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Mikayla
Mikaylas Blog
vor 13 Tagen - 07.04.2026
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Sonne, Sex und 90er-Jahre-Nostalgie: „First Peach of the Season“ von Imaginary Authors

Sonne, Sex und 90er-Jahre-Nostalgie: „First Peach of the Season“ von Imaginary Authors

Mit „First Peach of the Season“ präsentiert Imaginary Authors eine helle, fruchtig-cremige Komposition, die sich von der klassischen, dunklen Ausrichtung erotischer Düfte abhebt.

Den Auftakt bildet gelber Pfirsich, dessen natürliche, fruchtige Süße durch die spritzige Bitternote der Bigarade (Bitterorange) ausbalanciert wird. Im Herzen verschmilzt die Komposition zu einer cremigen Textur: Sahne und Jasmin-Lakton treffen auf die süße Frische von Honigmelone. Den Abschluss bildet eine Basis aus warmem Benzoin und einem weichen „Haut“-Akkord.

Kreiert wurde „First Peach of the Season” von dem Parfümeur Josh Meyer.

First Peach of the Season - Imaginary Authors
First Peach of the Season - Imaginary Authors

Die Inspiration: Eine neue Interpretation von Erotik

Wie bei allen Kreationen von Imaginary Authors bildet auch hier ein fiktiver Roman das Fundament: Die Geschichte erzählt von der zurückhaltenden Literaturstudentin Agnes Souci, die in einem Jane-Austen-Seminar auf den bodenständigen Hollis Stone trifft. Trockener Humor und eine gemeinsame Vorliebe für 90er-Jahre-Sitcoms prägen ihre Beziehung.

Diese spielerische Erzählung diente als direkte Inspiration für den Duft. Er ist eine olfaktorische Hommage an das Konzept der „New Erotica“: Anstelle von dunklen, „geheimnisvollen“ Noten wie Leder oder Rauch setzt „First Peach of the Season“ auf ein helles, fruchtig-cremiges Profil.

Ihr trockener Humor und die gemeinsamen Referenzen auf 90er-Jahre-Sitcoms führen sie zusammen, aber es ist ihre Bereitschaft zum Experimentieren, die ihre Beziehung weit über ihre kühnsten Fantasien hinaustreibt. „First Peach of the Season“ bringt das Spielerische ins Vorspiel und das Spielhafte in „gut, gebend und bereit“ (good, giving, and game).

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Das Buch holt das Genre der erotischen Fiktion aus der Dunkelheit und ersetzt abgedroschene „teuflische Verlangen“ durch guten, altmodischen Spaß. Frühe Rezensenten nannten es „geil und urkomisch“, „wie Sex in der Sonne“ und „das Handbuch, das ich mir während meiner College-Zeit gewünscht hätte“. Mit anderen Worten: Es ist so gut, dass man vielleicht zwei Exemplare kaufen möchte!

Imaginary Authors

Über Imaginary Authors

Das in Portland, Oregon, ansässige Unternehmen wurde von dem Parfümeur Josh Meyer gegründet. Das Alleinstellungsmerkmal von Imaginary Authors ist die Verknüpfung von Parfümerie und Fiktion: Jeder Duft wird wie ein Buch präsentiert - inklusive fiktivem Klappentext und „Autor“. Die Komposition dient dabei als olfaktorische Übersetzung dieser Geschichte.

Der neue Duft ist in Flakongrößen von 50 ml erhältlich und kann nach Deutschland geliefert werden.

14 Antworten
GinTonique70GinTonique70 vor 11 Tagen
3
Ich habe leider noch nichts von Imaginary Authors gerochen, aber das Marketingkonzept finde ich ziemlich originell. Und auch Zoologist möchte ich an dieser Stelle in Schutz nehmen. Das Konzept, Düfte um das Habitat eines bestimmten Tieres herum zu kreieren, hat schon manch spannenden, mitunter kontroversen Duft herausgebracht. Und das ist mir allemal lieber, als wenn eine Marke seinen Duft einfach nur mit einem bekannten Gesicht bewirbt. Ich finde nichts Verwerfliches daran, seine Produkte verkaufen und Geld damit zu verdienen. Manchen gelingt das besser als anderen. Marken BTSO oder Mind Games seien hier als Negativbeispiele genannt (mM wohlgemerkt). Und was die Kritik am Stil mancher Statements angeht: dabei geht es doch gerade darum, in wenigen Worten Bilder und Assoziationen für einen Duft zu finden. Sehr kreativ, oft witzig, manchmal poetisch, das Poetry Slam der Rezensionen. Und für detaillierte Beschreibungen bleibt die ausführliche Rezension.
GerryGerry vor 13 Tagen
Anscheinend kann man heute nicht einfach nur einen Duft heraus bringen. Da braucht es noch eine (großartige?) Legende zum Duft. Sonst weiß die Kundschaft wohl nicht, was sie da riechen und assoziieren muss.
MalaNocheMalaNoche vor 11 Tagen
4
So geht's mir hier mit manchen Parfumo-Staments die egal wie der Duft riecht immer irgendwas von Feen-Wald, zartem Morgentau und grünem Elixier "für die Seele" faseln und man wird einfach nie schlau daraus, vor allem wenn man die Düfte schon kennt 🫠
GerryGerry vor 12 Tagen
1
Ja, ihr beiden. Das Konzept dieser Marke kenne ich. Ich fand es aber damals schon ein wenig aufgesetzt, wie auch später das von Zoologist.
Mein Eindruck ist aber, dass diese Geschichten über einen Duft mittlerweile zum allgemein Marketinggeschrubbel gehören und hier kaum noch ein Duft, ganz gleich von welchem Lable, ohne diese auszukommen scheinen. Das meinet ich mit "heutzutage".
GoldenpollenGoldenpollen vor 12 Tagen
4
Das ist aber seit je das Konzept von Imaginary Authors gewesen, dass Discovery Kit kommt auch als Buchformat..
Ich weiss nicht, ob "heutzutage" da zählt, die gibt es immerhin seit 2012.
EarthboundEarthbound vor 12 Tagen
3
Kunst hat halt meist eine Geschichte, eine Idee einen Ursprung. Die Firma hat ja auch ein Konzept. Ich finds so schöner als ein seelenloses "hier ist ein neues Produkt, kauf es!".
UntermWertUntermWert vor 13 Tagen
1
90er klingt spannend, ich mag ja so manchen Duft aus der Zeit. Die Honigmelone hält mich aber ein bisschen zurück.
XyzXyzXyzXyz vor 11 Tagen
Japp, Honigmelone=gäh. Jedoch: Gerade Noten, die man nicht mag, können, wenn gut verbaut, einen Duft für einen besonders interessant machen - weiß ich seit der Paprika in #Aldebaran :D
XyzXyzXyzXyz vor 13 Tagen
3
Ein Parfüm für ein sympathisches, im prüden Amerika sicher überfälliges Prinzip. Verruchtheit ist in der Tat nur was für Verklemmte ^^ .
XyzXyzXyzXyz vor 11 Tagen
Jawoll, Spaß, Licht, Leidenschaft statt „Schmutz“ und „Sünde“.
OlympiaOlympia vor 12 Tagen
Guter Gedanke!
Genau so ist es. Künstlich an den Haaren herbeigezogene Leidenschaft nervt überall, nicht nur beim Parfum…
BizzlBizzl vor 13 Tagen
Die Flakons der Marke gefallen mir nahezu allesamt richtig gut. Würde gerne einen in meiner Sammlung begrüßen :D Aber leider hat mich noch keiner geruchlich überzeugt...
LaurosLauros vor 13 Tagen
2
Das Design vom Flakon find ich wild (im positiven Sinne).
XyzXyzXyzXyz vor 13 Tagen
Ja, schade, dass das Licht auf der Frucht anders gesetzt wurde als auf dem Körper. So nervt der Anblick jeden, der ein bisschen zeichnen kann.

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