SeeroseSeeroses Parfumkommentare

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24.02.2018 00:06 Uhr
Dieser Titel eines schottischen sehr alten Volksliedes, das von Robert Burns in seine bekannte Fassung gesetzt wurde, fiel mir spontan ein, als ich meine Notizen und das Resümee zum Test von "Mabon" las und überdachte, um darüber einen Kommentar zu schreiben.
"Mabon" ist das altirische vorchristliche Fest zur Tag- und Nachgleiche, also dem Äquinoktium im Herbst so um den 24. September.
Denn Naturdüfte von "Wonderchest Perfums", NY, aus der Serie "Wheel for the Year" sollen jeweils eines der altirischen Feste widerspiegeln. Frau Brodskayas Düfte sind aus natürlichen Ölen und Essenzen hergestellt. Ist Alkohol in den Düften, so ist nur rein aus Getreiden destillierter verwendet worden. Die Parfüms muten einerseits traditionell an und doch sind sie angenehm, natürlich und meines Erachtens dennoch apart und schön mit interessanten Verläufen. Vor allem sind sie für Naturdüfte sehr haltbar, sechs bis zwölf Stunden sind bei mir gegeben. Es ist unbedingt erforderlich, dass man Geduld hat und auch bei weniger differenzierten Düften den Verlauf abwartet.
Ich roch zunächst einen mir irgendwie sehr vertrauten säuerliche-bitteren Fruchtgeruch, ich konnte ihn aber nicht zuordnen. Ich roch zudem vertrauten Eichengeruch. Den Geruch, den man im sehr späten Herbst von braunen abgestorbene Eichenblättern noch bis zum Frühjahr teilweise an den Eichen sehen kann, die dann im Sommer den Boden unter den Eichenbüschen und -bäumen bedecken. Und denen sich im Sommer noch beispielsweise Pilze wie Pfifferlinge auf Moospolstern darunter verdecken. Wo es so riecht, kann man im Sommer vielleicht Pilze finden. Die herbe Gerbsäure in allen Teilen der Eiche konserviert auch die welken Blätter noch lange.
Ich roch einen vertrauten und scharfen Pyrethrumgeruch (ein natürliches Insektizid), der sich beim Anschauen der Pyramide als Tagetes herausstellte.
"Mabon" roch zunächst herbfruchtig-bitter, holzig, trocken, moosig nach einem bitteren Kraut und somit für mich herbstlich. Nach einer halben Stunde roch ich sogar Honig und dezenten Blütenduft.
Die Sillage fand ich ziemlich stark und zunächst interessant.
Dann, nach Stunden entwickelten sich mir aus anderen Parfüm vertraute Duftnoten, ungefähr etwas wie Eichenmoos, herbe Blüten, Zitrisches.
Der urige Geruch des Herbstes verschwand und stattdessen roch ich auf meiner Haut eine leichte Version mir altmodischer Parfüms wie Tosca (in verdünnter Version) wie die Tabac-Düfte damals, wie das mir auch sehr altvertraute "Boutique". Das ich aber so altmodisch finde, dass ich ihn nicht tragen mag.
Wie sich denken lässt, blieb dieser endgültige Oldfashionduft sehr lange auf meiner Haut, zehn Stunden, dann habe ich ihn abgewaschen.
Sobald ich die Pyramide aufrief wußte ich sofort, welche Beeren für den sauer-bitteren Fruchtgeruch in der Anfangsphase verantwortlich sind: Ebereschenbeeren, hier als Tinktur gelistet.
Ich erinnere mich, dass meine Mutter im Frühherbst Ebereschenbeeren pflückte und daraus Saft herstellte und Gelee kochte. Zuvor wässerte sie die Beeren in kaltem Wasser. Und wie ich so war als Kind, ich musste sie probieren. Obwohl meine Mutter mir das verboten hatte.
Oh, was waren die so schön orange-rot leuchtenden Beeren hart, sauer (Oxalsäure nehme ich an) und sie schmeckten total bitter. Als Kind hielt ich "bitter" für sehr giftig. Und weil meine Mutter recht wütend bei Ungehorsam werden konnte, spuckte ich die Beeren zwar aus, aber der Geschmack blieb lange im Mund. Ich ließ mit das - so meinte ich - nicht anmerken. Und nun hatte ich Angst ich würde sehr krank werden und daran sterben. Aber Furcht vor der Wut meiner Mutter habe ich lieber riskiert, daran zu sterben.
Was ich offensichtlich nicht bin. Aber wenn ich auch dachte, dass meine Mutter meine "Nascherei" nicht bemerkt hätte, so las ich neulich in einem Brief von vor vielen Jahrzehnten, dass mich beobachtet hatte, dass sie sich darüber amüsiert hatte wie ich mich danach verhielt. Ich übertrat ihre Verbote oft und mit Trotz; Die Strafe hatte ich für sie diesfalls erhalten.
Wie lange ist das her!
Später habe ich selber versucht, aus Ebereschen ein herb-bitteres Gelee zu kochen. Ebereschen enthalten zudem sehr viel Pektin und gelieren leicht. Aber meine Familie und ich fanden sie, trotz vorschriftsmäßiger Zubereitung mit langem Wässern, dem Aufkochen um danach das Kochwasser abzugießen, um sie dann erst zu Saft und dann zu Gelee zu verarbeiten für ungenießbar. Viel zu bitter und sauer war das Ergebnis, jedoch der Geruch war jener, den ich zuerst auch in "Mabon" erkannt aber nicht hatte benennen können.
So wie "Mabon" zuerst duftete gefiel er mir sehr, auch das Saure und Bittere mit dem Ebereschenbeerengeruch, der herbstliche Duft von Moos, Erde und Eichenblättern fügte sich harmonisch ein. In der Basis Hölzer, vielleicht auch den Geruch von Tagetes. Besser wäre Herbstastern- oder Chrysanthemenduft gewesen, die zudem auch blumig duften, deren Pyrethrumgeruch nicht ganz so harsch ist wie von der strengen Tagetes. Mir zumindest hätte es die so lange zurückliegende Erinnerung eine Weile erhalten. Etwas Apfelschalenduft zusammen mit Honig und Blüten. Auch den Geruch von frischer reifer, noch grün riechender Haselnuß hätte ich mir ergänzend vorstellen können. Und damit wäre es auch gut gewesen.
Aber mit den üblichen Parfümingredienzen wie Patchouli, Petitgrain, Geranium verschwanden die vertrauten herbstlichen Düfte. Die Sillage verstärkte sich noch. Zudem wechselte der Eichenblättergeruch zum Eichenmoos und nun war "Mabon" geradezu wie einer jener für mich altmodischen Wummser geworden, wie ich sie gar nicht schätze. Beeindruckend finde ich allerdings, dass man auf diese Weise mit natürlichen Ingredienzen ebenfalls so einen Duft herstellen kann.





23.02.2018 14:55 Uhr
"Yule" ist der altnordisch-irische Name für die Wintersonnenwende um den 21. bis 23. Dezember nach heutiger Kalenderrechnung. Es ist ein Lichterfest, das nicht nur von den Christen in dieser Zeit als Geburtstag Christi gefeiert wird, auch das Chanukka-Fest, das Lichterfest der Hebräer wird um diese Zeit, meist etwas früher, gefeiert. Die längste Nacht des Jahres geht vorbei, mit jedem Tag wird es wieder heller.
Um sich die dunkelte Jahreszeit in den nördlicheren Breiten der Erde zu verschönern, sich zu trösten und einander Liebe zu zeigen, hat man wohl schon immer ein Fest wie "Yule" begangen.
Daher darf dem altirischen nachempfundenen"Wheel of the Year" Duftsortiment auf keinen Fall eine Duft zum Yulfest fehlen.
Denn die Naturdüfte von "Wonderchest Perfums", NY, aus der Serie "Wheel for the Year" sollen jeweils eines der altirischen Feste widerspiegeln. Frau Brodskayas Düfte sind aus natürlichen Ölen und Essenzen hergestellt. Ist Alkohol in den Düften, so ist nur rein aus Getreiden destillierter verwendet worden. Die Parfüms muten einerseits traditionell an und doch sind sie angenehm, natürlich und meines Erachtens dennoch apart und schön mit interessanten Verläufen. Vor allem sind sie für Naturdüfte sehr haltbar, sechs bis zwölf Stunden sind bei mir gegeben. Es ist unbedingt erforderlich, dass man Geduld hat und auch bei weniger differenzierten Düften den Verlauf abwartet.
Im Abfüllungssprayer befindet sich eine hellgrüne klare Flüssigkeit. Der Duft beginnt irispudrig-erdig, mit dunklem Nadelholztannengrün. Aber ich rieche auch Bitteres, was mir immer sehr angenehm ist.
Wie zu erwarten folgt eine Gewürzmischung, wie man sie in der Weihnachtszeit in allen traditionellen Gebäcken, vor allem Pfefferkuchen, Honigkuchen u. ä. riechen kann. Holzig-aromatischer Zimt ist einzeln wahrzunehmen.
Und wie in den alten Rezepten, so ist diese Gewürzmischung nicht marzipansüß, sondern zunächst harzig, würzig, herb-holzig mit Einsprengseln von bitteren und süßen Orangenschalen. Die Nelkentinktur ist für mich nicht einzeln herauszuriechen, sie scheint aber für die Herbheit und gewisse Strenge des Dufts zu sorgen.
Die Sillage ist über einen Zeitraum von drei Stunden intensiv.
Es folgen, wie es sich für einen Winter- und Weihnachtsduft gehört, balsamische Harze von Nadelbäumen. Ich rieche auch Weihrauchanklänge und Myrrhe.
In der Basis wird "Yule" mit ganz langsam abnehmender, jedoch immer präsenter Sillage etwas süßer, balsamischer, der Weihrauch und Myrrhe sind deutlicher heraus zu riechen.
Ebenso nehme ich eine authentische sehr sparsam verwendete Rauchnote von brennendem Nadelholz wahr.
Sodann verstärken sich wiederum die Gewürze wie zuvor beschrieben. So steht der Duft nach drei Stunden: warm, würzig und leicht zitrisch mit gleichbleibender Sillage über einen Zeitraum von mindestens sechs Stunden um dann langsam leiser zu werden.
Da "Yule" zwar bis zu einem gewissen Grad ein Gourmand ist, aber hauptsächlich ein Gewürz- und harzig-holziger Duft ist, ist er meiner Ansicht nach unisex und kann in der kalten dunklen Herbst- und Winterzeit gut getragen werden, nicht nur zur Weihnachtszeit. Ich meine, dass man damit nicht wie ein Weihnachtsgebäck riecht. Aber eigentlich habe ich Mühe den Unterschied zwischen einem Weihnachtspfefferkuchenduft und einem winterlichen fast herben und sehr ernsthaften Duft zu beschreiben, um Letzteres handelt es sich bei "Yule".


22.02.2018 12:04 Uhr
Samhaim ist der Beginn des neuen Jahres, 1. November, nach dem altirischen vorchristlichen Kalender.
Hier fallen die Tage mit den christlichen Tagen "Allerseelen und Allerheiligen, Halloween" auf - das ist sicher kein Zufall -, die den alten Jahreskreis und die Rituale überdecken. So kann auch ich als Christin die Erinnerungen an den alten magischen Glauben achten und würdigen als etwas, was von Alters her noch immer darunter verborgen ist und noch immer von vielen - wie ich weiß - geträumt werden.
Die Naturdüfte von "Wonderchest Perfums", NY, aus der Serie "Wheel for the Year" sollen jeweils eines der altirischen Feste widerspiegeln. Frau Brodskayas Düfte sind aus natürlichen Ölen und Essenzen hergestellt. Ist Alkohol in den Düften, so ist nur rein aus Getreiden destillierter verwendet worden. Die Parfüms muten einerseits traditionell an und doch sind sie angenehm, natürlich und meines Erachtens dennoch apart und schön mit interessanten Verläufen. Vor allem sind sie für Naturdüfte sehr haltbar, sechs bis zwölf Stunden sind bei mir gegeben. Es ist unbedingt erforderlich, dass man Geduld hat und auch bei weniger differenzierten Düften den Verlauf abwartet.
"Samhain" beginnt für mich richtig wie November. Dunkel-erdig, holzig, frisch-kalt und mir nach etwas muffiger holziger Myrrhe duftend, ja leicht nach modrig erdigem Staub riechend. Vor allem nach dem Verdunsten des Alkohols dicht auf der Haut nehme ich das wahr. Über allem ist da auch eine deutliche trocken-holzig-strenge Zimtnote.
Aber schon nach kurzer Zeit steigt mit der Sillage eine verhaltene feine Blumigkeit auf, herbe nach Kamille duftend, zitrisch, der Zimt nimmt sich zurück.
Beim Überprüfen mit den gelisteten Ingredienzen vermute ich, dass mit der staubig-erdigen Note alte getrocknete Lavendel-, Kräuter- und Blütenstiele gemeint sein könnten, die schon eine Weile im Raum gehangen haben.
Mit dem Aufscheinen der Blütenduftmischung, einer pudrigen Geraniumnote wandelt sich "Samhain" in verhaltenen mehr holzig-blumigen und cremigen Duft, vermischt mit dem Erdduft, den ich oft rieche, gerade zu Beginn des Winters, wenn sich Frost und Kälte zunächst nur ankündigen und das Bodenleben entsprechende Ausdünstungen in die Luft abgibt um sich für den kommenden Winter einzustellen. Die Natur "weiß" vorher, wann der Winter kommt.
Aber auch, dass es unweigerlich irgendwann wieder Frühling wird. Schaut man Stauden, Bäume, Sträucher genau an, so sind unter den Ansätzen der schon bunten Blätter bereits die Knospen für den nächsten Austrieb in Monaten zu sehen. Auch an den Augen der bereits abgefallenen Blätter sind zumindest Knospenansätze. Ebenso sieht man Knospen und Triebabsätze an Nadelbäumen.
Das scheint mit dem Parfüm "Samhain" sehr genau beabsichtigt und skizziert zu sein. Der Rückzug der Natur und das Vergehen des alten Jahren mit der Zuversicht auf ein neues Wachsen und Blühen, Duften. Aber auch auf die Zeit der Wärme und der Lichter in den Behausungen, den Düften von Gewürzen, hier durch Zimt und den angedeuteten Nadelholzduft weist "Samhain" hin.
"Samhain" ist ein zurückhaltender Duft, die Sillage dimmt sich schnell herunter. Aber ich rieche nach ca. 12 Stunden am eingesprühten Handgelenk einen schwachen dunkel-holzig-erdigen Geruch. Und wie ein Hoffnungszeichen ist noch ein Hauch cremigen Blumendufts, dicht auf der Haut.
Ein Halloween-Duft für die, die das Fest im alten Sinne begehen?




21.02.2018 11:42 Uhr
"Imbolc" ist das altirische Lichter- und Reinigungsfest, das zum etwas 1. Februar begangen wurde.
Die Naturdüfte von "Wonderchest Perfums", NY, aus der Serie "Wheel for the Year" sollen jeweils eines der altirischen Feste widerspiegeln. Frau Brodskayas Düfte sind aus natürlichen Ölen und Essenzen hergestellt. Ist Alkohol in den Düften, so ist nur rein aus Getreiden destillierter verwendet worden. Die Parfüms muten einerseits traditionell an und doch sind sie angenehm, natürlich und meines Erachtens dennoch apart und schön mit interessanten Verläufen. Vor allem sind sie für Naturdüfte sehr haltbar, sechs bis zwölf Stunden sind bei mir gegeben. Es ist unbedingt erforderlich, dass man Geduld hat und auch bei weniger differenzierten Düften den Verlauf abwartet.
"Imbolc" ist ein zimtdominierter Duft, zunächst mit dem mir typisch-holzig-harzigem Myrrhe gepaart (wurde nicht gelistet). Das ist es, was ich immer hauptsächlich herbe-holzig ganz dicht auf der Haut wahrnehme.
Jedoch die erst starke und dann auf mittleres Niveau zurückweichend Sillage umschwebt mich mit zitrischen Anklängen, einer zart-aparten vielfältigen leicht cremigen Blütenmischung mit einem Tupfer Orangenduft. Eine unbestimmbare filigrane Süße und Pudrigkeit legt sich darunter.
Zu Beginn schrammt "Imbolc" eine Weile gerade an einem schönen Weihnachtsraumduft vorbei. Aber dann entfaltet sich eine schöner, heller, warmer, kuscheliger Winterduft, der den sehnsüchtig herbeigesehnten Frühling zudem mit einer zart unterlegten Blütenmischung vorahnen lässt.
Bei mir ist auch nach zwölf Stunden auf der Haut und mit minimaler Sillage ein blumig-balsamisch-harzig, leicht süßer Duft mit Zimt wahrnehmbar.


08.02.2018 00:53 Uhr
"all the stars were falling amber, once when nights seen forever I walk with you..."
das verstand ich von einem Song, von dem aus urheberrechtlichen Gründen zu einer Bilderstrecke nur diese wenigen Takte in Endlosschleife und sehr vernuschelt gespielt wurde.
Aber mir gefiel der Song und ich wollte ihn unbedingt finden, wissen von wem, wer das sang, wo ich Noten und Lyrics bekommen könnte.
Ich habe alle möglichen Leute gefragt, die solche Musik hören und mögen. Das ist sonst nicht "meine" Musik. Niemand konnte etwas Genaues sagen.
Ich hörte mir das öfter an. Irgendwie war das ein komisches Englisch? Die Zeiten stimmten nicht - das könnte ein Idiom sein, welches ich nicht kenne, so meine Überlegung. Sterne die zu Bernstein zerfallen, sowas hörte ich als Parfuma. Typisch, dass unser Gehirn dann das zusammen reimt, womit wir beschäftigt sind.
Und das fiel mir ein, als ich den Kommentar hierunter las mit dem kindlichen Mißverständnis von Cellophan und Celluloid.
Jedoch gab ich das, was ich zu hören gemeint hatte in Google ein und:
Es wurde mir ein Video im YouTube vorgeschlagen. Da war der Song, von Enya: Falling embers.
Allerdings lautet der Text anders, wenn man ihn verstehen und lesen kann:
Once as my heart remembers, all the stars were falling EMBERS,
once when night seemed forever, I WAS with you.
Ach natürlich, alles im Konditional Future. Und " were falling embers" ist "würden zu Glut zerfallen" und dann "würde ich mit/bei dir sein".
Während ich über die Mißverständnisse beim Verstehen von uns Unbekanntem nachdachte und speziell diesem, hatte ich auf einmal die Idee zur Absicht, die hinter dem Namen für den Duft "Nuit de Cellophan", "Cellophannacht" stehen könnte.
Cellophan nennt man auch Zellglas, es knistert ganz typisch, ist viel glänzender, durchsichtiger als die heutigen Kunststofffolien.
Es wurde viele Jahrzehnte zum luftdichten Verschließen von selbst gekochten Marmeladen verwendet. Aber auch zum luft- und staubdichten Verschließen von Parfümverpackungen, die im Laufe der Jahre zerbröseln. Und noch heute kann man es als Beutel für Süßigkeiten, Pralinen, Kekse kaufen. Sie bleiben frischer als in den neuen Folienbeuteln, es sieht schöner aus und Cellophan hat keinerlei Geruch.
Vor allem wurde es, jetzt noch ganz selten als Hülle für Blumensträuße, Bouquets, kostbare Einzelblumen wie Strelitzien, einzelne Rosen, Lilien, Orchideen verwendet.
Cellophan knistert so glitzernd luxuriös: Damen in Roben wären vorstellbar, in der Nacht beim Einsteigen in Luxusautos während die dabei durchsichtig eingehüllten edlen Blumen im Arm knisternd im Licht des Entrees glitzern.
Da Cellophan nicht ganz luftdicht ist, Feuchtigkeit aufnimmt können die Blumen atmen.
Ob man nun Vanillekekse oder duftende Blumen damit schützt bzw. verpackt, das Cellophan nimmt den Geruch seines Inhalts ganz dicht an der Folie nur wahrnehmbar auf. Und das bildet dann die ganz typische jeweilig dem Inhalt entsprechen Cellophannote.
So wird vielleicht verständlich, dass Honigduft und der grüne Geruch von Stängeln, gemeinsam mit der relativ starken Blütenmischung, sowie etwas Grünem, eine synthetisch anmutende relativ starke Note ausströmt.
Da mögen auch der fruchtige Osmanthus, die scharfe Nelke und Früchte mitgemischt haben.
Ich konnte das nicht genau zuordnen. Moschus konnte ich kaum wahrnehmen.
Ich roch zudem die holzige Note, die sich nur eine Spur als Antagonist durch zu setzen vermochte.
So blieb "Nuit de Cellophan" für mich gleichsam wie eine leere Cellophanhülle, an der man noch einen undefinierbaren Geruch nach Blumen riechen kann, süß, und als habe das Cellophan auch noch etwas Geruch von poliertem Holz aufgenommen von der Schublade in der es aufbewahrt wurde für einen weiteren Anlaß.
Ich erinnere mich, dass ich als Kind gerne an den aufbewahrten Cellophanhüllen und -tüten gerochen habe.
Ganz identisch ist "Nuit de Cellophan" mit dem Duft von gebrauchtem Cellophan offenbar für mich nicht, sonst hätte ich das beim Testen erkannt. Erst über die Assoziation der zu Glut zerfallenden Sterne in der Nacht glaube ich, die Idee der Parfümeure zur Kreation von "Nuit de Cellophan" verstanden zu haben. Man riecht die Blumen und anderen Ingredienzen verfremdet durch die klare Plastikhülle, sie sollen uns nicht unmittelbar berühren.
Leider, so meine Wahrnehmung, riecht "Nuit de Cellophane" mir viel zu sehr nach heutigem Plastik. Es scheint eher der Geruch eines synthetisch riechenden Kunststoffeimers zu sein, in dem erst Honig war und in den man nun Blumen dahinwelken lässt. Das ganze dekorativ auf einem Holzuntersetzer.


21.01.2018 23:28 Uhr
Liegt es daran, dass in dem O-Probenphiölchen nur noch ein konzentrierter Rest von "Jardins du Maroc" war, denn ich vollständig aufgetragen habe, er reicht nur für einen Test, dass ich hier nicht wahrnehme, was in der Pyramide steht?
Sofort kommt mir ein sehr bekannter Duft entgegen, sehr intensiv, nicht unangenehm, aber Parfüm soll das sein? Ich überlege eine Weile schnüffele und dann habe ich es: Es ist Melisse, aber nicht nur, es ist dem Mittel für alles sehr ähnlich: Klosterfrau Melissengeist. Ein hochprozentiges Einreibemittel, dass man auch gerne, jedenfalls früher, als Einschlafhilfe pries: ein paar Tropfen auf ein Stück Zucker und dann sollte man gut einschlafen können.
Nun, es kam auf die Menge der Tropfen an, wie gut man von diesem Hochprozentigem schlafen konnte.
"Jardins du Maroc" bleibt etwa dreißig Minuten in der Melissenphase, dann ändert sich der Duft, jetzt könnte Zitronatzitrone, kandiert gemeint sein. Und die Bergamotte mit vermutlich Orangenblütenwasser beginnt ihren 4711 Cologne-Charme zu verdunsten.
Weiterhin rieche ich eine süße Spearmint Kaugumminote, die die Melisse in den Hintergrund drängt. "Jardins du Maroc" wird leicht seifig, und erinnert mich nun an Rasierseife oder Rasierwasser von früher. Hier und da scheint eine leichte Kampfernote auf, die immer wieder verfliegt.
Rose, Jasmin? Ich rieche nichts davon. Für mich ist "Jardins du Maroc" ein belebendes süß-seifiges Cologne mit einer mittleren Haltbarkeit und einer zuerst kräftigen Sillage, die rasch abnimmt. "Jardins du Maroc" ist für heiße Tage sicher gut geeignet und ich kann es mir auch sehr bieder und dennoch angenehm an Herren vorstellen.


21.01.2018 02:37 Uhr
Vielleicht findet man dort, wo dieser Duft produziert wurde die Teekräuter und Duftpflanzen, die ich rieche in einem Zitrusfrüchtehain.
Ich rieche sofort eine frische grüne und aquatische Note in "L'Agdal - Jardin d' Agrumes". Dann folgt eine leicht pfeffrige Note. Sodann nehme ich Lavendel wahr, vielleicht auch eine Spur aromatischen Salbeis. Das alles kann man in Tees verwenden. Jedoch arabischer Tee ist meist süßer Pfefferminztee.
Diese Note folgt auch und bleibt, zuerst etwas frisch scharf, dann wechselnd zu gesüßtem Spearmint, abwechselnd mit einer Sorte mir als "arabischer Pfefferminz" bekannt; matt-samtig dunkelgrüne Blätter mit rötlicher Unterseite. Diese aromatische Sorte hatten wir früher im Garten. Tee aus frischen Blättern und Stängeln dieser Sorte schmeckte ganz besonders.
Wo sind jetzt die Agrumen, also Zitrusfrüchte? Ich kann nur die Mandarine identifizieren, denn die riecht mir in Parfüms fast immer aquatisch. Warum das so ist, weiß ich nicht.
Eigentlich bleibt es, nach dem der Duft innerhalb von 30 Minuten steht, bei dieser Kräuterteemischung; etwas süß zunächst, wird dann jedoch herber.
Ich rieche kein Patchouli, auch nicht die aromatischen frisch getrockneten Blüten davon. Mir fehlt das fehlt nicht. Zwischendurch nimmt der Minzduft Kaugumminote "Spearmint" an, aber auch das verschwindet wieder. Insgesamt bleibt es ein mehr herber Kräuterteeduft, der allerdings nach 2 Stunden fast verduftet ist. Man müsste nachsprühen.
Wie unten im Statement angedeutet, ist "L'Agdal - Jardin d' Agrumes" unisex und gewiß ein angenehmer Sommerduft. Was mich betrifft gefällt er mir so viel besser, als wenn er wirklich nach Zitrusfrucht- und -schalen duften würde.


20.01.2018 01:08 Uhr
Oud in Düften interessiert mich immer, da ich mich vom ersten Wahrnehmen, noch nicht wissend, was das für ein Duftstoff sein könnte, darein verliebte, (bis auf Ausnahmen von sehr fäkalischen Versionen davon).
Und ich suche immer noch nach besonderen Düften mit Oud. Deshalb trug ich heute Abend zum Testen "Oud" von Benchaâbane auf voller Spannung auf.
Aber sofort hatte ich schon wieder wie neulich zu Beginn meiner Tests von Mercier's Lumière d' Ambra sofort ein Déjà-vu. Nämlich roch ich wieder: "Ambra Oud" von Patria de Nicolai.
Sofort ging ich zu meinen ganz besonderen und mir kostbaren Düften und trug auf das andere Handgelenk "Ambra Oud" von Nicolai auf.
Ich tat es sofort, es dauerte so lange, bis ich den Duft aus dem Schrank und der Packung genommen hatte.
Zuerst, nach dem Verdunsten des Alkohols waren beide Düfte wirklich identisch.
Dann unterschieden sie sich einige Zeit, der "Oud"-Duft von Benchaâbane roch ein wenig nach rauchigem Oud und der von Nicolai duftet etwas blumig-zitrischer, das Oud von Benchaâbane hatte eine holzigere Oudnote. Das von Ambra Oud von Nicolai ist etwas animalischer.
Aber die Unterschiede verwischten sich immer wieder. Vor allem ist die Sillage und die Haltbarkeit von "Oud" Benchaâbane schneller abnehmend.
Der Nicolai-Duft ist in der Sillage und auch der Haltbarkeit zwar auch nicht überdurchschnittlich, sondern sehr gut, aber "Oud" von Benchaâbane hat jetzt nach zwei Stunden schon merklich an Sillage und also Haltbarkeit abgenommen.
Jetzt ist "Oud" von Benchabane ebenfalls, wenn auch schwächer, ein Spur animalischer, und fruchtiger, etwas süßer. Auch ist wieder für mich nicht feststellbar, ob es sich in "Oud" Benchaâbane um den Nachbau von Walambra oder von Amberharzen handelt, es scheint eine Mischung von beidem zu sein.
Zweigt "Lumière d' Ambra" von Mercier nach einer Weile von "Ambra Oud" doch ins Cremig-pudrige und mehr Gefälligere ab, ist wahrnehmbar unterschiedlich, so habe ich hier auch immer wieder Phasen in denen "Oud" Benchaâbane etwas anders, süßer und fruchtiger ist, aber immer wieder nähert sich "Oud" Benchaâbane dem Duft von Nicolai.
Mir scheint, dass "Oud" Benchaâbane auf die Dauer immer leiser werdend und nicht so markant bleibt wie der "Ambra Oud" von Nicolai, sondern süßer und auch eine kleine Ladung sonnengereifter Trockenfrüchte aus den mediterranen Ländern aufgenommen hat. Es ist weniger elegant und weniger ernsthaft, heiterer, sonniger.
Jedoch, damit ist der Duft "Oud" Benchaâbane für mich auch schon abgehakt. Ich besitze einen kleinen Flakon "Ambra Oud. Und auch wenn mir in "Oud" Benchaâbane der Trockenfruchtduft sehr gut gefällt, so benötige ich nicht zwei Düfte, die so nahe beieinander liegen.
Wenn ich jetzt wählen könnte, würde ich ganz sicher den eleganteren und haltbareren Nicolai-Duft vorziehen.
Jetzt hat sich "Oud" Benchaâbane noch merklicher zurückgezogen, dafür rieche ich jetzt sogar eine leichte Gewürzmischung, sehr orientalisch, wenn auch dezent. Stunden später ist nur noch ein ganz feiner Hauch einer dunklen, aparten Holznote wie in den in den bisher getesteten anderen und neuen Düften, hier mit der süßen Gewürzmischung.
Nicht zu vergessen: Es ist ein femininer Duft.
Aber wie bei "Désir d' Orient": Sollte man nach Marrakech reisen; für diesen Duft braucht man nicht die Parfümerie dort zu aufzusuchen, man kann seine Zeit für etwas anderes verplanen.


19.01.2018 01:21 Uhr
Als ich vor drei Jahren ca. die Düfte von >Benchaâbane, Les Parfums du Soleil< testete, war ich sehr begeistert. Besonders "Soir de Marrakech" und "Les Jardins de Sherazade" hatten es mir angetan. Und nun hat eine nette Userin einen der beiden Wunschdüfte mitgebracht und mit mir in einem Sharing geteilt. Aber schon beim Testen von "Les Jardins de Sherazade" merkte ich, dass das nicht mehr jener faszinierende besondere orientalische Duft von damals ist.
Gut ja, aber nichts, was mich heute zu einem enthusiastischen Kommentar veranlassen würde.
Außer dem Wunschduft hat sie mir auch etliche Proben überlassen. Und nun teste ich schon das 2. Mal "Désir d' Orient". Ich lese Bellemortes Statement dazu und rieche an meinem Arm.
Lese die Pyramide hier und stelle fest, dass "Désir d' Orient" eine Ähnlichkeit mit den Gärten der Sherazade hat. Mit zunächst nur dem Unterschied, dass "Désir d' Orient" eine intensivere Sillage und Haltbarkeit hat.
Und nein, dass was Bellemorte im Statement schreibt, nehme ich nicht wahr.
Orientalisch soll "Désir d' Orient" sein? Sicher, da ist wirklich deutlich ein freundliches und holziges Oud zu riechen. Aber sonst ist "Désir d' Orient" ein leicht grüner, etwas harziger, zistrosesüßer Duft, mit einer leisen, zarten und zitrischen Rosennote .
Aber was ich seltsam finde ist, und was für mich enttäuschend ist, ist die fruchtige Note: Frisch, leicht säuerlich, für Fruchtduftaffine bestimmt eine Option, zumal das Oud wirklich von der holzigen Art ist und von dem Zedernduft harmonisch ergänzt wird.
Im Verlauf nimmt die Fruchtigkeit noch zu. Allmählich scheint auch ein wenig Moschus durch.
Und da ist noch jener Duftstempel, den ich auch damals in den Düften von "Les Parfums du Soleil" wahrnahm und mochte, eine leichte bizzelnde fast melissige Note, vielleicht ist es eine besondere Zistrose, oder auch eine besondere Zitrusnote. Ich nehme diese Note als sonnig und freundlich wahr, angenehm zu tragen.
So steht der Duft ziemlich rasch. Es ist ein heller-freundlicher Duft. Ich finde "Désir d' Orient" gefällig und tragbar, auch warm. Aber diese Einzigartigkeit von damals ist nicht mehr da. Und die von Bellemorte genannte ölige Moschusnote kann ich nicht mehr finden. Ebenso fiel mir bei beiden Tests am Schluss auf, dass ich keine Weihrauchnote wahrnehmen kann.
Da es sich um frische Proben handelt, nehme ich an, dass Benchaâbane sein Duftkonzept geändert hat. Jetzt ist es ein ganz normaler gut gemachter Duft für den europäischen Geschmack und Markt. Tragbar zu jeder Zeit und zu allen Gelegenheiten. "Désir d' Orient" ist meiner Ansicht nach ein ausgesprochen femininer Duft.
Aber "Désir d' Orient" hat leider auch den Trend zu fruchtigen Düften aufgenommen und kann somit in Konkurrenz zu anderen gleichwertigen Qualitätsdüften ähnlicher Art und Fruchtigkeit zugeordnet werden.
Um einen Duft wie "Désir d' Orient" zu erwerben, muss man nun nicht mehr eigens nach Marrakech um ihn sich als Nischenduft zu besorgen. Schade eigentlich.


14.01.2018 00:24 Uhr
Immer wieder finde ich es bei sanfteren Düften schwierig den harzig-balsamischen Amber vom mehr cremigen "Ambre Gris" oder anderen synthetischen Nachbauten der Walambra zu identifizieren.
Bei Düften wie "Ô Hira", "Ambra Aurea" beispielsweise ist völlig klar, dass dort wirklich die harzig-balsamischen Amberharze gemeint sind, meist wohl Copal, ein noch subfossiles Harz von einigen Jahrzehnten bis einige Jahrtausende alt, welcher noch den Harzduft seiner Bäume verströmt und leicht anzulösen bzw. aufzulösen ist. Bei Copal gibt es vermutlich auch eine Bandbreite von milden balsamischen Noten bis zu stark nach Nadelbäumen duftenden Harzen.
Bei Bernstein geht es um das Alter von Jahrmillionen.
Siehe Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Copal_(Baumharz)
Die echte Walambra, die in Europa nicht eingeführt und nicht verwendet werden darf, wird in allen Parfüms heutzutage mit synthetischen Bausteinen unterschiedlicher Qualität nachgebaut. Am meisten wird vor allem bei preiswerten Düften Ambroxan verwendet. Es gibt noch andere wie etwa "Cachalox" oder "Orcanox".
Nur ein einziges Mal habe ich in einem noch intaktem Vintage-Duft wirkliche Walambra wahrgenommen in seinem Unterschied zu dem, was wir heute in Düften haben. Seither habe ich begriffen, das man den Unterschied von den Amberharzen zum synthetischen Ambre Gris (Walambra) nicht so leicht und immer ohne Weiteres identifizieren kann.
Als ich gestern "Lumière d'Ambra" testete hatte ich den Eindruck, dass es doch sehr dem "Amber Oud" von Parfüms de Nicolai ähnelte.
Nun habe ich noch einen Rest von "Amber Oud" und habe es heute zum Vergleich aufgetragen.
Ja, es gibt Übereinstimmungen in der hellen und leichten Intensität der Düfte, beide scheinen ähnliche, dem Ambre Gris nahe Ambraqualitäten zu verwenden, die im Verlauf erhalten bleiben. Auch der Start ist bei beiden Düften ähnlich, ganz gleich, wie unterschiedlich die Pyramiden hier gelistet sind. Beide verströmen nach kurzer Zeit und dann in Intervallen eine leicht animalische Note, die bei "Amber Oud" dem Oud zugerechnet werden kann.
Beide Düfte sind sich ähnlich aber dennoch keineswegs Duftzwillinge.
"Lumière d'Ambra" hat ein Ambra das mehr dem harzig-balsamischen angehört. "Lumière d'Ambra" ist süßer und hat eine grüne Note. "Lumière d'Ambra" verströmt zudem eine feine Blütenmischung, die ich nicht in einzelne Blumen zu zerlegen vermag.
Eine zarte liebliche Vanillenote kann ich ebenfalls herausriechen. Obwohl "Lumière d'Ambra" mir hauptsächlich ein cremiges helles Parfüm ist, das trotz der Vanille gerade vor der Entwicklung zum Gourmandigen Halt macht, so rieche ich sowohl gestern als auch heute nach einer Weile irispudrige Noten.
Und seltsam, dadurch verliert "Lumière d'Ambra" etwas von seiner Noblesse und Transparenz, wird etwas erdiger.
Roch ich gestern über allem und über den gesamten Verlauf eine seltsame mir unangenehme Note in "Lumière d'Ambra" so roch ich sie heute nur die ersten zwei Stunden. Jetzt erscheint mir davon in Abständen nur noch eine Andeutung und das nur allein dicht auf der Haut.
Unten in den Statements hat jemand von "Baldrian" geschrieben. Ja, das kommt hin, ich meine allerdings, dass es sich um Narde handelt, sie riecht zumindest mir in purem Öl noch intensiver und unangenehmer als Baldrian.
Hier allerdings erscheint die vermutliche Narde sehr raffiniert dosiert eingesetzt. Sie wirkt daher positiv als Gegenpart zu dem sonst balsamisch-cremig-lieblichen Duft mit Vanille und Blüten und einem Hauch Irispudrigkeit. Dadurch bekommt "Lumière d'Ambra" seinen besonderen Charakter, wird erst richtig interessant.
"Lumière d'Ambra" könnte mir sonst möglicherweise auf die Dauer etwas langweilig und eintönig werden.
Beide Düfte haben eine ähnliche konstante und zurückhaltende Ausstrahlung, die Sillage betreffend, die Haltbarkeit ist sehr gut und nicht zu extrem.
Aufs Ganze gesehen sind beide Düfte, "Lumière d'Ambra" und "Amber Oud" von Nicolai gleichwertig. Jedoch ist "Amber Oud" für mich ein androgyner Duft während ich "Lumière d'Ambra" als femininen Duft empfinde.




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