Can777Can777s Parfumkommentare

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23.01.2020 21:26 Uhr
17 Auszeichnungen
Sonia Rykiel. Nein,sie mag wohl nicht eine der hübschesten,damaligen Designerinnen gewesen sein die die Welt der Mode prägte. Sie hatte die stechendsten und kältesten grau-grünen Augen die ich jemals gesehen hatte. Damals schon in Smoky-Eyes Look geschminkt. Ihr korallrot gefärbtes Haar sah immer aus wie nach einem Kampf mit einer Katze. Die Primärfarbe ihrer Kleidung war überwiegend schwarz. Meistens trug sie Kleider und lange Röcke. Auf den dünnen Lippen,dem meistens nur ein halbes Lächeln entglitt,prangte leuchtend,roter Lippenstift. Und ihr blasser Teint wirkte damals schon geisterhaft und nicht gerade gesund. Ihren persönlichen Look würde man heute als Black-Avantgarde bezeichnen in der Mode. Nein,sie war nicht die Hübscheste,aber sie war eine der charismatischsten,geheimnisvollsten und bemerkenswertesten Mode-Ikonen der 80er Jahre. Sie brachte die Strickmode auf die Laufstege dieser Welt und wurde mit ihren schwarz-weiss Kreationen weltweit berühmt. 1979 brachte sie ihren erstes,eigenes Parfum auf den Markt mit dem Namen 7e Sense. Ein Parfum in dessen feinen Maschen man sich schnell verstricken kann! Manchmal kommen wir einen Designer näher als es uns vielleicht lieb ist, in dem wir sein Parfum tragen. Manchmal schauen wir dadurch so tief in seine Seele,dass man meint man würde darin ertrinken. Aber manche Parfums trägt man nicht einfach so,man wird getragen. Oder wie im Fall von Sonia Rykiel‘s 7e Sense,einfach fortgetragen und umschlossen von abgrundtiefster,schützenster Dunkelheit!

7e Sense
Das Parfum beginnt anfänglich noch recht harmlos mit Unmengen von duftigen Aldehyden,aber das ändert sich alsbald. Übereifer Jasmin und diverse andere florale Noten aus Nelken und Narzissen treten empor. Fruchtige Noten schleichen sich ein. Eine leichte Süße schwingt zart mit. In diesem Fall ist es der reife Duft von Pfirsichen. Alle bisherigen Noten bewegen sich noch eine Zeit lang in luftigen Höhen,bis sie im wahrsten Sinne des Wortes herabgerissen werden ins Erdreich. Dunkle Töne von Patchouli kommen wie düstere Schatten herbei. Es riecht nach feuchter,warmer Erde und nach sanft,rauchigem Torf. Der Duft von dunkelsten,grün-braunen Moosen mischt sich mit bei und krautig-würzigen Korianderblättern. Alles wir untermalt von einem tiefen olfaktorischen,animalischen Grollen aus ledrigen Castoreum und säuerlichen Zibet. Vergleichbar mit einem Raubtier was drohend die Lefzen hebt und die Reißzähne zeigt und dem ein tief-warmes,drohendes oder wollüstiges Brummen entsteigt. Hier liegt wortwörtlich Gefahr in der Luft!

Fazit
Mit was vergleicht man 7e Sense am besten? Am besten vergleichbar ist 7e Sense mit einer Sonnenfinsternis. Das eigene Leuchten wird durch das Parfum verdunkelt wie durch einen Nebel aus geheimnisvoller,duftender Anti-Materie. Man wird förmlich verschluckt davon. Aber nicht ganz! Es bleibt eine zarte,leuchtende Umrandung der Persönlichkeit erhalten. Dies mag sich vielleicht schlimm anhören,ist es aber keineswegs. Durch diesen mächtigen Schatten der sich auf einen legt,fühlt man sich im Inneren sehr geborgen und beschützt. Ruhe,Stille und unglaubliche Kraft pulsieren im Zentrum der Finsternis. Man fühlt sich fast ein wenig unverwundbar! Was immer Sonia Rykiel mit ihrem Signaturduft sagen wollte,wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben. Mir kommt es so vor als hätte sie diesen Duft einzig und alleine gemacht um sich selbst zu schützen. Zu schützen vor dem was dort draußen lauert! Sie hat ein so feines,engmaschiges,schwarzes Netz aus melancholisch und düsteren Noten gestrickt,dass die zerbrechliche Seele dort hinter fast verschwindet. 7e Sense von Sonia Rykiel ist für mich persönlich gesprochen,wohl eines der schwermütigsten,geheimnisvollsten,tiefsinnigsten und unergründlichsten Parfums was mir seit sehr langer Zeit begegnet ist.

Und dass,...mag was heißen!

She's not crazy, she's different.
— Sonia Rykiel—


18.01.2020 21:27 Uhr
36 Auszeichnungen
Wer ist Edward Bess? Edward ist ein sehr erfolgreiches,männliches Modell und wurde durch sein unglaublich gutes Aussehen auf den Laufstegen dieser Welt in kürzester Zeit sehr berühmt. Sein äußeres Erscheinungsbild ist makellos. Er hat das Gesicht eines Engels und lange Haare um die ihn wohl so manche Frau beneiden würde. Aber Edward ist nicht nur äußerlich ästhetisch. Er ist es auch innerlich! Schon sehr früh hatte er schon seine großen Schwester in Mode und Make-up sehr gekonnt beraten. Dieses Talent wurde seinerseits noch ausgebaut und Edward brachte seinen erste eigene Lippenstift-Collection auf den Markt,die in kürzester Zeit in New York ausverkauft war. Es folgten noch diverse andere Kosmetikprodukte die alle unter dem Slogan liefern „Weniger ist mehr!“ Den krönenden Abschluss brachte Edward mit dem Parfumeur Carlos Benaïm auf den Markt. Seine eigen,erste Collection an Parfums. Mit Last Night beschreibt er den Werdegang einer Nacht von Beginn an bis zum nächsten Morgen zwischen zwei Menschen. Magnetismus der Geschlechter. Der Beginn einer Affäre!

Last Night
Last Night ist ein Rosenparfum. Ohne Zweifel! Die wohl üppigste aller Rosen eröffnen den Flirt. Die bulgarische Rose. Ihr Auftritt ist keineswegs leise und keusch gehalten. Eine vollmundige und fast schon fleischig-fruchtige Rosennote breitet sich auf der Haut aus wie süßer Nektar. Ein leichter Akkord aus Honig oder auch Rosenhonig mischt sich mit bei und gibt den Parfum eine sanfte Süße. Man hat unweigerlich das Gefühl als würden hunderte geflügelte Rosenblätter um einen fliegen wie rote Schmetterlinge. Erotik,Magie oder auch Anziehungskraft liegt in der Luft. Nach und nach beginnt der Duft sich zu verändern. Zarter Rauch durchzieht das Parfum,so als würde man eine Wachskerze ausblasen und der Kerzendocht würde noch eine Weile vor sich hin glühen. Fein,schwebend und schwerelos. Zart legt sich der Rauch um die sinnliche Rose wie eine sanfte Berührung. Zum Ende hin wird Last Night umschlossen von einem hauchfeinem Lederband aus subtiler Erotik der den üppigen,zart-rauchigen Rosenstrauß umschlingt wie lederne Fesseln.

Fazit
Weniger ist mehr!,..dass mag wohl sein,aber es ist wesentlich mehr in Last Night enthalten als nur die drei angegeben Duftnoten wenn man tiefer riecht. Feine Akkorde von cremigen Oppoponax,rauchiger Benzoe und verlockendem Tonka durchziehen fein und subtil das Parfum wie ein Geflüster aus schönen Versprechungen. Last Night ist ein sehr anziehendes und sinnliches Parfum. Nichts ist hier anzüglich,provozierend oder aufdringlich. Es versprüht sinnlichste und ästhetischste Erotik und Anziehungskraft. Es ist wie ein tiefer Blick in die Augen zweier sich fremder Menschen,die beide schon in diesen einen entscheidenden Moment wissen,dass sie die Nacht miteinander verbringen werden. Und es könnte nicht die letzte sein,sondern ein ganzes Leben!

Manche Nächte können große Ereignisse nach sich ziehen!
Für Bräute bestens geeignet....


03.01.2020 21:29 Uhr
48 Auszeichnungen
Jetzt sitzt Du hier mit Dir alleine im Halbdunkel des Zimmers. Nur Du und der Flakon vor Dir,der so rot und dunkel ist wie das Herz von Shiva selbst. Du fürchtest Dich ein wenig ihn zu öffnen. Was passiert mit Dir wenn Du den Inhalt kosten wirst? Was für Bilder wirst Du sehen? Was für Tore werden geöffnet? Auf was für eine Reise wirst Du gehen? Und so öffnest Du den Flakon,auf dem eine Göttin thront. Und weißt jetzt schon es wird Dein Verhängnis sein,aber es ist Dir egal. Wie so vieles mittlerweile schon. Es kann nur besser werden! So tupfst Du Dir etwas von der Essenz auf Deinen Puls,etwas auf Deine Halsschlagadern und etwas auf die Brust und lehnst Dich zurück. Du schließt die Augen und wartest,wartest was Stoned mit Dir machen wird. Welches ihrer Gesichter sie Dir zeigen wird. Welche ihrer vielen Arme Dich umarmen werden und Dich herab reißen in eine andere Welt,in ihre Welt,...in ihr Reich!

Stoned
Die feuchten Tropfen die Du aufgetragen hattest sind schon lange nicht mehr zu sehen auf Deiner Haut. Das süße Gift ist durch sie hindurchgeglitten wie ein narkotischer Biss. Es strömt durch Deine Adern und Venen wie kochendes,süß-sündiges Rosenöl. Jede Zelle,jede Faser Deines Körpers wir davon durchflutet. Sanft wiegst Du Deinen Kopf wie zu einer melodisch-hypnotischen Musik. Du hörst im Inneren wie zart Deine Wirbel dabei knacken,so als würde man feinstes und filigranstes Karamell zerreiben auf Deiner Seele. Die feinen Haare auf Deiner Haut stellen sich auf und fangen an zu tanzen. So als würde Dir die Liebe selbst ihren Atem in den Nacken hauchen. Dein eigener Wille ist schon längst im heiligen und harzigen Rauch aus Labdanum aufgestiegen. Das Herz ist erfüllt von moschusweichen Flüstern. Es pumpt mit jeden einzelnen Schlag abgrundtiefe Sinnlichkeit und Hingabe durch Deinen Körper aus zähen Flüssen voller sündhaft-würziger Vanille. Frieden legt sich über Deine Seele wie ein Geflecht aus süßlich braun-grünen Moosen und Flechten. Es fühlt sich an wie ein puderweiches Streicheln von einem Menschen den Du mal sehr geliebt hast,noch liebst oder lieben wirst!? Wunderschön,einzigartig und unvergesslich! Im Angesicht von Stoned friert Dein Lächeln ein,dass was Du schon lange verloren glaubtest. Und mit dem öffnen Deiner Augen erhebst Du Deine Handgelenke und führst sie wieder an Dein Gesicht und Nase um nochmal den glitzernden,duftenden roten Staub zu kosten. Immer und immer wieder,weil diese Reise niemals enden soll!

Fazit
Wäre Stoned Musik,dann wäre es feinster Electronic-Beat. Sanft,rhythmisch,hypnotisch,paralysierend und narkotisch. Wäre Stoned Architektur,dann wäre es das Taj Mahal. Ein Ort des Friedens und der nicht enden wollenden Zuneigung. Wäre es ein Gefühl,dann jenes warmes was man unter seinem Herzen spürt wenn die Liebe durch einen durch schreitet. Kribbelnde Wärme,Sehnsucht und Wellen der tiefste Harmonie. Lyn Harris hat mit Stoned nicht nur ein Parfum erschaffen,es ist viel mehr ein nicht greifbarer,schöner Zustand. Eine duftende Reise,die auf der Haut beginnt und tief in der Seele endet. Ein duftendes,kunstvolles und charismatisches „Betäubungsmittel“ und eines der wohl schönsten,olfaktorischen Parfums um sich den Kopf auf bezaubernde Weise weg zu schießen. Und wem dies alles nich fachlich genug erklärt sei,dem sei gesagt......

Stoned fängt dort an,wo Shalimar endet!



22.12.2019 09:21 Uhr
44 Auszeichnungen
Das Wort Barari ist ist abzuleiten aus dem arabischen Wortgebrauch. Es bedeutet soviel wie Wildnis „Albaria“ oder Prärie „Albariu“. Es gibt sehr wohl gewisse Bereiche in den arabischen Wüsten und Randgebieten die wild begründ sind und die auch zu gewissen Zeiten und Umständen üppig blühen können. Und wenn es passiert,ähneln sie kleine,märchenhaften Oasen. Hind al Oud hat sich diesem seltenen und wundervollen Ereignis angenommen und mit Barari diese einzigartige Atmosphäre versucht einzufangen. Der kurze Moment wenn die Wüste das blühende Leben preisgibt was unter dem Sand verborgen war. Es ist der kostbare Moment wenn die Wüste grünes,blühendes Leben gebärt!

Barari
Barari verströmt von Anbeginn an eine unglaublich grüne Frische. Noten von scharf-zitrischen Ingwer legen sich augenblicklich auf der Haut nieder. Filigrane Grüntöne breiten sich nach und nach aus wie ein feines Geflecht aus zart-saftigen Ranken und Blütenstielen die immer üppiger zu werden scheinen. Immer mehr sind zarte,weiße Knospen zu erahnen,die sich langsamer und zaghaft zu öffnen wagen. Die Luft wird erfüllt von dem feinen Duft der Freesien die mit ihren fein-grünen und blumigen Noten den Neubeginn beschwören. Aus dem einst zart-grünen Geflecht ist eine üppig-grüne und blühende Oase geworden über die sich die Hitze der Sonne legt und des Sandes. Ein cremig-weiches Oud flimmert durch die Vegetation und erscheint ab und zu wie eine Fata Morgana oder ein charmanter Dschinn. Zwar zu sehen,aber nie greifbar und wirklich da. Zu all dem gesellte sich letztendlich ein trocken und rauer,herb-salziger Eichemoos-Akkord,dessen Eigenschaften noch durch eine trocke-holzige Patchouli-Note unterstrichen wird. Die grünen Säfte des Lebens umspielt von zarter,sandiger Trockenheit!

Fazit
Einen Hind al Oud auszuführen erfordert besondere Momente. Sie sind mächtig,opulent und haben eine enorme Präsenz und eine einschüchternde Eleganz. In jeder Note und in jedem Duft-Molekül steckt die geballte Kraft des Orients. Es gibt viele orientalische Parfums,aber wenige die es bis an die Spitze der arabischen Königshäuser geschafft haben. Jeder Duft ist ein schillerndes Juwel. Und Barari ist ein ganz besonderes Juwel! Es ist die überaus gelungene Mischung aus Oud und Eichenmoos die ihn sehr besonders macht. Durchzogen von zart-grünen und floralen Noten und holziger Hitze und Trockenheit. Barari symbolisiert das kurze aufblühen der Wüste und des Sandes,die Momentaufnahmen wenn der Sand die Schönheit preisgibt die unter ihm verborgen ist. Barari symbolisiert das Leben und einen arabischen Frühling wenn das Leben nur kurz erwacht,bevor es sich der Sand wieder nimmt. Ein Parfum was man bevorzugt im Frühling und Sommer tragen kann,weil es die Person die es trägt mit wilder grün-herber und floraler Frische umgibt und gleichzeitig aber auch mit flirrender Hitze in Form von weich-cremigen und sinnlichen Oud. Zart,wild und gewiss nicht unauffällig. Ein schillernd-grünes Juwel im Sand!

Meine lieben Freunde und Leser!
Dies war mein letzter Kommentar für dieses Jahr. Und hiermit möchte ich mich bei Euch allen bedanken für so viele schöne Stunden die ich mit Euch hier bei Parfumo verbringen durfte und für das gemeinsame eintauchen in das Nirvana der Parfums und der Düfte. Selbst wenn ich viele von Euch nie zu Gesicht bekommen werde,so seit ihr doch ein Teil meines Lebens geworden und tief in meinem Herzen. Das sei gewiss! Ich bedanke mich für die wundervolle Zeit mit Euch und wünsche Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und ein gesundes, neues und wohl duftendes Jahr 2020.

Herzlichst und in Liebe.

Can


22.11.2019 22:03 Uhr
47 Auszeichnungen
Solange Azagury-Partridge ist eine unter Insidern sehr bekannte Schmuckdesignerin. Ihre kostbaren Kreationen sehen auf dem ersten Blick vielleicht erst aus wie kitschiger Modeschmuck,was sie aber keineswegs sind. Sie arbeitet mit den edelsten und feinsten Steinen und Edelmetallen. Cosmic war Teil einer Diamanten-Kollektion die unter dem Namen „Platonic“ erschien und 2007 lanciert wurde. Cosmic bildete dazu den krönenden und stellaren Abschluss. Das Parfum wurde von Lyn Harris entworfen aus dem Hause Miller-Harris. Sie nimmt uns mit Cosmic auf eine Reise zu den Sternen mit,die weit außerhalb des normalen Duft-Universums liegt. In einen Kosmos voller funkelnder Sterne und fast außerirdischer Schönheit!

Cosmic
Cosmic wurde schon sehr oft mit Vol de Nuit verglichen. Was meiner Meinung nach auch stimmt. Doch wo Vol de Nuit noch sanfte,zart und leise durch die Nacht gleitet,ist Cosmic sehr viel höher unterwegs. Cosmic fliegt mit Lichtgeschwindigkeit durch Zeit,Raum und das Universum. Cosmic ist wie eine stellare Nova aus geschmolzenem,cremig-warmen Galbanum. Galbanum ist sozusagen der Fixstern der alles überstrahlte und nie erlischt während des gesamten Verlaufs. Begleitet wird diese harzige Note von floralen Tönen die wie ein kosmischer Nebel das Parfum bestäuben. Ein pudriger Iris-Akkord schwebt hinzu und mischt sich mit zart-rosigen Tönen zu farbigen Gasen die schwerelos zu seien scheinen. Bunt,schillert und irisierend! Meteoriten begleiten Cosmic in Form von seidenweichen Opoponax und hinterlassen einen cremig-weichen Schweif aus harzig-vanilligen Schmelz und Glanz. Alles wird zusammengehalten durch einen Asteroidengürtel aus erdig-schokoladigen Patchouli und harzig-grünen Labdanumharzen. Ein Chypre-Stern wurde geboren!

Fazit
Cosmic ist eine mehr als gelungene Neu-Interpretation eines Chypre. Er hat die Tiefsinnigkeit eines Vol de Nuit und die unglaublich Weichheit eines Hasu no Hana. Seine Erscheinung ist cremig und fast schon milchig. Cosmic verschmilz förmlich mit der Trägerin oder dem Träger und wird zu einer seidig-weichen und schillernden Milchstraße auf der Haut. Die Sillage und die Haltbarkeit sind beide mit einem Wort zu beschreiben. Atomar! Der kunstvolle Flakon entspricht mit seiner fast schon gepixelt-metallischen Formensprache einer stellaren Handgranate. Sehr extravagant! Cosmic erinnert mich sehr an einen meiner Lieblingsfilme. Barbarella mit Jane Fonda. Barbarella die mit ihren blinden Gefährten den Engel Pygar die wildesten und erotischsten Abenteuer in den Galaxien erlebte. Ein Parfum welches für die modernen und neuzeitlichen Barbarellas,aber auch für männliche Engel bestens geeignet ist. In meinem Sinne auch unisex. Cosmic ist ein neu geborener und junger Stern im Universum der Chypre. Er steht den alten Chypre-Majestäten in keiner Weise nach. Cosmic ist ein funkendes,kleines Wunder im unendlichen Universum der Parfums. Oder wie würde Mr.Spock einfach sagen?:.....Faszinierend!

Danksagung
Mein Dank gilt einer ganz bestimmten,sehr charmanten Person hier,die mich bei meiner hoffnungslosen Suche nach Cosmic aus einen anderen Paralleluniversum beobachtete. Sie war es,die die Umlaufbahn von Cosmic umlenkte,so das ich ihn nach gefühlten Lichtjahren und sehr langer Suche endlich einfangen konnte. Dieser einen Person gehört mein tiefster Dank!

Liebe J.
Du bist einfach nur wundervoll!

https://www.youtube.com/watch?v=H_-OiB4PW4A


10.11.2019 17:27 Uhr
58 Auszeichnungen
So etwas oder ähnlich werden wohl so einige Damen gedacht haben wenn eine Frau den Raum betrat die Must de Cartier trug. Dies war entweder aus Neid und Missgunst gemeint oder im übertragenen Sinne als Kompliment gedacht. Ich kenne nur wenige Parfums die es schafften innerhalb kürzester Zeit in einem Raum;und sei er noch so groß einen massiven Kollateralschaden an anderen Parfums anzurichten wie Must de Cartier. Es sei denn eine der Damen trug noch Opium von Yves Saint Laurent oder Knowing von Estée Lauder auch als reines Parfum. Somit hatte man noch einen ebenbürtigen Gegner mit im Spiel was die enorme Präsenz und Aura betraf. Man kann wohl zu recht sagen das Must de Cartier ein Titan war,was Opulenz,Eleganz und Charisma anging. Was Must de Cartier so besonders machte? Schauen wir mal!

Must de Cartier
Man kann nicht wirklich sagen das Must de Cartier In seiner Aura schwer ist,im Sinne von erdrückend,erschlagend oder üppig. Wäre Must de Cartier ein Stoff würde ich ihn mit dem edelsten Kaschmir vergleichen der je gewebt wurde. Seine feinen Noten sind unglaublich warm,weich und geschmeidig gesponnen. Beim ersten Kontakt mit der Haut wirkt er noch spritzig und frisch-fruchtig durch eine zarte und saftige Mandarinen-Note. Was aber keineswegs so bleibt. Schnell kommen die anderen Noten dazu. Zimt der hier überhaupt nicht gelistet ist kommt in warm-würzigen Schüben hinzu und durchzieht mit sanft,harzig-rauchigen Galbanum das Parfum. Florale Noten schleichen sich mit ein,sind aber nicht wirklich zu identifizieren und einzuordnen. Sie sind mehr nur sanfte Akkorde und mehr zu erahnen. In diesen Stadium duftet Must de Cartier so als würde man Orangen weihnachtlich würzen und sie dann sanft samt Schale erhitzen. Aber dem nicht genug! Eine frisch ausgekratzte,würzige Vanilleschote gepaart mit einem unglaublich fluffig-wolkigen und butterweichen Moschus und Amber,lassen Must de Cartier bildlich schweben. Ein Tupfer Zibet und Tonka krönt das Parfum und lässt es förmlich pulsieren auf der Trägerin und um sie herum. Must de Cartier strahlt eine sehr erwachsene,sinnliche,warm-würzige,cremige und sanft angerauchte Eleganz und Grazie aus wie selten erlebt. Pure Perfektion gepaart mit sinnlicher Dekadenz!

Fazit
Must de Cartier hat eine einmalige Signatur die sehr eindrucksvoll und mächtig ist. Ich kenne nur wenige Parfums die so charmant und gleichzeitig dominant sagen: „Ich bin hier!!!“. Ein Parfum was wahrlich die Luft brennen lässt und schwerlich andere Parfums im Raum duldet. Hört sich vielleicht schlimm an,ist es aber nicht! Must de Cartier ist zwar sehr stark in seiner Sillage und Haltbarkeit,aber keineswegs erdrückend dabei. Must de Cartier ist vergleichbar mit einem meterlangen Kaschmirschal,der tonnenschwer aussieht,aber im Grunde genommen nicht viel wiegt. Oder einer schützenden,weichen Kaschmirdecke die ein warmes,fluffiges,sinnliches und delikates Hautgefühl auf der blanken Haut gibt. Must de Cartier ist vorzugsweise im Herbst und Winter zu tragen,weil er durch den hohen Anteil an Zimt und Mandarinen-Noten sehr weihnachtliche Assoziationen hervorruft. Kein Parfum was man bedenkenlos auflegen sollte im Bewusstsein man würde nicht damit auffallen. Man tut es definitiv! Und dafür reicht schon eine minimale Dosis völlig aus. Must de Cartier ist wohl eine der schönsten und elegantesten Wände gegen die ein Mann laufen kann meines Erachtens . Ob das allerdings für manch andere Dame auch so gilt die dagegen läuft,wage ich stark zu bezweifeln? Es sei den sie selbst trägt es vielleicht genau aus diesem Grund!

Böse ist wer Böses denkt!


03.11.2019 12:25 Uhr
44 Auszeichnungen
Das Nichts! Es fiel mir sofort ein als ich den Flakon von Black Cashmere in den Händen hielt. Welch simple und beeindruckende Ästhetik die Machart doch schon zeigt. Weich,rund,schmeichelhaft,organisch und tief-schwarz. Donna Karan hatte schon immer das Talent die Dinge auf das wesentliche zu reduzieren und Ruhe in das Chaos zu bringen. Viele ihrer frühen Parfums wirken wie entschleunigt und haben fast schon etwas meditatives. So auch geschehen mit Black Cashmere. Das wohl abgesehen von seinem hoch-ästhetischen Äußeren nur noch von seinem Inhalt oder besser gesagt Duft übertroffen wird.

Black Cashmere
Black Cashmere ist mehr ein Gefühl oder ein schöner Zustand in dem man sich befindet als ein Parfum für mich oder besser gesagt, es versetzt einen in eine Art dessen. Black Cashmere ist kein verspielter oder jugendlicher Duft. Er ist ernst,sehr erhaben und er strahlt eine fast schon beunruhigende,ruhige Gelassenheit und Haltung aus. Das Parfum enthält eine der schönsten Safran-Noten die ich bisher kennenlernen durfte. Es eröffnet auch mit dieser. Es duftet zu Beginn unglaublich bitter und dumpf mit leicht säuerlichen Akkorden von Olibanum. Trockener Pfeffer und staubig-pudrige Gewürze scheinen wie durch Wüstenwinde getragen sich mit dem vorangegangenen zu vermischen und geben Black Cashmere eine trocke-würzige Wärme. Lange bleibt Black Cashmere in diesem Stadium in dem er zu vergleichen ist mit einem Gongschlag der hallt wie ein sanftes Echo. Er ist wie ein Klang aus Ruhe und Konzentration. Das Parfum ist sehr komplex in seiner Machart und man könnte oberflächlich betrachtet meinen das Parfum ist monoton und verändere sich nicht. Dem ist nicht so! Zum Ende hin schwingt Black Cashmere sanft aus mit trocken Hölzern und zart rauchigen Amber und staubig-aschigen Nuancen aus einem unglaublich schönen und weichen Weihrauch. Sollte dies der somalischer Weihrauch sein,so hat dieser die Messlatte sehr hoch gelegen für andere seiner Art,weil er ausnahmslos ehrfürchtig und bedächtig ist!

Fazit
Black Cashmere ist The Void,...das Nichts und die Leere. Warum? Weil einem im Nichts nichts schlimmes passieren kann! Black Cashmere ist wie ein Talisman der Kraft gibt und Trost spendet. Er ist wie ein Schutzgeist und ein Seelenwächter der sich wie ein schwarzer Schatten um einen legt wie eine Umarmung. Nichts scheint er hinein zu lassen und nicht heraus. Seine Aura ist charismatisch,unglaublich beherrscht und erhaben aller Dinge die da kommen.Black Cashmere hat auch eine subtile Erotik,aber sie ist von einer ganz anderen Art. Die Erotik die Black Cashmere verkörpert ist die Erotik der Unnahbarkeit. Für mich die anziehendste und ästhetischste Form! Die Haltbarkeit ist sehr gut und geht über Stunden. Auf Kleidung sogar tagelang. Die Sillage ist dagegen sehr fein und unaufdringlich. Zu tragen ist er sehr gut im Herbst/Winter wenn man vermehrt Schutz,Ruhe und Einklang mit sich selbst sucht. Black Cashmere ist immer noch,wenn auch selten zu finden und der Preis ist auch meistens sehr hoch,was ich nach meinem jetzigen Wissen voll und ganz verstehen kann.

Weil „Das Nichts“ hier sehr viel mehr ist!


27.10.2019 21:39 Uhr
42 Auszeichnungen
Oder auch Assassinat de Caractère wie es der Franzose sagt. Wo wir es doch hier auch mit einem Franzosen zu tun haben. Da klingt doch dieses böse Wort fast schon wieder schön. Oder? Was hat man Santos nicht so alles nachgesagt. Schlimme Dinge! Ein Duft der im Milieu und von zwielichtigen Gestalten sehr gerne getragen wurde,so sagte man. Das kann schon sein,aber warum sollen solche Menschen oder besser gesagt Männer keinen guten und stilvollen Geschmack haben? Santos spielte schon damals in den 80ern in der Oberliga unter den Herrenparfums. Er verkörperte Luxus und Geld. An fast jeden Arm,Finger oder Hals blinkte oder funkelte damals das Haus Cartier. Sei es die Uhr,der Trinity-Ring oder der allseits beliebte goldene Panther. Was lag da nicht näher als sich nun auch noch mit einem Parfum zu vergolden. Santos war dafür auch hervorragend geeignet für den Herrn. Ebenso das unvergessliche Must de Cartier für die Damen. Beide verbindet nicht nur das Haus,der Ruf und das Geburtsjahr miteinander,sondern auch eine ganz besondere Duftnote. Die beide sagen wir mal sehr „speziell“ machte!

Santos
Santos ist ein unglaublich schöner und warm-würziger und holziger Duft. Er hat eine kühle Schale aus Stahl,aber ein Herz aus flüssigen Gold. Die Machart des damaligen Luxusflakons zeigt dies schon sehr anschaulich. Ein relativ kalter,metallischer Einstieg aus kühlen Lavendel und ebenso metallisch-kühl anmutenden Wacholderbeeren eröffnen seine Darbietung. Die Anlehnung an Stahl liegt da gar nicht so fern und ist wohl eher auch so gewollt. Nach gar nicht all zu langer Zeit bricht würzige Wärme nach und nach durch. Santos öffnet langsam sein goldenes Herz aus frisch geriebener Muskatnuss und einem trockenen warm-würzigen Zimt-Akkord. Ein Hauch Rosengeranie gibt eine leichte Krautigkeit hinzu aber keine wirkliche Blumigkeit. Was aber Santos immer schon ausmachte war das sinnlich-charmante und tiefe Timbre seiner Basis. Trockene Töne aus unsüßer Vanille mischen sich mit dem faserigen Holz der Kokosnuss und staubigen Noten von Amber zu einer wirklich verheerend schönen Basis die an den Schimmer von Gold erinnerte. Auch wurde Santos eine gewisse sehr anziehende Körperlichkeit nachgesagt. Was auch stimmt,zumindest in der ursprünglichen Version! Er enthält nämlich etwas was nie gelistet wurde als Duftnote. Nämlich Moschus! Es ist exakt der selbe Moschus der auch in völlig überbordeter und verschwenderischer Form in dem unvergesslichen,weiblichen Gegenstück Must de Cartier vorhanden war. Das ursprüngliche Santos enthält eine minimale Dosis davon. Aber genau diese minimale Dosis gab ihn diese schwüle,weich-warme und extrem anziehende Aura. Diese Note ist gänzlich aus der neuen Formulierung und Version verschwunden. Der neue Santos ist zwar noch zu erkennen,aber er ist sozusagen „entwaffnet“ worden. Sehr bedauerlich!

Fazit
Alles was man über Santos sagte stimmt größtenteils. Er war ein Macho,ein Mafioso und ein Aufreißer. Wenn auch ein charmanter und sehr galanter Vertreter dieser Spezies und ein wahres Prachtstück! Er hatte eine kultivierte Schamlosigkeit,Arroganz und Überheblichkeit die seines gleichen suchte. Santos war nie der Lauteste,aber in seiner feinen,goldene Sillage lag schon immer Luxus und fast schon unverschämte Selbstherrlichkeit. Was ihn aber nicht geschadet hatte. Eher das Gegenteil war der Fall. Es mag wohl sein,dass sein Ruf schon immer etwas zwielichtig war,aber dies machte ihn noch interessanter und anziehender für Männer und Frauen gleichermaßen und zu einer Legende. Oder wie sagt man doch so schön? Ist der Ruf erst ruiniert,lebt es sich doch ungeniert!

Und dass,....konnte Santos von Cartier schon immer in Perfektion!


22.09.2019 19:59 Uhr
64 Auszeichnungen
Es war schon sehr spät am Abend. Sie saß in ihrem Schlafzimmer vor der Frisierkommode,schaute in den Spiegel und bürstete dabei ihr immer noch langes,aber mittlerweile weißes und fein gewordenes Haar. Sie war schon sehr,sehr alt geworden. Nach ihrem neunzigsten Geburtstag hatte sie aufgehört zu zählen. Sie hatte ihren Ehemann,der ihre größte Liebe war überlebt und selbst ihr einziges Kind. Das Leben war schon lange nicht mehr schön für sie. Ihr Körper schmerzte und um ihre Seele wurde es immer dunkler. Sie wusste schon am Morgen das dieser Tag anders enden würde als sonst. Sie hatte heute noch eine Verabredung mit einem alten,vertrauten Freund hatte sie irgendwie im Gefühl. Sie wollte dafür gut aussehen. Also begann sie sich zu schminken. Nicht viel,nur ein wenig. Ein wenig Lippenstift,ein bisschen Wimperntusche und Puder. Genau so wie früher. Sehr viel früher! Und sie wollte gut duften für ihre Verabredung. So griff sie zu dem schlanken Flakon mit der kleinen,goldenen Schleife. Sie hatte ihn Jahrzehnten nicht mehr benutzt. Es war nicht mehr viel in ihm,aber für heute Abend würde es noch reichen. Sie schaute sich noch einmal im Spiegel an bevor sie die Augen schloss und sich mit dem Duft parfümierte. Sanft legte sich der duftende Nebel auf sie. Und mit immer noch geschlossenen Augen entstieg ihr ein leiser Seufzer der Zufriedenheit!

Als sie die Augen wieder öffnete sah sie sich wieder im Spiegel an. Sie schaute in ein anderes Spiegelbild. Sie war nicht mehr alt und gebrechlich. Sie war wieder jung und wunderschön. Ihre Haut war glatt,makellos und weich wie ein Pfirsich. Die langen,welligen Haare waren rotbraun,voll und glänzten in den würzigsten Farben des Orients. Die Haut auf ihren Dekolleté und den Schlüsselbeinen war so glatt und ebenmäßig,dass sie das Licht reflektierte durch das leicht ölige Parfum was sie sich soeben aufsprühte. Die Lippen waren voll und sinnlich und ihr Gesicht war perfekt und engelsgleich. In ihrem Inneren spürte sie die Leidenschaft und das hitzige Feuer der Jugend fließen. Es floss durch ihre Adern wie würzig-warmer und verflüssigter Zimt. Sie fühlte die Leidenschaft,die Kraft und Macht ihrer Selbst in sich. Sie war eine begehrenswerte junge Frau voller unbändiger und zügelloser Energie. Vor ihren geistigen Auge fügten sich die zerrissenen und rauchigen Fetzen ihres Lebens wie harzig-süße und vanillige Blütenblätter zusammen und entlockten ihr ein Schmunzeln. Sie blickte sich selbst noch einmal tief in die glänzenden,amberfarbenen Augen ihres eigenen und jugendlichen Selbst und lächelte sich tief zufrieden und sehr wissend an!

Dann stand sie auf und ging langsam und ohne noch einmal in den Spiegel zu schauen in Richtung ihres Bettes. Nur ein einziges Mal drehte sie sich noch um und schaute auf den jetzt leeren Parfumflakon und dachte sich im Stillen. „Die Jugend ist nicht leicht. Sie ist viel,viel mehr. Sie ist schwer,reichhaltig und zutiefst tiefsinnig. Und sie besteht aus unvergänglicher,zeitloser Schönheit!“. Dann setzte sie sich auf ihr Bett und strich nochmal das Kopfkissen und ihr Nachthemd glatt,legte sich hin und löschte das Licht auf ihren Nachttisch. Sie schloss ihre Augen. Sie war sehr müde aber glücklich,als tief in ihrem Inneren eine Stimme sanft in ihr Ohr flüsterte: Bist du bereit? Ihre Verabredung war da!...und sie flüsterte in die Dunkelheit zurück bevor sie sanft und friedlich lächelnd entschlief: Ich bin bereit,lass uns gehen mein lang erwarteter Freund,..ich bin jetzt schön für Dich!

Düfte sind wie Seelen der Blumen;man kann sie fühlen,selbst im Reich der Schatten.
-Joseph Joubert-

https://m.youtube.com/watch?v=o_1aF54DO60


06.09.2019 20:35 Uhr
56 Auszeichnungen
Ich wollte Dir einen Brief schreiben,aber es kam nicht dazu,weil ich die Tinte verschüttete als ich Deinen Namen schreiben wollte. Jetzt habe ich aus der Seite einen Papierflieger gefaltet und stehe einsam und allein am offenen Fenster meines Zimmers und schaue in die kühle Nacht. Gleich werde ich ihn fliegen lassen. Und vielleicht findet er seinen Weg zu Dir. Er ist beladen mit Gedanken und alten Erinnerungen. An Dich,an mich und unsere verlorene Zeit!

Vielleicht fliegt er in der Dunkelheit durch den Garten in den die Orangen blühen und ihren zitrisch-bitteren und beruhigenden Duft verströmen. Der,der bei Mondschein so wie verzaubert wirkt. Vielleicht fliegt er auch so hoch,dass er nicht in den harzigen Zweigen und Ästen der Gedanken hängen bleibt die Galbanum gleich ihre milchigen-klebrigen Säfte verlieren.

Vielleicht fliegt er auch immer höher und höher,so als wären luftig-leichte Aufwinde aus Aldehyden unter seinen Papierflügeln, die ihn so hoch tragen,dass die Lichter der Stadt unter ihm wie weiße und funkelnde Narzissen im Glanz der Sterne wirken. Getragen von würzig-warmen Winden. Und den vanillig-zarten und pudrigen Wolken dem Vollmond so nahe,wie zwei Herzen im Tackt des Gleichklanges.

Dort oben gleitet er dann leise am Nachthimmel in endloser Stille. In endloser Harmonie und Liebe. Dort oben wird man seine Silhouette sehen. Dort oben wird er dann warten. Er wird wartet, dass seine Zeit kommt und er sein Ziel anfliegen darf. Und das Ziel und der Landeplatz wirst Du sein. Nur Du allein! Von weit oben wird er Dich erkennen und finden. Und er wird seinen langsamen Sinkflug beginnen. Über dunkel-bemooste Wälder und pudergraue Täler. Es wird ein Abgleiten in zartester Dunkelheit sein. Ein stetiges Dahingleiten im Wechselspiel der Gefühle. Ein Landeanflug wie auf einem cremig-weichen und bemoosten Landebahn aus Moschus und Sandel in Dein Innerstes selbst. Oder zu uns selbst?

Ich wollte Dir einen Brief schreiben,aber es kam nicht dazu,weil ich die Tinte verschüttet als ich Deinen Namen schreiben wollte. Jetzt habe ich einen Papierflieger aus der Seite gefaltet und stehe am offenen Fenster in meinem Zimmer. Immer noch einsam und allein! Doch bevor ich ihn in die Nacht fliegen lasse,habe ich ihn noch „lackiert“ mit etwas,was auch aus Liebe gemacht wurde. Mit einem Parfum. Dieser Papierflieger und der Duft werden Dir vielleicht das sagen können was ich nicht immer konnte und wozu ich nicht im Stande war in Worten und Taten. So öffne das Fenster und Dein Herz für ihn und stell eine Kerze auf Deine Fensterbank,damit er Dich finden kann von dort oben in der dunklen Nacht. Wo immer Du jetzt auch seien magst? Es ist eine Reise von mir zu Dir. Es ist ein Flug voller emotionaler Turbulenzen. Ein Flug aus Aufwinden und Abwinden. Und ein ständiges gleiten durch Stille,Liebe,Traurigkeit und Sehnsucht!

Si près du ciel!....Dem Himmel so nah!
Vol de Nuit ist nicht nur ein Parfum. Es ist sehr viel mehr. Es ist die Aerodynamik der Träume. Es beinhaltet die stärksten Turbulenzen aus Emotionen und tiefsten Sehnsüchten. Und es wird wohl auch auf ewig bestehen und die Seele fliegen lassen,so wie die Liebe,die Leidenschaft und die Hoffnung!

https://m.youtube.com/watch?v=Ly0fz0T_lQE


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