LibreLibres Parfumrezensionen

1 - 5 von 13
Libre vor 1 Jahr 32
8.5
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
8
Flakon

Mein Herzensduft!
Vor einem Jahr noch hab ich den Duft für mich abgehakt. Ich fand in zwar ganz nett, aber auch irgendwie eindimensional und langweilig. Zum Glück habe ich vom lieben Lukas hier ein Pröbchen erhalten und musste feststellen, dass sich mein Duftgeschmack in einem Jahr gewandelt hat. Es mussten nicht mehr die schweren, komplexen und süßen Gourmanden sein. Je länger ich hier unterwegs bin, desto mehr schätze ich scheinbar wieder einfacheren Düfte.

Nein, der Noir Extreme ist keineswegs ein einfacher oder langweiliger Duft, aber auch wenn er als süßer Gourmand eingestuft wird kommt er fein daher, ohne gleich mit seiner Süße zu erschlagen, wie das ja gerne Gourmanden machen. Ich denke es sind die zitrischen Noten in der Kopfnote, die im eine gewisse Leichtigkeit verleihen. Um ehrlich zu sein kann ich persönlich diese Noten nicht explizit wahrnehmen. Diese trifft aber auch auf den Rest, also Kufi & Co zu.

Die Duftnoten sind stark in einander verwoben und erzeugen somit eine unglaublich intensive warme und wohlige Atmosphäre. Zu keinem Moment finde ich diesen Duft überladen oder aufdringlich. Genau aus diesem Grund sehe ich das Einsatzgebiet auch vielschichtiger als bei vielen anderen Gourmanden und nicht nur auf die kalte Jahreszeit begrenzt. Der funktioniert auch super an einem Abend im Frühling/Sommer oder an einem verkuschelten Sonntag auf der Couch.

Der Noir Extreme ist nicht als unisex eingestuft, was ich richtig finde. Trotz seiner Süße und Wärme ist das für mich ein maskuliner Gourmand. Nichtsdestotrotz gibt es bestimmt auch einige Ladies, die den gut tragen können.

Es kommt selten vor, dass ich einen Kommentar schreibe und noch seltener, dass ich einen Duft mit einer 10 auszeichne. Ich habe den Noir Extreme aber jetzt eine komplette Woche an fast jedem Abend getragen und mit jedem Mal hab ich ihn besser gefunden. Ich hab mich sogar regelrecht darauf gefreut mich am Abend damit einzusprühen. Ab diesem Zeitpunkt wollte ich dann noch nicht mal mehr andere Düfte parallel testen. Das macht ihn für mich zu meinem Herzensduft und meiner Perfekt 10!

12 Antworten

Libre vor 1 Jahr 10
8.5
Duft
8
Haltbarkeit
7
Sillage
8
Flakon

A gmahde Wiesn
Selten hab ich mich schwerer mit der Bewertung eines Dufts getan. Ich hab diesen jetzt eine Woche lang intensiv getestet und von 5 bis 10 war jede Bewertung dabei.

Ich glaube meine erste Enttäuschung rührte einfach daher, dass ich ihn mir frischer vorgestellt habe. Das mit den unerfüllten Erwartungen ist immer so eine Sache...

Mit jedem Testen fand ich ihn allerdings etwas besser und auch interessanter. Besonders der Drydown ist sehr ansprechend. Man muss grasige Noten mögen um Gefallen an diesem Duft zu finden. Diese Spitzen werden aber gut von den beerigen Noten abgefangen. Gerade an diesem Punkt finde ich schön, dass es sich um keine erschlagende Fruchtigkeit handelt, wie sie aktuell gerne eingesetzt wird.

Trotz seiner 15 Jahre auf dem Buckel hat der Duft für mich immer noch ein modernes Erscheinungsbild und auch das Potential ein Evergreen zu werden.

Apropos Green... aufgrund seiner grasigen Noten, vor allem zu Beginn, hab ich ihn mal gegen den LV Sur la Route antreten lassen. Im direkten Vergleich wirkt der Sur la Route für mich grasiger, intensiver und natürlicher. Der Bleecker Street punktet hingegen mit einem etwas interessanterem Duftverlauf. Gemeinsam haben Sie, dass Ihr Preis einfach unverschämt ist. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich mir bisher noch keinen von Beiden zugelegt habe. Falls ich meine Meinung hier noch ändern sollte, gäbe es aber leichte Tendenzen Richtung Sur la Route ;-)

Der Test dieses Dufts hat auf jeden Falls Spaß gemacht. Danke in diesem Zusammenhang an Schoorck, der dies so unkompliziert ermöglich hat :-)
7 Antworten

Libre vor 1 Jahr 9
8.5
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
8
Flakon

Tag am See
Zuerst möchte ich mich bei Carlitos01 bedanken. Ohne seinen ansprechenden Kommentar wäre ich nie auf diese Perle aufmerksam geworden.

Es handelt sich hier nicht um einen Aquaten, den man mit dem Meer in Verbindung bringen würde. Ebenso ist es kein zitrischer Frischling. Der Duft liegt irgendwo dazwischen und hat eine Art von Frische, wie ich Sie bisher noch nie bei einen Parfüm gerochen habe.

Von den Fanta4 gibt es das Lied "Tag am Meer". Für mich ist dieser Duft mein Tag am See.
Ein See an dem ich an einem schönen Sommertag schon ganz früh bin. Noch bevor der ganze Trubel losgeht. Die Luft ist noch frisch und die Sonne hat gerade erst das Wasser berührt. Durch die Bäume am Ufert streicht ein zarter Wind. Ich paddle mit meinem SUP auf den See hinaus und atme tief ein. Was ich jetzt rieche und fühle, genau daran erinnert mich dieser Duft.

Ich habe den Duft hier bereits vor einen paar Tagen aufgrund einer Abfüllung bewertet und ein Statement abgegeben. Seit zwei Tagen habe ich jetzt einen Flakon und den Duft weiter ausgiebig getestet. Heute musste ich die Bewertung hochsetzen und einen Kommentar zu diesem tollen Duft schreiben. Weil er es einfach verdient hat mehr Beachtung zu finden!

Ich weiß jetzt schon, dass das einer mein meist getragenen Düfte in diesem Sommer sein wird. Aber auch heute, an diesem wunderschönen Frühlingstag war er ein ausgezeichneter Begleiter!

Das "Extreme" im Namen trägt er übrigens zurecht. Er ist extrem günstig und hat eine extrem gute Haltbarkeit und Sillage für einen frischen Duft.
5 Antworten

Libre vor 1 Jahr 8
8.5
Duft
7
Haltbarkeit
6
Sillage
8
Flakon

Allrounder mit Vintagetouch & Barbershopflair
Alle die meinen Kommentar zum "Dunhill Icon" gelesen haben, kennen ja bereits meinen Faible für Barbershopdüfte ;-)

Ist das denn nun ein Barbershopduft, ist der seifig?
Nein ist er nicht, zumindest nicht meinem Empfinden nach!
Und trotzdem würde ihn den Barbershopdüften zuordnen.

Aber eigentlich ist das doch auch völlig egal. Man muss ja nicht alles in ein Schublade stecken ;-)
Für mich hat der Duft auf jeden Fall etwas sehr anziehendes. So ging es mir bereits als ich vor Monaten eine Abfüllung davon bekommen habe. Ich mochte ihn sofort und konnte noch nicht mal genau sagen warum. Für mich ist es ein typischer Wohlfühlduft.

Allerdings hatte dieser Wohlfühlduft einen entscheidenden Haken. Haltbarkeit und Sillage sind nicht wirklich die Besten. Aber das ist scheinbar leider typisch für die Düfte aus dem Haus John Varvatos. Aus diesem Grund habe ich mich auch gegen einen Kauf entscheiden. Doch es sollte anders kommen...

Dank Warilols Statement, welches eine gute Haltbarkeit suggerierte und einem Austausch mit ihm, habe ich mich dann doch noch zum Kauf durchgerungen. Zu meinem Glück war zu dieser Zeit dann auch noch ein wenig benutzter Flakon im Souk zu finden :-)

Keine Ahnung ob das ein älterer Batch ist oder ich einfach nur Schwein hatte, denn sowohl Haltbarkeit, als auch Sillage sind für einen Varvatos wirklich sehr zufriedenstellen.

Über den Duft selbst wurde ja schon viel geschrieben. ich tue mich ehrlich gesagt auch schwer die Duftnoten der Pyramide richtig zuzuordnen bzw. zu deuten, da alles sehr abgestimmt auf einander ist und fließend in einander übergeht.

Ja es ist Leder drin, aber ich finde ihn keinesfalls ledrig. Auch hat er eine leicht Süße ohne ein Gourmand zu sein. Selbiges trifft auch auf die Gewürze und boozy Noten zu. Hier ist nichts zu viel und nichts zu dominant. Nichts stört und alles ist an seinem Platz.

Fazit: Gelungener Allrounder mit Vintagetouch und Barbershopflair.

4 Antworten

Libre vor 1 Jahr 26
8.5
Duft
9
Haltbarkeit
9
Sillage
10
Flakon

Der moderne "Barbershopduft"
Ich weiß nicht woher es rührt, aber ich hab in der letzten Zeit einen Hang zu Barbershopdüften entwickelt und hab von jung bis alt alle möglichen Düfte durchgetestet. Leider hat sich bisher noch kein klarer Favorit gezeigt...

Gestern habe ich nach langer Zeit mal wieder den Dunhill Icon getragen und mir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Das Projekt "Barbershop" war für mich damit ad acta gelegt.

Wenn Ihr jetzt sagt, das ist kein klassischer Barbershopduft gebe ich Euch völlig Recht. Barbershop bedeutet für mich aber in erster Linie Männlichkeit, Würze und Frische. Genau da punktet der Icon und packt mit Iris, Oud und Kardamom auch noch Wärme und Cremigkeit dazu.

Als Kritikpunkt könnte man aufführen, dass Neroli zeitweise sehr dominant ist. Gerade dies verleiht dem Duft einen reifen Charakter mit all sein Vor-, aber auch Nachteilen. Ich durfte mir schon anhören "der riecht wie ein alter Mann". Dies liegt meines Erachtens aber nicht am Duft selbst sonder viel mehr an der Assoziation, die viele mit Neroli haben. Geht mir ehrlich gesagt auch manchmal noch so. Das mag aber einfach daran liegen, dass meine Oma 4711 geliebt hat und da stell das Gehirn dann einfach Verbindungen her und bewertet diese entsprechend ;-)

Dunhill Icon ist ein Duft, der "reifen" muss, aber auch eine gewisse Reife benötigt um ihn tragen und schätzen zu können. Ich schätze ihn mittlerweile sehr und ich kann nur jedem zu eine Test raten, wenn man auf maskuline Düfte, mit einer intensiven Haltbarkeit und guter Sillage, steht.

@Henryhill667: Bevor ich diesen Kommentar geschrieben habe, habe ich mir auch noch ein paar andere Kommentare durchgelesen. Bei Deiner Aussage "muss gespart werden" musste ich schmunzeln. Keine Ahnung warum das so ist, aber mir geht es mit diesem Duft ganz genau so. Ich behandle diesen, als wäre es der wertvollste Duft meiner Sammlung. Vielleicht werde ich auch irgendwann mal erkennen, dass er das auch immer war. Wie gesagt, der Duft muss reifen ;-)

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