Ineke89Ineke89s Parfumkommentare

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11.05.2017 16:14 Uhr
12 Auszeichnungen
In der Parfümerie am stöbern testete ich den ein oder anderen Duft, ohne bestimmtes Ziel. Zum Geburtstag hatte ich einen Gutschein bekommen und kann mich momentan einfach nicht so recht entscheiden, welchen ich aus meiner Wunschliste wirklich nun absolut in meine Sammlung aufnehmen möchte.
Vielleicht kennt noch jemand dieses Phänomen, dass man sobald man einen Duft besitzt, von dem man annahm, dass er wirklich wunderbar ist, nach ein paarmaligem Tragen langsam die anfängliche Begeisterung abebbt. Dies geschieht nun zum Glück nicht bei jedem meiner Anschaffungen, aber so 2 oder 3x ist mir das schon passiert.

Ganz ohne Erwartungen hab ich ihn mir aus Neugier auf Neuheiten einfach mal Mon Paris edt aufgesprüht und noch einen 2. Duft aufs andere Handgelenk. Der Erste Schnüff war schon sehr appetitlich, aber das waren auch andere Düfte, die ich bei diesem Besuch getestet hatte. Unentschlossen verließ ich die Parümerie und spazierte durch die Stadt, um noch ein paar Besorgungen zu machen.
Und ja... ihr ahnt es schon, habt es alle schon erlebt...ich habe es schon vielfach hier gelesen: Was sich innerhalb weniger Minuten da auf meinem Handgelenk entfaltete war einfach himmlisch!
Der Duft fing an wie lebendig zu vibrieren und es wirkte, als ob kleine Glitzerpartikel, bunte Schmetterlinge und in süßen Beerensaft getauchte Blütenblätter von meinem Handgelenk rieseln, sobald ich es beginne leicht hin und her zu schwenken.

Der Duft hat eine romantische Seite; ein bisschen kitschig vielleicht, da diese fruchtigen Himbeeren und Brombeeren wohl in Kombination mit dem Stechapfel eine dominant ausgeprägte Süße schaffen, die beinahe in der Nase kitzelt. Es prickelt und zischt, pink, brausig und spritzig süß mit einer zitrischen Note. Mir gefällt dieser Fruchtcocktail ganz außerordentlich. Es ist keine Zuckerwattensüße wie bei LVEB, sondern eher eine beerige leicht säuerliche Süße mit tollen Aromen. Ein bisschen Prinzessin und pink steckt schon in dieser Flasche.
Die Blüten sind für mich ein Volltreffer: Neroli, Pfingstrosen und Jasmin genießen allesamt meine Verehrung.
Mit Patchouli und weißem Moschus in der Basis sind viele meiner Lieblingsdamendüfte ausgestattet und auch hier passen alle Noten ganz wunderbar zusammen. Vielleicht ist es das Ambroxan, was diesem Duft seine Strahlkraft verleiht und es so satt und voll wirken lässt.
Alles in allem ein sehr appetitlicher, süßer, fruchtiger Damenduft, der fröhlich und verspielt wirkt, aber doch noch so eine leicht subtil verführerische Seite hat. Ich kann mir diesen Duft gut beim ersten Date vorstellen, wenn man schon zum Flirten und Scherzen aufgelegt ist und noch nicht gleich alles von sich Preis geben will - schon gar nicht seine dunklen Seiten.

Die Intensität des Duftes begeistert mich, obwohl es nur ein edt ist; eine Eigenschaft die ich bei vielen Düften vermisse und entscheidend darüber ist, ob sich eine Anschaffung für mich lohnt oder eben nicht.
Die Sillage ohne Unterstützung einzuschätzen finde ich immer recht schwierig, ich würde aber schon sagen, dass er gut strahlt, denn bei Bewegungen des Handgelenks und herumwirbeln in der Luft, wird der Duft wieder präsent. Am Handgelenk verbleibt er bis zu 7 Stunden.

Was dieser Duft meiner Meinung nach nicht bietet, ist offensive Sinnlichkeit, pure Verführung, geheimnisvolle Aura oder aber auch sachliche, klare Eleganz oder Kühle, wie es für einen Büroduft oft gewünscht wird. Ich empfinde den Duft eher als romantisch, liebreizend, heiter und vielleicht ein bisschen frech.

Mich erinnert der Duft sehr an Miss Dior Chérie. Damals war ich ganz verrückt nach dem Duft und finde es schade, dass er eingestellt wurde. Auch ein bisschen Miss Dior Absolutely Blooming- Ähnlichkeit würde ich mal ganz vorsichtig in den Raum werfen. Ich werde beide noch einmal parallel testen müssen, um das genauer zu beurteilen. Das Mon Paris edp ist mir ebenfalls bekannt, jedoch finde ich das edt als besser gelungen, da es weniger einseitig süß ist. Auf alle Fälle bleibt dieser Duft auf meinem Radar und kommt in die engere Auswahl meiner Wunschliste.


10.05.2017 18:04 Uhr
23 Auszeichnungen
Dieses Parfum ist für mich das Wertvollste in meiner kleinen Sammlung. Vor einigen Wochen habe ich es beim Rumstöbern entdeckt und es hat mich nicht mehr losgelassen. In der Zeit zwischen dem Entdecken und dem Haben, konnte ich kaum an einer Parfümerie vorbeigehen, ohne mir mein Handgelenk und einen Teststreifen mit diesem Elixir triefend nass vollzusprühen.
Ich könnte mich glatt darin wälzen. Und als ob das Schicksal mich mit diesem Duft zusammenführen wollte, fand ich auf Flaconi den schwarzen Diamanten in der 50 ml Version mit Bodylotion und Duschgel für lausige 33€ im Angebot. Ich habe auf den Duft gewartet, wie ein Kleinkind an Weihnachten auf den Rentierwagen und Weihnachtsmann.

Mir ist es nun so richtig egal, was andere Leute von dem Duft halten oder, ob sie ihn an mir mögen. Meine Liebe zu diesem Duft übersteigt alles vorher Dagewesene. Da kenne ich grade keine Gnade mit meinen Mitmenschen. Ich trage ihn nicht nur Morgens auf, sondern sogar Abends vor dem Schlafengehen, weil ich den Duft an mir so liebe. Wenn ich mich für einen Duft entscheiden müsste und keine anderen mehr tragen dürfte, dann würde ich momentan diesen hier wählen.

Doch Vorsicht! Er ist schon so etwas für passionierte Naschkatzen, denn er ist wirklich sehr süß.
Praline, Litschi, Karamell, Vanille, Erdbeere, Mandarine, Birne, Passionsfrucht, Lakritz, Kaffee ...als ob hier jemand einen Haufen meiner persönlichen Naschvorlieben zuammengeworfen und eine Essenz ganz persönlich für mich daraus kreiert hätte.
Die Blumen in diesem Parfum sind auch mal interessant: Schwarze Rose und Vanilleorchidee kannte ich bisher noch gar nicht, aber es riecht wunderbar edel. Die Rose ist sehr deutlich und erscheint tatsächlich dunkel oder auch schwer und wirkt zusammen mit Weihrauch und Patchouli balsamisch und tief.
Desweiteren soll in diesem Parfum noch Kumarin und Papyrus sein. Nun vermag ich dies weder zu bestätigen noch zu dementieren. Eine minimale Prise Orient meine ich wahrzunehmen, evtl, kommt diese Assoziation aber auch vom Weihrauch.

Alles was ich sagen kann, ist, dass ich solch einen gourmandigen Krachbumm- Wummser noch nie vorher gekannt habe. Er hat nichts Zartes, Elfenhaftes, Dezentes oder Frisches an sich. Nein, er knallt mit betörend tropisch-fruchtiger Süße, diesen dunklen Rosen und seiner Mischung aus Karamell-Weihrauch jedes andere Duftwässerchen an die Wand, umschlingt seinen Hals und erwürgt es wie eine Anakonda langsam, bis ihm die Luft ausgeht.
Egal welchen Duft ich vorher aufgesprüht habe, wenn ich La Nuit Trésor auflege, bleibt von dem Duft zuvor nichts mehr übrig. Er wird mit Haut und Haar gnadenlos verschlungen.
Die Anakonda- Allegorie als bildhafte Verkörperung für Verführung passt zu diesem Parfum ganz gut. Denn es ist mehr als nur nett und schön, sondern wirklich sinnlich, überschwänglich dekadent und sündhaft süß. Als ob aus tiefer Dunkelheit ein verbotener dämonischer Duft der Verführung strömt, der die Sinne in einer Art anspricht, dass es nur Sünde sein kann.

Die Sillage ist dementsprechend ordentlich und auch mit der Haltbarkeit bin ich sehr zufrieden. Hier bekommt man wirklich was für sein Geld. Nach 9 Std. kann ich den Duft auf der Haut noch riechen.
Obwohl ich ja schon erwähnt habe, dass ich diesen Duft grade 24h in jeder Situation trage, würde ich ihn doch eher für den Abend, in der Freizeit oder zum Ausgehen empfehlen, denn er ist sehr kraftvoll und schwer.

Den Flakon finde ich fantastisch. Ein schwarz-violetter Diamant, dessen Sprühkopf mit einer schwarzen Rose verziert ist. Der Deckel ist passend zur Äußeren Form des Flakons geschliffen und sieht sehr edel aus.

Wer Trésor nicht mag: keine Sorge, ich finde da kaum Ähnlichkeiten. Dies hier ist ein ganz anderer Duft!
Vielleicht mögen einige diesen Duft, denen bereits Manifesto, Decadence, Mon Paris, Gold Couture und Black Opium gefallen hat. Oder für LVEB Liebhaber, die mehr wollen als süß, nett und freundlich.


14.04.2017 14:24 Uhr
8 Auszeichnungen
Ein süßlich vannilig- pudriger.....Herrenduft?
Zum ersten Mal im Winter getestet und sofort für gut befunden. Mein Partner wurde sogleich Anschlagsopfer und ohne Hemmungen mit dem Pröbchen eingesprüht. Ihm gefiel er gut, mir auch. Doch es sollte nicht so einfach bleiben.

Der Duft hat für mich sofort eine süßliche Gourmandnote, Vanille, Tonka? Beides? Ich kann es nicht genau sagen, aber es wirkt schon kuschelig. Birne passt auf jeden Fall. Für mich hat der Duft noch eine deutliche Tabaknote mit evtl. Leder.
Leider schwebt über allem ein süß pudriger, leicht säuerlicher Kosmetiktäschchen- Puderduft. Das muss die Iris sein. Diese Note ist mir für einen Herrenduft hier doch etwas zu dominant und ordne diese Richtung doch eher den Damendüften zu.

Dieser Duft erinnert mich ganz entfernt an Love Chloe, den ich nicht sonderlich mag, der aber auch sehr dominante pudrige Noten aufweist.
Dior Homme Intense erlebe ich mit seiner pudrigen Süße als schwer, süß und dunkel. Im Winter hatte ich ihn deutlich angenehmer in Erinnerung als jetzt im Frühjahr und würde ihn auf jeden Fall in kalten Jahreszeiten eher bevorzugen, als an warmen Tagen. Er erscheint mir bei niedrigen Temperaturen als etwas weicher und runder.

Ich finde ihn insgesamt, trotz leicht säuerlichem Anklang von Schminkpuderdose bei warmen Wetter, als angenehm und würde mich freuen diesen Duft an dem ein oder anderen Mann erschnuppern zu können. Dieser süße Duft kommt erst auf herber Männerhaut richtig zur Geltung. Auf meiner Haut sticht er etwas zu süß.

Die Haltbarkeit ist ganz wunderbar 7 Stunden sind locker drin. Die Sillage ist auch nicht von schlechten Eltern. Also Achtung im Büro.


13.04.2017 21:08 Uhr
22 Auszeichnungen
Die vorherigen Kommentare treffen den Duft wirklich gut. Daher gehe ich nur auf die Wirkung ein, die Beige auf mich hat und überspringe die Duftbeschreibung in Gänze.
Ich bin, was Exklusivdüfte und Nischenparfums angeht, noch ziemlich unerfahren und hatte im wahrsten Sinne des Wortes bisher überwiegend Mainstream am Hals. Der Zugang zu diesen Düften offenbart sich mir nur langsam nach und nach durch Tauschgeschäfte, Pröbchenabfüllungen und Überraschungsbeigaben anderer Parfum -as/-os. Umso glücklicher war ich Beige als Gratispröbchenbeigabe mal testen zu dürfen. Danke Melisande. :)
Schon gestern Abend habe ich geplant am nächsten Morgen Beige zu tragen. Ich habe mir ein dezentes Outfit herausgelegt. Ein langer cremeweißer Pullover, eine schwarze enge Jeggins, schwarze schmale Stiefeletten und ein beigefarbenes Halstuch mit großfleckigen schwarzen unregelmäßigen Tupfen. Die Farbe beige kann ich nur in Kombination mit anderen Farben tragen, sonst sehe ich als kalkweiße Nordeuropäerin richtig schnell ganz schön krank aus. Mit dem Outfit fühle ich mich normalerweise dezent, gepflegt, nicht verkleidet und sehr wohl. Dank langem, etwas weiter geschnittenem Pullover und Stretchhose kann ich Mittags in der Mensa auch mal ordentlich Hausmannskost spachteln und fühle mich vollgefuttert im Knödelkoma immer noch relativ chic. Nun habe ich Beige schon seit 8 Std an mir und komme zu dem Schluss, dass dieser Duft mich schlechter aussehen lässt, als ich mich normalerweise fühle.
Es ist fast so, als wäre ich den ganzen Tag schon in Begleitung eines perfekt durchgestylten, leicht gelangweilt dreinschauenden 906090 Topmodels ohne Humor unterwegs, neben der ich mich als normale, bodenständige Frau im Verhältnis plötzlich fühle, wie eine von den Flodders.
Neben ihr sieht jede andere öde aus. Sie versteht keinen Spaß, sie lebt in ihrer eigenen Welt, alles geht nach ihrer Nase. Sie ist makellos, perfekt aber dabei doch irgendwie bieder in ihrer Ausstrahlung. Leute wollen in ihrer Nähe sein, um ein wenig ihres sozialen Prestiges auf sie abfärben zu lassen. Versucht man sich mit ihr zu unterhalten, kommen knappe Antworten, fragt man nach ihrer Meinung, merkt man, dass sie wenig zu sagen hat und im Grunde sich nicht einmal dafür interessiert, was in unserer Welt gerade so los ist. Warum auch, sie kommt auch so überall durch. Sie muss weder Intelligent noch besonders warmherzig, humorvoll, empathisch oder gar sympathisch sein, denn sie sieht ja schon perfekt aus.
Auf vieles hat sie keinen Bock, sodass ich sie nie im Leben fragen würde, ob sie mit mir hier oder dort hin, dies oder jenes unternehmen will. Spaß und Action ist nicht mit ihr.
Ich und Beige wir sind nicht auf einer Wellenlänge. Ich liebe schwarzen Humor und honoriere einen guten fiesen Witz gern mit meiner dreckigen Lache, esse Pizza direkt aus dem Karton und trage auf dem Sofa Jogginghose. Ich bin nicht perfekt und ich mag mich so. Für sowas ist sich das Fräulein allerdings zu fein. Lebensfreude sieht anders aus bzw. riecht für mich anders. Ausdauer hat sie Allerdings, volle 7 Stunden kann ich sie auf der Haut wahrnehmen. Das ist gut. Die Sillage ist etwas zurückhaltender.

Trotz alledem empfinde ich Beige als ein gutes Parfum, nur es passt nicht zu meiner Persönlichkeit. Auf mich wirkt es zu edel, abgehoben, bieder und auf langweilige Art einfach zu perfekt. Viele schreiben, dass der Duft skinny sei. Bevor ich den Duft kannte, konnte ich mit dem Begriff nichts anfangen, hab nun aber schon so eine Ahnung was gemeint sein könnte. Es ist das Gegenteil von überschwänglicher Oppulenz. Es wirkt auf mich auch zu plastisch, um sexy sein zu können. Dieser Duft ist nicht unbedingt etwas für Naschkatzen und Genussmenschen, denn dieser Duft wirkt auf mich so sinnlich wie ein Knäckebrot schmeckt. Leider.

P.S. Diese Schilderungen beziehen sich auf assoziative Gedanken über den Charakter des Duftes, den dieses Parfum mit MEINER Haut bildet.

Nicht auf den Charakter von Personen, die diesen Duft tragen mögen!

Ich setze voraus, dass dies differenzierbar ist.


10.04.2017 22:04 Uhr
26 Auszeichnungen
Der Duft lag als Originalpröbchen einer Bestellung bei. Ganz unvoreingenommen sprühte ich ihn direkt auf die Haut meines Freundes. Beim ersten Hinriechen rümpfte ich schon die Nase und verengte meine Augen.
"Wart erst mal, der kann sich noch entwickeln." Sagte er und verschwand zum Proben in seinem Gitarrenzimmer.
Nach einer halben Stunde kam er wieder zu mir ins Wohnzimmer, klagte über meinen olfaktorischen Anschlag auf ihn und taufte den Duft sogleich Eau de Penneur. Ich griff nach seinem Handgelenk, nahm einen kräftigen Zug und wandte mich, mit der Hand vor der Nase, sogleich wieder ab und verzog das Gesicht. Dann testete ich ihn auf meiner eigenen Haut, weil ich dachte, dass der Duft sich darauf unter Umständen anders verhält, aber nein.

Der Duft:
Es riecht für mich im gleichen Maße unangenehm, wie ein Mann, der tagelang, wenn nicht schon wochenlang nicht duschen war, dabei seine Schweißausdünstungen in seine Lederjacke diffundieren lässt und dazu seine Umwelt mit einer leichten Schnapsfahnenaura beglückt. Irgendwo kommt noch eine urinale Note ins Spiel. Mir wird schlecht...
Verschmiert mit Motoröl rülpst dieses Parfum schamlos in meine Nase und macht mich so wild, dass ich die verbale Peitsche raushole, um dieses Ekelpaket unter die Dusche zu prügeln.

Benzin und Tankstellengeruch liebe ich seit frühester Kindheit. Aber hier rieche ich davon nichts außer einer muffigen Schnapsfahne.

Irgendwo rieche ich noch geschmortes Gummi, Autoreifen nach Vollbremsung oä.

Nur einmal Wasser und Seife reichen nicht aus, um ihn loszuwerden. Das Parfum verbeisst sich in die Haut und will nicht gehen. Die Haltbarkeit ist hier wirklich positiv zu werten. Auch die Sillage ist Raumerfüllend wie es sonst nur fiese Fürze schaffen und dabei von der Wirkung auf mich nahezu identisch.

Ich hab den Eindruck, dass hier versucht wurde das Thema von Fahrenheit aufzugreifen, um etwas Ähnliches zu kreieren. Fahrenheit ist kein gefälliger Duft, aber einer, den ich mir an einem Mann noch gut als derb und anregend vorstellen kann. Doch dieser hier ist für mich ohne Wenn und Aber ein absoluter Liebestöter, ein No Go! Never Ever! Trennungsgrund!


02.04.2017 16:22 Uhr
Ein Blindkauf, da ich auf Grund der Optik auf Anhieb überzeugt war ein Dupe zu Trésor Midnight Rose vor mir zu haben, welcher mir sehr gefällt. Kein Tester weit und breit, aber naja, 2,99€, das tut nicht wirklich weh. Außerdem war ich unglaublich neugierig.

Der Duft beginnt mit einer stechenden Alkoholnote. Wenn man diese überstanden hat, dann lassen sich, nach dem Antrocknen, deutlich rote süße Beeren herausriechen, die Himbeere ist hier dominant. Rose und Vanille kommen zum Vorschein. So auf dem Handgelenk riecht der Duft sogar recht appetitlich und ich bin positiv überrascht. Süßer, blumiger, beeriger, fruchtiger Gourmand mit einem Hauch Vanille. An sich ist der Duft schön und weist tatsächlich eine Ähnlichkeit zu Trésor Midnight Rose auf. Leider kommt er aber lange nicht an den satten intensiven Duft des Originals heran.


ABER!!!

Die Intensität ist mangelhaft. Es gibt parfümierte Bodylotions, die stärker sind. Es geht daher etwas in Richtung parfümiertes Bodyspray.

Die Haltbarkeit ist ebenso mangelhaft. Nach 3 Stunden ist der Duft fast vollständig verflogen. Auf Stoffen, mag er etwas länger halten.
In der gesamten Performance ist das Original deutlich überlegen.

Der Flakon, insbesondere der Verschluss wirken sehr billig. Jedesmal, wenn ich die Kappe abziehe, habe ich Angst, dass ich den Sprühkopf gleich mit aus der Flasche reiße. Allerdings gibt es ein kleines schwarzes Stoffgummiband mit einer violetten Rose dazu, was recht niedlich aussieht.

Wer aber das Geld nicht hat und appetitlich riechen möchte, kann hier gern zuschlagen, denn der Duft wird zu keiner Zeit unangenehm, oder stechend. Bei dem Preis müsste jedem klar sein, dass es sich um einen Synthetik-Mix handelt, der in der Haltbarkeit niemals an natürliche Rohstoffe heranreicht. Hier muss man wohl einfach den Flakon mitnehmen und regelmäßig ordentlich nachsprühen, wenn man unterwegs ist. Dennoch vom reinen Duft her sehr gut gelungen und durchaus tragbar, ohne je nervig zu werden.

Für Mädchen, die gerne Mamas Schminke und Kleider ausprobieren kann der Duft bei dem niedrigen Preis zum Verkleiden Spielen auch gut herhalten.
Ich selbst werde die Flasche gut leer bekommen, denn den Duft kann ich durchaus genießen. Komplimente von männlicher Seite aus dem Freundeskreis gab es auch schon. Aber nachkaufen muss ich ihn nun nicht unbedingt.

Als Allergiegeplagte hab ich hier keinerlei Beschwerden gehabt.


29.03.2017 14:27 Uhr
3 Auszeichnungen
Da mir Nuit Blanche recht gut gefallen hat, habe ich mir ein Pröbchen Floral Shock zukommen lassen. Bevor ich mich zum Duft äußere, muss ich darauf hinweisen, dass ich schon eine recht hohe Erwartungshaltung hatte, da mir einige Düfte von YSL wirklich gut gefallen und der Flakon mich ansprach. Auch für extrem blumig-süße Düfte kann ich mich normalerweise sehr begeistern und so wurde ich neugierig.

Duft:
Ganz deutlich nehme ich zu Beginn sehr süßen Milchkaffee wahr. Ob nun kalt, geeist oder warm: egal, diese Note steht für mich deutlich über allem im Vordergrund. Dazu eine Spur Zuckerwatte, Popcorn, Milchschokolade und Vanillin.
Die Birne kommt hier überreift, süß daher; eher aus der Dose, als frisch und knackig.
Zitrone??? Nein, davon merke ich gar nichts, so sehr ich mich bemühe. Dabei bin ich bei der Note Zitrone sehr empfindlich, aber nein, daran scheitert der Duft nicht - es sind die Blumen.
Blumige Noten kann man schon riechen, aber sehr dezent und zurückhaltend. So stelle ich mir keinen Floral Shock vor!!! Die Freesie und Orangenblüte versinken im übersüßen Milchkaffee, der einfach alles dominiert.
Hier enttäuscht mich der Duft einfach enorm, ich hätte mir viel deutlichere Blumen gewünscht und den Duft auch wesentlich frischer erwartet.

Auf dem Teststreifen entwickeln sich die Blumen wesentlich deutlicher, als auf meiner Haut, aber letztendlich zählt ja wie der Duft an einer Person riecht.

Der Duft ist schon süß und lecker, erfüllt aber überhaupt nicht meine Erwartungen, die der Name Floral Shock suggeriert und ist meiner Meinung nach Opfer schlechten Marketings. Sweet Sugar Latte hätte es eher getroffen.

Beim riechen fühle ich mich ständig an La Rive Dupes erinnert, die oft übersüß und leicht synthetisch daherkommen. Im Vergleich dazu, schneidet der Duft schon noch ganz gut ab, aber es reicht nicht ganz, um den Duft für mich so interessant zu machen, damit ich ihn als Parfum gern tragen würde. Ein brutaler Flop ist es nun nicht, aber begeistert bin ich auch nicht gerade.


28.03.2017 21:25 Uhr
23 Auszeichnungen
Dieser Duft riecht so clean, so sauber kann man sich gar nicht duschen oder baden, um diese Wirkung weißer Reinheit zu erzielen. Dieses Parfum wirkt so rein, dass es auf mich schon beinahe eine übermenschliche Transzendenz ausstrahlt.

Der Duft weckt bei mir Assoziationen von Japan, Kimonos, Katanaschwertern und puristischem Minimalismus. Japanerinnen sollen ja sehr ausgiebige Badezeremonien praktizieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass nach solch einem reinigendem Ritual eine traditionelle Japanerin mit einer Tasse grünem Tee in der Hand exakt so riecht, wie der Inhalt dieses Flakons. Einfach nach perfektionistischer, erfrischender Sauberkeit.

Duft:
Mandarine und Bergamotte sollen enthalten sein, für mich riecht es eher nach frisch geschälter Mandarinenschale mit einem Tropfen Limette, denn es riecht eher zitrisch, als fruchtig süß oder saftig. Als nächstes rieche ich deutlich grünen Tee heraus. Nicht den billigen aus dem Supermarkt, auch keinen Matcha, sondern Gunpowder Tee aus ganzen gerollten Blättern, die sich beim Aufgießen mit heißem Wasser entfalten.
Leider ist mir der Duft von schwarzer Johannisbeerknospe völlig unbekannt, da kann ich nichts zu sagen.
Der Moschus, ist von allerfeinster Sorte. Normalerweise finde ich deutliche Moschusnoten zu maskulin in Damen- oder Unisexdüften, aber hier wirkt er wunderbar und gefällt mir sogar.
Silver Mountain Water ist ein wirklich passend gewählter Name, denn der Duft wirkt aquatisch und sehr erfrischend.
So stelle ich mir den besten, eisgekühlten Caipirinha vor, den man sich bei 35°C im Schatten gönnen kann und das in etwa 100fach frischerer Form.
Auch den weißen Flakon empfinde ich als wunderbar passend zum Parfum.

Insgesamt wirkt der Duft, sauber, klar, glatt, rein, transparent, erfrischend, edel und hochwertig.
Tendenz eher zum Maskulinen als zum Femininen. Kann mir den Duft an Frauen aber auch gut vorstellen.

Der einzige Nachteil, den dieser Duft hat, ist, dass er mir doch ein bisschen zu dezent daher kommt und die Sillage nicht unbedingt überwältigt. Er könnte schon etwas intensiver sein, aber das könnte auch schnell zu Lasten der erfrischenden kühlenden Wirkung gehen.

Wer ein paar Groschen mehr übrig hat, kann sich den durchaus mal ansehen.
Besonders im Hochsommer, wenn die Temperaturen zur schweißtreibenden Qual werden, kann ich mir vorstellen, dass dieser Duft eine wunderbare Wohltat ist.


24.03.2017 23:56 Uhr
23 Auszeichnungen
Dieses Parfum wird definitiv nicht jedem gefallen.
Hier wird nicht dem Trend der übersüßen Zucker-Popcorn, Lollipop, Karamell-Fruchtsmoothies gefolgt, sondern es geht mehr in Richtung pudriger, hautähnlicher Sauberduft mit einer Miniprise Orient.

(Nicht dass ich Düfte, die Früchtekompott oder Cocktailsirup im Blumenstrauß imitieren nicht mögen würde; ich liebe diese Richtung! Aber es ist schön auch mal etwas zu entdecken, das anders ist.)

Zu Beginn war ich von dem Duft bitter enttäuscht. Ich empfand ihn als sehr anstrengend und konnte nicht sagen in welche Richtung es gehen soll. Doch nach einigen Minuten sortierte sich alles.

Ganz besonders erinnert mich der Duft an den Geruch von Barbiepuppen. Das biegsame Plastikmaterial der flexiblen Beine um genau zu sein. Eine Kindheitserinnerung hervorzurufen, ist für ein Parfum bei mir natürlich ein riesen Pluspunkt, da es mich mit einem Sprühstoß in eine unbeschwerte Zeit zurückversetzt.
Dazu mischt sich eine Pudermischung aus Baby- und Kosmetikpuder. Darüber hinaus hat der Duft Noten von neutraler Bodylotion bzw. Sonnencreme. Ganz dezent sind auch Fruchtnoten wahrzunehmen. Keine spritzigen zitrischen, sondern ganz samtig weiche Pfirsichhaut -kein süßer Dosenpfirsich.

In Joy riecht auch etwas salzig und bitter und erinnert mich somit an Körperschweiß von Frauen.
Dann, wenn es einem beim Tanzen viel zu warm wird und man merkt, dass das Deo, dass man trägt kein Antitranspirant ist. Definitiv kein Geruch wie Stressschweiß, der unangenehm wäre, sondern ein Geruch, der sich durch Wärme und einer Mischung aus allen diversen Körperpflegeprodukten mit denen sich man noch 2 Std zuvor verwöhnt und zurecht gemacht hat, bildet.

Je länger der Duft auf meiner Haut verbleibt, desto schöner und interessanter wird er. Ich habe den Eindruck er verschmilzt mit dem Geruch meiner Haut zu etwas ganz Neuem.

Durch diese Mischung erhält in Joy etwas Intimes...etwas Menschliches. Ich habe bei einem Duft noch nie so stark empfunden zu meinen, dass ich eine Person rieche und kein Parfum.
In Joy wirkt feminin, zart, zurückhaltend, liebevoll und gepflegt und erinnert mich ganz stark an warme Haut.
Somit würde ich ihn auch als Alltagsduft einstufen, der insbesondere an wärmeren Tagen jeden Tag und zu jedem Anlass verwendet werden kann.

Kleiner Nachtrag:
Haltbarkeit 6 Std, danach kaum noch wahrzunehmen.
Sillage wikt auf mich eher mittelmäßig bis schwach (5 P)
Duftverlauf: Zuerst anstrengend, dann nach 15 min. warm und schön für 3 Std, im Anschluss immer schwächer.

Fazit:
Mal was Anderes und ganz nett, aber nichts mit Wow-Effekt.
Ich hatte aufgrund der orange-rosafarbenen Flüssigkeit einen viel fruchtigeren/spritzigeren Duft erwartet. Hätte mir wohl auch besser gefallen, wenn zumindest noch etwas Grapefruit oder Mandarine in der Kopfnote gewesen wäre, auf mich wirkt der Duft so wie er ist irgendwie unvollständig.


12.03.2017 15:19 Uhr
9 Auszeichnungen
Dieser Duft ist intensiv; 1 Tropfen kann den ganzen Raum erfüllen. Zu Beginn teilt die Vanille ihren Auftritt mit würzig-orientalischen, holzigen und ein paar Spritzern zitrischen Noten. Im Verlauf ziehen sich die zitrischen Noten immer mehr zurück und geben den orientalischen Noten mit der Vanille Raum, um sich miteinander zu vereinigen, während sich der Weihrauch wie ein hauchdünner Schleier darüber niederlegt. Maiglöckchen sind für mich deutlich wahrzunehmen und scheinen die Vanille zu schmücken, sodass diese nicht ledrig dunkel, sondern sanft süß und weich erscheint.
Die Noten würde ich folgendermaßen zusammenfassen: Vanillig-süß, floral, pudrig, balsamisch, würzig, orientalisch, holzig. Er wirkt auf mich insgesamt sinnlich, intim, exotisch und warm.

Der Duft zeichnet in meinem Kopf ein romantisches Bild ferner, heißer Wüstenlandschaften, orientalischer Märkte und blühender exotischer Oasen, in denen sich bunt verschleierte Frauen tummeln.

Zu Beginn in der ersten Stunde empfand ich den Duft als durchdringend und zu stark würzig, insbesondere die zitrischen und holzigen Noten dominierten und ließen ihn trotz intensiver Vanille leicht herb und stechend erscheinen. Doch je mehr er ruhte, desto weicher und runder wurde der Duft. Die blumigen Noten treten nun deutlicher hervor, die Vanille wird kuscheliger und die holzigen und würzigen Noten werden handzahm.
Die Zeit ist diesem Duft sehr zuträglich. Ich habe ihn nach den ersten paar Minuten in die Zu-Verschenken-Box gelegt, doch wanderte er nach einer Stunde direkt zu den Favorites für den Abend.

Der Duft passt zu heißen Sommerabenden bei später Stunde, auf Reisen in heiß-trockenen Klimazonen, und auch bei einem Winterabend am Kamin kann ich ihn mir gut vorstellen.

Das ist sicher kein Duft für jede Gelegenheit und schon gar nicht fürs Büro. Die Sillage knallt ordentlich und für jeden, der diesen Duft nicht mag, kann diese Begegnung durch die starke Intensität zur Qual werden. Die Gefahr der Überdosierung schätze ich hier als sehr hoch ein. Ein bis zweit Tropfen reichen völlig aus, um den Geist aus dieser Flasche zu beschwören.


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