DeGe53DeGe53s Parfumkommentare

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16.07.2019 09:48 Uhr
3 Auszeichnungen
Die Düfte von Des Filles à la Vanille sind alle sehr flüchtig, aber sie machen Spass. Das sind keine unheimlich wichtigen Entwicklungen mit außergewöhnlichen Noten, es sind einfache, kleine Alltagsdüfte, die auch nicht den Geldbeutel sprengen und die alle einen Hauch süßlich sind, was der Name der Firma bereits andeutet.

Der venezianische Moschus ist sehr gut geeignet für Moschusliebhaber, die nicht den Overkill im Alltag betreiben wollen und denen die üblichen Verdächtigen wie Jovan zu heftig, die Luxusvarianten wie Bruno Acompora zu teuer sind. Hier ist wirklich nur ein Hauch Moschus zu ahnen (daher mein Titel Moschuskalb, der wächst noch!!). Wer etwas mehr möchte, sollte sich Haare und Kleidung einsprühen, da hält der Duft etwas länger. Fruchtige oder grüne Noten kann ich nicht entdecken, es ist einfach ein schöner Hautduft, der dazu zu gehören scheint, als ob man immer so duftet. Die 100ml Flakons sind einfach gehalten, was mir sehr entgegen kommt, und liegen gut in der Hand.

Aktuell gibt es auf der Homepage von des Fille à la Vanille eine Sonderaktion (Juli 2019), wer die Düfte mal testen will, kann hier zuschlagen.


12.07.2019 09:12 Uhr
7 Auszeichnungen
Ich verstehe die Negativstatements weiter unten gar nicht. Berlin Heaven schreit nicht rum, das mag die ein oder andere irritieren. Der Auftakt ist fruchtig-beerig, aber nicht pappsüss, sondern eher wie frisch eingeschenkter Saft, hält aber nicht lange an. Maiglöckchen rieche ich direkt nicht raus, die Mitte kommt eher frisch und luftig rüber, aber hält auch nicht wirklich lange an. All dies auf meiner Haut, wohlgemerkt.

Die Überraschung kommt nun, denn was übrig bleibt, ist genau meins! Leichte Hölzer mit rosig-pudrigen und auch einem Hauch an süssen Noten (fast wie karamellisierte Früchte) und ganz deutlich ambrischer Basis erfreuen meine Nase. Das alles ganz hautnah, man belästigt keinen damit. Das ist sehr schön, hält aber leider, leider nicht sehr lange an - bei mir so 4-5 Stunden. Was in der heutigen Überbeduftung aber auch ein Qualitätsmerkmal sein kann.

Auf der Homepage des Herstellers wird der Duft unter anderem mit folgenden Worten beschrieben: "....so leicht und fruchtig wie ein Picknick unter dem Himmel von Berlin." Das mag wohl frisch aufgesprüht so sein, aber wie erwähnt, bei mir bleibt eher der Eindruck eines gemütlichen Sommerabends in einer Rooftopbar mit Blick auf einen glühendem Himmel über der Stadt.


21.03.2014 11:16 Uhr
12 Auszeichnungen
Frau Holle, du bist Schuld, dass ich wieder schreibe! Danke für die Probe :-D

Und ich bin begeistert. Aber nix frische Wäsche in meiner Nase. Erstaunlich, wie Präferenzen sich olfaktorisch durchsetzen. Ich hatte sofort eine Assoziation zu Vetiver. Ein ganz zartes Vetiver mit gaaaanz wenig weißen Blüten dabei. Irgendwie musste ich an Guerlains alten Klassiker denken, nur dass diese Version hier sehr gender-bender tauglich ist. Und bei mir hält dieser grüne Hauch relativ lange, zwar nah an mir dran, aber jedesmal, wenn ich die Arme bewege, wifft dieser wohlige Hauch an meine Nase. Toll!

Auch wenn's nur Iso-dingens ist, ich mag den sehr.


18.06.2013 18:49 Uhr
1 Auszeichnungen
Direkt fällt mir Clear von Neil Morris ein oder auch Fleur de Lilac von Bud Parfums. Das sind genauso frühlingsfrische Düfte. Allerdings mit mehr Gehalt.

Clean Linen hing wohl nach der Wäsche erst mal tropfnaß an der Leine in einem windigen Blumengarten. In unseren Gefilden, nichts exotisches blüht hier. Die Seife lässt sich nicht verleugnen. Aber ist ja sauber. Und ja, ich habe auch schon sauberere Sauberdüfte getestet. Solche, die wesentlich präsenter sind und länger halten. Aber will man denn so extrem nach sauberer Wäsche duften? Ich nicht. Mir reicht's, wenn meine Wäsche so duftet, kurz bitte.

Was mir bei Clean Linen aufgefallen ist, da wir heute mal endlich Sommertemperaturen haben: an heißen Tagen (so um die 30 Grad rum) kommt der Seifenakkord mehr raus. Die Tage davor mit ihren mickrigen 15 Grad taten den Blüten gut und wie Florblanca konnte ich gekühlten Flieder oder Hyazinthen entdecken.

Clean Linen und Moonbeam sind etwas haltbarer als das schöne Clean Skin. Letzteres verschwindet innerhalb der ersten Stunde, während die beiden ersten doch schon so 2-3 Stunden durchhalten.


18.06.2013 18:35 Uhr
1 Auszeichnungen
....Feuerglut wärmt den kalten Tee.

Es gibt tatsächlich ein solches Lied. Aber das passt nicht wirklich zu dem Duft, rot ist nicht was mir da in den Sinn kommt. Ich musste nur daran denken, dass Mondlicht eigentlich kaltes Licht darstellt. Dieser Moonbeam allerdings ist keineswegs kalt. Es ist ein gerade aufgegangener Mond, Vollmond, an einem heißen Sommerabend. Er hängt riesig über'm Horizont und ist orange. Das kennt ihr doch sicher, habt es schon einmal mit Erstaunen gesehen.

Erstaunen weckt auch der Duft. Den Jasmin, weich und süß, mit Amber, der die Süße noch unterstreicht und das Blumige des Jasmins etwas bremst, kann man deutlich erkennen. Es ist allerdings nicht bonbonsüß, jedenfalls nicht für mich. Eine heimelige Süße, wie der oben erwähnte gezuckerte Tee mit Milch an der Feuerglut, noch nicht richtig heiß, eher angewärmt.

Edelhölzer? Grüne Blätter? Hm, na ja. Eine ganz leichte Frische, aber wirklich nur ganz, ganz leicht, schwingt irgendwann durch die Mitte.

Ich komme hier in's Schwafeln, aber Moonbeam gefällt mir. Wieder ein Hautduft, da er kaum Sillage hat und die Haltbarkeit lässt auch zu wünschen übrig. Das kennen wir ja schon. Trotzdem, wenn man den in der Tasche mitschleppt, kann man ja nachlegen, sobald einem danach ist. Und außerdem finde ich, dass er irgendwie gesund riecht, trotz der Süße. Das kann aber auch von der Kombination "Demeter - Duft" kommen.


10.06.2013 11:30 Uhr
13 Auszeichnungen
Wenn ich jemals einen Hautduft (neudeutsch Skinscent)kennenlernen durfte, der so hautig und so unschuldig, so zart - ihn als pudrig zu bezeichnen ist bereits übertrieben! - daherkommt, könnte ich mich nicht einmal daran erinnern. Clean Skin ist ein klitzekleiner Hauch. So duftet nicht einmal ein frisch gebadetes Baby, im Vergleich ist das Baby sogar überparfümiert. So könnte saubere Haut (ohne Seife, ohne alles) duften, die am ersten Urlaubstag vormittags von der Sonne aufgewärmt wird. Ohne Kokossonnenöl, bitte, und gleich wieder ganz schnell in den Schatten gesetzt.

Was anfänglich an meiner Nase vorbeihuscht lässt sich nicht betiteln. Ja, es könnte Orange sein, die Bergamotte ist wohl eher zu einer Blitzvisite da gewesen. Pfirsich und Rose nehme ich so nicht wahr, aber eine rosa-cremefarbene Wuschelwolke liegt auf meiner Haut. Bleibt aber nicht. Leider.

Clean Skin ist wunderschön und wie alles Schöne sehr vergänglich. So schnell vergänglich, dass ich sogar versucht habe durch heftige Reibung der Auftragestelle noch ein paar Moleküle zu aktivieren. Das nützt hier gar nichts. Ich denke unterbewusst nimmt man den Duft schon noch wahr, aber was ist mit dem Bewusstsein? Ich möchte mich schon auch riechen können, wenn ich denn ein Parfüm trage.

Obwohl er so flüchtig ist, mag ich ihn ausgesprochen gerne. Ausgerechnet ich, die sonst mit Geschützen ganz anderer Art umgeht.


25.05.2013 03:18 Uhr
14 Auszeichnungen
Angefixt durch Leimbacher, der den Tasmeem for Men so schön beschrieben hat, bestellte ich mir Safina allein der Zutatenliste wegen. Da ist so einiges drin, das meiner Nase sehr gefällt. Und bei den Preisen, die man bei iparfumerie bezahlt, kann man durchaus blind zuschlagen. Mache ich durchaus gerne mal auch woanders und kann mich meist auf meine Vorstellungskraft verlassen.

Bei Safina lag ich allerdings einen Tick daneben. Zu meiner durchaus angenehmen Überraschung! Wenn man das so liest, stellt man sich einen frischfruchtig-blumigen Duft vor, der in einer schön holzig-rauchigen Basis endet. Und natürlich hat mich Biebergeil neugierig gemacht. Dass man mit Patchouli bei mir immer einen Treffer landet, ist mittlerweile bekannt.

Tja, so kann man sich täuschen. Der Auftakt ist tatsächlich frisch-fruchtig, aber nicht so quietschig zitrisch, wie man meinen könnte. Der Rhabarber steuert hier eine ganz leicht süßliche Note bei, wie Marmelade, aber so dezent, dass man sich anstrengen muss, es überhaupt wahrzunehmen. Und gleich staune ich: Chypre, definitiv.

Und mittendrin eine fast seifige Blumenwiese. Das erinnert an Düfte, die frisch gewaschen suggerieren sollen. Einzelne Noten lassen sich von mir nicht entdecken, die Rose noch am ehesten, aber auch sehr zurückhaltend. Die Blumen sind sich einig, keine stänkert. Was man ob der Rose oder Iris an Pudrigkeit erwarten könnte, bleibt aus. Es bleibt grünlich frisch.

Die Basis ist ebenso ausgewogen. Chypre durch und durch. Kein Patchouli staubt, kein Balsam klebt. Und ich kann noch immer nicht sagen, wie Biebergeil riecht! *grml* Das ist sehr schön gemischt, fast linear, aber doch nicht so ganz, da immer wieder der Chyprecharakter deutlich hervortritt. Den können Männer genauso tragen wie Frauen und jetzt im Sommer, der hoffentlich bald mal kommt, geht das sehr gut.

Toll, toll, toll! Das hat sich mehr als gelohnt.

Der Flakon ist nicht sehr spektakulär, zylindrisch mit Längsriefen, leicht geschwungener Deckel, ebenfalls aus Glas. Allerdings schön schwer das Ganze. Die Verpackung an sich zeigt einen Hauch Orientalisches in der Bordüre, eigentlich suggeriert sie eher einen schwereren Duft. Für mich jedenfalls.

Die Sillage ist nicht zu stark, die Haltbarkeit gut (ca. 8 Stunden). Und ganz wichtig: unbedingt auf der Haut testen, auf dem Papierstreifen riecht es nur frisch, die schöne Entwicklung geht verloren.

Die €10,79 (!!!!) für 100ml Eau de Parfum sind unschlagbar und durchaus gut investiert.


18.05.2013 21:51 Uhr
9 Auszeichnungen
Der letzte in meiner heutigen Testreihe.

Hm, .... hm...... ich fange mal mit der Flasche an. Doof darf man nicht sagen, also sagen wir mal die Farbkombi ist angelehnt an die uns vorgegebenen Make-Up Farben für diesen Sommer: suntan und türkis. Das soll wohl karibisches Feeling aufkommen lassen. Ich finde türkis auf den Augendeckeln schon sehr grenzwertig, aber auch der Flakon kann mich so nicht überzeugen. Die Farbfamilien stimmen nicht, das beisst sich. Aber der Flakon liegt gut in der Hand, das ist doch auch mal was.

Seit dem unvergleichlichen Lancaster Concentrate (der schwarze, der ja leider nach Reformulierung sehr schwächelt) bringt Lancaster nicht viel Überzeugendes mehr auf den Markt. Die Düfte sind zwar nett, aber man vermisst sie nicht, wenn es sie nicht mehr gibt.

So wird es diesem wohl auch gehen. Die Magnolie mit den Orangenvarianten harmoniert genauso wenig wie türkis mit goldbraun! Der Auftakt ist schön frisch, das ja, aber direkt beisst mich die Magnolie, mit der ich sowieso nicht so zurecht komme. Das gibt sich nach einer Weile - ich stimme meiner Vorrednerin zu, es ist irgendwie synthetisch - und eine frische und (ja, schon wieder!) leicht holzige Basis bleibt relativ gut, aber nicht zu stark, übrig.

Bis auf die Magnolie ist das durchaus nett, aber dann auch ein wenig langweilig. Da ziehe ich den extravaganteren Roberto Cavalli Aqua als Sommerduft vor.


18.05.2013 21:33 Uhr
4 Auszeichnungen
Das muss ich Madonna zugestehen, sie schien mit ihrem Duft im letzten Jahr Vorreiterin für eine Richtung gewesen zu sein, die mir in letzter Zeit immer mal wieder unterkommt. Tuberoselastige Blumendüfte.

Jimmy Choo Flash ist in diese Richtung einzuordnen. Die Erdbeeren im Auftakt entgehen mir völlig. Gleich springt mich die rauchige Tuberose an und ich muss direkt an Madonnas Duft denken. Aber den mag ich ja, also ist das keine Kritik im negativen Sinne. Die Sillage von Flash ist nicht ganz so heftig, der Gesamteindruck weniger düster. Das hält sich auch ganz gut und verliert nur langsam seine etwas prollige Attitude. Jetzt, nach ca. 4 Stunden, entwickeln sich fast weiche, pudrige Akzente, die ein wenig süß (wohl dank Heliotrop)und (ja) hellholzig sind. Aber zu wenig hellholzig, der pudrig-süße Akzent überwiegt.

Das ist mir nun doch ein wenig zu mädchenhaft. Aber so ist das im Leben, die erst störrischen Rebellinnen werden beim richtigen Umgang ganz geschmeidig und zart. Taming of the shrewed sag ich nur.


18.05.2013 21:19 Uhr
6 Auszeichnungen
Hach ja, der Roberto! Der kann doch wirklich nicht nur ein aquatisches Aqua machen. Und doch rieche ich die sogenannten Wassernoten im Hintergrund.

Der Auftakt ist zunächst zitrisch frisch, wie erwartet. Und hier schon huscht das "Aqua" durch. Und sofort ist Jasmin mit im Spiel. Das erklärt wohl, warum ihn mancher als süß empfinden mag. Aber mit Frucht kann ich das nicht assoziieren. Maiglöckchen in einem Aquaduft ist ein Experiment, ein gelungenes dazu. Der Jasmin zieht sich ein wenig zurück und auch die Wassernoten sind in der mittleren Entwicklung weniger präsent. Aber ganz traue ich der Zutatenliste nicht, da muss noch mehr dabei sein. Meine Nase meint warmes Holz wahrzunehmen, vielleicht Sandelholz, oder sogar etwas balsamisches. Das hält alles sehr gut, die Sillage finde ich nicht zu stark, aber das mag ein Aussenstehender anders empfinden.

Langsam arbeitet sich Moschus nach vorne, ergänzt die Blüten und wechselt sich immer wieder mal mit Wassernoten ab. Das ist interessant, der Verlauf scheint erst einmal linear zu sein. Doch je länger der Duft auf der Haut bleibt, um so mehr scheint eine Wellenbewegung die manchmal vereinten, manchmal einzeln hervortretenden Zutaten aufschwappen zu lassen. Man hat eine sanft-blumige Moschusnote in der Nase, dann rollt das Maiglöckchen wieder heran. Aber immer bleibt der Jasmin deutlich als starker Antagonist mit im Spiel.

Ein durchaus interessanter Sommerduft. Aber das fand ich bei Aqua di Gioia auch schon, entgegen anderer Meinungen, die eine Süße rochen, wo ich leichte pfeffrige Schärfe entdeckte!

Das Aqua hier passt zur Cavalli-Mode, unangepasst, ein wenig wild durcheinander gemustert, aber immer mit Stil (und schön teuer!).


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