MrPinkMrPinks Parfumrezensionen

1 - 5 von 11
MrPink vor 4 Monaten 29
10
Duft
9
Haltbarkeit
9
Sillage
8
Flakon

Söhne und Planeten
Ich möchte hier garnicht allzusehr in die Mythologie und den ganzen SchnickSchnack eingehen, das haben meine Vorredner schon getan und dies besser als ich es je könnte. Trotzdem möchte ich betonen wie schön ich den Namen finde - Ganymede - was ein klangschöner Name, besonders schön für einen Duft! Neben der Klangschönheit lädt aber auch die Bedeutung, vorallem die sagenumwobene Geschichte des Namens zu Gedankenspielen, Interpretationen und gar Träumereien ein. Ganymed wurde wohl von Zeus entführt, also sowas wie eine Überraschungsadoption, weil Zeus ihn sehr mochte - Und der größte Mond des Jupiters wurde ebenfalls Ganymed genannt, wohl aufgrund dieser Sage um die "Adoption". So assoziiere ich mit diesem Duft schonmal zwei Zeitepochen - die Antike und die Zukunft in der wir (vielleicht mal) fremde Planeten bewohnen werden. Diese doch wohl sehr unterschiedlichen Epochen wurden durch die olfaktorischen Facetten von Herrn Bisch wundervoll herausgearbeitet und elegant verwoben.

Nun aber mal der Reihe nach…

Der Flakon - ist schlicht und elegant.
Die Kalligraphie sowie das Logo von Barrois gepaart mit den goldenen Grundfarbe des gläsernen Flakons vereinen für mich die Opulenz des antiken Hedonismus mit der Schlichtheit der minimalistischen Moderne, einer Prise Sternenstaub und einem Touch Artdeco der 1920er. Wie passend, dass Ganymede dann in den 2020ern seinen Aufstieg erlebt…. Es wirkt fast ein wenig so, als hätte man den Flakon damals designed für das Parfum der Zukunft. Wie diese Zeichnungen und Bildern aus den 60ern wie sie sich die 2000er vorstellen, wisst ihr welche ich meine? Sowas wie Perfume Fiction?!

Und der Zerstäuber ist umwerfend gut, gleichmäßiger großflächiger Nebel - pure Liebe!

Der Duft - ist frisch, holzig, blumig, kühl, würzig, metallisch ….. facettenreich.
Was liest man hier nicht alles, von „naja holzig frisch halt“ zu „riecht nach indischem Curry“ und „Magginote“, oder die medizinischen Eindrücke durch die Strohblume. Und ich muss gestehen – Es haben alle Recht. Für mich jedoch ist Ganymede in erster Linie fruchtig-floral mit ner Menge Holz. Ich finde ihn recht maskulin, elegant und rundgeschliffen. Die (Curry-) Safrannote nimmt man nur dann in störendem Maße wahr, wenn man direkt an der Sprühstelle schnuppert – in der Sillage trägt diese zur Vollendung dieser einzigartigen und komplexen Komposition kontrastierend bei. Insgesamt kann ich viele Vorredner und deren Assoziationen verstehen – er hat auch etwas metallisches an sich, etwas futuristisches, etwas, das an Jupiter und den Mond Ganymed denken lässt, an Sternenstaub. Riecht so das Weltall, wenn es denn Geruch hätte? Jedenfalls ist dieser Duft fast schon ein Paradoxon, denn ich habe auch das Bild eines antiken griechisch/römischen Tempels, in der Nähe eines Strohblumenfeldes vor dem inneren Auge. Andererseits riecht er irgendwie synthetisch, nicht billig, aber der Geruch, der ist neuartig und „abgespaced“ - als ob er zwei Welten vereinen würde.
Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb weckt er wohlige Gefühle und eine gewisse Geborgenheit und Wohlfühlaura.
Er ist interessant, komplex und massentauglich, ein Crowdpleaser und interessanter Nasenschmeichler. Das beste aus beiden Epochen so zu sagen...

Ein schöner Side-Fact: Ganymede stand bei den Römern scheinbar als Symbol für die Erhebung der Seele über das irdische... auch das finde ich irgendwie passend.
4 Antworten

MrPink vor 8 Monaten 22
6
Duft
7
Haltbarkeit
6
Sillage
4
Flakon

Der Zauberkünstler und die Bauernfängerei
Zauberkünstler
Substantiv, maskulin [der]
1. jemand, der Zauberkräfte besitzt; Magier
2. jemand, der Zaubertricks ausführt, vorführt
Ein Zauberkünstler, auch Illusionist oder Magier, ist ein Künstler der darstellenden Zauberkunst.

"Die Zauberkunst (auch Zaubern und Zauberei) beschreibt eine Form der darstellenden Kunst, die es versteht, durch künstlerische Kommunikation (verbal und non-verbal) und unter Verwendung verschiedener Techniken und Methoden Illusionen in den Köpfen der Betrachter und Gefühle in den Herzen der Menschen auszulösen. Dabei ist die Vorführung an keine spezielle Räumlichkeit oder Situation gebunden. Je bereitwilliger der Betrachter ist, sich verzaubern zu lassen, desto größer kann die Illusion in seiner Vorstellung entstehen." - Wikipedia

Willkommen liebe Parfumas und Parfumos, ich bin der große Duadini und werde mit euch in eine Welt voller Illusionen reisen...

Freunde, Freunde, Freunde - natürlich bin ich nicht der große Duadini, ich bin Manuel Neuer.
Aber Spaß beiseite... Warum das lange Intro? Ich würde gerne mal ein Thema ansprechen, das mich schon lange umtreibt. Nämlich, wie Dua es schafft die Illusion eines guten Duftes zu erschaffen.
Wie mittlerweile allen bekannt sein sollte, kopiert Dua kerngeschäftlich Düfte bekannter Nischen- und Designermarken. Vorallem durch das sogenannte Reverse Engineering.

"Reverse Engineering (englisch; deutsch: umgekehrt entwickeln, rekonstruieren, Kürzel: RE; auch Nachkonstruktion) bezeichnet den Vorgang, aus einem bestehenden fertigen System oder einem meistens industriell gefertigten Produkt durch Untersuchung der Strukturen, Zustände und Verhaltensweisen die Konstruktionselemente zu extrahieren. Aus dem fertigen Objekt wird somit wieder ein Plan erstellt." - Wikipedia

Dies geschieht, indem der Duft durch ein Analysetool (vermutlich Massenspektrometer oder ähnliches, bin kein Chemiker) jagt und im Ergebnis dann die genaue inhaltliche Zusammensetzung aka das Rezept vorliegen hat.
Nun gilt es mit dem "original" Rezept, aber ein möglichst exaktes Ebenbild der ursprünglichen Kreation zu schaffen und dabei mögliche Performance schwächen auszumerzen. Sollte ja machbar sein, oder?
Bei Bois Oudh diente offensichtlich der Klassiker und wunderschöne Duft Oud Wood als Vorbild.

Nun, ist DUA diese Illusion gelungen? - Jain. Nur mit Trick 17!
Denn, obwohl DUA die genaue Zusammensetzung hat, gibt es, so glaube ich, feine Unterschiede, die die Wahl der Rohstoffe betreffen. Natürlich sei angemerkt, dass Tom Ford auch nicht gerade bekannt dafür ist feinste Rohstoffe zu verwenden, sondern vielmehr durch Kreationen auffällt, die nicht selten auf dem schmalen Grat der Provokation balancieren.
Aber zurück zu DUA: Was ist die wichtigste Disziplin eines Zauberers? Richtig - Ablenkung!
Und das macht DUA gut, und zwar wird hier mit Power abgelenkt. Dieser Duft startet so unglaublich potent, der füllt den ganzen Raum, gar die ganze Etage. Das macht selbstverständlich erstmal Eindruck und suggeriert Qualität, aber bei einem Extrait erwartet man das auch, oder? Meiner Meinung nach wird die Nase dadurch jedoch schon früh überlastet, und zwar in einem Maße, das die feinen Nuancen, die qualitativen Unterschiede im Verlauf kaum mehr erkennen lässt. Etwa so wie bei zu scharfem Essen! (Sriracha zB hilft ja auch beim schlechten Uni Mensa Essen!)
Keine Frage - Bois Oudh riecht sehr nach Oud Wood, vor allem in der Sillage. Aber riecht er genau so elegant, so fein, so perfekt verwoben und aufeinander abgestimmt? Nein auf garkeinen Fall!!!
Für mich wirkt Bois Oudh aber auch unabhängig von Oud Wood bewertet - als alleinstehender Duft - grobschlächtig, unrund und synthetisch. Er übertüncht die (minderwertigen) Rohstoffe und überfordert die Nasen mit einem Sperrfeuer an olfaktorischen Eindrücken. Wenn ich genau rieche, nehme ich immer eine gewisse Mineralöl Note wahr. Er riecht "billig" und unvollkommen. Er ist laut und potent. Ein Marktschreier, ohne Feingefühl. Brachiale Power ohne Feintuning. Ein aufgemotzter Traktor, kein Ferrari. Aber für einen Laien und Gelegenheits-Parfumträger trotzdem ein Erlebnis!

Insbesondere wenn man andere (Klon-)Kreationen (bspw. Roja, MFK, Xerjoff) von DUA probiert, wird diese Illusion als Verkaufsstrategie besonders deutlich - aber das ist ein anderes Thema.
Bois Oudh (und die Firma DUA) ist eine Braut in Springerstiefeln. Ein Wolf im Schafspelz. Ein Illusionist par Excellence. Ein Zauberkünstler. Und ein sehr guter, denn ich gebe zu ich war eine Zeit lang verzaubert.

Dieser Duft soll einer der besten 25 Düfte für Herren sein? - Nah bruh! U must be trippin!
10 Antworten

MrPink vor 8 Monaten 15
8
Duft
8
Haltbarkeit
6
Sillage
8
Flakon

Der durch die Scheibeboxxer
Gucci Guilty Absolute ist für mich einer der polarisierensten Designerdüfte die ich kenne!
Zudem auch eine auffällig atypische Kreation des Herrn Morillas, der ja, neben Auftragsarbeiten für jeden der genug zahlt und einen Masspleaserduft verkaufen will, als DER Mann für Freshies und Allzeitklassiker wie Acqua di Gio, Light Blue pH und *ähem* Office bekannt ist.

Umso mehr hat es mich überrascht, dass ein solch kompromissloser Duft unter seiner Führung entstanden ist. Denn GGA ist geradeaus und direkt uffe Fresse, kein schmeichelndes Opening, dass einen langsam an das herbe Leder heranführt. Nicht besonders Komplex oder mit großer Entwicklung (das widerum ist typisch für Morillas) aber genau das macht ihn für mich so interessant. Ein Blick auf die Noten lässt grob erahnen wohin es geht. Vetiver, Patchouli, Zypresse, Woodleather und Goldenwood – Also ledrig, holzig, erdig. Check. Dieser Duft ist pures und frisch gegerbtes holziges Leder zum Aufsprühen. Nicht mehr, nicht weniger.

Wenn ich den Duft rieche habe ich zwangsläufig die Assoziation mit altem Leder und Holz, komischerweise nicht in schlechter Weise wie die alte mit Leder ausgekleidete Holzkiste auf Omma´s vergammeltem respektive verstaubtem Speicher. Mir schießen Bilder von einem Rocker oder anderem stereotypen Tu-nicht-gut in den Kopf, der von seiner Frau zur allmonatlichen Körperhygiene genötigt wird. Sein Rasiermesser am Leder wetzend, aufm Massivholztisch die Schuhe wixxend und den Jacky direkt aus der Flasche trinkend. Dieser werte Gentleman trägt vermutlich diesen Duft, wenn er selbst schon nicht von Hause aus ähnlich riecht.

Für mich persönlich ist der Duft meistens untragbar und habe bisher auch nur negative Bemerkungen bekommen – trotzdem mag ich ihn bei Zeiten sehr gerne, denn manchmal, aber nur manchmal, haben Männer wie ich ein bisschen Leder verdient, ääähm gern… oder so?!

Dies hier ist ein guter Duft für Männer die auffallen wollen, ob positiv oder negativ sollte ihnen dabei egal sein. Für Männer die provozieren wollen, oder Ihre Lederkutte imprägnieren. Für die Männer die nach 2 Flaschen Jacky jeden, der ihnen blöde kommt, durch die Scheibe boxen. Kompromisslose Druffgänger eben.
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MrPink vor 8 Monaten 28
5.5
Duft
9
Haltbarkeit
8
Sillage
8
Flakon

Generation Shisha
Herod also der Beste Duft für Männer? -mhhhh NÄÄÄÄ!

Zugegeben Gefallen oder Nichtgefallen sind immer sehr subjektive Angelegenheiten, deswegen gibt es hier ja zum Glück vielfältige Meinungen und Diskussionen zu Düften. Deswegen kann ich durchaus verstehen, wieso dieser Duft vielen Leuten gefällt.

Punkt 1: Er ist einfach zu verstehen.
Herod ist bei Leibe kein Komplexitätsmonster, er ist zugänglich hat bei entsprechendem Wetter sogar für manche einen gewissen Kuschelfaktor. Er verliert im Duftverlauf zwar etwas die Süße, aber für mich bleibt diese unausstehliche Kirsch-Tabak Shisha Note durchweg erhalten.

Punkt 2: Er fällt auf.
Herod (zumindest der alte, wie ich hörte) hat eine ordentliche bis sehr gute Sillage und mehr Ausdauer als Haile Gebrselassie. Aufgrund dieser durchdringenden und andauernden Süße fällt er in der Regel auch auf. Man hebt sich in einer Schar voller Sauvage, LeMale, und Eros tragender Jugendlicher sicher gut vom Rest ab. Und hinterlässt auch wenn man den Raum verlässt einen bleibenden Eindruck!

Punkt 3: Er trifft den Zeitgeist.
In Zeiten wo in den Innenstädten alle 20 Meter eine Shisha-Bar aufploppt und man kaum noch durch die Fußgängerzone gehen kann ohne Diabetes zu bekommen; Influencer, Snapchat Filter und Autotune lastige Musik die künstliche Bubblegum-Gesellschaft fördern und feiern - da passt natürlich auch ein unglaublich süßer (für mich synthetischer) Shisha Duft ins kontemporäre Gusto der Massen.

Punkt 4: Der Luxus-Pluspunkt.
Ich habe das Gefühl, dass die Markenaffinität und durch Marken bedingte Identität in letzter Zeit zugenommen hat. Es reicht nicht mehr, dass man ein 20€ Cool Water trägt, oder ein 50€ LeMale - der F*ckboy von Heute ist ein Big Spender. Und zwar einer für den ein 200€ Duft gerade gut genug ist... Und wer kennt es nicht? Das inkludierte Selbstbewusstsein, wenn man einen teuren Duft aufträgt? Trotzdem ist teuer nicht immer gut - das mal am Rande ;)

Als Fazit bleibt mir nur wie folgt abzuschließen:
Herod fand ich am Anfang meiner Parfümreise ganz gut und hätte ihn mir auch fast gekauft, aber auf Dauer ging der mir einfach tierisch aufn Senkel. Ich bin einfach kein Fan von zu süßen Düften, und Kirsche in Düften ist mir auch irgendwie zu feminin, jedenfalls fühle ich mich immer so als hätte ich Kirschmarmelade im Bart hängen.
Meine Abfüllung ist bald leer. Und das ist gut so!
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MrPink vor 9 Monaten 15
10
Duft
9
Haltbarkeit
7
Sillage
10
Flakon

Die Rose fürs Leben
Wie viele der schönsten Momente im Leben beginnt auch diese Erzählung mit einem Fehler, retrospektiv einem der wohl besten Fehler den ich machen konnte...

Aber nun ein wenig Kontext: Im Frühsommer 2020, gelangweilt von der c*r*nabedingten Monotonie kaufte ich mir blind einen Nischenaquaten, der mir von ein paar Youtubern empfohlen wurde und auch die Bewertungen hier klangen zumindest Interessant. Das Angebot war gut, was sollte schon schief gehen dachte ich mir - also direkt bestellt. Nach einem kurzen Test - die Ernüchterung - Nein Danke! Nix wie in den Souk damit ... wo ich den Duft auch nach einiger Zeit mit einem sehr netten Schweizer Parfumo tauschen konnte. Das war mein erster Tausch und das gegen einen Duft den ich ebenfalls nicht kannte - den Lumiere Noire. Ich mag Rose sehr, zu dem Zeitpunkt war YSL L'Homme Ultime einer meiner Lieblinge. Auch meine Freunde sagten mir: "Bruder kauf den, Baba Duft!" - gesagt, getan! Ich hatte ja keine Ahnung, dass das ein prägendendsten Erlebnisse meiner olfaktorischen Reise werden würde.

Etwa zwei Wochen später dann war es so weit - das Tauschpaket kam an - ganz gespannt ausgepackt und direkt aufs Handgelenk damit. Und dann folgte die Offenbarung... WOW! Was ein Duft - ich war begeistert! Ich konnte garnicht aufhören den Tag über an meinem Handgelenk zu riechen, obwohl ich anfangs unsicher war, ob die prägnante Rose hier nicht doch zu feminin oder zu seifig wäre. Am nächsten Tag war er dann direkt mein Tagesduft und ich fühlte mich unglaublich wohl. Die Sorgen, der Streß, all das prallte an mir ab, dieser Duft umhüllte mich wie ein Schutzschild, ein Schutzschild vor Negativität. Und hüllte mich in eine Wohlfühlaura.

Für mich ist Lumiere Noire kein "Attentiongrabber", sondern ein frischer seifiger und zurückhaltender Duft, dezent edel und distinguiert - für die modernen Gentlemen! Und zwar einer für die Gentlemen unter uns, die mit einem flotten Spruch und/oder einem verschmitzten Grinsen ihren Charme versprühen.

Er ist zugegeben recht linear, zeigt keine große Wandlung, ist dennoch recht vielschichtig - durchgängig nimmt man die wunderschöne seifig-frische bulgarische Rose wahr. Durch die Patchouli lastige Basis und die unglaublich schön in das Gesamtwerk verwobenen Kräuter/Gewürznoten bekommt das ganze einen erdig-herben Antagonisten, der die Rose wundervoll ergänzt und das ganze doch im Ganzen recht maskulin erscheinen lässt!
Ich muss ganz ehrlich sagen ich tue mich bei Lumiere Noire wirklich schwer den Duft zu analysieren und ihn ausführlich zu beschreiben, denn er ist so unglaublich fein und "poliert" - so außergewöhnlich gut kompositioniert, in seiner Gesamtheit so stimmig, dass es schwer fällt ihn in seine olfaktorischen Einzelkomponenten zu sezieren.

Lumiere Noire ist für mich persönlich auch vielmehr ein Gefühl als "nur" ein Duft.
Wenn ich am Flakon rieche, kriege ich Gänsehaut. Wenn ich ihn aufsprühe und ihn trage fühle ich mich frisch, selbstbewusst, sexy und elegant - ja ich fühle mich dann pudelwohl in meiner Haut. Ich liebe nicht nur diesen Duft, sondern wenn ich ihn trage auch mich selbst ein bisschen mehr als sonst.
Lumiere Noire entschleunigt meinen Alltag. Lumiere Noire ist mein olfaktorischer Happy Place.

Manchmal denke ich, dass das alles vorherbestimmt war - der Fehlkauf - der erste Tausch - und dann dieser Duft. Eine Fügung des Schicksals möchte man meinen. Vielleicht auch ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass Fehler (oder Fehlkäufe) nicht immer schlecht sind und auch Mut (gegen unbekannte Düfte zu tauschen) sich manchmal auszahlen kann.

Ich fürchte mich jetzt schon vor dem Tag, an dem ich Lumiere Noire zum letzten mal riechen werde... bis dahin genieße ich jeden Sprüher.





2 Antworten

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