SeelanneSeelannes Parfumblog

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05.03.2017 16:52 Uhr
5 Auszeichnungen

Hinweis für alle Nasomatto-Fans oder -Interessierte:

Die Parfümerie Wigger/Dortmund hat seit Jahreswechsel das komplette Nasomatto-Programm im Porfolio. Wer sich also mal durch das Sortiment testen will und in der Nähe wohnt, kann ja mal vorbeischauen. Der nächste Laden, der die verrückte Nase im Programm hat, ist mE ja dann schon wieder erst Apropos in Köln. Einziger Wermutstropfen: Es gibt in der Regel keine Gratis- Proben (offenbar Vorgabe von Nasomatto).

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(Vorgeschichte: siehe Teil 1)   .............. also was war geschehen ? 

Nun, zunächst war alles noch im Lot gewesen. Sie hatten wie immer durchaus ein paar ansehnliche und flotte Poker-Partien aufs Parkett gelegt, sodass Stimmung als auch Alkoholkonsum sprunghaft anstiegen. Allein Super-Man hatte dann in einer recht unübersichtlichen Spielsituation überhastet den Überblick verloren und sich mit einem allzu optimistischen All-In aus dem Rennen katapultiert.

In der nachfolgenden obligatorischen Pause musste Fumo-Man dann wie immer seine letztmaligen Errungenschaften im Kampf gegen den schlechten Duft zeigen: „Wir wollen Gefangene sehen, wir wollen Gefangene sehen“ tönte es wie aus einer Kehle, als er wie immer seinen Hochsicherheitskoffer präsentieren musste mit den Düften, die er jüngst aus dem Verkehr gezogen hatte: „The Game“, „Spicebomb“ und wie sie alle hießen. „Kafka, ist das nicht ein Schriftsteller ?“ fragte BatMan noch als Super-Man schon – er will halt immer im Mittelpunkt stehen – sich dazwischen drängte und sein, wie er es nannte, neuestes „holländisches Rauchwerk“ unbedingt feilbieten musste.

Exakt zu diesem Zeitpunkt läutete denn auch die Stunde des Untergangs: Bereits 15 Minuten später nämlich wars geschehen und der Abend geriet unheilvoll in Sturz:

Spider-Man war der erste gewesen, der dem „holländischen Rauchwerk“  nicht länger hatte Paroli bieten können: Mit den Worten „Ich hol noch ein paar Schnittchen“, war er zur Küche gestolpert, auf dem Weg dorthin aber auf relativ unerklärliche Weise mit der doch eigentlich recht weit entfernten Sofakante kollidiert, woraufhin er sich irgendwie attackiert gefühlt und fortan wahllos seine Spinnweben im gesamten Zimmer herumgeschossen hatte, wobei er große Teile des Interieurs von Tischen und Regalen abgeräumt hatte.

Sie selbst hatten zwar sofort alle volle Deckung genommen, aber Bat-Man war  da schon  - „Ich brauch jetzt mal was härteres“ – zu den Klängen von AC/DC headbangend in den Duckwalk verfallen, als ihn die herumirrenden Spinnweben einholten, er sich verhedderte und stürzte, natürlich nicht, ohne hierbei ebenfalls noch diverses weiteres Mobiliar schallend-lachend mit in den Abgrund zu ziehen.

Die Nacht steuerte dann unweigerlich auf ihr furioses Finale hin, als nämlich ein paar Minuten später ein spitzer Aufschrei von Super-Man davon kündete, dass er bei Durchwühlen der CD-Sammlung auf den Soundtrack seines Lebens gestoßen war: Von der Idee, die Hebefigur von Dirty-Dancing nachzustellen, waren fortan Super-Man und Bat-Man nicht mehr abzubringen gewesen.

Schon als Super-Man sich in den Flur begab, musste Fumo-Man konstatieren, dass er sich partout nicht an einen 7- Meter-Anlauf im Film erinnern konnte: Er musste Super-Man allerdings zugestehen, dass dieser dann doch relativ leichtfüßig vom Boden abhob und sich in der Luft  durchaus beste Haltungsnoten verdiente: Der Köper kerzengrade durchgestreckt, die Arme weit ausgebreitet und den Kopf in den Nacken mit Blick zur Decke: da gabs wirklich nichts zu meckern.

Aber der Absprung war einfach eine Terz zu heftig, sodass BatMan auch nicht mehr Swayze-like zu assistieren vermochte: keine Chance, SuperMan in irgendeiner Weise zu stützen, konnte er nur noch einen verzweifelten Hüpfer unternehmen, um SuperMan zu fassen, was dann aber zur Folge hatte, dass dieser quasi abgeschossen wie eine Tontaube aus seiner ballistischen Flugkurve getragen wurde, worauf beide mit einem lauten Aufschrei in der Vitrine landeten.

Aber egal, zum Henker damit:

HHHHHIIIIIILLLLFFFFFEEEEEEE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Erneut drang der verzweifelte Hilferuf von Amanda Semper durch die Nacht: Fumo-Man durfte jetzt keine Zeit mehr mit dem Gejammer über seine Wohnungseinrichtung verlieren, sondern sofort zur Tat schreiten:

Er kramte den Schlüssel für das Bat-Mobil aus Bat-Man‘s Tasche und 1 Minute später war er auf der Straße. Das Sonnenlicht blendete und seine Augen schmerzten.

Und ? Weit und breit kein Bat-Mobil ! Wieso musste dieser fledermausige Angeber auch immer am Arsch der Welt parken ? Fumo-Man hielt nach dem Behindertenparkplatz Ausschau. Was hatten Sie nicht alles versucht, um Bat-Man von der Beantragung des Ausweises abzuhalten, aber sie konnten ihm keinerlei Gespür für diese paradoxe Peinlichkeit abtrotzen, im Gegenteil: er war tatsächlich der Meinung, dieser „Bat-Ausweis“ würde seine Tarnung vervollkommnen. Fumo-Man hatte nun aber die Faxen dicke, betätigte einfach die Bat-Fernbedienung und vollkommen ungetarnt gab das Bat-Mobil ein paar Meter weiter auch sein nicht zu überhörendes dreihorniges Hupgeräusch von sich.

Er startete und machte auch den Bat-Help-Tracker an, wobei Fumo-Man das natürlich eigentlich nicht nötig hatte, da er auch so den Weg zur Gefahrenquelle riechen konnte, halsbrecherisch nahm er jede Kurve (*aus dem Off dazu heroische Fanfarenklänge und Reifenquietschen*)

2 Minuten später stand er auch schon vor Amandas Tür, welche er mannhaft einschlug:

BANNGGG!!!“  (*bitte nochmal heroische Fanfarenklänge*).

FUMO-MAN !!!!!!“ Amanda traute ihren Augen nicht, mit einem großen Schluchzen warf sie sich Fumo-Man um den Hals, wobei sie die letzten Schritte bereits nur noch taumelte.

Fumo-Man hielt prüfend seine Nase in die Höhe und wusste augenblicklich, dass es um Leben und Tod ging: er trat auf den Tisch zu, wo der Goldbarren-Flakon lag.

„Das war doch, das ist doch“ …  „Rrrööchtigggg“ ……....

Moment, das war nicht seine eigene Stimme, noch nicht einmal seine innere, das war, das war eine Falle, das war  ….JOKER !!!!!!!!!  

HAHAHA !!!!“ Fumo-Man hörte nur noch das diabolische Lachen und sah den verzerrten großen roten Clowns-Mund vor sich ……

 ## SKRIETSCH !!! KLOING !!!!!   ## Buschhh ##

und im gleichen Moment  wurde er und Amanda unter einem großen Netz gefangen, welches von der Decke fiel. ………………………………

(Fortsetzung folgt)

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Tiefe Nacht senkte sich über Gotham City. Ein kalter Wind zog durch die Straßen, als Amanda Semper vom Kostümball zurückkehrte und von der U-Bahn-Haltestelle nach Hause stöckelte.

Ihr Nonnenkostüm erwies sich in Verbindung mit ihren brandneuen High-Heels als äußerst sperrig, zumal sie auch eindeutig 1-2 Drinks zuviel gehabt hatte. Dergestalt dahinwankend sah sie in ihrem Schwarz-Weiß-Outfit aus wie ein angeschossener Pinguin auf Ectasy. Egal, jetzt war sie zu Hause angekommen, wo sie sich schnellstens ihrer heiligen Uniform entledigte.

Was war das für eine schöne Party gewesen und was hatte sie nicht alles für neue nette Leute kennengelernt: Insbesondere dieser galante Mann im Clownskostüm hatte es ihr ja schon etwas angetan. Wenn sie nicht schon in festen Händen wäre, wer weiß – wer weiß: Amanda kicherte in sich hinein. Aber woher  der Clown wohl gewusst hatte, dass sie liiert ist und Jim nächste Woche Geburtstag hat ? Seltsam. Jedenfalls hatte er ihr dieses Geschenk für ihn mitgegeben, ein „Wunderduft“ hatte der Clown gesagt und auf ihre Frage, er sei wohl Hellseher, geantwortet „rrrööööchtig“. Ach, dieser verrückte Clown war die ganze Zeit über so supi-lustig gewesen, er hatte sie sooft zum Lachen gebracht.

Aber was das wohl für ein Parfum sein mochte, was er ihr für Jim mitgegeben hatte ? Ihre Neugierde siegte schließlich über den Gedanken, das Geschenk nochmals neu einpacken zu müssen und Amanda riss das Geschenkpapier auf.

„Ooohhh, wie schön: Ein Flakon in der Form eines Goldbarrens, da ist ja mal eine schöne Idee“ Amanda war begeistert. Da fühlt man sich ja gleich etwas wertvoller. Steht ja auch 1 Million drauf. Wie originell.

Wie der Duft wohl riechen mochte ? Naja, es war zwar ein Geschenk, aber einmal Sprühen konnte ja wohl nicht schlimm sein, überlegte Amanda, und gab sich zugleich die moralische Absolution für den nachfolgenden Sprühstoß: Schließlich musste sie auch vorher wissen,welchen Duft sie Jim schenken würde.

Neugierig betätigte Amanda den Sprühmechanismus:

„Iiiiiihhh“: Amandas Pupillen erweiterten sich auf das 10fache, während sich in ihren Augen bunte Spiralen zu drehen anfingen:

Sofort schoss ihr eine klebrige süße Wolke in die Nase, als wenn sämtliche Honig-Lagerbestände der Welt unterstützt von dem Zuckergehalt von 100.000 Cola-Flaschen und allen Harz-Noten des Universums in diesen Flakon hineingepresst worden waren. Nur Sekunden später glaubte Amanda noch irgendwas blumiges und etwas würziges erahnen zu können, da war es aber schon zu spät:

Vollkommen benommen begann Amanda nach Luft zu ringen, Kaltschweiß machte sich auf ihrer Alabasterhaut breit, ihre Augen begannen zu tränen und während ihre Knie bereits anfingen, nachzugeben, brachte sie es mit ihren letzten Kräften fertig, die verbliebende Luft aus ihren Lungen zu pressen:

HHHIIIIILLFFFEEEE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

HHIIIIIILLLFFEEE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ………………………………

…….. 10 km entfernt schlug Fumo-Man die Augen auf.  Schon Sekunden, nach dem die lieblich-grenzdebile Amanda  S. ihr zweifelhaftes Geschenk ausgepackt hatte, hatte das unbestechliche Unterbewusstsein von Fumo-Man die Gefahr bereits realisiert: Ihm war klar. Hier war sofortiges Handeln erforderlich.

Er sah sich um: Seine Augen schmerzten und in seinem Kopf schienen 100 kleine Däumlinge diffizile Straßenarbeiten mit Presslufhammern zu verrichten. Wo war er ?  Mit übermenschlichen Kräften begann Fumo-Mans Gedächtnis zu rotieren…

Richtig:  der Pokerabend mit den Jungs, diesmal bei ihm selbst: er musste folglich zu Hause sein. Aber wenn er zu Hause war, weshalb sah sein zu Hause so gar nicht nach seinem zu Hause aus ?  Die Wohnung erweckte vielmehr den Eindruck, als wenn sich die 4 apokalyptischen Reiter höchstpersönlich zu ihrem 5000jährigen Klassentreffen ein Stelldichein gegeben hätten:

SpiderMan saß zusammengesunken am Tisch kopfüber mit seinem Gesicht in einer Melange aus Spielkarten, Jetons, Erdnüssen und Kronkorken, während BatMan und SuperMan auf dem Boden schlafend mehr oder weniger grazile Körperhaltungen angenommen hatten, bevor sie offensichtlich besinnungslos dort zusammengesunken waren. Die Wohnunseinrichtung selbst hatte sich im übrigen offenkundig in ihre Bestandteile aufgelöst: nicht nur stand so gut wie kein Gegenstand mehr auf seinem angestammten Platz, die Einrichtung war sogar als solche großteils nicht mehr zu identifizieren. Und überall diese Spinnweben:

Was war geschehen ?  ………

(Fortsetzung folgt .....)

 


12 Antworten
05.01.2013 23:04 Uhr
3 Auszeichnungen

Seien wir ehrlich, wir alle kennen es: Die Suche nach DEM Parfum, die ewige Suche nach dem heiligen olfaktorischen Gral, dem einen Elexier, welches höchster Ausdruck der Persönlichkeit, höchste Reputation im sozialen Kreise oder schlicht größtmögliche Glückseligkeit garantiert und darstellt.

Wir alle sind mehr oder weniger blinde Wanderer in den Duftwelten, suchtvoll angetrieben von einem geheimnisvollen Mechanismus tief in den verborgenen Schichten unseres Unterbewußtseins auch wenn wir angeblich nur bloße Sammler schöner Düfte sind.

Dieser Mechanismus ist bekannt, aber wie heißt er und woher kommt er ? Und ist es insbesondere bloße lebenbejahende Sammlerleidenschaft oder schon krankhafte Zwangsstörung ?

Im Jahre 1996 veröffentliche Walter Becker im „GuitarPlayer“ einst einen folgenreichen Artikel, der sich mit dem von ihm geprägten G.A.S. (= Gear Acquisation Syndrom) befasste. Dieses Syndrom bezeichnet das besonders unter Musikern häufig verbreitete Leiden, das den Erkrankten immer wieder zum Erwerb neuer Instrumente und anderer technischer Hilfsmittel antreibt im irrigen Glauben, dadurch musikalische oder persönliche Fortschritte machen zu können.

 Schnell war klar, dass Becker hiermit ein allumfassendes Syndrom beim Namen genannt hat, was nicht eben nur auf Gitarristen und Musiker im allgemeinen, sondern auf jegliche Art der Hobby-Leidenschaft Anwendung finden kann, sodass es selbst von Psychologen mittlerweile als mögliche Form der Zwangsstörungen anerkannt ist, auch die Möglichkeit einer Viruserkranung wurde ernsthaft erwogen.

Sodenn solltet ihr folgenden Test absolvieren, um das Ausmaß und die Richtung eurer Parfum-Abhängikeit einmal defintiv und endgüktig zu klären.

Also Teste Dich selbst !!!!!!!!!!!

1. Hast Du im www. Seiten mit Parfum-Bezug als deine Favoriten gespeichert ?

a) ja

b) nein

c) habe extra einen Browser und Handy-Apps nur für solche Sachen

2. Hast Du schon einmal das Reiseziel für einen Urlaub danach ausgewählt, wieviele Parfumerieren es in dieser Stadt gibt ?

a) ja

b) nein

c) den Urlaubsort nicht, aber den Wohnort

3. Hast Du schon einmal gegenüber Familienmitgliedern, Freunden, Ehefrauen oder Ehemännern (oder gegenüber Klinikpersonal) wahrheitswidrig den Kauf eines neuen Parfums verneint ?

a) ja

b) nein

c) Klinikpersonal: logisch, aber Freunde ? Was ist das ?

4. Hast Du schon einmal einen Einkauf von etwas wirklich Wichtigem (Nahrungsmittel etc.) abgekürzt oder verschoben, weil du noch bis Ladenschluss in die Parfumerie wolltest ?

a) ja

b) nein

c) ich muss abnehmen

5. Du gewinnst eine Teilnahme an einer 2-tägigen Parfum-Messe. Besteht die Möglichkeit, dass Du in 10 Jahren diese 2 Tage angibst, wenn nach Deinem schönsten Urlaubserlebnis aller Zeiten gefragt wird ?

a) ja

b) nein

c) Habe auf allen Parfum-Messen weltweites Hausverbot

6. Hast Du Deine Wohnung schon einmal umgestaltet, weil Platz für Flakons oder Duftproben geschaffen werden mußte ?

a) ja

b) nein

c) auf genügend Platz achte ich schon bei Wohnungswahl / Hausbau

7. Gehst Du gerne bei Aldi etc. einkaufen, um Geld zu sparen, empfindest aber ein Parfum für unter 150,00 € als echtes Schnäppchen ?

a) ja

b) nein

c) Habe selbst für Aldi-Einkäufe kein Geld mehr

8. Kannst Du alle jemals besessenen Parfums aus dem Gedächtnis auflisten ?

a) ja

b) nein

c) klaro, aber ich muss morgen arbeiten

9. Ist ein Geschenk für Deinen Freund / Freundin / Ehemann / Ehefrau oder eine wichtige Anschaffung (bsp. Kfz-Inspektion) jemals kleiner oder ganz ausgefallen, weil Du noch ein Parfum für dich selbst unbedingt haben wolltest ?

a) ja

b) nein

c) das ganze Leben ist nur eine Sache von Prioritäten

10. Wenn Du eine größere finanzielle Transaktion planst (Kredit etc.) und Kassensturz machst, tauchen bei Dir unter der Rubrik „laufende monatliche Kosten“ Ausgaben für Parfum als feste Größe auf ?

a) ja

b) nein

c) plädiere schon seit Jahren dafür, dass man sowas von der Steuer absetzen kann.

11. Wenn Du nach 3 Dingen gefragt wirst, die du auf eine einsame Insel mitnehmen könnest, fällt Dir die Antwort deshalb so schwer, weil Du Dich nicht entscheiden kannst, welche 3 Parfums ?

a) ja

b) nein

c) …………. nur eine Insel ?

12. Hast du den Roman „Das Parfum“ von P. Süsskind  schon mehrfach gelesen ?

a) ja

b) nein

c) Roman ? Schon mal was von Reinkarnation gehört ? Mein Name ist Jean-Baptiste Grenouille.

 

Testergebnis:

Du hast ausschließlich nur mit b) geantwortet:

Alles im Lot bei Dir, Du bist weder infiziert noch abhängig. Vorsicht ist aber trotzdem geboten: Allein die Tatsache, dass Du diesen Test überhaupt absolviert hast, beweist, dass Du bereits gefährdet bist. Vorschlag: Hänge den Test an den Kühlschank oder übers WC als mahnende Erinnerung.

Du hast 0-5 Fragen mit a) beantwortet:

Du bist infiziert und befindest Dich im Frühstadium der Erkrankung. Du kannst auch den Virus bereits an andere weitergeben. Noch aber ist Hoffnung in Sicht: Suche Dir ein Hobby, möglichst mit viel frischer Luft, und achte verstärkt darauf, mit Menschen zu tun zu haben, die viel schwitzen. Denke aber bitte daran, dass du bereits Träger des Virus bist, richte daher bei Umgang mit Menschen dein Verhalten darauf ein (Gespräche über Düfte vermeiden, zur Not einfach den Raum verlassen).

Du hast 6-12 Fragen mit a) beantwortet:

Sehr wahrscheinlich hast Du den Test bereits in der Mitte abgebrochen, weil es Dir entweder langweilig war, immer nur mit „ja“ zu antworten, oder Du derweil bereits Entzugserscheinungen bekamst. Die Erkrankung befindet sich bei Dir im Vollstadium, du brauchst Hilfe. Als Therapien bieten sich an: (1) Mehrwöchige Aversionsherapie im örtlichen Zoo (lass dich ausschließlich für die Säuberung des Puma- und Silberfuchs-Käfigs  einteilen); (2) Konditionierungstherapie (Stromstöße durch Begleitperon bei Beschäftigung mit Parfums; sehr kostspielig, zudem übernehmen viele Krankenkassen diese Therapie nicht. Günstige Alternative: „Schoki statt Parfum“,  macht aber sehr dick). (3) Stationäre Entwöhnung in Entzugsklinik: Der Klassiker. Nachteil: wegen hoher Rückfallgefahr mindestens 6 Monate Klinikaufenthalt notwendig.

Du hast mindestens 2 Fragen mit c) beantwortet:

Eigentlich kommt jede Hilfe zu spät, beim Ankreuzen von c) konntest Du jeweils ein unterdrücktes diabolisch-hysterisches Lachen nicht unterdrücken. Du bist verloren und eigentlich weißt Du das auch. Das einzig Tröstliche: Du kannst keinen Menschen mehr anstecken, weil Du keinerlei soziale Kontakte mehr hast. Rettung gibt es für Dich nicht mehr. Es gilt, aus dem irreversibel chronischen Leiden das Beste zu machen: Schreib ein Parfum-Buch, mach eine Ausbildung zum Parfumeur, pinsel Deine Memoiren und verkauf die Filmrechte.

Persönliche Anmerkung:

Ich persönlich halte von derlei psychologischen Schnickschnack nicht soviel. Ich bitte doch drum, G.A.S. nicht als Sucht, sondern als das zu sehen, was es ist, eine Religion mit der Möglichkeit der absoluten Absolution und Tranquillitas:

Zunächst  nimmt sich GAS zwar als Sucht aus, aber GAS ist heilbar, genauer gesagt, überwindbar. Aber wie jeder anständige Virus läßt er sich nur bändigen, wenn man ihn in allen Krankheitsphasen ordentlich durchlaufen hat. Wenn Du also weiterhin hier im Forum umherstreichst, solltest Du wissen, was Du tust.

Und wir reden hier nicht über Kinderkankheiten. Medikamete wie Shalimar Retard, Opium plus C, Chloezepam Day oder Joop!modium Night helfen hier nicht weiter. Einmal angefixt, gibts kein zurück. Drum prüfe ein jeder sich und seine Brieftasche.

Aber GAS bietet ja doch so viel mehr, was rede ich, GAS ist die Hoffnung auf endgültige Katharsis, dann, wenn der Traum leibhaftig geworden ist und das ultimative Traumparfum  in dem vor Sonnenlicht und hoher Temperatur geschützten Nebenraum vor sich hin duftet,  dann bist Du Siddhattha Gotama geworden, der Erleuchtete. Und wenn Du begabt und gesegnet bist, ist es nur noch ein kleiner Schritt zum wirklichen Buddha, zum Buddha der gedufteten Wahrheit. Dieser Stand und Epiphanie ist jedoch identisch mit der Erleuchtung des Gedankens und setzt ihn notwendiger Weise voraus, dass man keinen Duft mehr reichen muss, kein Parfum mehr kaufen, keinen Testbericht mehr lesen muss, nein,  gar nichts mehr (und von daher auch kein Parfum mehr braucht). Das Erreichen des Seins durch Aufhebung des Seins. Und umgekehrt. Dann bist Du im Duft Nirwana angekommen.

Also, gehet hin, schenkt, tauscht und kaufet, auf das ihr das ewige Licht erblicken werdet. ooohhhhhmmmmm ...........

24 Antworten
25.09.2012 16:37 Uhr
1 Auszeichnung

Anläßlich meines Parfums-Kommentars bzgl. Black Afgano von Nasomatto und seiner Anleihen bei Goethe und den Rolling Stones erlaube ich mir darauf hinweisen, dass im November am Dortmunder Schauspielhaus nochmals an 4 Terminen das Stück "Meister und Margaritha"  nach dem gleichnamigen Roman von Michail Bulgakow aufgeführt wird. Der Roman war und ist in Russland neben Krieg-und-Frieden quasi das Nationalepos und lehnt sich an Goethes Faust an. "Sympathy for the devil", der Song  von den Stones, enstand textlich durch diesen Roman, da Jagger den Roman grade zuvor gelesen hatte.

Bei der Aufführung handelt es sich um das Beste, was es derzeit auf deutschen Bühnen zu feiern gibt, es wurde folgerichtig auch zur Aufführung des Jahres gekührt. Die Inszenierung (inkl. Live-Rock-Musik der Band Botanica) ist derart unfassbar gut, dass sie jedem, der sich für Theater interessiert und sie verpasst haben sollte, dringenst ans Herz gelegt sei.

Die Termine: 08.11. / 09.11. / 10.11. / 11.11

Geht hin, mehr Theater geht nicht.

 

 

 

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