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vor 22 Tagen - 17.07.2026
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Warum ich Designer-Müll liebe oder Das Problem mit Nischen-Snobismus

Warum ich Designer-Müll liebe oder Das Problem mit Nischen-Snobismus

Vor einiger Zeit fiel von einem wahrscheinlich jüngeren Parfumo- ich schätzte ihn ob seiner Wortwahl und seines Urteilsvermögens zwischen 7 und 26- der Begriff „Designer-Müll“ angesichts meiner Duftgarderobe und meiner Vorlieben. Natürlich ungefragt, aber kommen nicht die besten unverschämten Übergriffe verbaler Art in der Regel ungefragt?
Und diesen „Vorwurf“ habe ich hier mehrfach gelesen. Manchmal gibt es auch nette Parfumos, die sich aufrichtig wundern und fragen, ob es denn einen bestimmten Grund gebe, warum ich größtenteils Designer-Düfte in meinem Portfolio habe.
Und es gibt sie wohl, diese Gründe. Denn die Beobachtung stimmt ja. Schaut man in meine Duftgarderobe, stellt man fest, dass Chanel, Dior und Givenchy überrepräsentiert sind. Zudem: Findet man Düfte, die sich als Nische einordnen lassen, und zwar nach der Definition, dass es sich um Hersteller handelt , die ausschließlich Parfüm herstellen und keine Unterhosen, Badelatschen und Geldbörsen für 500 EUR aufwärts, findet man Düfte wie masculin Pluriel oder Russian Leather Eau de Parfum , also dem Vernehmen einiger Parfumos nach keine wirklich nischigen Düfte, die in der Duftpyramide Cibet-Erdbeer-Oud in der Kopfnote und Asphalt, Atomraketen-Feenstaub und Fanta in der Basisnote.
Somit ist es deutlich: Ich liebe einfach zu mögende Düfte.
Und während ich in den Bereichen Film, Malerei und Literatur verstehe, dass Zugänglichkeit und Massengeschmack nicht immer Qualität bedeuten, fehlt mir das Gen, diese Denkweise auf die Welt der Düfte zu übertragen. Ich kann mich bei einem leisen, atmosphärischen Film über 3 Stunden aufrichtig an dem erfreuen, was ich da sehe, während andere sagen, der Film sei sperrig, langatmig, verklopft. Einen 1000 Seiten-Roman, der vom ersten Satz an sprachlich sowie inhaltlich mindestens herausfordert, wenn nicht gar die Absicht in sich trägt, zu überfordern und der erst einmal die Lektüre des abendländischen Kanons voraussetzt, stelle ich mir eher auf den Nachttisch als einen Bestseller oder den letzten „Roman“ eines deutschen Schauspielers. Aber bei Düften erfreut mich eher das, was sich im Einzelhandel direkt in den Regalen finden lässt, als das, was limitiert erst nach einer TikTok-Bewerbung und nach 3 Monaten Wartelisten-Existenz käuflich ist.
Ich liebe Düfte, die heute für den Massenmarkt gemacht sind und ich liebe Düfte, die früher für den Massengeschmack gemacht worden sind, wie etwa Paco Rabanne pour Homme Eau de Toilette , Givenchy Gentleman Eau de Toilette oder Tabac Original Eau de Cologne.

Gibt es dafür Gründe, wurde ich eben mehrfach gefragt. Gründe gibt es immer, manchmal sind sie uns bewusst, manchmal nicht. Ich versuche sie zu fassen.

1. Abneigung gegenüber prätentiösem Gehabe

Jeder darf selbstverständlich nach seinen Vorstellungen und Geschmack leben, lieben, schmecken, sich kleiden und duften und riechen. Allerdings bin ich dann doch etwas skeptisch, wenn es Leute gibt, die konsequent ganz ausschließlich nischige Düfte tragen. Gibt es denn keinerlei Düfte in der Designer-Welt , die einem gefallen könn(t)en, sodass man sie nicht einmal testen mag? Und dabei würde ich nochmal unterschieden zwischen jenen, die viel reden und jenen, die nicht viel Gewese um den eigenen Geschmack machen. Wenn jemand seit Jahren Düfte testet, trägt, besitzt, sammelt, also eine Leidenschaft hat, die nicht gefühlt seit 8 Tagen aufgrund einiger Videos in den sozialen Medien erwacht ist, und nun für sich festgestellt hat, dass ihm die nischigen, komplexen Düfte gefallen, so würde ich sagen: Geschmäcker sind eben anders. Da gibt es kein Besser oder Schlechter.

Wer aber seit 2-3 Jahren duftbewegt meint, Designer-Häuser kriegten keine ordentliche Düfte hin und an die eigene Haut würde man nur Nische heranlassen und solch eine Haltung im Ticker und woanders immer wieder ungefragt zur Schau stellt, dem geht es vielleicht nicht um den Geschmack selbst, sondern um den imaginierten Prestigegewinn, den er im Verbindung mit seiner Duftauswahl wähnt. Immer wieder sind hier einige User zu beobachten, die gefühlt alle 3 Monate die komplette Sammlung austauschen. Zunächst ist A der heilige Gral. Also werden 14 A-Düfte gekauft und täglich im Ticker beworben. Nach wenigen Wochen sind die A-Düfte allesamt verkauft, aber JETZT weiß man, es sind die B-Düfte, die eigentlich der Segen der Erde sind und die Sammlung ist nun auch voll mit den B-Düften, bis in wenigen Wochen…na….ja natürlich, die C-Düfte ihren Platz eingenommen haben. Und so wird ewig weitergespielt. Ist das eine normale Suche nach einem eigenen Geschmack mit jugendlicher Überhöhung des Aktuellen zulasten dessen, was seit 3 Minuten der Vergangenheit angehört oder ist das Ignoranz?
Wer so tickt, dem unterstelle ich, dass er dieses Hobby nicht um der Sache willen "betreibt" und den Gewinn in erster Linie nicht im Genuss sieht, sondern soziale Signale zu senden versucht, die ihn - so die Hoffnung- erhöhen. Und solches Gehabe kann ich nicht leiden. Dass diejenigen sich eigentlich ungewollt eher selbst abwerten und teilweise lächerlich machen, ist wiederum ein anderes Thema.

2. Luxus genug

Ich verstehe die Idee, dass ein Flakon, der nicht nur hochwertig angefertigt ist, sondern auch einen gefälligen Inhalt beinhaltet und einen Produkt- bzw. Firmennamen aufweist, der mit Prestige verbunden ist, einem ein Gefühl von Luxus für den Alltag gibt. Nur greift für mich dieses Gefühl eben bei einem Duft wie Terre d'Hermès Parfum oder Dior Homme Intense (2011). „Schon“ will ich hinterschieben. Da will ich ehrlich sein, ein Dupe, das für meine Nase nicht unterscheidbar zu Dior Homme Intense (2011) riechte, aber eben ein anderes Produkt wäre, nicht in diesem Flakon, nicht mit dem Namen DIOR, würde mir nicht dieselbe Freude geben wie das Originalprodukt. Daher frage ich mich: Stellt sich dieses Gefühl bei einigen eher bei einem 400 EUR-Duft ein? Ich jedenfalls empfinde einen 80-100 EUR Duft schon ein Luxus-Produkt und habe das Gefühl, ich gönne mir etwas Schönes im Alltag.

3. Geschmack

Stand jetzt habe ich hier 580 Statements geschrieben. Getestet habe ich noch mehr Düfte. Denn ich neige dazu, dass ich Düfte, die mich kalt lassen, nicht einmal mit einem Statement zu bedenken. Wenn ich in eine Parfümerie gehe und mehrere Düfte auf dem Teststreifen teste, bewerte ich sie nicht einmal auf Parfumo, wenn sie mich kaltlassen. Erst jene Düfte, die irgendwie interessant erscheinen, kommen für einen richtigen Test auf die Haut. Und so einige Nischendüfte habe ich natürlich dennoch auf die Haut gesprüht, habe von den ganz beliebten Düften auch Proben bestellt und sie mehrfach getestet, weil es ja eben heißt, dass einigen Düften Zeit zu geben ist. Was bleibt: insgesamt auffällige Ernüchterung. Nicht, dass ich all diese Düfte schlecht fände, aber ich finde sie häufig einfach nicht besser als einen Duft von Chanel, Dior oder Hermes. Fände ich sie besser, so sähe ich den Preisaufschlag auch gerechtfertigt an. Die Behauptung, Nischendüfte hätten hochwertigere Materialen, halte ich für zu pauschal. Geringere Produktionsmengen, kleinere Unternehmensapparate, weniger Einkaufskraft und teilweise mit Sicherheit auch der alleinige Wunsch, dass das Produkt einfach teurer ist, um sie als Distinktionsgewinn vermarkten zu können, erzeugen die deutlich höheren Preise. Ein Vergleich: Wenn ein Berliner-Start Up für S Sneaker in Kreuzberg mit 17 Mitarbeitern Sneaker herstellt, die dann im Schnitt 220 EUR kosten und sich großer Beliebtheit in einigen Kreisen erfreuen: Sind die Schuhe dadurch automatisch besser als jene von Nike? Und wie ist es bei Autos? Lässt sich das, was Mercedes produziert, leicht übertreffen? Oder haben diese Firmen wie Mercedes, Nike oder eben Chanel Erfahrungen, die sich nicht so leicht übertreffen lassen?

Atelier, Handwerkskunst- ich verstehe den Reiz davon. Wenn ich im Urlaub bin, erfreut es mich, eine Seife in einem Geschäft in einer süßen Gasse zu kaufen, die uneben ist und von der Frau, die sie hergestellt hat, in ein Papier umwickelt und mit netten Worten mir übergeben wird. Ich kaufe auch sehr gern Schinken und Käse, die auf dem Wochenmarkt verkauft werden. Nur: Das Produkt muss halt dennoch erst einmal besser gemacht werden. Ob Lederschuhe, Käse oder Parfum- nichts ist automatisch besser, weil kein großes Unternehmen dahinter steckt. Wer glaubt, ein Salam , London Extrait de Parfum oder Haibah sei ein hochwertigeres Produkt als ein Égoïste Eau de Toilette, liegt meines Erachtens falsch. Noch härter fällt mein Urteil aus, wenn Leute auf Düfte hereinfallen, die von irgendwelchen Influencern einfach in Auftrag gegeben werden, die zurecht eine Möglichkeit sehen, mit den nicht abnehmen wollenden Hype um Düfte eine schnelle Mark machen zu wollen, um dann Düfte, die quasi Dupes von bekannten, legendären Designern sind, aber vermarktet werden, als wären sie Kunstwerke erster Güte. Wenn Nische, dann entweder aus einem traditionellen Betrieb oder von leidenschaftlichen Newcomern, die wiederum nichts anderes machen. Schließlich entsteht ja jede Tradition erst. Auch Chanel und Dior waren mal Emporkömmlinge. Aber wenn Düfte, die von BWL-Bros oder Streamern neben Energiedrinks und Fertig-Pizzen auf den Markt „geworfen“ werden, mit KI-Marketing versehen und mit dem Label Nische versehen, so finde ich das lachhaft, wenn die Opf..ähhh…Kunden auch mich glauben, das ganz besondere Produkt in den Händen zu halten.
Auch ich finde übrigens die zahlreichen Flanker im Universum von Valentino Born in Roma und YSL Myslf oder YSL Y beliebig, langweilig und uninspiriert. Das sind nicht die Designer, die ich im Sinn habe. Aber es gibt einige Designer-Düfte, die suchen in der Nischenwelt Widersacher auf Augenhöhe. Diese würde ich als Behauptung in den Raum stellen:

Platinum Égoïste Eau de Toilette

Égoïste Eau de Toilette

Gentleman Givenchy Réserve Privée

Fahrenheit Eau de Toilette

Bel Ami Eau de Toilette

Bel Ami Vétiver

Rocabar Eau de Toilette

Dior Homme Intense (2011)

Allure Homme Édition Blanche Eau de Parfum

Héritage Eau de Toilette (Guerlain mag Nische sein, aber der Duft ist eher klassisch als nischig bzw. ultra-nischig)

L'Homme Idéal Platine Privé

L'Instant de Guerlain pour Homme Eau de Toilette

Monsieur Givenchy Eau de Toilette

Rive Gauche pour Homme (2011)

Pour Monsieur Eau de Toilette

Paco Rabanne pour Homme Eau de Toilette

Azzaro pour Homme Eau de Toilette

Eau Pour Homme (1984) Eau de Toilette

A*Men Pure Malt

Gentleman Givenchy Eau de Parfum Boisée

Allure Homme Eau de Toilette

Pi Eau de Toilette

Acqua di Giò pour Homme Eau de Parfum

In diesem Sinne:

Man möge genießen, was man will. Nischen-Snobismus ist auch nur eine Art Angeberei, die in der zu auffälligen Form eher lächerlich als beneidenswert ist.

38 Antworten
Thomas4BThomas4B vor 8 Tagen
2
Sehr pointiert und mit grossem Vergnügen gelesen. Bei einer Sache möchte ich allerdings leise mit der Atomraketen-Feenstaub-Dose klappern:
Wer Nische grundsätzlich über Designer stellt, ist ein Snob. Wer Designer grundsätzlich für die vernünftigere Wahl hält, ist hingegen einfach vernünftig? Das wäre mir dann doch etwas zu einfach.
Nischensnobismus existiert zweifellos. Aber Designer-Snobismus ist letztlich dieselbe Tierart – sie steht nur vor einem anderen Regal. Auch ein Dior- oder Chanel-Flakon kann als Statussymbol gekauft werden, während jemand einen obskuren Nischenduft vielleicht tatsächlich bloss deshalb trägt, weil er ihn grossartig findet. Der Dünkel sitzt schliesslich selten im Flakon, meistens steht er davor.…
Thomas4BThomas4B vor 8 Tagen
2
…Und deine eigene Sammlung betreibt ohnehin bereits erfolgreiche Grenzverwischung: Masculin Pluriel und Russian Leather haben die Einreisekontrolle offenbar passiert – obwohl ihnen Cibet-Erdbeer-Oud, Asphalt und Atomraketen-Feenstaub im Führungszeugnis fehlen. Vielleicht sind das einfach Nischendüfte mit Designer-Manieren?
Ich bin deshalb völlig bei dir, wenn du das reflexhafte Abwerten von Designern kritisierst. Nur würde ich den Graben nicht zuschütten, indem ich daneben gleich einen neuen aushebe. Weder Nische noch Designer ist ein Qualitätsmerkmal, eine Weltanschauung oder ein Charaktertest.
Am Ende bleiben ohnehin nur zwei wirklich interessante Kategorien: Düfte, die uns berühren – und solche, die es nicht tun. Die Nase besitzt erfreulicherweise weder einen Preisscanner noch kennt sie die Abteilung, aus der der Flakon stammt.
KatharinaGKatharinaG vor 13 Tagen
0
Bei frisch Bekehrten ist der Eifer oft am größten und ufert aus in das militante. Kein neues Phänomen und beschränkt sich nicht auf Parfumo-Bubble.
Ich habe meine ersten Nischen-Düfte schon mit 15-17 gekauft und habe in den nächsten 30 Jahren erlebt, wie oft der Begriff Nische missinterpretiert, missverstanden, missbräuchlich benutzt wurde um Egos aufzupolieren, welche Kreuzzüge geführt wurden und jetzt kann ich über sowas nur müde lachen.
Denis0109Denis0109 vor 13 Tagen
1
Bin seit 20 Jahren am schnüffeln. Habe die Erkundung von Drogerieregalen früher geliebt und Designer auf diese Weise lieben und kennengelernt. In die Nische hat es mich auch verschlagen und möchte es auch nicht missen. Aber der Trend bei mir geht eindeutig zurück zu Designern, vor allem ältere, die ich vor Ewigkeiten besaß. Der Designer-"Hass" wir mMn von Social-Media-Plattformen erzeugt. Ich denke, dass viele Parfum-Neueinsteiger direkt im Nischenregal einsteigen. Nicht weil sie Designer nicht mögen, sondern schlicht nicht kennen und deswegen nur den Meinungsmachern auf bekannten Plattformen nachplappern. Wie bei so vielem bin ich froh, meine Teenagerzeit nicht heute ausleben zu müssen.
CococarlaCococarla vor 14 Tagen
Du schreibst mir so aus der Seele.
Mir geht dieses einteilen jetzt auch noch in Ultranische so auf die Nerven.
Warum liebe ich Designerdüfte wie Chanel, Dior , Guerlain?
Sie haben einfach die weltbesten Parfümeure an der Hand.
So einfach
XyzXyzXyzXyz vor 18 Tagen
0
Habe meine Sammlung mit nicht weniger als NEUN Cheapies erfolgreich entsnobt 👍🏼
Allerdings finde ich im Designersektor nur höchst selten was. Ich hab noch nie auf „Niche, Designer, Cheapie“ geschaut, wenn es um Kauf ging, immer nur darauf, ob mir wat gefällt. Und das sind bei mir erfahrungsgemäß meistens Nischendüfte, Cheapies und - wie hier besprochen - auch einige wenige Klassiker - - seit diesem Jahr neben „Ommaparfüms“ (frisch eingezogen: Eine rare Abfüllung von Vol Du Nuit EDPEEEH!) sogar auch „Oppaparfüms“.
GreenGorillaGreenGorilla vor 21 Tagen
6
Die Kunstgeschichte sagt, um die Moderne zu verstehen , muss man die Antike kennen.
So ist es bei den Düften, Danke für diesen Beitrag.
CococarlaCococarla vor 10 Tagen
Treffender geht’s nicht, Applaus 👏
AnosmiaAnosmia vor 22 Tagen
4
Großartig! Ich stimme zu, Wort für Wort.
Angesichts der Entstehungsgeschichte von Miss Dior (für die traumatisierte Partisanenschwester), Chanel Nr 5 und den ersten YSL-Parfums sind sämtliche Zweifel, ob die Nische "mehr Substanz" hat eigentlich auch beigelegt...
Dankop77Dankop77 vor 22 Tagen
1
Ja, so sind sie, die Nischenjünger. Kann mich da auch an einen erinnern. Wollte einen Duft tauschen und sagte direkt "KEINE DESIGNER". Ja gut, beim Blick vorher in meine Sammlung, wäre klar gewesen, dass damals fast nur Designer drin waren😅. Oder er hat geschaut und wollte sich, wie du sagst, etwas aufplustern🤔
Beim Blick in seine Sammlung wurde klar, nie auch nur einen Designer getestet. Sein Ding und ich schrieb dann nur: "wird dann schwierig". Wer sich einengen will, soll das tun. Ich bin froh eine tolle Sammlung aus Designern, Nische und arabischen Klonhäusern zu haben😎
WeirdlyWeirdly vor 22 Tagen
1
Egoiste ist bereits eingezogen, Fahrenheit und der Dior Homme Intense werden sicher nach leeren meiner Abfüllung einziehen. Wundervolle Düfte.
YataganYatagan vor 22 Tagen
6
Das unterschreibe ich gleich mal alles hier! Sehr guter Beitrag! 🙏
MellowsMomMellowsMom vor 22 Tagen
11
Der Ticker… 😵‍💫
Hab ich abgeschaltet, der macht mich aggressiv!
Fresh21Fresh21 vor 22 Tagen
3
So eine tolle Auswahl an Designer-Düften👌 Schätze, die Nischenjünger würden bei einem Blindtest mindestens die Hälfte der Parfums sehr mögen. Und wenn man ihnen vorher "alles Nischendüfte" sagt, wären es wohlmöglich mehr als 70% 😆 So what?
GoldGold vor 22 Tagen
11
100% Zustimmung von mir. "IMAGINIERTER Prestigegewinn" - genau das.
Was mich außerdem immer wieder extrem amüsiert bei diesen Leuten:
Sie haben überhaupt keine wirkliche Ahnung. Kennen keinen einzigen Klassiker, beschäftigen sich seit zwei Jahren mit dem Thema Parfum, indem sie das kaufen, was irgendwelche "Influenzärchen" in die Kamera halten. Haben kein einziges Buch über Düfte gelesen...wenn überhaupt ein Buch...
PistazieneisPistazieneis vor 22 Tagen
0
...unterstellt, sie könnten lesen...:-))
MellowsMomMellowsMom vor 22 Tagen
3
„…wenn überhaupt ein Buch“ 🤭🤭🤭 Der war gut 😉👍🏻
Naoh22Naoh22 vor 22 Tagen
2
Dieses Nischen-Designer-Ding wird doch nur von Leuten gepusht, die darauf bauen dass ein substanzieller Teil ihres Gefolges nicht merkt dass sie jede Woche eine neue "Top 10 for Life" haben die rein gar nicht mit ihren Sponsoren zusammenhängt. Das hilft mir zumindest die Denke dazu einzuordnen. Inhaltlich konsistent ist die oft posaunte "Definition" ja nicht im Geringsten.
ErgoproxyErgoproxy vor 22 Tagen
7
Jeder spinnt auf seine Weise, die Einen laut, die Anderen leise. Jede*r soll tragen was gefällt und gut ist.
BeatriceABeatriceA vor 22 Tagen
5
Ich unterschreibe jedes Wort! Ungebetener abschätziger Kommentar? Mit den Schultern zucken! Auch diese Kinder werden irgendwann groß (hoffen wir).
P.S.: Habe heute zufälligerweise wieder einen Nischenduft getestet. Keine gute Erfahrung ;)
Fresh21Fresh21 vor 22 Tagen
3
So nämlich!
Und @DSportello, vielleicht passt in der Denke dieser Kids Designer und 179 Follower nicht zusammen. Verstecke sie doch mal und nocke damit den Neidfaktor aus 😉
MichaelMichael vor 22 Tagen
1
Genau so ist es! Stimme dir da völlig zu!
VerbenaVerbena vor 22 Tagen
3
D‘accord bis in die meisten Ecken. Die Tiktok-Klientel ist halt sehr jung und Erwachsenwerden braucht halt so seine Zeit. Irgendwann lacht man doch immer über die eigene jugendliche Naivität, hoffentlich auch heutzutage noch… jedenfalls sehr gern gelesen. Im Übrigen habe ich dank Dir endlich mal eine Vorstellung davon, wie das mir bis dato ominöse „Parfume Game“ eigentlich gespielt wird. 😅
ErgoproxyErgoproxy vor 21 Tagen
1
@Verbena : Darling, seit wann nimmst Du mich so ernst? 😂
VerbenaVerbena vor 22 Tagen
@Ergoproxy: Auf Parfumo inflationär gebrauchter Begriff einer bestimmten, vermutlich sehr jungen, social-media-geprägten Gruppe. Spielregeln im Artikel oben zu Düften A, B und C. Schon ziemlich schlüssig. 😼
ErgoproxyErgoproxy vor 22 Tagen
1
Könntest Du mir die Spielregeln einmal erklären bitte. 😉
HeikesoHeikeso vor 22 Tagen
2
Ich bin da ganz bei dir und liebe, liebe, liebe ebenfalls die Designer. Weil da immer noch und auch immer wieder Gutes und vor allem Bezahlbares bei ist. Außerdem sind das die Düfte, die es direkt und einfach bei Douglas und Co. zu schnuppern gibt. Es ist so schön unkompliziert. Und unkompliziert ist toll.
BlauzahnBlauzahn vor 22 Tagen
3
Volle Zustimmung! Hierarchiegehabe, Nischenarroganz, und wie das bedient und durch ein paar Influenzer zum Kunden transportiert wird, finde ich widerlich. Da gibt es so Spezialisten, die auf einen Duft mit „Zu teuer“ zur Antwort kriegen „ Dann ist das Hobby wohl nichts für dich“. Ich habe diese auch ansonsten abgehobene Dame sofort blockiert. Ich habs satt, von solchen Profilneurotikern umgeben zu sein. Da bin ich lieber sehr wählerisch in der Auswahl meiner Kontakte, offline und online. Übrigens, die erwähnten Düfte habe ich auch ins Herz geschlossen. Jedenfalls die meisten.
CfrCfr vor 22 Tagen
0
Ich find das nur Marketing Nische oder Designer für mich alles gleich :)
AbscheBoAbscheBo vor 22 Tagen
0
Muss man sich rechtfertigen für seinen Geschmack oder muss man anderen Geschmack absprechen, oder guten gegen schlechten Geschmack abrechnen? Parfum kaufen als Hobby zu sehen ist sowieso grenzwertig, sei es Drogerie, Designer, Nische oder Artisan. Bei dem durchaus berechtigten Hinweis auf Snobismus oder allgemein den Prestigewert von Parfum, gibt es trotzdem ganz objektive und rationale Gründe wieso Designerdüfte so sind, wie sie sind. Klassisch gesehen dienen sie als niedrigpreisiger Einstieg in die Luxuswelt der Designermode. Das Vertriebsnetz hat man über die Läden in teuren Innenstadtlagen ja eh. Sie sind also genau wie der Gegenentwurf Nische zielgerichtet für ein bestimmtes Publikum gemacht und das in großer fabrikmäßiger Produktion in großen Badges. Weil man diese großen Stückzahlen auch verkaufen will, ergeben sich daraus rechte und linke Grenzen was Gefälligkeit und Preisgestaltung angeht. Das haben sie mit der Populärnische gemein, die Schnittmenge ist da groß.
Bernhard63Bernhard63 vor 22 Tagen
1
Ist eigentlich immer nur eine einfache Frage: Definierst Du Dich über Deinen Geschmack oder hast Du ihn einfach. Im ersteren Fall ist Dir die Außenwirkung wichtig, und damit auch "Prestige", in zweiten Fall erfreust Du Dich einfach an dem, was Dir gefällt. Beides legitim, und beides mögbar, wenn keiner Denkrichtung ein Dünkel gegenüber der anderen innewohnt.
PS: Ein paar Deiner Lieblinge sind auch die meinen ;-)
GrossmutterGrossmutter vor 22 Tagen
2
Chapeau! Deinen Humor und Dein diplomatisches Geschick kann ich wirklich nur bewundern. Ich hätte bei Erhalt der von Dir beschriebenen, ungefragten Äußerungen den Kaffee sofort wieder auf gehabt! Oder auch: "Hefte raus - Verständnistest!" Denn Deine schöne, fein kuratierte Sammlung entspricht doch Deinen genannten Vorlieben. So viel Zeit - zum Einlesen und eigenem Erkunden der Duftrichtungen und ihrer Vertreter*innen - sollte schon sein, egal, in welchem Alter!
CMIN2UCMIN2U vor 22 Tagen
2
Ich gehe total konform mit dir. Meine besten und liebsten Düfte sind alles Designerdüfte. Es gibt in der Tat super gute Nischendüfte, doch ich fühle mich meistens bzw. oft unwohl damit. Vielleicht ist es auch eine Frage des Alters? Anyway, einen Pokal 🏆 für dich für diesen Beitrag 👏
PollitaPollita vor 22 Tagen
4
Teuer ist nicht immer gleich gut. Habe und liebe auch noch einige, behutsam reformulierte Klassiker. Und auch bei neueren Designern, die schon fast Low-Budget sind, gibt es wunderbare Schätze.
Scenter12Scenter12 vor 22 Tagen
2
Wo kann ich unterschreiben?
Essa1311Essa1311 vor 22 Tagen
5
Ich habe das Gefühl die Personen, die der Meinung sind Designer wären grundlegend unbrauchbar, sind die Personen mit immer den selben Nischendüften in der Sammlung. Hier ein Tom Ford, da ein Erba Pura, irgendein Sillage Brecher vorzugsweise mit Oud oder einen recht neu erhypten Widian oder Parfums d´Elmar.
Wenn dann doch jeder die gleiche Nische trägt, brauchste mir auch nicht mit Prestige kommen.
Anyway ich mag Nischendüfte und ich mag diesen kleinen Moment halbwegs bezahlbaren Luxus. Erwischt. Ich mag aber auch meinen Illusione von Bottega Veneta, ich würde auch eine Niere hergeben wenn Valentinos Donna Rosa Verde wiederkäme und Terra di Gioia von Armani löst bei jedem Tragen so wunderbare Gefühle in mir aus.
Also: Am liebsten sammle und entdecke ich Nische, bin aber auch immer offen für einen Designerschatz
carrioncrowcarrioncrow vor 22 Tagen
11
Die heutigen jungen Nischen-Snobs plappern doch nur das nach was ihnen ihre Influencer-Helden vorkauen. Die Nische von heute unterscheidet sich nur noch preislich und durch künstlich erzeugten Hype von der Designer-Welt.
Ich pfeiff auf diese ganzen Marketing-Kategorien.
Wenn ich einen Duft gut finde, dann ist es mir völlig egal, ob der 10€ oder 200€ kostet und was da für eine Brand eingraviert oder aufgedruckt ist.
SeejungfrauSeejungfrau vor 22 Tagen
8
Lieber einen ordentlicher Designer,als nen Widian tragen. 😄 Mir kann Poser - Nische gestohlen bleiben.

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