KletteKlettes Parfumkommentare

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Klette vor 2 Jahren 4

Der Spion, der nichts versiebte
Der schwarze 007 hier fällt bei mir in die Kategorie „Blindkauf aus Neugierde“, da er als putziger 15 ml-Flakon erhältlich war.
Die Brombeeren sind schon gleich nach dem Aufsprühen im Vordergrund, nicht erst in der Herznote. Sie erinnern mich an die Brombeeren im Lalique-Amethyst, da sie appetitlich-frisch daherkommen und nicht künstlich oder gar überreif riechen.
Der schwarze Pfeffer hält die Beeren rundum schön in Form; es riecht harmonisch; der Duft hat „Biss“; und muss sich nicht verstecken, nur weil er günstig zu haben ist.
Aber: 1x sprühen (in die frisch-gewaschenen Haare) reicht aus; genau wie beim rosafarbenen Agenten, dem Provocateur-Ei… :-) ; sonst nervt er.......

Nach 3 Stunden treten die Beeren deutlich den Rückzug an und man riecht Blumen, aber unbestimmte.
Die Fruchtigkeit ist nur noch leicht da, die intensive Süße nimmt man wahr; aber ohne Bedürfnis zum Abwaschen des Dufts. Die Haltbarkeit beträgt doch tatsächlich 24 Std.!
Auf Papierstreifen hält er noch länger; aber da kommt die Brombeere überhaupt nicht raus; nur der pfeffrig-intensiv-süße Teil.

Fazit: Nicht unbedingt ein Duft für jeden Tag – aber durchaus für Tage an denen frau nach verführerisch-süßer Ausstrahlung ist.

Klette vor 3 Jahren 10

Rüstung und Therapie gegen Novemberblues
Regen, Kälte, Dunkelheit – da muss man irgendwie mit etwas Schönem dagegenhalten.
Mit einem Parfum, z.B., das einen schützend umgibt: nichts rosig-blümeliges, nichts cremiges, nichts pudriges; nichts chypre-artiges; dies ist mir deutlich zu wenig!
Jetzt ist es Zeit für holzig-lavendeliges; jetzt endlich passt das Gris clair!!!
Seit gut einem halben Jahr habe ich es nun in meiner kleinen Sammlung; an kühlen Frühlingstagen gefiel er mir nicht; an kühlen Sommertagen auch nicht; es roch an mir zu männlich und war außerdem viel zu viel des Guten. Höhere Außentemperaturen gefallen dem Duft wohl auch nicht.

Aber gerade jetzt in den letzten Tagen umgibt er mich wie eine Rüstung gegen alles Triste, Kalte und Unangenehme des Alltags.
Der Duft ist sofort nach Aufsprühen präsent (1 Sprühstoß genügt!), der Lavendel ist im Vordergrund und bleibt es auch. Das trockene Holz kommt hinzu und wechselt sich zeitweise mit etwas Kuscheligem, vermutlich der Tonkabohne, ab. Und so hölzelt und krautelt und kuschelt es um mich herum - quasi rund um die Uhr…..die Haltbarkeit ist gigantisch!

Selbst Herr Klette meinte gestern: „Heute riechst Du aber besonders gut nach Parfum!“
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Klette vor 4 Jahren 12

Agent Rose – Ein Sprühstoß genügt
Neulich beim Sichten der Parfümerie-Regale bei Karstadt fällt mir dieses rosa Ei inmitten von Düften im 10-Euro-Preisbereich auf. Ich denke: Nanu, Agent Provocateur: Dessous, exklusiv, britisch, Kracherduft! Wie kommt denn diese Handvoll rosa Eier ins Kaufhaus?
Noch am gleichen Tag ging ich hier die Kommis durch, wegen der pudrigen Rose wurde auch prompt meine Neugier geweckt.
Deshalb führte mein Weg tags drauf wieder zu Karstadt und die Agentin wurde zum „halben Preis“ in meiner Handtasche „festgesetzt“.
Tag 3: 1 Sprühstoß übers frisch gewaschene Haar. Safran und Koriander begrüßen mich mit einem würzig-munteren „Guten Morgen“. Nich lange danach kommt die Rose hervor – elegant – inmitten einer Puderdose; der Puder ist weiß; also kein Abdeckpuder.
Nach einigen Stunden riecht die Rose sinnlicher, der Ylang-Ylang hat jetzt ein Rendevouz mit ihr. Sehr lange halten sich die beiden umschlungen. Nach 12 Std. ist da immer noch die Rose, die Rose, die Rose……Nach 16 Std. etwa kommt etwas erdiger Vetiver hervor; der Moschus macht seinen Job anscheinend unriechbar gut.
Fazit: Die Präsenz und Klarheit dieser Rose bringen mich sehr gut, ja stabilisierend durch den Tag; durch Tage, die in letzter Zeit nicht immer von guter Laune und erfreulichen Ereignissen geprägt wurden.
Daher bin ich heilfroh, dieses rosa Ei entdeckt zu haben. Zu verrucht um sie in den Alltag mitzunehmen erscheint mir diese Agenetin nicht; but: her name is Rose – Agent Rose: means:
„one puff is enough“!!
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Klette vor 5 Jahren 4

Fruchtig-frisch, bis es quietscht!
Die Hitze der letzten 2 Wochen brachte mich gaaaanz schön in Verlegenheit, in Bezug auf die Duftauswahl. Einer meiner „Immergeher“-Düfte ist mir tatsächlich zuviel bei den tropischen Temperaturen, ein Aqua bzw. ein Eau fraiche begleitet einen leider nicht den ganzen Tag, da ist öfter Nachsprühen angesagt.

Als ich über den Kommentar von Blauemaus gestolpert bin, war ich ziemlich neugierig auf den „Luck“ wegen der frischen Fruchtigkeit von Apfel und Kiwi.
Also, nichts wie hin zur Drogerie und entsprechenden Tester nebst Teststreifen bemüht.
Frischer, nicht künstlicher, einlullender Apfelduft wehte mir entgegen.
Spontan habe ich mir den 30ml-Flakon mitgenommen und es nicht bereut.

Auf der Haut kommt der Apfelduft so natürlich und so gute Laune vermittelnd zur Geltung; statt der Kiwi und der Beeren meine ich jedoch Honigmelone herauszuriechen. Wahrscheinlich macht es die Kombination der Früchte aus. Aufs frisch gewaschene Haar gesprüht rieche ich ihn jedoch nicht.

Erwartet habe ich, dass dem Äpfelchen nach 2-3 Stunden komplett die Luft ausgeht und nur eine ganz ganz zarte Holzbasis (höchstens) zu riechen wäre; aber: weit gefehlt!!!.
Der Luck nimmt die Apfelnote/Melonenote zart mit und wechselt über in eine schmeichelnde vanillige Holznote, die mir auch bei stickigen 32 Grad und mehr nicht zu viel sind und hält und hält und hält Also 10-12 Stunden sind da drin!

Die Hitze draußen macht mich fertig; der Luck zieht mich hoch. TOP!

O.k., der Flakon ist hässlich, liegt aber gut in der Hand und der Sprühknopf sprüht ordentlich viel und straight!
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Klette vor 5 Jahren 6

Rose korrespondiert raffiniert mit Safran
So: heute ist es soweit: Mein Neuerwerb für den Sommer 2015 kommt erstmals als Büroduft zum Einsatz.

Die Fruchtigkeit und das Gewürz kommen als Erstes explosionsartig zum Vorschein – und bleiben auch so, etwa für 1 Stunde.
Aber dann: Die Rose tritt auf die Bühne, gesellt sich zum Safran, dann wechselt sie zum Maiglöckchen hinüber?
Ein raffiniertes Zusammenspiel der Blumen mit dem Safran nimmt meine Nase wahr. Nichts ist süß, nichts ist schwer.

Nach 4 Stunden frage ich mich, wo die Rose wohl ist? Ah, da!! Sie hat wohl soeben dem Maiglöckchen Platz gemacht, damit auch dieses mit dem Safran ein Techtelmechtel eingehen kann.
Und plötzlich: Da ist sie wieder! The Rose! Pudrig, leicht, mit holziger Basis.

Wegen der zarten Holzigkeit des Duftes, die sich sehr lange in der Basis hält, traf ich meine Kaufentscheidung. Der Suchtfaktor ist aber vermutlich der Tonkabohne geschuldet.

Insgesamt scheint Arlesienne jedoch sehr hautnah zu sein, denn aus meinem Umfeld gab es bisher (noch) keine Reaktionen………………..

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