Skubi73s Parfumblog

28.03.2018
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Wo einem der PP-Käuferschutz so gar nichts hilft...

Also mit Italienern habe ich so meine Schwierigkeiten...


... ganz erfahrungsgemäß... nicht einfach mit den Deals... man riskiert schon mal was... nämlich sein Geld. Ja, ich weiß wie das läuft, man projeziert ja schnell... eine schlechte Erfahrung und alle sind gleich doof. Aber ganz ehrlich: Da ist ein sich wiederholendes Muster erkennbar. Wenn mal was nicht klappt mit einer Bestellung, da ist das Geld schnell weg... Kundenservice: Oft Fehlanzeige. Ich bewege mich nun also auf sehr rutschigem Parfumo-Terrain. Dennoch: Nicht alle Duftkauf-Erfahrung haben ein "ohhh, schööön" und nicht jede Uneinigkeit ein happy-end. Und wer weiß, vielleicht könnte meine neueste schlechte Erfahrung eventuell für andere Käufer einen Nutzen haben.

So geschah es bei meinem Kauf auf der Homepage von Angela Ciampagna. Der neue Duft „Laetitia“ sollte her. Die Neugier war riesig und die Freude unermesslich, als das Paket endlich kam. Von außen alles einwandfrei und so ließ ich den DPD-Boten wieder ziehen. Schnippel mit der Schere die Plastikriemchen auf, ritsch-ratsch noch die Paketfolie... ups, was ist das?... es duftet... wie jetzt? Paket eingesprüht? Nee, durch die noch geschlossene Folie des Flakons schiebt sich ein nasses Filmchen, es tröpfelt gar beim Anheben. Die dunklen Flecken verraten zudem nichts Gutes. Ein Schütteltest war nicht weiter nötig. Es schepperte und klepperte gewaltig. Flakon implodiert. Schnell mal Fotos von der noch verschlossenen Enttäuschung gemacht und mit dem Versender Kontakt aufgenommen. Pakete sind doch sicher versichert, das wird schon werden. Ich ging es voller Optimismus an. Wollte gar nicht meine 80 € zurück, sondern einen neuen Flakon. Hmmm. Ungeachtet dessen, dass auf den Fotos die Tragödie sich ziemlich eindeutig präsentierte, kam als Antwort nur „da ist nichts zu sehen“. Ich OVP geöffnet und den kaputten Flakon fotografiert. Bei aller Böswilligkeit, die ich natürlich nicht habe, auf diese Art hätte ich den Flakon niemals absichtlich zerstören können. Tausend Scherben. Wieder hingesendet. „Da kann man nichts machen“. Wow, ok, wozu nutze ich Paypal? Käuferschutz sollte einfach sein. Kurzum Käuferschutzantrag bei Paypal gestellt. Daraufhin kamen dann sogar italienische Drohtiraden auf mich zu. Erpressungsversuch etc. Es wurde seitens Ciampagna ein Antrag auf Verkäuferschutz gestellt. Ab in die Prüfung. Ich stellte Paypal alle Fotos zur Verfügung und mein Mann (der beim Öffnen dabei war) hat eine Bestätigung des Hergangs geschrieben.


Heute nun kam die Nachricht von Paypal, dass die Dokumentation nicht ausreicht. Ich hätte mich an eine unabhängige Organisation für ein Gutachten wenden sollen. Mein Fall ist geschlossen. Bitte???

Was sich da kurz vor Ostern offenbart, ist wahrlich mal ein dickes Ei. In der dicken Hose „Käuferschutz“ scheint nur heiße Luft zu sein. Nichenmarken wie Angela Ciampagna scheinen es auch nicht nötig zu haben, sich mit dem Kunden zu einigen. Na gut. Wieder eine Marke weniger auf dem Merkzettel und keine Käufe mehr in italienischen Online-Shops. Zudem werde ich künftig auf den Käuferschutz meines Kreditkartenanbieters wechseln und mein Feindbild „Italiener“ weiter nähren (ja, und vielen Unrecht tun. Ab morgen kann ich dem wieder zustimmen, heute habe ich einen dicken Hals).

Es bleibt mir immerhin noch eine große Freude: Ohne Italien fahren wir zur WM!


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