Layering - Experimente – Teil 1
Parfums de Marly Layton Exclusif × Nasomatto Duro
Eine unerwartet harmonische Layering-Kombination
Die Idee hinter dieser Kombination war simpel:
Layton Exclusif etwas von seiner Süße nehmen und ihm mehr Reife sowie Tiefgang verleihen.
Dafür habe ich bewusst etwa die doppelte Menge Duro im Vergleich zum Layton verwendet. Das Ergebnis hat mich überrascht – nicht, weil einer der beiden Düfte dominiert, sondern weil sie sich auf eine fast organische Weise ergänzen.
Die Entwicklung auf der Haut
Zu Beginn ist die Süße, wie man sie vom Layton Exclusif kennt, klar präsenter als die floralen sowie zitrisch-fruchtigen Akkorde, die erst im weiteren Verlauf deutlicher hervortreten. Diese anfängliche Süße wirkt warm, weich und leicht dominanter, ohne jedoch das Gesamtbild zu überladen. Die holzigen Noten, die man von beiden Düften kennt, sind von Anfang an wahrnehmbar und bilden eine stabile Grundlage, werden jedoch in den ersten Minuten etwas von der Süße überlagert. Die floralen und zitrisch-fruchtigen Nuancen zeigen sich zunächst zurückhaltend, gewinnen aber mit der Zeit zunehmend an Präsenz.
Nach etwa fünf bis zehn Minuten beginnt sich das Gleichgewicht spürbar zu verschieben. Die Süße tritt etwas zurück – sie bleibt durchgehend vorhanden, wirkt jedoch kontrollierter und weniger verspielt. Gleichzeitig treten die floralen und zitrisch-fruchtigen Facetten stärker hervor. Ab diesem Punkt stehen die holzigen Akkorde, die floralen Nuancen und die zitrisch-fruchtigen Elemente in einem harmonischen Zusammenspiel, ohne dass eine Komponente dominiert.
Interessanterweise lässt sich schwer sagen, ob die wahrnehmbaren holzigen Noten eher vom Layton Exclusif oder vom Duro stammen – oder ob es gerade die Verschmelzung beider Holzstrukturen ist, die diesen Eindruck erzeugt. Vielleicht kann hier jemand, der die Kombination ebenfalls ausprobiert, seine Wahrnehmung teilen.
Auch die Cremigkeit, die im Layton Exclusif allein nicht immer so deutlich hervortritt, wird in dieser Mischung subtiler, aber bewusster wahrnehmbar. Man könnte das Gesamtbild fast als einen zweigeteilten Mantel beschreiben:
Vom Duro kommt das ledrige Element – wie eine dunkle, elegante Außenhülle.
Vom Layton kommt eine leichte, cremige Weichheit – eine zweite, innere Schicht.
Eingehüllt von diesem „Doppelmantel“ entfalten sich die holzigen sowie die zitrisch-fruchtigen Akkorde beider Düfte. Das Leder wirkt dabei nicht roh oder dominant, sondern wie ein strukturierender Rahmen. Nichts wirkt isoliert oder übermächtig; vielmehr entsteht eine runde, geschlossene Komposition mit spürbarer Tiefe und Entwicklung.
Gesamtwirkung
Das Resultat ist ein Duft, der süßlich, holzig und minimal ledrig wirkt – unisex, mit einem leichten Zug ins Maskuline. Bei jedem erneuten Riechen an der Haut entdeckt man neue Facetten und eine zunehmende Komplexität.
Für mich sehe ich diese Kombination klar im Herbst, aber ebenso im Winter. Die Wärme von Layton und die dichten holzigen Noten des Duro harmonieren besonders gut mit kühleren Temperaturen.
Ist es besser als die Einzelnen?
Nein – und genau das macht es interessant.
Die Kombination ist weder besser noch schlechter als Layton Exclusif oder Duro für sich allein. Sie ist vielmehr eine Erweiterung. Eine neue Interpretation für alle, die beide Düfte bereits besitzen und Lust haben, etwas Unerwartetes auszuprobieren.
Wichtig: Diese Mischung funktioniert auf der Haut deutlich besser als auf einem Teststreifen. Ich würde daher empfehlen, sie zunächst am Handgelenk zu testen.
Mich würde interessieren
Wer hat diese Kombination ebenfalls ausprobiert oder sich davon inspirieren lassen – und welche Facetten oder Entwicklungen habt ihr auf eurer Haut wahrgenommen?

