NathalenNathalens Parfumkommentare

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Nathalen vor 4 Jahren 2
8
Duft
7.5
Haltbarkeit
5
Sillage
5
Flakon

Bye Bye Noelle
Mit den letzten Tropfen von meinem Noelle auf der Haut will ich noch kurz ein paar Zeilen hier hinterlassen, da der Duft sehr selten ist und ihn hier scheinbar niemand besitzt. Es ist ein Parfum, das es wert ist , nicht in Vergessenheit zu geraten, da es sehr schön und ein klassischer , gut tragbarer Blumenduft ist.

Noelle beginnt elegant mit Rosmarin und Geranie. Die Herznote beherrscht ein angenehmer leicht süßlicher Rosenduft. Ein zarter Hauch von Vanille in der Basisnote macht Noelle warm und
Styrax gibt dem Parfum Haftung und lässt es balsamisch und süß, aber nicht zu süß, ausklingen.

Noelle ist ein sehr weiblicher Duft und zu vielen Gelegenheiten tragbar, da er nicht aufdringlich, aber gut zu riechen ist. Er hinterlässt einen luxuriösen Eindruck. Man kann ihn meiner Meinung nach zu allen Jahreszeiten tragen und ist immer perfekt beduftet. Die Haltbarkeit auf der Haut ist mittelmäßig bis gut.

Falls Euch dieses französische Parfum irgendwo noch begegnen sollte, testet es, sofern ihr klassische Blumendüfte mögt. Von meinem Exemplar werde ich mich heute nun verabschieden.

Nathalen vor 7 Jahren 4
7
Duft
7.5
Haltbarkeit
5
Sillage
10
Flakon

Süß wie Honig
MLAWS ist ein ungewöhnlicher Duft, der mir beim ersten Test seltsam und fremd erschien, mich fast abschreckte, und somit hielt ich ihn für beinahe untragbar. Aber dank der großzügigen Probe von Antoine- hier nochmals herzlichen Dank- und meinem Wunsch, dem Duft näher zu kommen, konnte ich MLAWS jetzt mehrmals tragen. Siehe da, der Duft gefiel mir mit jedem Testen besser. Scheinbar habe ich mich an die fremden Nuancen des Duftes gewöhnt. Dieses Parfum würde ich aber nicht jeden Tag tragen, denn man muss schon Lust auf die ungewöhnliche Süße haben.

Direkt nach dem Auftragen riecht MLAWS noch ansprechend und einlullend süß, nach einigen Minuten entwickelt er eine leicht stechende, aufdringliche, süß-animalische Note, die evtl. dem Safran zuzuordnen ist. Die Sillage ist mittel bis gut und riecht für meine Familienmitglieder durchschnittlich gut wie blumiges Shampoo oder Duschgel und nicht so außergewöhnlich, wie er mir erscheint.

Nach ca 3 Stunden wird der Duft eher körpernah und durchaus erträglich, sofern man sehr süße, orientalische Düfte mag. Ein rauchiger Unterklang durch den Tabak macht den Duft weich und warm.

Insgesamt passt der gut haltbare Duft eher zu südländischen Frauen, deutsche könnten sich damit leicht verkleidet fühlen. Der Duft erinnert mich an würzigen süßen Honig – und ein bisschen an Antibiotika- Saft!
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Nathalen vor 8 Jahren 7
9
Duft
7.5
Haltbarkeit
5
Sillage
5
Flakon

Der Grundstein der Leidenschaft
Ich bin immer etwas traurig, dass Avon-Parfums hier im Forum scheinbar allgemein nicht besonders beliebt sind und oft schlechte Kritiken bekommen. Natürlich ist mir bewusst, dass es hochwertigere und bessere Parfums gibt, aber Avon-Düfte haben bei mir einen kleinen Sonderbonus, da ich meine ersten Kosmetik-Erfahrungen mit dieser Marke machte. Man kann davon halten was man will, aber Avon brachte so einige Klassiker auf den Markt, die über viele Jahre sehr beliebt waren und es bis heute sind. Einer davon ist mein letzter Testduft Tasha.

Da ich Tasha nie selbst getragen habe, ließ ich mich ohne persönliche Erwartungen auf den Duft ein. Umso erstaunter war ich, als mich Tasha auf eine Zeitreise schickte, die 30 Jahre in meine Kindheit zurück führte. Diese Gefühle kamen vor einer echten Erinnerung. Der warme, weiche und doch elegante Duft hinterließ bei mir sofort einen vertrauten, geborgenen und gemütlichen Eindruck. Als erstes kam mir meine Mutter in den Sinn, doch diese hatte zu dieser Zeit kein Parfum benutzt.

Schließlich fand mein Gedächtnis die entsprechenden Bilder:
Als Mädchen saß ich wie so oft im elterlichen Wohnzimmer auf der großen braunen und gemütlichen Rundcouch, war dick in eine Decke gehüllt und hielt einen bunten Prospekt in den Händen. Es war einer der Avon-Kataloge, die unsere Nachbarin, eine Avon-Beraterin, regelmäßig vorbeibrachte. Ich schaute mir die begehrenswerte Kosmetik an, am liebsten wollte ich alles haben. Jedes Mal wenn ich umblätterte, verströmten die Seiten einen zarten, aber charakteristischen Duft...

Wieder im Hier und Jetzt wird mir klar, dass die Avon-Beraterin damals die Kataloge leicht parfümiert haben muss – mit Tasha! Diese Kataloge haben in mir früh das Interesse an Kosmetik und Parfum geweckt. Für mich war also Tasha ganz unbewusst einer der ersten Grundsteine der daraus resultierenden Leidenschaft.

Tasha ist ein blumiger Duft, der durch Holznoten und Moschus mit Wärme und zarter Pudrigkeit
überzeugt. Amber, Patchouli und Eichenmoos kann ich nicht herausriechen, sie sind aber wohl für die Tiefe und gute Haltbarkeit des Duftes verantwortlich. Der Duft verhält sich ziemlich linear, überrascht also nicht mit großartigen Duftveränderungen, aber ohne diese von Anfang an charakteristische Entwicklung, hätte ich wohl nie diese ungewöhnliche Dufterinnerung erfahren.

Tasha ist ein schöner, allzeit tragbarer Duft, der mir gut gefällt.

Schade, dass ich Tasha erst jetzt bewusst getestet habe, obwohl die kleinen Proben schon sehr lange bei mir lagen, aber ich bin dankbar für diese Dufterinnerung.
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Nathalen vor 8 Jahren 12
7
Duft
7.5
Haltbarkeit
7.5
Sillage
10
Flakon

Mudda, was trägst Du denn wieder?!!!
Durch meine Vorkommentatorin animiert, habe ich nach langer Zeit wieder Arpège getestet. Arpège war Ende der 80iger Jahre mein „dezenter“ Main-Duft für Arbeit und Alltag. „Dezent“ deshalb, da ich außerdem zu dieser Zeit KL, Habanita, Poison, Loulou, Paris, Ysatis... trug, eben die 80iger. Das Arpège für die heutige Zeit nicht unscheinbar ist, zeigte mir meine gestriges Erlebnis.

Gestern kam nach 20 Jahren Arpège nun wieder auf meine Haut. Frisch einparfümiert ging ich an meiner Tochter vorbei und erntete sofort ein entsetztes „Mudda!!!“ Auf mein Nachhaken, was denn so schlimm sei, erhielt ich eine Antwort, die ich überhaupt nicht erwartet hatte: ich würde alt, gammelig und modrig riechen. Mit einer derart extremen, aber ehrlich gemeinten Reaktion hatte ich nicht gerechnet. OK, Arpège ist kein jugendlicher Duft, denn scheinbar kann er bei der weitestgehend aldehyd-unbelasteten Teenager-Generation keine Freunde gewinnen.

Gut, ich muss zugeben, Arpège ist nicht auf Anhieb gefällig, doch es hat verborgene Facetten und Reize. Wer es trägt, braucht Selbstbewusstsein, da Arpège nicht mehr den allgemeinen Geschmack trifft und man damit rechnen muss, als „nicht zeitgemäß“ zu gelten.

Den Duftverlauf würde ich aus meiner Sicht so beschreiben:
Im Auftakt fliegen einem stark aldehydlastige Fruchtbomben um die Nase. Die Sillage ist zu diesem Zeitpunkt gigantisch. Mit der Herznote wird der Duft leiser. Es erscheint ein Blumenstrauß, basierend auf einem nicht näher zu differenzierenden Rosen-Jasmin-Akkord. Die Blumen sind aber weder süß noch frisch, sondern eher rauchig und erdig mit einer gewissen Schärfe. Der Duft ist dabei nie gleichbleibend, er ist ständig in Bewegung und eröffnet ständig unterschiedliche Geruchseindrücke. Beim Übergang in die Basisnote wird Arpège dann aber ganz zahm und offenbart eine ganz zarte, warme Vanillenote. Stunden später erreichen noch einzelne weiche, holzige Aromen die Nase.

Anfang der 90iger Jahre wurde die Formulierung von Arpège geändert, aber scheinbar nicht nur für mich nicht besonders ansprechend, denn der Duft wurde später wieder in der ursprünglichen Form verkauft. Mittlerweile hatte ich mich damals aber umorientiert, viele schöne andere Düfte für mich entdeckt und benutzte Arpège nicht wieder.

Gerne würde ich mich ausgiebiger mit Arpège beschäftigen und seine Geheimnisse neu ergründen, aber aufgrund der allgemein eher negativen Familien-Resonanz kommt er vorerst auf die Warteliste.
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Nathalen vor 8 Jahren 7
4
Duft
5
Haltbarkeit
2.5
Sillage
7.5
Flakon

Nur ein "Florini"
Als der Duft herauskam und die Werbung im Fernsehen lief, musste ich ständig hinschauen. Ich stellte mir vor, bei diesem Duft vom Blumenmeer überwältigt zu werden - das könnte mal wieder ein Duft sein, der mir gefallen könnte. Das war allerdings noch vor meiner Zeit hier bei Parfumo und ich war absolut unbeeinflusst von negativen Meinungen. Dennoch habe ich ihn nicht gekauft, noch nicht mal getestet und mich umso mehr gefreut, als ich ihn geschenkt bekam.

Tja, man soll ja nicht undankbar sein, aber bereits beim ersten Test konnte ich meine Enttäuschung kaum verbergen. Nein, da wogte mir kein Blumenmeer, wie in meiner Vorstellung entgegen, sondern ein leichter Zitrusduft in der Kopfnote, gefolgt von einem sehr dezenten Blümchenduft mit pudrigem Abgang.

Der Duft verhält sich aber in allen Stadien so schwach, dass man mit der Nase daran kleben muss, um etwas davon zu haben. Die Sillage ist extrem schwach, die Haltbarkeit immerhin Mittelmaß, wenn man den Duft sucht.

Ich habe nichts gegen leichte Düfte, die sicherlich ihre Daseinsberechtigung haben und die für manche Gelegenheiten besser tragbar sind, als viele schwere Düfte, allerdings kann ich diese auch um einiges günstiger haben. Die meisten Bodylotions beduften einen schon mehr als Flora. Der Duft entwickelt sich bei mir allenfalls zu einem "Florini". Der Duft ist ganz nett, aber das reicht mir nicht und er wird von mir sehr selten benutzt, dann dafür aber reichlich, sonst rieche ich fast gar nichts davon.

Da ich erwarten kann, dass Gucci bei diesen Preisen nicht nur billigste Duftstoffe verwendet hat, hoffe ich, dass sich Flora vielleicht verhält wie ein junger Wein und evtl. noch etwas nachreift. So hoffe ich auf den nächsten Sommer, um zu sehen, ob Flora sich doch noch entwickelt oder meine Nase es bis dahin mehr zu schätzen weis.

Falls nicht, bin ich nicht traurig, wenn Flora wieder vom Markt verschwindet und Platz macht für Gucci- Düfte, wie man sie von früher kannte.
2 Antworten

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