DonJuanDeCatDonJuanDeCats Parfumkommentare

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23.01.2020 19:43 Uhr
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Hallo ihr Duftsäcke :D
Hm… ich sollte lieber nicht Duftsack schreiben, das Wort scheint es nämlich nicht zu geben. Ein Sack, wo ein Duft drin ist? Gibt’s sowas überhaupt? Und warum muss ich gerade an Furzkissen denken (die übrigens GERUCHSFREI sind…!!)?? Fragen über Fragen, die ich lieber nicht weiter beachte :D

Jedenfalls geht es heute um den Mancera-Duft „Lemon Line“, der schon allein durch den Begriff „Lemon“ meine Aufmerksamkeit erregt hat. Wie es nun einmal so ist, lässt es sich ja (leider) nicht verhindern, dass irgendwann der Sommer zurückkehrt (igitt,… ach guckt doch nicht so, ihr kennt doch meine derzeitige Abneigung gegenüber dem Sommer :D). Und Sommer bedeutet für mich, dass all die schönen, schweren und leckeren Düfte sich in die hintersten Ecken meines Schrankes verziehen müssen, während die leichten, lockeren und vor allem frischen (oder erfrischenden) wieder in den Vordergrund rücken. Was aber natürlich auch toll ist, da ich ja zitrische Düfte mag.

Und Düfte mit Zitronen und ähnlichen, zitrischen Duftnoten liebe ich ja im Sommer, zumindest wenn der Duft dabei gut gemacht ist. Es mag frische Düfte wie Sand am Meer geben, doch die meisten verkommen entweder im 0815er-Bereich oder schlimmer, werden durch zu viele synthetische Beigaben verunstaltet. Wie dem auch sei, dennoch ist es für mich immer wieder ein Genuss, neue frische Düfte zu entdecken, auch wenn ich mir sicher bin, dass den von mir erst vor gar nicht soo langer Zeit neu entdeckten „Note de Yuzu“ von Heeley kaum ein anderer Duft so schnell mich wie eben dieser Duft flashen wird. Aber man sollte ja bekanntlich niemals nie sagen, nicht wahr? Also dann, ich teste den Lemon Line mal, und mal sehen, wie der so ist!

Der Duft:
Der Duft beginnt mit Zitrone und Lavendel und kommt damit ein wenig klassisch bzw. barbarshop-artig rüber. Dazu gibt es eine leicht bitter duftende Orangenschale, die den Frische-Effekt des Duftes erhöht. Dann kommt eine ganz leichte, rosig anmutende Blumennote hinzu. Diese ist stark genug, um sie kurz wahrzunehmen, aber auch schwach genug, um nicht feminin zu wirken. Ob Rosengeranien allerdings wie Rosen duften, weiß ich jetzt nicht so genau, der Duft erinnert mich zwar schon an Rosen, scheint aber auch etwas anders zu sein.
Auch etwas später duftet es noch frisch und auch herb durch Lavendel, aber der Duft bekommt auch zunehmend eine etwas kräftiger ausstrahlende, wärmere Note mit süßen Akzenten, was der Amber sein könnte, der so langsam an Intensität gewinnt.
In der Basis ist der Duft zwar weiterhin warm, hat auch dann aber nicht wirklich von seiner Frische verloren, da er weiterhin schön nach Zitronen duftet (wenn auch aber etwas schwächer). Der Amber wird zudem immer weiter von der Moschus ersetzt, doch allgemein ist der Duft nicht soo süß ausgefallen. Alles in allem ein warm-frischer Duft, der auch teilweise nach Urlaub duftet (doch dazu später mehr!).

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist mittelmäßig ausgefallen, wie die meisten frisch wirkenden Düfte eben so sind. Vielleicht ist dieser zu Beginn noch etwas stärker, pendelt sich dann aber wie gesagt im mittleren bis eher sogar etwas schwächeren Bereich ein, so dass man ihn am besten nur aus der Nähe an einem wahrnehmen kann. Die Haltbarkeit ist wie erwartet nicht so hoch, da der Duft schon nach weniger als fünf bis sechs Stunden kaum noch riechbar ist. Dennoch hält er etwas besser als die meisten zitrischen Düfte.

Der Flakon:
Der Flakon ist zylindrisch und schwarz, wobei er horizontale Rillen hat, welcher wie ein Kühlergrill wirken und damit auch teilweise einen Blick in die gelbe Duftflüssigkeit bieten, die übrigens einen tollen Kontrast zum Schwarz des Flakons darstellt. Auf der Vorderseite sieht man noch ein schwarzes, quadratisches Etikett und zum Hals hinauf wird es etwas steiler. Genau so ist auch der schwarze Deckel geformt. Alles in allem sieht der Flakon sehr toll aus.

Fazit:
Also gut, das war nun „Lemon Line“. Und er ist ganz gut geworden. Zu Beginn duftet er sehr frisch mit einem leichten, klassisch anmutenden Barbarshop-touch, wobei dies hier nicht altmodisch gemeint ist, wenn aber auch ich mir sicher bin, dass der Duft den ganz jüngeren vielleicht nicht soo sehr stehen könnte.

Was mir auch gut gefallen hat, war der spätere Duftverlauf mit seiner warm-sanften Seite, die mich olfaktorisch an mediterrane Orte auf der Welt erinnert hat, ob Italien, Griechenland, Türkei und alle diese Gebiete, wo man beispielsweise toll Urlaub am Meer machen kann und nebenbei entweder die schönen Städte erkundet (vor allem kleinere Gassen mit Altstadt-Atmosphäre) oder abseits der Städte auf Wanderschaft geht und die Natur erkundet, dabei strahlt die Sonne auf die Felder und man nimmt den typischen Duft der von der Sonne erwärmten Natur auf. Alles in allem gibt der Duft damit ein nettes Urlaubsfeeling, wobei er aber auch als alltäglicher Tagesduft verwendet werden könnte, um ihn zum Beispiel auch jeden Tag auf der Arbeit zu tragen.

Der Duft konnte für mich zwar den angesprochenen Yuzu von Heeley nicht toppen, aber er gehört trotzdem zu den gut gemachten Sommerdüften, die auf alle Fälle mal einen Blick wert sind, vor allem, wenn man noch keinen Duft mit barbarshop-artigen Elementen in seiner Sammlung haben sollte.

Na dann, das war’s dann wieder, ich wünsche euch allen einen tollen Abend, dann bis zum nächsten Mal :)


22.01.2020 20:07 Uhr
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Hey hey, da bin ich wieder und bringe euch einen neuen Kommentar mit und höre mir gleichzeitig euer Seufzen kann, die erklingt, weil ich mal wieder da bin und einfach nur überpräsent zu sein scheine. Ihr solltet euch lieber freuen, mich hier zu haben! :D
Wie dem auch sei, diesmal meckere ich mal nicht über euren Gejammer, schließlich müsst ihr schon genug leiden, weil ich wieder da bin! :D

Also, ich komme heute mit dem Duft Calimala von Salvatore Ferragamo, welcher früher noch unter dem Namen „Leather Rose“ aufgelistet war. Ich weiß zwar nicht genau, was Calimala noch so bedeutet, aber als Arte di Calimala wurde eine Zunft in Florenz genannt, welche bedeutende Stoffveredler, Kleidungshersteller und Kaufmänner waren und auch viel Einfluss hatten. Diese Zunft gehörte zu den edlen Zünften, dessen Mitglieder viele soziale Aufstiegschancen hatten als Mitglieder der „niederen“ Zünfte wie Handwerker.

Es kann sein, dass der Duft nach einer edlen Zunft benannt wurde, weil die Tuscan Creations ebenfalls die edlere Duftreihe von Salvatore Ferragamo darstellt. Aber das ist nur eine Vermutung, falls es jemand besser weiß, kann sie oder er mir als Antwort zu meinem Kommentar ein wenig klugscheißen :D
Na dann, auf zum Duft!

Der Duft:
Der Duft beginnt mit Rosen, die schön blumig, leicht süßlich und leicht säuerlich rüberkommen. Dazu gibt es, wie man es sich vielleicht bereits gedacht hat, auch die Ledernote, die man sofort riechen kann. Im Hintergrund blitzt beim Aufsprühen für einen kurzen Moment etwas frisch-spritziges auf, was die Orange sein könnte. Während das Spritzige der Orange zwar abklingt, kann man diese zitrische Duftnote aber noch eine Weile wahrnehmen, aber eher auf eine warme Art und Weise, was natürlich ebenfalls sehr schön ist. Der Kardamom sorgt für einen würzig-aromatischen und leicht krautigen Touch. Die Orange wirkt mit dieser würzigen Duftnote zusammen übrigens ein wenig so wie die Orange in Jo Malones „Orange Bitters“, welcher ebenfalls ein sehr schöner Duft ist.
Ein wenig später scheinen die Rosen und die Orangen in der Herznote die Hauptduftnoten zu sein, zusammen mit leicht würzigen Düften. Das Leder, welches nun mehr wie Wildleder duftet, ist dabei deutlich schwächer geworden.
Später stehen vor allem die Rosen im Mittelpunkt, da sie am intensivsten duften. Erst wieder zur Basis riecht man wieder ein paar weitere Duftnoten, wobei die Rosen dennoch auch dort sehr intensiv duften. Jedenfalls wirkt der Duft in der Basis sanfter durch puderige Düfte wie Vanille und das Wildleder kommt wieder etwas besser durch, auch wenn die Duftnote allgemein weiterhin schwach bleiben sollte als zu Beginn. Alles in allem ist Calimala ein sehr schöner Duft, der es wert ist, probiert zu werden!

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist gut und man ist mit diesem Duft sicher eine Weile lang gut riechbar, da man hier schon in eine kleine, nette Duftwolke eingehüllt wird. Die Haltbarkeit ist ebenfalls recht gut ausgefallen mit über acht bis neun Stunden Dauer.

Der Flakon:
Der Flakon ist zylindrisch, wobei er von oben nach unten leicht im Durchmesser abzunehmen scheint. Gefüllt ist er mit einer pinken Duftflüssigkeit. Man sieht zudem ein goldenes Etikett, was auch farblich zur Duftflüssig sehr passend wirkt. Ebenfalls golden ist der Deckel, um den herum ein dunkelbraunes Lederband umwickelt wurde und alles somit edler wirkt. Ich finde den Flakon sehr gelungen und schön.

Fazit:
Also Calimala ist ein verdammt schöner Duft geworden, dessen einziger Kritikpunkt (zumindest meiner Meinung nach) die etwas zu sehr im Vordergrund stehende Rose ist, die über früh oder lang die meisten der anderen Duftnoten zu sehr in den Hintergrund rücken lässt und der Duft damit fast wie ein reiner Rosenduft wirkt. Okay, in der Basis riecht man zwar wieder auch weitere Düfte, aber dennoch sind auch dann die Rosen die intensivste Duftnote.

Aber das muss natürlich nicht schlecht sein, da die Rosen authentisch und schön duften, nur muss man eben Rosen mögen, und gerade Rosen sind ja nicht jedermanns Ding. Der Duft wirkt mit den Rosen nicht nur sehr feminin (somit ist der Duft für mich auch ein reiner Damenduft und nicht Unisex), sondern auch ein wenig reifer, so dass er nicht unbedingt für die jüngeren geeignet ist. Als Anlass würde ich hier eigentlich nur den Abend bzw. zum Ausgehen empfehlen, da Calimala sicher kein Duft für’s Büro ist, jedenfalls nicht in dieser Ausstrahlung bzw. Intensität.

Er ist auf alle Fälle einen Blick wert. Zudem hat der Duft nichts Synthetisches an sich, wirkt lange, ist stark und riecht wie erwähnt gut. Da der Duft doch sehr stark nach Rosen duftet und auch später das Leder nicht wieder zurückkehrt bzw. extrem schwach wird, finde ich es auch gut, dass der Namen des Duftes von Leather Rose zu Calimala umbenannt wurde.

Tja dann, damit bin ich wieder mal fertig und ihr seid mich für heute auch wieder los :D
Ich wünsche euch wie immer einen netten Abend, dann bis zum nächsten Mal :)


19.01.2020 19:58 Uhr
6 Auszeichnungen
Halt nein, mein Titel ist hier absolut nicht anstößig gemeint, auch wenn es vielleicht doch sehr danach klingt. Aber falls ihr gedacht habt, dass es anstößig ist, dann habt ihr ebenfalls genau an das gedacht, was ich eigentlich nicht meinte und was bedeutet, dass auch ihr alle schmutzige Gedanken habt. Also hört auf, mit mir zu schimpfen, stellt euch reumütig in eine Ecke und lasst euch auspeitschen… argh, nein ich meinte natürlich schämt euch in Grund und Boden :DD

Was mein Titel dagegen wirklich bedeuten soll? Nun, das erfährt ihr noch während der Duftbeschreibung! Jedenfalls komme ich heute zu Lolita Lempicka – So Sweet. Ich bin mir bei dem Duftnamen noch nicht sicher, ob der Duft sehr süß duften soll, oder ob ihr Mädels damit süß wirken sollt. Wenn ich am Ende dieses Kommentares wieder anfangen sollte, über euch Parfumas zu schwärmen, dann wird wahrscheinlich letzterer zutreffen :D

Aber schnüffeln wir erst mal los!

Der Duft:
Der Duft beginnt mit einer süßlichen Kirsche, die so riecht wie Lutscher mit Kirschgeschmack bzw. diese Schleckmuscheln mit Kirschgeschmack, daher also auch mein Titel!!! Kapiert? Gut, dann weiter! Die Kirsche duftet wie gesagt eher wie eine Süßigkeit anstatt wie eine Frucht und kommt auch recht synthetisch rüber, wobei eigentlich der ganze Duft einen stark synthetischen Touch hat. Die Himbeeren wirken genauso wie die Kirschen, also ebenfalls Süßigkeit-artig und erinnern mich damit tatsächlich auch an diese leckeren Himbeeren-Bonbon, die teilweise steinhart sein können :D
Dann rieche ich noch blumige Noten, die wohl Rosen sein sollen, aber so gänzlich kann ich diese nicht identifizieren. Ich werde daher erst mal blumige Düfte allgemein dazu sagen.
Später bleibt es zwar süßlich, doch die zuckrige und Süßigkeiten-artige Süße wird geringer, auch wenn man noch ein wenig Kirsche riechen kann. Jetzt aber riecht man vor allem die Süße des Moschus‘, was zwar nett ist, aber wie alle anderen Duftnoten ein klein wenig unter der allgemeinen Synthetik leidet. Zudem erscheint der Duft hin und wieder auch ein klein wenig trocken (nicht zu verwechseln mit stickig!).
In der Basis ist der Duft weiterhin süß wegen dem Moschus, etwas sanft-puderig mit hin und wieder aufblitzender Kirsche. Ganz nett, mehr aber auch nicht.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist zu Beginn noch hoch, pendelt sich aber schon bald nach dem Aufsprühen in den durchschnittlichen Bereich ein, wo er am besten aus der Nähe erschnüffelt werden kann. Die Haltbarkeit fand ich dagegen mit knapp sechs Stunden noch ganz okay.

Der Flakon:
Der Flakon ist klein und sehr kantig. Er ist rot und soll wohl von der Form her ein Herz darstellen, was auch zu Lolita Lempickas allgemeinen Motiven mit Prinzessinnen, Herzchen und so weiter passen würde. Oder ist es doch ein Apfel? Keine Ahnung, nett sieht er jedenfalls aus, wobei ältere Flakons von diesem Duft scheinbar noch abgerundeter waren. Alles wie gesagt ganz nett.

Fazit:
Soo, dieser Duft ist „ganz okay“. Ich finde, er ist weder etwas herausragendes noch etwas Besonderes oder spektakuläres. Er wird seine Fans haben, die vermutlich vor allem aus jüngeren Mädels bestehen könnten, aber ansonsten besteht auch hier die Gefahr, dass er unter sehr vielen, ähnlich duftenden Düften einfach untergeht und sich im Grunde nur dadurch retten kann, dass er in einem eher auffälligeren Flakon kommt.

Obwohl der Moschus gegen Ende den Duft eventuell ein klein wenig reifer gestaltet, finde ich gerade den Anfang und den Mittelteil eher bonbonartig süß und würde diesen Duft daher den jüngeren Mädels empfehlen. Ich finde auch, dass der Duft beispielsweise gut als Geburtstagsgeschenk für eine junge Dame taugt, die z.B. 16 oder 17 Jahre alt geworden ist und damit auch vermutlich häufiger mal ausgehen wird (wenn die Väter es zulassen, mu ha ha ha :DD). Womit nun auch der Verwendungszweck ersichtlich sein sollte: Ja, der Duft ist ein Ausgehduft, benutzbar in jeder Jahreszeit.

Zu meiner Frage von der Einleitung, ob er den Duft süß duftet oder die Duftträgerin süß erscheinen lässt: Nun, ich würde einfach mal sagen, BEIDES! :DD
Die meisten von euch, vor allem eben Erwachsenen über 20-25 (aaargh, ich muss echt vorsichtig beim Alter der Frauen sein, in letzter Zeit erwähne ich so etwas häufiger… irgendwann wird noch sicher etwas schlimmes passieren, wenn mir hier jemand z.B. mit der Faust auf den Kopf haut oder so…!!), brauchen den Duft so gesehen nicht zu testen, wenn sie die Bonbonartige Süße nicht mögen. Wer’s aber mag, die wird sich vielleicht wie ich an diese leckeren Schleckmuscheln erinnern :)

Soo, das war’s dann! Ich bin mir sicher, dass wir „uns“ bald hier „wiedersehen“, bis dahin wünsche ich euch allen einen tollen Abend, bis dann :)


16.01.2020 20:53 Uhr
10 Auszeichnungen
Guten Abend, ihr riechendes Pack. Hm,… sagen wir lieber ihr schnüffelndes Pack. Wenn ich „riechende“ sage, dann klingt das fast so, als ob ich andeuten würde, dass ihr stinken würdet. Und da ihr alle Parfumas und Parfumos seid, also Duftbegeisterte, gehe ich mal nicht davon aus, dass ihr stinken tut,… solange ihr jedenfalls nicht abartige Duft mit Ylang-Ylang oder Koriander verwendet :D

Soo… jetzt kommt Goldea The Roman Night aus der Goldea Serie, von der ich bisher nur den Rose Goldea Blossom Delight kenne, welcher ein netter, aber nicht unbedingt ein herausragender Duft ist.
Na jedenfalls ist in The Roman Night hier die Duftnote „Maulbeerblatt“ enthalten, was mich immer wieder an eine bestimmte Szene aus Bud Spencer und Terence Hill Filmen denken lässt, nämlich wie die zwei zu Polizisten ausgebildet werden und dann ihre erste Obduktion einer Leiche erleben sollen. Natürlich sind beide abgebrüht und schauen, ohne mit der Miene zu zucken zu, dabei bietet Bud Spencer seinem Kumpel Kaugummi an. Auf die Frage, was für ein Geschmack der Kaugummi hätte, antwortet Bud Spencer „Maulbeerblatt“, worauf Terence Hill erwidert „Ich hasse Maulbeerblatt!“. Daher auch mein Titel zu diesem Duft, weil ich immer wieder an diese Szene bei dem Begriff Maulbeerblatt denken muss. Das mag für viele vielleicht nicht wirklich witzig vorkommen, aber ich erinnere mich daran, wie ich damals vor allem als Jugendlicher dann hinterher immer wieder nach Kaugummis mit Maulbeerblatt-Geschmack gesucht hatte, ganz zu schweigen davon, dass ich überhaupt gar nicht wusste, was Maulbeeren überhaupt waren :DD

Doch so viel zu meinem Gelaber erst einmal, will ja euch hier nicht langweilen, daher also mal sehen, wie dieser Duft hier so ist.

Der Duft:
Ich rieche zu Beginn eine rosenartige Duftnote, die allerdings auch recht puderig ausgefallen ist, was aber dafür umso schöner duftet. Es gibt dazu eine fruchtig-süßliche Duftnote, die ich nicht identifizieren kann. Es hat einen Duft, der ein wenig an Brombeeren erinnert, was vielleicht an der Ähnlichkeit der Maulbeeren mit Brombeeren liegt. Wobei ich bei den fruchtigen Noten aber auch ein klein wenig an Johannisbeeren tippen würde.
Außerdem rieche ich intensiv blumig-süßliche Noten, nämlich Tuberosen (aber auch Jasmin) sowie auch erdig riechendes Patchouli, was schwach beginnt, aber scheinbar immer intensiver wird.
Ein wenig später kommt zu den süßlichen Düften mit dem Moschus eine weitere Süße hinzu. Die fruchtigen Noten klingen dabei allmählich ab, die puderige Süße bleibt aber noch enthalten, ebenso die blumigen Noten. So bleibt es eigentlich auch bis zum Schluss und duftet einfach nur ganz gut.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Ausstrahlung ist zu Beginn recht kräftig und hinterlässt daher auch eine ordentliche Duftwolke. Allerdings verliert er in den nächsten 30 Minuten deutlich an Kraft, hinterlässt aber dennoch weiterhin eine kleine Duftwolke, so dass man für ein Weilchen ein wenig wahrgenommen werden wird. Dennoch fand ich die Haltbarkeit allgemein nicht soo hoch. Zwar riecht man ihn schon über acht Stunden, aber die Hälfte dieser Zeit kam er mir letztendlich doch etwas schwach vor.

Der Flakon:
Der Flakon ist rundlich und glänzend schwarz. Auf der Vorderseite sieht man in goldenen Lettern den Namen des Duftes und der Marke. Der Hals besteht aus eingesetzten, schwarzen Steinen, die so wirken wie der Panzer einer Schildkröte. Der Deckel ist scheibenförmig und durchsichtig. Alles in allem ein schöner Flakon, der auch edel rüberkommt.

Der Fazit:
Soo, dieser Bvlgari ist ein sehr netter Duft geworden, der schön blumig und süßlich duftet. Während die süßlichen Duftnoten zu Beginn noch fruchtig rüberkommen, wird die Süße im weiteren Verlauf des Duftes „dunkler“ und duftet nach Moschus, wodurch der Duft letztendlich nicht nur schön duftet, sondern auch eleganter rüberkommt.

Daher würde ich auch sagen, dass man diesen Duft gut zum Ausgehen verwenden könnte. Oder für den Abend allgemein. Aber ich wünschte, dass er dafür ein klein wenig stärker wäre, aber nun gut, so ist es halt. Dennoch ist er auf jeden Fall einen Test wert! Lasst euch also nicht von meinem Titel hier verunsichern, denn der Duft von Maulbeerblatt hier (bzw. der beerige Duft allgemein zu Beginn des Duftes) ist sehr nett und ich bin mir sicher, dass Maulbeerblatt bzw. Maulbeeren gar nicht mal so schlecht schmecken :D
(Kann auch sein, dass ich Vielfraß die Dinger bereits mal verdrückt habe und diese aber für Brombeeren hielt, keine Ahnung, alles ist möglich! :D).

Soo… was sonst noch? Ach ja,… ihr könnt in euren Kalendern mal wieder einen weiteren Strich reinkritzeln, weil dies eines meiner seltenen Damenduft-Kommentare war, wo ich ausnahmsweise mal nicht über Frauen gejammert oder gemeckert (oder beides getan) habe :DD Was natürlich bedeutet, dass ich das nächste Mal umso mehr meckern muss!!

Na dann, ich wünsche euch allen einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal :D


15.01.2020 19:54 Uhr
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Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Kommentar von mir! :)
Halt! Was ist das denn jetzt?? Hier kommt ein Duft in einem BLAUEN Flakon, der aber den Namen „This Is Not A Blue Bottle?“ trägt?? Was geht denn hier ab? Ich erkläre es euch: Der Hersteller, also Histoires de Parfums, hatte mal festgestellt, dass sich vor allem Parfumas und Parfumos schön irritieren lassen und haben einen blauen Flakon herausgebracht und erwähnt, dass es eben kein blauer Flakon sei. Und sie haben ihr Ziel, euch alle zu verwirren, erreicht! Was, ihr glaubt mir nicht??
Glaubt es ruhig, ich erzähle vielleicht oftmals absoluten Quatsch, aber hin und wieder sage auch ich die Wahrheit… *seufz* Na dann glaubt mir eben nicht :D

Aber der Name des Duftes ist tatsächlich sehr interessant, wie ich finde :D
Ebenso auch der Hersteller, von denen ich zwar noch nicht sehr viele Düfte testen konnte, aber die wenigen bisher ziemlich gut fand. Histoires de Parfums kreiert übrigens Düfte, die Geschichten erzählen sollen und orientiert sich dabei an berühmte Ereignisse und Persönlichkeiten aus fast allen Zeiten der Menschheitsgeschichte.

Jetzt kommt mit „This Is Not A Blue Bottle“ an sich eine kleine Ausnahme, da dieser Duft diesmal nicht wirklich auf eine Geschichte beruht, wenn auch der Duftname vermutlich eine Anspielung auf ein Werk eines Künstlers ist, aber das erzähle ich euch erst nach der Duftbeschreibung, da ich gerade mal wieder endlos zu labern scheine… :D

Der Duft:
Der Duft beginnt mit Lavendel und leichten, nicht ganz identifizierbaren zitrischen Düften, welche ein Mix aus Bergamotten und Mandarinen sein könnten (später erinnen mich diese an Orangen). Dazu gibt es etwas Kardamom sowie süßliche Düfte, welche vor allem aus der Tonkabohne kommen und daher auch ein wenig puderig wirken (wobei die Tonka leicht synthetisch vorkommt, aber das ist nicht schlimm). Dazu kommen Harze, die den Duft noch angenehmer erscheinen lassen, da der Duft durch die Harze noch sanfter wirkt.
Einige schreiben nun, dass sie viel Ylang-Ylang riechen würden. Nun, ich konnte Ylang so gut wie kaum wahrnehmen, und darüber bin ich nicht gerade traurig. Denn ihr wisst ja, dass Ylang-Ylang zu den Duftnoten gehört, die ich persönlich als sehr anstrengend empfinde, und gerade bei solch sanften Düften hätte meiner Meinung nach so eine schwüle, blumige Duftnote den Duft eher gestört als ihn aufzuwerten.
Gegen Ende aber rieche ich dann tatsächlich Ylang-Ylang, aber diese Duftnote ist hier zum Glück gar nicht störend, vielleicht auch, weil die puderig-sanften und süßlichen Düfte einfach im Vordergrund stehen wie das Benzoeharz, der so wundervoll angenehm duftet. Mehr als den Ylang rieche ich allerdings das erdige Patchouli, was hier auch nett rüberkommt, selbst wenn Patchouli ebenfalls nicht zu meinen favorisierten Duftnoten gehören sollte. Am Ende bleibt es warm und wie beschrieben angenehm süßlich puderig.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist recht mäßig und wird zudem sogar noch schwächer. Wenn hier keine Tonkabohne vorhanden wäre, dann würde der Duft wohl noch schnell verfliegen… ich empfehle hier, auf jeden Fall auch ein wenig auf die Kleidung zu sprühen, um mehr vom Duft zu haben! Auch wenn die Sillage eher schwächer ist, so ist die Haltbarkeit dennoch ganz gut, da der Duft mehr als sieben oder acht Stunden hält.

Der Flakon:
Der Flakon ist rechteckig und blau. Nein wartet,… das ist KEIN BLAUER Flakon, verdammt!!! Seht es doch ein. Sagen wir stattdessen also mal, dass der Flakon die Farbe hat, den man bekommt, wenn man zu viel getrunken hat :D
Jedenfalls hat er noch eine schöne, weiße Musterung und sieht einfach nett und modern aus. Mir gefällt er sehr gut!

Fazit:
Hm… ich weiß, dass ihr alle hier total neugierig seid. Und zwar auf alles. Das heißt, ihr hättet vielleicht auch gerne gewusst, warum der Duft hier nun „This Is Not A Blue Bottle“ heißt. Nun ja, es soll alles ja künstlerisch sein. Es ist daher eine Art Anspielung auf ein Werk des Künstlers René Magritte, der 1929 eine Pfeife gemalt und es „This is not a Pipe“ genannt hatte. Allerdings ist die Anspielung rein künstlerisch gemeint, denn Interpretationsmäßig würde „This Is Not A Blue Bottle“ eher an der Bedeutung scheitern. Denn die am weitesten verbreitete Interpretation von „This is not a Pipe“ ist die, dass es sich dabei nur um ein BILD einer Pfeife handelt, diese Pfeife also nicht echt ist, so dass man sie nicht in der Wirklichkeit rauchen kann. Wow… hätte ich jetzt echt nicht gedacht :D
(Theoretisch könnte man das Bild aber dennoch rauchen, wenn man es zerknüllt und in einer Pfeife anzündet… aber naja, keine Sorge, ich gehöre nicht zu den Menschen, die Kunstwerke zerstören würden, da ich Kunst an sich allgemein sehr mag!).

Der blaue Flakon des Duftes hier ist aber weder ein Bild, noch ein Gegenstand der Fantasie, sie ist real und tatsächlich BLAU! Naja, sofern ich es von hier aus beurteilen kann. Vielleicht ist der eigentliche Flakon ja ganz anders und wurde nur mit einer blauen Farbe getarnt, um wie gesagt euch alle zu verwirren (ihr fällt aber auch echt auf alles rein :D). Naja, ich find’s jedenfalls sehr interessant, und falls jemand eine bessere Erklärung findet, kann sie oder er mir es ja hier verraten :)

Aber genug gelabert, der Duft ist sehr nett, leider aber recht schwach. Vom Dufttyp her riecht er für mich wie ein netter, süßlich sanfter Ausgehduft, aber da er schwach ist, kann man ihn auch daher (oder eher) gut täglich und in der Freizeit benutzen, am besten im Herbst und Winter. Wenn ihr die Gelegenheit habt, ihn mal zu testen, dann tut es ruhig mal, da er für mich sehr nett riecht!

Tja, und damit komme ich wieder zum Schluss und wünsche euch allen einen schönen Abend :)

PS: ... ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich den Duft nicht vielleicht mit Version 1.1 dieses Duftes verwechsle, allerdings kommt mir der Duft von den Duftinhalten mehr wie 1.4 vor, auch wenn ich zu Beginn Orangen wahrnehmen sollte, was in 1.1 drin ist... hmm... ich lasse dieses Kommentar mal hier und versuche irgendwann, an neue Proben von 1.1 und 1.4 zu kommen und beide genau zu vergleichen... dann werde ich je nachdem hier korrigeren oder neu verfassen! Bis dahin sorry, argh :(


14.01.2020 20:00 Uhr
7 Auszeichnungen
Hallo Leute, da bin ich wieder und hoffe wie immer, dass ihr alle auch an diesem Abend mich zumindest einigermaßen ertragen könnt. Ich werde auch nicht viel labern und… ach was sage ich da?... Natürlich werde ich labern, daher werdet ihr mich ja auch ertragen müssen :D

Soo, heute komme ich zu Mon Paris Couture von Yves Saint Laurent. Zuerst einmal: Nein, ich kenne die anderen Mon Paris Düfte noch nicht, daher wird dies hier kein Vergleichs-Kommentar werden. Ansonsten, ach ja Paris… die Traumstadt von vielen Menschen. Man träumt von schönen Straßen und Ecken, Romantik, dem Eiffelturm und hübschen französischen Mädels. Ich denke, all das trifft nicht immer zu… das letzte Mal, als ich in Paris war, wurde dort, wo ich blieb (was zugegeben nicht unbedingt ein nobler Bezirk war…) gleich in der ersten Nacht von Jugendlichen eine riesige Mülltonne abgefackelt. Es kann aber sein, dass die Jungs und Mädels dachten, dass sie zur Erhöhung der Romantik die Mülltonne abfackeln konnten, sozusagen als „Lagerfeuerromantik“ :D
Was ebenfalls auch die vielen Pärchen erklären würde, die überall auf den Straßen (und Bushaltestellen) zu sehen waren und die sich leidenschaftlich küssten… (oh ein grausiger Anblick für Singles… :DDD).

Wie dem auch sei, ich gehe einfach mal davon aus, das Paris dennoch eine schöne, romantische Stadt ist. Und bevor ich noch ewig weiter labere (ich hatte euch ja vorgewarnt), komme ich „erst mal schnell“ zum Duft!

Der Duft:
Der Beginn ist blumig, zitrisch und süß. Ein klein wenig erinnert er mich an erfrischendes, leckeres Fruchteis oder eben leckere Bonbons, was mir zugegeben schon ein wenig das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt (damit ist das hier mal wieder eines der Düfte, bei der man(n) gleich die Dame anbeißen möchte :D).
Von den zitrischen Noten würde ich hier auf Grapefruit und Zitrone tippen und bei den blumigen vor allem auf die Rose. Fruchtige Noten scheinen von der Himbeere zu kommen, weitere süßliche Düfte erinnern mich an Moschus.
Etwas später kommt Patchouli hinzu, dessen erdiger Duft den Duft reifer erscheinen lässt. Zunächst scheint der Patchouli stärker zu werden, klingt dann in der Basis aber wieder ein wenig ab, so dass der Duft dann wieder etwas süßlicher erscheint. Ansonsten riecht man in der Basis eine Amberartige Süße, welcher aber schon bald wieder vom Moschus eingeholt wird. Und obwohl der Duft hin und wieder leicht synthetisch erscheint, ist er jetzt im Großen und Ganzen gar nicht mal so übel geworden. Er ist schön, vielleicht etwas zu zuckrig, aber eben schön.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist ganz okay. Also weder zu stark noch zu schwach. Ein Duftwölkchen wird es auf jeden Fall für eine Weile geben, so dass man mit diesem Duft ganz sicher wahrgenommen werden wird. Die Haltbarkeit beträgt acht Stunden und etwas mehr, da die süßlichen Duftnoten schon länger wirken.

Der Flakon:
Der Flakon ist rechteckig mit abgeschrägten Kanten auf der Oberseite. Von dieser Form her erinnert der Flakon mich ein wenig an die Flakons der Mon Guerlain Reihe, nur dass dieser hier etwas rundlicher ist. Am Hals trägt er eine schöne, schwarze Schleife mit weißen Punkten. Der Deckel ist rechteckig und durchsichtig. Ein sehr schöner Flakon!

Fazit:
Soo… das war also der Duft mit dem Namen der Stadt der Liebe (bäääh wie das klingt… na gut, vielleicht denke ich ja anders, wenn ich mal ne Freundin hab :DD Wir werden ja sehen!). Also… wirklich schlecht ist der Duft nicht wirklich. Ich finde sogar, dass er mehr als die durchschnittlichen 6.9 Punkte hier verdient hat.
Jetzt kommt aber das ABER: Er wird den meisten von euch vermutlich dennoch nicht gefallen, der Grund dafür ist ganz einfach der, dass der Duft bis auf einen kurzen Moment in der Herznote (wo man Patchouli riechen kann) ziemlich Teenagerhaft aufgebaut ist und damit mehr für deutlich jüngere Mädels geeignet ist.

Natürlich würde ich so ein Duft auch bei Erwachsenen oder … Frauen, die die 25-30 (äh… und mehr) überschritten haben und denken, dass sie zu alt für so ein Duft seien, auch recht gerne mögen und zum anbeißen finden :D Allerdings bin ich hier auch ein schräger Vogel, unglaublich dass meine Kommentare noch als hilfreich betrachtet werden :DD

Manchmal aber scheint dann der Patchouli wieder stärker aufzublitzen, so dass man das Gefühl hat, dass der Duft doch gar nicht nur für jüngere ist. Aber da man ja sagt, dass Düfte auf jeder Haut sich unterscheiden sollen, hilft hier nur eines: Ran an den „Speck“,… äh… oh Gott ich sollte sowas wohl nicht sagen, wenn ich zu euch Damen spreche… ich meinte damit, ran an den Duft und selbst mal testen :DD

Übrigens, da ich vorhin hier auch Guerlain erwähnt hatte, muss ich noch sagen, dass ich die Mon Guerlain Düfte mit wenigen Ausnahmen wesentlich besser finde, die solltet ihr auch mal bei Gelegenheit probieren :)

Na ja, das war’s dann wieder. Entschuldigt bitte übrigens, wenn ich zu Beginn schrieb, dass ich derzeit mit der Stadt Paris nicht viel anfangen kann. Aber das Jahr ist noch jung… wer weiß, ob ich dieses Jahr mein ewiges Single Dasein beenden kann (hey, ihr könnt ja Wetten darüber abschließen, das wäre doch die Idee!!), dann werde ich eventuell eine andere Meinung über Paris haben… falls nicht unbedingt wieder irgendjemand dort sich küssend eine Mülltonne abfackeln sollte… :DD

Na dann, bis zum nächsten Mal und noch einen schönen Abend euch allen :)


12.01.2020 20:00 Uhr
10 Auszeichnungen
Hallo ihr Schnüffler und einen schönen Abend :)
Ich stelle heute Abend einen neuen, alten Duft vor. Hä, wie soll das denn gehen, fragt ihr euch sicher?! Nun, der Duft Essence Rare ist bereits ein Klassiker, der zum ersten Mal 1928 erschien, 1976 neu aufgelegt wurde und 2018 schließlich noch einmal überarbeitet neu erschien. Ich weiß, dass viele von euch denken, dass reformulierte Düfte immer an Qualität verlieren würden. Das mag vielleicht ja sogar stimmen, aber sehr viel dazu kann ich noch nicht sagen, denn ich habe Düfte nicht über mehrere Generationen hinweg gehabt, da ich ja nicht so alt bin wie ihr alle (… so viel zu meinen guten Vorsätzen des Neuen Jahres, etwas netter zu euch Damen hier zu sein… :DD), aber ich denke auch, dass nicht alle Reformulierungen unbedingt schlecht sein müssen.

Na jedenfalls scheint auch dem Parfümeur dieses Duftes Reformulierungen nichts auszumachen, vor allem, wenn man die Ehre bekommt, selbst mal einen klassischen Duft neu komponieren zu dürfen. Dabei kommt es dann darauf an, bewährte Dinge aus der Vergangenheit mit Neuem zu kombinieren, zumindest laut dem Parfümeur.

Nun ja, da ich den 1976er Duft und vor allem den 1928er Duft hiervon nicht kenne, da ich ja wie gesagt noch lange nicht so alt bin wie ihr (… ich sollte wirklich, WIRKLICH damit aufhören, euch Damen als älter zu bezeichnen… :DD), kann ich nun zwar kein Vergleichstest schreiben, aber wie immer euch meine Meinung zu diesem Duft hier sagen und dabei versuchen, den Duft so genau wie möglich zu beschreiben :)

Der Duft:
Der Duft beginnt tatsächlich mit recht klassischen Duftnoten bzw. riecht er wie ein klassischer, französischer Duft. Auf dem ersten Riecher erinnert er mich sehr an Guerlains wundervollen Habit Rouge, nur eben blumiger und femininer. Man riecht Maiglöckchen und Jasmin sowie eine cremig-puderige Note, die von Duftnoten wie Veilchen oder mehr noch, Iris kommen könnte. Ein Hauch der angegebenen Mandarine ist ebenfalls vorhanden, nur muss man dafür sehr genau hinriechen. Wenn man direkt an der gesprühten Stelle schnüffelt, dann nimmt man kurz tatsächlich eine Mandarine wahr, oder besser gesagt eine Mandarinenschale, da es auch ganz leicht bitter rüberkommt.
Der klassische Eindruck des Duftes bleibt auch später bestehen, was aber durch Duftnoten wie Eichenmoos auch nicht weiter verwunderlich ist. Nebenbei erscheint der Duft auch leicht seifig bzw. reinlich sauber.
Gegen Ende riecht der Duft weiterhin klassisch mit Eichenmoos, und ist noch immer cremig-sanft durch puderige Düfte. Natürlich ist der Duft auch schön blumig. Und das ist genau die Art von blumigen Noten, die mir bei einem Damenduft auch gut gefallen, da sie hier weder schwül noch stickig duften, sondern einfach nur schön feminin rüberkommen. Ich tippe hier weiterhin auf Maiglöckchen und Jasmin, wobei nun auch die Rosen deutlicher zu riechen sind. Neben der blumigen Süße gibt es dazu noch eine weitere Süße von der Vanille. Insgesamt ein echt schöner Duft.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Obwohl der Duft sanft erscheint, hat er doch eine starke Sillage, so dass er nicht nur aus der Nähe eine Weile lang wahrgenommen werden wird. Er ist also gut zu riechen und das, ohne dabei erdrückend zu wirken. Die Haltbarkeit ist ebenfalls sehr gut ausgefallen, so dass man den Duft noch nach zehn Stunden gut auf der Haut riechen kann.

Der Flakon:
Der Flakon ist rundlich aufgebläht und man sieht verdickte Linien um das Glas herumlaufen, die wie Adern aussehen und das Glas in viele separate Räume aufzuteilen scheinen. Auf der Vorderseite ist eines dieser „Räume“ vergoldet und stellt das Etikett dar. Der Hals des Flakons ist pink und darauf setzt ein ähnlich wie der Flakon gestalteter Deckel an, nur dass dieser halbkugelig und durchsichtig ist. Ein sehr schöner Flakon.

Fazit:
Soo, dieser Duft hat echt was an sich, was einem sehr gefällt. Ich bin nicht immer ein Fan von altmodischen Düften, aber es gibt so einige, die ich sehr sehr mag, wie Habit Rouge von Guerlain beispielsweise, den ich mit meinen über 30, 32, 34 (… stoppen wir mal hier lieber :D) Jahren sogar mittlerweile tragen kann. Seht ihr, ihr seid nicht die einzigen, die schon wesentlich älter geworden sind… nur bin ich vermutlich ein Tick jünger als ihr alle, mu ha ha ha. Schon gut, schon gut, geht mir nicht gleich an die Gurgel. Vielleicht hilft es ja, wenn ich sage, dass ihr Damen auch im höheren Alter noch rattenscharf aussehen könnt?! Na, wieder Frieden nun? :D

Wie dem auch sei, obwohl ich die vorherigen Essence Rare Düfte von Houbigant nicht kenne, finde ich diesen hier einfach sehr gelungen und daher auch sehr empfehlenswert. Vielleicht mag er kein Duft für jüngere sein, oder auch für alle, die diesen klassischen Touch nicht mögen, aber ich finde, dass er sehr gut riecht. Er kommt sehr elegant rüber, hat eine leicht seifig-reinliche Komponente und duftet einfach nur gut.

Er ist ein Allrounder, also meiner Meinung nach ein Duft für jede Jahreszeit (außer vielleicht sehr heißen Sommertagen) und kann dezent sowohl tagsüber verwendet werden, als auch vor allem aber für den Abend und zum Ausgehen. Testet ihn auf jeden Fall mal irgendwann, es könnte sich durchaus lohnen!

Damit bin ich am Ende angekommen. Entschuldigt meine Alterswitze (hey, ich finde euch allesamt aber dennoch sehr sexy… äh ich meinte ich hab euch doch alle lieb :DD) und habt einen schönen Abend, bis zum nächsten Mal dann :)


09.01.2020 19:35 Uhr
8 Auszeichnungen
Guten Abend allerseits! Heute gibt’s von mir etwas zu einem Duft von Tauer Parfums zu lesen. Um es aber gleich mal zu sagen: Nein, es ist NICHT L’Air du Désert Marocain! Scheinbar ist es mit den Tauer Düften so wie bei den Creed Düften. Denkt man an Creed, denken viele erst einmal gleich an Aventus. Denkt man an Tauer, denken viele erst einmal an den Désert Marocain!

Warum ist das so? Nun… kann sein, dass ihr alle kaum Ahnung von Düften habt und daher auch nur diese beiden Düfte kennt, mu ha ha ha :DD
Aber natürlich muss ich sagen, dass der Aventus gar nicht so schlecht ist, auch wenn ich kein großer Fan von ihm sein sollte. Und den Désert Marocain finde ich sogar großartig. Aber ich verbleibe eben nicht bei einzelnen Düften auf ewig, sondern probiere auch immer wieder etwas Neues aus. Aber das muss ich ja sowieso, denn ihr habt euch ja so sehr an mich hier gewöhnt, dass es doch absolut schrecklich für euch sein müsste, wenn ich nicht mehr schreiben würde, nicht wahr? An dieser Stelle müsst ihr übrigens sagen „Oh ja, das ist so wahr!“ :DD

*lauschen lauschen*… natürlich… niemand sagt so etwas derartiges *seufz*

Na gut… was soll’s. Also wie gesagt komme ich heute zu einem Tauer-Duft, und zwar aus der Tauerville Flash Serie, die vor allem besonders langlebig sein sollen. Vanille Flash hier soll übrigens so kreiert worden sein, dass er genau all die Duftstoffe besitzt, die Andy Tauer, also der Parfümeur, selbst sehr liebt. So gesehen kann man also sagen, dass dies die Version eines ultimativen Vanilleduftes eines Parfümeurs ist, man darf also gespannt sein, da Vanille ja sicher (zu Recht) zu den beliebtesten Duftnoten gehört!

Der Duft:
Gleich zu Beginn schon riecht man eine sehr intensive Vanillennote, die süßlich, puderig und auch sehr authentisch erscheint. Dazu gibt es Tabak, der ebenfalls schon recht stark ausstrahlt.
Später kann man, wenn man genau hinriecht, auch ein wenig Rose wahrnehmen, wobei diese nicht allzu feminin rüberkommt, so dass der Duft trotz Rose und Vanille stets Unisex bleibt.
Außerdem nehme ich eine schöne, Zimtartige Süße wahr, die mich an Düfte wie Burberry London for Men erinnert.
Auch später bleibt der Duft an sich so, wie er begonnen hat, duftet also hauptsächlich nach Vanille und Tabak mit einem kleinen Zimt-Anteil. Nur ist es in der Basis so, dass der Tabak leeeicht an Intensität verliert, so dass einem dann die Vanille etwas stärker erscheint. Alles in allem ein zwar simpel komponierter Duft, dafür aber sehr wohlriechend.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist ziemlich gut, da der Duft eine angenehm größere, aber nicht erdrückende Duftwolke erzeugt, die andere gut an einer oder an einem riechen können. Die Haltbarkeit ist sogar sehr gut, da gerade Vanilledüfte ja sehr langlebig sind. Man kommt hier locker auf über zwölf Stunden.

Der Flakon:
Wenn ich ganz ehrlich sein soll, gefallen mir die Flakons dieser Duftreihe überhaupt nicht. Sie haben nicht das schöne, besondere Aussehen wie die anderen Tauer-Düfte (in hauptsächlich blauen Flakons) und kommen stattdessen in simpel wirkenden, rechteckigen Nischenflakons mit einem zweifarbigen Etikett und einem einfachen, zylindrischen Deckel. Ihr wisst ja, dass ich solche Flakons nicht besonders mag, wundert euch daher bitte nicht, dass ich diese Flakons eher geringer bewerte.

Fazit:
Also, bei Tauerville Vanilla Flash bekommt man eigentlich genau das, was man wohl bereits erwartet hat: ein intensiv nach Vanille riechender Duft. Dazu gibt es hauptsächlich noch Tabak als zweite Hauptduftnote und das war’s dann auch schon größtenteils. Ich weiß, dass das nicht viel klingt und laut Beschreibung eher einen recht simplen Eindruck macht, aber dafür duftet es wirklich sehr gut und ist zudem trotz Vanille und ein klein wenig Rose tatsächlich Unisex, so dass dieser Duft auch von den Herren sehr gut getragen werden kann.

Für mich gehört Vanilla Flash damit zu den guten Vanilledüften, die vor allem jetzt bei dem kalten Wetter gut ankommen müssten. Da er auch leicht nach Zimt duftet, macht er normalerweise auch ein wenig Vorfreude auf Anlässe wie Weihnachten… zu schade, dass Weihnachten nun für’s Erste vorbei ist *seufz* Das ging mal wieder viel schneller als erwünscht und nun muss ich hier wieder 12 Monate auf Weihnachten warten… und nein, da hilft es auch nicht, wenn ihr jetzt sagt, dass zwischendurch auch mal einen schönen Sommer geben wird… ne ne… ich mag’s derzeit lieber kalt als vor Hitzewellen umzukommen, zumal man im Sommer eben nicht solch schönen Düfte tragen kann :D

Aber ich schweife ab. Wie angedeutet ist dieser Duft hier vor allem für den Herbst und Winter geeignet und kann ganz gut in der Freizeit und zum Ausgehen bzw. für festliche Events benutzt werden. Einen Test ist er wert, selbst wenn ihr eventuell bereits so einige Vanilledüfte kennen solltet, denn von denen gibt es wirklich eine ganze Menge, so dass man hier sehr schnell den Überblick verliert, welche von denen auch richtig toll duften. Und Vanille Flash gehört für mich zu den guten Düften unter ihnen!

Na dann, das war’s wieder. Ich hoffe, dass ich in zukünftigen Kommentaren weniger über vergangene Weihnachten nachweine und wenige über den Sommer meckere… man wird ja sehen :D
Habt einen schönen Abend und bis bald mal wieder :)


08.01.2020 20:06 Uhr
5 Auszeichnungen
Hallo meine lieben Duftlinge, wie geht’s euch heute so? Wie so oft auch bringe ich auch heute einen neuen Duft mit! Diesmal einen Duft der Marke Memo, welche mir vor allem durch ihre so tollen Flakons aufgefallen ist. Denn die Flakons sind meist golden und haben bei jedem Duft ein individuelles Motiv, was mir sehr gefällt. Und jaaa, es gibt bei einem Duft sogar eine Katze drauf!! Naja gut, sagen wir lieber eine Großkatze in Form eines stilisierten Gepards, aber trotzdem, es sieht echt cool aus!

Jetzt stelle ich aber erst einmal „Inlé“ vor, der nach einem Süßwassersee in Myanmar benannt wurde und welcher das Mittelpunkt der dort um den See lebenden Menschen darstellt. Bei der Parfümeurin, Aliénor Massenet, ließ dieser See mit seinen Menschen, den auf dem See gebauten Häusern und den Kanufahrern einen bleibenden Eindruck und sie ließ sich vom Leben dieser Menschen zu diesem Duft inspirieren.

Da es in Myanmar ja immer Sommer bzw. warm ist, besteht die Kopfnote daher auch aus frischen Duftnoten wie Minze, was ja an heißen Tagen besonders gut rüberkommt, hmm :)
Uuund, es soll MATE enthalten sein, was mich erst recht neugierig auf den Duft macht, na ihr kennt mich ja bei sowas :D
Also mal sehen, wie der Duft so geworden ist!

Der Duft:
Der Duft beginnt recht frisch mit Bergamotte, aber vor allem mit Minze, die in der Kopfnote recht intensiv aufsteigt und für einen Moment sogar bissig wirkt, etwa so wie Kaugummi mit sehr starkem Minze- bzw. Mentholaroma. Aber das ist dennoch nett, vor allem sicher an warmen Tagen, da es sehr erfrischend wirkt. Der Beifuß, der hier aufgelistet ist, müsste für die krautig-grüne und trocken rüberkommende Note verantwortlich sein.
Ein wenig später riecht man eine süße, blumige Note, die angenehm ist und welches der Jasmin sein müsste. Allerdings finde ich die Intensität des Jasmin eher gering, als man es von der Bezeichnung „Jasmin Absolue“ erwarten würde.
Noch ein wenig später kann man den netten Mate erschnüffeln, was ich schön finde. Leider stören mich aber die krautigen Noten mit der Zeit doch ein wenig zu sehr, selbst wenn sie gegen Ende ein wenig abschwächen sollten. Denn diese Kräuter sind für meinen Geschmack zu herb, zu trocken und damit leicht bissig.
Auch in der Basis ändert sich dies kaum noch, was etwas schade ist. Daran ändern auch die nun etwas sanften Duftnoten nicht, die ich allerdings nicht mehr wirklich identifizieren kann. Das süßliche wird ebenfalls nicht wesentlich intensiver, so dass der Duft im Grunde von Anfang bis Ende gleich duftet.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist bis auf den kurzen Anfang beim Aufsprühen, wo er noch recht intensiv ausstrahlt, eher recht schwach und wird schon nach einigen Minuten kaum noch in der näheren Umgebung zu riechen sein. Man muss hier echt nahe rankommen, um den Duft bei jemanden überhaupt wahrnehmen zu können. Daher ist auch die Haltbarkeit nicht von sehr langer Dauer, so dass der Duft nach vier bis fünf Stunden größtenteils bereits ausgeklungen ist.

Der Flakon:
Wie gesagt sind die Flakons von Memo sehr schön, auch wenn dieser hier zu den weniger spektakulären gehört. Der Flakon ist rechteckig und hat eine vergoldete Vorderseite, wo weiße Wolken zu sehen sind (das sind doch nicht etwa Duftwolken?? :DD). Der Deckel ist zylindrisch und verchromt. Alles in allem ein schöner Flakon.

Fazit:
Soo, Inlé ist ein frischer Duft mit guten Ansätzen, aber etwas gewöhnungsbedürftigen, krautigen Noten, denn diese duften einfach etwas bissig und erinnern mich damit an bissige Parfumas…, HALT! Das letzte war natürlich ein Witz!! :DD
Mir persönlich hätte der Duft wesentlich mehr gefallen, wenn die Kräuter nicht gewesen wären. Daher kommt dieser Duft so, wie er leider doch ist (also mit den Kräutern) für mich nicht in Frage, auch wenn mir die Minze zu Beginn recht gut gefallen haben sollte. Wer an heißen Tagen sich olfaktorisch unbedingt mit Minze erfrischen möchte, der oder dem empfehle ich dann zum Beispiel den Heeley Menthe Fraîche, der zwar sehr kurzlebig und auch nicht soo überragend ist, aber echt schön duftet, keine störenden Duftnoten bietet und ebenfalls eine Teenote (Grüner Tee) enthält (ja ja, Tee muss einfach sein, he he :D).

Dieser Duft hier gibt mir manchmal das Gefühl, als ob er nicht so richtig in Fahrt kommt, da alles entweder zu schnell oder nicht intensiv genug ausstrahlt. Aber gut, benutzbar wäre er am besten im Sommer wegen dem erfrischenden Effekt, wobei er mich an zu heißen Tagen wegen der erwähnten, trockenen Noten wohl zu sehr erdrücken würde auf Dauer. Wer interessiert ist, kann ja dennoch mal probeschnüffeln, schon allein die Flakons dieser Marke sind es ja wert, mal in die Hand genommen zu werden!

Ansonsten war’s dann für heute mal wieder, so dass ich mich nun verabschiede und euch einen netten Abend wünsche :)


07.01.2020 19:53 Uhr
6 Auszeichnungen
Hallo ihr Schnüffler, da bin ich wieder und bringe euch einen neuen Kommentar mit. Und ich hoffe, ihr lest es, damit die ganze Mühe, nur für euch alle hier zu schreiben, nicht umsonst war! So… hoffentlich diente mein kleines Gemecker als Motivation, hier weiterzulesen, he he :D

Heute komme ich zu Pierre Guillaume, dessen Düfte vor einiger Zeit auch noch unter dem Namen Parfumerie Générale bekannt waren. Ich muss sagen, dass ich noch nie so ein besonders großer Fan von PG war, weil mir die meisten der Düfte recht spezielle Noten hatten, die mir einfach auf Dauer nicht gefallen hatten bzw. sogar auf die Nerven gingen.

So ist es auch bei diesem Duft hier nicht wesentlich anders, den ich aber jetzt nicht soo schlimm fand. Es geht heute um 27 Limanakia, der uns den Eindruck vermitteln soll, als stünde man am Ufer der Ägäis an einem mineralisch-steinigem Strand, was ja einem schöne Bilder in den Kopf zaubert und nach Urlaub klingt. Wie zum Beispiel Traumstrände, schattige Palmen, kristallklares Meer, knappe Bikinis und so, ach ihr wisst ja :D
(fragt lieber nicht, was MIR noch so alles in den Kopf kommt,… liest lieber die Duftbeschreibung hier :D)

Der Duft:
Der Duft beginnt mit einigen blumigen Noten wie süßlichen Jasmin und Maiglöckchen, mineralisch-steinigen Düften und irgendwie auch einer Prise Salz. Die blumigen Noten werden mit der Zeit etwas stärker und der Duft auch etwas staubig-puderiger. Da ist dann noch so eine Note, die ein wenig schwieriger zu beschreiben ist. Für mich riecht es so, als ob ich früher als Kind in den Schränken meiner Großeltern herumgeschnüffelt hätte und irgendwelche Dinge aus vergangenen Zeiten entdeckt hätte, die diesen alten, etwas moderigen-staubigen Duft enthielten. Wie zum Beispiel seit Ewigkeiten im Schrank vergessene kleine Düftchen, Kerzen, Dosen mit einem mysteriösen klebrigen Rest und so weiter. Düfte, die nicht unbedingt eklig sind, sondern einfach nur ungewöhnlich, aber auch klassisch altmodisch duftend.
Wie dem auch sei, etwas später kommen zu diesen mineralisch-blumigen Noten noch eine weitere, blumige Note hinzu, die aber ein wenig cremiger und balsamischer rüberkommt.
Gegen Ende bleibt es weiterhin blumig, mineralisch und in der Basis dann auch etwas trocken.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist mittelmäßig, der Duft blitzt aber hin und wieder auch mal stärker auf. Er wird also eine Weile wahrgenommen werden, auch wenn man keine allzu große Duftwolke hinterlassen sollte.
Die Haltbarkeit ist mit sieben bis acht Stunden ganz gut.

Der Flakon:
Der Flakon ist rechteckig, klar und ist mit einer hellen Duftflüssigkeit gefüllt. Auf der Vorderseite sieht man ein schwarzes, rundes Etikett. Der Deckel ist zylindrisch. Obwohl viele den simplen Flakon mögen, so finde ich persönlich den Flakon viel zu simpel und unscheinbar. Schön ist er für mich echt nicht so sehr.

Fazit:
Soo, der Duft ist, nun ja, sagen wir mal etwas speziell, was blumige Düfte angeht. Ich empfinde ihn jetzt zwar nicht so grausam wie die liebe Seerose in ihrem Kommentar vor mir, aber es ist schon ein ungewöhnlicher Duft. Allerdings wäre es schon verwunderlich, wenn der Duft nicht etwas speziell bzw. ungewöhnlich ausgefallen wäre, da es ja ein Duft von Parfumerie Générale bzw. Pierre Guillaume ist, deren Düfte oftmals nicht jedermanns Ding zu sein scheinen und wie in der Einleitung erwähnt auch öfters mal eine spezielle Note besitzen.

Auch wenn der Duft nicht allen gefallen wird, so würde ich den Duft (oder diese Marke allgemein) gerade für all diejenigen empfehlen, die wirklich mal etwas ganz anderes und Neuartiges unter der Nase haben möchten. Ansonsten erinnert er mich wegen der leicht moderigen Bei-Note irgendwie an vergangene Zeiten aus meiner Kindheit, die nicht unbedingt schlecht sind :) Man fühlt sich an unbeschwerte Zeiten zurückversetzt, wo man noch sorgenlos fast alles machen konnte, wie beispielsweise in den Schränken der Großeltern rumzuwühlen und unwissend in etwas glibberig-klebriges hineinzufassen… nur um dann schreckhaft die Hand zurückzuziehen, wobei auch mal eine Porzellantasse zu Bruch gehen konnte, wenn die aus dem Schrank fiel. Aber dafür gab es ja immerhin kleine Brüder, denen man in so einem Fall die Schuld dafür geben konnte, he he :DD

Naja, dieser Duft hier ist wie gesagt etwas speziell, aber meiner Meinung nach nicht wirklich schlecht. Interessierte sollten mal also ruhig schnüffeln. Benutzbar ist er mehr so im Herbst, da er im Sommer eventuell etwas zu erdrückend rüberkommen könnte.

Na dann, das war’s dann wieder. Macht’s gut und habt einen schönen Abend :)


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