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DeJus Blog
vor 7 Jahren - 01.11.2018
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Poetenalarm! - Eure Meinung

Kennt Ihr das nicht auch? Ihr habt von einem Duft gelesen oder gehört der interessant klingt und vielleicht sogar eine Pyramide mit Lieblingsnoten aufweist. Logischer Schritt, zumindest für mich, zunächst bei Parfumo die Kommentare und Statements zu diesem Duft lesen. Wenn man sich den entsprechenden Duft aufruft, springt einem gleich die Bewertung ins Auge. Weiter geht's zu den Statements und Kommentaren.

Und jetzt kommt der Punkt um den es hier geht.

Ich erwarte also nun von den Kommentaren und Statements eine sachliche Beschreibung des Duftes, Erfahrungen damit, wie wirkt er auf die Mitmenschen, wie lange hält er, kommt er einem anderen Duft sehr nahe... Sachen eben, die mir dabei helfen den Duft etwas besser einzuschätzen ohne ihn noch gerochen zu haben.

Was man aber oft in den Kommentaren/ Statements liest klingt oft eher wie eine Filmbeschreibung, eine Interpretation einer Fabel oder manchmal sogar wie Auszüge aus religiösen Büchern.

,, Die Sonne küsst den Engel der gerade am Bach ein Schluck himmlischen Wassers trinkt.." , ,,Wie ein Einhorn das auf einem Regenbogen elegant herumstolziert.... usw. Ihr wisst was ich meine. Jeder hat schon einmal so etwas in der Art gelesen bzw. eher oft. Man hat oft das Gefühl, dass hier Goethe höhst persönlich einen Kommentar verfasst hat.

Ich würde gerne eure Meinungen dazu hören. Wie steht ihr zu so etwas? Habt Ihr lieber sachliche Kommentare oder sind so poetische Ausschweifungen auch in Ordnung? Vielleicht hat jemand noch das eine oder andere poetische Meisterstück gelesen und möchte es mit uns teilen.

Ganz liebe Grüße

Denis

46 Antworten
ChevalierChevalier vor 7 Jahren
Jedem seine eigene Schreibkultur. Einer hat mal geschrieben, wie die Forelle im wilden Bächlein. Da hat es mich dann auch umgehauen und ich habe geschaut, ob nicht schon Schleim beim Bildschirm tropft.
Nein generell kann man doch seine Empfindungen ausdrücken wie man will, jedoch wie immer, die Dosis macht das Gift.
SimonGermanySimonGermany vor 7 Jahren
Jedem das Seine... Ich kann mit solchen Kommentaren aber auch nichts anfangen, deshalb schreibe und lese ich idR nur Statemens.
CaligariCaligari vor 7 Jahren
8.) Mein Ziel ist es, dass die größtmögiche Anzahl an Rezipienten den Text gleichermaßen versteht. Hierzu finde ich Vergleiche mit Gegenständen und Ereignissen aus dem Alltag hilfreicher. 9.) Frag einen Architekten und einen Bauingenieur zum Design eines Funktionsbaus. Und ähnlich sind die unterschiedlichen Blickwinkel und Interpretationen hier. 10.) Welcher unter 9.) angeführten Berufsgruppe ich mehr anhänge, kann meinem Eintrag unter "mag ich nicht" auf meiner Seite entnommen werden.
CaligariCaligari vor 7 Jahren
6.) Der Zusammenhang zwischen Prosa und der Vorliebe für Düfte wäre eine soziologische/psychologische Studie wert. 7.) Da nüchterne Fakten nicht ausreichen um einen Duft anderen gegenüber zu beschreiben, müssen selbstverständlich Metaphern verwendet werden. Sie müssen dazu jedoch weder im Fersmaß, noch in Reimform, noch in sonst einer schriftstellerischen Art verpackt werden, so dass das Eigentliche gänzlich dahinter verschwindet.
CaligariCaligari vor 7 Jahren
1.) Ich möchte behaupten hier schon eine vierstellige Anzahl von Kommentaren zu Düften gelesen zu haben. 2.) Ich kann mit Prosa und Romanen nichts anfangen. 3.) Ich kenne hier Textpassagen, die toppen deine (ausgedachten?) Beispiele noch. 4.) Je mehr Kommentare und je länger der Kommentar, desto höher ist die Prosawahrscheinlichkeit. 5.) Prosa ist hier so sehr verbreitet, wie auf noch keinen anderen Plattform die ich bisher nutz(t)e.
SneamoriSneamori vor 7 Jahren
...Die poetischen oder ganz sachlichen Kommentare umgehe ich einfach durch weiterscrollen. Trotzdem ist es immer gut, Vielfalt zu haben und schön, dass es Leute gibt, die überhaupt Kommentare schreiben. Das finde ich zum Beispiel auch nicht so leicht. Ich tue mich richtig schwer damit und schreibe eher kaum. Von daher: Respekt für jeden, der schreiben mag. Schreibt bitte weiter so, wie ihr gerne mögt.
SneamoriSneamori vor 7 Jahren
Ich lese Kommentare fast nur noch zur Unterhaltung, weniger zur Information. Weil ich für mich schon zu oft festgestellt habe, dass meine eigenen Empfindungen bezüglich des Duftes dann doch ganz anders waren, als im Kommentar beschriebene. Wenn ich mir die Duftpyramide angucke und sehe, was in etwa enthalten ist, weiß ich mittlerweile auch, ob mir ein Duft gefallen könnte.
Ich persönlich lese gerne die kreativen, etwas witzig geschriebenen Texte und die aus dem Leben erzählenden Geschichten.
BeatriceABeatriceA vor 7 Jahren
Ich unterschreibe gerne bei Mezzanine. Möchte ich mir mal schnell dem Überblick verschaffen, lese ich Statements. Ansonsten: Die Duftnoten stehen in der Duftpyramide, die Haltbarkeit direkt darunter, der Duftzwilling rechts und die Wirkung auf Mitmenschen interessiert mich nicht :)
PatrickStarPatrickStar vor 7 Jahren
Aber so hat jeder seinen Stil - und das ist auch gut so!!
PatrickStarPatrickStar vor 7 Jahren
Jede der Art von Kommentaren, ob umschreibend, schwafelig und die eher sachlichen, welche sich auf den Duft alleine konzentrieren, haben ihre Daseinsberechtigung.
Als ich noch nicht bei Parfumo war, aber häufig mitgelesen hatte, haben wir die poetisch etwas ausladenden Kommentare gut gefallen und ich habe sie auch gerne gelesen. Mittlerweile geht mir das eher ziemlich auf den Wecker. Ich für mich möchte Infos, Eindrück und Erfahrungen über den Duft lesen.
MydarkflowerMydarkflower vor 7 Jahren
Ich kann z.B. mit Poesie mehr anfangen als mit Sachlichkeit, weil ich Düfte eben auch nicht sachlich wahrnehme, sondern diese in mir Bilder, Geschichten und Gefühle hervorrufen - richtiges Kopfkino. So lese ich diese Kommentare und so schreibe ich auch meine eigenen (wobei ich noch nicht unter die edlen Dichter gegangen bin :D ).
Aber eben, das Schöne hier bei Parfumo ist doch, dass für jeden was dabei ist - wenn was nicht gefällt, weiterscrollen, nächstes lesen. :)
ivkoivko vor 7 Jahren
Ich liebe Schorle, Schorle ist das Allerbeste was gibt! ;)
MezzanineMezzanine vor 7 Jahren
@Fittleworth - Was will man machen? Wenn der Duft nunmal nach einem auf nem Regenbogen herumstolzierenden Einhorn riecht? Soll man im Kommentar lügen oder den Sachverhalt vertuschen? Ich weiß ja nich... ;o)
FittleworthFittleworth vor 7 Jahren
",,Wie ein Einhorn das auf einem Regenbogen elegant herumstolziert.... usw. Ihr wisst was ich meine. Jeder hat schon einmal so etwas in der Art gelesen bzw. eher oft. Man hat oft das Gefühl, dass hier Goethe höhst persönlich einen Kommentar verfasst hat." Nun, Goethe hat solchen Unsinn nie geschrieben. Ich empfehle, sich mit seinem Werk vertraut zu machen, bevor man ihn als Referenz heranzieht.
FittleworthFittleworth vor 7 Jahren
Man sollte etwas differenzieren. Es gibt wunderschöne poetische Kommentare. Es gibt aber auch jene, in denen man so etwas lesen muß: "Dann fahre ich ein schönen Wald entgegen wo Blumen duften unter ein Sternhimmel." Im Übrigen gehen mir extrem kurze Kommentare ohne jeden Inhalt ("Booom, den fand ich sofort heavy!") deutlich mehr auf den Senkel, vor allem, wenn sie um zahlreiche "denglische" Hohlphrasen angereichert wurden ...
LibellaLibella vor 7 Jahren
Mir sind sachliche Kommentare lieber. Haben für mich mehr Aussagekraft. Ab und zu lese ich zwar ganz gerne poetisch inspirierte Kommentare.aber um den Duft besser einschätzen zu können, sind sachliche Beschreibungen hilfreicher für mich.
SerafinaSerafina vor 7 Jahren
Du hast eine bestimmte Erwartung an Kommentare, andere Leser haben eine andere bzw. andere Geschmäcker. Für jeden ist hier was geboten. Und so viel Auffassungsgabe sollte doch jeder haben, nach ein paar Zeilen zu erkennen, ob der Text den eigenen Erwartungen entspricht (bzw. man kennt irgendwann die namen der Schreiber, die ge- oder missfallen). Sonst eben weiterscrollen anstatt zu meckern, wie das manche hier tun.
ExUserExUser vor 7 Jahren
Ich hab Statements zu schätzen gelernt, wenn es darum geht einen Dufteindruck zu gewinnen. Für langatmige Kommentare fehlt mir oftmals schlicht die Konzentration. Bzgl schreibstil lässt sich bekanntlich streiten. Ich habe festgestellt, dass mir sachliche Kommentare besser gefallen. Vielleicht weil ich selbst gefühlsduselig genug bin?!
Fresh21Fresh21 vor 7 Jahren
... zudem: Nach einer gewissen Zeit findet man doch ohnehin seine bevorzugten Kommentatoren, die man dann einfach abonnieren kann. Daher meine Empfehlung: Statt dich durch zu viel Poesie zu quälen, versuche 5-10 User zu finden, die deinen Duftgeschmack teilen UND sachlich kommentieren. Dann läufts auch für dich richtig rund hier ;-)
Fresh21Fresh21 vor 7 Jahren
Ich denke auch, die Vielfalt machts. Lediglich zuuuu lange Storys ohne recht auf den Duft einzugehen finde ich deplatziert. Die überspringe ich einfach und freue mich eher über Kommis mit einer schönen Mischung aus nützlicher Duftbeschreibung und persönlicher (gerne auch unterhaltender) Note. Und wenn es jemand recht sachlich hält, bin ich ebenso dankbar, besonders dann wenn es bisher kaum Kommis zu einem Duft gab. So bin ich insgesamt begeistert von der Vielfalt unserer Beiträge ...
VindikationVindikation vor 7 Jahren
Johannes ich will auch nicht wissen ob der Duft nach Bourbon-Vetiver, Java-Vetiver oder brasilianischem Vetiver riecht. Allerdings könnte ich damit mehr anfangen als mit der Umschreibung: "Riecht wie der Rauch der aufsteigt wenn der neue Papst gewählt wird" -> siehe Statement zu Oud Abyad
YallaYalla vor 7 Jahren
Augen auf und durch ( und den Geldbeutel wegsperren): nach einem Jahr hast Du heraus, wer hier sachlich kommentiert, nur nachbetet, komisch oder belustigend ist.
Aktiviere Deine Abofunktion.
Achte vor allem auf die älteren Kommentare. Viele große Realisten schreiben kaum noch oder gar nicht mehr.
ChaiTeeChaiTee vor 7 Jahren
Ich hab hier gar nix zu erwarten - wenn mir ein Kommentar gefällt (merkt man ja nicht erst bei Zeile 125), dann lese ich ihn ganz und wenn ich nach Zeile 8 schon merke, dass mir Beschreibung und/oder Duft nicht zusagen, spar ich mir den Rest.
BellatrixBellatrix vor 7 Jahren
… wenn ich mich erst durch gefühlte 100 Seiten eines Romans durchscrollen muss, bis mal ein Wort über den Duft an sich geschrieben wird. Das kann dann durchaus auch lästig sein. Bei mir kommt es stark auf meine Stimmung an und darauf, wie viel Zeit ich habe. Wenn ich unterwegs bin und auf dem Handy schnell die Bewertungen eines Dufts nachschlagen will, während ich in der Parfümerie bin, kann ich Poesie nicht brauchen, zu Hause bei einer Tasse Kaffee schon!
JoHannesJoHannes vor 7 Jahren
@Globomanni: ich war erst am Anfang. Wenn ich erst bei der chemischen Zusammensetzung der Duftstoffe und der Hautchemie bin, dann aber ... ;-)
MezzanineMezzanine vor 7 Jahren
@Konsalik, ich glaube, es geht nicht allzu viel Lebenszeit verloren, wenn man bei den "nicht hilfreichen" Kommentaren einfach weiter scrollt. ;-)
BellatrixBellatrix vor 7 Jahren
Na ja...ich sehe das zwiegespalten. Es gab schon Kommentare, die habe ich nur wegen ihres Unterhaltungswerts gelesen (weil sie z.B. von witzigen Begebenheiten aus dem Leben des Schreibers handelten) oder auch, weil sie 'poetisch'/schön geschrieben waren. Da stand der beschriebene Duft für mich nur an zweiter Stelle. Aber wenn ich mich SCHNELL über einen Duft informieren will, weil ich z.B. wissen will, ob es sich lohnt, bei einem Tausch(-spiel)angebot zuzuschlagen, dann nervt es mich schonmal...
KonsalikKonsalik vor 7 Jahren
Damit ist natürlich nichts gegen kreative Formen der Parfümrezension gesagt! Unsere guten Autoren wie z.B. Fittleworth, Yatagan, Schoork, FvSpee uva. zeigen regelmäßig, dass sich ein phantasievoller Zugang zu einem Duft und präzise Analyse nicht ausschließen müssen. Im Gegenteil: Wie die Literaturgeschichte zeigt, gibt es auch Beobachtungen, die erst auf diesem Wege passend und pointiert artikuliert werden können.
GlobomanniGlobomanni vor 7 Jahren
Es gibt verschiedene Kommentare - poetische und sachliche, die beide dienlich sein können. Wenn es jedoch zu poetisch wird - man erkennt gar nicht, dass ein Duft beschrieben wird, oder zu sachlich. Ein bestimmt nicht ernstgemeintes Beispiel stammt von JoHannes, denn seine Beschreibung beschreibt nicht sachlich den Duft, sondern nur die Materialzusammensetzung des Flakons, der Verpackung und Deckels, aber kein Wort zum Duft! Ich selber bevorzuge generell eine sachliche Beschreibung des Duftes.
KonsalikKonsalik vor 7 Jahren
Wenn es denn mal Goethe wäre... Glücklicherweise ist diese Sorte Kommentar schon nach wenigen Zeilen identifiziert. Man ahnt es ja: im Privaten sind die Autorinnen (mitunter auch Autoren) solcher Kommentare sicherlich vom Typ "Ich habe da noch einen ergreifenden Engelsthriller geschrieben. Zu haben bei Books on Demand." Ärgert mich nicht. Nur: Können weniger hilfreiche Kommentare nicht via Default nach unten rücken, anstatt das Datum des Kommentars zum primären Sortierungskriterium zu erklären?
JoHannesJoHannes vor 7 Jahren
ps. Sagte ich schon, dass ich poetische Kommentare liebe. Und dass ich am allermeisten die grundehrlichen Blindtest—Kommentare liebe. Und dass Kommentare eine wunderschöne Unterhaltung sind, die mich zu einem Duft hinführen. Und dass wir viel mehr in Bildern sprechen sollten. Und dass Parfums ein sinnliches Hobby sind. Und mich berühren müssen. Und dass die Welt nicht viereckig ist. Und nicht schwarz—weiss. Und dass ich jedem Kommentarschreiber erstmal dankbar für seine Zeit und Bilder bin ...
JoHannesJoHannes vor 7 Jahren
Jetzt hab ichs auch kapiert! Werde in Zukunft einen Duft so beschreiben (sachlich natürlich): "Bei der hellmittelgrauen (RAL—Farbe Nr. 345) Flasche wurde Quarzsand mit einem Quarzanteil von >99,8% verwendet, der bei >1000 Grad in einem Ofen der Firma glasofia.com (Maschinen-Nr. 2619) geschmolzen wurde. Die Verpackung besteht aus Papierfasern der Firma papieria.com, die von rumänischen Leiharbeitern in eine Labor mit Fussbodenheizung handgeschöpft wurde. Der Deckel aus Carrara-Marmor wurde ...
VindikationVindikation vor 7 Jahren
@Gerdi: Natürlich kann man die Farbe Rot nicht beschreiben, wenn man sie nicht kennt. Kennt man Farben hingegen, kann man indessen ein daraus entstandenes Bild beschreiben. Ähnlich mit Düften. Wenn man nicht weiß wie Oud oder Vetiver riecht, wird es schwer sich darunter etwas vorzustellen. Parfums hingegen sind eine Mixtur aus einzelnen bekannten Duftnoten. Jene individuelle Zusammenstellung ist sehr wohl in Worte zu fassen - dafür braucht es keine (meist schlechte) Poesi.
ExUserExUser vor 7 Jahren
Wenn es mir zu poetisch wird, dann lese ich den Rest des Kommentars einfach nicht.
Klar hilft mir das bei meiner ersten "Analyse" nicht weiter, aber ich hab jetzt auch schon viele sachliche Analysen gelesen, für die das Gleiche gilt. Bei denen ich nach dem Selbsttest heimlich in Frage stellte, ob wir das gleiche getestet haben, weil ich nicht den "Hauch von Benzin in der Basisnote" wahrnehmen kann.
Es bleibt: Ein Kommentar (wie auch immer), der mich zu einem neuem "Schatz" führt ist toll!
MokkaMokka vor 7 Jahren
Gerüche sind eine emotionale Angelegenheit. Mir gelingt es nicht, diese sachlich wiederzugeben und finde in fantasievollen Kommentaren, was der Duft beim Schreiber ausgelöst hat. Damit kann ich verdammt viel anfangen.
ExUserExUser vor 7 Jahren
Soweit ich dich richtig lese, braucht es für Tauers Wüstenherz Phil Collins, ein halbdunkles Zimmer plus Kerzen. Und draußen muss es regnen. Keine schlechte Beschreibung. Ist wohl ein Kuschelduft, lese ich daraus. Aber von deiner eingeforderten Sachlichkeit doch weit entfernt. Merkste selber, oder? Long live diversity.
MezzanineMezzanine vor 7 Jahren
Das wunderbare an Parfumo ist die Vielfalt. So unterschiedlich wie die Düfte sind deren Träger und mit ihnen deren Kommentare und Statements. Wir haben kalte Analytiker, verträumte Geschichtenerzähler, kurze und knackige Kommentare, ausufernde Abhandlungen…und Catch22! Alles toll, so ist für jeden etwas dabei.
JoHannesJoHannes vor 7 Jahren
"Ich erwarte also nun von den Kommentaren und Statements eine sachliche Beschreibung des Duftes, (…)". Aha ...
GerdiGerdi vor 7 Jahren
Da man Düfte nicht beschreiben kann (individuelle Wahrnehmung) bedarf es der UMschreibung, also der impressionistischen Vermittlung durch Worte. (z.B. kannst Du einem Nichtsehenden den Eindruck ROT nicht vermitteln.) Ähnlich verhält es sich ja auch, wenn Weine beschrieben werden. Ist eine eigene Art der Poesie! Zwischen den Zeilen erfährt man dennoch genug, um seine persönlichen Vorlieben abzugleichen.
MonogramMonogram vor 7 Jahren
Kreativere Texte lese ich ausgesprochen gerne. Ich finde die Verknüpfung zwischen dem Duft und einer literarischen Darstellung inspirierend.
Als störend empfinde ich höchstens wenn aus dem poetischeren Kommentar keine Meinung des Autors hervorgeht und er den Duft auch nicht bewertet hat. Ich möchte ja auch wissen unter welchem subjektiven Eindruck der Verfasser geschrieben hat. Zu einem guten literarischen Text gehört es aber mMn, die Meinung des Verfassers zu erahnen zu können.
FrauHolleFrauHolle vor 7 Jahren
Die Poesie, die Poesie; nicht jedermann hier mochte sie.
Drum dachte er, gar nicht so dumm, schreib ichs mal ins Poesiealbum.
AchillesAchilles vor 7 Jahren
Darüber gibt es einen sehr guten und m.M.nach differenzierten Blog. https://www.parfumo.de/Benutzer/DaveGahan101/Blog/Eintrag/Warum_schreib_ich_Kommentare_2
KovexKovex vor 7 Jahren
Die Vielfalt machts. Alles ist erlaubt. Bei Nichtgefallen einfach weiter scrollen. Das Leben kann so einfach sein.
VindikationVindikation vor 7 Jahren
Da sprichst du mir aus der Seele, oft ist zu viel Poesi, zu wenig Parfumbewertung dabei. Ohne die Bewertung wüsste man oft nicht einmal, wie der Ersteller zum jeweiligen Duft steht.
Die Statements sind da meiner Meinung nach oft deutlich aussagekräftiger.
Ramona60Ramona60 vor 7 Jahren
Für mich bitte keine "Möchtegern-Poesie ", immer schön sachlich...:-) Aber das ist ja schließlich Geschmacksache:-)
FluxitFluxit vor 7 Jahren
Ich finde, Platz für (gute!) Poesie ist immer, egal ob auf Parfumo oder woanders. Bilder können sehr aussagekräftig sein und den Gesamteindruck eines Duftes anders einfassen. Persönlich ist mir ein sachlicher Schwerpunkt dennoch lieber, sehr gerne auch gemischt. Letztendlich ergibt sich die bunte Vielfalt über die Kommentare hinweg durch verschiedene Autoren, eine der Stärken Parfumos. Bei schlechten Reimversuchen schüttelt es mich allerdings - vielleicht heißen die deswegen Schüttelreime :D