KnowThis30KnowThis30s Parfumkommentare

1 - 5 von 10
KnowThis30 vor 15 Tagen 8
9.5
Duft
9
Haltbarkeit
7
Sillage
8
Flakon

So muss ein "Intense" sein!
Wenn auch ein wenig nüchtern gehalten für einen so schönen Duft wie "Boss Bottled Intense", möchte ich meine Bewertung an folgenden Punkten festmachen: Intense, Sillage u. Haltbarbekit, Einsatzmöglichkeit, Einzigartigkeit, Flakon und Preis. Vorweg gestellt seien jedoch einige mehr oder minder persönliche Anmerkungen, welche meiner Meinung nach in einer Rezension zu "Boss Bottled Intense" nicht fehlen sollten!

Anmerkung 1:
Vermutlich jeden Satz den ich hier schreiben werde, kann und darf 1:1 auf die "alten" Versionen des ursprünglichen "Boss Bottled" aus dem Jahre 1998 projeziert werden. Auch wenn ich die heutige Ausführung noch immer für einen schönen Duft halte, so unterscheidet sie sich dennoch immens bei einem direkten Vergleich zum ursprünglichen Produkt! Reformulierungen, Batches...wer weiß das schon!?

Anmerkung 2:
Auch wenn der Vergleich online und in den Foren gerne gezogen wird, so halte ich "Layton" von "Parfums de Maryl" nicht für eine bessere Version dieses Duftes. Bitte nicht falsch verstehen, ich halte "Layton" durchaus für einen wunderbaren Duft, nur besteht zwischen den beiden meiner bescheidenen Meinung nach nicht ausreichend Ähnlichkeit um sie in einer gemeinsamen Entwicklungskette zu betrachten. Ja, sie haben ein paar Gemeinsamkeiten, für mich nur eben nicht genügend.

Anmerkung 3:
Da es von "Boss Bottled Intense" ebenfalls ein ein Jahre jüngeres Eau de Toilette gibt - ob dieses allerdings noch erhältlich ist, kann ich nicht sagen - ist beim Kauf besonders auf die richtige Konzentrationsangabe zu achten! Eine mehr als suboptimale Namensgebung seitens Hugo Boss!

Anmerkung 4:
Alles was von nun an zu lesen ist, sollte von extern bitte immer mit ein wenig Vorsicht zu genießen sein, da dies einer der Düfte ist, die von mir wohl immer durch die allseits bekannte Rosa-Rote-Brille betrachtet werden.

Aber genug von all den Amerkungen...fangen wir an!

Intense:
Warum möchte ich so explizit auf die Namenserweiterung "Intense" eingehen? Weil sie in diesem Fall wirklich einhält, was sie dem geneigten Käufer verspricht. Dieses Eau de Parfum ist keine Weiterentwicklung, enthält keine überraschenden Duftkomponenten oder spontane Enticklungen innerhalb der Duftnoten! Nein! Es ist - schlicht und ergreifend - eine stärkere Version von "Boss Bottled"! Schön...

Sillage und Haltbarkeit:
Auch hier möchte ich den Vergleich zum aktuellen EDT "Boss Bottled" ziehen, welcher meiner Meinung nach im Laufe der Jahre immer weniger potent wurde. Hält das EDT an mir gerade einmal seine drei bis vier Stunden und wird sehr schnell hautnah, so begleitet mich "Boss Bottled Intense" tatsächlich über einen Zeitraum von meistens acht Stunden plus. Natürlich projeziert es nicht wie verrückt, doch die ersten ein bis zwei Stunden scheint der Duft für das Umfeld gut und kräftig wahrnehmbar zu sein.

Einsatzmöglichkeiten:
Auch wenn ich der Meinung bin, dass jeder Duft - richtig und passend aufgetragen - immer und zu jeder Zeit funktionieren sollte, scheint gerade dieses Thema viele zu interessieren. Ich persönlich halte "Boss Bottled Intense" für einen Duft, welcher meiner Meinung nach das gesamte Jahr über getragen werden kann. Wem der Duft im Hochsommer jedoch ein wenig zu süß daherkommt, hätte hier die Möglichkeit problemlos auf das Eau de Toilette zurückzugreifen, welches ein wenig frischer und leichter daherkommt. Gut für die Arbeit, dürfte sich keine Kollegin und kein Kollege an diesem Duft stören, zumal die DNA ohnehin schon seit mehreren Jahrzehnten im Büroumfeld verbreitet sein dürfte.

Einzigartigkeit:
Wenn "Boss Bottled Intense" eines nicht sein dürfte, dann ist es wohl einzigartig bzw. besonders! Als "nur" intensivierter Duft des ursprünglichen Erfolges aus dem Hause Hugo Boss, dürfte dieser Duft vermutlich den allermeisten von uns schon einmal irgendwie unter die Nase gekommen sein. Andererseits: In Zeiten, in denen neue Düfte scheinbare im Wochentakt auf den Markt gespült werden, erscheint mir eine gewisse Stabilität nicht ganz so verkehrt!?
Viele der Düfte, insbesondere der Flanker, wird es in einigen Jahren nicht mehr geben - und wenn doch, dann nur überteuert bei Onlineauktionen oder dergleichen -, "Boss Bottled" hingegen wird uns vermutlich auch noch die nächsten Jahrzehnte in irgendeiner Form begleiten...sei es nun als EDT, EDP, Intense oder was auch immer...

Flakon:
Was soll man zum Flakon schon großartig sagen!? Ein jeder dürfte die Form und Aufmachung kennen, ist sie doch seit mehr als zwei Jahrzehnten omnipräsent - inklusive der farbig anders gestalteten Flanker - in den Duftregalen vorzufinden.
Kritik also? Nein, eher eine kleine Anmerkung! Auch wenn dies den Preis vermutlich minimal steigen lassen dürfte, so würde dem schlichten aber schönen Flakon ein etwas wertigerer Deckel mitsamt eines magnetischenVerschlusses meiner Meinung nach gut stehen! Aber das ist wohl auch nur Kleinkram...

Preis:
Hier gibt es in meinen Augen keine Möglichkeit negativ an das Thema heranzugehen. Auch wenn ich ihn - im Gegensatz zum EDT und anderen Flankern der Reihe - noch in keiner Parfümerie oder anderweitigem Geschäft gesehen habe, so sind die für "Boss Bottled Intense" aufgerufenen Preise mehr als in Ordnung! Mittlwerweile bei meinem dritten Flakon angekommen, musste ich nie mehr als ca. 35 € für 100ml (ohne Gewähr) bezahlen.
1 Antwort

KnowThis30 vor 6 Monaten 13
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Duft
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Haltbarkeit
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Sillage
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Flakon

Getragen von Sommerwinden
Intention und Grundgedanke:
"Ich benötige einen Duft, der in seiner Kopfnote genauso 'natürlich' zitrisch riecht wie das Eau de Toilette, aber gleichzeitig die Mineraliennoten entfernt! Denn wer das Edt aufgrund dieser Noten nicht mag, der wird sich das Eau de Parfum ohnehin nicht zulegen. Es soll aber auch generell leichter sein, luftiger sein und insbesondere in wärmeren Zeiten besser funktionieren und außerdem..."
So oder so ähnlich könnten sich eventuell die ersten Gedankengänge des Meisterparfümers Jean-Claude Ellena angehört haben, als er mit dem Grundgedanken zur Erstellung des "Terre d'Hermès Eau Très Fraîche" begann.
Ob sich dahinter allerdings nun der Versuch einer sinnvollen Erweiterung der eigenen (meisterhaften) Duftreihe "Terre de Hermès" - also eine Art Wunsch und Herzensangelegenheit - oder aber der Versuch eines Hauses, möglichst viel Geld aus einem noch immer anhaltenden Erfolge zu pressen: hierüber lässt sich als Außenstehender nur mutmaßen, wenngleich die Lager unter den Parfumenthusiasten hier gleichermaßen zweigeteilt zu sein scheinen...

Verwandschaft und Duft:
Klären wir vorweg und gleich als erstes also, wie nahe bzw. wie fern die Verwandschaft zu seinen Vorgängern - dem EdT von 2006 und dem EdP von 2009 - denn reicht.
Hier sei gesagt: Ja, meiner bescheidenen Meinung nach handelt es sich beim "Eau Très Fraîche" eindeutig um einen Duft, welcher sich - ohne sich zu verstecken - der "Terre de Hermès" Familie zuordnen kann und darf! Warum? Dazu kommen wir gleich...!
Zwar fehlen ihm - und jeder Liebhaber der beiden Vorgänger wird hier die Nase rümpfen, sollte er lediglich eine schwächere, aber dennoch identisch riechende Version erwartet haben - die so charakteristischen Noten nach Vetiver und Feuerstein, dennoch behält er sich den holzigen Einschlag - insbesondere nach Zeder riechend - in der Basisnote bei.
Die Herznote hingegen wird von einer wunderbaren - sofern man den grünen Einschlag denn mag - Rosengeranie dominiert, welche zudem noch eine Weile in die Basisnote mit hineinreicht und dem Duft seinen durchweg frischen Charakter verleiht.
Die Kopfnote selbst hingegen unterscheidet sich nur minimal von seinen beiden Vorgängern: die Orangen- und Zitrusnoten sind weiterhin wunderbar "natürlich", wirken im "Eau Très Fraîche" jedoch weniger scharfkantig und in der Tat einladender und freundlicher. Ein mit dem Kundenverhalten kalkulierender Mensch würde vermuten, die gedimmte Kopfnote wirkt auf den Otto-Normal-Verbraucher weniger abschreckend und verleitet eher zu einem Spontankauf...
Das Stichwort, weswegen es sich hierbei um ein Mitglied der "Terre de Hermès" handelt, ist bereits gefallen: "natürlich".
Auch wenn die tatsächliche Menge an natürlichen und synthetischen Inhaltsstoffen natürlich ein Geheimnis ist, so galt für das EdT und das EdP doch gemeinhin immer, dass ihre eingesetzten Noten zumindest 'natürlich' riechen. Eine Formel, an die sich auch das "Eau Très Fraîche" vorbildlich hält!
Als Vergleich lässt sich z.B. der Geruch einer tatsächlichen Orange zur industriellen Variante innerhalb von Säften etc. gut verwenden.

Sillage und Haltbarkeit:
Wie sich bereits vermuten lässt, sind sowohl Sillage als auch Haltbarkeit unterhalb des Niveaus von EdT und EdP. Was per se nichts schlimmes sein muss!
Eindeutig für den Sommer bzw. die wärmeren Tage und Gefilde konstruiert, wirkt die Gesamtkonstruktion dieses Duftes breiter, freundlicher und heller. Die Kopfnote hält sich mit ca. 20 bis 30 Minuten erstaunlich lange für einen Zitrusduft, wandelt sich in eine stundenlange (ca. 1 1/2 bis 2) grüne Frische und endet letztlich in einer holzig-würzigen Basis von erneut rund 2 Stunden.
Die Sillage hingegen ist lediglich in der Kopfnote wirklich präsent. Während die Rosengeranie im Herzen noch eine schmale aber angenehme Duftspur hinterlässt, zieht sich das "Eau Très Fraîche" in der Basis auf einen sehr engen Körperduft zurück.

Einsatz:
Sein volles Potential entfaltet das "Eau Très Fraîche" tatsächlich bei warmen bzw. heißen Wetter. Jene Tage, in denen man am Morgen fast ein schlechtes Gewissen - gegenüber z.B. den Mitarbeiter- /innen - bekommen könnte, überhaupt einen Duft zu tragen. Aber auch für all jene, denen beim EdT oder EdP die mineralischen Noten störend wirken, könnten hier auf ihre Kosten kommen. So oder so handelt es sich beim "Eau Très Fraîche" um einen interessanten Sommerersatz für die - anscheinend - mittlerweile ausschließlich erscheinenden "blauen" Düfte.

Flakon:
Zum Flakon muss - sofern man die Behältnisse der "Terre de Hermès"-Reihe kennt - nicht viel mehr verloren werden. Die Drehkappe funktioniert gut und ist stabil, der Sprühkopf verteilt erstaunlich gut und mit seiner weißen Kappe und dem teilweise weißen Schriftzug vermag auch der Flakon es gekonnt "heller" und "frischer" zu wirken.
Lediglich beim Handling des Flakons ließe sich ein Punkt abziehen! Denn - und dies betrifft ebenfalls die gesamte "Terre de Hermès"-Familie - anstatt bei größeren Inhalten der Handhabung zuliebe auch ein wenig in die Tiefe zu wachsen, werden die Flakons von Jean-Claude Ellena lediglich höher und breiter! Beim "Eau Très Fraîche", welches es scheinbar nicht kleiner als 75 ml zu geben scheint, ist dies für Menschen mit regulär großen bzw. kleinen Händen bereits ein mittelschwerer Akt der Verrenkung.

Preis:
Hier rangiert das "Eau Très Fraîche" preislich in einer ähnlichen Kategorie wie die meisten anderen Sommerdüfte, wenngleich man bei "Hermès" allerdings ganze 75 ml statt der üblichen 50 ml erhält. Sprüht man allerdings mehr als die übliche Menge um auf eine ähnliche Haltbarbeit wie z.B. ein "Dior Sauvage" zu gelangen, dürfte sich dieser preisliche Vorteil schnell erübrigt haben.
Wovon ein/eine Käufer/-in jedoch verschont bleiben dürfte, ist das eventuelle Ärgernis über einen beinahe identisch riechenden, aber um eine vielfaches günstigeren Duft zu stolpern, da es hiervon im Falle des "Eau Très Fraîche" nicht allzu viele bzw. keine geben dürfte. Dennoch sollte jedem/jeder Käufer/-in der übliche Aufschlag für Namen wie "Hermès", "Dior" oder "Chanel" bewusst sein.

Fazit:
Beim "Eau Très Fraîche" aus dem Hause "Hermès" handelt es sich um einen angenehmen Duft, welcher eher für die wärmeren Tage im Jahr konzipiert wurde und angenehm aus der Masse an "blauen" und aquatischen Düften heraussticht.
Erwartet man als Fan der Vorgänger hingegen etwas ähnlich grundlegend Veränderendes für die Duftbranche, so dürfte eine Enttäuschung quasi unumgänglich sein.
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KnowThis30 vor 7 Monaten 6
9.5
Duft
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Haltbarkeit
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Sillage
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Flakon

Der nächtliche Schatten
Intention:
Noir...das Dunkle, das Schwarze und die Nacht...je nach aktueller Verfassung und Lage vielleicht auch noch der Abgrund, sind Wörter, die gerne für Düfte mit diesem Etikett herangezogen werden.
Sicherlich nicht grundlegend falsch für dieses Werk aus dem Hause Tom Ford, doch würde es der tatsächlichen Tiefe - welche nämlich nicht weit bzw. genau passend hinabreicht - nicht gerecht werden. Denn denke ich an wirklich "dunkle" Düfte, so fällt mir - ebenfalls von Tom Ford - Noir de Noir oder die Encre-Reihe (nicht alle) von Lalique ein. Ja, der Flakon mag es vermuten lassen, doch "Noir" ist hell genug für den alltäglichen Einsatz, das kleine, Schatten spendende Licht im nächtlichen Raum.

Verwandschaft:
Klären wir vorweg: Nein, "Noir" besitzt beinahe mit keinem seiner Namensvetter aus der "Noir"-Reihe eine Ähnlichkeit! Während "Noir Extreme" ein süßlicher Gourmand ist und "Noir Anthracite" einen eher holzigen Einschlag verfolgt, ähnelt lediglich das "Noir EdT" dem originalen EdP ansatzweise. Anders als beim EdP, reduziert das EdT seine floralen Noten und setzt stattdessen auf zitrische und minzige Komponenten. Ein gleichwertiger Duft mit einer einem Eau de Parfum gegenüber relevanten finazieller Ersparniss? Nein! Wie auch der Flakon suggeriert, ist es eine eher frischere Variante für alle, denen das EdP "zuviel" ist.

Duft:
Wonach aber riecht "Noir" denn nun? Tja, vorweg sei gesagt, dass ich wie bei noch keinem anderen meiner Düfte erleben durfte, wie unterschiedlich Tester in meiner Umgebung "Noir" wahrgenommen haben! Von "leicht süßlich" zu "ich finde den Geruch nach Leder schön" über "riecht irgendwie altbacken" gab es beinahe alles zu hören, weshalb ich hier bei meiner eigenen Wahrnehmung bleiben werde.
Während in der Kopfnote insbesondere das Veilchen mit einem Spritzer Frische durch die eingesetzte Bergamotte regiert, wird die Basis aus der für Tom Ford-Düfte üblichen Kombination aus Komponenten wie Amber, Vanille und Patchouli kreiert und bildet eine angenehm süßliche, aber auch raue - hier hilft insbesondere das/der Vetiver, Leder und Styrax - Basis.
Das Veilchen kann insbesondere bei jüngeren Nasen für das Gefühl des Zahns der Zeit sorgen, während die für dieses Haus gern genutzte Basis bei Fans und Enthusiasten nicht unbedingt für Freudensprünge sorgen wird.
Dabei ist es die Herznote, die diesen Duft für mich so besonders macht!
Die Rosengeranie, die Iris und die bulgarische Rose sind es, die für meine Nase den größten und langlebigsten Akkord in dieser Duftkreation spielen dürfen, zumal dieser sich für einen Bruchteil der Lebensdauer auch noch mit in die Basisnote einschleichen darf.
Wäre ich gezwungen "Tom Ford Noir" mit so wenig Worten wie möglich beschreiben, es wären: "Edel" und "Floral"!

Sillage und Haltbarkeit:
Machen wir es kurz!? Sillage und Haltbarkeit sind gut! Nur gut? Ja, tatsächlich "nur" gut! Innerhalb seiner Duftreihe ist es - auf meiner Haut - "Noir Extreme", welcher die längste Haltbarkeit vorlegen kann. Dennoch leistet "Noir" einiges mehr als das EdT und "Noir Anthracite" es können!
Zwar vermag das EdT in der Kopfnote gerade aufgrund der zitrischen Komponenten stärker auszustrahlen, jedoch schwächelt es in der Herznote im Vergleich zum EdP doch sehr!
Und das "Anthracite"? Lassen wir es, okay!? Ein schöner Duft, der auf meiner Haut jedoch leider in keiner Kategorie stärker hervortritt.
In Zeitangaben zusammengefasst sprechen wir über ungefähr 15 Minuten für die Kopfnote, circa 2,5 bis 3,5 Stunden für die Herznote und weitere circa 4 Stunden in der Basis - insgesamt also ein Vergnügen von rund 7 bis 8 Stunden.

Einsatz:
Bei den Möglichkeiten zur Nutzung sollte man sich vom Flakon nicht täuschen lassen. Gerne auch für die Arbeit verwendet, schaffte es "Noir" noch keinem negativ aufzufallen. Aufzufallen im generellen hingegen, schafft dieser
Duft wunderbar! Modern genug für die heutige Zeit bewahrt sich dieser Duft dennoch genügend Eigenschaften der letzten Jahrzehnte und vermag es zwischen den - gefühlt bald nur noch erscheinenden - aquatischen und "blauen" Düften hindurch zu gucken!
Für den Sommer bzw. wärmere Monate sei gesagt: kein Problem! Zumindest wenn man die Zahl der Sprühstöße reduziert, da insbesondere die Herznote mit ihren floralen Komponenten doch ein wenig unterschiedlich auf die Temperatur und die schwitzende Haut reagiert. Nicht unangenehm oder schlecht, sondern einfach nur ein wenig anders!

Flakon:
Über den Flakon darf man gerne geteilter Meinung sein! Auch wenn der Duft nicht so dunkel ist wie eingangs erwähnt, so verkauft der Flakon mit seinem dunklen Glas und Deckel diese Intention doch hervorragend. Die Beschriftung - sowohl auf dem Flakon, als auch in Initialen auf dem dem Deckel - sind zwar gut zu erkennen und zu lesen, stechen jedoch nicht störend aus dem Gesamtbild heraus.
Der Sprühkopf verrichtet seinen Dienst - mehr ist hier kaum zu erwähnen. Er tut was er soll, ist jedoch meilenweit jenen der Marke Dior oder Chanel unterlegen.
Und über den Deckel mag man halten was man möchte: denn während der Flakon wertig und stabil daherkommt, besteht der geriffelte Deckel aus einfachsten Kunststoff und suggeriert schon durch das leichte Gewicht seine fehlende Wertigkeit. In wie weit man allerdings einen Duft anhand des Flakons bewerten möchte, soll jeder für sich selbst entscheiden. Hier wäre sicherlich mehr drin gewesen, was sich jedoch auch direkt auf den Preis niedergeschlagen hätte.

Preis:
Preislich rangiert "Noir" - mittlerweile - in einer annehmbaren Kategorie für Designerdüfte. Vertreten in der hauseigenen Signature-Linie und mit mittlerweile bald acht Jahren auf dem Buckel, mag "Noir" im Geschäft vor Ort zwar noch immer gerne 80 bis 90 € für 50 ml kosten, doch lässt er sich aufgrund seines "Alters" für sehr viel weniger Geld bei einem Online-Discounter ergattern. Ohne Gewährleistung aber dennoch zur Orientierung: meinen zweiten Flakon konnte ich für 54,90 € incl. Versand erstehen!

Ein besonderer Dank:
Wenn auch sie es vermutlich niemals lesen wird, so möchte ich dennoch einen kleinen Dank an die kompetente Fachverkäuferin (welche mittlerweile wohl wohlverdient ihre Rente genießen darf) aussprechen, die mir diesen Duft nahelegte. Amüsanterweise mit "Habit Rouge" von Guerlain als Geschenk an der Kasse stehend - es war kurz nach Ladenöffnungszeit an einem tristen Tag mit ohnehin schon wenig Publikumsverkehr - ging sie kurzerhand nach hinten ins Lager und holte einen Tester von "Tom Ford Noir" hervor. Sie erklärte mir, der Duft habe sich bislang nicht so gut verkauft, weshalb er nun im Lager sein Dasein fristen und einem anderen Duft den Platz im Regal freiräumen sollte.
So verließ ich den Laden noch immer mit "Habit Rouge" als Geschenk unterm Arm und einem halbvollen 50ml-Testflakon von "Noir" zu einem symbolischen Preis von ein paar Euro.
5 Antworten

KnowThis30 vor 9 Monaten 7
10
Duft
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Haltbarkeit
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Sillage
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Flakon

Die gourmandigste Versuchung seit es Düfte gibt
Vorab, bevor ich diese Rezension beginne, möchte ich festhalten, dass sich mein Wissen um die indische Nachspeise Kulfi sehr in Grenzen hält. Bewandert über die Herstellung, die Historie und die verschiedenen Variationen hatte ich doch nie das Vergnügen eben jenes Dessert zu testen, werde also auch nicht in der Lage
sein zu bestimmen, inwiefern die Herznote tatsächlich dem Dessert Kulfi ähnelt.

Dieses vorweg genommen, habe ich vor meine Rezension in folgende Kriterien zu unterteilen und mit einem kleinen Fazit enden zu lassen: Duft (Kopf-, Herz- und Basisnote), Sillage, Projektion, Einsatz, Flakon, Preis, Vergleich.

Duft:
Anders als sich vermutlich annehme ließe, ist Tom Ford's Noir Extreme nicht der überborden süße Gourmand für den man ihn aufgrund seiner Duftnotenpyramide zuerst halten könnte. Nicht, dass hier Missverständnisse oder Fehlinterpretationen aufkommen: Noir Extreme ist noch immer süß, vermag es jedoch zu keinem Zeitpunkt - das klassische Problem des Übersprühen wird hierbei vollkommen außer Acht gelassen - erdrückend zu wirken.
Ganz im Gegenteil! Die Süße hält sich angenehm klassisch im Hintergrund und vermischt sich harmonisch mit den floralen und zitrischen Komponenten der Herznote, wobei insbesondere - für meine Nase - die Rose hier als gut bemerkbar hervorgehoben werden muss.
Doch selbst jene Würze aus der eigentlich nach wenigen Minuten verschwundenen Kopfnote scheint es mit in den Herzbereich des Duftes zu schaffen. Ob diese jedoch tatsächlich aus den enthaltenen, aber flüchtigen Gewürzen
wie Safran und Muskat, oder aber aus der maßgeblichen Kulfi-Note stammen, ist schwer festzustellen - beides scheint jedoch möglich.
Und während die Kopfnote wie bereits erwähnt nach wenigen Minuten verschwindet, haftet die Herznote mit ihrem Mix aus süßen, floralen und würzigen Komponenten ca. 1,5 - 2 Stunden, ehe sie angenehm abgerundet in eine sanfte Mixtur aus würzigem Sandelholz und sanfter Vanille abgleitet - süß zwar, aber auch sehr dezent zurückhaltend und mit 4 - 5 Stunden auf meiner Haut absolut ausreichend.

Sillage:
Kurz gesagt...die Sillage von Noir Extreme fällt auf! Nicht negativ, allerdings auch keineswegs positiv auf all jene, die unter Parfüms eher aquatische, hölzerne oder anderweitig zitrisch-frische Düfte verstehen und jeglichen Süßkram vermeiden - sei es auch nur jener für die Nase.
Der Rest des Umfeldes dürfte in froher Erwartung der vertrauten, aber - durch den Einsatz des Kulfi - dennoch andersartigen Komposition frohlocken. Noir Extreme ist kein Duft der - angemessen aufgetragen - einen Raum füllen kann, jedoch scheint er immer anwesend zu sein, sich dezent im Hintergrund haltend. Richtig verwendet
dürfte es vermutlich keinen Menschen geben, der sich an diesem Duft stört.

Projektion:
Von der bereits nach wenigen Minuten verschwundenen Kopfnote einmal abgesehen, projiziert Noir Extreme seinen Duft gemäßigt.
Dies sollte jedoch nicht falsch verstanden werden: Noir Extreme ist keineswegs schwach auf der Brust, scheint jedoch mehr den Plan zu verfolgen andere Menschen zu sich zu locken, statt sie wie manch andere Vertreter bereits auf vielen Metern Entfernung gegen eine olfaktorische Wand rennen zu lassen.
Weder zu schwach noch zu stark wandert Noir Extreme über den Großteil seiner Lebensdauer geschickt auf dezent mäandernden Pfaden.

Einsatz:
An diesem Punkt dürften sich die Geister vermutlich scheiden. Für meine Nase handelt es sich bei Noir Extreme um einen Ganzjahresduft, an dessen Benutzung lediglich die angemessene Anzahl von Sprühstößen gekoppelt sein sollte. Wie immer gilt: Je wärmer desto weniger Sprühstöße, und wer kein Problem damit hat aufzufallen ignoriert selbigen Hinweis einfach. Auch im Büro kann dieser Duft aufgrund seiner dezenten Süße und der einsetzenden hautnahen Wahrnehmung gut getragen werden.

Flakon:
Die Form des Flakon ist eher klassisch quadratisch gehalten. Die Ecken sind angenehm abgerundet, die Initialen von Tom Ford sind sowohl dezent an den dunklen Seiten, als auch prominent auf dem Deckel vertreten und der Füllstand des Inhalts kann - insbesondere gegen das Licht gehalten - gut entnommen werden. Auch die Farbkombination aus seinem schwarz/braun dunklem Glas, sowie der goldenen Schrift und Deckel weiß zu gefallen. Im selbigen Farbton ist zudem auch der Sprühkopf im Inneren gehalten, wo dieser annehmbar seine Aufgabe wie gewünscht verrichtet, jedoch zu keinem Zeitpunkt an die Produkte aus dem Hause Dior oder Chanel heranreichen kann.
Wenn es denn überhaupt einen Grund zur Beschwerde gäbe, so wäre es vermutlich der Deckel selbst.
In wie weit man die Konstruktion und das Design eines Flakons in die Bewertung eines Duftes mit einfließen lassen will, soll jeder für sich selbst entscheiden. Dennoch kann ich durchaus nachvollziehen, dass - gerade in Anbetracht des Preises, zu dem wir jeden Augenblick kommen - viele diesen als wenig wertig betrachten. Die Farbe ist stimmig und die geriffelte Oberfläche passt in das gesamtheitliche Designkonzept des eigentlichen Glasflakons! Dennoch wirkt der Deckel gerade aufgrund seines geringen Gewichts und seiner Kunststoffoberfläche auf der Innenseite recht "billig".

Preis:
Wie man den Preis betrachten will, hängt sehr von der eigenen Ausgangsposition ab: Kommt man aus der Ecke der Nischendüfte bzw. der Private Blends aus dem Hause Tom Ford, so handelt es sich bei Noir Extreme um ein durchaus akzeptables Preis-/Leistungsverhältnis.
Betrachtet man das Ganze jedoch von Seiten der überall erhältlichen Designer, so bewegt sich dieser Duft definitiv am oberen Ende der Preisskala. Die gute Haltbarkeit und der doch recht eigene bzw. selten bis nie anzutreffende Duft können den angesetzten Preis zwar rechtfertigen, um einen günstigen Einkauf handelt es sich hierbei jedoch keineswegs!

Vergleich:
Einen direkten oder nahen "Klon" besitzt Noir Extreme meines Wissens nicht, wenn auch ich den hier angegebenen "Masculin 2 Gold Fever" von Bourjois nie testen durfte. Er ist definitiv süßer als das "Noir pour Femme" - von dem er sichtlich inspiriert wurde, und nicht von den anderen "Noir's" aus der Reihe der Herrendüfte.
Die Mandarine der Kopfnote lässt sich zu keinem Zeitpunkt der Dauer mit jener von Chanels "Allure Homme Sport Eau Extrême" vergleichen - vielmehr wirkt sie würziger denn frisch.
Und wer wissen will, in wie weit ihn die Vanillenote der Basis stören könnte, der stelle sich eine Qualität von Tom Fords "Tobacco Vanille" und eine leicht gedämpfte Ausstrahlung von Armanis "Code Absolu pour Homme" vor.

Fazit:
Für wen also ist Tom Ford Noir Extreme der richtige Duft? Keineswegs für Sparfüchse, so viel sei gesagt. Wenn auch kein hochpreisiger Nischenduft à la Parfums de Marly oder Roja, so handelt es sich hierbei ebenfalls auch nicht um eine Preiskategorie in der sich Standarddüfte von Versace und Co. aufhalten. In meinen Augen den Preis zwar wert, muss diese Frage jedoch jeder für sich selbst entscheiden.
Auch Verfechter der aquatischen, frischen oder holzigen Kategorien werden bei diesem Duft nicht fündig. Wer jedoch den Preis nicht scheut oder anderweitig günstiger ein Schnäppchen ergattert und süß-gourmandigen Düften mit einzigartigen bzw. seltenen Duftnoten etwas abgewinnen kann, der wird mit Noir Extreme glücklich!
Wenn auch nicht vom Preis, so ist Noir Extreme doch durchaus ein Duft, der in entsprechend angepasstem Flakon problemlos und ohne Kritik oder Veränderungen in den Bereich der Private Blends einziehen könnte.
1 Antwort

KnowThis30 vor 9 Monaten 20
8.5
Duft
7
Haltbarkeit
6
Sillage
9
Flakon

Duftende Kunst für den schmalen/passenden Geldbeutel
Bevor ich mit meiner Rezension für "Moustache" von Rochas beginnen möchte, ist es mir wichtig klarzustellen, dass ich vom Duft "Le Vestiaire - Tuxedo" von Yves Saint Laurent - welcher in den wenigen vorhandenen Online-Rezensionen immer wieder als Vergleich herangezogen wird (angeblich ca. 80-90% Ähnlichkeit) - keinerlei Kenntnis besitze!

So...dieses kleine Detail aus dem Weg geräumt, habe ich nun vor meine Bewertung an folgenden fünf Kriterien festzumachen: Duft, Sillage, Performance, Flakon, Einsatzmöglichkeiten und Preis.

Duft:
Eröffnend mit einer ordentlichen Prise des rosa Pfeffer, vermag es der Duft zwar nicht mir die Mandarine so prominent und süß zu vermitteln wie z.B. Chanels "Allure Homme Sport Eau Extrême", jedoch glaube ich mir zumindest einzubilden, dass diese den Duft des Pfeffers ein wenig zähmt und bändigt. Andere Düfte, welche ebenfalls den rosa Pfeffer in der Kopfnote tragen, wirken hier auf mich sehr viel kräftiger. Allem in allem hält die Kopfnote jedoch nur wenige Minuten, geht anschließend relativ unbemerkt in die Herznote über und dürfte somit niemanden stören.
Wie bereits in meinem Statement geschrieben, ähnelt die Herznote - für mein Empfinden - stark der Herznote von Givenchys "Gentlemen Only" aus dem Jahr 2013. Beide bestehen zum größten Teil aus Zeder, tragen drumherum jedoch gänzlich andere begleitende Stoffe. Während Givenchys Duft mittels Vetiver für eine eher stechende Holznote sorgt, wirkt diese bei "Moustache" durch die eingesetzte Rose runder und weicher. Als würde man am selben Stück Holz riechen, beim "Moustache" jedoch aus größer Entfernung, was den Eindruck weniger drückend aber dafür stimmiger macht. Der Duft nach Zeder geht zwar anschließend noch eine Weile mit in die Basisnote über, die Herznote verlässt die Haut hingegen nach rund 1,5 - 2 Stunden.
Anders als zuerst vermutet, hält sich die Süße des Duftes selbst in der Basisnote mit seinem Patchouli und dem vanilleartigen Duft des enthaltenen Benzoe dezent zurück. Ja, "Moustache" endet durchaus in mehreren süßlichen Varianten, vermag es jedoch zu keinem Zeitpunkt mit dieser Süße überladen zu wirken, zügelt die verbliebene Zeder - wenn auch nur noch schwach wahrnehmbar - diese doch zu jedem Zeitpunkt. Und auf diese Weise verbleibt der Duft dann auch ohne jede weitere Entwicklung, ehe er die Haut nach weiteren ungefähr 2-3 Stunden endgültig verlässt.

Sillage:
Was die Sillage betrifft, so spielt der Duft diese Stärke insbesondere in der Herznote und beim Übergang in die Basis wunderbar aus. Die angenehme Holznote, verbunden mit einer langsam einsetzenden Süße sorgt dafür, dass man eine ausreichende und wahrnehmbare, jedoch niemals erdrückende Duftspur hinterlässt. Lediglich der Pfeffer in der Kopfnote könnte bei manch einem für ein kurzes Zucken mit der Nase sorgen, jedoch dürfte diese für alle anderen aufgrund ihrer kurzen Anwesenheit bereits längst verflogen sein. In der Basisnote und damit am Ende seiner Lebensdauer wird "Moustache" ein sehr eng anliegender "Skin-Scent", ist außer für die tragende und sehr nahe kommende andere Personen also kaum noch zu bemerken.

Performance:
Beim Thema der Ausdauer scheint es sehr geteilte Meinungen zu geben. Während "Moustache" auf meiner Haut nach rund 5 Stunden verschwindet, so soll er dennoch - zumindest laut den Online-Rezensionen - bei manch anderer Person problemlos 8 Stunden und länger durchhalten. Durchaus nicht schlecht, wäre in diesem Punkt meiner Meinung nach das größte Verbesserungspotential enthalten, zumal es sich bei diesem Duft um eine Eau de Parfum-Konzentration handelt.

Flakon:
Hier spielt "Moustache" bzw. Rochas mit den ganz Großen der Duftinduestrie problemlos mit bzw. überflügelt diese sogar noch. Der Flakon wirkt wertig und stabil, hat einen gut funktionieren Sprühkopf und eine (zumindest dem Gewicht nach) hochwertige Kappe aus Metall. Trotz oder vielleicht wegen der geriffelten Oberfläche des Glases liegt der Flakon (in allen Größen) sicher in der Hand. Die Optik (in meinen Augen schön anzusehen) ist hingegen wie immer Geschmackssache, lässt sich doch eine gewisse Reminiszenz an vergangene Zeiten - das ursprüngliche "Moustache EDT" stammte aus dem Jahr 1949 - nicht verleugnen.

Einsatzmöglichkeiten:
Dank der doch eher moderaten Süße dieses Duftes und der im allgemeinen eher zurückhaltenden Projektion (das Thema "Übersprühen" wird hierbei nicht berücksichtigt), kann "Moustache" sowohl wunderbar in der Freizeit, wie auch im Büro oder ähnlichen Lokalitäten eingesetzt werden. Auch der Einsatz in den verschiedenen Jahreszeiten (wovon ich ohnehin nichts halte - über einen guten Duft wird man sich nie aufgrund des gerade herrschenden Wetters beschweren) ist problemlos möglich. Wenn überhaupt gilt: je wärmer, desto weniger Sprühstöße sollten aufgrund der Süße eingesetzt werden.
Auch was das Alter der tragenden Person (und ja, auch diese Kategorisierung halte ich für Nonsens) angeht, sollte diesem Parfüm keine Grenze gesetzt sein. Lediglich den jüngeren Kandidaten unter uns sollte vor einem potentiellen Blindkauf gewahr sein, dass es sich bei "Moustache" um keinen - ich wiederhole: keinen! - Duft der Kategorie "Bleu" à la "Sauvage", "Bleu de Chanel" oder z.B. "Dylan Blue" handelt.

Preis:
Wenn man "Moustache" eines nicht vorwerfen kann, dann ist es wohl seine hervorragende Preispolitik bzw. das grandiose Verhältnis zwischen hochwertigen Duft, Flakongröße und Preis.
Genauso wie z.B. "Bentley for Men Intense" oder auch"Encre Noire" erhält man hier einen hochwertigen Duft mit einem mehr als großartigen Preisetikett, was einen so manches Mal wundern lässt, wie viel Aufschlag alleine der Firmenname manch anderer Marke kosten mag.
Allein zur Orientierung: ich konnte mir den 75 ml Flakon zu einem Preis von knapp unter 28 € sichern.

Fazit:
Für wen also ist "Moustache" der richtige Duft? In jedem Fall darf man keinen lauthalsen Marktschreier erwarten, der das Umfeld zudem noch durch seine Einzigartigkeit in den Bann schlägt. Auch einen Duft der den Großteil des
Tages problemlos durchhält ist hier (vermutlich) nicht zu finden. Viel eher handelt es sich bei "Moustache" um ein dezentes - in manchen Momenten sehr ruhiges -, leicht an alte Zeiten erinnerndes Parfüm, welches im Vergleich zu seinem Eau de Toilette aus dem Jahre 1949 (bzw. der neuen Variante "Moustache Original 1949" von 2018) jedoch weitreichend verändert bzw. an heutige Nasen angepasst wurde um nicht altbacken zu wirken.
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