ClarissaClarissas Parfumkommentare

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13.01.2019 17:38 Uhr
14 Auszeichnungen
Sie ist schön und viele Männer drehen sich nach ihr um, aber trotzdem ist sie einsam, denn die große Liebe hat sie immer noch nicht gefunden.
Oft träumt sie von einem attraktiven Unbekannten, der in ihr Leben tritt, wenn sie gar nicht damit rechnet........!
Sie ist ein wenig schüchtern, daher käme es ihr nie in den Sinn, den ersten Schritt bei einem Mann zu tun.

Eines Tages kam sie erschöpft von der Arbeit nach Hause, es war wieder einmal ein langer und anstrengender Tag gewesen und sie sehnte sich nach einem Schaumbad mit Rosenblüten, denn sie liebte Rosen über alles.
Als sie vor ihrer Wohnungstür stand, zog etwas Ihre Aufmerksamkeit auf sich........eine hellrosa Rose steckte an der Türklinke.
Eine dazugehörige Nachricht suchte sie vergebens, aber der betörende Duft erreichte schon ihre Nase und ihr wurde ein wenig schwindlig.
Wer war der geheime Rosenkavalier? Hatte er sich womöglich in der Haustür geirrt und sie war gar nicht gemeint?
Sie nahm die Rose mit in ihre Wohnung und stellte sie in eine Vase.

Innerhalb der nächsten Tage füllte sich die Vase, denn jeden Tag der darauffolgenden Woche fand sie eine neue Rose an ihrer Tür.
Ihre Gedanken kreisten nur noch um den geheimnisvollen Fremden und sie war hin und hergerissen zwischen romantischen Gefühlen und Furcht.
Am achten Tag gab es keine rosa Rose, nein, dieses Mal begrüßte sie eine voll erblühte purpurrote Pfingstrose, die absolut betörend duftete und ihr komplett die Sinne vernebelte.
Außerdem lag ein kleines, wunderschön verpacktes Päckchen auf der Fußmatte, ein kleiner Brief war daran befestigt.
Sie öffnete mit zittrigen Fingern den Umschlag und las den Brief:
„Bitte trage den Duft heute Abend, wenn ich zu Dir komme, Dein zärtlicher Teufel“.
Sie öffnete das Päckchen und fand einen schönen Flakon mit rosafarbenem Inhalt vor, ein ihr unbekannter Duft, den sie sich gleich erwartungsvoll ansprühte.
Frisch begrüßte sie der Duft, einen Momemt lang glaubte sie Rharbarber zu riechen, aber nein, es war Pinke Grapefruit mit einem Schuß Pfirsichsaft, köstlich und erfrischend.
Recht schnell wich diese Spritzigkeit einer feinen Cremigkeit und da waren sie, die herrlichen Rosen und die Pfingstrose, die sie seit Tagen in einen Strudel aus romantischen Gefühlen versetzten.
Eine feine Holzigkeit rundete den Duft ab, ein winziger Hauch von einem hellen Wildlederhandschuh haftete noch an dem Flakon, den zuvor der „zärtliche Teufel“ in den Händen gehalten hatte.

So etwas schönes hatte ihr noch niemand geschenkt und als es an der Tür klingelte, ahnte sie schon, dass dies der Beginn einer aufregenden Beziehung werden könnte..........!


08.11.2018 16:06 Uhr
24 Auszeichnungen
Jil Sander ist eine Marke, die ich früher sehr schätzte, einige Düfte zierten schon meine Sammlung und dann wurde es in den letzten Jahren ein wenig still um Jil und mich.
Kein Duft wollte so richtig mein Herz berühren, es fehlte oft das gewisse Etwas.

Aber nun bin ich wieder versöhnt mit Jil Sander, denn Simply Eau de Parfum Poudrée hat mich verzaubert und ist seit ein paar Wochen sehr oft mein Begleiter.
Mir fallen so viele Attribute dazu ein, wie Wattebausch, Kuscheldecke, Mandelgebäck, Sternenhimmel, Seelentröster.......... womit ich sagen will, dass dieser Duft so fluffig-weich ist, dass er alle negativen Gefühle vertreibt und zum Träumen verführt.
Mag ein wenig kitschig klingen, aber es muß einen Grund haben, dass ich besonders an nicht so guten Tagen nach diesem Duft greife .........!

Eau de Parfum Poudrée ist vor allem eins, nämlich pudrig, womit er bestimmt das Herz vieler treffen wird, die saubere Düfte lieben.
Reispuder ist vom Anfang bis Ende präsent und vereint sich mit Heliotrop und Tonkabohne, so dass unterschwellig auch ein vanillig-mandeliger Ton mitschwingt.
Die Freesie ist für mich nicht eindeutig zu riechen, dennoch ist bei aller Pudrigkeit auch eine florale Note vorhanden, aber diese spielt keine Hauptrolle und auch die in der Duftpyramide aufgeführte Mandarine hält sich dezent zurück.
Insgesamt finde ich den Duft sehr gut abgestimmt, alle Duftnoten sind fein miteinander verwoben und ergeben ein zartes Duftkleid.
Der einzige Minuspunkt ist die Haltbarkeit, die allenfalls mittelprächtig ist, aber bei dem moderaten Preis des Duftes sprühe ich auch gerne mal nach.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich mich wirklich freue, dass Jil Sander mal wieder einen Duft kreiert hat, der für mich über das Prädikat "nett, aber belanglos" hinauskommt und mir schon Komplimente eingebracht hat:-)


26.02.2018 13:41 Uhr
18 Auszeichnungen
Im Jahr 2004, als dieser Duft geboren wurde, feierte ich einen runden Geburtstag auf Gran Canaria.
Schon damals war ich sehr duftbegeistert und schlenderte durch die Parfümerien der Insel, probierte vieles aus und entdeckte auch Mania, der mir sofort sehr gut gefiel.
Gekauft habe ich ihn aber dennoch erst später Zuhause, warum, weiß ich nicht mehr, vermutlich war es ein Problem der Entscheidungsfindung bei dem großen Angebot auf der Insel.

Der Flakon wurde damals aufgebraucht und dann entschwand Mania für lange Zeit wieder aus meinem Blickfeld, immer wieder kamen neue Düfte hinzu.
Vorletztes Jahr schickte mir einen liebe Parfuma dann eine Abfüllung von Mania und der alte Zauber stellte sich sofort wieder bei mir ein.
Welch schöner Duft, wie konnte ich den so lange ignorieren und keinen Gedanken mehr an ihn verschwenden?
Der Auftakt mit Mandarine, Orange und einer Prise Pfeffer gefällt mir schon sehr gut, aber am meisten mag ich den pudrigen Mittelteil, der blumiger ist, aber immer noch eine fruchtige Note mit sich zieht.
Die einzelnen Blumen vermag ich nicht eindeutig herauszuriechen, das Maiglöckchen hätte ich gar nicht darin vermutet, aber insgesamt ist es ein schöner Blumenreigen, wie ein Blumenstrauß aus weißen und apricotfarbenen Blüten.
Die Basis ist dezent holzig und Lorbeer und Pfeffer geben eine feine Prise Würzigkeit hinzu, so dass der Duft zwar insgesamt freundlich und hell bleibt, aber sich keine unangenehme Süße ausbreitet.

Nun ja, es kam, wie es kommen mußte, ich kaufte mir wieder einen Flakon von Mania, denn ich war wieder so verzaubert von dem Duft und hatte gleichzeitig Angst, er könne bald eingestellt werden, dass sich leichte Panik bei mir breitmachte.
Sämtliche Neuerscheinungen von Armani sind in den letzten Jahren wegen erschlagender Süße bei mir durchgefallen, aber dieser pudrige, feminine Schmeichler vermittelt mir so ein Wohlgefühl, dass ich ihn nicht mehr missen möchte, nachdem wir uns endlich wiedergefunden haben.


24.07.2017 11:27 Uhr
17 Auszeichnungen
Wahrscheinlich kennt Ihr alle solche Tage, an denen man sich ziemlich unmotiviert ins Büro schleppt oder an den jeweiligen anderen Arbeitsplatz, viel lieber wäre man Zuhause geblieben, aber interessiert ja keinen.....!

Heute ist genau so ein Tag bei mir, Laune eher mittelmäßig, es regnet ohne Unterlass und schon bei der Kleidungswahl tat ich mich schwer.
Na gut, bleiben wir heute unauffällig und gehen mal mit hellblauer Hemdbluse und Jeans, schlicht, aber gepflegt.
Ein passendes Duftgewand fehlt auch noch, was passt heute denn zu meiner trüben Stimmung und dem zurückhaltenden Outfit?
Relativ schnell habe ich mich für Camicia entschieden, der geht immer, wenn man sich zwar gepflegt fühlen will, aber auch nicht sonderlich auffallen möchte.
Das klingt jetzt vielleicht etwas negativ, soll es aber auf keinen Fall sein, denn Camicia wird an solchen Tagen quasi zu meiner zweiten Haut, es hüllt mich sanft ein, wird aber niemals zu laut.

Die frische Kopfnote, bei der die Bergamotte mit Magnolie und Pfingstrose spritzig auftritt, weicht schon bald der wunderbar cremigen Note von Iris und Veilchen.
Der Duft ist zu keiner Zeit süß, er bewegt sich zwischen grün-pudrig und leicht-herb, ist aber dennoch nicht streng oder gar maskulin.
Patchouli untermalt den Duft nur zart und spielt keine Hauptrolle.

Camicia ist in der Tat sauber und rein wie ein weißes Hemd, aber ich muß betonen, dass ich ihn zu keiner Zeit langweilig finde.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass er sehr gut zu einem Vorstellungsgespräch passt, wenn man "kompetent" und gepflegt rüberkommen möchte oder eben zu den Bürotagen, an denen man die Kollegen nicht bis zur Kopfschmerzgrenze eindieseln will.
Er hat etwas beruhigendes und zu meiner Bluse paßt er heute hervorragend, einen süßen, dominanten Duft könnte ich heute wahrlich nicht vertragen!


05.06.2017 11:38 Uhr
16 Auszeichnungen
Wer glaubt, er finde in der Apotheke Heilung für seine Duftsucht, dem sei gesagt, dass dort womöglich alles nur noch schlimmer wird!
Man geht in die Apotheke, weil man ein paar Tabletten kaufen will, vielleicht sogar ein Beruhigungsmittel, weil die Parfumsucht einen unruhig und schlaflos macht und dann verlässt man dieselbige wieder ohne Medikament, aber dafür mit einem neuen Duft:-(

Klingt wie ein Märchen? Oh nein, das ist die schnöde Realität, mir vor kurzem widerfahren, als ich nichts Böses im Schilde führte.
Ich wollte nur kurz am neuen Caudalie-Duft schnuppern (weil ich ja schon mal da war), als die Apothekerin lächelnd wie eine Sphinx fragte, ob ich denn schon die neuen Düfte von Louis Widmer kenne???
Gehört hatte ich schon davon, denn es sind drei absolut allergenfreie Düfte, die sich natürlich in einer Apotheke besonders gut machen:-)

Nun ja, die freundliche Apothekerin ließ mich an allen drei Düften schnuppern und ganz schnell war klar, der Gelbe ist es, der mein Herz höher schlagen lässt (wobei auch die anderen beiden durchaus schön und tragbar sind!).
Schon beim ersten Sprüher hatte ich ein Déja-vu-Erlebnis, hoppla, da klingt doch einer meiner Lieblingsdüfte aus den 90ern durch (den ich auch heute noch sehr gerne mag), nämlich Cerruti 1881 pour Femme!
Die Kopfnote ist sehr frisch und mutet leicht zitrisch an, es sind jedoch keine Zitrusfrüchte enthalten laut der Duftpyramide.
Sehr bald nimmt man eine sehr schöne Teenote wahr, der sich gleich die Freesie anschließt und die auch bis zum Ausklingen des Duftes immer vorhanden ist.
Der Jasmin ist bei diesem Parfum nicht dominant, sondern fein verwoben mit den Freesien und dem Pfirsich, der auch keine starke Präsenz zeigt.
Moschus und holzige Noten runden den Duft fein ab, lassen aber auch dem wunderbaren Tee, der hellgrün in der Tasse duftet, seinen Vortritt.

Wenn ich diesen Duft trage, fühle ich mich sehr erfrischt, aber nicht auf eine säuerliche, aquatische oder gar sportliche Art, sondern gepflegt und zart umhüllt.
Der Duft ist sehr feminin und immer wieder kommt bei mir die Erinnerung an den Cerruti Duft hoch, wenngleich hier der Tee hinzukommt, der ganz klar eine Hauptrolle spielt, aber dem Duft nichts von seiner zarten Blumigkeit nimmt.

So war mein Apothekenbesuch ein voller Erfolg, zwar nicht in Hinsicht auf die Heilung meiner Duftabhängigkeit, aber er verhalf mir zu einem wunderschönen Sommerduft, der meine Sammlung bereichert.
Zu erwähnen sei auch noch die sehr gute Haltbarkeit des Duftes, ich nehme ihn auch nach Stunden noch wahr und ohne Zweifel ist es für mich der schönste Teeduft, den ich je besaß!


25.01.2017 15:48 Uhr
12 Auszeichnungen
Die Rosa Centifolia wird auch die hunderblättrige Rose genannt und wenn man sich die üppigen, dicken Köpfe dieser Rosenart anschaut, so dürften hundert Blätter keine Übertreibung sein.
Der Duft dieser Rosenart ist wunderbar süß und wunderschön und dies wurde in "Rose de Grasse" für mich perfekt umgesetzt.

Die Rose duftet hier authentisch und unverfälscht, nach einem frischen, leicht pudrigen Auftakt entfaltet sich sofort ihr üppiges Aroma, das ich in diesem Fall mit einer kräftig rosafarbenen Blüte assoziiere, es ist auf keinen Fall eine dunkle Rose.
Später kommt eine holzige Note hinzu, die die Rose von nun an begleitet bis sie ihren Duft ausgehaucht hat.

Im Grunde genommen ist "Rose de Grasse" einfach gestrickt, aber genau das macht ihren Reiz aus, wenn man den Duft von Rosen so liebt wie ich.
Natürlich gibt es eine Vielzahl von wunderbaren Düften, in denen die Rose fein verwoben wurde mit anderen Blumen, aber wenn die Rose die Hauptdarstellerin sein soll, ist man mit diesem Duft bestens bedient.
Ich fühle mich immer in einen romantischen, etwas altmodischen Rosengarten entführt, wenn ich diesen Duft trage.
Ich lasse mich auf einer weißen Parkbank nieder, um mich herum herrscht eine Ruhe, die nur durch das Summen von Bienen unterbrochen wird, die an den herrlichen Blütenköpfen naschen, ansonsten gibt es hier nichts, was diese Idylle stört.

"Rose de Grasse" ist romantisch, bezaubernd und sehr feminin und hat eine sehr ausdauernde Haltbarkeit.
Einfach ein sehr guter Tropfen, wenn man bereit ist für eine volle Ladung Rosen und vielleicht mal wieder Lust hat auf das schwingende, roséfarbene Kleid, für das man immer so viele Komplimente einheimst!


13.01.2017 10:25 Uhr
34 Auszeichnungen
Seit ein paar Wochen bin ich stolze Besitzerin des Parco Palladiano IV, da ich hier im Souk einen angebrochenen Flakon erstehen konnte.
Noch habe ich nicht alle Düfte dieser wunderbaren Reihe testen können, aber unter den dreien, die ich kenne, ist dieser der absolute Gewinner und gleichzeitig eine große Überraschung für mich!

Überraschung insofern, daß Vanilledüfte noch nie ganz oben in meiner Beliebtheitsskala rangierten, da sie mir schlichtweg zu süß erscheinen.
Mit Vanille verbindet man überwiegend Süßes - Desserts, Kuchen, Kekse und allerlei anderes Naschwerk.
Schnuppert man jedoch an einer Vanilleschote, so wird man zwar den typischen Duft wahrnehmen, aber er ist nicht süß.

Dies wurde mir ein weiteres Mal bewußt, als ich mich kurz vor Weihnachten mit einem Gewürzverkäufer unterhielt, der ein Meersalz mit Vanille anbot und ich ihn erst einmal fragte, wie dies zusammengehe und wofür man es denn benutzen kann.
Er bot es mir zum Probieren an und wies mich darauf hin, daß Vanille in ihrer natürlichen Form gar nicht süß sei und da hat er vollkommen recht, die Mischung Salz und Vanille überzeugte mich und hat nun einen Platz in meiner Küche.

Aber was hat das nun mit diesem Duft zu tun?
Sehr viel, denn daß ich mich spontan für ihn begeistern konnte, hängt eben auch damit zusammen, daß die Vanille hier sehr fein, fast ein wenig herb und absolut nicht süß herauskommt.
In Verbindung mit der Azalee entsteht so ein wunderbar cremiger Duft, der nicht süß ist, aber dennoch weich und umhüllend.
Die Kastanie in der Duftpyramide gibt mir ein wenig Rätsel auf, habe ich doch noch nie einen Duft an einer Kastanie wahrgenommen, der mir in Erinnerung geblieben ist.
Ich kann nur mutmaßen, daß die ein wenig herbe Note, mit der mich der Duft immer begrüßt, der Kastanie zuzuschreiben ist.

Zur Haltbarkeit läßt sich sagen, daß diese recht gut ist, der Duft aber nie aufdringlich ist, sondern eher eine wattweiche, zarte Wolke.
Ich dachte am Anfang, er halte nicht allzu lange, aber da ich oft noch Stunden nach dem Aufsprühen darauf angesprochen werden, ist er also doch recht lange wahrnehmbar.

Auf jeden Fall ist dieser Palladiano ein absoluter Wohlfühlduft, der mir immer wieder Komplimente einbringt und ich trage zum ersten Mal in meinem Leben mit Freude und Begeisterung einen Duft, bei dem die Vanille im Vordergrund steht.


30.10.2016 11:47 Uhr
17 Auszeichnungen
Diese Woche erging es mir nicht gerade rosig, eine Kieferoperation, die relativ kompliziert verlief, setzte mir sehr zu und seelisch war ich nicht gerade in Bestform.
Vorübergehend verlor ich die Freude an allem, was mir sonst Spaß macht, denn ich fühlte mich tagelang sehr kraftlos und müde.

Also brauchte ich einen Seelentöster in Form eines Duftes, etwas leichtes und erfrischendes mußte es sein, nur ein Hauch von positiver Energie, der meine Stimmung aufhellen sollte.

Vor kurzem habe ich für solche Tage und natürlich auch für wesentlich fröhlichere, die Serie "The Ritual of Dao" für mich entdeckt.
Dank einer sehr netten Verkäuferin bei Rituals, die mir vor der Auswahl die Frage stellte, ob ich eher etwas anregendes oder lieber etwas zum Entspannen brauchte, fiel die Wahl sehr schnell auf die grüne Serie.
Der zarte Duft der Lotusblüte vermittelte mir sofort das Gefühl, daß dies der ideale Duft sei zum Abschalten und Entspannen.

Da ich ihn während einer Kurzreise gekauft hatte, verbrachte er erst einmal ein paar Tage in meinem Koffer, bevor ich ihn an einem der heißen Tage im September erstmalig morgens aufsprühte.
Nach dem Frühstück spazierte ich in dem Kurort, wo ich zu dieser Zeit residierte, an eine wunderschöne Saline, die kuppelförmig angelegt ist und inmitten eines Parks liegt.
Ich setzte mich dort auf eine Bank mit Blick auf die vernebelte Stätte und dann stieg mir der zarte, frische Duft in die Nase und ich empfand diesen Moment der Ruhe als geradezu spirituell!
So etwas sage und empfinde ich sehr selten, denn ich bin ein sehr realistischer Mensch und kann manchmal die Stimmungen, die andere Menschen als spirituelles Erlebnis beschreiben, schwer nachvollziehen.

In diesem Moment war mir auf jeden Fall klar, daß dieser Duft absolut zu meiner Entspannung beitragen kann mit seiner Einfachheit und Zartheit und der dezent grünen Frische.
Mittlerweile zog fast die komplette Pflegeserie dazu bei mir ein und diese Woche war es dann aus den oben erwähnten Gründen mal wieder soweit, daß ich diese Wunderwaffe gegen meine schlechte Stimmung einsetzen mußte und es hat wieder gewirkt!
Den ganzen Tag über mußte ich immer wieder an meiner Haut schnüffeln, geradezu inhaliert habe ich den Duft und empfand ihn wieder als beruhigend und entstressend.

Manchmal sprühe ich ihn einfach in die Luft oder auf mein Kopfkissen und auch dafür eignet er sich hervorragend!

Nun ist es morgen eine Woche her seit der Operation und es geht mir heute schon merklich besser, aber es ist ein beruhigendes Gefühl, daß der grüne Seelentröster immer in greifbarer Nähe ist....!


22.08.2016 15:26 Uhr
22 Auszeichnungen
Es ist ein sehr heißer Tag, die Karawane zieht durch die Wüste, weit und breit ist kein schattenspendender Baum zu sehen und die Kräfte lassen so langsam nach.....!
Doch dann auf einmal ist eine Oase in Sicht oder ist es nur eine Sinnestäuschung?

Nein, es ist Wirklichkeit, grüne Palmen rahmen ein tiefblaues Gewässer ein, das Szenario ist von einer geradezu unwirklichen Schönheit.
Die erschöpften Wanderer treffen hier auf weitere Menschen, die sie freundlich in Empfang nehmen und ihnen gleich einen herrlich duftenden Minztee anbieten, den sie dankbar annehmen.

Ich kann nicht umhin, aber solche Assoziationen bekomme ich, wenn ich Parco Palladiano III trage.
Das Ganze könnte sich auch in einem Garten am Nil abspielen oder in einem wunderschönen Innenhof in Marokko, vor meinem geistigen Auge sehe ich auf jeden Fall Palmen und Wasser und verspüre eine friedvolle Atmosphäre voller Ruhe und Entspannung.
Springbrunnen plätschern vor sich hin, bunte Blumen überbieten sich in ihrer Schönheit und ein Dach aus grünen Blättern schwebt über allem.
Kein unerwünschter Laut trübt diese friedliche Stimmung.

Die Minze, die mit ihrer grünen Frische den Auftakt bildet, weicht mit der Zeit einem weicheren, immer noch sehr frischen Duft, der aber auch die Farbe Grün verkörpert.
Es ist eine Frische, die fernab von irgendwelchen aquatischen, stechenden Düften ist, sondern sie wirkt sehr natürlich und erinnert mich an den marokkanischen Minztee, den ich so gerne trinke, weil er etwas frischer schmeckt als die herkömmliche Minze und noch besser duftet.
Im ganzen Duftverlauf finde ich jedoch die Birne nicht, es kann allenfalls eine noch grüne Birne sein, denn die süße Saftigkeit einer reifen, gelben Birne kann ich zu keinem Zeitpunkt erkennen.

Parco Palladiano III ist auf jeden Fall ein herrlicher Frischespender für heiße Tage und absolut Unisex.
An kühleren Tage kann ich ihn mir nicht so gut vorstellen, aber da kommt es sicher auf einen Versuch an, als Stimmungsaufheller macht er bestimmt einen guten Job......!


12.06.2016 11:14 Uhr
19 Auszeichnungen
Es ist mir ein Bedürfnis, einen Kommentar über diesen schönen Duft zu schreiben, da ich ihn aus seinem Schattendasein bei Müller ganz unten im Regal in der rechten Ecke befreien mußte.

Ich hatte diesen Duft schon länger auf meiner Merkliste, hatte ihn aber bisher noch nirgendwo gesichtet, da die Marke "Marbert", die in meiner Kindheit und Jugendzeit noch sehr bekannt war, mittlerweile nicht mehr so breitflächig vertreten ist.
Also mußte ich warten, bis mich der Weg mal wieder in die nächstgelegene Großstadt zu Müller führte und hätte ich nicht wirklich jede Regalreihe mit den Augen abgescannt, dann wäre er mir weiß Gott nicht aufgefallen.
Ganz unten in der letzten Reihe fristete er sein Schattendasein, der Flakon verpackt in einer güldenen Blechdose, die aber nicht billig wirkt.
Der Flakon ist weiß, schlicht und schwer und paßt gut zu einem Duft, der sich als "Pure" bezeichnet.

Ich ließ dem Duft die Ehre zukommen, daß er der erste von einigen war, die ich dann testete und er erwies sich als der absolute Gewinner des Tages.
Hätte ich mich nur auf die Duftpyramide verlassen, dann hätte ich nicht das erwartet, was sich langsam aber sicher in meiner Nase einschmeichelte.....!
Orangenblüte und Tuberose sind wahrlich nicht meine bevorzugten Duftnoten, habe ich doch schon zu viele Düfte getestet, bei denen mich die Tuberose einfach nur umhaute und die Orangenblüte sich als etwas stechend und penetrant erwies.
Aber hier sind die beiden eine so perfekte Verbindung eingegangen, daß ich einfach nur einen frischen Auftakt exotischer Blüten wahrnehme, der rund und gefällig ist.
Der Jasmin ist in diesem Fall auch nicht dominant und schon bald geht der Duft in eine wunderbare, saubere Cremigkeit über, bei der ich unterschwellig die Vanille erschnuppere.
Das hat etwas von Urlaub, Sonnencreme und Unbeschwertheit!

Auch nach Stunden kann ich ihn noch riechen, er hat wirklich eine gute Haltbarkeit ohne aufdringlich zu sein.
Ich bin im Nachhinein noch froh, daß ich die Blechdose aus ihrem Verlies befreit habe!
Wenn ein Duft dort steht, wo sich die meisten nicht hinbücken werden, hat man ja meistens keine große Erwartungshaltung! Obwohl mich das auch schon wieder reizt, da viele Düfte, die in Augenhöhe stehen, gar nicht mein Interesse erwecken, da es in der Regel die neuesten Flanker eines sich gut drehenden Duftes sind, der gerade angesagt ist!
Es ist wie im richtigen Leben, man sollte auch immer die Menschen beachten, die nicht laut und auffällig sind und man wird feststellen, daß gerade die ruhigen und zurückhaltenden viel zu sagen haben ohne so viel reden zu müssen.

So, das war mein Schlußwort zu diesem Duft, der sich in mein Herz geschlichen hat und mir ein wohliges Gefühl gibt und es ist gleichzeitig auch ein Plädoyer an alle, die die Schätze, die ganz unten und vielleicht sogar angestaubt im Regal stehen, bisher immer mit Nichtachtung gestraft haben!


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