ebenfalls eindrucksvoll. In Maßen eingesetzt, wirkt das Eau de Parfum jedoch wahre Wunder. Das Geheimnis der Dosierung, ein Spritzer zu viel und man erstickt an einer unglaublichen Flut aus gerüchen. Wer Interesse an dem Duft hat, kann ihn bei Essenza Nobile Probebestellen!

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Das monatliche Probenpaket – PART IV: Jasmal von Creed

2. März 2010 – 20:39

4087_mfoi6rasxa_240Jasmal ist ein eher unbekannter Creed, ihn findet man nur sehr selten. Der Flakon ist in der klassischen Creed-Form und der Verschluss ist golden. Dank des Probenpaketes des Onlineshops Essenza Nobile hatte ich die Gelegenheit, die Rarität zu testen. In letzter Zeit habe ich einige schlechte Erfahrungen mit Jasmin Düften gemacht. Vor allem Sarrasins und A La Nuit von Serge Lutens haben bei mir eine regelrechte Jasmin Phobie ausgelöst. Die beiden Parfums sind animalisch, schmutzig, laut und intensiv. Da kann man es vielleicht nachvollziehen, dass es mich etwas schauderte, als ich den Namen ,,Jasmal” las.

Ganz vorsichtig gab ich etwas auf den Teststreifen und roch zaghaft daran. Direkt nach dem Aufsprühen duftet Jasmal etwas streng und undefinierbar nach weißen Blüten und grünen Akzenten. Schnell durchbricht etwas moosiges das Chaos, ich meine es handelt sich hier um Eichenmoos. Doch dieses ist sehr subtil und verschwindet eigenartigerweise recht schnell. Was überrascht: Der Jasmin ist hier nicht animalisch und nicht aufdringlich. In Jasmal duftet er blumig, süßlich und grün. Man merkt, dass es sich hier um einen älteren Duft handelt. Der Geruch hat einen klassischen und elegantem Beiklang. Im Hintergrund sind noch einige weitere Blüten zu erkennen, z.B. etwas Rose (Auslöser für den klassischen und eleganten Eindruck) und auch die fruchtige Erdigkeit der Iris kann ich erkennen. Diese werden jedoch vom Jasmin unterdrückt. Dieser ist und bleibt das dominante Element. Und wie man den Jasmin so kennt, er ist weiblich und sinnlich. Alle Damen, die einen nicht zu schwülstigen und stickigen Jasminduft suchen, kann ich Jasmal wärmstens empfehlen. Zwar schreiben einige über das Parfum, es sei exotisch und düster, dies kann ich jedoch nicht bestätigen. Für mich duftet er zart, klassisch, feminin und blumig. Die grüne Seite der weißen Blüte ist sogar in der Basis noch erkennbar, vermischt mit etwas grünem Galbanharz und bloß der kleinsten Andeutung von Amber. Ein luxuriöses Bouquet für die Dame von Welt!

Macht euch schick, kleidet euch in euer kostbarstes Gewand und legt Jasmal von Creed auf. Mit diesem Eau de Parfum strahlt man Eleganz aus, man verkörpert Luxus und verbreitet den wundervollen Geruch des grünen Jasmin. Die Kopfnote ist zwar etwas streng und mag vielleicht ersteinmal abschrecken, aber mit der Zeit beruhigt sich das Parfum und entfaltet sich hinreißend feminin. Für Liebhaber von Jasmin und die die es noch werden wollen, ein Muss! Wer Interesse an Jasmal hat, kann den Duft bei Essenza Nobile Probebestellen!

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Das monatliche Probenpaket – PART III: Lalique pour Homme

1. März 2010 – 22:44

587_wjxzox4xak_240,,Heute teste ich Lalique pour Homme!”, war mein Gedanke als ich die Proben vom Onlineshop Essenza Nobile betrachtete. Da ich zuvor noch kein Parfum von Lalique kannte, konnte ich mir garkein Bild davon machen, wie in Etwa Lalique pour Homme duften könnte. Oft ist es so, dass man bei bekannten Marken immer ein gewisses Duftbild im Kopf hat, da man den Stil der Marke kennt und weiß, wie vorherige Düfte rochen. Testet man aber etwas völlig neues, trifft man oft unvorbereitet auf positive, aber auch negative Überraschungen, manchmal ist man sogar schockiert. Der Parfumeur von pour Homme ist Maurice Roucel, einer meiner favorisierten Duftkreateure. Er kann die Gourmands, er kann die Pudrigen und die Blumigen. Viele der Besten Damen- und Herrendüfte kommen von diesem talentierten Mann. Ich erwartete ein Eau de Toilette, welches in das oben genannte Schema passt. Da in den Duftnoten Vanille angegeben ist, war ich fast zu 100% sicher, dass es sich hier um einen Vanilleduft handelt (Roucel setzt Vanille oft und gerne ein!). Doch wie ich schrieb, oft warten Überraschungen auf uns!

Lalique pour Homme startet mit Bergamotte und Grapefruit, kleinen Mengen an Lavendel und Rosmarin. Erfrischend, herb, klassisch und männlich. Lalique pour Homme riecht so, wie man sich einen Musterherrenduft vorstellt. Kein Schnickschnack, keine unnötigen Verzieherungen. Alles ist auf das Minimum reduziert. Nach und nach klettert der Lavendel an die Spitze und mischt sich mit den holzigen Akzenten des Zedernholz, welches eine gelassene Ausstrahlung hat. Die Kombination dieser beiden Noten ist krautig und holzig, beinahe grün. Die weißen Blüten sind hervorragend eingebracht, ohne das eine einzelne auffällt. Die Iris ist die Einzige, die im Herzen für Aufsehen erregt. Ihr feines, fruchtig/blumiges Aroma hellt das Gesamtbild auf. Im Hintergrund schwirrt ein wenig würze umher. Mir fällt auf, dass der Duft sehr subtil ist. Es ist recht schwer ihn in einzelne Bestandteile zu zerriechen, da er nach wenigen Minuten schon fast nicht mehr da ist. Dennoch meine ich, dass sich eine gewisse Wärme entwickelt. Ein wenig Amber ist zu erkennen und das Sandelholz ergibt in Verbindung mit den leichteste Vanillebeiklängen eine cremige Basis mit noch leichterer Würze. Doch für diese Angaben kann ich schon keine Gewähr mehr geben. Die Basis ist unwahrscheinlich transparent, leicht und eher passiv. Es will keiner Fliege etwas zu leide und ist die pure Zurückhaltung. Nicht das, was ich von Maurice Roucel erwartet hätte. Seine Düfte sind meistens intensiv, süß, pudrig und oft auch gourmand. Das er einen wie Lalique pour Homme kreiert, hätte ich nicht für möglich gehalten. Denn pour Homme ist ein klassischer Herrenduft, der so garnicht süß, pudrig oder gourmand daher kommt. Der Löwe auf dem Flakon ist ideal gewählt!

Ein Duft wie Lalique pour Homme passt nicht zu mir. Ich bevorzuge Düfte die eher in süßliche Bereiche gehen, Lalique ist da eher das Gegenteil. Der Duft ist aromatisch und klassisch, wie man sich einen Herrenduft eben vorstellt. Das mag für viele Menschen der Traumduft schlechthin sein, doch mir ist er zu zurückhaltend. Jemand, der nicht parfümiert, sondern einfach nur männlich duftend auftreten möchte, ist mit Lalique pour Homme bestens beraten. Man fällt nicht auf, sondern duftet einfach gut. Das Parfum passt in alle Gelegenheiten und Situationen und darf auch großzügig aufgetragen werden. Wer Interesse an dem Duft hat, kann ihn bei Essenza Nobile Probebestellen!

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NEUE DÜFTE: Frozen Pond (Demeter), Misteri di Roma Uomo (Laura Biagiotti), Tilda Swinton Like This (Etat Libre d’Orange), Sommerdüfte 2010 (Thierry Mugler), Your Fragrance! Refresh (Replay)

1. März 2010 – 20:00

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Demeter bringt einen Duft auf den Markt, der von den olympischen Winterspielen inspiriert ist: Frozen Pond.

Erinnerst Du dich an den Wintertag, an dem Du das erste Mal zum örtlichen Teich begeben hast und gehofft hast, dass er über Nacht zugefroren ist, damit Du auf ihm Schlittschuh fahren kannst? Keine Erwachsenen, keine Aufsicht. Nur die Besonderheit ein Kind zu sein, in seinem vollen Glanz.

Frozen Pond fängt diese einzigartige Zeit und den elementaren Charakter ein: Wasser, Erde und Kälte.

Glanzvoll und transparent. Frozen Pond ist ein reizender ganzjahres Duft, der die stille Kälte eines Wintermorgens vor der Dämmerung heraufbeschwört.

Erhältlich als 15, 30 und 120 ml Cologne Spray und passende Körperpflege Produkte

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Laura Biagiotti präsentiert einen neuen Herrenduft: Misteri di Roma Uomo. Das Parfum ist für den verführerischen und sinnlichen Mann, der Mode liebt und nicht davor zurückschreckt, Emotionen zu zeigen.

Misteri di Roma Uomo ist mysteriös, leuchtend, maskulin und elegant. Die Kopfnote bringt Kreativität, Optimismus und dynamische Lebendigkeit durch Grapefruit, Bergamotten und Mandarinen. Das Herz ist sinnlich und erinnert mit Moschus, Wacholder und Heliotrop an Abenteuer und Stärke. Die Basis umfasst klare und haltbare Holzaromen wie Sandelholz und Zeder mit warmem Amber.

Erhältlich als 40, 75 und 125 ml Eau de Toilette Spray, 75 ml After Shave Lotion, 75 ml After Shave Balm, 200 ml Shower Gel und 75 ml Deodorant Stick

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Der zweite Celebrity-Duft von Etat Libre d’Orange steht ab März in den Parfümerien: Tilda Swinton Like This. Tilda Swinton sagt zu dem Duft:

So.

Wie riecht Ihr Duft? So.

Wie fühlt sich Ihr Duft an? So.

Wie verhält sich der Duft? So.

Das ist eine Idee, die mich sehr warm und fröhlich macht…

Tilda Swinton Like This wurde von Parfumeur Mathilde Bijaoui. Die Duftnoten: Mandarine, Ingwer, Kürbis, Strohblume, Neroli, Rose, Vetiver, Heliotrop und Moschus.

Konzentration und Größe unbekannt

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Wie auch die letzten Jahre, wird es auch 2010 Sommerversionen der bekanntesten Thierry Mugler Düfte geben: Alien Sunessence Edition Saphir Soleil, Angel Sunessence Edition Bleu Lagon und A*Men Sunessence Edition Orage d’Eté.

Alien Sunessence Edition Saphir Soleil ist ein frischer Blütenduft mit Ambertönen. Die Duftnoten: Pomelo, Monoï und weißer Amber.

Angel Sunessence Edition Bleu Lagon ist ein sinnlicher Duft. Die Duftnoten: Sternfrucht, Ingwerblüte, Patchouli und Vanille.

A*Men Sunessence Edition Orage d’Eté ist die erste Sunessence Version von A*Men. Die Duftnoten: Gewürze, Hölzer, Kaffee und Patchouli.

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Replay plant ein neues Duft-Duo, welches den beiden Your Fragrance! Düften von letztem Jahr folgt: Your Fragrance! Refresh for Him und Your Fragrance! Refresh for Her.

Your Fragrance! Refresh for Him enthält Efeu und Sandelholz. Erhältlich als 20, 40, 50 und 90 ml Eau de Toilette Spray

Your Fragrance! Refresh for Her enthält rote Beeren, Orange und Moschus. Erhältlich als 30, 50, 75 und 125 ml Eau de Toilette Spray

Für jeden verkauften Flakon werden 10 Liter sauberes Trinkwasser nach Tanzania gespendet!

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Das monatliche Probenpaket – PART II: Fleurs De Citronnier von Serge Lutens

28. Februar 2010 – 17:53

fleur_de_citronnierHier der zweite Teil der täglichen Berichtreihe zum monatlichen Probenpaket von Essenza Nobile. Heute habe ich den Duft Fleurs De Citronnier von Serge Lutens etwas genauer unter die Lupe genommen. Wenn man Serge Lutens hört, ist man gedanklich sofort bei den schweren, orientalen Düften. Man denkt an Gewürzmärkte, große Paläste und luxuriöse Mäntel reicher Araber. Amber, Trockenfrüchte, Moschus, Gewürze… alles typische Lutens/Sheldrake Merkmale. Das kann einen auf Dauer regelrecht den Atem rauben, einen ersticken. Daher ist es eine große Überraschung, etwas wie Fleurs De Citronnier im Sortiment des Monsieur Lutens zu finden. Ich erwartete trotz der vielen Beschreibungen, die vom frischen Duft schwärmen, eine Gewürzexplosion. Ich nahm das Röhrchen und gab zwei Spritzer auf einen Teststreifen:

Keine Gewürze, keine orientalischen Balsame und keine Trockenfrüchte. Nein! Fleurs De Citronier riecht in der Kopfnote äußerst vertraut nach einem grünen Damenduft den ich irgendwo schonmal getestet habe. Überraschend leicht und beschwingt kommt der Auftakt daher. Doch dieser grüne Eindruck ist sehr schnell wieder verflogen (nicht aber die Leichtigkeit). Stattdessen übernimmt das Neroliöl das Kommando, sein feines, blumiges Aroma vermischt sich mit den oben ganannten, grünen Akkorden. So riecht der Sommer: Frisch, grün, blumig! Die Zitronenblüte ist nicht allzu dominant, dennoch kann man sie erkennen. Was mich überrascht, ist etwas Honig und die ziemlich große Menge an weißem Moschus, die überraschend schnell hervorkommt. Die frisch/blumig/grünen Gerüche werden beinahe verdrängt und schon hat man eine beinahe identische Kopie von Clair De Musc. Pudrig, leicht blumig und sehr fein liegen die restlichen Duftnoten auf der Haut. Stellt euch vor, ihr sitzt im Garten, die Sonne scheint. Der Himmel ist strahlend Blau. Auf der Haut habt ihr ein wenig Sonnencreme. Im nächsten Moment kommt ein sanfter Windstoss und die Gerüche des Gartens vermischen sich mit dem der Sonnencreme. Fleurs De Citronnier duftet wie eine sanfte Brise im Sommer. Viel mehr lässt sich hier auch nicht sagen. Ein simples, einfaches Eau de Parfum. Überhaupt nicht SergeLutens-Like, eher weiblich und nicht zu intensiv.

Ein Lutens wie keiner zuvor? Leicht, pudrig, blumig und sehr beschingt. Kann das sein? Ja, das ist keine Verwechslung, das ist ein Lutens! Da werden sich die Damen und Herren, die auf der Suche nach einfachen und schlichten Parfums sind freuen. Mit Fleurs De Citronnier kann man kaum etwas falsch machen, der Duft ist wirklich leicht zu tragen und fällt nicht negativ auf. Die Haltbarkeit von Fleurs De Citronnier ist für einen so leichten Duft angemessen. Das Parfum bleibt nah an dem/der Träger/in. Für die Arbeit im Büro, für die Schule – einfach für jeden Anlass, dan dem man nicht zu stark duften sollte. Wer Interesse an dem Duft hat, kann ihn bei Essenza Nobile Probebestellen!

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Das monatliche Probenpaket – PART I: Urban Musk von Tom Ford

27. Februar 2010 – 21:23

000000000000000000000000Es ist wieder soweit. Das monatliche Probenpaket vom Onlineshop Essenza-Nobile ist heute bei mir eingetroffen. Schon beim letzten Mal waren die erlesensten Parfumproben enthalten und auch dieses Mal ist ein Duft kostbarer als der andere. Enthalten waren: Pour Homme (Lalique), Fleurs De Citronier (Serge Lutens), Sa Majesté La Rose (Serge Lutens), Fantastic Man (Byredo), Jasmal (Creed), Milléssime Impérial (Creed) und Urban Musk (Tom Ford). Letzteres war sogar 2x enthalten, worüber ich mich noch immer sehr freue. Von dieser großen Auswahl war ich geradezu überwältigt! Ich fing letztendlich mit Urban Musk von Tom Ford an. Dieser Duft ist einer der vier neuen aus der White Musk Collection. Diese Reihe wurde speziell für die Damen kreiert, da die bisherige Private Blend Collection eher maskulin duftet. Die Preise sind jedoch die gleichen (beide Kollektionen liegen bei ca. 175€ für 50 ml Eau de Parfum). Viel Geld für 50 ml EdP, ob das gerechtfertigt ist? Ich werde wie auch im Januar jeden Tag einen Bericht veröffentlichen.

Urban Musk präsentiert sich sehr dirty und animalisch. Pfeffer, Ambrette und ein großer Haufen Jasminblüten begrüßen einen sofort nach dem Aufsprühen. Es dauert nur kurze Zeit und der oft extreme erste Eindruck geht etwas zurück und lässt den Jasmin voll aufblühen. Der natürliche, tierische Aspekt der weißen Blüte kommt wundervoll zur Geltung, ohne einem den Atem zu rauben (wie es bei Sarrasins von Serge Lutens der Fall ist). Die Mischung erscheint einem erstmal ein wenig seltsam. Urinartige Noten mischen sich mit dem Geruch von abgestandenem Parfum… seltsam, aber es hat das gewisse Etwas. Keine Angst, die Urin-Note bleibt nicht allzu lang erhalten, sie geht in ein von mildem Honig und Pflaumen geprägtes Herz über. Diese Melange ist äußerst warm und erinnert mich überraschend an Andy Warhol Success is a job in New York von Bond No. 9. Die beiden Düfte haben einige Duftnoten gemeinsam und das riecht man! Urban Musk wirkt wie die große, provozierende Schwester von Success. Weniger Gourmand, mehr Parfum. In der Basis wird der weiße Moschus prägnanter, aber übernimmt niemals die Oberhand. Stattdessen kommen die Eigenschaften des Benzoe hervor, geben Süße und Wärme, jedoch in Maßen (und nicht in Massen). Mit voranschreitender Zeit wird Urban Musk gewöhnlicher, ohne jemals langweilig zu werden. Denn kleine Reste der besonderen, ,,dreckigen” Duftnote sorgen immer wieder für interessante Momente im gesamten Duftablauf. Den Weihrauch suche ich hier vergebens, ihn konnte ich nicht ausmachen. Da hat man wohl nur geringste Konzentrationen verwendet.

Urban Musk ist dirty, animalisch und warm. Vom provozierenden Auftakt in das weiche Herz bis zur warmen Basis, der Duft riecht wie eine Frau die provozieren will, die gewagt gekleidet ist und eine starke Ausstrahlung hat. Nicht jede wird die markante Kopfnote ertragen können. Wer jedoch ein Parfum mit Ecken und Kanten sucht ist hier genau richtig. Und wie sieht es mit den Herren aus? Die müssen nicht auf Urban Musk verzichten, sondern sollten dem Duft eine Chance geben. Besonders für Tom Ford Fans ein Must-Have! Die Haltbarkeit ist akzeptabel und die Duftaura nach einem starken Auftakt eher zurückhaltend. Es ist als verschmelze das Parfum mit der Haut und werde eins mit dem/der Träger/in.

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