BlauemausBlauemaus’ Parfumkommentare

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16.01.2018 14:24 Uhr
15 Auszeichnungen
Lange schon möchte ich diesen Klassiker von Dior testen - und nun bin ich froh, dass das unterwegs nie der Fall war. Denn Zuhause gibt es Wasser und Seife. Undenkbar, mit diesem Duftgeschwader es bis nach Hause schaffen zu müssen. Statt dessen habe ich ihn in Ruhe zu Hause testen können und versuche nun, der Duftglocke, die schwer im Haus liegt, mit einer ausgiebigen Stosslüftung Herrin zu werden. Und draussen stürmt und regnet es bei 3 C! *bibber*

Ich wil Pure Poison keineswegs verreissen. Nein, so schlecht ist er nun wirklich nicht. Er erinnert mich an das wesentlich dezentere Style by Night von Betty Barclay, wovon ich noch irgendwo einen Restflakon haben muss. Von dem habe ich auch keine Kopfschmerzen bekommt, von dem Dior hingegen schon. Ich muss mich mal auf die Suche machen, den habe ich lange Zeit oft und gerne getragen. Und problemlos vertragen, sogar das eine oder andere Duftkompliment dafür bekommen.

Pure Poison hingegen ist einfach von allem zu viel und kommt komplett überladen daher. Weissblüher en masse, Neroli en masse - keine Ahnung, was alles noch. Aber auf alle Fälle en masse. Nase und Kopf quittieren den Dienst - die Quittung hierfür bekomme ich als dröhnende Kopfschmerzen. Ich hoffe, den nirgends riechen zu müssen, bisher hatte ich da Glück.

Ich bin froh, mir Pure Poison nicht blind bestellt zu haben. Mehr als einmal hat der Bestellfinger gezuckt, die Kommentare und Duftnoten lesen sich ja schön. Von einem Blindkauf kann ich jedoch nur warnen - bei mir wäre er schiefgegangen... Ich gehe dann mal die Fensterbank trocken wischen. Der Duft hängt immer noch schwer im Raum, das dauert, bis er restlos verduftet ist. Unbekannte Düfte werde ich künftig einfach ausser Haus aufsprühen, sicher ist sicher. ;-)


15.01.2018 15:03 Uhr
5 Auszeichnungen
Momentan kann ich keine schweren Winterdüfte mehr riechen. So wie jedes Jahr mag ich nach dem 6. Januar keinen süßen Düfte mehr riechen. Noch weniger als sonst, aber zur (Vor)Weihnachtszeit trage ich ab und zu tatsächlich mal welche, wenn auch nicht oft. Jedenfalls geht mir momentan das Dauergrau auf die Nerven und meine Nase verlangt nach frischem.

An solchen Tagen mag ich gerne einen meiner Green Teas tragen. Exotic passt durch seine duftige Blumigkeit sehr gut, aber auch Cherry Blossom. Green Tea Cherry Blossom duftet so richtig angenehm nach Kirschblüten, was zusammen mit dem Duft von Tee sehr schön harmoniert. Ganz besonders schön finde ich diese Kombination im Frühling.

Von der Kopfnote nehme ich ausser der Mandel nicht wahr, bei mir kommen neben der Mandel gleich die duftigen Kirschblüten zum Vorschein, zusammen mit der Pfingstrose. Ein duftiges und filigranes Duftgebilde auf meiner Haut. Die Basis ist leicht holzig und durch weissen Moschus sehr sauber und angenehm. Die Haltbarkeit liegt bei rund 4 Stunden, was ich für einen so leichten Duft gut finde.


15.01.2018 14:50 Uhr
1 Auszeichnungen
Diesen Green Tea Flanker habe ich aus dem Tauschspiel. Eigentlich trage ich die Tees von Frau Arden gerne im Sommer, wenn es heiss ist. Reine Zitrusdüfte mag ich nicht sonderlich, fruchtiges ist mir für den Sommer zu viel Gummibärchen auf einmal und so sind Tee-Düfte da ganz hervorragend zu tragen.

Auf den ersten Blick ähneln sich die ganzen Green Teas und man könnte geneigt sein, zu sagen "Kennste einen, kennste alle". Denkste. Ganz so einfach ist es nicht. Da wäre der klassiche Green Tea, der schön citrisch-würzig nach grünem Tee duftet. Oder Green Tea Lotus, der im Verlauf wunderbar cremig wird. Green Tea Summer, der mir zu fruchtig war, Green Tea Cherry Blossom, der eine schöne Kirschblüten-Note entwickelt. Green Tea Yuzu, der luftig leicht ist und nach Citrusfrüchten duftet, leicht herb und ganz und gar nicht zitronig.

Und eben auch Green Tea Exotic. Neben einer duftigen Tee-Note nehme ich - ebenfalls duftige - Blumen wahr. Somit geht der auch im Winter sehr gut. Überhaupt empfinde ich den als den blumigsten Flanker der Green Tea Reihe und neben Lotus als meinen liebsten Green Tea. Momentan ist es ständig grau draussen, dennoch liegt irgendwie schon eine Ahnung von Vorfrühling in der Luft, und trotzdem zieht es mich nicht vor die Tür. Ausser mal Nachbars Katzen reinzulassen, die momentan regelmässig zum Snacken vorbei kommen (denen scheint es draussen auch nicht zu gefallen *gg*). Jedenfalls tut da so ein frisch-blumiger, spritziger Duft einfach gut.

Nach rund 3 Stunden verliert sich die Blumigkeit, der Duft wird holzig-weich mit einer zarten Moschus-Note durch den Ambrettsamen. Dann verklingt er so langsam. Wirklich schön! Insgesamt ist der Duft angenehm körpernah und man kann ruhig ein paar Sprüher mehr als sonst verwenden.

Mal schauen, wie er sich im Sommer bei Hitze so entwickelt.


08.01.2018 13:48 Uhr
3 Auszeichnungen
Ferre Rose ist ein schöner Rosenduft für mich. Zart-blumig und etwas fruchtig, mit einer holzigen Basis. Dazu noch ein wenig seifig. Insgesamt erinnert er mich an eine schöne Rosenseife oder Bodylotion- edel und unaufdringlich. Eigentlich schade, dass er hier so unbekannt ist. Ich finde ihn nicht weniger schön oder unbedeutender als die ganzen Chloe-Flanker. Er sticht nicht, wirkt auch nicht sonderlich synthetisch auf mich. Für viele sicherlich eher ein Frühlings- oder Sommerduft, aber ich finde der geht das ganze Jahr über. Vorausgesetzt, man mag frisch-blumiges.

Egal ob Alltag, Büro oder Konzertbesuche, der geht immer, ohne seine Mitmenschen mit einer penetranten Duftwolke zu nerven. Schön ist auch der Flakon, edel und eher schlicht, so wie ich es mag.


08.01.2018 13:42 Uhr
2 Auszeichnungen
Von diesem schönen Krokodil bekam ich vor längerer Zeit mal eine AF von der lieben Pudelbonzo. Leider ist die AF inzwischen leer und vor Weihnachten stattete ich zwecks Anschaffung eines Flakons der grösseren Müller-Filiale in unserer Kreisstadt einen Besuch ab. Irgendwie wirkt der Duft ja ganz anders auf mich, wie die meisten ihn beschreiben: Nämlich gar nicht so fruchtig, auch kein typ. Sommerduft. An mir ist er eigentlich nur blumig, zart-süß, sehr weich mit einer zarten Fruchtnote, die sich schön unterordnet. Daher mochte ich ihn auch gerne letzten Herbst bis in den Winter hinein tragen. Ich hätte ihn auch weiterhin getragen, wenn eben die AF nicht leer geworden wäre. Auch die Verkäuferin fand ihn eher passend für Frühjahr und Sommer und empfahl mir die helle Elegance-Version. Ein wenig unschlüssig und mit dem Vorsatz, mir dann halt nochmals die AF Elegance vorzunehem, verliess ich den Laden. Nur soviel: Ich finde Elegance nicht wärmer oder passender für den Winter. Nur ein wenig anders, insgesamt noch mal eine Ecke leichter als Natural.

Rückblickend war es gar nicht mal schlecht, dass ich ohne Duft nach Hause fuhr. Aktuell ist er bei Müller nämlich im Angebot. *gg* Also wurde er kurzentschlossen bestellt.

Eau de Lacoste L.12.12 pour Elle Natural ist für mich ein sehr angenehmer, unaufdringlicher Ganzjahresduft für Alltag und alle möglichen Anlässe. Kokos rieche ich nicht, aber dafür Ananas und Mandarine. Allerdings ist das ganze nicht sauer oder herb - vVllt. doch ein wenig Kokosnuss? Alle Kokosnuss-in-Düften-Hasser kann ich beruhigen - es ist kein typ. Kokosnuss-Duft. Ein Versuch kann hier durchaus gewagt werden, ich selbst mag auch nur ganz selten Kokosnuss in Düften. Der Duft wird dann sehr schnell blumig-warm. Ich kann nicht rausriechen, was es für Blumen sind, aber es ist eine weich-warme, leicht pudrige Blumigkeit. Freundlich und angenehm zu tragen, ohne einen nach einer gewissen Weile zu nerven. Die Basis ist leicht holzig und warm, erinnert mich irgendwie an warmen Sand mit ein wenig Treibholz. Zumindest muss ich daran denken, wenn ich den Duft rieche. Amber ist hier keinesfalls animalisch und Sandelholz kann ich nicht rausriechen.

Insgesamt wirkt der Duft harmonisch und verhalten auf mich, ich mag ihn gerne und er passt gut zu mir. Auch der Flakon gefällt mir gut und wirkt wertig auf mich. Natürlich wurde mit den Lacoste-Düften nicht das Rad neu erfunden, aber das muss auch nicht sein. Die Düfte sind für mich tragbar, bezahlbar und sehr nasenfreundlich. Für mich selbst und meine Mitmenschen.


23.12.2017 14:16 Uhr
4 Auszeichnungen
Tender Sea Rose hatte ich das erste Mal im Sommerurlaub 2015 getestet. Es war ein warmer, sonniger Tag und irgendwie passte der Duft damals nicht so richtig. Der Auftakt gefiel mir sehr, nur irgendwann wurde mir der Duft zu warm, zu weich. War es der Moschus, der mich störte? Ich hatte mich statt dessen für das EdT von The Beat entschieden, welches mich im Winter frieren lässt, dessen Kauf ich jedoch nie bereut hat.

Auch Düfte haben ihre Jahreszeiten...

Doch zurück zu Tender Sea Rose. Für ein paar Taler im Angebot nahm ich ihn vor nicht allzu langer Zeit mit. Mir war nach Frischem gegen den Winterblues zumute (nicht, dass ich nicht genug Frisches hätte *g*). Für mich ist dieser Flanker eindeutig ein Duft für graue Tage, an denen man sich nch Frühling, Sommer und Sonne sehnt. Der Auftakt ist spritzig-frisch und vertreibt das müde Wintergrau. Als einzige Kopfnote ist Grapefruit angegeben und genau das rieche ich auch, wer Grapefruit nicht mag, sollte tunlichst die Finger von diesem CW-Flanker lassen. ;-) Ich hätte eigentlich erwartet, auch Lotus zu lesen, es ist aber keiner angegeben. Und doch rieche ich eine leicht aquatische Blumigkeit. Rose und Jasmin sollen die Herznote ausmachen. Ja, blumig ist er und Rose und Jasmin tauchen allg. recht oft in Herznoten div. Düfte auch. Def. rausriechen kann ich sie allerdings nicht, für mich bleibt der Duft fruchtig-spritzig und blumig-aquatisch. Er verändert sich auch nicht grossartig. Lediglich die Leichtigkeit verschwindet mit der Zeit und der Duft wird schwerer und ... samtiger (?). Puschelig auf jeden Fall. *gg* Und genau das hat mir den Duft damals verleidet. Zudem ist der Duft leider ziemlich synthetisch, was mir an manchen Tagen Kopfschmerzen macht. Und geau aus diesem Grunde musste er denn weiterziehen.

Die Silage ist eher zurückhaltend, dennoch sollte man ähnlich zurückhaltend mit der Dosierung sein. Tender Sea Rose ist bei mehr als 3 Sprühern nämlich gar nicht mehr so tender, sondern ziemlich pieksig und unangenehm.


23.12.2017 12:21 Uhr
4 Auszeichnungen
Diesen neuen s.Oliver kaufte ich mir vergangenen Sommer. Er erinnert mich stark an Light Blue, nur irgendwie angehmer. Ich mag Light Blue an sich gerne nur ist da irgendeine Note drin, mit der ich nicht kann. Nun ist Light Blue ein häuftig dedupter Duft, so dass man leicht Ersatz finden kann.

So Pure duftet citrisch, pudrig-holzig, sauber. Nicht typ. aquatisch, aber dennoch hat es einen Wassernote. Efeu rieche ich nicht. So Pure ist sehr zurückhaltend, ein Duft, der niemandem gross auffällt - auf alle Fälle nicht negativ. Positiv schon eher, ich bekam oft zu hören, wie schön frisch ich duften würde. Jedenfalls wird So Pure niemanden nerven, egal, wie dicht man sich auf die Pelle rücken muss. Ich fühle mich wohl und frisch damit, bekomme weder Kopfschmerzen, noch nervt er mich irgendwann.

Hier wurde das Rad natürlich nicht neu erfunden, braucht es aber auch nicht. Für mich ist So Pure ein angenehmer Alltagsduft mit einer Haltbarkeit von knapp 4 Stunden. Und endlich mal kein Zuckerwasser - ich mag ihn gern.


22.12.2017 15:50 Uhr
4 Auszeichnungen
Ich mag die Düfte von Burberry allgemein sehr gern. Im Forum gibt es irgendwo einen Thread, worin es darum geht, wenn man nur eine Marke aus Mainstream und eine aus dem Nischenbereich wählen könnte. Hier würde ich Burberry angeben. Natürlich komme ich nicht mit allen Burberry gleichermassen gut klar. Weekend z.B. ist mir zu intensiv blumig. Auch wenn ich blumiges sehr mag, hier ist es mir irgendwie ein wenig zu viel des Guten. Der Duft an sich ist wirklich schön, nur halt mit ordentlich Wumms. Muss man mögen. ;-) Auch London finde ich toll. Nur leider ist auch der mir etwas zu heftig. Und auch My Burberry geht nur manchmal in homöopathischer Dosis. An manchen Tagen empfinde ich ihn leider auch als etwas stechend und kopfschmerzauslösend.

Body hingegen mag ich sehr gerne, da er nicht stechend ist und auch nicht erschlägt. Freilich sollte man auch hier mit der Dosierung aufpassen und sich zurückhalten. Ein Sprüher aufs Dekollete, einer links auf den Arm und einer rechts - meine bevorzugte Standarddosis - reicht vollauf. Die Burberrys empfinde ich alle als eher kräftig und standfest. The Beat finde ich ebenfalls schön, das EdT habe ich schon seit längerem in meiner Sammlung und habe den Kauf nicht eine Sekunde bereut.

Und natürlich Brit. Brit Sheer habe ich seit dem Sommer, ein Lavendel-Moschus-Duft, den ich jedoch lieber im Sommer rieche. Und nun das klassische Brit, das EdT.

Brit duftet für meine Nase wundervoll. Vllt. ein wenig synthetisch wie vieles von Burberry, aber hochwertig. Keine Plastiksynthetik wie bei vielen billigen Düften. Die Burberry haben ihren Preis, aber den finde ich auch gerechtfertigt. Ob sie einem gefallen ist dann letztendlich Geschmackssache, aber sie sind zweifellos gut gemacht. Der Duftablauf ist harmonisch, die Düfte fallen nicht auseinander und sie halten gut.

Nun aber zu Brit. Los gehts mit spritziger Limette. Birne rieche ich im Gegensatz zu den meisten hier kaum, dafür ganz viel Mandeln, die im Duftverlauf ein wenig zuckriger werden. Oder der Duft wird zuckriger, egal. Amber rieche ich von Anfang an quer durch den ganzen Duftverlauf. Seltsamerweise stört er mich jedoch kaum. denn eigentlich kann ich überhaupt nicht mit Amber. Bei mir riecht er meist prollig-maskulin, aber hier ist das ganze sehr weich, muskig-skinnig. Wirklich angenehm, gerade jetzt wo es trüb und kalt ist. Mit der Zeit wird der Duft ganz leicht blumig, die Pfingstrose sorgt dafür, dass der Duft nicht zu schwer wird, ein Hauch Vanille rundet das ganze ab, ohne klebrig-süss zu werden.

Eigentlich war Brit ja ein Blindkauf, da unser Müller mal wieder keinen Tester dazu hatte. Aber Anhand der Kommis habe ich einen Blindkauf gewagt, da er sehr günstig im Angebot war und ich den Duft schon lange im Auge hatte. Und ich bei den Burberry eigentlich sowieso kein grosses Risiko eingehe. Der Duft ist wirklich edel und hübsch, ein Immergeher für alle erdenkliche Situationen. Die Haltbarkeit auf der Haut beträgt rund 5 Std. bei mir, auf der Kleidung noch tagelang. Auch braucht man nicht viel davon - die eingangs von mir erwähnte pers. Standarddosierung reichen vollkommen. Bei Überdosierung könnte die Ambernote penetrant wirken, zumindest auf mich.


20.12.2017 08:53 Uhr
6 Auszeichnungen
Ich liebe blumig-frische Düfte und besonders gerne mag ich Rosendüfte. Jedoch nicht alle, denn so manche riechen nach Lampenöl. So machte ich auch lange einen grossen Bogen um diverse Rosendüfte. Inzwischen habe ich herausgefunden, dass oft die altehrwürdigen englischen Rosendüfte diese Lampenölnote habe, die neueren, moderneren Rosendüfte hingegen nicht. Place Vendôme EdT ist so ein angenehmer Rosenduft. Er ist zart süss, wunderbar rosig, einhüllend und fein. Neben den Rosen kann ich saubersten weissen Moschus erkennen, diese beiden Duftnoten prägen den Duft für mich.

Bei mir startet Place Vendôme mit einer wunderschön frischen Pfingstrose und einem Hauch Osmanthus. Rosig auch die Herznote, Jasmin erkenne ich nicht, ein Hauch Iris macht den Duft leicht pudrig. Insofern ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Duft in erster Linie nach Rosen und später noch nach sauberen weissen Moschus duftet. Auf mich wirkt er sehr edel - ein Allrounder für alle möglich Anlässe und Alltag.

Ich empfinde Place Vendôme EdT als relativ hautnah und sehr pflegeduftmässig. Kein Duft, den man vordergründig als Parfum wahrnimmt. Dennoch sollte man auch hier mit Bedacht dosieren. Er ist zwar kein Silagemonster, kann aber dennoch überdosiert werden. Zwei bis drei Sprüher reichen auch hier vollkommen für rund 5 Stunden.

Schön ist auch der Flakon, er wirkt wertig und ist relativ schwer. Für mich ist Place Vendôme EdT einer der wenigen Düfte, die ich nachkaufen würden, sollte mein Flakon mal leer sein. Vorausgesetzt, man bekommt ihn dann noch.


19.12.2017 13:01 Uhr
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Es gibt ja so Düfte, die einen erst mal abschrecken. Irritieren. Oder einfach am falschen Tag getestet wurden. Oft verändern sich ja auch der Geschmack oder das Empfinden. Früher mochte ich gerne Stardüfte. Oder süße Düfte. Gourmands. Mag ich heute alles nicht mehr, Ausnahme Gourmands - aber die eigentlich auch nur im Winter bei Kälte und Dunkelheit und nach kurzer Zeit habe sie dann auch schnell wieder über .

Jour de Hermes testete ich im Herbst mal und mochte ihn nicht sonderlich. Auch wenn ich ihn als gut gemacht empfand, irritierte er meine Nase, empfand ihn als sauer, kratzig und herb. Aber man sieht sich ja bekanntlich immer zweimal im Leben und so kam es, dass in einer Duftpost der lieben Pudelbonzo neben anderen schönen Düften auch eine Abfüllung Jour de Hermes Absolue war. Also, warum dem Duft nicht noch mal eine Chance geben?

Und diesmal wirkte der Duft ganz anderes auf mich. Ich kann ihn schlecht beschreiben, auch kann ich keine einzelnen Duftnoten herausriechen. Es ist ein typ. Ellena. Blind hätte ich ihn sofort ihm zugeordnet. Wer die Düfte von Ellena kennt (also die meisten hier), wird sofort wissen, was ich damit meine. Grün, unsüß, kühl, distanziert. Ein paar Blumen, Stängel und Holz, ein wenig Frucht- irgendwas zitrisches. Vllt. die Grapefruit. Das ganze fein ausbalanciert, frei von jeglicher Synthetik. Aber nur als ganzes zu fassen und relativ linear über viele Stunden. Wem schon die Kopfnote - insofern man hier überhaupt von einer Kopfnote sprechen kann - nicht gefällt, hat hier wirklich mal Pech gehabt.

Die Hermes-Düfte sind für mich eindeutig Düfte, bei denen sich mehrer Tests unbedingt lohnen. Entweder so wie in meinem Fall, dass mir der Duft nach dem zweiten Test so richtig gut gefällt oder um einen Fehlkauf zu vermeiden.


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