GelisGelis’ Parfumkommentare

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Gelis vor 5 Tagen 9
7.5
Duft
8
Haltbarkeit
6
Sillage

Kompost - Kirche - Bar - Garten - Küche
Bei mir startet das Carosello '75 mit ... vergorenem Sellerie. Tja, leider fällt mir dazu nichts anderes ein. Oder gibt es eventuell einen Tresterbrand aus Sellerie oder ähnlichem? Nun, vorerst gehe ich davon aus dass ich beim Komposthaufen stehe.

Aber es wird besser: Innerhalb von 30 - 45 Minuten verwandelt sich der Duft zu einem schönen hell-goldenen Weihrauchduft, der mir ausgesprochen gut gefällt und der einige Stunden bei mir bleibt.

Irgendwann gesellt sich dann wieder eine alkoholische Note dazu, die ich nicht recht einordnen kann. Entweder ist es ein Cognac oder (noch?) ein Trester, sie scheint aber auf jeden Fall eine fruchtige Basis zu haben. Der schöne Weihrauch schwingt - abgeschwächt - weiter mit. Weich und warm ist es auf meiner Haut.

Erst beim zweiten Mal tragen, zeigt sich nach vielen Stunden auch eine blumige Note (ich tippe auf Rose) in Verbindung mit einer leichten Creme. C'75 läuft bei mir nach ungefähr 7 - 8 Stunden mit Ambersüße und einer Vanillenote aus.

Carosello '75 hat bei mir jetzt so gar keine Assoziationen ausgelöst, die über die reine Duftnoten-Empfindungen hinaus gehen. Ohne eine Duftpyramide vorliegen zu haben, ist es doch aber ganz spannend, was man da so alles hinein interpretiert.
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Gelis vor 8 Tagen 7
7.5
Duft
10
Haltbarkeit
6
Sillage

Nepalesisches Räucherstäbchen und schweizer Kräuterbonbon
Vor einiges an Jahren hatte ich mal Räucherstäbchen, die laut Verkäufer direkt aus Nepal kamen und dort in Handarbeit hergestellt wurden. An die musste ich sofort denken, als ich mir „Mane“ aufgesprüht hatte: Rauchig-harzig und vor allem eine Mischung aus mir unbekannten getrockneten Kräutern. Wenn ich ganz tief einatme, ahne ich etwas sehr dunkel Grünes. Im Laufe der nächsten 1 bis 1,2 Stunden kommt Süsse dazu. Kann von Honig kommen, muss aber nicht. Und allmählich wandert meine Assoziation vom nepalesischem Räucherwerk zum wohl allseits bekannten schweizer Kräuterbonbon: süss, malzig, Kräuter, Würze, wobei sich eine zarte Rauchnote nie ganz verliert.

„Mane“ hält Stunde um Stunde. Ich komme auf mindestens 24. Erst nach circa 13 Stunden nehme ich auch einen blumigen Hauch wahr, Rose denke ich.

Aber auch das, was meine VorkommentatorInnen beschreiben, kann ich nachvollziehen: Holz, Möbelpolitur, Harz, Rauch, Leder, Honig.

Bei allem empfinde ich die Sillage von M nicht als allzu kräftig.

Ehrlich? So recht ist mir nicht klar, ob ich „Mane“ mag oder nicht. Ich erinnere mich noch, dass die Räucherstäbchen nur zweimal zum Einsatz kamen, und ich dann ein Verbot bekommen habe. Ich selbst war noch unentschlossen, was ich von den Dingern halten sollte. Die Kräuterbonbons hingegen mag ich ganz gern.

Nachtrag: gerösteter Sesam war auch dabei.
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Gelis vor 10 Tagen 5
8.5
Duft
8
Haltbarkeit
7
Sillage

Gourmand steht im Garten
So und in dieser Reihenfolge an zwei, drei Tagen habe ich Stardust erlebt:




. Herb-fruchtig, leicht grün, kaum blumig, aus der Basis steigt Wärme auf.


. Sonne auf frisch aufgebrochener Erde


. Wärme, Rose aus weiter Ferne - fruchtig + leicht seifig.


. fruchtiger Rotwein


. staubig trockenes Kakaopulver


. Bienenwachskerze


. Dunkle Schokolade mit Orange



Ist schon ein schöner Duft. Nur eine Sternenstaub-Assoziation stellt sich nicht ein.

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Gelis vor 19 Tagen 1
6
Duft
7
Haltbarkeit
5
Sillage

Geht so
Eher heller Tabak
Dominante Artemisia
Melange aus beiden gefällt mir nicht.
Eine Zeitlang blumig würzig mit leichter Süsse - Tabak erkennbar - für mich der beste Teil
Einmal auch süßliches Gummi... bäh!
Unisex

Ich denke, hier verdirbt mir die dominante Kopfnote den Duft.

Kurzkommentar, weil zu viel für ein Statement :).
2 Antworten

Gelis vor 24 Tagen 7
9
Duft
8
Haltbarkeit
5
Sillage

Vom Klostein zum Wunschduft
Hier bestätigt sich wieder mal: Alles, was ich nicht so mag, rieche ich am meisten:

Zum Start fliegen mir sanfte Puder- und Zitronennoten an der Nase vorbei ... und eine leichte Würze. Ja und dann, ja und dann entwickelt sich etwas, dass mir gar nicht gefällt: Diese in der letzten Zeile der Duftpyramide als letztes genannten und doch recht klein geschriebenen Nadelhölzer werden groß und immer größer, nehmen den ganzen Duftraum ein und ... und: Ich mag sie nicht!!! Ich mochte sie noch nie in Düften, sie erinnern an Terpentin, an Schaumbad und hier an ein Gemisch aus beidem. Und ab dem Moment, an dem sich die Zitrone dazu mischt wird es zum Klostein. Mein Arm wird lang und länger.

Das ganze dauert circa eine Stunde bis - sozusagen von hinten - eine Puderwolke angerollt kommt und den Klostein in die Flucht schlägt.

Von hier an wird‘s schön: sehr pudrig, blumig mit einem ganz leichten Hauch von Würze. Wirklich süß ist der Duft bis hierher nicht, der Honig winkt nur aus der Ferne. - Süße zeigt sich bei mir wirklich spät. Kurz bevor TD sich verabschiedet, geben sich Vanille und Honig die Ehre, aber ich nehme es als einen letzten Gruß.

So, und was nun? Ich bin mutig und sprühe mir TD am nächsten Morgen noch einmal auf. Und ich bin nicht nur mutig, ich habe auch Glück: Das Ergebnis der langen Vorgeschichte ist, kurz gesagt: Ich habe einen neuen Wunschduft. Die Nadelhölzer (auf der homepage steht Smoothwood) haben den Klostein weggeschickt und geben diesem sehr pudrig-blumigen Duft eine zarte Würze. Und das, was mich zunächst verjagen wollte, macht mir den Duft jetzt kostbar, weil TD nicht einfach nur eine pudrig-blumige Duftwolke ist, sondern durch die Nadelhölzer einen sanften aber stabilen Untergrund bekommt.

Kurz: Talco Delicato ist sehr pudrig-blumig auf zarter Würze mit einem süß-cremigen Ausklang. Die Haltbarkeit ist gut, die Sillage bewegt sich zwischen wenig bis mittel.
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