PBregovichPBregovichs Parfumkommentare

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PBregovich vor 11 Monaten 16
6
Duft
7
Haltbarkeit
6
Sillage

Aventuspolizei
Halt, stehenbleiben! Darf ich mal kurz ihre Papiere sehen? Aha, schau mal einer an. Warten sie mal kurz. *ruft in der Landescreeddirektion an* Ja, genau wie ich mir schon gedacht habe. Das hat mit Aventus nichts zu tun!
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Inzwischen bin ich seit Juni 2017 auf Parfumo unterwegs. Einer der ersten Parfumnamen, der einem über den Weg kommt ist natürlich Aventus. Der edle und umstrittene Reiter aus dem Hause Creed, der je nach Batch seine Gestalt wandelt, aber unverkennbar nach Frucht (etwa Richtung Ananas), Rauch und einer Prise Leder riecht. Wie es bei wahrscheinlich vielen hier gelaufen ist, wollte ich Anfangs nicht zu viel Geld für Düfte ausgeben. Abfüllungen wurden gekauft, an Sharings teilgenommen, in den Parfümerien Wiens Probe geschnüffelt. Begonnen habe ich mit den angeblichen Klonen des Reiters, unter anderem CNDIM, Vibrant Leather und hier nicht gelisteten Ripoffs.

Letzten Endes habe ich mir auch eine Abfüllung von Aventus bestellt. Ich habe gesehen inwiefern die Duftzwillinge das Original großteils treffend nachahmen und habe auch gesehen, wo die großen Unterschiede liegen. CDNIM ist rauchiger, der von Vebellé ist fruchtiger, alles recht ähnlich aber nie genau so wie das Original. Ich habe es aufgegeben die perfekte Kopie zu finden und werde in Zukunft nur noch zum Original greifen.

Dennoch ist die Suche nach dem perfekten Zwilling eine sehr spannende Reise. Man lernt viele Düfte kennen, manche von ihnen haben sogar einen eigenen Charakter und daher Daseinsberechtigung, wie z.B. der Explorer von Montblanc. Deswegen juckte es mir unter den Fingern, als ein netter Parfumo hier ein Sharing zu Cedrat Boise veranstaltete. Da musste ich doch mitmachen, einfach mal um zu schauen wie der riecht, da er ja wirklich oft als Alternative genannt wird.

Angekommen, aufgesprüht... was? Da muss die Aventuspolizei doch erstmal was klarstellen - Frucht, ja, Rauch, ja. Aber nicht wie Aventus. Und zwar ganz und gar nicht. Die Frucht geht wenn dann eher in die Richtung Johannisbeere, wie man sie auch bei Pierre Guillaumes Aqaysos riechen kann. Rauch ist da auch, aber nicht wie bei Aventus. Schwächer, zumindest schwächer als bei CDNIM auf jeden Fall. Und Leder ist da auch. Und zwar ganz, ganz viel davon. Der Duft riecht sehr eigen, nicht schlecht, aber sicher nicht wie Aventus. Ein fruchtiger, ledriger Duft, der sicher gut in den Alltag passt, dadurch dass er auch nicht zu überwältigend in seiner Performance ist.

Aber Aventus? Eher nicht.
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PBregovich vor 1 Jahr 5

Replica Vol. 2
Mein letzter Replica Kommentar stammt aus dem Mai 2018 und behandelte Guccis "Guilty Absolute pour Homme", einen floral-ledrigen Duft, der mir damals noch zu heftig war. Inzwischen habe ich mich an ihn gewöhnt und muss sagen, dass ich doch einige Anwendungsgebiete sehe und ihn ab und an gerne trage.

Heute war bei einer Bestellung eine Probe von "A City on Fire" dabei und ich musste sofort an meine damalige Reaktion zum Gucci Duft denken. Deshalb ein kleiner Kommentar zu einem Duft, der sehr außergewöhnlich und besonders ist.

"A City on Fire" ist ein Duft, den ich schon lange auf der Merkliste hatte. Einige YouTuber aus den US empfehlen diesen Duft und ich muss auch sagen, dass ich von der Ästhetik der Marke und der Namensgebungen sehr angetan bin. Auf der Webseite beschreibt der Hersteller den Duft als Comic, der einem Film Noir ähnelt. Rupert, der Streichholzhersteller einer Fabrik im Hafenviertel, und Frances, der Dating Kolumnen schreibt, sind beide weltabgeschiedene Menschen und werden Zeugen eines Mordes. In der Bemühung ihre Namen reinzuwaschen verbünden sie sich in einem unerwarteten Duo der Selbstjustiz.

Wie es weiter geht kann man sich wohl denken und der Duft impliziert dieses auch. Die prominenteste Duftnote ist Rauch, Rauch und abermals Rauch. Jedoch kann Rauch verschiedene Quellen haben. Rauch von verbranntem Holz riecht anders als Papier und wieder anders als Gummi. Der Rauch, den man bei A City on Fire findet ist durchaus sehr holzig. Weiter unten hat ein/e User/in auch noch Weihrauch genannt und das kann ich mir auch gut vorstellen. Nun denke ich an das brennende Büro von Frances, in dem das Mobiliar und die Zeitung vom nächsten Tage lichterloh in Flammen stehen. Aber was ist das? Riecht das etwa nach... Speck? Ich hoffe ja nur, dass Frances und Rupert darauf geachtet haben, dass der Azubi vom 5. Stock nicht wieder bis in die Abendstunden geschuftet hat...

Meine Beschreibung ist jedoch eine andere und ich habe meine eigenen Assoziationen zu dem Duft geformt, bevor ich diese Interpretation lesen durfte:

REPRODUCTION OF FAMILIAR SCENTS AND MOMENTS OF VARYING LOCATIONS AND PERIODS
Originally: Bulgarian Winter Roads
Provenance and Period: Kyustendil, 2006
Fragrance Description: Burning wood and clear snow
Style Description: ???

Als ich mit meinen Eltern in Bulgarien lebte und meine Familie in Mazedonien besuchte, sind wir immer die Strecke von Sofia nach Skopje gefahren, welche etwa 3 Stunden mit dem Auto gedauert hat. Da man als Kind jedoch eine kleinere Blase hat, mussten wir ab und zu eine kleine Pinkelpause einlegen. Am meisten habe ich es geliebt, wenn diese Pausen im Winter waren. Es war zwar eiskalt, da die Dörfer in der Gegend von Kyustendil bereits eingeschneit waren, jedoch war der Geruch einzigartig. Zuerst spürte ich immer den Geruch vom Schnee, der zwar nicht wirklich ein Geruch ist, aber die Lunge mit eiskalter Luft füllt und ein wenig brennen lässt, ähnlich wie wenn man Schnee zu lange in den Händen hält. Was sich nun hinzugesellte war der Geruch von brennendem Holz, da in den Dörfern auf dem Balkan sehr oft mit Holz geheizt wird. Dieser Geruch wird von A City on Fire meiner Meinung nach sehr authentisch rekreiert. Ein großes Meisterwerk der Kunst.

Dies führt nun aber leider auch zu der Tragbarkeit, die ich als sehr schlecht einschätze. Vielleicht wird sich wie bei Guccis Ledersessel meine Meinung nach gewisser Zeit ändern, jedoch kann ich mich keine Situation vorstellen in der ich so riechen wollte. User Caligari meinte, dass viele rauchigen Dufte oft eine weitere Komponente hinzufügen und damit das rauchige mehr oder weniger vertuschen. Vielleicht ist es das, was dieser Duft braucht. Ich kann mir gut vorstellen in naher Zukunft ab und zu an ihm schnuppern zu wollen, jedoch wird es wahrscheinlich nicht dazu kommen, dass ich ihn ausgiebig tragen werde. Ich möchte ja nicht, dass mein Umfeld denkt, dass es irgendwo brennt.
2 Antworten

PBregovich vor 1 Jahr 20
10
Duft
7
Haltbarkeit
6
Sillage
9
Flakon

Vorstellungsgespräch
Düfte von Prada (zumindest diese für Männer) finde ich sehr interessant. Viele zeichnen sich durch eine gewisse Sauberkeit aus, die man sonst nicht so häufig findet. "Amber pour Homme (Eau de Toilette)" ist wahrscheinlich der sauberste, aber auch "Luna Rossa (Eau de Toilette)" weckt durch seine Minzteenote Assoziationen der Hygiene. Was diese Düfte mit dem Prada L'Homme gemeinsam haben (abgesehen von der Sauberkeit) ist der pudrige Geruch.

Dieses Puder (hier durch die Iris) ist bei L'Homme absolut im Vordergrund. Was da so an separaten Noten noch herumschwirrt kann ich nicht wirklich sagen. Neroli erahne ich und der Drydown ist leicht holzig, aber was den Duft so besonders macht ist das Zusammenspiel aller Noten. Prada L'Homme ist ein Duft, der mich stets an weiße, nach der Wäsche getrocknete und frisch gebügelte Hemden erinnert. Es ist ein Geruch, den ich einfach nur als sauber bezeichnen würde.

Deshalb trage ich ihn auch am liebsten in die Arbeit. Er ist sauber, er eckt nicht an, seine Sillage hält sich in Grenzen und auch die Haltbarkeit wird den Arbeitstag nicht überstehen. Ist das ein Problem? Das hängt ganz vom Träger ab. Ich bin froh, dass der Duft nicht zu sehr provoziert, da er dadurch perfekt in den professionellen Alltag passt. Die Sillage wird niemanden erwürgen und garantiert, dass man keine Vorladung vom HR bekommt. Die Haltbarkeit finde ich auch in Ordnung. Immerhin will ich nach einem langen Arbeitstag ja auch am liebsten das Hemd ausziehen und mir etwas gemütliches anziehen, was mich mehr repräsentiert. Ich trage zwar auch daheim gerne Hemden, jedoch symbolisiert der Kleidungswechsel nach einem Arbeitstag für mich den Übergang vom Professionellen in die eigene, private Welt.

So gestaltet sich für mich auch der Anwendungsbereich des Duftes. Sehr gerne trage ich ihn bei Vorstellungsgesprächen. In meinem Arbeitsumfeld ist es nicht typisch Anzüge zu tragen. Nur beim Vorstellungsgespräch zieht man sich etwas formeller an. Dann trage ich auch sehr gerne Prada L'Homme auf, da er sehr gut zu einem formellen Kleidungsstil passt. Jedoch möchte ich ihn auch nicht zum Business Casual Dresscode missen, da er einem sauberen, seriösen und professionellen Auftreten den letzten Schliff gibt. Er ist distanziert, dennoch warm, aber auch ein wenig hochnäsig. Das ist auch einer der Gründe, wieso ich ihn in der Freizeit eigentlich nie trage. Auch im Beruf gibt es Tage, an denen ich lieber Düfte trage, die riskanter sind und mich als Person mehr repräsentieren.

Dies wirft dann die Frage auf: Möchte man tagtäglich die Distanz, die man von Vorstellungsgesprächen gewohnt ist, beibehalten oder möchte man sich so zeigen, wie man ist. Ich persönlich bin nicht Prada L'Homme. Manchmal bin ich faul, ich trage gerne Lederjacken, ich lebe meinen Beruf nicht 24/7. Für die Freizeit, für das Ausgehen, für die Wochenenden und oft sogar im Beruf trage ich lieber etwas anderes.

Was ich jedoch weiß, ist dass in Situationen die ein gewisses Maß an professioneller Distanz verlangen, Prada L'Homme nur einen Handgriff entfernt ist. Heute früh hat er mich bei einem Vorstellungsgespräch begleitet und mir genau die Aura verliehen, die ich von ihm erwartete. Wäre ich YouTuber würde ich jetzt behaupten, dass ich nur dank ihm den Job bekommen habe. Aber ich weiß ja selber, was ich wert bin.
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PBregovich vor 1 Jahr 5
8.5
Duft
6
Haltbarkeit
5
Sillage

Fast Fashion
Wie oft wurde dieser Duft bereits in den Himmel gepriesen? Besonders unter YouTubern schien der Duft noch vor etwa zwei Jahren ein Muss auf jeder Party- oder Herbstliste zu sein.

Auch mir ist der Duft schon etwas länger bekannt, jedoch habe ich mich noch nie so richtig getraut einen Kommentar zu verfassen. Das lag teils an den heftigen Diskussionen bezüglich der Haltbarkeit und Sillage, aber auch meiner damaligen Erkenntnis, dass Anosmie (auch Geruchsblindheit) keine Fantasie ist.

Zu dem Duft selber wurde ja schon viel gesagt. Er startet ziemlich potent und hat ein sehr würziges Opening, aus dem ich persönlich die Noten nicht distinkt herausriechen kann. Kardamom und Thymian wird da wohl schon irgendwie dabei sein, Grapefruit und Lavendel spüre ich jetzt nicht so sehr. Der Übergang in die zwei Hauptkomponenten des Duftes, nämlich dem Whisky und dem Leder, geschieht dann jedoch recht schnell. Ich würde sagen, dass sich beide die Herznote teilen und der Übegang in die Basisnote vom Leder dominiert wird.
Ein durchaus sehr schöner Geruch, der mir persönlich sehr gut gefällt. Ich kann das "Bad Boy Image", welches oft von den weiter oben genanten YouTube Influencern angesprochen wird gut nachvollziehen. Meine Assoziationen sind Lederjacken, Zigaretten, Alkohol und die Farbe schwarz.

Daher definitiv ein Duft für den abendlichen Ausgang. Die Zielgruppe würde ich eher jünger einschätzen, da der Duft trotz dieser doch eher herben Kombination aus Leder und Whisky überraschend süß ist. Als ich den Duft die ersten Male getestet habe musste ich aufgrund der schlechten Sillage und Haltbarkeit oft näher an die besprühte Fläche und habe dann auch schnell Kopfschmerzen bekommen. Ich würde in meinem jetzigen Lebensabschnitt eher zu etwas anderem greifen, wenn ich nach Düften mit alkoholischen und ledrigen Noten Ausschau halten würde.

Das führt mich auch zu meinem nächsten Punkt, einer der hier heftig diskutiert wird. Die Haltbarkeit und die Sillage. Ich finde, dass der Duft ein sehr starkes Opening hat und dadurch sehr leicht Geruchsblindheit beim Träger verursachen kann. Jedoch behaupte ich auch, dass die Sillage doch zu den etwas schwächeren gehört. Besonders, wenn man ihn mit anderen Lederdüften vergleicht, ist dieser hier eine stille Nummer. Auch die Haltbarkeit könnte bei den Ingredienzen um einiges besser sein. Die Performance insgesamt ist daher eher suboptimal, da der Verlauf größtenteils hautnah ist.

Liegt dies an einer Reformulierung? Das kann ich weder abstreiten, noch bestätigen. Ich habe den Duft erst einige Jahre nach Lancierung getestet und bin mir daher auch nicht sicher, welchen Batch ich habe. Ich habe zwei getestet: Eine Abfüllung, die ich im Souk erworben habe und eine Probe, dich ich netterweise von User MichH (an dieser Stelle noch einmal herzlichsten Dank!) erhalten habe. Beide Düfte leiden an den selben Problemen.

Ich vergleiche daher gerne CH Men Privé mit dem Konzept der Fast Fashion, die durch Marken wie H&M oder Zara sehr beliebt geworden ist. Auf den ersten Blick sieht man einen Artikel der sich perfekt in der zeitgenössische Modevorstellung situiert und aufgrund des nicht so hohen Preises zu einem Impulskauf bewegt. Erst nach längerer Auseinandersetzung mit dem Produkt stellt man fest, dass die Qualität unter dem niedrigen Preis und der modischen Oberfläche leiden muss. Es sei hier gesagt, dass manche Produkte aus diesen Modehäusern durchaus qualitativ hochwertig sein können und ich auch einige besitze, jedoch sind es keine Marken bei denen ein Blindkauf immer gleich positiv ausfallen wird. So sehe ich das auch bei Carolina Herrera. Ob es sich nun um die Probleme von CH Men Privé oder die Refomulierung von CH Men handelt, die Marke ist nicht konsistent bei der Qualität ihrer Produkte. Natürlich gibt es auch hier, wie bei H&M und Zara, Ausnahmen, wie zum Beispiel 212 Sexy Men, den ich sehr schätze. Auch der Frauenduft Good Girl ist sehr gut.

Insgesamt würde ich sagen, dass der Duft sehr angenehm ist, jedoch aufgrund der oben genannten Faktoren keine Kaufempfehlung ist. Bei Alkoholdüften würde ich eher zu Pure Malt von Thierry Mugler oder Jazz Club von Maison Margiela raten, da diese bessere Performance bieten und auch etwas weniger süß im Verlauf sind. Lederdüfte sind eine komplett andere Geschichte und haben eine unendliche Bandbreite an Optionen, durch die man sich am besten selber durchtestet. Wem die Kombination aus süß und Leder gefällt, könnte vielleicht Valentino Uomo Intense testen. Er ist zwar komplett anders, hat aber einen ähnlichen Vibe im Abgang.

Schade, wäre er stärker gewesen hätte ich ihn vielleicht anders eingestuft.
4 Antworten

PBregovich vor 1 Jahr 16
9
Duft
10
Haltbarkeit
8
Sillage

Zustimmung
Ich muss den bisherigen Kommentaren zustimmen.

Fraqmental assoziiert den Duft mit Alkohol, Zigarren, Lederjacken. Das kann ich einsehen.

DuftbarM empfindet die Performance als sehr stark. Hier stimme ich zu.

Morpheus1 findet ihn sehr laut. Das ist er auch, oh ja.

Schani sieht in dem Duft Komplimentpotential. Das sehe ich auch.

Chevalier würde ihn für den Sommer empfehlen und das kann ich so bestätigen.

Hierzu ein kleines Szenario:
Damals wart ihr noch ein bisschen jünger. Ihr seid am Sommerabend durch die Stadt gezogen. Die Düfte konnten gerne ein wenig lauter sein, man will sich bemerkt machen. Das coole Hemd gebügelt, die Sneaker waren sauber wie noch nie. Erst mal ab zum Kumpel und dort vielleicht ein kaltes Bier bevor es losgeht, weil es an dem Tag wieder so heiß war. Die Straßenbahn habt ihr verpasst, aber habt euch danach entschieden einfach zu Fuß zu gehen, weil die Sonne scheint und es eigentlich nicht so weit ist. Eine Zigarette auf dem Weg geht eigentlich auch.

Angekommen traft ihr eure anderen Freunde, Jungs wurden mit einseitiger Umarmung begrüßt, für die Mädels gabs Küsschen links und rechts. "Hey, der Duft ist echt gut, hast du den neu gekauft?" Inzwischen wusste ja jeder von deinem doch nicht so gängigen Hobby. Weiße Spritzer wurden getrunken, manche tranken Bier, etwas leichteres zum Start. Das zweite Getränk war dann bei den meisten ein Gin Tonic - perfekt für den Sommer.

Damals wart ihr noch etwas ungestümer, dein Kumpel hatte noch eine andere Zigarette dabei. Die habt ihr euch zusammen geteilt und weiter ging es zu einer anderen Bar. Hauptsache immer mit der Möglichkeit draußen zu stehen, bei dem Wetter darf man sich eigentlich nicht verkriechen.

Schon ein wenig benebelt blicktest du durch die Runde und sahst die schönen Gesichter deiner Freunde die lachten und sich einfach nur an dem Abend erfreuten. Du lächeltest, weil du wusstest, dass du dich an Abende wie diese in ein paar Jahren zurückerinnern wirst. Die Freunde blieben jedoch.

Vielleicht noch paar Drinks, vielleicht ein bisschen was zu futtern, vielleicht erhält die Geschichte einen romantischen Spin? Am nächsten Morgen warst du aber auf jeden Fall etwas fertig. Ein kaltes Glas Wasser und die Kleidung von gestern zusammensammelnd rochst du an dem Hemd, was du getragen hast. Kurz daran gerochen merkst du natürlich den Zigarettenrauch, aber dahinter auch den Duft von Azzaro. Der hält ziemlich lang und riecht immer noch sehr angenehm, dachtest du dir. Obwohl der so fruchtig begann ist die Basis jetzt doch sehr rauchig und süß. Aber echt toll und roch ziemlich gut in Kombination mit dem Zigarettenrauch.

Fazit:
Gefällt mir, ein junger Duft, der wirklich gut in die Sommerabende passt. Preis und Performance sind echt gut und man muss auch nicht zu viel auflegen, um die richtige Menge zu erreichen.
3 Antworten

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