PeetPeets Parfumkommentare

1 - 10 von 13

18.10.2011 23:20 Uhr
17 Auszeichnungen
Meine Güte. Welch Duft.
Dabei dachte ich doch By Night White wäre das Maß aller Dinge.
Was habe für Düfte in meiner Sammlung, vom genialen Ambre Fetiche, bis zum sinnlichen Alien, über das traumhafte Oud Wood...allesamt knallig, laut, sehr ausgeprägt. Fille en Aiguilles nicht zu vergessen.

Aber dieser verdammte Duft hier toppt sie alle. Und dabei ist er für mich sehr sehr schwer zu beschreiben.
Die Knopfnote ist derart geil, anders kann ich es nicht ausdrücken. Es kommt mir eine holzige Note entgegen, die einfach irgendwie weiss riecht, sauberes frisches, süßes Holz. Aber keinesfalls saftig Grün. Nach kurzer Zeit legt sich die Note, ohne jedoch zu verfliegen. Sie wird rauchiger, die Süße kommt nun ins Spiel. Die Noten die ab hier nun dominieren sind Vanille, Amber und Moschus. Ich habe das Gefühl die Vanille-Amber Kombi wird durch den Moschus modifiziert, cremig geschlagen.. das wird es sein was den Traum ausmacht.

Amber Mediterranea pokert mit der Süße und dem Rauch hoch, kriegt aber auf dem River die entscheidende Karte und gewinnt. Man könnte beim ersten schnüffeln denken dass dieser Duft zu süß wird, aber das passiert nicht.
Amber Mediterranea klingt sanft aus, hier schlägt der Hase keinen Haken.

Summa summarum ein weisser, rauchig-süßer Amber. Leicht holzig Klingt simpel, ist aber bis ins Detail ausgeklügelt und perfekt!

Und on Top ist dieser Duft auch noch sehr gut haltbar und projiziert stark.
Er ist nicht billig, aber das spielt keine Rolle. Das darf keine Rolle spielen!


15.09.2011 16:47 Uhr
8 Auszeichnungen
Dieser Duft ist der holzigste den ich kenne!
Es gibt sicher viele Düfte die gut holzig riechen, Wonderwood oder Artek Standard (habe beide) zum Beispiel, beide ebenfalls von CdG.

MSO:H unterscheidet sich indem er zu den holzigen Noten eine frisch-grüne beigibt.
Dieser Duft riecht vor allem nach hellen Hölzern. Ein Geruch wie man ihm auch in skandinavischen (natürlich nicht IKEA) Möbelgeschäften findet. Die Holznote ist richtig saftig, frisch, grün. Man kann förmlich riechen wie der Baum gefällt wurde und postwendend im Sägewerk gelandet ist.
Nimmt man nun die Späne vom Boden, füllt beide Hände damit, hält sein Gesicht rein und atmet Tief durch, hat man eine Vorstellung von diesem Duft! Toll!
Das Weihrauch enthalten ist sollte keinen verschrecken, er sticht keinesfalls hervor.
Kampher, Pinie und Zypresse dominieren hier. Ich kenne kein anderes Parfum was ähnlich riecht, nur Artek Standard geht ebenfalls diese Richtung. Selbiges ist aber eher als holzig-gelb, dieses als holzig grün einzuordnen. Ich weiss zwar nicht was georgische Hölzer sind, aber für mich riecht es wie Kiefer, Fichte und Pinie. Was Lile2007 gut erkannt hat ist das dieser Duft sehr natürlich riecht, nicht künstlich oder synthetisch. Was Turandot nicht mochte liebe ich hier! Diese eukalyptusartige Note, die über den Duftverlauf harmonisch und Hand in Hand mit den Hölzern einhergeht.

Der Duft ist, wie man es von CdG durchaus erwarten könnte, nicht so freakig abgedreht wie manch anderes Parfum, ich finde es ist durchaus tragbar. Zwar hier als Unisex angegeben, aber für mich doch klar ein Männerduft.

Für Fans des holzigen Dufts ein "Must Test", für Freunde der ungewöhnlichen Düfte eine "Nase" wert und die, die mit holzigen Düften nichts anfangen können, brauchen hiermit nicht ihre Zeit verschwenden.

80% +Wunschliste.

PS: Auch positiv finde ich das es sich hier nicht um überteuerten Nischenkram handelt, 86,- sind legitim.


12.09.2011 18:44 Uhr
12 Auszeichnungen
Ein schöner Duft, über den ich zufällig gestolpert bin.
Der Duft riecht tatsächlich wie es zur Weihnachtszeit bei den Großmüttern aus dem Ofen kommt...
Das Parfum ist sehr würzig, hier dominieren Sternanis und Zimt. Beim Aufsprühen dachte ich, als mir die Kopfnote entgegenkam, dass PG hier gerade noch so die Kurve bekommen hat, bevor der Duft zu synthetisch oder unnatürlich wäre. Ob es am Chai-Tee liegt kann ich nicht sagen, den habe ich gerade so nicht in der Nase. Doch dieser Eindruck verfliegt recht schnell, danach hält er sich bei mir erstmal sehr lange mit der gleichen Note. Und das ist der Geruch wie von frischem Lebkuchen, ganz wie in der Pyramide angegeben. Die Vanille ist durchgehend präsent, rückt aber erst nach und nach in den Vordergrund. Was zum Schluss bleibt, sind vor allem Vanille und Sandelholz, zum Glück ohne den würzigen Grundton zu verlieren. Die Haltbarkeit ist gut! Projektion ist auch nicht ohne, der Duft kann sparsam verwendet werden, aber das entscheidet jeder selbst.

Ein Vergleich mit Tobacco Vanille von Tom Ford muss an dieser Stelle sein, die Düfte sind doch, vor allem von Kopf bis Herz, recht ähnlich. TV ist etwas süßer und rauchiger, gefällt mir insgesamt besser, auch ist er etwas extremer. Un Crime Exotique ist ein gutes Stück billiger, 92€ zu 175€ sind schon ein Wort, oder? Das erleichtert dem ein oder anderen vielleicht die Entscheidung ;)

Der Duft trifft meinen Geschmack absolut, ich gebe ihm 90%! Hätte ich Tobacco Vanille nicht schon, würde ich ihn kaufen, definitiv!
Testempfehlung!! Und für Fans von würzigen Gourmands eine Kaufempfehlung.


27.07.2011 15:41 Uhr
10 Auszeichnungen
Dark Aoud. Allein der Name ist ja schon eine Ansage. Oud ist man ja bereits in allen Variationen von Montale gewohnt, wenn sich viele auch nur in Nuancen unterscheiden. Aber wenn man weiß wie Montale’s Oud riecht weiß man das ein Dark Aoud ein stimmiges Konzept werden kann, was definitiv nicht jedem gefallen wird.

Oud, Sandelholz. Viel mehr wird nicht verraten. Mehr dürfte da aber auf jeden fall mit im Spiel sein. Dark Aoud ähnelt vor allem 2 Parfums extrem:
Einmal dem hauseigenen Greyland. Diesem ähnelt es besonders in der Kopfnote. Und dem Wonderwood von Comme des Garcons.
Pontneuf hat es bereits gesagt. Die Basis riecht dem Wonderwood, welches ich besitze, verdammt ähnlich, Ich behaupte mal vorsichtig nur Leute die beide Düfte gut kennen/haben dürften das blind herausriechen können.
Dark Aoud hat diese gummiartige Teernote von Greyland gut „in Wonderwood“eingebracht.

Genau genommen ist Dark Oud ein toller Mix aus beiden . Je mehr ich darüber nachdenke desto mehr freunde ich mit damit an, denn ich mag die beiden genannten Düfte sehr gerne. Somit kann Greyland wieder von der Wunschliste, denn Dark Aoud reicht, sobald Wonderwood leer ist kommt da auch kein neues mehr.

Die vielerorts als medizinisch bezeichnete, typische Note des Ouds der Montale Düfte schlägt einem zwar auch hier direkt beim Auftragen entgegen, legt sich im Vergleich mit seinen Brüdern aber recht schnell bzw geht schnell unter den anderen, penetranten Noten unter.

Insgesamt ist diese Geschichte hier genau mein Ding! Dark Aoud hatte ich ohne groß nachzudenken als Abfüllung mitbestellt, galt mein Hauptinteresse eigentlich anderen Düften.

Die Haltbarkeit ist natürlich mal wieder spitze.
Ich vergebe 100%!!


18.07.2011 18:40 Uhr
9 Auszeichnungen
Für meine Kommentare nehme ich mir Zeit und denke viel nach was ich schreiben werde.

Hier nicht. L'Eau habe ich heute bei einem Kauf als Probe bekommen. Der Duft ist, natürlich aus meiner Sicht, sowas von langweilig...Für mich ist der Duft am Anfang leicht frisch. Bei mir macht er fast keine Entwicklung durch. Das finde ich prinzipiell nicht schlecht, ich mag eben auch keine schlechten Überraschungen. Aber wenn ein Duft schon beim Aufsprühen nicht besonders spannend ist hoffe ich doch das er nach einer halben Stunde wenigstens etwas aus dem Knick kommt. Tut er jetzt nach 2 Stunden nicht. Es riecht pudrig. Ganz leicht wie ein Chloe Duft. Schwer zu sagen, irgendwie diese Standard Note.
Moschus rieche ich raus, Ozon würde ich so nicht raus riechen aber da ich ihn bereits aus anderen Düften kenne meine ich zu Wissen was in diesem Parfum das Ozon ist.
Wer auf, wie ich hier lese, "cleane Düfte" steht könnte hier bedient werden, aber evtl gibt es das auch für schmales Geld bei Douglas oder so..
Vielleicht fehlt mir auch die Erfahrung hier ein Meisterwerk rauszureichen.
Zusammenfassend sage ich: zitrischer Auftakt (sehr leicht), danach hält sich die pudrige Note.

Der Knüller ist ja das die Entwicklung 16 Jahre gedauert haben soll? Was haben die so lange gemacht?
Nee, nee, nee. Das ist nichts für mich. Mir einfach zu....langweilig. Haltbarkeit ist für eine ansich schon schwache Ausstrahlung recht gut.
Ich vergebe 30%.

PS: Gebe gerne meine Probe ab.


02.07.2011 23:55 Uhr
8 Auszeichnungen
Annick Goutals Encens Flamboyant ist der 2.te Duft meiner „Die 3 großen Weihrauchdüfte“ Testphase.
Dazu zählen der hier getestete sowie
Heeley – Cardinal
Montale – Full Incense
Was diesen Duft von den beiden anderen unterscheidet ( die sich ähnlich sind) ist die, wie man es beim Namen erwartet, rauchige Note.
Während Cardinal so riecht wie eine leere Kirche, riecht EF wie der frisch verkokelte Weihrauch in der vollen Kirche. Was noch schön dazu kommt sind die Noten der Tanne. Das es sich um Balsam Tanne handelt hätte ich so nicht gewusst, aber Tanne ist Tanne und so wie man sich die vorstellt riecht sie hier auch, eine sehr gelungene Kombination.

EF ist der komplexeste dieser 3 Düfte. Ich könnte mich Ewigkeiten in der Parfumwolke beim Auftragen weiden! Dieser Duft ist unglaublich mystisch!
Er ist, geschuldet seiner Kälte die er verströmt, ein frischer Duft ohne frische Kopfnote..
Eben ähnlich wie bei Cardinal. Daher, wie Aspicius schon bemerkte, durchaus auch im Sommer zu tragen, bzw eine Überlegung wert Das haben diese beiden dann auch gemein, viel mehr nicht.
Was ich empfehlen kann ist EF mal mit Myrrhe Ardente zu kombinieren. Auf 2 Srpüher EF einen Sprüher MA. Tolle Kombination dieser beiden anbetungswürdigen Düfte.
Was EF nicht besser kann als die beiden anderen angesprochenen Düfte ist die Haltbarkeit, eben typisch Annick Goutal. Die Haltbarkeit ist ca. gleich dem Cardinal. Full Incense hält wesentlich besser.

Ich vergebe 90%.


02.07.2011 23:55 Uhr
9 Auszeichnungen
Full Incense riecht von Düften die ich kenne am stärksten nach Weihrauch. Und er ist vielleicht der gefälligste, angenehmste. Parallel zu den Bewertungen der beiden anderen Düfte seien diese hier noch einmal genannt.
Heeley – Cardinal
Annick Goutal – Full Incense

Wer die Reihe von Montale kennt, grade die Oud Düfte, weiß das diese allesamt sehr intensiv sind. Das ist Full Incense zwar auch, aber nicht penetrant.

Full Incense hat Ähnlichkeiten mit Cardinal, ist aber im Gegensatz zu diesem ein warmer Duft, des Weiteren macht er die wie ich finde größte Entwicklung dieser 3 Düfte durch. Auch er versprüht eine gewisse frische, diese kommt aber nicht durch die kälte sondern einer leicht zitrischen Kopfnote, die sich sogar recht lange hält. Das ist in diesem Fall gelungen, hätte aber auch nach hinten losgehen können. Die angegebene Zedernote ist recht stark präsent, aber keineswegs störend. Die Zedernote wird es sein, die diesen Duft wärmer als Cardinal erscheinen lässt.

Viel mehr Worte möchte ich hier nicht verlieren, das habe ich in den beiden anderen Berichten schon ab und an mal getan.
Mein Fazit dieser 3 Düfte:

Cardinal und Full Incense ähneln sich, Cardinal ist kälter und dezenter. Da muss man selbst wissen was man mag, aber beide Dufte braucht man nicht. Encens Flamboyant geht in eine leicht andere Richtung und ist deswegen eher keine Alternative sondern mehr eine andere Interpretation des Weihrauchthemas. Übrigens, der Tauer Duft, L'Air du Désert Marocain, der hier gut ankommt, wurde mir von vielen auch als DER Weihrauchduft angepriesen, aber das sehe ich komplett anders. Der kann unter dem Aspekt des Themas Weihrauch keinem der 3 hier genannten das Wasser reichen, das am Rande.

Mein Ranking sieht Full Incense vor Cardinal, weil ich eben auf auffällige Düfte stehe. Wer lieber weniger dick aufträgt ist mit Cardinal besser beraten.
Encense Flamboyant sticht mit der Rauchnote und der Tanne auf seine Art hervor.

Ich vergebe auch hier 90%.


02.07.2011 23:55 Uhr
8 Auszeichnungen
Für mich gibt es die 3 großen Weihrauchdüfte (beliebige Reihenfolge)
Heeley – Cardinal
Montale – Full Incense
Annick Goutal – Encense Flamboyant
Jetzt ist die Frage, was man denn will? Die beiden anderen Düfte werde ich auch noch auseinandernehmen hier, aber an dieser Stelle das meiste zu Cardinal.

Cardinal der Duft der dem typischen Kirchengeruch am nächsten kommt. Dieser Duft macht seinem Namen alle Ehre. Bei keinem anderen Duft nehme ich so wenig von den angegeben Noten wahr wie bei diesem. Lediglich das Vetiver lässt sich gegen Ende leicht erahnen.
Cardinal ansich ist ein frischer Duft, aber eine frische Note im eigentlich Sinne, z.B. in Form einer Zitrusnote oder Minznote im Kopf fehlt ihm völlig. Des Weiteren hat Cardinal eine Eigenschaft die ich, im Gegensatz zu vielen anderen so liebe: Er macht keine großartige Entwicklung durch. Ich liebe das einfach, wenn ein Duft mehr oder weniger straight gleich bleibt.
Cardinal ähnelt von den 2 von mir hier angesprochenen Düften mehr dem Full Incense als Encens Flamboyant. Grade die Kopfnote ist recht ähnlich. Aber während Full Incense einen warmen Charakter hat, ist dieser bei Cardinal sehr kalt. Wie eine Kirche im Winter eben. Cardinal ist zudem staubtrocken.
Ich empfehle jedem der sich mit dem Thema Weihrauch beschäftigt unbedingt diese 3 angesprochenen Düfte hier zu testen, am Besten parallel. Sie sind nämlich doch allesamt leicht unterschiedlich. Encens Flamboyant hat genauso einen kalten Charakter, aber riecht doch ein wenig anders, hier kommt noch eine rauchige Note hinzu.

Ich habe diese 3 Düfte nun bis zum Erbrechen getestet und kann sie absolut blind innerhalb einer Sekunde auseinanderhalten, was bei Cardinal und Full Incense nicht jedem so leicht fallen dürfte. Ob ich mir Cardinal kaufen werde (die anderen beiden habe ich bereits) weiss ich nicht. Ein großartiger Duft, aber ansich nicht unbedingt Notwendig.
Die Haltbarkeit ist OK, mehr nicht, könnte besser sein.

Ich vergebe 90%.


27.06.2011 20:47 Uhr
6 Auszeichnungen
Meine Vorredner haben vieles bereits gesagt. Und es ist, wie es ist.
Jacomo de Jacomo ist der Macho-Duft schlechthin

Wer ist dieser Jacomo, und warum ist er so ein harter Typ? Jacomo ist ein Südländer. Er hat schwarze, lange Haare nach hinten gegelt, trägt die oberen 3 Knöpfe seines schwarzen Hemdes offen, eine schwere Goldkette mit Kreuz lockt den Blick auf seine Brust. Jacomo trägt den Pelz nach außen. Er ist natürlich gebräunt und macht einen kräftigen Eindruck. Jacomo ist kein Bürokaufmann, Jacomo fährt keinen Golf Plus und Jacomo wohnt nicht in einer Doppelhaushälfte.
Jacomo ist Geschäftsmann, er macht sein Geld vielleicht mit Solarien oder Muckibuden. Mehr weiss man nicht. Er fährt einen CL AMG, tief, breit und laut. Die Fenster sind immer unten, aber die Scheiben schwarz getönt. Er wohnt mitten in der Innenstadt in einer großzügigen Penthousewohnung, auf dem Balkon sieht man oft leicht bekleidete Frauen mit Champagner in der Hand.
Jacomo kann nur lachen wenn sich Alice Schwarzer im Fernsehen über männlichen Chauvinismus auslässt. Und die aktuelle Frauen-WM darf mit ihm nicht im selben Satz erwähnt werden. Er ist ein Alphatier erster Güte.
Soweit zum Sinnbild des Trägers von Jacomo de Jacomo. Kommen wir mal zum Duft. Der ist extrem würzig. Die Rose ist grad mal nach dem Aufsprühen wahrzunehmen. Patchouli ist hier das Thema, begleitet von Kümmel und Kardamom. Lavendel nehme ich gegen Ende ganz leicht wahr, klar ist der in anderen Parfums besser, schöner oder wie auch immer, aber auf Lavendel liegt her nicht der Fokus. Viel besser kann ich diesen Duft nicht auseinandernehmen. Die Haltbarkeit ist definitiv gut, der Geruch durchläuft keine großen Wendungen, ich persönlich bin davon sowieso kein Fan.
Würzig, dunkel, männlich, so ist er.
Jacomo ist eben ein Duft für den echten (Giacomo) Casanova.

Ich vergebe 80%.


21.06.2011 20:30 Uhr
13 Auszeichnungen
Greyland ist ein toller Duft!
Und im groben gebe ich Imel Recht, was seine Assoziation anbelangt. Aber an diesem Punkt weiche ich ab:
Wüste? Ja! Trocken, kein Wasser in Sicht. Doch der wilde Westen, Steppen und Prärie sind nicht der Schauplatz von Greyland.
„Greyland“ spielt in der Wüste Iraks, an der Grenze zu Saudi Arabien!
Kein Cowboy auf dem Pferd, sondern eine kleiner Karawanenzug mit Kamelen, die aus den Sehschlitzen ihrer Kopfbedeckung blinzeln, weil sie sich vor dem umherfliegenden Sand schützen wollen.
Es ist schon fast Sonnenuntergang, aber die Luft ist weiterhin zum Schneiden. Die Sonne geht rotglühend unter, die Luft flimmert. Sand liegt in der Luft, es riecht überall nach Öl, am Horizont sieht man hier und da eine Quelle die angesteckt wurde.
Greyland ist ein düsterer Duft. Er riecht rauchig, aber nicht nach verbrannten Hölzern, sondern eher nach synthetischen Stoffen die langsam vor sich hin glühen. Was sich gut raus riechen lässt ist das Sandelholz, die Rose zeigt sich mir leider nicht. Aber ich weiß auch nicht ob ich sie hier gewollt hätte. Eine richtig florale Note wäre hier gar nicht so angebracht, oder schon mal ein Blumenbeet in der Wüste gesehen? Des Weiteren ist Guajakholz sehr präsent, aber diesen Stoff habe ich lieben gelernt und kriege kaum genug davon!
Erdig. Synthetisch. Ledrig. Leicht holzig. Das ist Greyland.
Der Duft ist aber wiederrum nicht so extrem oder penetrant, als das er schon fast nicht mehr zu tragen wäre. Er ist durchaus edel, vielleicht nicht so wie ein „Black Tie“ oder ein „Explorer“, aber diesen Duft kann man durchaus beim Ausgehen oder zum Dinner tragen. Gar kein Problem. Freilich wird Greyland nicht jedermanns Sache sein. Und das gut so ;)
Ich vergebe 90%.


1 - 10 von 13