NiKaSiNiKaSis Parfumblog

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Vor 6 Jahren
11 Auszeichnungen

kommen oftmals schöne Düfte dabei raus :-) In Anlehnung an Schmörkes' interessante Liste der Herren-Cheapies möchte ich diese mal aufs Damenfach ausweiten, denn auch hier ist bei weitem nicht nur gut, was teuer ist. Beginnen kann man immer mit den schönen 4711, der im Bereich Unisex jede Menge duftender und erfrischender Köstlichkeiten bereit hält (Nouveau Cologne ist doch ein richtig klasse Duft, oder?). Absolute Volltreffer sind für mich auch die Bijans und - vor allem - die Salvador Dalis - hier kann ich felsenfest behaupten, noch keinen einzigen Stinker erwischt zu haben, sondern ausschließlich wunderbare und auch hochwertig riechende Düfte. Ein kleiner Nachteil dieser Marke ist für mich die nahezu unendliche Vielzahl an Düften - da ist natürlich viel Ähnliches dabei. Salvador Dali - für mich eine der Top-Marken aus der Bückzone. Als weitere Marke zähle ich Chacharel mit den vielen schönen Amor Amor Flankern und den Klassikern Anais Anais und Noa dazu. Auch die Marke "Miro" hat einiges zu bieten, und das im fast alleruntersten Preissegment von rund 10 Euro. Miro Soleil ist einer meiner Lieblinge.

Weniger Bückzone, aber trotzdem eher im preislich günstigen Bereich zu finden sind die gern in Apotheken zu findenden Roger&Gallet Düfte und zu den wahren Schätzen zähle ich auch die Düfte von L'Erbolario, die ich außerhalb des www noch nirgends entdecken konnte.

Oh ja, ich habe auch hochpreisige Düfte, aber sie sind mir nicht unbedingt teurer als alles, was ich hier nannte. Im Segment "teurer Duft" findet man häufiger nie gerochenes und ungewöhnliche (ja erschreckende) Duftkreationen, die für mich mit "Duft" manchmal so wenig zu tun haben, wie endlos teurer Wein, den man nur besitzt, aber nicht mehr trinkt.

Wie auch immer: Augen offen halten und nicht "versnoben", dann hat man den breitesten Erfahrungsschatz UND tolle Düfte :-)

16 Antworten

Blog schreiben macht Laune. Oder besser gesagt, sollte eigentlich Laune machen, damit auch weiterhin Leute bereit sind, etwas zu schreiben und zu veröffentlichen.

Die erste Gefahr besteht dann ja leider oft schon darin (man erkennt es an den „Geiern“, die sich auf jeden Blogartikel stürzen um diesen möglichst in der Luft zu zerreißen), dass mancher direkt argwöhnt, der Schreiber bilde sich wohl ein zu meinen, seine unqualifizierte Meinung würde hier auch andere interessieren. Weiterhin sich zu echauffieren, dass die Ausdrucksweise nicht entsprechend ist und schon von daher der Blogartikel das Lesen eigentlich nicht wert sei (das wird oft mit ausschweifenden Antworten dokumentiert!). Erklärungsversuche des Verfassers, wie nun das Geschriebene zu verstehen sei, werden dann als etwas gewertet, das ja nur aus „Beleidigtsein“ entstanden sein könne; der Verfasser könne wohl die Wahrheit über sich nicht vertragen, wie? Nun, als versierter Hobbypsychologe ist diesem Manko leicht beizukommen, wenn schon nicht hier mit offizieller Antwort, dann eben als PN. Das ist ja auch recht unverfänglich, da kann man sich so richtig auskotzen und mal sagen, was man von so einem hält. Und überhaupt, wer kann es wagen, hier eine Meinung kundzutun, ohne jahrelang selbst Mitglied zu sein und ohne nachweislich durch mindestens X Kommentare das Prädikat „wertvoller Blogverfasser“ erworben zu haben? Anderer Leute Kommentare wenig hilfreich finden, ohne mit selbst verfassten Kommentaren in größerer Anzahl seine Befähigung unter Beweis gestellt zu haben – das verbittet man sich. Schlussendlich taucht vereinzelt jemand auf, der „die ganze Nacht geweint hat“ ob der Respektlosigkeit dieses Schreiberlings, der ohne jede Achtsamkeit die Pflänzchen des zaghaften Selbstbewusstseins niedertrampelt durch das Kundtun seiner persönlichen Meinung und angeblicher Nichtachtung der Meinung anderer. Was soll denn das?

Der gern erteilte Rat, die Kommentare, die man nicht mag, doch einfach nicht zu lesen, diese Freiheit habe man doch in einem Forum, wird für sich selbst natürlich nicht in Anspruch genommen, dann hätte man ja nichts mehr zu reagieren den lieben langen Tag. Und man selbst hat schließlich was zu sagen, das wäre ja noch schöner! Die Plattitüde „Leben und leben lassen“ ist dann meist das Fazit, die Quintessenz aus allem, was sich tagelang an Antworten im Kreis gedreht hat. Puh, Gott sei Dank, endlich hat jemand die erlösenden Worte gesprochen! Danke!

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Vor 6 Jahren
3 Auszeichnungen

Aus gegebenem Anlass muss ich mir diese Frage stellen. Mit der Erkenntnis von heute hätte ich sie mir eigentlich stellen müssen bevor ich mich bei Parfumo anmelde in der vollen Absicht, meinen Senf dazuzugeben. Ich frage bewusst nicht: Bin ich intelligent? – Das ist ja messbar, wenn auch einzelne Fähigkeit sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können und viele daher meinen, den/die eine(n) oder andere(n) entsprechend dem eigenen Verständnis von Intelligenz qualifizieren zu können.

Bin ich also hinreichend in der Lage, stilistisch sicher, grammatisch und rhetorisch einwandfrei, die Rechtschreibung perfekt beherrschend, politisch und möglichst auch ökologisch korrekt, respektvoll und vor allem achtsam UND mit dem nötigen Wissen und nicht ohne entsprechend erforderliche Recherche mich hier zu äußern, also meine persönlichen Wahrheiten kundzutun?

Das lässt mich zu der Frage kommen, inwieweit Meinungen denn heute überhaupt noch erwünscht sind, oder ob es ein lästiger individueller Spleen ist, eine nicht möglichst weichgespülte und für möglichst viele Menschen passende Ansicht zu vertreten. Ist es vielleicht ein Ausdruck von Schläue, mich so zu verhalten, dass ich mit dem was ich äußere möglichst umfassend Zustimmung finde, aber nicht zwangsläufig ein Ausdruck von Intelligenz? Und sind meine Äußerungen, die viel Zustimmung erhalten, dann automatisch wahrer als die, denen viele widersprechen?

Das folgende Zitat von Gerhard Bronner finde ich in diesem Zusammenhang sehr passend:

„Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus. Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi.

Oder man nutzt die These, die jemand in seinem Blog aufstellt, z.B. „Dem Hobby Poeten ein Forum geben“, das damit verbundene Argument „…ich die langatmigen, sinnentleerten Kommentare nicht mehr zu Ende lesen mag…“, „…mich die in Nebensätzen versteckten Lebensbeichten nicht mehr interessieren…“ usw., usw., um eine allgemein gültige Wahrheit, die hier möglicherweise enthalten ist zu finden.

Ich behaupte, die Aussage „…ich die langatmigen, sinnentleerten Kommentare nicht mehr zu Ende lesen mag…“ ist definitiv wahr, denn der Schreibende will das alles nicht mehr lesen, es geht ihm auf den Sack. Seine Sicht = Wahrheit, denn keiner könnte ja sagen: Du liest die „langatmigen, sinnentleerten Kommentare“ gern. Zudem kann der Verfasser hier mit dem ein oder anderen Leser sicherlich einen Konsens finden, denn es gibt solche (wie mich), denen auch die rein informative Bewertung von Düften lieber ist und die sagen: „Wenn ich Poesie will, kauf ich mir einen Rilke.“

Sind die Aussagen des Blog-Verfassers nun intelligent UND wahr, oder sind sie dumm, aber trotzdem wahr, oder sind sie intelligent, aber unwahr? Und wenn sie unwahr sind, kann man dem Verfasser dann Intelligenz absprechen, denn wer Unwahrheiten verbreitet, kann evtl. nicht intelligent sein, aber dennoch Recht haben? Schon Schopenhauer wusste, selbst wer die Unwahrheit sagt, kann doch Recht haben, er muss es nur argumentativ begründen können.

Inwieweit ist nur der Leser (von Blogs) seinerseits verpflichtet, Texte sorgfältig zu lesen, eventuell nochmal über das gelesene nachzudenken und nicht im ersten Anfall von vermutetem Unrecht, vermuteter Arroganz und Überheblichkeit wutentbrannt in die Tasten zu klimpern?

Was will ich eigentlich sagen? Jeder ist intelligent genug, seine Meinung zu äußern, manche sind schlau genug, sich nicht über jede Äußerung auszulassen und manche sind dumm genug zu versuchen, eines jeden persönliche Wahrheit widerlegen zu wollen.

Manchmal möchte ich sagen: Ihr könnt mich mal, das wäre mein gutes Recht. Mancher möchte mir sagen: Du kannst mich mal mit deinem Geseier, es wäre sein gutes Recht.

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Vor 6 Jahren
1 Auszeichnung

Als Fitnessstudio-Besucherin, die dort 3 Mal pro Woche Krafttraining der schweren und anstrengenden Art absolviert fällt mir immer häufiger auf, dass dort ein irrsinniges Konglomerat von Düften vorherrscht.

Dass manche Besucher nicht in der Lage zu sein scheinen, ihre Shirts regelmäßig zu waschen bzw. zu wechseln - bestenfalls natürlich beides - ist das Eine, aber die Beduftung mit für ein Fitnessstudio meiner Ansicht nach völlig ungeeigneten Düften wie Hypnotic Poison, Manifesto Elixir (hier fällt mir eine schwarzhaarige Schöne in engstem Trainingsdress ein), Armani Code oder auch Lagerfeld Classic (hier habe ich einen Herrn vor Augen, den ich für mich immer „Clark Gable für Arme“ nenne, da er ein entsprechendes Bärtlein sein eigen nennt und mit extrem brillantiertem Haar glänzt) grenzt für mich schon an Körperverletzung. Was tragen die wohl abends beim Ausgehen? Erstaunlicherweise sind das oft dieselben, die privateste Diskussionen lauthals mit dem Handy auf einem Stepper stehend führen, aber das nur nebenbei.

Wie entstehen diese olfaktorischen Extreme? Ich könnte mir vorstellen, dass die Herrschaften nur einen Duft besitzen und diesen nach einigen Wochen des Tragens an sich nicht mehr wahrnehmen. Oder aber, sie sind vom jeweiligen Duft derart überzeugt, dass sie möglichst viele an dem Geruchserlebnis teilhaben lassen möchten (ist auch verständlich, irgendwie, wer duftet schon nur für sich?). Ich selbst möchte beim Training auch gut riechen und finde darum Zitrisches, ggf. auch zart Blumiges mit geringerer Halbwertszeit passend. Letztlich meinte eine Trainingskollegin, ich röche nach Spüli… (ich trug Un matin au Jardin Zitrusblüte) – das hat mich erheitert und mir wieder mal vor Augen geführt, dass ich nicht zwangsläufig gut rieche, nur weil ich das so empfinde… J

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Ich bin ja sehr gern hier im Forum unterwegs und lese alles, dessen Überschrift mein Interesse weckt. Mit der Zeit kristallisieren sich einige User heraus, mit denen man duftgeschmacklich auf ähnlicher Welle schwimmt, aber eben auch solche, deren Meinung zu bestimmten Themen öfter Zustimmung findet als die anderer.

Besonders interessant ist dabei für mich, wie die Ursprungsthemen z. B von Threads durch eine witzige Antwort manchmal eine sehr andere Wendung nimmt und – das finde ich schade, ich sag’s gleich – direkt jemanden auf den Plan ruft, der versucht (manchmal mit erhobenem Zeigefinger) den „Ausbrecher“ gleich wieder auf den rechten Pfad zurückzuführen. Warum muss das so sein? Ich finde es schade, dass gerade in der heutigen Zeit, in der es so viele Optionen gibt seine Meinung kundzutun, sich so viele zum Sittenwächter berufen fühlen. Wenn das so weitergeht, ist jede lockere Unterhaltung, jeder Austausch, in der nicht jedes Wort, bevor es ausgesprochen oder niedergeschrieben wird, auf die Goldwaage gelegt wird, unmöglich. Das fällt mir nicht nur hier bei Parfumo auf, auch im Berufsleben oder im Gespräch mit Bekannten habe ich oft das Gefühl, alles Gesagte wird belauert, jeder schaut, ob er es eventuell auf sich beziehen kann und sich gleich fragt, ob er besser beleidigt sein sollte. Muss man denn alles bewerten, alles auf Rassismus, Sexismus, Intoleranz usw. abklopfen? Wo bleibt die Unbeschwertheit? Wenn jemand ständig durch wirklich sexistische, rassistische usw. Äußerungen auffällt, wird er ohnehin entlarvt, aber man muss sich doch nicht auch noch die Schuhe anziehen, die einem nicht passen!

Wie komme ich drauf? Aktuell „inspiriert“ hat mich die Uhrendiskussion hier im Forum und die Beiträge mit den Inhalten „Uhr am Herd“ und „Uhr in der Küche“, sowie die „biologische Uhr von Frauen“. Wer hier unbedingt Sexismus reininterpretiert haben will, der hält auch „Negerkuss“ für Rassismus (eine Diskussion, die ich ehrlich gesagt ebenfalls nicht verstehe).

Ich vertraue fest darauf, dass wir alle (das sind für mich sogar noch mehr als „die meisten) doch wissen, worauf es im Leben ankommt und ein kleines Witzchen durchaus zu schätzen wissen. Ich stelle mich da als Frau, die alle biologischen Uhren bereits ignoriert und die ihr Haar bald lang und grau tragen wird (wenn die Farbe endlich rausgewachsen ist), gern Grünzeug und Müsli aus biologischem Anbau isst (nennt mich ruhig Körnerfresser) und früher lila Latzhosen trug, die ein SOS Kind in Namibia hat, gern ernsthafte Gespräche führt oder dummes Zeug schwatzt, ein Fan des S04 ist (mit einem Bayern Fan zusammenlebend – Toleranz ist meine starke Seite J) und einen gut bezahlten Job im Finanzwesen hat, gern zur Verfügung.

Glückauf und frohes Fest, Kolleginnen und Kollegen

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