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Jas0Ns Blog
vor 3 Jahren - 26.07.2019
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Die Probleme eines Parfumos Teil 3: Die Sammlung

6 Monate ist es nun schon her, seit ich Teil zwei der fünfteiligen Serie veröffentlicht habe. Wenig Zeit, Studium, Arbeit und private Verpflichtungen führten zu immer wiederkehrender längerer Abstinenz.

Gestern Abend allerdings habe ich den dritten Teil meiner Blogserie fertiggestellt und möchte ihn mit euch teilen!

Wie bereits in der Überschrift zu erkennen, handelt es sich diesmal um ein Thema, dass ich schon sehr oft in anderen Blogs gelesen habe und immer wieder erstaunt war, wie Ausschweifend andere Sichtweisen waren. Viele Präferenzen anderer User lasse ich heute auch meine Überlegungen einfließen. Danke dafür!

Gerne würde ich dennoch auch meine Sicht der Dinge schildern. Für gewöhnlich beschäftigen mich immer tausend Dinge, die mir bei Parfum durch den Kopf gehen. Hier allerdings fällt mir die Abwägung etwas leichter.

Ich unterteile zwischen emotionaler und rationaler Bewertung.

Da ich als rational denkender Mensch bekannt bin, und für gewöhnlich wenig emotionale Charakteristika in meine Entscheidungen einfließen lasse, beginne ich mit der rationalen Bewertung zu einer potentiellen Sammlung. Vorneweg möchte ich aber auf die Definition der Begrifflichkeit Sammlung eingehen.

Wann ist eine Sammlung eine Sammlung? Per se definiert sich eine Sammlung „als eine Anzahl von aufbewahrten, gezielt gesammelten Gegenständen.“ Das trifft hier eindeutig zu. Schwammig ist allerdings, ob ich Gegenstände die sammle auch benutzen muss. Die Frage, die sich aus meiner Sicht stellt, ist, wann man eine Sammlung auch als jene betiteln darf. Gibt es eine feste Größenordnung? Ist schon ein Parfum eine Sammlung, oder definiert sich eine Sammlung erst ab 20 gleichen Gegenständen?

Für viele vllt nicht wichtig, spielt es für meine rational geprägte Seite eine wichtige Rolle, da ich glaube, dass eine Sammlung immer erst ab einer festen Größe Eintritt. Objektiv betrachtet ist eine Sammlung für mich auch endlich, da es sich um wertvolle Luxusgüter handelt und diese begrenzt vorhanden sind. Niemand würde sich eine Rolex kaufen um danach eine Replika in den Schrank zu legen. Bezugnehmend auf Uhren trifft das rational wie emotional zu, für Parfum gilt dies in der Praxis aber nicht. Objektiv bevorzuge ich eine Sammlung, die schlank ist, sich auf bestimmte Themen konzentriert und diese nicht doppelt. Keine Dupes, keine Fälschungen, nur das Original. Zumal diese sonst auch schlecht werden. Es wird getauscht, sobald die vorhandenen Präparate nicht mehr dem Nonplusultra entsprechen.


Emotional betrachtet, passt die rationale Sichtweise natürlich vorne und hinten nicht. Für einen Sammler der aus Leidenschaft sammelt, kann es nie genug geben. Die Sammeln hört nie auf und eine feste Größe gibt es nicht. Die Sammlung ist so groß wie einem Düfte gefallen. Auch wenn der Sammler bis zu seinem Ableben nicht mal ansatzweise das Benutzen kann was er gekauft hat, so ist er dennoch glücklich. Der emotionale Sammler, wie es auch bei mir immer wieder vorkommt, testet das Original und 10 ähnlich angesiedelte Düfte. Wenn sie ihm gefallen, werden sie natürlich alle gekauft. So entstehen hier schon mal Sammlungen, die mehr als 1000 Parfums beinhalten. Rational gesehen Schwachsinn, emotional gesehen völlig verständlich. Das macht das Sammeln aus. Hier wird so gut wie nie getauscht, da quasi jeder Duft zur Sammlung gehört, auch wenn er nicht mehr gefällt. Abfüllungen und Proben sind keine Sammlerstücke. Hier zählen nur echte Flakons. Egal ob rar oder geläufig.

Es ist zweischneidiges Schwert und klar trennen wird man das sicherlich nie. Vielleicht gibt es auch Leute die einen gesunden Mittelweg gefunden haben. Ich bevorzuge eine eher aufgeräumte Sammlung, mit wenig gleichem. Meine emotionale Seiten kann ich aber auch nicht vollends ausblenden. Was auch gut so ist. Ich verstehe aber die Leute, die alles in sich aufsaugen, denn das macht ein Hobby eigentlich aus. Etwas einzigartiges zu kreieren.

Wie seht ihr das? Habt ihr andere Vorschläge. Sammelt ihr unabhängig von Rationalität und Emotionalität. Ich freue mich über eure Anregungen, Ideen und Kritik. Wie immer entspricht natürlich alles meiner persönlichen Meinung

Beste Grüße!

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