AlexaSchmids Blog
vor 1 Monat - 11.01.2026
Mit offenen Augen durch die Duftwelt Eine kleine Reise voller Fragen, die uns vielleicht näher bringen, warum Düfte uns so berühren
„Manchmal bleibe ich vor einem Regal voller Düfte stehen und frage mich, warum manche Parfums so viel kosten und andere so wenig. Nicht, weil ich eine schnelle Antwort suche, sondern eher wie jemand, der staunend vor einer Welt voller Flakons steht und sich fragt, was all diese Unterschiede bedeuten könnten. Vielleicht geht es dir ja ähnlich.
Ich merke dabei immer wieder, wie wichtig mir diese Art von Naivität geworden ist – dieses Fragen wie ein Kind, das die Welt entdeckt und sich nicht schämt, das Offensichtliche zu hinterfragen. Diese Neugier fühlt sich für mich wie etwas zutiefst Menschliches an. Alle großen Fragen beginnen doch irgendwo mit einem einfachen „Wie?“ oder „Warum?“. Und vielleicht verlieren wir etwas Wertvolles, wenn wir uns diese Haltung abgewöhnen.
Wenn ich Menschen mit ihren Lieblingsdüften sehe, fällt mir auf, wie unterschiedlich wir wählen. Manche greifen zu etwas sehr Teurem, vielleicht weil es sich besonders anfühlt. Andere nehmen etwas Schlichtes, einfach weil es gut riecht. Und irgendwo dazwischen frage ich mich leise, ob ein Duft wirklich durch seinen Preis besonders wird – oder durch den Menschen, der ihn trägt.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass manche Parfums kleine Geschichten mitverkaufen. Geschichten von Einzigartigkeit, von Exklusivität, von einem Hauch „anders sein“. Und ich frage mich, ob diese Geschichten wirklich aus dem Flakon kommen – oder ob wir sie selbst hineinlegen, weil wir sie gern glauben möchten.
Und dann taucht noch eine andere Frage auf, die mich seit einiger Zeit begleitet: Entfernen wir uns vielleicht manchmal von der eigentlichen Arbeit, die in einem Duft steckt? Von der Hand, die mischt, vom Kopf, der komponiert, von der Leidenschaft, die ein Parfum überhaupt erst entstehen lässt? Wenn ein Duft sehr teuer ist, macht uns der Preis ihn zugänglich – aber vielleicht verdeckt er auch ein wenig die stille Kunst dahinter. So, als würden wir eher das Versprechen kaufen als die Mühe, die es möglich gemacht hat.
All diese Gedanken begleiten mich, wenn ich über Parfümpreise nachdenke. Nicht kritisch, eher neugierig. Wie entstehen diese Unterschiede? Warum fühlt sich ein Duft manchmal wie ein Kunstwerk an – und ein anderes Mal wie ein Versprechen, das wir gern annehmen? Und wo, zwischen all dem, begegnen wir der eigentlichen Leidenschaft, die in jedem Tropfen steckt?
8 Antworten


AlexaSchmid
in untersten Drogerieregal. Die Magie kennt nur Deine Nase 😉
Kann mit deiner Art zu bloggen nichts anfangen.
Zu verkopft für mein Empfinden.
Viel Spaß weiterhin.