BlauemausBlauemaus’ Parfumkommentare

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11.09.2019 13:41 Uhr
8 Auszeichnungen
Kann man auch auf Düfte übertragen...

My Fifth Avenue war ein Blindkauf für mich. Eigentlich mag ich die Arden gerne und hier lasen sich die Kommis sowie Bewertungen im Netz fast durchwegs gut. Teuer war er auch nicht, er war grad für 19€/30ml im Angebot. Und in der Stadt vergass ich immer, ihn mal zu testen. Also los, rein in den Warenkorb damit.

Nun, My Fifth Avenue kann nicht von sich behaupten, "ich kam, sah und siegte". Beim ersten Test noch ganz nett (ihr wisst schon, von wem das die Schwester ist *g*), beim zweiten Test ging mir die Fruchtsüße dermaßen auf die Nerven, dass wir es nicht lange zusammen aushielten. Ich wollte ihn schon abgeben, wurde ihm aber im Tauschspiel nicht los. Also bekam er noch eine Chance. Inzwischen war es auch nicht mehr so warm - und da gefiel er mir auf einmal doch recht gut. Die Süsse war nicht ganz so extrem und nervig und auch ein paar Blumen schauten vorbei. Allen voran Lotus. So richtig viel Jasmin rieche ich nicht, an mir ist My Fifth Avenue einfach ein fruchtig-süßer, leicht blumiger Duft mit einer holzigen, sauberen Basis. Wie gesagt, an manchen Tagen nervt er halt. Ich muss ihn mir immer erst mal auf den Arm sprühen und etwas abwarten, bevor ich ihn "richtig" aufsprühe. So was geht natürlich nur zuhause, für den Urlaub oder so ist er daher nicht ganz das richtige für mich, da ich immer nur einen Duft mitnehme. Daher auch das Zitat im Titel, My Fifth Avenue hat was von einem Überraschungsei für mich. Der Flakon jedoch ist wunderschön, gefällt mir gut mit dem Gold und seiner Schlichtheit.

Wer in kennenlernen möchte, kann ihn ruhig mal irgendwo testen. Wenn nicht, hat man auch nicht das Leben verpasst. ;) Bisher finde ich die Düfte von E. Arden immer unverkennbar und blind zuzuordnen. Man riecht sofort dass es ein Arden ist. My Fifth Avenue hingegen ist einer unter vielen, wie schon gefühlt hunderte Mal gerochen. Wer mit Asthma Probleme hat, sollte beim Testen vorsichtig sein, er scheint meine Bronchien ein wenig zu verengen.


11.09.2019 12:58 Uhr
8 Auszeichnungen
Daisy Eau so Fresh ist ein hübscher Duft. Im Sommer passt er perfekt, klar. Aber auch für die letzten Wintertage, wenn die ersten Schneeglöckchen zögerlich die Köpfchen aus der Erde strecken und man das Ende des Winters schon spüren kann. Oder im Frühsommer, wenn es noch nicht ganz so warm ist. Aber ich trage den eigentlich das ganze Jahr über gern. Auch jetzt, wenn die Tage bald kürzer und dunkler werden, bringt er etwas Sonne und Licht in den Tag. Und etwas Sommer ins Herz.

Im Grunde genommen riecht er wie der normale Daisy. Vllt. einen Hauch fruchtiger, aber wirklich nur einen Hauch. Pflaume rieche ich absolut keine, nur ein paar Himbeeren zu der daisytypisch-niedlichen Blumigkeit. Veilchen rieche ich gut raus und ein paar Apfelblüten. Grapefruit? Fehlanzeige, aber passt evtl. auch nicht so gut in dieses niedliche Düftchen. Niedlich ist hier gar nicht negativ gemeint, auch nicht, dass er nur zu jungen Mädchen passt. Nein, für mich ist niedlich hier postitiv gemeint. Er ist so fröhlich-unbeschwert wie ein Sommertag auf einer blühenden Blumenwiese mit blauem Himmel und Schäfchenwolken. Er riecht auch sehr sauber, ohne kalt und clean zu wirken. Und ein wenig cremig. Duftig nach frischen Rosen, hellen Teerosen.

Für mich sind die Daisys alles gute Laune Düfte, wobei dieser hier und das normale Daisy noch am "ernsthaftesten" wirken. Die Flanker finde ich bunter und verspielter, da denke ich weniger an ein Gänseblümchen, sondern eher an Donalds Freundin Daisy. *gg*

Nach und nach wird der Duft dann holziger und klingt leider bereits nach spätestens 3-4 Stunden sanft aus. Wer es gerne blumig-frisch mag und sich mit einer kürzeren Haltbarkeit arrangieren kann, kann ich sich ruhig mal anschauen. Bei mir ist Daisy Delight (oder auch das normale Daisy) durchaus ein Nachkaufkandidat, trotz der niedrigen Haltbarkeit und dem dafür recht hohen Preis. Dafür mag ich ihn einfach zu gerne.


11.09.2019 12:54 Uhr
6 Auszeichnungen
2012 - ich war noch nicht so lange bei Parfumo - entdeckte ich die Woodys. Das war mal ganz was neues, auf dem Holz-Trip war ich damals auch und ich war schlichtweg begeistert. So schöne, natürliche Düfte, hach... Ein paar Jahre später hatte sich die Begeisterung deutlich gelegt. Mein OF Crystal Creek Wood durfte umziehen, da ich von ihm Kopfschmerzen bekam und mir die Silage viel zu stark war. Das muss zu der Zeit gewesen sein, als ich gerne diese leichten, transparenten japanischen Düfte trug.

Meinen Dufteindruck hatte ich damals wie folgt festgehalten: "Ich rieche in erster Linie viele, viele Veilchen. Genau die sind es auch, die mir die starken Kopfschmerzen verursachen. Einen leider auf meiner Haut unschönen Jasmin (eigentlich kann ich sehr gut mit Jasmin, aber hier mal nicht). Aquatisch ist an mir leider nichts, in erster Linie rieche ich Veilchen, Veilchen und nochmals Veilchen. Und Jasmin. Viel Jasmin. Das ganze ist so wummsig und so blumig-grün, dass mir der Kopf wie verrückt brummt. Dazu kommen noch Hölzer, das einzige, was sich gegen das Power-Duo Veilchen-Jasmin durchsetzen kann. Wenn auch nur bedingt, ich hätte ihn mir holziger gewünscht. Und etwas aquatischer. Amber, Sandelholz, Moschus und Vanille trauen sich auch nicht hervor, obwohl Amber sonst für meine Nase selbst in Kleinstmengen erkennbar ist. Hier nicht. Der Flakon jedoch ist wunderschön und wirklich was besonderes."

Und heute? Keine Ahnung warum, aber ich finde She Wood Crystal Wood keinesfalls mehr erschlagend. Okay, Veilchen und Jasmin rieche ich immer noch, aber sehr schön miteinander verwoben. Leicht pudrig finde ich ihn, wohl durch die Veilchen in Verbindung mit dem Holz. Obwohl es eher dezent ist, sollte man es mit der Dosierung nicht übertreiben, man braucht wirklich nicht viel davon.

Ich bin froh, ihn wieder in meiner Sammlung zu haben, auch weil ich schöne Erinnerungen damit verbinde.


28.08.2019 14:45 Uhr
19 Auszeichnungen
Aber dennoch kein Mauerblümchen. So würde ich diesen neuen Zuwachs der YR Düfte bezeichnen. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich keine grossen Erwartungen an die neue Collection. Vermutlich dünn, langweilig und schnell wieder weg. So wie viele der neuen Düfte von YR. Oder pappsüsser Mainstream. Oder blümelig, so wie vieles von YR. Mochte ich mal sehr, inzwischen habe ich mich daran jedoch überrochen und mag anderes lieber.

Nun denn, der erste "Neue", der in meine Sammlung kam, war das neue Geißblatt-Fraicheur. Und davon war ich mehr als überrascht. Auch die Haltbarkeit war ordentlicher als die Düfte der Jardin-Reihe, der ganze Duft wirkte angenehm rund und hochwertig auf mich. Dann kam Sel d'Azur, schon aus Neugierde. Für ein EdP etwas leicht und flüchtig, aber dennoch ordentlich gemacht und wirklich schön. Der dritte ist nun Cuir de Nuit, davon bekam ich vorab zusammen mit meiner letzten Bestellung gratis eine Miniatur davon. Und um es vorweg zu sagen: Heute kam der OF an. Drei Tage habe ich den Mini getestet, zwar nur am Abend, weil es tagsüber recht warm und sonnig war, aber es reichte aus, um mich zu überzeugen.

Cuir de Nuit ist wirklich ganz wunderbar. Haupakteurin ist die Vanille, aber es ist keine süße Vanille, auch keine rauchige wie in Vanille Noir. Nein, diese hier riecht wie eine Schote. Einen Hauch roten Pfeffer rieche ich noch, er macht den Duft ein wenig fruchtig. Etwas Kakao verleiht eine herbe Schokoladigkeit, einen Hauch Kaffee rieche ich bis zum Dry Down. Cuir de Nuit hält von Spätabends bis zum nächsten Morgen, ich kann den Duft morgens noch am Handgelenk erschnuppern. Zwar nur zart, aber er ist def. noch da. Vllt. mag er auf den einen oder anderen etwas monoton wirken, aber ich finde ihn angenehm ruhig und gradlinig.

Tragen kann man ihn eigentlich den ganzen Tag, das Nachtleder ist nicht nur was für die Nacht. Und wenn man auch bei Wärme nichts frisches tragen mag, geht er sicher auch, da er komplett umsüß und unaufdringlich daherkommt. Ein klein wenig erinnert er mich von der Art her an Le Bain von Joop, allerdings umsüß und zart. Le Bain ist ja doch eher der Kategorie Dampfhammer oder Chemiewaffe zuzuordnen... ;)

Ich pers. freue mich über die neue Collection!


19.08.2019 19:45 Uhr
6 Auszeichnungen
Equinox Bloom riecht für mich wie ein schattiger, englischer, parkähnlicher Garten an einem kühlen, bedeckten Sommertag. An dem man draussen sitzt und den Five o'Clock Tea geniesst. Dazu Scones mit Clotted Cream und süßer Marmelade. 1985 waren meine Mutter und ich in London und besuchten an einem Tag Bekannte in einem Londoner Vorort. Wir tranken draussen auf der Terrasse Tee und es war ein kühler, bedeckter Sommernachmittag. Genau diese Bilder steigen vor meinem inneren Auge auf, wenn ich Equinox Bloom rieche, schon beim ersten Test war das so. Ich hatte diese Erinnerung eigentlich schon ganz vergessen, aber mit diesem Duft war sie wieder schlagartig und sehr greifbar da. Eine sehr schöne Erinnerung übrigens, wir hatten eine wirklich wunderschöne Woche bei meiner Patentante in Kensingston. Leider ist der Kontakt inzwischen abgebrochen, wie es eben manchmal so ist, aber die Erinnerung bleibt.

Für mich riecht Equinox Bloom sehr blumig v.a. nach Jasmin und ein klein wenig Orangenblüten. Der Jasmin duftet sehr angenehm für mich, nicht fäkal oder so. Jasmin kann ja bekanntlich wirklich übel stinken. Da in Equinox Bloom keine Zuckerwatte zu riechen ist, nervt mich der Duft trotz der starken Süße nicht. Insgesamt finde ich die Duftpyramide mit diesen speziellen Duftnoten nicht sehr aussagekräftig, aber der Duft riecht recht interessant. Wer es also gerne süß mag und auch intensiv blumig, kann ihn ruhig mal testen. Ich finde ihn wirklich mal etwas anderes unter diesen ganzen zuckersüßen Düften. Einen grossartigen Duftverlauf kann ich nicht ausmachen, ausser das er mit der Zeit blumiger wird und zum Schluss hin noch mal süßer, aber bei kühlen, trüben und typ. englischem Wetter ist das okay so. Die Haltbarkeit finde ich mit rund 5 Stunden vollkommen ausreichend.

Der Flakon gefällt mir sehr gut mit dieser rosa Schleife und der typ. Penhaligon's Form.


03.08.2019 17:08 Uhr
10 Auszeichnungen
Nur leider mit zuviel Amber in der Basis. Was ich ausgesprochen schade finde, denn sonst hätte es was werden können mit Bryant Park und mir. Aber schön der Reihe nach...

Bryant Park bekam ich im Zuge eines Sharings als Pröbchen. Vielen Dank nochmals dafür. Eigentlich machte mir ja die Himbeere Kopfzerbrechen, aber das war ganz unnötig. Hier ist die Himbeere nicht künstlich süß, sondern schön frisch duftend, so als wenn sie noch am Strauch hängt. Auch der Auftakt ist verheissungsvoll. Maiglöckchen bimmeln freundlich vor sich hin, dazu ein erfrischender Hauch Rhabarber, zu dem sich mit der Zeit die Rose hinzu gesellt. Patchouli rieche ich keines und vermisse es auch nicht. Patchouli gehört sowieso nicht zu meinen bevorzugten Duftbausteinen. Das ganz bleibt so freundlich, grün-blumig und frisch für.... hm, rund 3 Stunden. Dann kommt die Basis und aus der Traum. Klar steht da Amber in der Duftpyramide, aber es hätte ja auch wie bei den meisten die Himbeere sein können. Wäre ja möglich gewesen. Aber da ich Amber genau wie Moschus sehr selten mag, nein, eigentlich gar nicht, wundert es mich nicht, dass dem hier auch so ist. Der Duft wird schwülstig und bekommt diese Proll-Note wie so viele Amberdüfte. Hier ist es zwar nicht ganz so schlimm, aber dennoch schlimm genug, um ihn nicht tragen zu wollen. Wer aber Amber mag, kann ihn ruhig mal testen. Der Duft ist schön, aber ohne Amber wäre er noch schöner. ;)

Die Silage ist eher verhalten an mir, die Haltbarkeit liegt bei rund 5 Stunden.


03.08.2019 16:27 Uhr
9 Auszeichnungen
Die Bond-Düfte gehören ja eher zu den unbeliebteren Labels hier auf Parfumo. Was ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen kann, aber Geschmäcker sind halt verschieden. Und nichts ist so individuell wie Parfum. Lassen wir einfach darauf beruhen.

Von Zauber600 erhielt ich vor einigen Wochen im Zuge eines Pröbchentauschs u.a. High Line. Bei den Bond habe ich schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass sie mir beim ersten Test noch nicht ganz so gut gefallen, aber dafür danach so richtig gut. So auch hier. Ein wenig erinnert er mich übrigens an Be Delicious Fresh Blossom von DKNY, einer meiner persönlichen Lieblingsdüfte seit 10 Jahren, nur ein wenig sperriger und grüner. Überhaupt finde ich High Line sehr grün. Kühl und grün. Gras und Hyazinthe kann ich am besten rausriechen, dazu noch was pieksiges (soll wohl Ozon darstellen, ist aber nicht unangenehm wie zuviel Ozon in der Luft). Kurz mal kann ich etwas sauer-fruchtigen Rhabarber wahrnehmen, aber wirklich nur einen Hauch davon. Trotzdem glaube ich, dass diese Rhabarbernote den Duft erfrischender macht, als wenn er fehlen würde. Es ist eine frühlingsfrische Blumigkeit , keine schwere, stickige. Wie Tulpen nun riechen, oder ob überhaupt, kann ich nicht sagen. Aber Tulpen passen schön in das Bild, welches mir der Duft vermittelt. Moos vermittelt mir eine angenehme Kühle und Ruhe, während das Lebhafte des Duftes sich im Laufe der Zeit vermehrt zurückzieht und nur noch gedämpft im Hintergrund wahrnehmbar ist. Dazu gesellt sich eine leichte Holznote. Die Haltbarkeit liegt bei guten 6 Std., leider halten die Bond an mir keine 10 Std. durch wie bei anderen. Aber 6 Std. sind auch okay für mich.

Den Duft in die Bestandteile zu zerpflücken, ist hier ein wenig schwer. Und eigentlich möchte ich das auch gar nicht. High Line bringt wirklich das rüber, was der Name verspricht: Einen Park in der Grossstadt, kühl und ruhig, während die Stadt im Hintergrund immer noch wahrnehmbar ist. Anfangs quirlig, so als wenn man ihn gerade erst betreten hat und mit der Zeit ruhiger, kühler und schattiger. Nun ist High Line kein grosser Park und auch nicht gerade das, was man sich hier so landläufig unter einem Park vorstellt, aber dennoch ist es eine grüne Oase mitten in New York. Ich kenne ihn nur von Bildern und werde wohl auch nie selbst dorthinkommen, da ich in eine ausgesprochen reisescheue Familie eingeheiratet habe. Dabei wäre ich wirklich gerne mal nach New York gekommen. :) Aber was solls, es gibt schlimmeres....

Insgesamt gefällt mir auch High Line ausgesprochen gut und ich werde weiterhin nach den Sternen greifen. *g*


08.07.2019 08:18 Uhr
13 Auszeichnungen
Seit dieser Burberry lanciert wurde, spaltet er die Gemüter hier auf Parfumo. Die meisten finden ihn furchtbar, ein paar wenige mögen ihn sehr gerne. Ein "geht so" scheint es bei diesem Duft kaum zu geben. Nun - ich gehöre zu den wenigen Fans hier. Dabei mag ich eigentlich rote Beeren in Düften nicht sonderlich. Als ich ihn mir kaufte, mochte ich noch nicht mal süßes sonderlich gerne. Und dennoch schaffte er es in meine Sammlung.

Ja, er riecht zu Beginn ein wenig wie diese Schaumzuckererdbeeren. Aber Burberry Her riecht auch noch nach mehr als nur nach Haribo-Erdbeeren. Irgendeine grüne, herb-pudrige Note mischt sich unter die künstliche Erdbeer-Note. Es handelt sich weder um einen typ. Veilchenduft, noch um Jasmin. Evtl. Brombeere? Oder Heidelbeere? Dabei mochte ich ihn beim ersten Test gar nicht mal sonderlich. Aber dennoch roch er interessant genug, um ihn ein weiteres mal zu testen.

So nach rund 15 min. wird der Duft blumiger, die Erdbeeren rieche ich immer noch, wobei es mich nun eher an Eiscreme erinnert. Beeren-Sorbet genauergesagt, ohne Milch oder Sahne. Neben dem Eisbecher steht irgendwas Florales. Hier bekommt dieser Burberry diese kühle Blumennote, die die Düfte der Marke meist für mich haben. Allerdings ist er verhalten in der Silage, was gerade bei den etwas älteren Burberry meist nicht der Fall ist. Die knallen ordentlich rein. Dieser hier nicht, er ist in etwa so sanft wie Brit Floral. Auch der Moschus in der Basis ist da, aber nicht animalisch oder unangenehm. Amber rieche ich stärker, aber es ist ein kühler Amber, kein animalischer oder süßlicher. Die Moschusnote erinnert mich übrigens sehr stark an die For Her Reihe von Narcisso Rodriguez.

Ja, er riecht durch und durch künstlich, da gebe ich allen negativen Statements und Kommentaren diesbezgl. recht. Allerdings wirkt es gewollt künstlich auf mich, so wie in Muglers Aura (mit dem kann nun ich wieder überhaupt nicht). Als billigen Drogerieduft wirkt er absolut nicht auf mich, ich finde, dass er sehr wertig riecht. Diesen neuesten Duft von Buberry einfach nur in die Candy-Shop-Ecke zu stecken, würde dem Duft daher nicht wirklich gerecht. Wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, ihn kennenzulernen, auf sich wirken lässt und vllt. noch den einen oder anderen Test wagt, kann man hier ganz nette Seiten an ihm entdecken. Ich finde schon, dass er irgendwie besonders ist, allerdings muss man eine gewisse blumige und fruchtige Süße in Düften schon abkönnen. Und er tut an trüben Tagen meiner Seele gut und schon das ist mir den Kauf wert. :)


04.07.2019 15:07 Uhr
4 Auszeichnungen
Heute hatte ich bereits frühmorgens einen längeren Termin beim Zahnarzt zur professionellen Zahnreinigung. Ich habe zwar keine Angst vor Zahnarztbesuchen und die Zahnreinigung tut auch nicht weh, dennoch gibt es Orte, die ich definitiv lieber aufsuche. Nach einer Stunde Reinigung und anschliessender Prophylaxeuntersuchung hatte ich die Nase ziemlich voll und machte zur Entspannung und Ablenkung einen Abstecher in unsere Müllerfiliale vor Ort. Vllt. haben die ja was neues reinbekommen und Katzenfutter brauchte ich sowieso noch. Ja, es gab etwas neues im Regal: Golden Delicious von DKNY. Ich weiss, dass der nicht neu ist, sondern es ihn schon einige Jahre gibt. Seit 2011, damals waren wir gerade in Berlin bei meinem Bruder zu Besuch. Meine Schwägerin mochte auch den rosa und grünen Apfel sehr gerne und erzählte mir von diesem neuen Duft, den sie sich in der darauffolgenden Woche holten wollte. Unsere Müllerfiliale ist sehr klein, dafür sehr gemütlich, und immer mal wieder kommt ein neuer Duft rein, dafür ein anderer raus. Diesen goldenen Apfel mochte ich schon immer recht gerne und ich war der Meinung, dass ich mir heute morgen nach der ganzen Piesackerei etwas gönnen durfte. Ausserdem war er günstig im Angebot, 19,95/30ml.

Golden Delicious kann seine Verwandtschaft zum grünen Be Delicious und auch zum rosanen Fresh Blossom nicht verleugnen. Alle drei gehen, im Gegensatz zu den neueren Flankern, in eine ähnlich Richtung. Die neueren finde ich übrigens scheusslich, die drei alten mag ich gerne riechen. Golden Delicious riecht allerdings nicht wirklich nach Apfel für mich. Wobei Golden Delicious Äpfel sowieso kein starkes Apfelaroma haben, von daher ist das okay und ich vermisse den Apfelduft auch nicht grossartig. Statt dessen ist der Duft schön blumig-frisch zu Beginn. Ich rieche vor allem Orangenblüte, aber keine die nach Sonnenmilch riecht. Diese Orangenblüte duftet einfach nur nach Orangenblüten, so wie die Luft am Abend bei meinem Onkel in Florida duftete. Von dort kenne ich auch den Duft der Orangenblüte und liebe ihn seither sehr. Mirabelle rieche ich keine. Die Herznote wird von Lilie geprägt, sowie Maiglöckchen, gegen später wird es noch zart vanillig. Rosen kann ich keine erkennen. Der Duft ist nun nicht sonderlich holzig in der Basis, ausser Sandelholz rieche ich da nichts weiter, auch keinen Moschus.

Für mich ist Golden Delicious ein sehr vertrauter, heimeliger Duft. Auch wenn ich explizit keine Äpfel rausrieche und den Duft nicht als süß empfinde, muss ich dennoch an einen warmen, duftenden Apfelkuchen denken. Der Duft ist sehr vertraut und schenkt mir Geborgenheit, er wirkt ausgesprochen freundlich und heimelig auf mich. Ein recht dezenter, körpernaher Duft, wenn man es mit dem Sprühen nicht übertreibt. Mir reicht hier meine Standarddosierung von 3-4 Sprüher verteilt auf Oberkörper und Arme für 4-5 Stunden. Möglich, dass er im Herbst noch eine Stunde mehr schafft, wenn es richtig kühl ist.

Den Flakon finde ich hübsch. Den Deckel bekommt man durch drehen leicht ab, bei der 15ml Version ist das ja immer ein Problem, bis man ihn runterbekommt. Und bei den 50ml ist der Sprühmechanismus im Deckel untergebracht, finde ich nun auch nicht so praktisch. Die Wertung von 6,4 finde ich ein wenig schlecht für diesen Duft, ich pers. finde, da gibt es weitaus schlimmere. Ist aber immer Geschmacksache und mir pers. auch ziemlich egal. :)

Edit: Heute ist es endlich mal ein wenig kühler und da entwickelt sich die Basis auch schön holzig. Bei Wärme ist nach der Herznote Schluss. Also ein Duft, der sowohl bei grosser Hitze gut geht, aber auch an kühleren Tagen.


03.07.2019 15:23 Uhr
3 Auszeichnungen
Daisy Delight ist so ein Typ. On-Off-Kandidat. Ich habe ich seit Frühjahr l.J., und immer wenn ich denke "kann weg", teste ich ihn nochmal und frage mich, warum eigentlich? Klar, er verkörpert nicht die Sternstunde der Parfumerie, er ist simpel und wirklich nichts neues. Aber er ist freundlich, offen, leicht zugänglich, unaufdringlich, stört nicht, passt immer - alles Attribute, die nun nicht negativ sind. Zumindest für mich nicht.

Von den angegebenen Duftnoten kann ich gut Quittenblüte und etwas Freesie, Gardenie und ein klein wenig frisch duftende Pfingstrose erkennen, die Basis entwickelt sich leicht cremig-holzig.

Die Ähnlichkeit zum Original kann ich phasenweise durchaus erkennen, aber insgesamt riecht der Duft "essbarer", Mariella bezeichnete ihn in ihrem Kommi als Naschdings. Für mich ist er nun nicht haribo-mässig, aber weniger frischer als Daisy oder Daisy Eau so Fresh, trotzdem geht er in die Richtung.

Leider ist auch hier die Haltbarkeit mit 4 Stunden nicht die beste, aber von Marc Jacobs hält alles eher schlecht an mir. Dennoch ein netter Duft für zwischendurch mal.





 


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