DonJuanDeCatDonJuanDeCats Parfumkommentare

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DonJuanDeCat vor 3 Tagen 9
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Duft
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Haltbarkeit
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Sillage
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Flakon

Ein Sonnen-Sorbet??
Hallo ihr Kommentare-Glotzer! Willkommen zu einer neuen Duftbeschreibung von mir. Wer heute auf einen besonderen Duft gehofft hat, also irgendwas edles, nischiges oder so etwas, könnte eventuell enttäuscht sein, weil ich einen ganz einfachen Duft vorstellen werde. Nämlich Sun Sorbet von Jil Sander, aber manchmal können einfache Mainstreamdüfte ja auch ganz nett sein, bleibt also dran und schaut zu… oder liest… hmm… ich sollte eventuell echt mal einen YouTube Kanal oder so starten, mu ha ha ha :DD

Wie dem auch sei. Sun Sorbet also. Sonnen-Sorbet? Ein Eis mit Sonnengeschmack? Wie kann man sich das jetzt vorstellen? Naja, entweder ist es ein Eis, der aber so heiß wie die Sonne ist (es ist mir egal, ob das unmöglich ist, stellt euch das doch einfach nur mal vor, aber nein, mal wieder hat hier keiner ausgefallene Fantasien und ja, ich kann auch über andere Dinge fantasieren als immer nur über Damen… tssss…. Was man mal wieder über mich denkt…!). Oder aber es ist ein Eis, der vielleicht an die Sonne allgemein erinnert, vielleicht weil es nach Sonnencreme duftet? Ich weiß, dass hier vor allem viele Damen verrückt nach Sonnencremedüften sind, also warum mal nicht ein Eis mit so einer Duftnote? He he…

Na jedenfalls ist die größere Wahrscheinlichkeit auch die langweiligste Erklärung: Es ist ein Duft, der einfach an Eis erinnert, weil es Sommer ist, und man sich gerne mit dieser luftig-leckeren Masse vollstopft. Eis ist sozusagen die Schokolade des Sommers!
Gut, auf dem Papier klingt alles ganz nett und harmlos, mal sehen, wie der Duft so wirklich ist!

Der Duft:
Der Duft beginnt leicht zitrisch, aber vor allem mit einer cremig-puderigen Johannisbeerennote. Das zitrische verfliegt sehr schnell, dafür kommt eine recht intensive Süße vom Jasmin. Im Hintergrund sind wohl unbestimmbare Blüten, oder irgendwie so etwas ähnliches, denn in der Herznote kommt mir der Duft trotz seiner lockeren Art ein klein wenig schwül vor.
Für‘s Erste war es das auch schon, da der Duft recht einfach komponiert wurde und es daher eine Weile nur nach Jasmin und Johannisbeeren duftet. Womit ich mich etwas schwer tue ist, ob die Johannisbeeren auch nach einem Sorbet duften,… naja, könnte sein, es ist auf jeden Fall fruchtig und ich denke, durch die Süße des Jasmins duftet es schon ein wenig nach Eis.
In der Basis duftet es wie gehabt, der Duft ändert sich nicht mehr viel. Das schwüle geht allerdings allmählich wieder weg, was sehr erfreulich ist. Außerdem steigt die Süße des Duftes etwas und alles riecht angenehm puderig-cremig. Ein zwar unspektakulärer, aber dennoch netter Duft.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist eher schwach, selbst wenn der Duft später schwüler und dadurch einem intensiver vorkommen sollte. Er wird also nur aus der Nähe riechbar sein, und dies auch nur für eine kürzere Zeit. Die Haltbarkeit ist auch nicht so lange, aber ganz so kurz wie andere Sommerdüfte ist er auch nicht. Ich würde hier so auf drei bis vier Stunden tippen.

Der Flakon:
Der Flakon ist recht einfach ausgefallen. Er ist viereckig, hat ein rot getöntes Glas mit der typischen Jil Sander Aufschrift drauf und schließt mit einem großen, weißen Plastikdeckel an. Im Großen und Ganzen nix besonderes, aber die Farbe des Flakons ist immerhin ganz nett. Hat eventuell eine kleine Verwechslungsgefahr mit Jil Sander Sunrise.

Fazit:
Soo… wie erwartet ist Sun Sorbet ein recht einfacher Duft geworden, der zudem ziemlich unspektakulär rüberkommt. Natürlich ist all dies jetzt nicht schlecht, da es ja immerhin ziemlich nett duftet. Es gehört allerdings eben zu diesen Düften, die man nicht unbedingt im Kopf behält und die eventuell schnell vergessen sind und wo man auch nicht unbedingt traurig ist, wenn es ihn mal nicht mehr gibt, da genügend Alternativen erhältlich sind, sogar von Jil Sander selbst.

Das erwähne ich deswegen, weil es diesen Duft schon seit einiger Zeit nicht mehr gibt. Sicher findet man ihn ab und zu mal bei einigen Online-Händlern, vor allem in Ebay oder dem Amazon-Marktplatz, aber weil es ihn nicht mehr gibt, kostet er mittlerweile meist zwischen 50-100 Euro, und ich empfehle euch, solche Preise auf keinen Fall zu zahlen, da der Duft diese Preise nicht wirklich wert ist und wie gesagt selbst von Jil Sander genügend ähnliche Alternativen gibt. Riecht euch beispielsweise einfach mal durch diverse „Sun“ Düfte von Jil Sander durch (oder, falls es sie noch gibt, die „Pop“-Düfte derselben Marke, wie „Arty Pink“ und so,… ich fand übrigens den Coral Pop richtig toll!), ich denke, da gibt‘s für jeden Geschmack etwas. Und günstig sind diese Düfte auch, so dass man sie für einen Sommer locker mal benutzen kann.

Tja, das war‘s dann. Und hey, ich habe es geschafft, mal wieder einen reinen Sommerduft zu beschreiben, ohne den Begriff „Bikini-Babes“ zu verwendet (das hier gerade zählt nicht!! :D), he he.

Na dann, habt einen schönen Abend und bis dann :)
1 Antwort

DonJuanDeCat vor 7 Tagen 11
7.5
Duft
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Haltbarkeit
5
Sillage
7
Flakon

Das Gefühl, hoch in die Lüfte zu fliegen, vorausgesetzt man schnüffelt an „besonderen Pflanzen“
Hallo Leute, wie geht‘s euch so? Natürlich hoffe ich, dass es euch allen gut geht, da die Infektionszahlen durch Leichtsinn und sogenannten „Covidioten“ derart wieder extrem ansteigen, dass wir alle hoffen sollten, dass das alles nicht noch schlimmer wird,... also passt bitte gut gut gut auf euch auf, ja? :)

Wie dem auch sei, kommen wir zu Düften, die in diese heiße Jahreszeit gut passen und wechseln wir das Thema damit zu schöneren Dingen. Düfte also, die oft leicht und locker duften und niemanden auf die Nerven gehen. Düfte, die erfrischen. Düfte, die so locker und luftig sind, dass man das Gefühl hat, dass man sogar in die Lüfte steigen könnte. Wobei es mit diesem Duft eventuell sogar möglich sein könnte, sich zumindest ein wenig high zu fühlen, da laut Duftbeschreibung hier auch Hanf enthalten sein soll :D

Natürlich steht dies auf der Seite von Thierry Mugler so nicht drin. Da ist mehr die Rede von einem Duft, der die Sinne abheben lässt und den Schnüffler in einen Zustand zwischen Traum und Wirklichkeit versetzt… nun ja… wenn das mal nicht mysteriös klingt :D
Vor allem, wenn die Duftauflistung auf der Mugler-Seite nicht alle Duftinhalte aufzählt, sondern einige Duftnoten lieber als Kräuter, aromatische pflanzliche Duftakkorde oder auch (und das ist gar nicht auffällig) als „Geheime Note C“ bezeichnet (ach wir wissen doch alle, dass „C“ doch nur für, ähhh… Citrus steht! Oder Coriander? Curcuma? Cannab… ähhh ich meinte Cacao??? :DDD).

Aber solange es gut riecht und… äh… uns eine Gute Laune beschert, na von mir aus! Na dann mal los geschnüffelt!

Der Duft:
Der Duft beginnt zunächst ziemlich zitrisch mit einer sehr lecker-spritzigen Grapefruit und wohl mit einem kleinen Anteil an Zitronen, welche wirklich erfrischend sind. Im Hintergrund rieche ich ganz schwach herbe Kräuter, die auch grün ausstrahlen, aber noch ist die Grapefruit recht stark, was mir natürlich sehr gut gefällt, vor allem in dieser Hitze!
Die Grapefruit wirkt auch schön sauer, aber auf eine angenehme, fast schon cremige Art, etwa so wie die zitrischen Noten in Eau de Rhubarbe von Hermès.
Etwas später ist der Duft weiterhin recht frisch und zitrisch, auch wenn der Duft nicht mehr soo spritzig erscheint. Hanf rieche ich eher weniger, dafür mehr krautige Düfte, die mich an Salbei erinnern, welche übrigens aber gut zu sommerlichen, zitrischen Duftnoten passen.
Sehr viel später riecht es für mich weiterhin leicht zitrisch, jedenfalls rieche ich noch ein wenig Grapefruit heraus, auch wenn der Duft längst nicht mehr spritzig sein sollte. Dazu gibt es noch einige nicht bestimmbare Kräuter, die allerdings weiterhin sehr gut zur zitrischen Note passen. Hanf dagegen kann ich irgendwie gar nicht wirklich wahrnehmen.
Alles in allem ist Fly Away ein lockerer, schöner Duft, der am Ende sogar leicht cremig wirkt.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist zu Beginn richtig gut, da der Duft recht spritzig erscheint, verliert dann aber recht schnell an Kraft. Das ist allerdings nichts ungewöhnliches bei solchen Düften, von daher ist es zwar schade, dass der Duft eher schwächer ist, aber so ist es halt bei den meisten sommerlichen Düften. Wobei hier die Sillage sogar besser als bei vielen anderen zitrischen Düften ist. Auch die Haltbarkeit finde ich mit etwas sechs Stunden ganz okay, es gibt schließlich frische Düfte, die schon nach einer Stunde nicht mehr riechbar sind.

Der Flakon:
Der Flakon ist für einen Mugler eigentlich recht simpel ausgefallen, aber dennoch ist er nicht einfach nur rechteckig. Die Vorder- und Rückseite werden in der Höhe nach innen abgeschrägt und das Ganze schließt mit einem netten, verchromten Verschluss ab. Simpel, aber nett. Schön ist die Duftflüssigkeit in gelb, nebeneinander aufgereiht wirken die verschiedenen Düfte dieser Duftreihe mit ihren pastellfarbenen Duftflüssigkeiten besonders schön.

Fazit:
Okay, also Fly Away ist eines dieser Düfte, die recht harmlos und einfach ausgefallen sind, aber immerhin auch ganz nett duften. Er gehört nicht zu diesen Düften, die nun besonders ausgefallen oder speziell sind, vor allem für einen Mugler-Duft, aber es riecht angenehm, ist an heißen Tagen sehr erfrischend und ist auch leicht und locker. Ich würde auch sagen, dass er olfaktorisch für eine Gute Laune sorgt.

Es geht in Richtung von sommerlichen Düften wie Escada, damit meine ich: harmlos und einfach, aber nett und lieb. Okay, nur der Preis ist wesentlich höher und dies ist auch eines der Kritikpunkte, da man sich gut überlegen sollte, ob man so viel Geld für einen einfachen und auch schwächlich ausstrahlenden Duft ausgeben möchte, aber das ist bei anderen Marken auch nicht anders.

Jedenfalls ist der Duft gut dafür geeignet, sich ihn immer mal wieder an heißen Tagen aufzusprühen, und sich nicht nur kurzfristig zu erfrischen, sondern sich auch an dem netten Duft zu erfreuen,… Gute Laune eben!

Ein Test kann sich lohnen, vor allem wenn man zitrische Duftnoten wie Grapefruit mag. Ach und um es mal klarzustellen: Nein, high werden kann man durch diesen Duft nicht und ich finde auch nicht, dass man den Hanf so gut herausriechen kann. Anderseits kenne ich mich mit Hanf auch nicht so besonders gut aus, aber das glaubt mir mal wieder sicher keiner :D

Wie dem auch sei, das war‘s dann wieder von mir. Ich wünsche euch einen schönen Abend, passt bitte auf euch gut auf und werdet nicht allzu leichtsinnig. Wir müssen doch nur noch ein wenig mehr aushalten, und haben die vermaledeite Seuche endlich überstanden, dann kann man auch mal wieder gemeinsam schnüffeln gehen und so :)
Bis dann!
4 Antworten

DonJuanDeCat vor 14 Tagen 6
8.5
Duft
7
Haltbarkeit
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Sillage
8
Flakon

Es regnet in Moskau
Hallo ihr Schnüffelnasen!
Hier bin ich wieder und beschreibe mal wieder einen neuen Duft. Heute geht es um Guerlains „Place Rouge“, welcher die Neuauflage des sehr tollen „Quand Vient la Pluie“ von 2007 ist. Das erste, was einem gleich mal auffällt ist der Name des Duftes. Während der erste Duft noch übersetzt den romantischen Namen „Wenn der Regen kommt“ trug, heißt dieser Duft hier nur noch schlicht „Roter Platz“ und bezeichnet den gleichnamigen Ort in Russland.

Natürlich gibt es schon einen Grund, warum dieser Duft nun so heißt, denn mit dem Duft wurde das 120-Jährige Bestehen des Kaufhauses GUM in Moskau gefeiert, was auch der Grund ist, dass dieser Duft nur exklusiv dort erhältlich ist. Das ist allerdings etwas, das mir weniger gefällt. Klar, eine gewisse Exklusivität bringt vielleicht etwas Spannung und Abwechslung an gewisse Orte, aber schade finde ich so etwas dennoch. Am allerwenigsten verstehe ich jedoch, dass man ausgerechnet diesen Duft hier ausgewählt hat. Ich meine, Guerlain hätte für das russische GUM ja ein eigenes Duft herausbringen und dafür den schönen Quand Vient la Pluie für die Allgemeinheit verfügbar machen können, aber gut, so ist es manchmal halt, was Marketing etc. angeht.

Interessant ist aber, dass der Duft dem alten Duft mit einigen Unterschieden schon recht ähnlich duftet und damit wieder an den ursprünglichen Namen erinnert, nämlich Regen! Was ja ein angenehmer Duft sein kann! Also dann, mal sehen wie der Duft hier so ist und wie die Unterschiede zum La Pluie ausgefallen sind!

Der Duft:
Der Duft beginnt mit puderig-süßlichen Veilchen, die sehr nett duften. Dazu gibt es jetzt schon eine mandelige Note, die vom Heliotrop kommt. Ich finde, dass im Unterschied zum Quand Vient La Pluie das Heliotrop hier schneller einsetzt und auch schon schneller intensiver zu duften beginnt. Dafür sind die Orangenblüten viel schwächer ausgefallen und dem Duft fehlt die kleine (und auch kurze) Frische der Bergamotte vom anderen Duft. Außerdem sind die Orangenblüten nur nach wenigen Augenblicken auch schon wieder verschwunden.
Auch dieser Duft riecht im Mittelteil hauptsächlich nach Heliotrop und Veilchen, dazu kommt immer weiter Moschus hinzu, die dem Duft eine weitere süße Note gibt, die nun etwas „dunkler“ duftet. Ich würde auch sagen, dass der Moschus hier ebenfalls ein wenig schneller einsetzt als beim alten Duft. Dafür scheint hier allerdings der Amber zu fehlen.
Die Basis bleibt leicht blumig und süß. Man riecht also weiterhin mandelig süßes Heliotrop (hier bei diesem Duft leicht intensiver als beim alten Duft) mit Moschus (übrigens eine sehr schöne Kombination) sowie weiterhin angenehm puderige Veilchen. Im Unterschied zum La Pluie ist der Duft hier in der Basis etwas dunkler, da der andere Duft wie gesagt noch Amber in seiner Basis hatte, wodurch der Duft ein wenig „aufgehellt“ wurde. Auch hatte ich das Gefühl, dass hier in der Basis der Patchouli etwas stärker ausgestrahlt hat, vor allem in den späteren Stunden. Insgesamt ein sehr schöner Duft, den man mal probieren sollte, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist ganz gut, man ist in eine nette Duftwolke eingehüllt, mit der man eine Weile lang gut riechbar ist, ohne aber gleich die ganze Umgebung zu beduften. Ich würde sagen, dass dieser Duft in etwa gleich intensiv ausgefallen ist wie der La Pluie. Auch die Haltbarkeit ist mit acht bis zehn Stunden ähnlich lang wie der alte Duft.

Der Flakon:
Der Flakon kommt in den üblichen (aber schönen) zylindrischen Bienenflakons und ist mit gelber Duftflüssigkeit gefüllt. Das Etikett hat einen aufwändigen, goldenen Rahmen und zeigt neben dem Namen auch die Silhouette von Moskau. Der Deckel ist rund und am Hals gibt es eine dunkelrote Seidenschleife mit einer metallenen, goldenen Plakette. Ein sehr schöner Flakon, wie von Guerlain gewohnt, auch wenn der 2003er Duft einen weitaus schöneren Flakon hatte.

Fazit:
Soo Leute. Ich finde, dass auch die Neuauflage des Quand Vient La Pluie sehr gelungen ist. Natürlich muss es auch so sein, da dieser Duft zu 80-90% ja dem alten Duft ähnlich duftet. Die Unterschiede sind also nicht soo groß ausgefallen. Grob gesagt duftet der Place Rouge etwas dunkler, weil man hier den Moschus deutlicher riechen kann, das Heliotrop scheint zudem ein klein wenig intensiver zu sein und vor allem fehlt hier der Amber. Aber ansonsten riecht es auch hier hauptsächlich blumig und süß sowie puderig nach Veilchen, Heliotrop und Moschus. Und das Gefühl eines sommerlichen Regens, jedenfalls der schöne Duft davon und nicht die schwüle Empfindung nach dem Regen, ist auch hier gegeben. Nur mit Russland oder Moskau hat dieser Duft rein gar nichts zu tun, würde ich sagen...

Jedenfalls ist der Duft sehr angenehm, sehr schön, wenn auch nicht außergewöhnlich herausragend, da er jetzt nicht sehr große Wiedererkennungsmerkmale hat. Vielleicht kommt dies auch mir nur so vor, weil ich viele Düfte mittlerweile getestet habe, und selbst wenn ich nicht mehr alles im Kopf haben sollte, so kommt es mir dennoch vor, als ob ich schon einige so ähnlich duftende Düfte mal unter der Nase hatte.

Egal, das mindert ja nicht den Duft in seiner Schönheit, so dass ich den Duft ruhig empfehlen kann, ihn mal zum testen, falls man irgendwie da rankommen sollte. Er eignet sich vor allem gut zum Ausgehen und sich anbeißen lassen (he he, hab das lange nicht mehr gesagt). Ja, gerade russischen Mädels sagt man ja nach, dass sie sehr hübsch wären, und mit diesem Duft würden die noch viel attraktiver wirken… oh, und ihr anderen Mädels natürlich auch, keine Sorge, ihr seid auch alle hübsch, selbst wenn ihr mit mir die ganze Zeit über schimpfen solltet *seufz* … :DD

So, welcher Duft ist nun der bessere Duft? Tja, ich würde eigentlich sagen, dass beide gleich schön sind. Der La Pluie ist einen Ticken leichter und beginnt etwas frischer während der Place Rouge etwas schneller mandelig-süßlicher wird. Streng genommen finde ich den La Pluie ein klein wenig besser, weil man da wie gesagt zu Beginn die frischeren Duftnoten besser riechen kann und ein wenig mehr Neroli riecht, aber das sind nur persönliche Geschmäcker, daher kann man sich hier beide Düfte mal anschauen!

Na dann, das war‘s dann wieder, Leute. Habt allesamt einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal :)
4 Antworten

DonJuanDeCat vor 17 Tagen 8
3
Duft
8
Haltbarkeit
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Sillage
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Flakon

Immer erst zu Ende lesen bevor ihr mich aufgebracht schlagen wollt… argh! :D
Hallöchen ihr Duftnasen! Wie geht‘s euch so? Es ist warmes Wetter und wird wohl auch immer heißer werden, pah, ich finde das immer so anstrengend. Da sind die immer kürzer werdenden Röcke und Shorts der Mädels wenigstens ein kleiner Trost, vor allem wenn man noch ein Hauch von „Arschansatz“ sehen kann, waah!

Und jaaaa, ihr wisst, ich bin pervers, das hatten wir schon mal, mehrmals sogar. Ich ändere mich wohl erst, wenn ich ne Freundin hab und damit dann weniger sabbernd rumglotzend rumlaufe… also NIE! Mu ha ha ha ha… *seufz*… :((( Boah… sogar das Blödeln ist in der Hitze anstrengend. Und dennoch teste ich hier jetzt einen Duft, bei der ich mir nicht sicher bin, ob er nicht doch anstrengend im warmen Wetter ist. Es geht um Candour von Humiecki & Graef, welche an sich ja eine recht nette Duftmarke ist (vor allem mit tollen Düften wie Eau Radieuse), dieser hier aber recht unterdurchschnittlich bewertet wurde.

Candour, was „Offenheit“ bedeutet, soll hier übrigens die Verbundenheit und ehrliche Verständigung zweier Menschen ausstrahlen. Es geht um die Vertrautheit dieser Menschen, die sich längst kennengelernt haben, ihre Wege sich aber einst trennten und sie sich zufällig wieder treffen. Und sie merken, dass all das Vertraute trotz neuerer Lebensgeschichten des jeweils anderen noch immer da ist und man zueinander noch viel Sympathie empfindet.
Eine nette Geschichte wie ich finde, was mich daran erinnert, dass ich eine gute Freundin nun schon seit einem Jahr nicht gesehen habe,… seufz* Aber irgendwann,… wird es wieder soweit sein, ich werde sie sehen, wir werden Spaß haben, viel Lachen und hinterher werde ich hier meckern und klagen, dass sie süß und wunderschön, aber natürlich auch bereits vergeben ist und ich unter anderem eben „sowas“ wie sie gerne hätte (aaaaaaargh, verfluchte „Friendzone“ :DDD Wartet, ich schreie nochmal: Aaaaaaaargh :DDD) :DD
Also… ihr hört sicher noch viiiiel von mir hier meckern, he he he *seufz*

Aber gut, ich komme jetzt mal zum Duft!

Der Duft:
Der Duft beginnt mit einer Vielzahl an Düften, von denen die meisten grün und herb rüberkommen. Ich rieche Salbei, Lavendel und etwas Ingwer, dazu etwas „beißende“ Duftnoten wie Kardamom (hier wie gesagt eher beißend als süßlich-würzig).
Jetzt kommt etwas, was mich ehrlich gesagt eher stört. Milch! Ich finde, dass Milch allgemein eine recht eigenartige Duftnote in Parfums ist und sie für mich einfach in zu wenige Düfte überhaupt passt! Okay, ich muss zunächst mal zugeben, dass ich Milch als Duftnote nicht besonders mag, und den Duft von kochender Milch sogar recht abstoßend empfinde. Und leider kommt mir der Duft des Milches hier für mich wie ein Mix aus kühler und kochender Milch rüber und abgesehen davon, dass ich solche Düfte wie gesagt nicht mag, finde ich auch, dass dies einfach nicht zu den eher frisch anmutenden grünen Noten hier passt. Und als ob dies nicht schon genug wäre (auch wenn die Milchnote später ein klein wenig nachlässt) duftet für mich (grüner) Kardamom hier auch ziemlich schrecklich, eigentlich sogar noch schlimmer als Milch, da die Milchnote im weiteren Duftverlauf immer schwächer wird, der Kardamom jedoch immer beißender.
Da hilft es auch nicht, wenn man im Hintergrund süßliche und normalerweise auch recht schön duftende Düfte wie Mandel und Vanille wahrnehmen kann, da diese zu sehr im Hintergrund verbleiben bzw. vom Kardamom (jedenfalls falls dieser unschöne, beißende Duft vom Kardamom kommen sollte) überdeckt werden.
Am Ende wird der Duft für mich einfach nicht besser. Das Kardamom/Milch-Gemisch macht für mich den Duft einfach zunichte und ist so übelriechend, dass ich nach vielen Stunden sehr froh bin, dass ich den Duft endlich „hinter mich“ gebracht habe. Sicher, ich hätte ihn auch vorher abwaschen können, aber dann hätte ich ja nicht die Basis erlebt, um euch davon zu berichten. Na… soll ich wieder davon berichten, was ich doch nicht alles für euch tu? Also verzeiht mir gefälligst meine kleine Anekdote vorhin über „Arschansätze“ bei kurzen Shorts und so :DDD

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist normaler Durchschnitt, also weder körpernah noch raumfüllend heftig. Er wird also ganz normal eine Weile lang bei einem zu riechen sein. Die Haltbarkeit ist fast ewig, über zwölf bis vierzehn Stunden hält der Duft aus...

Der Flakon:
Der Flakon ist rechteckig, schmal und eher recht simpel. Auf der Vorderseite sieht man einen schmalen Streifen, welches das Etikett darstellt. Abgeschlossen wird mit einem zylindrischen Deckel (aus Holz?). Nett, aber eben etwas simpel, was aber Puristen sicher sehr mögen werden.

Fazit:
Boooah! Nein nein, dieser Duft hier hat mir wirklich gar nicht gefallen. Er gehört für mich zu den Düften, die ich wirklich als abstoßend empfinde, weil ich einfach einige Duftnoten nicht mag. Und ja, ich meine wirklich abstoßend. Wenn es beispielsweise starker Oud oder so wäre, dann hätte ich nur gesagt, dass ich kein großer Fan von Oud bin, weil bei gut gemachten Düften der Oud dann nicht soo extrem stört. Vielleicht würde ich es dann etwas schade empfinden, dass der Duft dann Oud enthält, würde aber nicht wirklich angewidert sein.

Bei Düften bzw. Duftnoten wie hier in diesem Parfum dagegen ist es anders. Das sind so Düfte (in dem Fall Milch bzw. kochende Milch, dazu auch noch kombiniert mit beißend-stechendem Kardamom), die ich dann extrem abstoßend empfinde und wo ich nur noch am liebsten davonrennen möchte. Bei solchen Düften frage ich mich dann auch immer wieder, wer überhaupt gefallen daran finden könnte, aber gut, Geschmäcker sind verschieden (die eine erwähnte Freundin von der Einleitung mag z.B. milchige Düfte *würg*), aber ganz ehrlich: Nein! Ich finde, dass der Großteil dieses Duft wirklich furchtbar duftet…

Hätte ich irgendwann mal (egal wie unwahrscheinlich es nun ist… :D) ein Date, und das Mädel würde diesen Duft unbedingt tragen wollen, dann… tja… ich würde abhauen (oder???), und das, obwohl ich hier schon seit Jahren immer meckere, Dauersingle zu sein. Aber ich denke, ihr versteht, wie wenig mir dieser Duft hier wirklich gefallen hat, wenn ich schon so etwas sage, nicht wahr? :D
Booah,… testet ihn von mir aus (wie gesagt, Geschmäcker sind verschieden), aber ich würde dann lieber den Herbst für einen Test empfehlen, wo der beißende Duft nicht noch durch Sonneneinstrahlung verstärkt wird und man erst recht keine Luft mehr bekommt :D

Tja,… uuuh, erschreckend, dass er irgendwie doch vielen zu gefallen scheint, wenn ich mir einige Kommentare hier so anschaue… ihr seid doch bescheuert… :D he he he, kleiner Witz :D

Das war‘s dann, ich bin froh, dass der Duft allmählich immer weiter ausklingt. Und euch wünsche ich einen schönen Abend, dann bis zum nächsten Mal :)
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DonJuanDeCat vor 21 Tagen 6
8.5
Duft
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Haltbarkeit
7
Sillage
10
Flakon

Ein entzückender, sauberer Regen
Hallo meine lieben Schnüffeltiere! :D
Willkommen zu meinem Kommentar zu Guerlains „Quand Vient La Pluie“, der „Wenn der Regen kommt“ bedeutet, was viele sicher freut, da ja viele den Duft vom Regen als angenehm empfinden, selbst wenn er im Sommer bzw. an Hitzetagen alles nur extrem schwül machen sollte, so dass man überall kleben bleibt, sollte man kurze Sachen anhaben… Die Ausführung von „An sonnigen Tagen die Haut von der Ledercouch ziehen“ haben wir alle sicher schon recht häufig geübt :D

Dennoch ist es ja sehr angenehm zu riechen, wenn das Regen die Natur da draußen aufwirbelt und ihm seine schönen Düfte entlockt und uns erfreut und genau dies diente auch als Inspiration für die Komposition des Duftes hier.

Ich mag normalerweise Regen schon sehr, nur im Sommer nicht besonders, da er wie vorhin gesagt alles extrem schwül macht. Aber gerade im Sommer ist der Regen besonders wichtig, da er auch für eine Abkühlung sorgen kann und Dürre-Momente verhindert, die ja gerade in den letzten Jahren leider immer länger andauern. Selbst in der Stadt bemerkt man dies, wenn die Kanalisationen nicht mehr genug Wasser haben, vor allem abends, wo dann so ein markant-ekliger Duft aufsteigt, der so riecht wie wenn man neben zehn Menschen steht, die stundenlang ununterbrochen ihren Darmwinden freien Lauf lassen,… baaah! :D

Egal, denken wir lieber nicht weiter daran und denken wir stattdessen lieber an die netten Düfte, die uns der Regen bringt, vor allem eben im Frühling, wenn er all die Blumen und so aufwirbelt und die Luft mit einer netten, blumigen Süße gesättigt ist. Ja, der Regenduft des Frühlings und des Sommers ist schon etwas feines!

Der Duft:
Der Duft beginnt mit schönen, puderigen Veilchen, die einen auf Grund der Puderigkeit auch an Iris erinnern. Ein wenig herb-krautiges Rosmarin taucht auf und duftet ganz nett, auch wenn dies mehr im Hintergrund bleiben sollte. Nur wenig später taucht auch der schöne Heliotrop auf, dessen Duft ein wenig an Mandeln erinnert.
Die Orangenblüten riecht man nicht so stark, wie ich dachte, sie duften aber ebenfalls gut (zumindest wenn man Orangenblüten mag). Und mit der Bergamotte hat der Duft eine kleine, aber recht kurzfristige Frische.
Der Mittelteil ist wieder mehr blumig süßlich ausgefallen und man riecht puderige Noten sowie weiterhin Heliotrop, der nun wesentlich intensiver duftet. Dazu kommt mit dem Amber noch eine schöne, weitere Süße hinzu. Und noch ein klein wenig später wird diese Süße nochmals durch die Süße des Moschus erweitert.
In der Basis bleibt es immer noch blumig und süßlich. Die Duftnoten, die man nun riecht, sind weiterhin hauptsächlich Heliotrop und nun auch Moschus, denn der Amber ist zwar noch da, aber nun etwas weniger intensiv ausstrahlend. Durch die Veilchen ist der Duft auch am Ende noch puderig sanft. Außerdem würde ich noch sagen, dass die Kombination von Heliotrop, Moschus und Veilchen dem Duft eine gewisse, reinliche, saubere Note verleiht. Zudem gibt es noch einen Hauch von einer Patchoulinote, welche vor allem in der späteren Basis deutlich intensiver wird, weil dann alles andere allmählich abklingt. Alles in allem ein sehr angenehmer und schöner Duft.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist gut, der Duft strahlt also für ein Weilchen ganz gut aus, auch wenn er nicht bombastisch stark ist. Es reicht aus, um für eine Weile gut wahrgenommen zu werden. Auch die Haltbarkeit ist ziemlich gut mit acht bis zehn Stunden, bevor er richtig schwächer wird.

Der Flakon:
Ich weiß nicht, ob alle Flakons so waren, aber anscheinend kam der La Pluie in einem kleinen, aufgeblähten Fläschchen mit Bläschen oder Kügelchen an seiner Unterseite dekoriert, der mit seinem Sprühkopf kopfüber auf eine recht dicke Base aus Glas mit eingearbeiteten Ast-Motiven aufgesteckt wurde und alles wie ein kleines Kunstwerk aussah. Diesen Flakon finde ich große Klasse und solche Designs könnte es ruhig häufiger geben, wobei von Guerlain ohnehin sehr tolle Flakons gibt (bzw. gab da viele nun ja vereinheitlicht wurden, welche aber wenigstens dennoch schön aussehen).

Fazit:
So, dieser Duft hier ist sehr angenehm und auch sehr schön ausgefallen. Ganz streng genommen duftet der Duft im Grunde „nur“ puderig-süß-blumig mit mandeligen Noten und hellem Amber (und später Moschus). Aber es ist dennoch ein sehr angenehmer Duft, der einfach nur sehr schön duftet und wo man eigentlich nichts auszusetzen hat, außer eben, dass er etwas zu bekannt vorkommt, weil es viele Düfte gibt, die so ähnlich duften.

Was den Regen-Effekt angeht, so trifft dies schon ein wenig zu, vor allem zu Beginn, wenn es noch leicht frischer duftet. Es ist dieser liebliche, süßlich-blumige Duft, der ja nach einem Regen in der Luft liegt und den meisten Menschen angenehm vorkommt. Später ist der Duft natürlich mehr blumig-süßlicher (und damit auch wesentlich parfümiger) und ist damit auch sehr gut zum Ausgehen geeignet, wenn man einfach toll und sogar sexy/elegant duften möchte.

Daher ist der Duft auf alle Fälle einen Blick wert. Falls dieser Duft nicht mehr erhältlich sein sollte, dann gibt es mit dem „Place Rouge“, ebenfalls von Guerlain, die Neuauflage, der diesem Duft hier recht ähnlich duftet, aber auch leichte Unterschiede aufweist, die ich in einem anderen Kommentar bald ausführlich aufführen werde. Allerdings ist der Place Rouge sogar eher schwerer zu bekommen, da er nur exklusiv in einem Kaufhaus in Russland erhältlich ist…

Naja, wie dem auch sei, ich bin damit nun am Ende angekommen und wünsche euch allen einen schönen Abend! Bis zum nächsten Mal dann! :)

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