Was hat Bestand in dieser schnelllebigen Zeit?

Mein erster Blogeintrag und ich verfasse ihn ausgerechnet Montag morgens auf meinem Sofa, weil ich nicht mehr schlafen kann. Inmitten der ganzen Spannungen auf der Welt und schnelllebigen Zeiten, in denen wir uns befinden, frage ich mich, was hat eigentlich Bestand in dieser Welt?
Sind es die Dinge, die wir errichten und hinterlassen oder deren Erinnerungen, die irgendwann verblassen. In Zeiten von KI und Internet, die unser komplettes Sein mitbestimmen, ja gar unser ganzes Leben schon kontrollieren, uns das Denken übernehmen, ganze Texte für uns verfassen, unsere Hausaufgaben schreiben, die Einkäufe planen und unser gesamtes Verhalten steuern, verlieren Individualität und Einzigartigkeit zunehmend immer mehr an Bedeutung. Wenn ein Flanker auf den anderen folgt, von Elixir bis Intense oder von Pro bis Ultra und Max, scheint es so als würde lediglich die Perfektion der Dinge vorherrschen. Es ist regelrecht das Sinnbild unserer wahnhaften Gier nach Verbesserung, wir putzen uns raus und verändern jeden Makel an uns, der uns nicht gefällt oder bei dem wir meinen, dass dieser anderen an uns nicht gefallen könnte oder sollte. Was macht mich als Mensch dann noch aus? Was macht mich einzigartig, wenn ich versuche wie alle anderen oder besser als sie zu sein und hat das dann überhaupt Bestand, wenn es doch gleich ist wie alles andere, dass in der Schnelllebigkeit der Zeit wieder verblasst?
Was also hat dann wirklich Bestand?
Nun meiner Ansicht nach ist es all das was wir lieben und in Liebe erschaffen. Es ist all das, was aus uns selbst entspringt, in Momenten in denen wir das Leben hautnah erfahren. Es sind die Düfte, Geräusche, Bilder, mit denen wir bestimmte Erinnerungen verbinden, bestimmte Vorlieben aber auch bestimmte Abneigungen. Es ist das, was uns tief in unserem Inneren berührt, uns bewegt, etwas zu tun was wir sonst nicht tun würden, unsere Kreativität zu nutzen und etwas zu erschaffen, das Bestand hat, weil es eben der Ausdruck oder die Manifestation dessen ist. Bestand hat das was in seiner Kraft stark genug ist, um es von Generation zu Generation weiterzugeben. Es ist die Liebe die wir unseren Kindern und Mitmenschen mitgeben und all das, was wir ihnen in Liebe zeigen und mit ihnen erleben.
Am Ende meines Lebens möchte ich an all das denken, was ich geliebt habe und nicht an das Non Plus Ultra, was ich in meinem Leben besessen habe, das ich sowieso nicht mit in den Tod nehmen kann. Ich möchte an die Düfte denken, die mir begegnet sind, an das Lächeln meiner Frau und meiner Kinder. An die Orte, an denen ich gewesen bin und was ich dort erlebt habe. An die Menschen, denen ich eine Freude schenken konnte und auch an diejenigen, die mir Freude geschenkt haben. Ja ich möchte daran denken, was ich hinterlasse in dieser Welt und ob es Kraft genug hat, dass es Bestand hat.
In Momenten von viel Chaos und Leid auf dieser Welt, in Momenten in denen alles so schnelllebig ist und wir mit unserem Kopf ständig bei so vielen Dingen gleichzeitig sind, wünsche ich mir dass wir wieder mehr zurück ins Hier und Jetzt gelangen können. Dorthin wo unser Sein und unsere Kreativität wieder ihren freien Lauf nehmen. Wo wir einfach nur Mensch sein dürfen, mit all den Erlebnissen und Freuden, die das Leben mit sich bringt. Fernab aller Suche im Materialismus herrscht nämlich auch noch eine Welt, die nicht wie all das Materielle in der Welt irgendwann zerfällt, sondern fortdauernd Bestand hat. Bitte lasst uns diese Welt gemeinsam wieder mehr entdecken und die Erde mit dem Reichtum und den Ideen die daraus entspringen beschenken...


Mal innehalten, prüfen ob das Drumherum noch gut und gesund ist für sich selbst.
Fragen und hinterfragen und sich dann auf die Suche nach seinem ganz eigenen Weg begeben✨.
Und vor allem : die Fesseln und Stricke lösen 💕.
Liebe Grüße,
Chrissy 🫂
Ganz liebe Grüße zurück
...also machen wir aus unserer vergleichsweise unbedeutenden Zeit im Hier und Jetzt das Beste und füllen sie mit dem, was uns Freude bereitet.
Danke für dein nettes Feedback ☺️
Jedenfalls bei m i r😌