BlauemausBlauemaus’ Parfumkommentare

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12.10.2019 11:43 Uhr
7 Auszeichnungen
Eigentlich schade, dass der Duft hier nicht so gut wegkommt. Viele Fans scheint er jedenfalls nicht zu haben, der letzte Kommi dazu ist aus 2012, nur 29 Parfumas/-os besitzen ihn und gerade mal 17 haben ihn auf der Merkliste, lediglich 2 auf der Wunschliste. Wie kann das sein?? Denn Ailleurs & Fleurs ist ein wirklich schöner Duft, wenn man Neroli und Lindenblüten mag. Diese beiden Noten sind die Hauptakteure in diesem schönen, unaufdringlichen Duft. Es ist ein sehr natürlich anmutendender Duft. Mich erinnert er nicht an den Friedhof, sondern einfach an die Natur im Frühling, z.B. im Garten. Neroli, Lindenblüte und etwas Holunderblüte, dazu noch etwas duftiges Petitgrain. Das wars dann auch schon - und mehr braucht dieser filigrane Duft auch gar nicht, um zu wirken. Bei Wärme kommt die Lindenblüte etwas stärker zum tragen, aber heute bei knappen 20°C ist Neroli die Hauptperson. Auch Petitgrain tun etwas kühlere Temperaturen gut, um besser zum Zug zu kommen.

Moschus nehme ich glücklicherweise nicht wahr, evtl. dient er auch nur der Fixierung.

Der Flakon ist wunderschön, aus schweren Glas gefertigt und mit Schraubverschluss. Meiner ist noch der dunkle Flakon, was mir nur recht ist. Dunkles Glas schützt den Inhalt doch etwas vor Tageslicht, wobei meine Flakons sowieso fast immer im Schrank stehen. Nur stundenweise dürfen sie mal raus. :)

Wer frische, leichte und umsüße Blumendüfte, die etwas ins grüne gehen, mag, sollte Ailleurs & Fleurs wirklich mal testen. Ich finde, es lohnt sich!

Danke nochmals an Micha für den schönen Duft!


11.09.2019 12:54 Uhr
6 Auszeichnungen
2012 - ich war noch nicht so lange bei Parfumo - entdeckte ich die Woodys. Das war mal ganz was neues, auf dem Holz-Trip war ich damals auch und ich war schlichtweg begeistert. So schöne, natürliche Düfte, hach... Ein paar Jahre später hatte sich die Begeisterung deutlich gelegt. Mein OF Crystal Creek Wood durfte umziehen, da ich von ihm Kopfschmerzen bekam und mir die Silage viel zu stark war. Das muss zu der Zeit gewesen sein, als ich gerne diese leichten, transparenten japanischen Düfte trug.

Meinen Dufteindruck hatte ich damals wie folgt festgehalten: "Ich rieche in erster Linie viele, viele Veilchen. Genau die sind es auch, die mir die starken Kopfschmerzen verursachen. Einen leider auf meiner Haut unschönen Jasmin (eigentlich kann ich sehr gut mit Jasmin, aber hier mal nicht). Aquatisch ist an mir leider nichts, in erster Linie rieche ich Veilchen, Veilchen und nochmals Veilchen. Und Jasmin. Viel Jasmin. Das ganze ist so wummsig und so blumig-grün, dass mir der Kopf wie verrückt brummt. Dazu kommen noch Hölzer, das einzige, was sich gegen das Power-Duo Veilchen-Jasmin durchsetzen kann. Wenn auch nur bedingt, ich hätte ihn mir holziger gewünscht. Und etwas aquatischer. Amber, Sandelholz, Moschus und Vanille trauen sich auch nicht hervor, obwohl Amber sonst für meine Nase selbst in Kleinstmengen erkennbar ist. Hier nicht. Der Flakon jedoch ist wunderschön und wirklich was besonderes."

Und heute? Keine Ahnung warum, aber ich finde She Wood Crystal Wood keinesfalls mehr erschlagend. Okay, Veilchen und Jasmin rieche ich immer noch, aber sehr schön miteinander verwoben. Leicht pudrig finde ich ihn, wohl durch die Veilchen in Verbindung mit dem Holz. Obwohl es eher dezent ist, sollte man es mit der Dosierung nicht übertreiben, man braucht wirklich nicht viel davon.

Ich bin froh, ihn wieder in meiner Sammlung zu haben, auch weil ich schöne Erinnerungen damit verbinde.


03.08.2019 17:08 Uhr
10 Auszeichnungen
Nur leider mit zuviel Amber in der Basis. Was ich ausgesprochen schade finde, denn sonst hätte es was werden können mit Bryant Park und mir. Aber schön der Reihe nach...

Bryant Park bekam ich im Zuge eines Sharings als Pröbchen. Vielen Dank nochmals dafür. Eigentlich machte mir ja die Himbeere Kopfzerbrechen, aber das war ganz unnötig. Hier ist die Himbeere nicht künstlich süß, sondern schön frisch duftend, so als wenn sie noch am Strauch hängt. Auch der Auftakt ist verheissungsvoll. Maiglöckchen bimmeln freundlich vor sich hin, dazu ein erfrischender Hauch Rhabarber, zu dem sich mit der Zeit die Rose hinzu gesellt. Patchouli rieche ich keines und vermisse es auch nicht. Patchouli gehört sowieso nicht zu meinen bevorzugten Duftbausteinen. Das ganz bleibt so freundlich, grün-blumig und frisch für.... hm, rund 3 Stunden. Dann kommt die Basis und aus der Traum. Klar steht da Amber in der Duftpyramide, aber es hätte ja auch wie bei den meisten die Himbeere sein können. Wäre ja möglich gewesen. Aber da ich Amber genau wie Moschus sehr selten mag, nein, eigentlich gar nicht, wundert es mich nicht, dass dem hier auch so ist. Der Duft wird schwülstig und bekommt diese Proll-Note wie so viele Amberdüfte. Hier ist es zwar nicht ganz so schlimm, aber dennoch schlimm genug, um ihn nicht tragen zu wollen. Wer aber Amber mag, kann ihn ruhig mal testen. Der Duft ist schön, aber ohne Amber wäre er noch schöner. ;)

Die Silage ist eher verhalten an mir, die Haltbarkeit liegt bei rund 5 Stunden.


03.08.2019 16:27 Uhr
10 Auszeichnungen
Die Bond-Düfte gehören ja eher zu den unbeliebteren Labels hier auf Parfumo. Was ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen kann, aber Geschmäcker sind halt verschieden. Und nichts ist so individuell wie Parfum. Lassen wir einfach darauf beruhen.

Von Zauber600 erhielt ich vor einigen Wochen im Zuge eines Pröbchentauschs u.a. High Line. Bei den Bond habe ich schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass sie mir beim ersten Test noch nicht ganz so gut gefallen, aber dafür danach so richtig gut. So auch hier. Ein wenig erinnert er mich übrigens an Be Delicious Fresh Blossom von DKNY, einer meiner persönlichen Lieblingsdüfte seit 10 Jahren, nur ein wenig sperriger und grüner. Überhaupt finde ich High Line sehr grün. Kühl und grün. Gras und Hyazinthe kann ich am besten rausriechen, dazu noch was pieksiges (soll wohl Ozon darstellen, ist aber nicht unangenehm wie zuviel Ozon in der Luft). Kurz mal kann ich etwas sauer-fruchtigen Rhabarber wahrnehmen, aber wirklich nur einen Hauch davon. Trotzdem glaube ich, dass diese Rhabarbernote den Duft erfrischender macht, als wenn er fehlen würde. Es ist eine frühlingsfrische Blumigkeit , keine schwere, stickige. Wie Tulpen nun riechen, oder ob überhaupt, kann ich nicht sagen. Aber Tulpen passen schön in das Bild, welches mir der Duft vermittelt. Moos vermittelt mir eine angenehme Kühle und Ruhe, während das Lebhafte des Duftes sich im Laufe der Zeit vermehrt zurückzieht und nur noch gedämpft im Hintergrund wahrnehmbar ist. Dazu gesellt sich eine leichte Holznote. Die Haltbarkeit liegt bei guten 6 Std., leider halten die Bond an mir keine 10 Std. durch wie bei anderen. Aber 6 Std. sind auch okay für mich.

Den Duft in die Bestandteile zu zerpflücken, ist hier ein wenig schwer. Und eigentlich möchte ich das auch gar nicht. High Line bringt wirklich das rüber, was der Name verspricht: Einen Park in der Grossstadt, kühl und ruhig, während die Stadt im Hintergrund immer noch wahrnehmbar ist. Anfangs quirlig, so als wenn man ihn gerade erst betreten hat und mit der Zeit ruhiger, kühler und schattiger. Nun ist High Line kein grosser Park und auch nicht gerade das, was man sich hier so landläufig unter einem Park vorstellt, aber dennoch ist es eine grüne Oase mitten in New York. Ich kenne ihn nur von Bildern und werde wohl auch nie selbst dorthinkommen, da ich in eine ausgesprochen reisescheue Familie eingeheiratet habe. Dabei wäre ich wirklich gerne mal nach New York gekommen. :) Aber was solls, es gibt schlimmeres....

Insgesamt gefällt mir auch High Line ausgesprochen gut und ich werde weiterhin nach den Sternen greifen. *g*


04.07.2019 15:07 Uhr
5 Auszeichnungen
Heute hatte ich bereits frühmorgens einen längeren Termin beim Zahnarzt zur professionellen Zahnreinigung. Ich habe zwar keine Angst vor Zahnarztbesuchen und die Zahnreinigung tut auch nicht weh, dennoch gibt es Orte, die ich definitiv lieber aufsuche. Nach einer Stunde Reinigung und anschliessender Prophylaxeuntersuchung hatte ich die Nase ziemlich voll und machte zur Entspannung und Ablenkung einen Abstecher in unsere Müllerfiliale vor Ort. Vllt. haben die ja was neues reinbekommen und Katzenfutter brauchte ich sowieso noch. Ja, es gab etwas neues im Regal: Golden Delicious von DKNY. Ich weiss, dass der nicht neu ist, sondern es ihn schon einige Jahre gibt. Seit 2011, damals waren wir gerade in Berlin bei meinem Bruder zu Besuch. Meine Schwägerin mochte auch den rosa und grünen Apfel sehr gerne und erzählte mir von diesem neuen Duft, den sie sich in der darauffolgenden Woche holten wollte. Unsere Müllerfiliale ist sehr klein, dafür sehr gemütlich, und immer mal wieder kommt ein neuer Duft rein, dafür ein anderer raus. Diesen goldenen Apfel mochte ich schon immer recht gerne und ich war der Meinung, dass ich mir heute morgen nach der ganzen Piesackerei etwas gönnen durfte. Ausserdem war er günstig im Angebot, 19,95/30ml.

Golden Delicious kann seine Verwandtschaft zum grünen Be Delicious und auch zum rosanen Fresh Blossom nicht verleugnen. Alle drei gehen, im Gegensatz zu den neueren Flankern, in eine ähnlich Richtung. Die neueren finde ich übrigens scheusslich, die drei alten mag ich gerne riechen. Golden Delicious riecht allerdings nicht wirklich nach Apfel für mich. Wobei Golden Delicious Äpfel sowieso kein starkes Apfelaroma haben, von daher ist das okay und ich vermisse den Apfelduft auch nicht grossartig. Statt dessen ist der Duft schön blumig-frisch zu Beginn. Ich rieche vor allem Orangenblüte, aber keine die nach Sonnenmilch riecht. Diese Orangenblüte duftet einfach nur nach Orangenblüten, so wie die Luft am Abend bei meinem Onkel in Florida duftete. Von dort kenne ich auch den Duft der Orangenblüte und liebe ihn seither sehr. Mirabelle rieche ich keine. Die Herznote wird von Lilie geprägt, sowie Maiglöckchen, gegen später wird es noch zart vanillig. Rosen kann ich keine erkennen. Der Duft ist nun nicht sonderlich holzig in der Basis, ausser Sandelholz rieche ich da nichts weiter, auch keinen Moschus.

Für mich ist Golden Delicious ein sehr vertrauter, heimeliger Duft. Auch wenn ich explizit keine Äpfel rausrieche und den Duft nicht als süß empfinde, muss ich dennoch an einen warmen, duftenden Apfelkuchen denken. Der Duft ist sehr vertraut und schenkt mir Geborgenheit, er wirkt ausgesprochen freundlich und heimelig auf mich. Ein recht dezenter, körpernaher Duft, wenn man es mit dem Sprühen nicht übertreibt. Mir reicht hier meine Standarddosierung von 3-4 Sprüher verteilt auf Oberkörper und Arme für 4-5 Stunden. Möglich, dass er im Herbst noch eine Stunde mehr schafft, wenn es richtig kühl ist.

Den Flakon finde ich hübsch. Den Deckel bekommt man durch drehen leicht ab, bei der 15ml Version ist das ja immer ein Problem, bis man ihn runterbekommt. Und bei den 50ml ist der Sprühmechanismus im Deckel untergebracht, finde ich nun auch nicht so praktisch. Die Wertung von 6,4 finde ich ein wenig schlecht für diesen Duft, ich pers. finde, da gibt es weitaus schlimmere. Ist aber immer Geschmacksache und mir pers. auch ziemlich egal. :)

Edit: Heute ist es endlich mal ein wenig kühler und da entwickelt sich die Basis auch schön holzig. Bei Wärme ist nach der Herznote Schluss. Also ein Duft, der sowohl bei grosser Hitze gut geht, aber auch an kühleren Tagen.


03.07.2019 15:23 Uhr
3 Auszeichnungen
Daisy Delight ist so ein Typ. On-Off-Kandidat. Ich habe ich seit Frühjahr l.J., und immer wenn ich denke "kann weg", teste ich ihn nochmal und frage mich, warum eigentlich? Klar, er verkörpert nicht die Sternstunde der Parfumerie, er ist simpel und wirklich nichts neues. Aber er ist freundlich, offen, leicht zugänglich, unaufdringlich, stört nicht, passt immer - alles Attribute, die nun nicht negativ sind. Zumindest für mich nicht.

Von den angegebenen Duftnoten kann ich gut Quittenblüte und etwas Freesie, Gardenie und ein klein wenig frisch duftende Pfingstrose erkennen, die Basis entwickelt sich leicht cremig-holzig.

Die Ähnlichkeit zum Original kann ich phasenweise durchaus erkennen, aber insgesamt riecht der Duft "essbarer", Mariella bezeichnete ihn in ihrem Kommi als Naschdings. Für mich ist er nun nicht haribo-mässig, aber weniger frischer als Daisy oder Daisy Eau so Fresh, trotzdem geht er in die Richtung.

Leider ist auch hier die Haltbarkeit mit 4 Stunden nicht die beste, aber von Marc Jacobs hält alles eher schlecht an mir. Dennoch ein netter Duft für zwischendurch mal.





 


01.07.2019 12:52 Uhr
13 Auszeichnungen
Ich mag die Remix Reihe von 4711 gerne. Zumindest die ersten beiden, der hier ist nun der dritte. Vom allerersten habe ich mir im Frühling noch mal einen Bunkerflakon auf Reserve gelegt und auch den letztjährigen trage ich sehr gerne tagsüber bei Wärme. Beides sind frische, wertige EdC und somit freute ich mich schon seit Ende des Winters auf die diesjährige. Bis.... ich die Duftnoten las. Oh je, frisch klingt anders. Iris, Praline, Lavendel - irgendwie las sich das für mich wie eine Sommerversion aus LVEB und Mon Guerlain. Beides süße Kracher und gewiss nichts für warme Sommertage, die eigentlich wie geschaffen für EdC sind. Freundlicherweise liess eine liebe Parfuma mir einen AF davon zukommen, so dass ich ihn in Ruhe testen konnte.

Bei kühlem Frühlingswetter erinnerte er mich ein wenig in die Iris-Infusion von Prada. Der geht sogar bei Hitze. Soweit so gut, somit sollte es also auch hier keine Probleme geben.

Aber leider ist dem nicht so. Bei Hitze erfrischt das diesjährige Remix absolut nicht. Im Gegenteil, es entwickelt sich eine dumpfe und stumpfe Note, die mir so gar nicht gefällt. Etwas Lavendel, Bergamotte - und vor allem Iris. Viel Iris. Ganz viel Iris. Irisliebhaber können sich freuen, die Iris pudert so richtig dumpf und staubig vor sich hin. Und ich neige dazu, von Irisdüften allg. ziemlich fiese Kopfschmerzen zu bekommen. Passiert hier zwar nicht, aber es ist einfach kein Duft, der erfrischt. Zumindest mich nicht.

Schlecht gemacht ist er nicht, er riecht schon wertig. Aber für mich dient ein EdC vor allem der Erfrischung und darf gerne oft und viel nachgesprüht werden. Dieses hier ist zwar angenehm leicht für heisse Tage, nur fehlt eben das, was ein EdC für mich ausmacht. Meine AF werde ich an kühleren Tagen leermachen, aber eine OF davon brauche ich def. nicht.


28.06.2019 09:49 Uhr
7 Auszeichnungen
Sunlight testet ich erstmals im Winter. Damals mochte ich ihn so überhaupt nicht. Passte in dem Moment wohl einfach nicht. Vor einiger Zeit, als die Tage wieder länger und auch wärmer wurden, dann ein erneuter Test. Diesmal gefiel mir Sunlight so richtig gut und ich habe ihn an den heissen Sommertagen wirklich sehr oft getragen.

Sunlight startet mit einer Note, die ich sehr in Düften liebe: Grapefruit. Wenn Grapefruit in einem Duft ist, hat er schon halb bei mir gewonnen. Eigentlich mag ich nichts citrisches, erst recht nicht bei Hitze. Irgendwie beginnen mich diese Düfte nach kurzer Zeit zu nerven. Ausser Grapefruit. Und Orange. Und in Sunlight nehme ich eine sehr schöne, spritzige, prickelnde Grapefruit wahr. Rosa Pfeffer mag ich auch, bzw. Düfte, die diesen enthalten, gefallen mir fast immer. Auch wenn ich eigentlich in noch keinem einzigen wirklich Pfeffer wahrgenommen habe. Weiter geht es im Duftverlauf mit Orangenblüte, aber keine schwere, sondern eine schön frische. Diese nehme ich auch am deutlichsten wahr. Dazu noch Jasmin. Pfingstrosen mag ich zwar sehr, kann hier aber keine rausriechen. Höchstens, dass diese für die Frische im Duft verantwortlich sind, aber das weiss ich nicht so genau. Es riecht jedenfalls für mich def. nicht rosig. Schwer tue ich mir bei der Solar-Note..... Vllt. ist damit das Flirrende, Strahlende, das von dem Duft ausgeht, gemeint?

Sehr schön finde ich auch die Basis, die allerdings erst bei niedrigeren Temperaturen wirklich zum Vorschein kommt. Zedernholz mag ich sowieso gern, ebenso Ambrox, wenn es nicht stechend rüberkommt. Hier ist es einfach eine holzige Frische, sehr sauber. Ich mag sowas gern. Insgesamt ist der Duft sehr körpernah und zurückhaltend, kein Duft, der sich aufdrängt. Bei den momentanen hohen Temperaturen hält leider kaum was an mir, so auch Sunlight. Daher sind die aktuellen 2 Stunden kein Massstab für eine schlechte Haltbarkeit.

Edit: Bei kühlem Wetter hält er gut, ist aber zu pieksig. Also ein richtiger Sommerduft, dann ist er schön.


28.06.2019 09:25 Uhr
9 Auszeichnungen
Rain kaufte ich mir letzten Dienstag. Ein heisser Tag - und die darauffolgenden sollten noch heisser werden. Eigentlich wollte ich nur schnell zu Douglas rein um mal zu schauen, aber da Rain zum Kampfpreis im Angebot war, nahm ich ihn kurzfristig mit. Bei 29€/100ml brauchte ich nicht lange zu überlegen, denn den Duft kenne ich noch von früher. Lange Zeit hatte ich den Sommerregen von Essence als Ersatz, da mir Rain damals zu kostspielig war. Und irgendwann gab es ihn dann nicht mehr.

Rain wurde vor einiger Zeit wieder neu aufgelegt und ich meine, er riecht ein wenig anders. Die alte Version roch mehr nach Regen, dieser hier ist blumiger, ähnlich wie Sunflowers, nur frischer, leichter und aquatischer. Natürlich kann ich mich auch irren, vllt. hat meine Nase die Noten damals auch anders wahrgenommen, manchmal geht es einem ja schon bei ein und demselben Duft so, dass man ihn an einem Tag so und am anderen Tag ganz anders wahrnimmt. Als ich erstaunt über die Ähnlichkeit zu Sunflowers war, verglich ich die Duftnoten. Besonders fiel mir Sonnenblume auf. Riechen Sonnenblumen nach irgendetwas? Ich selbst weiss es nicht. Einzelne Duftnoten kann ich bei Rain nicht ausmachen. Er duftet einfach nur angenehm frisch, blumig, aquatisch, zeitweise hat er auch was waschmitteliges. Die 100 ml kommen nicht von ungefähr, ebenso die Bezeichnung Splash. Hier darf wirklich grosszügig gesprüht und eingenebelt werden. Eine Überdosierung habe ich bisher nicht feststellen können.

Die Haltbarkeit ist recht kurz, nach rund 2 Std. darf wieder nachgelegt werden, zumindest bei der grossen Hitze momentan. Allerdings hält da eh nichts an mir, abgesehen von Air di Gioia. Ausserdem ist es bei Hitze ganz angenehm, wenn man wieder einen frischen Duft in der Nase hat, ich sprühe also gerne mal nach. Tut bei dem Preis auch nicht weh. Für mich ist Rain ein schöner Duft für heisse Tage, da ich keine citrischen Colognes mag. Aber ich denke, den werde ich auch an kühleren Tagen gerne tragen.


17.06.2019 15:09 Uhr
6 Auszeichnungen
Air di Gioia begegnete mir zum erstem Mal im Waschraum des Wohnmobilhafens in Hamburg. Wir standen im Sommer 2017 dort für 2 Nächte und eine Dame holte den Flakon aus der Waschtasche heraus. Zuerst fiel mir der hübsche Flakon auf, dann der herrliche Duft. Ich kannte zwar Aqua die Gioia, aber der hier roch anders. Und tatsächlich, es war ein relativ neuer Duft von Armani, wie mich die nette Dame aufklärte. Ich beschloss, ihn bei Gelegenheit zu Hause mal zu testen. Aber irgendwie war der Sommer 2016 kein richtiger Sommer, auch nicht für Sommerdüfte, und schnell vergass ich ihn daher wieder.

Im Frühjahr letzten Jahres wurde ein Restflakon im Tauschspiel angeboten und ich erinnerte mich plötzlich wieder an ihn. Aber damals war es noch kühl und mich erschlug der Duft förmlich. Da nur noch wenige ml drin waren, tauschte ich ihn nicht weiter, sondern stellte ihn erst mal weg. Ende April kam dann der Sommer - ungewöhnlich früh und um zu bleiben. *g* Keine Ahnung, warum, aber plötzlich hatte ich Lust auf einen weiteren Versuch mit Air di Gioia. Und er passte hervorragend. Je wärmer es ist, umso schöner entwickelt er sich, wie ich im letzten Sommer feststellte. Ich trug ihn viel, fast täglich, und schaffte es tatsächlich, meinen neuen 50ml Flakon knapp zur Hälfte zu leeren. Er machte die Wärme im letzten Sommer erträglich - viel besser als ein typ. Sommerfrischling mit Citrus, welche bei Wärme oft schweissig werden. Er ist standfest genug, um auch nicht bei um die 30°C innerhalb einer Stunde zu verduften. Sogar da hält er 4-5 Std. an mir, ohne aufdringlich zu sein, zu nerven oder Kopfschmerzen zu verursachen. Heute ist ein herrlich sonniger Tag. Mit 10°C jetzt nicht sommerlich warm *g*, aber unser Wintergarten zaubert angenehme 26°C ins Haus. Genau das richtige für Air di Gioia.

Was mir so gut an ihm gefällt, ist die Orangenblüte, gepaart mit einer angenehmen Aquatik, die leicht salzig rüberkommt. Zudem ist er nicht explizit süß. Klar, herb ist er nicht, aber keinesfalls ein süßer Duft. Auch nicht frisch, das muss er auch gar nicht. Mandarinen kann ich beim besten Willen keine rausriechen, dafür Neroli. Schnell kommt die Orangenblüte raus, bei Pfingstrose muss ich passen, ausser dass diese evtl. für die Frische zuständig ist. Kann sein - muss aber nicht. Ylang-Ylang steuert eine angenehm blumige Wärme bei. Moos und Patchouli kann ich keines rausriechen, evtl. ein wenig sauberen Moschus, aber da möchte ich mich nicht festlegen. Und wenn, dann eher weißen Moschus. Zumindest rieche ich nichts moschustypisches, auch nichts animalisches.

Ich finde den Duft einfach toll für sonnige Tage, so ab 20°C aufwärts. Ohne Grenze nach oben. Wenn der Sommer in diesem Jahr wieder so warm wird wie der letzte, werde ich meinen Flakon wohl leerbekommen und ihn auf alle Fälle nachkaufen.


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