Can777Can777s Parfumkommentare

1 - 5 von 197
Can777 vor 8 Tagen 61
10
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
10
Flakon

Der Duft des Regenbogens
Träume!
Manchmal erfüllt sich ein Traum
Manchmal verlieren wir einen Traum.
Und manchmal wird uns ein Traum geschenkt der die Seele und das Herz heilt.

Es war einmal ein junger Mann der sich seinen Kindheitstraum erfüllen wollte. Er wollte sich einen Hund in sein Leben holen. Das Schicksal ergab sich,dass neun kleine Dobermann-Welpen geboren wurden. Die Wahl fiel ihm nicht schwer. Unter den neun Welpen war nur eine Hündin. Es war für beide Liebe auf den ersten Blick. So nahm er die kleine Hündin in seine Arme und trug sie in seine Welt und in sein Leben.Fast zeitgleich holte sich der junge Mann seinen ersten Flakon Jicky. Er liebte das Parfum sehr,was nach feinsten pudrig-würzigen Lavendel duftete. Die feinen staubigen Gewürze die sich mit harzig-warmen und balsamischen Tönen aus zartester Vanille,Ambra und Tonka vermischten. Und er liebte diese aristokratisch-erhabene Animalik aus Zibet die wie ein behagliches Schnurren dem Parfum Leben und Leidenschaft einhauchte. So wurde Jicky sein Signaturduft und er trug es jeden Tag und jede Nacht.

Da die kleine Hündin noch sehr klein war,nahm der junge Mann sie jede Nacht zu sich und legte sie auf seine nackte Brust zum Schlaf. So konnten beide den Atem des anderen hören und dessen Herzschlag spüren. So entstand eine sehr tiefe Bindung zueinander und tiefste Liebe. Durch das enge Miteinander ergab es sich,dass das Fell der Hündin ebenso nach Jicky duftete. Sie „teilten“ sich sozusagen das Parfum. Selbst wenn der junge Mann einen Tag mal nicht Jicky trug,so war es doch noch immer im Fell der Hündin zu erkennen. So war Jicky nicht nur sein Signaturduft geworden,sondern auch ihrer. Die Jahre vergingen und aus der einst kleinen Hündin wurde ein stolzes und majestätisches Tier. Aber nicht nur ein Tier,sondern ein Seelentier! Sie verstanden sich nonverbal und ohne viele Worte. Sie achteten und respektierten sich und zeigten jeden einzelnen Tag ihre Liebe zueinander. Und sie schliefen oftmals Arm in Arm ein miteinander und der Duft von Jicky begleitete sie bis in ihrer beider Träume. Sehr,sehr viele Jahre.

Es vergingen zwölfeinhalb wundervolle Jahre und der junge Mann wurde in der Zeit zum reifen Mann. Er wurde älter und die stolz-elegante Dobermann-Hündin ebenso. Nur leider viel zu schnell! Alles was unverändert blieb war Jicky,was die beiden verband wie die tiefe Liebe selbst zueinander. Einst sagte der Mann zu der Hündin sie solle ihm auf ihre Weise zeigen wann es an der Zeit ist zu gehen für sie. Und sie zeigte es im! So nahm der Mann sie auf seine Arme wie einst als Welpe schon und trug sie fort so wie er sie einst auch holte. Und so gingen sie gemeinsam an einen Ort von dem nur der Mann wiederkehren würde. An einen Ort wo die edle Hündin keine Schmerzen mehr haben würde. Und so ging der Mann seinen schwersten Weg im Leben und hielt sie bis zum letzten Augenblick in den Armen. In diesen Augenblick als die Hündin die Augen schloss und über die Regenbogenbrücke ging,ging nicht nur ein Teil seines Herzens mit. Auch Jicky ging und der Mann trug Jicky nie wieder. Zu groß war der Schmerz und die Erinnerung und seine Welt verdunkelte sich von diesen Moment an!

Viele,viele Jahre vergingen und der Mann weinte noch sehr,sehr oft wenn er alleine war. Zu groß war der Schmerz im seinem Herzen und der Verlust. Zehn Jahre mied er Jicky und alles was nach Lavendel duftete. Er liebte Jicky immer noch,aber schaffte es nicht es aufzulegen ohne einen Stich im Herzen zu spüren und traurig zu werden. Und so verblassten die Erinnerungen an Jicky wie der würzig-animalische Duft von Jicky selbst der ihn einst begleitete und seine Hündin.Das Leben ging weiter für den Mann und er hatte es geschafft den großen Schmerz und Verlust in seinem Herzen und seiner Seele halbwegs zu beherrschen. Aber er war immer noch tief in ihm verborgen. So geschah es,dass der Mann sich wie so oft am späten Abend in sein Bett legte und die Augen schloss. Und er begann zu träumen.......

Der Mann stand in der freien Natur auf einen staubig-steinigen Feldweg. Es war Sommer und die Sonne schien warm-weich auf ihn herab. In der Ferne sah er seine verstorbene Dobermann-Hündin. Er konnte ihre fein-elegante Silhouette sehen gegen das Sonnenlicht. Sie stand auf einen hohen,begrünten Hügel. Er wusste sofort das sie es ist. Auch sie hatte ihn erkannt so schien es und begann erst langsam,dann immer schneller werdend auf ihn zu zu laufen im schnellen Galopp. Der Feldweg war gesäumt mit üppigen Lavendelfeldern die sich im Wind wiegten und ihren würzig-zarten Duft verströmen. Er konnte ihn riechen! Die Hündin kam immer mehr auf ihn zu gerannt. Sie zog eine pudrige Spur aus Staub hinter sich her auf dem Weg zu ihm und in ihren eleganten Bewegungen war sie einem arabischen Hengst gleich. Kurz vor ihm kam sie sanft zum halten. Der Mann sagte keinen Wort und schaute sie nur lächelnd an in seinem Traum. Sie war wunderschön! Ihr pechschwarzes Fell glänzte in der Sonne wie schwarze Seide und er konnte jeden einzelnen filigranen Muskel darunter erkennen. Auch sie stand nur da und schaute den Mann an. Sie war in den allerbesten Jahren.
Majestätisch,stolz,wunderschön,edel und voller erhabener Anmut,Kraft und eleganter animalischer Perfektion. Es sah aus als würde sie lächeln und der Mann wusste,sie tut es auch und schaute ihr tief in die amberfarbenen Augen in denen er las,dass sie glücklich war. Und dann sah er das sie ihm was mitgebracht hatte als Geschenk. In ihrem Fang trug sie quer eine wunderschöne duftende,langstielige rote Baccara-Rose. Es war ihr Geschenk ewiglicher Liebe,Dankbarkeit,Treue und Zuneigung zu ihm!

Der Mann erwachte aus diesen Traum weinend mit Tränen in den Augen und er hörte sich noch selbst dabei wie er ihren Namen flüsterte. Aber er war nicht traurig dabei,sondern sehr,sehr glücklich. Er wusste sie kam nicht nur den langen Weg aus dem Regenbogenland in seinen Traum zu ihm um ihm zu zeigen das sie sehr glücklich war. Sie wollte auch das er es wieder ist! Und er wusste was zu tun war! So holte er sich seinen alten Signaturduft zurück in sein Leben. Er fürchtete sich diesmal nicht Jicky aufzulegen. Nicht mehr! Und so trug er in dort auf wo er ihn am liebsten trug seinerzeit,...auf seine Brust. Und es war wie in seinem Traum. Er roch den fein-würzigen Lavendel,spürte die weich-balsamische Wärme,den zarten Gruß der Rose und die elegant-animalische Perfektion auf seiner Brust. Aber er spürte auch noch etwas anderes auf seiner Brust.... Einen zarten,zweiten Herzschlag neben seinem eigenen!

Am Ende des Regenbogens sehen wir uns wieder....


54 Antworten

Can777 vor 23 Tagen 52
9
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
9
Flakon

Amour toxique
Sie hatte es endlich vollbracht! Schon sehr lange hatte sie es geplant. Immer wieder unschlüssig es zu tun. Er hätte sie niemals gehen lassen,dass war klar. Er hätte sie überall gefunden wo auch immer sie sich versteckt hätte. Was hatte sie ihn einst geliebt? Diesen stattlichen und fantastisch gut aussehenden Mann. Intelligent,kultiviert und so verführerisch. Der Traum jeder Frau. Aber nur nach außen hin! Er veränderte sich schnell nach der Hochzeit. Es fing an mit seinem Kontrollzwang. Gefolgt von Eifersucht und Misstrauen. Letztendlich kamen Demütigungen,seelische Grausamkeiten und schlussendlich körperlich Gewalt. Es war genug. Mehr als genug! Sie schaute aus dem Fenster und entzündete eine Zigarette. Dann blickte sie über ihre Schulter zum Esstisch. Dort saß er immer noch. Wo sollte er auch sonst sein? Schließlich war er tot! Der Tee vor ihm dampfte noch und der mit Zyankali versetze Kuchen war nicht mal bis zu Hälfte gegessen. Zyankali wirkt sehr schnell hatte sie gelesen. Stimmt!

Mit eleganten Schritten ging sie auf seinen leblosen Körper zu. Sein Kopf war weit nach hinten überstreckt und hing mit weit geöffnetem Mund und Augen über die Rückenlehne des Stuhls. Sie schloss ihm die Augen und schaute ihn an. Seine vollen,sinnlichen Lippen waren blauviolett geworden. Selbst im Tod sahen sie noch so verführerisch aus wie einst. Wie in Trance beugte sie sich zu ihm herab und wollte ihn noch einen letzten Kuss zum Abschied geben. Er hatte immer noch Macht über sie. Selbst jetzt noch,...Erschreckend! Aber der Geruch der seinem halb geöffneten Mund entströmte ließ sie schnell wieder zu sich kommen auf sehr angenehm-verstörende Weise. Sie konnte fast die imaginären,toxischen Dämpfe des Zyankalis sehen die seinem Mund entwichen. Orangen,gelb und leicht irisierend-schillernd. Welch schöner Duft von Blausäure. Ein bisschen wie Marzipan,Bittermandel oder die Blüten des Heliotrops in einer warmen Sommernacht. Leicht untermal von sanft chemischen und synthetischen Schwaden. Streichelnd,sanft-sauber und auch etwas stechend. Anziehend und doch so abweisend. Verführerisch,weich,cremig und doch so tödlich. Sie strich ihm noch einmal zärtlich-behutsam über sein Gesicht mit den Worten....Du duftest köstlich mon chéri! Und verließ verträumt das Zimmer!

Fazit
Wer sagt das Gifte schlecht duften? Eines der wohl prägnantesten und leicht zu erkennenden ist wohl Zyankali. Wenn man es überhaupt riechen kann! Nicht jeder Mensch kann es riechen. Es ist für viele Nasen nicht riechbar wie ein Molekül-Duft und für andere mehr als offensichtlich. Madeleine von Parfumerie Particuliére kommt diesem Gift schon sehr nahe vom Duft und Eindruck her. Madeleine duftet ganz offensichtlich nach Bittermandel. Zarte Töne von zerriebenen,fast cremig frischen Mandeln mischen sich mit dem marzipanig-süßen Duft des Heliotrops. Ein metallisch-kühler Moschus durchzieht im weiterem Verlauf Madeleine und gibt den Duft eine verführerisch und chemisch-synthetische Note. Dies ist keineswegs unangenehm. Madeleine duftet sehr anziehend aber auch andererseits sehr irritierend. Er ist emotional nicht leicht einzuordnen und spielt mit Kühle und Wärme. Madeleine ist sehr tückisch in der Sillage und auch Haltbarkeit. Teilweise meint man selbst den Duft nicht mehr zu riechen oder wahrzunehmen,wird aber in der nächsten Sekunde wieder eingeholt von einer schleichenden Wolken aus gourmadigen,süß-metallischen Duftnoten. Der Duft folgt zeitverzögert wie ein Schatten. Die Haltbarkeit von Madeleine ist enorm für einen augenscheinlich leichten Halb-Gourmand. Das Parfum hält locker acht Stunden auf der Haut. Auf Kleidung sogar mehrere Tage. Wie ich es finde? Dubios,verlockend und unglaublich entzückend!

Madeleine,....zum sterben schön!

44 Antworten

Can777 vor 43 Tagen 51
9.5
Duft
9
Haltbarkeit
9
Sillage
9
Flakon

Necropolis
Die Begräbnisstätte des ersten Kaisers von China Qin Shi Huang ist wohl eines der bemerkenswertesten,kulturellen Funde der Geschichte. Ihm zu Ehren wurde die Nekropole oder auch die Totenstadt in der Ur-und Frühgeschichte erbaut. Die Arbeiten am Mausoleum begannen ungefähr 246 v. Chr und nahmen gigantische Ausmaße an. Es sollte dem Kaiser an nichts mangeln nach seinem Ableben. Schon mal gar nicht an Schutz! So wurden ihm zur Seite eine Armee gestellt. Schätzungsweise um die 8.000 Soldaten,130 Streitwagen mit 520 Pferden und 130 Kavalleriepferden an der Zahl. Allesamt aus Terrakotta geformt und seinerzeit auch noch lebensecht bemalt und teilweise auch ausgerüstet mit echten Säbeln,Pfeil und Bogen und Lanzen. Stellenweise auch je nach Rang eingekleidet in lederne Harnische und Rüstungen. Erschaffen aus Erde und Mineralien um den geliebten Kaiser im Totenreich zu beschützen und ihm weiterhin zu dienen. Wie es wohl ist durch die Reihen der Terrakotta-Armee zu schreiten und vor ihnen zu stehen,hat Auphorie mit Bing Ma Yong auf sehr eindrucksvolle Weise geschafft einzufangen in einem Parfum. Ein Parfum was so eindrucksvoll und mächtig ist wie einst die Armee des Kaisers selbst!

Bing Ma Yong
Das Parfum ist trocken. Um nicht zu sagen sogar „staubtrocken“! Bing Ma Yong eröffnet sofort das Gefecht mit einer sehr stechenden Zibet-Note und stark pudriger Iris die leicht unterlegt ist mit einer bitter-herben Mandarine. Stechen wie ein Speer-Stoß in der Nase ist der Einstieg und nicht gerade freundlich gesinnt. Der erste Eindruck legt sich aber relativ schnell und wird sanfter. Ein Schwall von gemahlenen und trockenen Gewürzen kommt hinzu. Nicht einzuordnen in seiner Vielfalt und Fülle. In diesem Stadium bleibt Bing Ma Yong geraume Zeit bestehen,bevor er sich wieder transformiert und eine neue Kampfposition einnimmt. Erdig und mineralische Noten kommen hervor. Es beginnt nach säuerlichen Ton oder Terrakotta zu duften der kurz vor dem brennen im Ofen steht. Noch weich und leicht cremig in seiner Konsistenz. Die erdigen-säuerlichen Aspekte bleiben noch eine Weile bestehen bevor der Duft im wahrsten Sinne zu Staub zerfällt. Ein leichter Leder-Akkord schleicht sich mit ein und eine trockene Iris-Note die man schon fast als kreidig-mineralisch beschreiben kann legt sich mit einer zart-blumigen Pfingstrosen-Note über alles. Dieses finale Ende lässt den Duft auf sehr geheimnisvolle Weise altern und gibt ihn ein sehr antikes Erscheinungsbild.

Fazit
Eines sei schon mal gesagt! Bing Ma Yong ist kein Duft für zarte Gemüter. Er ist stark,beeindruckend,mächtig und hat wahrhaft kriegerische Züge. Wenn ich es nicht besser wüsste,würde ich sagen er wäre von Francesca Bianchi gemacht worden. Er ist sehr pudrig durch die Irisbutter und auch sehr animalisch durch ein Höchstmaß an Zibet. Pudrig und säuerlich-würzige Noten zeichnen es aus. Erdiger und dunkelster Vetiver und mineralisch-staubige Noten durchziehen es und lassen wahrhaftig den Eindruck von Terrakotta entstehe. Der Duft von gealterten Leder und einer subtil-blumigen Pfingstrose geben ein sehr antikes Finish. Alle Noten scheinen miteinander anfänglich zu kämpfen,ordnen sich dann doch letztendlich wie in einer gestaffelten Hierarchie zu einen sehr harmonischen Ganzen nacheinander unter. Bing Ma Yong ist in seiner Darbietung sehr haltbar. Er ist sehr konzentriert und hat fast schon die Qualität eines reinen Parfums. Er steht locker zwölf Stunden Wache und zu Diensten. Ich persönlich stehe nicht auf Klassifizierung,aber sollte ich ihn einen Geschlecht zuordnen,wäre er definitiv als männlich einzuordnen. Bing Ma Yong ist eine olfaktorisch Zeitreise. Beeindruckend,kriegerisch,mächtig und stolz. Und eines sei nochmals ausdrücklich gesagt,...Diese Armee macht keine Gefangene!
50 Antworten

Can777 vor 57 Tagen 34
9.5
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
9
Flakon

La Roca-Der Klippenspringer
Dunkel der Horizont. Weit oben der Fels und steil der Weg dorthin. Mit Blick in den Himmel in dem sich die Dunkelheit paart und sich die Blitze peitschen. Du gehst den Weg hinauf wie schon so oft zum Fels. Die Luft ist elektrisiert und metallisch-kühl wie der Duft des Wacholders. Knisternd,prickelnd und scharf. Schritt für Schritt gehst Du den steilen Weg barfuß über wilde Blumen die bitter-herb die Klippen zieren und Felsen voller grün-brauner Flechten. Unbeirrt und wild entschlossen. Keine Angst,keine Furcht. Der Wind singt in deinen Ohren das Lied der Meere von Freiheit und Heldentum. Und Du stimmst summend mit ein,während Du Dich der Kante des Kliffs immer mehr näherst. Nun bist Du angekommen und schaust auf den geschwärzten Horizont über den sich dunkle,schwere Wolken jagen wie Furien. Und Du denkst...Es dauert nicht mehr lange. Der Regen kommt!

Und er kommt! In dicken Tropfen schlägt er auf die Felsen und auf die Neopren-Haut Deines Anzugs. Du schließt die Augen und nimmst den pudrig-synthetischen Duft war des Anzugs der Dich umschließen wie schwarzer Teer und der sich immer mehr mit metallisch-kalter Aquatik des kühlen Regens vereint. Leicht senkst Du den Blick nach unten. Das Meer ist aufgewühlt von Sturm und Gischt. Und in dem Moment wenn die erste süßliche Meerschaumflocke durch die Winde bis zu Dir oben getragen wurde,weißt Du es ist soweit. Du öffnest Deinen Mund und Du kannst sie schmecken. Die safrandumpfe-matt-mineralische Süße des Regens. Und so breitest Du Deine Arme aus zum Flug wie die Flügel eines Vogels und springst. Und während der schwarze Regen um Dich herum und Du auf das Meer zur rast,bleibt die Zeit stehen für Bruchteile von Sekunden. Du selbst wirst zum schwarzen Tropfen. Wirst eins mit der Umgebung im unendlich langen Flug und Du beginnst zu zählen! Drei...Freiheit...Zwei...Leben...Eins...Geborgenheit....eintauchen....LIEBE!

Pluie Noire-Der schwarze Regen
ist ein grün-blumig und synthetischer Aquat für mich. Aber es ist keine salzige Aquatik die hier zum tragen kommt,sondern eher der Duft des Regens mit seinem dumpf-metallisch-süßen Geruch und Geschmack. Wacholder gibt Schärfe und Kühle,wie kalte,elektrische Luft vor einem Gewitter. Elemiharze in gummierten,harzig,grün-braunen Nuancen paart sich mit krautig-floralen Rosengeranien. Eine fast schon mineralisch-pudrige Iris umspielt das Ganze gekonnt in Verbindung mit einer aquatisch-süßen Wasser-Note. Pluie Noire duftet irgendwie unwirklich. Ähnlich wie eine verwässerte Erinnerung. Es duftet nach wild-grüner Natur,Blumen,feucht-mineralischen Felsen die mit Flechten überzogen sind und einer pudrig-trockenen Latex-Neopren-Note. Ungewöhnlich,faszinierend und fremdartig-vertraut!

Ich gehe durch den Regen,damit mich niemand weinen sehen kann!
— Charlie Chaplin —



33 Antworten

Can777 vor 86 Tagen 57
10
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
10
Flakon

Was sie schon immer sagen wollte...
Wer hat eigentlich gesagt das ich alt bin? Ich weiß,ich bin nicht mehr die Jüngste. Aber wen interessiert das? Zu meiner Zeit war ich auch jung und ich kann es immer wieder neu sein. Auch für Dich! Meine Art passt nicht jeder Frau oder Mann,dies ist mir wohl bewusst. Ich bin etwas spröde,aber stört mich das? Bestimmt nicht! Wenn ich erscheine elektrisiert die Luft. Aldehyden funkeln um mich herum wie ein Feuerwerk aus Elektrizität. Ein Prickeln wie ein leicht überhebliches Gekicher. Ich bin nun einmal so! Meine Haut ist vielleicht nicht mehr die Schönste,aber sie ist mehr als ansehnlich und sehr gepflegt. Immer noch! Sie ist wachsig-zart und weiß wie der voll erblühte Jasmin. Ich weiß Du hasst Jasmin,...andere nicht unbedingt habe ich mir sagen lassen! Und wer hatte eigentlich gesagt,dass Maiglöckchen niedlich sind? Ich liebe sie und dufte auch danach,aber niedlich bin ich nicht. Und überhaupt,..wer will schon niedlich sein? Ich bestimmt nicht! Das bisschen Schminke was ich trage besteht nur aus Irispuder und ein wenig Lippenstift. Aber selbst dies hat Dich schon gestöhnt. Aber ich brauchte noch nie viel um besser auszusehen als manch andere Frau. Ich habe das Schöne an mir immer sehr gekonnt in Szene gesetzt. Und sieh mal einer an,...es hat sich bewährt! Was meine Leidenschaft betrifft,so hast Du mich schon immer maßlos unterschätzt. Ich bin nicht die sexuelle Heilung für Dich. Werde ich auch nie sein! Meine Leidenschaft brennt nicht wie ein Feuer lichterloh. Oh nein! Meine Leidenschaft brennt wie eine ewige Kerze in der Dunkelheit. Mein Licht ist cremig-zart wie Sandelholz und wärmend wie harzig-rauchiger Amber. Aber die Kerze ist nun auch erloschen für Dich. Alles was für Dich nun bleibt,ist feiner Rauch aus zarten Vetiver und die Erinnerung. Du hast mich nie richtig verstanden und wirst es auch wohl nie. Dazu fehlte es Dir immer schon an Reife. Soviel dazu!

Und bevor ich es vergesse....!
Ich bin nicht umsonst so alt geworden. Ich habe so einiges erlebt seit meiner Existenz. Ich habe viele kommen und gehen sehen. Aber ich bin geblieben und es wird mich wohl ewig geben. Interessant,...oder? Und glaube mir,ich wurde und werde immer noch geliebt, Vielleicht nicht unbedingt von Dir,aber von so vielen anderen Menschen. Und dies immer wieder aufs Neue. Du hast mich so oft gefragt was ich eigentlich bin? Ich kam es Dir jetzt ja sagen,....kompliziert! Gewöhn Dich daran,....so sind weibliche Wesen nun mal!

Chanel N°5

Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut.
— Coco Chanel —
48 Antworten

1 - 5 von 197