Knurlis Parfumblog

06.07.2018
17

Warum ich Dupes liebe.

Kennt Ihr das auch? Regelmäßig, bei Saisonwechsel, nach einschneidenden Erlebnissen oder manchal einfach aus heiterem Himmel, öden mich meine bis dahin heißgeliebten Düfte plötzlich an und ich möchte auf einmal ganz anders duften.

Die Lust auf Abwechslung mag dahinter stecken, manchmal möchte man sich auch einfach neu erfinden. Und so wird gesurft und probiert und man bekommt schön langsam eine Idee was einem momentan zusagen könnte.

Oder man will einfach, dass eine bestimmte Richtung, ein bestimmter Duft ganz toll ist. Nicht umsonst legt man sich unter anderem mit der Parfumierung auch ein gewisses Image zu. Vielleicht mag man seriöser wirken oder umgekehrt leidenschaftlicher. Vielleicht braver, gefestigter oder was auch immer.

Loszustarten und vor Ort zu testen ist schon mal eine gute Idee, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mir Düfte bis zu einem gewissen Grad "schöndenken" kann. Nicht im Dauergebrauch aber nach einmal Testen schon irgendwie. Deshalb bin ich immer froh wenn ich einen Dupe vom Gewünschten in die Finger bekommen. Hier kann ich um einen barmherzigen Preis im Alltag testen ob mir die Richtung überhaupt zusagt.

Da komm ich schon mal drauf, dass ich den eleganten Chypre in der Schublade versauern lasse und mich nach wie vor mit Gourmands eindiesel und mich dann genüsslich stundenlang abschnuppere, während ich beim Mademoiselle Verschnitt das Gefühl habe mich mit einem Fremdkörper umnebelt zu haben und irgendwie unbeholfen und steif durch den Tag wanke.

So ist das mit Vorstellungen. Manchmal werden sie einfach von der Realität eingeholt. :D

Gut, wenn man das mit den kleinen Geschwistern der Klassiker und teuren Düften austesten kann. Dieses Verfahren hat sich bei mir gut bewährt, ich hab bei Dupes einfach keinerlei Hemmungen oder Genierer, was bei Abfüllungen und Proben durchaus passieren kann.

12 Antworten