Snifff

Snifff

Parfumrezensionen
Filtern & sortieren
36 - 39 von 39
Snifff vor 7 Jahren 10 6
2.5
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
7
Duft
Schwiegermamas Liebling
Dieser Duft verursacht bei mir eine gespaltene Nase (zum Glück nur im übertragenen Sinn:)). Achherrje, der ist ja soooo smooth, weich, frisch, lieblich, kuschelig, tragbar, auf der Arbeit, in der Freizeit, morgens, mittags, abends, nachts, immer und überall, ein echter Softie und "Versteher - pleasent und so­phis­ti­ca­ted":))). Ich habe den Eindruck, das selbst die Definition "Sun" hier derart ambivalent wahrgenommen und passend gemacht wird -> Ist das nun ein Duft für den Sommer und "the Sun" oder ist das ein Winterduft mit "Sun-Effekt" - der ist ja einfach universell?! Boh, Ey....Gääääähnnn, schnarch...

Für mein Empfinden trägt (neben dem Ramsch-Preis) der Markenname erheblich zur Wahrnehmung und dem überwiegend guten Leumund bei. Der Duft ist für meine Nase sehr beliebig, er tut nicht weh, beißt nicht, fällt nicht wirklich auf und - naja, wer die zukünftige Schwiegermama nicht vergraulen will, liegt hiermit sicherlich richtig. Und ich finde es ist ein ganz klar ein Sommerduft. Eigentlich ist er langweilig, die Silage ist mau (dafür aber: Komm näher, bitte;), die Haltbarkeit (zumindest bei mir) zwar okay, aber dennoch blaß (also nachlegen). Tja, das sind alles Eigenschaften die eine miese Schlussfolgerung und miesen Schwiegersohn bedeuten würden:))). Wenn, wenn da nicht der Schwiegermutter Effekt wäre;) . Und nicht nur der. Denn beim Gegenüber scheint der waaahnsinnig gut anzukommen! So zumindest die Resonanz. Eigentlich ist er mir zu gewöhnlich, nichts besonderes und auch etwas zu süß. Ein Hauch maskuliner Essenzen hätte den Duft für meine Nase abgerundet. Ihm fehlt die Kante. Eigentlich...denn er ist doch soooooo smooth, lecker, kuschelig und unaufdringlich frisch:)). Irgendwie mag ich den für einen softigen, entspannten Tag oder Abend oder Nacht....- also, der Effekt scheint zu funktionieren....

Achja, der Flakon....unhandlicher geht es kaum. Für das Handling der 200ml Version ist eine Mannschaft erforderlich:)))).
6 Antworten
Snifff vor 7 Jahren 1 2
7.5
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
5
Duft
Volle Power auf die hintere Räder
Die etwas ironische Überschrift beschreibt in etwa den Eindruck, den dieser schwer erhältliche, schwülstige Asphalt-Duft bei mir erweckt hat. Opulent in der Geruchsdimension wie ein fetter V8 Big-Block im Spritverbrauch, schwerfällig trotz gefühlten 5000l. Hubraum-Umkreis an Sillage und eine Haltbarkeit wie Ölflecken auf Beton. Okay, das sind nun die rein sachliche Schilderungen:)))). Der Duft selber ist geprägt von einer wallenden, heftigen und durchgängigen Sillage die den halben Äquator beduften kann und bis hin zur Unentfernbarkeit des Duftes reicht. Wer es also "BIG-BANG-BUMM" mag und stilsicher aus einem Cadillac Coupe aussteigt oder sich so fühlen will, ist damit bestens bedient. Individuell ist der Duft allemal, allerdings fehlt mir eine gewisse Stilsicher- und Feinheit. Der riecht eben wie ein Ami a la "Hey, Baby, what ist going on here" . Das Mindestmaß ist also ein Cadillac V8 und zentnerweise Brusthaare inkl. 100 Kilo, um etwaige schräge Blicke im Keim ersticken oder ertragen zu können.
2 Antworten
Snifff vor 7 Jahren 5 5
6
Duft
Benjamin Blümchen
Es war ein Blindkauf, ob der guten Bewertung hier. Gelernt habe ich nun inzwischen, dass Menschen die Düfte sehr unterschiedlich wahrnehmen, beschreiben und assoziieren. Die bequeme Online-Haltung, einfach mal eine Geruchsprobe "vor Ort" zu nehmen, hat sich hier für mich gerächt. Und dann auch noch die 100ml Buddel!!!!

Erkenntnis: Den Duft hätte ich in den nächsten 500 Jahren nicht aufgebraucht. Diese opulente brave, blümchenartige süße, leicht fade und etwas charakterlose Blumenladen-Komposition passt allenfalls zu einem 25jährigen Sparkassenangestellten (ich richte mich nun auf einen Shitstorm ein:))))) mit Röhrenschnitt-Anzug, der zwar irgendwie nett riecht, dem aber - noch - das gewisse zur entsprechenden Reife fehlt. Blümchensex-Niveau;). So möchte ich den Duft mal im übertragendem Sinn deuten, ohne jemanden verletzen zu wollen - alles hat ja seine Zeit.

Mir war/ist der Duft einfach zu banal und flach, blumig und - sorry - unmännlich. Mag da allenfalls eine angenehme gewisse Apfel-Frische zu vernehmen sein, welche sich bei mir aber immer wieder in diese Biene-Maja-und Willi-Blumenwiese verwandelte. Ach nööö. Für meinen Eindruck ein "Middle twenty Smell".

Wenn ich auch nicht zu den "Duftmolekularsezessierern" gehöre - ich glaube es ist diese penetrante Veilchen-Note, die mir total gegen den Nasenstrich geht und diese blumigen, unerwachsenen Benjamin Blümchenduft bewirkt oder - positiv ausgedrückt - eben diese leichte jugendhafte, unerwachsene Richtung hervorruft. Das ist nicht meins und so hätte ich auch als Middle-Twen nicht reichen wollen:))))). Also ich denke eher ein Duft für das jüngere Volk, die unbeschwingt und nicht anstößig den Alltag bestreiten.
5 Antworten
Snifff vor 7 Jahren 23 16
7.5
Flakon
7.5
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
Ausgerechnet der...
Ohje…ausgerechnet das unter Duftnasen strittige Kouros habe ich mir als Opener gesucht. Das hat aber auch seinen guten Grund. Kurz vorab - Edc und/oder EdT begleiten mich seit gut meinem 15. Lebensjahr. Inzwischen sind 32 Jahre hinzuzurechnen. Aber immer begleitet von Düften. Glaubte ich mit meinen 15 Jahren noch, „heimlich und dezent“ Lagerfeld und Aigner (1) nutzen zu können (wie naiv kann man eigentlich sein?!), traten nachfolgend bewusst und gezielt Düfte in den Gebrauch. Gemessen an der nasalen, nuklearbombenartigen Schlagkraft damaliger Düfte a la Lagerfeld, Joop, Aigner, Lapidus, Fahrenheit, Antaeus und natürlich Kouros sind sie eigentlich als Waffen einzustufen gewesen.

Leider fehlt es mir an der naturgegebenen Gabe, Düfte in einzelne Moleküle und (chemische oder natürliche) Bestandteile aufzuteilen und zu zerlegen. Ich bewundere einerseits diese Nasentypen und bin dankbar für die dezidierte Aufzahlung der Millimeterangaben einzelner Inkredienzien , auf der anderen Seite bin ich froh, mich grundsätzlich typbedingt eher mit dem "Ganzen ans sich" zu befassen können und nicht an einzelnen Molekülen hängen zu bleiben. Düfte sind und waren für mich immer ein Konzept als Ganzes und Ausdruck eines individuellen gemüts- und auch gesellschaftlichen Zustands ganz im Sinne von „If we are together, dont talk about the Weather – Yes, i want you!“. Es zählt eben letztlich doch nur das Ganze insgesamt. Keine halben Sachen eben…

Selbstverständlich gibt es bestimmte Nuancen in Düften, die einem nicht zusagen oder abstoßen oder aber einen jedoch fesseln, binden und nahezu drogenabhängig (immer) wieder zu DER Flasche greifen lassen – unbewusst, intuitiv, geheimnisvoll, unerklärlich und einfach so wie es ist. In diesem Fall hat mich Kouros aktuell total „Back to the Roots“ geführt. Mit diesem Duft verbinde ich – sorry – Geil- und Versautheit (in gesellschaftlich vertretbar- und akzeptalem, positiven und übertragenden Sinn!!!), Freiheit, Outing, Lockerheit, Lässigkeit, endlose Partys und generelle Unbeschwertheit (in Hamburger längst nicht mehr existierenden House-Sounds-Clubs:)))). Es war und ist eben ein Lebensgefühl was mit den Düften und ganz speziell mit Kouros einherging – Sexy, männlich, muskulös, Sixpack, versaut, frei und gut drauf! Ein Duft für Männer – damals wie heute. Sorry, da gibt es für mich keine Alternativen.

Ich muss gestehen, die hier oft angesprochene „Toilettensteinnote“ erklimmt meine Nase nicht im Geringsten! Ich Zweifel ja schon an meinen Geruchssinn ob der vielen Betonungen. Zugegeben ist die Kopfnote eine Explosion an nicht definierbarer, chemischer Heftigkeit und erinnert an – ja was denn eigentlich? Und mit Verlaub, ich rede hier schon von der „kastrierten“ Variante. Was meint man denn, wie die Originalversion gerochen hat?! Negative (Duft)assoziationen kann ich mit dem Duft weder aus der Vergangenheit verbinden, noch aus ganz aktueller Sicht. Okay, die erste Stunde sollte man vielleicht besser nur in vertrauter Umgebung verbringen und nicht in einer vollgedrängten Bahn oder dem Bus (anderseits wer weiß….Aufmerksamkeit dürfte einem durchaus Zuteil werden!). Nachfolgend entwickelt sich jedoch ein traumhaft frischer, langanhaltender und maskuliner Duft mit einer emotionalen Note in nahezu gefühlt unbegrenzter Haltbarkeit und je nach Dosierung opulenter Sillage - hier gilt aber wirklich der Rat, dass weniger Sprühstösse den Duft besser zur Geltung kommen lassen als zu viel. Im Sommer frisch und lässig, im Winter sauber, gepflegt und warm – aber dabei immer maskulin und mit dem versauten Touch:)))). Für mich ein bisher unerreichtes Wunderwerk!

Der Duft hält auch bei verhaltenem Einsatz locker bis zum nächsten Tag und an den entsprechenden Körperstellen (also nicht da wo ihr jetzt denkt:))))) wie auch im Nacken und auf der Brust entwickelt er immer wieder eine herrliche, frische-lässig-maskuline, wärmende und stilvolle Duftnote – eben einfach Geil;).

Das ist für mich Kouros. Das sind meine Eindrücke wie der Duft selber - emotional. Letztlich ist es gut so, dass sich hier die Geister an dem Duft schieden. Der Duft war und ist anders und das ist gut so.
16 Antworten
36 - 39 von 39