GschpusiGschpusis Parfumkommentare

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Gschpusi vor 2 Monaten
9
Duft
10
Haltbarkeit
9
Sillage
10
Flakon

Weiße Magie
Mystic Mastic ist weiß und rauchig klar.
Bibi Bloxberg für Erwachsene.
Wen hat es nicht schon interessiert, was Magie ist? Warum es weiße und schwarze Magie gibt, welche Magie interessanter ist und welche Zaubersprüche es gibt?
Hexen, die schauerlich hässlich sind und sich in die schönsten Gestalten verwandeln können. Täuschung und Angst verbreiten und einfach nur geheimnisvoll sind.
Mystic Mastic ist rein und hell. Weihrauch, der wirklich rauchig ist, wie Nebelschwaden, die morgens den Wald oder die Lichtung zudecken und noch alles „behüten“, was bald frei gelegt wird.
Mystic Mastic setzt Energien frei, lässt einen an Rituale mit Kerzen und Edelsteinen denken und das schwingen mit einem Zauberstab. Nur gute Energien für sich selbst und andere.
Körperliches Wohlbefinden und eigener Schutz. Mystic Mastic spielt mit den Kräften der Natur.
Mastix – die weißen Tränen von Chios, oder auch Wilde Pistazie genannt, welche würzig, harzig und leicht bitter-zitrisch duftet, wurde damals als Weihrauchersatz genutzt. Es hat insgesamt eine gute, gesundheitliche Wirkung. Grapefruit leuchtet wie Sonnenstrahlen, in die sich Weihrauch verfängt. Bitter-spritzig und durch Zugaben von Kiefer und Eichenmoos duftet es grün-herb-ätherisch. Saubere Erde – wenn Erde sauber sein kann und nasses Laub legen einen Weg von der Lichtung in den Wald wie ein bräunlicher Teppich.
Mehr ist es eigentlich nicht. Mystic Mastic ist herzig – nein, harzig klar und rein, heller Weihrauch und später dann ein dünner Moschusmantel. Sehr gefällig und eckt nicht an.
Man muss dieses „Weisse“ mögen.
Ich bedanke mich bei Floyd für diese magische Dufterfahrung.
20 Antworten

Gschpusi vor 3 Monaten
9
Duft
10
Haltbarkeit
10
Sillage
7
Flakon

Das Tier in Dir
Aus Pflanzenträumen gehoben
wogt ein endloses grünes Meer.
Lianen verhangene Baumriesen
durchbrechen voll Kraft ihr Heer.

Es zuckt im düsteren Grün;
es dampft, als ob Blätter gebügelt.
Vieltausend Stimmen, erblühn:
überschlagend, kreischend, verübelnd!

Die Feuchte der Luft trägt das Leben.
Es dampft und schimmert allzeit.
Smaragden sich Vögel erheben;
Der Duft der Tierwelt ein Abendkleid.

Yogananda – holzig-animalisch? Eigentlich müsste es heissen.... Das Tier AN Tier. Animalisch ja und zwar nicht wenig. Das muss man schon mögen und nicht als „eklig“ empfinden. Ich kann die Kommentare hier nachvollziehen, aber anscheinend ist meine Nase schon einiges gewöhnt.
Yogananda ist schwül-dreckig-grün mit kleinen zitrischen Sprenkeln. Das indische Oud ist, als ob man an Stellen im Dschungel vorbei läuft, die vor einiger Zeit von schnurrenden Dreckspatzen (Katzen) angepinkelt wurden. Nicht frisch, sondern bereits ins Blattwerk eingezogen. Aber definitiv markiert. Jasmin trägt zusätzlich noch dazu bei, dass es schwülstig in der Nase hängen bleibt. Rose und Neroli wie zwei Geschwister, die durch den
Dschungel rennen und alles mit ihrem Duft übertünchen wollen.
Aber Zibet ist hartnäckig. Mit der Zeit und der eigenen Körperwärme wird es weicher und „leichter“, ist aber immer präsent.
Man könnte meinen, Vanille ist das i-Tüpfelchen zu allem grünen, dampfigen und animalischen, was das Fass zum Überlaufen bringt und einem einen gewissen Würgereiz abverlangt. Aber nicht doch! Wie zwei große Hände wird alles an Duftnoten aufgefangen, gestreichelt und sanft zu einem kleinen Wollball gedreht, der dann mit Schwung durch den dichten Dschungel geschubst wird.
Der Boden ist Moschusweich und der Wollball flitzt mit Leichtigkeit seinen Weg.
Es wird warm holzig und leicht erdig. Ein Hauch von Süße hinterlässt einen feinen Nebel.
Ich empfinde Yogananda als einen wunderbaren, komplexen und animalisch gut ausgeklügelten Duft. Er ist nicht einfach nur animalisch, dreckig. Die Duftnoten passen perfekt zusammen. Ja, der Anfang ist streng. Aber der braucht einfach Zeit.
Mir gefällt er und ich trage ihn. Mit Leidenschaft.

.
Danke liebe Pollita
26 Antworten

Gschpusi vor 5 Monaten
9
Duft
9
Haltbarkeit
9
Sillage
6
Flakon

Tankstelle
Der Wald gehört zu den besten Tankstellen, wo man seine Batterien wieder aufladen kann. – Ernst Fertl.
Im Wald kannst Du die „Geschwindigkeit“ herunter fahren, den Moment genießen , Deinen Sinnen folgen, in die Welt der Bäume eintauchen, den Geräuschen des Waldes lauschen, seine Gerüche wahrnehmen. Einfach runter fahren.
Berühre die Rinde, die Nadeln, die Wurzel, die Tannenzapfen. Manches ist weich, manches hart stachelig, manches duftet sofort harzig und grün. Der Wald bietet Erholung, frische Luft und Lebensraum für Insekten, Vögel und vieles andere.
In der Dämmerung in den Wald zu gehen, wenn die letzten Strahlen der Sonne durch die Baumwipfel glitzern, hat schon etwas magisches.
Plötzlich meint man, Dinge zu sehen, ein Kichern zu hören, es knackt und raschelt überall und ein Hauch von Gänsehaut pritzelt über Deinen Körper.
Es duftet feucht, grün, würzig, lieblich, erdig modrig und harzig.
Magic Forest ist kein Duft, der Dich jetzt vom Hocker haut. Aber Magic Forest lässt Dich in seine Welt tauchen. Tannenharz und Gewürze zeigen Dir den Weg in den Wald. Immer an kleinen Lichtungen vorbei, an denen kleine Blümchen ihre Köpfe hoch strecken, die Du sanft mit Deinen Handflächen im vorbei gehen berührst. Am Ende des Weges, wenn Du tief im mittlerweile dunklen Wald eingedrungen bist, lässt Du Dich auf weiches, flauschig-kühles und wunderbar erdig-grün duftendes Moos sinken und genießt alles um Dich herum.
Du tankst auf im Magic Forest.
Ein harziger Tannenduft, der nach Stunden leicht cremig balsamisch wird, der den Träger trägt und einmummelt. Wunderbar am Abend, wunderbar grün.
22 Antworten

Gschpusi vor 7 Monaten
8.5
Duft
9
Haltbarkeit
9
Sillage
10
Flakon

Der Troll im goldenen Pavillon
Es gibt sie – ganz sicher. Diese hässlichen, buckligen Gestalten mit dicken Nasen und wuscheligem Haar, die in den Wäldern umherstreifen und auf Wanderer oder Verirrte warten, um sie zu ärgern.
Klein und giftig, gut getarnt in grün-braunen Erdfarben. Hämisch grinsend und nur den Schalk im Nacken. Sie sind flink und wendig.
Stehen sie vor Dir, sind sie im nächsten Moment hinter Dir…. husssssssssch.
Es gibt so viele Geschichten über sie zu erzählen und irgendwie sind sie ja süß. Hässlich-süß *g*
Gut, also mit dem Duft hat es auch was zu tun.
Le Pavillon d’Or bedeutet „Goldener Pavillon“. Da gibt es keinen Zusammenhang mit einem Troll.
Aber… wenn ich den goldenen Pavillon gleichsetze mit goldener Käfig, dann passt es wieder.
Le Pavillon d’Or duftet waldig, erdig, herb-bitter und etwas grob. Aufgerauhtes Holz, frisch geschlagenes Holz. Etwas weich, wie frisch abgebrochene, junge Äste einer Eiche. Ich kann es bestätigen, ich habe 3 in meinem Garten.
Boronia ist eine blühende Pflanze. Die Form ihrer Blüten sieht ähnlich aus wie kleine Herzen. Sie wächst in feuchten, tiefliegenden Gebieten, in der Regel in Wäldern, im Flachland und an Flussläufen. Sie duftet intensiv fruchtig ohne Süße.
Feige geht in diesem Duft komplett unter, zumindest für meine Nase. Iriswurzel, grün-erdig und pudrig blumig duftet wie ein Hauch. Aber die Pfefferminze hebt sämtliche grün-holzigen Noten in die Höhe, wie ein Luftkissen, auf dem man getragen wird. Der Duft wird klar und hell, wie Bergwasser, welches rauschend nach unten fließt, durch Wälder und Auen. Immer wieder das Ufer unterspült und Erde und Gräser mitreißt.
Heliptrop, zart und lieblich, so gut es eben geht, lässt den goldenen Pavillon leuchten und in warmem Licht strahlen.
Kleine Trolle, bisschen schmutzig und nach Wald duftend, mit Blümchen hinterm Ohr, tollen über die Wiesen, mitten durch die Kräuter, bis sie direkt in den goldenen Käfig rollen und schnaufend Erholung suchen. Ja, bisschen kitschig die Beschreibung, aber es passt einfach.
Le Pavillon d’Or ist ein außergewöhnlicher Duft und eigen. Gewürzlastig grün, aber erfrischend balsamisch.
21 Antworten

Gschpusi vor 9 Monaten
10
Duft
9
Haltbarkeit
9
Sillage
9
Flakon

Nachts
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Nachts kommt die Zeit, die ich lieb, die ich will.
Dann bin ich bereit und es wird in mir still.
Phantastin bin ich, will raus aus der Welt,
das Träumen ist’s, das lebendig mich hält.
Ich flieh vor mir selbst in wildem Lauf,
Gott Hypnos fängt mich tröstend stets auf.
Meine Träume schillern in buntem Glanz
und vergehen lautlos im stummen Tanz.
Aus zarten Schleiern besteht mancher Traum,
er flüstert und weht in den weiten Raum,
er kann wie ein Federwölkchen sein,
Ich greif danach, will eins mit ihm sein.
Oft bin ich vereint mit Fabelwesen
und Orten, an denen ich nie gewesen,
dann fühl ich ein Glück wie tagsüber nie
und summ eine jubelnde Melodie.
Dann schweb ich erlöst über Berg und Tal,
dann ist mir alltäglicher Kummer egal,
dann mach ich mich auf zu farbigen Reisen,
da lausch ich selig den alten Weisen.
Beim Träumen erleb ich sanftes Fallen.
Der Fliegertraum ist der schönste von allen.
Wenn ich träum, Blick ich hinunter ins Tal,
dann glänzt der Mond zwischen Wolken so fahl,
dann löst sich auf der alltägliche Streit,
dann bin ich zu vergessen bereit.
Ich träum auch von Liebe, dem hellen Licht,
doch mitnehmen kann ich Geträumtes nicht
ins Helle, hinein in den kommenden Tag,
so sehr ich es mir auch wünschen mag.
(Marie Mehrfeld)
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Black Tar ist so dunkel und hell zugleich. Rauchige Zeder und erdiges Patch. Mystischer Balsam, rauchig und dick. Von dunkelschwarz leuchtend zu hellschwarz und weich. Tuberose in ihrer reinsten, verschlossenen Form. Von Rauch und Dunkelheit umgeben und doch so hell. Gruselig düster und wie eine kleine, sanfte Laterne am Stab. Kalte Zeder, leicht grün-bitter und weich. Black Tar ist wie ein Duft Wandler. Immer anders und immer spannend. Immer dunkel und hell zugleich.
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Danke Floyd - danke für dieses Dufterlebnis!
19 Antworten

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