MrSmartGuyMrSmartGuys Parfumblog

12.08.2017 19:28 Uhr
36 Auszeichnungen

Wie Parfum mich zum Positiven beeinflusst

Das Parfum unsere Gefühle und Gedanken beeinflussen kann, ist den Parfumos sicher nichts Neues. Aus gegebenem Anlass möchte ich jedoch ein konkretes Beispiel dafür geben. Da ich zugleich auch meinen ersten Blogartikel verfasse, hole ich am Besten etwas weiter aus.

Wie alles anfing?

Schon seit meiner Kindheit hatte ich ein besonderes Interesse für Düfte. Obwohl meine Eltern beide zu meinen Lebzeiten kein Parfum benutzt haben, spielten Düfte in unserem Haushalt dank meiner Mutter doch eine große Rolle. Überall fanden sich Duftkerzen, die immer wieder verwendet wurden, wir hatte eine Duftlampe, mit der meine Mutter immer wieder das Haus schön duften ließ, und meine Mutter hatte überall in der Wohnung Seife ausgelegt. Ja, die Seife! Die Seife diente in den verschiedenen Räumen sowohl Deko-Zwecken als auch der Verbreitung eines angenehmen inoffensiven Geruchs. Sogar in unsere Kleiderschränke legte meine Mutter Seife, sodass unsere Klamotten immer schön sauber rochen. Beim Schreiben dieser Zeilen fühle ich mich gerade, als würde ich eine Zeitreise begehen. Besonders schön waren die Momente, als wir immer aus dem Urlaub zurück kamen. Als man nach Wochen wiederkehrte und die Wohnung betrat nahm ich den schönen Eigengeruch unserer Wohnung wahr und fühlte mich gleich wohl.

Doch ich mache ich jetzt mal einen großen Zeitsprung in die Unijahre, da ich sonst noch stundenlang über die olfaktorischen Erinnerungen meiner Kindheit und Jugend schreiben würde. Als Student holte ich mir mein erstes eigenes Parfum und setzte mich dann irgendwann auch näher mit der Wirkung von Düften auseinander, da ich Sachen gerne auf den Grund gehe. Dem Vorbild meiner Mutter folgend holte ich irgendwann auch eine Duftlampe und experimentierte mit verschiedenen ätherischen Ölen. Irgendwann fing ich sogar an, eigene Parfüms aus zunächst drei ätherischen Ölen zu kreieren. Ich merkte jedoch, dass es viel Geduld und Zeit in Anspruch nimmt, einen schönen Duft zusammenzubasteln. Daher blieb dieses Hobby wegen anderer Verpflichtungen auf der Strecke liegen. In dieser ganzen Zeit jedoch besaß ich immer nur 1-2 Düfte. Parfumo war mir schon bekannt, aber ich schnupperte nur gelegentlich rein, um nach Duftbewertungen zu schauen.

Ich weiß nicht, wie es genau passiert ist, aber irgendwann vergangenes Jahr gegen die Jahreswende ging es dann los. Wahrscheinlich hat mich irgendetwas beeinflusst, was ich gelesen habe. Plötzlich reichten mir 1 oder 2 Parfums nicht mehr aus. Ich wollte zu jeder Jahreszeit, zu jedem Anlass und zu jedem Outfit das perfekt passende Parfum haben. So ging es los mit der Schatzsuche auf Parfumo. Irgendwann meldete ich mich auch auf Parfumo an, um meine eigenen Erfahrungen weiterzugeben. Nach und nach fand ich dank den detaillierten Beschreibungen hier, die schönsten Düfte, auf die ich sicher bei einem normalen Parfümeriebesuch nicht gestoßen wäre. Neben Parfumo bin ich auch auf die Videos von Jeremy Fragrance - man mag von ihm halten, was man will - gestoßen, die mich ebenfalls dazu motiviert haben, immer mehr Parfums nachzugehen. So schaffte ich mir innerhalb kurzer Zeit viele - anfangs nur günstige, später auch teurere - Parfums an und erstellte meine eigene Sammlung. Ich führte eine Merk- und Wunschliste und war ständig auf der Lauer nach Angeboten. Irgendwann merkte ich jedoch, dass ich die erworbenen Parfum Flakons gar nicht alle verbrauchen kann und entdeckte die Abfüllungen im Souk. Vor etwa anderthalb Monaten bestellte ich dann über den Souk von allen Parfums, die noch auf meiner Merk- oder Wunschliste waren, Abfüllungen. Auf einmal war die Dynamik in meinem Parfum-Leben verloren und es trat die Phase der Stagnation ein. Ich hatte kein Interesse mehr neue Düfte auf Parfumo zu entdecken , da ich nun für jede Situation in meinem Leben einen befriedigenden Duft hatte.

Was hat das Ganze nun mit dem Titel zu tun?

In den letzten Tagen war das Wetter oft sehr frisch und regnerisch. Obwohl wir uns noch Mitte August befinden, sah ich deshalb schon den Herbst kommen, was mich traurig machte. Denn ich kann von Wärme und Sonne nicht genug bekommen und habe manchmal das Gefühl, dass ich in Deutschland klimatisch fehl am Platz bin. Doch als ich über den Herbst nachdachte sah ich plötzlich nicht nur Regen und Kälte kommen, sondern auch andere Parfums und die Suche nach den idealen Herbst-/Winterdüften. Ich sah also, wie die wechselnde Jahreszeit auch in mein eingefrorenes Parfumo-Dasein wieder Leben bringen würde. So begann ich dem Herbst auch mit positiven Gefühlen zuzusehen. Ein konkretes Beispiel für die weitreichenden positiven Auswirkungen von Parfums.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende. Mal sehen, wann ich mich das nächste mal für einen Blogeintrag motivieren kann.


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