HaraellaHaraellas Parfumkommentare

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Haraella vor 4 Monaten 3
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Duft
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Haltbarkeit
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Sillage
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Flakon

Mein „Ich-bin-Zuhause“-Duft
Eigentlich war dieser Duft ein Fehlkauf. Ursprünglich wollte ich „Bijan Woman“ kaufen und dann drehten sie mir in einer Kasseler Parfumerie diesen Duft an. Und dann auch noch das Extrait. 7,5 ml zum Wahnsinnspreis.
Ich habe es nie bereut. Der Fehlkauf war ein Glückskauf. „DNA“ hat nicht im entferntesten etwas mit „Bijan Woman“ zu tun, zwei unterschiedliche Duftrichtungen und ich liebe sie beide.
„DNA“ ist ein dunkler, schwerer Blütenduft. Anfangs allerdings erinnert er mich immer an eine süße Brombeere, gefolgt von einem bunten Blumenstrauß, dem sich hölzerne Noten anschließen. Dabei schwingt immer etwas lieblich Süßes mit. Dem einem mag es zu viel sein, aber für meine Nase ist es genau richtig.
Diese Duft begleitet mich schon so lange und jedes Mal, wenn ich ihn rieche, dann fühle ich mich zu Hause.
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Haraella vor 4 Monaten 3
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Duft
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Ubar...aller guten Dinge sind drei!
Ich habe sie alle...alle drei Versionen von Ubar...
Die Ursprüngliche von 1995, gekauft 2001 höchstperönlich im Oman in der Amouage-Manufaktur Muscat.
Damals hatte noch fast keiner der Reisegruppe jemals von „Amouage“ gehört, aber wir staunten alle über die Kostbarkeiten, die wir dort zu sehen und zu riechen bekamen.
Träume aus 1000 und einer Nacht, Flakons kostbar und edel, Düfte reich wie der Orient. Das war „Amouage“.
Im letzten Sommer gaukelte mir meine Nase vor, dass mein Mitbringsel-Flakon gekippt ist. Noch ca. 5 ml waren drin und nach gut 18 Jahren sollte es das gewesen sein. Die Trauer war groß und nun ging die Suche los. Die Vintage-Version ist so gut wie nicht mehr zu bekommen.
Also blieb mir nichts anderes übrig, als die neue Version zu kaufen. Die ganz neue, mit Magnetdeckel.
Oh ha, was war das?
Anfangs ähnlich der Ursprungsversion, aber in der Entwicklung nicht mehr zu vergleichen. Der Wummser war milde geworden, alltagstauglich, aber keineswegs mehr 1000 und eine Nacht. Ein moderner animalischer Orientale, den man auch gut mal im Büro tragen kann.
Warum nicht!
Nicht so ganz zufrieden mit der Version, kam ich durch Zufall an die Version von 2009. Nicht mit Magnetkappe, sondern mit durchsichtigen Plastikschirmchen.
Na, das kam schon eher an die Vintage-Version heran. Haltbarkeit und Silage phänomenal, die Basis etwas vanilliger, aber sonst recht passabel. Also, auch hier ein Abendparfum für die großen Auftritte, von dem man auch noch am nächsten Tag was hatte.
Und dennoch.. die Ursprungsversion...
was soll ich sagen...böse Nase...von wegen gekippt! Ein kleiner Sprühstoß reicht und da ist es wieder...ich schwebe auf einem Teppich und Sindbad begleitet mich...das ist Orient...das ist „Amouage“, das ist „Ubar“!
Schade, das alles immer modern werden muss...
5 ml...ich hoffe, die halten noch ewig!
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Haraella vor 1 Jahr 22
10
Duft
8
Haltbarkeit
8
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Flakon

Ein Klassiker für die Ewigkeit
Meine erste Begegnung mit diesem Duft war in meiner Teenie-Zeit, also vor gut 30 Jahren. Und ich mochte ihn nicht! Zu tantig, schwer und altbacken, zu seifig und irgendwie...einfach nichts für eine junge Nase.
Dann kam mit Mitte 30 die zweite Begegnung, als EdP und wieder konnte ich nicht verstehen, was viele an diesem Duft so toll finden. Ich fand ihn unmodern und zu heftig. Ich hielt für mich fest, daß Chanel nicht meine Marke ist und die No. 5 schon gar nicht!
Dann begann vor ein paar Jahren meine Parfumo-Zeit. Ich testet viel, machte aber um die Chanel-Düfte einen großen Bogen. Bis mir eine liebe Parfumo-Freundin dann Rat gab, ich solle doch einfach mal die Extraits ausprobieren, die wären ganz wunderbar.
Als erstes hielt „Coco“ Einzug und ich war begeistert. Ein feiner, edler fruchtig-blumiger Duft mit weicher Silage und toller Haltbarkeit offenbarte sich auf meiner Haut. Von der Duftrichtung eigentlich nicht so meins, aber hier war ich hin und weg.
Mutig geworden kam als nächstes die No. 19 als Extrait. Als Chypre-Fan ein absolutes Muss. Und auch hier folgte pure Begeisterung.
So traute ich mich schließlich auch an die No. 5.
Mit gemischten Gefühlen, aber als die kleine Kostbarkeit endlich da war und seine volle Pracht auf meiner Haut entfaltete, da war klar, warum dieser Duft ein Klassiker ist und schon seit fast 100 Jahren produziert wird.
Beim Extrait ist nichts zu viel, nichts unmodern, nichts zu seifig, tantig oder Oma-mäßig.
Dieser Duft ist eine Komposition für eine Frau, die Frau sein will. Die mutig und romantisch ist, eigensinnig und stark und doch auch sehr viel Gefühl zeigt. Die das Heute mit der Vergangenheit verbindet und in die Moderne transportiert.
So viele Frauen haben diesen Duft schon getragen und werden es noch tun. Und eine jede, die es tut, die weiß warum...das ist Chanel No. 5.
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Haraella vor 1 Jahr 11
10
Duft
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Flakon

Wenn nur ein Duft, dann Magie Noire...Vintage
Gerade kam mir die Idee, was wäre, wenn ich den Rest meines Lebens nur noch ein einziges Parfum tragen dürfte? Eigentlich unvorstellbar, aber welcher Duft wäre es, wenn es wirklich so wäre?
Welcher meiner Düfte paßt zu jeder Jahreszeit, zu jeder Tageszeit? Welcher geht mir nicht irgendwann auf den Zeiger? Welcher begeistert mich immer wieder, mit welchen würde ich mich jeden Tag wohl fühlen? Welcher spiegelt mich wieder?
Und jetzt kommt es...es ist Magie Noire...aber bitte die Vintage-Version! Ganz wichtig, denn der neue Magie Noire hat nichts mit der alten Version gemein!
Wenn ich nicht weiß, was ich tragen soll, dann greife ich zu Magie Noire. Der passt immer! Zumindest bei mir. Die anfängliche leicht herb-krautige Note ist für einen Chypre-Fan genau richtig und paßt wunderbar zu einer kühlen (echten) Blonden. ;-)
Mit der Zeit wandelt sich der Duft, wird weicher und zeigt seine erotische Note. Ein Nasengenuss folgt dem nächsten, die Basis ist mild und weich und lässt Frau Frau sein. Fast wie ein Traum aus tausend und einer Nacht. Das ist Magie pur!
Und der Duft, der übrig bleiben würde, müsste ich alle anderen abgeben.
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Haraella vor 2 Jahren 13
8
Duft
6
Haltbarkeit
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Flakon

Irgendwas stimmt hier nicht...mehr
Vor gut 10 Jahren bekam ich von meinem Bruder zum Geburtstag einen Gutschein von einer ortsansässigen Parfümerie geschenkt. Die erste Auswahl fiel auf einen Duft von Diesel. Zum Glück hatte ich ihn mir auf den Arm sprühen lassen. Schon nach 10 Minuten nach dem Kauf war klar, daß der Duft doch nichts für mich war. Also postwendend zurück zur Parfümerie und zurückgeben bzw. umtauschen. Aber was wollte ich eigentlich? Einen Duft mit möglichst vielen natürlichen Essenzen, keinen synthetischen Duft. So wurde mir „Eau du Soir“ unter die Nase gehalten und ich war begeistert...anfangs. Ich nahm ihn mit, benutze ihn. Ein schöner Chypre, aber irgendwie konnte ich mich doch nicht recht mit ihm anfreunden. Er war mir irgendwie zu „altbacken“, „Omamäßig“.
Vor 4 Jahren versteigerte ich ihn auf einer bekannte Plattform und vergaß ihn.
Chypres sind mir halt zu altmodisch...dachte ich damals!
Dann kam „Parfumo“. Alle Duftrichtungen wurden durchgetestet. „Süße Düfte“ waren schnell nicht meins bis auf wenige Ausnahmen. Mir gefiel mal dies, dann wieder das, aber irgendwie, so richtig kam ich nicht ans Ziel.
Immer wieder stelle ich fest, daß die Düfte aus meiner Jugend doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatten. Die tollen „Rochas“- und viele Drogerie-Düfte.
Und irgendwann, nach 1000 getesteten Parfüms wurde mir bewusst, daß da eine Vorliebe für Chypres vorhanden war.
Und so zogen sie bei mir ein: „Madame Rochas“, „Chanel No. 19.“, „ Calèche“, „Scherrer“ usw.
Und einer fehlte noch: „Eau du Soir“.
Dann kam er, kurz vor Weihnachten. Warum hatte ich ihn nur weggegeben?
Tja, und dann kam die große Ernüchterung. Ein moderner „Eau du Soir“, gleiche Verpackung, aber leider auch scheinbar in den letzten Jahren reformuliert. Wo ist der wummsige, aussagestarke „Eau du Soir“ hin?
Das, was ich nun auf der Haut habe, ist ein wässriger Abklatsch eines wirklich tollen Duftes. Ach, hätte ich nur meinen „alten“ Flakon behalten.
Erahnen kann man ihn noch, aber das wars auch schon. Wirklich schade!
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