Bassist87Bassist87s Parfumkommentare

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Bassist87 vor 18 Monaten 4
8.5
Duft
7
Haltbarkeit
7
Sillage
6
Flakon

Thierryque Whuggler
Fällt mir sehr schwer diesen Duft einzuordnen. Er startet bei mir auf der Haut mit süßlicher Minze, zitrischen Noten und wandelt sich dann in eine kleine Pfefferbombe mit Zitrone. Im Drydown , der bei mir nach ca. 70min erreicht ist, rieche ich eine Mischung aus fast nicht mehr wahrnehmbarem, leichtem "Zitronenpfeffer" gemischt mit warmem Patchouli. Kardamom....merke ich nicht... und Mammutbaum....ganz ehrlich ich weiß nicht wie der riechen soll, aber holziges kann ich nichts erschnüffeln. Sillage ist auf meiner Haut für einen Sommerduft ganz okay,er ist nicht laut aber man kann ihn in Armlänge leicht wahrnehmen. Die Haltbarkeit ist eher mau. Nach ca 4,5h ist der Spaß vorbei. Der Duft ist definitiv ein schöner Sommerkandidat mit dem man (bestimmt) positiv auffallen kann, da er nicht die zu dem aquatischen Einheitsbrei gehört, dem man im Sommer so oft begegnet.

Ich muss hier nun einen kleinen Vergleich zu einem meiner Lieblingsdüfte ziehen, da mich Pure Energy / Pure Shot sehr stark an diesen erinnert: Lalique White.

Leute ehrlich, ich finde die ähneln sich gerade frisch aufgesprüht sehr stark, Lalique ist höchstens pfeffriger. Während der Lalique in der Startphase nach der Zitrone mit eine starken Prise Pfeffer um sich schlägt, bilden bei Mugler Minze und (nicht ganz so starker) Pfeffer mit leichter Zitrone den Auftakt. Der Mugler wird im Drydown herber durch Patchouli, der Lalique herber durch den Moschus.

Beide Düfte sind aus meiner Perspektive seeeehr ähnlich, beide gefallen mir. Ich werde mal einen direkten Vergleichstest machen, vll irre ich mich ja.

Fazit: Ich finde den Duft geil! Wahrscheinlich da er einfach meinem absoluten Sommerliebling Lalique White so nah kommt. Preislich lohnt sich letzterer zwar mehr, aber der Mugler hat ein paar Eigenheiten die ihn trotzdem lohnenswert machen. :)
1 Antwort

Bassist87 vor 20 Monaten 5
8.5
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
5
Flakon

Lakritze und Cappucinotorte
Endlich...mein erster Mugler. Den Standard A*Men hatte ich vor einiger Zeit mal im Laden getestet und fand ihn eher unangenehm "krass". Seit einiger Zeit habe ich aber durch meine Liebe zu Kaffee das Bedürfnis gehabt einen Duft in dieser Richtung zu tragen und finde in "Pure Tonka" einen recht schönen Vertreter gefunden zu haben.

Ich kann verstehen, dass der Duft einigen zu süß ist, diese krasse Süße die einige Mitglieder*innen hier beschreiben kann ich auch wahrnehmen, allerdings nur wenn ich ihn auf Papier auftrage. Auf meiner Haut erinnert mich der Duft zu Beginn allerdings an Lakritze, ich kann weder Rosmarin noch Lavendel rausriechen. Im Drydown schlägt der Duft dann auf meiner Haut um, der "Bärendreck-Eindruck" verschwindet. Stattdessen bekomme ich - wie hier schon jemand beschrieben hatte - die Assoziation von verbranntem/karamellisierten Zucker, aber auf angeneme Weise, es riecht "geröstet" und genau an diesem Punkt knallt mir auf einmal die Kaffeenote in die Nase. Geil! Kaffee + Zucker bzw. Crème Brûlée oder Flan Caramell. Diese Noten zusammengenommen ergeben für mich das Bild einer Caramel-Cappucinos oder - wie meine Freundin es bezeichnet hat - einer Cappucinotorte.
Wirklich toll und gefällt mir sehr gut! Ja, er ist süß auf jeden Fall (ich kenne aber süßere Düfte), aber nicht so süß dass ich es unangenehm oder unausgeglichen finden würde. Die Tonkabohne und Vanile schwingen auch im Hintergrund mit, aber die Bezeichnung Pure Tonka finde ich für den Duft eher unpassend. Meiner Meinung nach hätte "Pure Cappucino" oder "Pure Caramel" eher gepasst.

Haltbarkeit sind liegt ei mir bei knapp 10h, die Sillage ist am Anfang meiner Meinung nach sehr stark, zieht sich nach ca. 3,5h zurück und wirkt sehr subtil (aber auch angenehm!).

Fazit:

Schöner, süßlicher Kaffeeduft der mir Lust auf mehr Mugler macht (Pure Coffee und Pure Malt sind zwei Kandidaten die in Frage kommen).

Bassist87 vor 21 Monaten 11
8
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
8
Flakon

Schöner Vanillerauch
Zadig & Voltaire war mir bisher unbekannt, durch "Just Rock - for him" hat sich das aber geändert. Im Laden habe ich "This is him" und "Just Rock" beide getestet, sehr zugesagt hat mit letzterer, daher kam er mit. Im Vergleich zu "This is him" riecht er in der Kopfnote ein ganzes Stück rauchiger, was mir extreeem gut gefällt. Nach einiger Zeit steht die Süße der Tonkabohne inmitten des Weihrauches, Vanille nehme ich auch wahr, diese kommt aber erst in der Herznote für mich erst so richtig zu Geltung und übernimmt die Führung. Nun beschwerten sich einige, dass die Vanille sehr künstlich rüber kommt. Okay, aber ich muss sagen: Ich kenne synthetischere Versionen die dazu noch Kopfschmerzen provozieren. Als Basisnote werden unter anderem "würzige Noten" angegeben....hmmmm also bei mir dringen die nicht durch. Die Basisnote ist süß-rauchig bei mir, angenehm kuschelig und warm. Der Duft startet männlich und wird immer sanfter und sanfter, großartige Änderungen gibt es meiner Meinung nach im Verlauf nicht. Die wahrnehmbaren Noten überlagern sich einfach nur gegenseitig nacheinander. Das soll aber nicht negativ verstanden werden!

Alles in allem gefällt mir "Just Rock" wirklich sehr gut, würde ihn eher zu Freizeit oder abends tragen. Was die Wirkung auf das andere Geschlecht angeht sage ich mal soviel:

Wenn ich "Just Rock" trage klebt nicht nur eine angenehme Süße an mir....sondern auch meine Partnerin. ;)





Bassist87 vor 21 Monaten 12
10
Duft
9
Haltbarkeit
7
Sillage
8
Flakon

Dr. cult. iur. phil. Noire
Bisher habe ich nur gute Erfahrungen mit Lalique gemacht und erfreute mich an Encre Noire à l'extrême, White, Hommage à l'homme sowie Hommage à l'homme Voyageur. Daher MUSSTE ich Ombre Noire einfach haben...sogar als Blindkauf (da nirgends zum Testen verfügbar).

Der Flakon scheint identisch mit den anderen Noires zu sein, lediglich der Deckel wurde abgeändert und ist nun (leider) anscheinend nicht aus Holz, sondern Plastik. Das Etikett in matt schwarz gehalten mit goldenem Schriftzug hat wirklich einen besonderen Charme. Einfach ein schlichter, stilvoller Flakon in dem sich die bernsteinfarbene Duftkreation befindet.

Der Duft selber: Ganz großes Kino! Frisch aufgesprüht steht zuerst die Minze im Vordergrund, welche durch das Feigenblatt und die Bergamotte süßlich-fruchtig abgerundet wird. Wunderschöne Mischung die einerseits, kurzzeitig direkt nach der applikation auf der Haut kühl wirkt und direkt im Anschluss eine Art "Wärme" ausstrahlt. Nach einiger Zeit "kippt" diese tolle Mischung allerdings.....und wird noch besser! Tabakblatt und Zimt runden eine, meinem Empfinden nach, starke Note Papyrus ab zu der sich später leichter, trockener Weihrauch sowie der Cognac hinzugesellen.

Und da kommt mir folgendes Bild in den Kopf:
Mitte der 50er Jahre, eine Privatbibliothek eines Professors. Die Wände mit dunklem Holz vertäfelt, in einer Globus-Bar eine offene Flasche Cognac, daneben eine vorbereitete Pfeife, auf dem Stuhl ein abgelegtes Sakko, das Szenario erhellt durch warmes Licht von Glühbirnen welches von den gelblichen alten Schriftrollen, welche ausgerollt auf einem Tisch liegen, reflektiert wird.

Ich kann es einfach nicht anders sagen aber: Verdammt! Der Duft hat Stil! Er ist maskulin, vermittelt Seriosität und Bedächtigkeit. Cordhose, Sakko und Schiebermütze, nicht Slim jeans, T-Shirt und Cappy passen für mich zu Ombre Noire.

Die Haltbarkeit auf meiner Haut ist top, ich konnte ihn noch am nächsten morgen wahrnehmen, Sillage würde ich als moderat bezeichnen. Ombre Noire brüllt einen nicht an, sondern er wirkt subtil eben passend zu seiner Duft-DNA: Elegant. Daher ist er meiner Meinung nach auch sehr gut im Büro / der Arbeit tragbar. Er ist definitiv ein Herbst- / Winterduft und ich bin sehr gespannt wie er sich bei Temperaturen um 3-5 Grad Celcius entwickelt.

Fazit:

Ich liebe ihn! Hoffentlich handelt es sich nicht um eine limitierte Edition. Ich werde auf jeden Fall noch zwei weitere Flakons dieses tollen Duftes bunkern. Lalique hat es einfach drauf und überrascht mich immer und immer wieder!
7 Antworten

Bassist87 vor 22 Monaten 2
7
Duft
8
Haltbarkeit
7
Sillage
8
Flakon

Zum Cappuccino bitte 4x Zucker...
Als ich den Duft reduziert bei einem Händler mit türkisenem Logo (er war defacto spottbillig im Vergleich zu den handelsüblichen Preisen) als blindbuy gekauft habe waren meine Erwartungen nicht sehr hoch.
Bis gestern lag er auch noch verpackt im Schrank, wurde aber nun dank des schönen Temperaturabfalls endlich getestet. Was kann ich sagen...? Also ehrlich gesagt, am Anfang dachte ich nur "Mist! Gar nicht meins, zu süß!".

Blutorange....naja ganz leicht und nur sehr kurz. Kaffee.... oooh ja und das auch konstant! Ebenholz?? Für mich nicht wirklich wahrnehmbar, dafür aber pure Süße! Am Ende wird der Duft in der Basis einfach ein extrem süßer - man möchte schon "verzuckerter" sagen - Cappuccino.

Haltbarkeit ist bisher ganz gut (nach 6h noch gut wahrnehmbar), Sillage ebenso.

Die Kaffeenote gefällt mir sehr gut, die Süße weniger. Bei Zimmertemperatur "meeh", aber bei kühlen Temperaturen "jammi"! Definitiv nichts fü den Sommer oder Frühling! Für mich wäre so ein Düftchen nur abends an kalten Herbsttagen oder im Winter tragbar. Für die Arbeit eher weniger geeignet sondern mehr was für die Freizeit.

Insgesamt für mich ein durchwachsenes EdT. Weniger Süße hätte ihm sehr gut getan, ich finde die Kaffeenote nämlich wirklich sehr sehr schön und hätte ihm gerne 8-8,5 für den Duft gegeben. Leider trübt die Süße meine Begeisterung, denn Polo Red Extreme könnte ein toller maskuliner Kaffeeduft für schöne Winterabende mit gutem Buch in den Händen sein, aber dermaßen süß wie er ist, würde so ein Abend mit ihm nur dazu führen, dass meine bessere Hälfte wie eine Wespe um ein Kuchenstück um mich herumschwirrt ;)....oh also vielleicht doch kein schlechter Duft...?

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