Schakaas Parfumblog

04.12.2016
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Aus Fehlern lernen

Es ist doch erstaunlich was dem experimentierfreudigen Duftliebhaber, auf der Suche nach Individualismus und Eigenständigkeit alles widerfährt.

Auf der Jagd nach aussergewöhnlichen Düften, die nicht jeder hat, kann man auch ganz leicht auf Abwege geraten. Ständig bemüht das Besondere für sich zu entdecken, ist der Grat schmal, denn besonders bedeutet nicht unbedingt besonders gut.

Es braucht schon eine gewisse Offenheit für neues, unbekanntes und die Fähigkeit sich darauf einzulassen, um eine solche Mission zum Erfolg zu führen. Doch hier verbirgt sich auch das Risiko, dabei auf Abwege zu geraten und vor lauter Wissbegier dort zu landen, wo man eigentlich nie hin wollte.
Man sollte immer das Bauchgefühl mit einbeziehen und auf die innere Stimme hören, um herauszufinden ob die Richtung stimmt. Sonst kann es leicht passieren, dass man sich vor lauter Analyse, in etwas verstrickt dass man eigentlich, unter normalen Umständen, ganz klar ablehnen würde.

So hab ich mich dabei ertappt, Parfüm zu analysieren und abzuwägen das eigentlich mindestens so ekelhaft riecht wie eine verwesende Leiche. Erst im Nachhinein merke ich das so richtig, weil es sich in mein Duftgedächtnis regelrecht, als etwas überaus abstoßendes, eingebrannt hat. Jedes mal wenn ich an einen widerlichen Geruch denke, hab ich es sofort wieder vor Augen.

Die Rede ist von Beaufort, 3 davon getestet und alles absolut Horror.

Zuerst noch mit ordentlicher Bewertungen und ganz guten Statements versehen, musste ich die Bewertungen auf Null korrigieren, denn ein Parfüm dessen Gestank der Körper ganz von selbst in die Schublade der Alarmgerüche steckt, hat nun wirklich nicht mehr verdient.

Um diese Erfahrung reicher hoffe ich in Zukunft so etwas schneller zu merken und mich nicht mehr vom Wunsch nach Individualismus blenden zu lassen.

Denn es geht doch hier in erster Line darum "gut" zu reichen.


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