Sonne, Sex und 90er-Jahre-Nostalgie: „First Peach of the Season“ von Imaginary Authors
Mit „First Peach of the Season“ präsentiert Imaginary Authors eine helle, fruchtig-cremige Komposition, die sich von der klassischen, dunklen Ausrichtung erotischer Düfte abhebt.
Den Auftakt bildet gelber Pfirsich, dessen natürliche, fruchtige Süße durch die spritzige Bitternote der Bigarade (Bitterorange) ausbalanciert wird. Im Herzen verschmilzt die Komposition zu einer cremigen Textur: Sahne und Jasmin-Lakton treffen auf die süße Frische von Honigmelone. Den Abschluss bildet eine Basis aus warmem Benzoin und einem weichen „Haut“-Akkord.
Kreiert wurde „First Peach of the Season” von dem Parfümeur Josh Meyer.

Die Inspiration: Eine neue Interpretation von Erotik
Wie bei allen Kreationen von Imaginary Authors bildet auch hier ein fiktiver Roman das Fundament: Die Geschichte erzählt von der zurückhaltenden Literaturstudentin Agnes Souci, die in einem Jane-Austen-Seminar auf den bodenständigen Hollis Stone trifft. Trockener Humor und eine gemeinsame Vorliebe für 90er-Jahre-Sitcoms prägen ihre Beziehung.
Diese spielerische Erzählung diente als direkte Inspiration für den Duft. Er ist eine olfaktorische Hommage an das Konzept der „New Erotica“: Anstelle von dunklen, „geheimnisvollen“ Noten wie Leder oder Rauch setzt „First Peach of the Season“ auf ein helles, fruchtig-cremiges Profil.
Ihr trockener Humor und die gemeinsamen Referenzen auf 90er-Jahre-Sitcoms führen sie zusammen, aber es ist ihre Bereitschaft zum Experimentieren, die ihre Beziehung weit über ihre kühnsten Fantasien hinaustreibt. „First Peach of the Season“ bringt das Spielerische ins Vorspiel und das Spielhafte in „gut, gebend und bereit“ (good, giving, and game).
-
Das Buch holt das Genre der erotischen Fiktion aus der Dunkelheit und ersetzt abgedroschene „teuflische Verlangen“ durch guten, altmodischen Spaß. Frühe Rezensenten nannten es „geil und urkomisch“, „wie Sex in der Sonne“ und „das Handbuch, das ich mir während meiner College-Zeit gewünscht hätte“. Mit anderen Worten: Es ist so gut, dass man vielleicht zwei Exemplare kaufen möchte!
Imaginary Authors
Über Imaginary Authors
Das in Portland, Oregon, ansässige Unternehmen wurde von dem Parfümeur Josh Meyer gegründet. Das Alleinstellungsmerkmal von Imaginary Authors ist die Verknüpfung von Parfümerie und Fiktion: Jeder Duft wird wie ein Buch präsentiert - inklusive fiktivem Klappentext und „Autor“. Die Komposition dient dabei als olfaktorische Übersetzung dieser Geschichte.
Der neue Duft ist in Flakongrößen von 50 ml erhältlich und kann nach Deutschland geliefert werden.


Mikayla

Mein Eindruck ist aber, dass diese Geschichten über einen Duft mittlerweile zum allgemein Marketinggeschrubbel gehören und hier kaum noch ein Duft, ganz gleich von welchem Lable, ohne diese auszukommen scheinen. Das meinet ich mit "heutzutage".
Ich weiss nicht, ob "heutzutage" da zählt, die gibt es immerhin seit 2012.
Genau so ist es. Künstlich an den Haaren herbeigezogene Leidenschaft nervt überall, nicht nur beim Parfum…