SomebodySomebodys Parfumkommentare

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03.02.2017 16:16 Uhr
Heute geriet er mir wieder in die Hände.
Und ich fühle mich mit diesem Allrounder einfach nur wohl.

Der mir zu Anfang etwas aldehydig-staubig erscheinende Orangenblütenpuder entwickelt sich zunehmend weicher, blumiger ohne diese kleine prickelnde, in der Nase kitzelnde Komponente gänzlich zu verlieren.
Heliotrop und Tonka wurden sparsam eingesetzt, machen den Duft nahbar, aber nicht aufdringlich oder süß.
Partielle Ähnlichkeiten zu L’Heure Bleue, APOM und auch Chanel N°5 kommen mir in den Sinn.
Aber es wird nichts imitiert, sondern der Duft ist eigenständig und hält auch dem direkten Vergleich mit den großen Namen in seiner Individualität stand.
Dieser Oscar erscheint mir sehr zeitlos, feminin, zu den meisten Gelegenheiten und allen Jahreszeiten passend.
Er hat schon etwas im besten Sinne Klassisches.

Wieder einer der Guten, die zu früh gehen mussten.
Aber ganz verschwunden ist er noch nicht und mich wird er hoffentlich viele weitere Jahre begleiten.


12.12.2016 16:50 Uhr
Wonderstruck ist ein Duft, der mir regelmäßig ins Auge sticht, wenn ich im Drogeriemarkt einkaufe.
Den handschmeichelnden lila Glitzerflakon mit Regenbogenschimmer und goldfarbenen Anhängerchen, auf Neudeutsch "Charms", finde ich irgendwie ansprechend, obwohl ich der vermeintlichen Zielgruppe längst entwachsen bin.

Und so überrascht es mich nicht, dass sich der Duft im ersten Moment sehr girly präsentiert: süß-fruchtig wie gefühlt jeder zweite dieser Star-und-Sternchen-Düfte und so gar nicht meinen Vorlieben entsprechend.
Himbeere ist dabei die dominante Duftnote, aber nicht spritzig und prickelnd wie z.B. in Féerie, sondern mit einer gewissen Cremigkeit unterlegt.
Von Nahem ist mir diese poppige Fruchtigkeit eindeutig zu viel, aber nach einer Weile zieht sie sich etwas zurück und der Duft wird tatsächlich abstandsschön, d.h. von meinem besprühten Handgelenk steigt ganz zart ein beinahe eleganter blumiger Ton auf.
Ich würde ihn dem Geissblatt zuordnen, das ich in sparsamer Dosierung gerne mag.
In diesem Stadium kann ich mich durchaus mit Wonderstruck anfreunden, aber nur, wenn meine Nase genug Abstand zur bedufteten Stelle hat und vermutlich auch eher im Winter als im Sommer, wo mir die klebrige Fruchtsüße sicher Übelkeit bereiten würde.

Der Duft erweist sich auf meiner Haut als äußerst haltbar, wenn er sich auch nach etwa 6 Stunden mehr und mehr auf eine süßliche 08/15-Basis reduziert. Diese jedoch überlebt sogar die Nacht.
Abgesehen davon, dass mir diese Duftrichtung nicht zusagt, ist Wonderstruck kein unangenehmes Parfum und hat ein solides Preis-/Leistungsverhältnis, weshalb einfach jeder bei Interesse selbst testen sollte.


20.10.2016 16:43 Uhr
Gestern las ich staunend den neuesten Blogartikel von MissPiggy über die sogenannten Nibs, die im Prinzip ähnlich funktionierten wie die Probenabfüllungen, die wir uns hier gerne und reichlich gegenseitig zusenden, nämlich als Appetithäppchen und etwas Besonderes, das man nicht immer genießt.
Heute möchte ich mich nochmals herzlichst bei LiquidLuck bedanken, die mich unter anderem mit Pröbchen von Swiss Arabian beschenkt hat, einem Hersteller, von dem ich bis dahin nicht bewusst Notiz genommen hatte.
Wäre eigentlich auch ein ganz passabler Name für eine Airline.
Inzwischen habe ich natürlich etwas recherchiert und weiß nun, dass es sich um ein 1974 gegründetes Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten handelt, das eine Allianz mit der Schweizer Firma Givaudan eingegangen ist. Daher vermutlich der Name.

Black Heaven kam in Form eines Parfümöls zu mir.
Die braune Flüssigkeit duftet mir beim Öffnen des Röhrchens warm-ambrig-harzig-balsamisch entgegen und ich meine auch eine Spur von Rosenöl wahrzunehmen.
Ich denke sofort an das Massageöl aus der Hammam-Serie von Yves Rocher, das ich sehr gerne mag und das, nach dem Duschen in die noch feuchte Haut einmassiert, ein superzartes Ergebnis bringt und ebenso warm-balsamisch duftet.
Auf der Haut hinterlässt das Öl den typischen Fettfilm und je nachdem wie stark oder zart man diesen verreibt zeigen sich verschiedene Facetten des Dufts.
Mal entfaltet er ein feines süßes Tabakaroma, dann ist er wieder harzig mit leicht rauchigem Einschlag oder fast likörartig.
Und Rose ist auch mit drin, möchte ich nach wie vor behaupten.
Oud kann ich ausnahmsweise mal nicht herausriechen und auch keinen Kaffee, das fehlt mir aber auch nicht.

Fast alle dieser orientalischen Duftöle nehme ich nur ganz dezent und hautnah wahr, so auch Black Heaven.
Was schade ist, denn es ist ein wunderschöner Winter-Wohlfühl-Kuschelduft, den ich gerne etwas stärker hätte.
Trotzdem habe ich diesen Nib sehr genossen und werde die Marke Swiss Arabian im Blick behalten.


18.10.2016 16:43 Uhr
Sehr geehrter Herr Lehmann,

immer wenn ich die Möglichkeit zu einem Berlinaufenthalt habe, nutze ich dies für einen Besuch in Ihrem hübschen kleinen Geschäft und bin sehr angetan von Ihren vielfältigen Duftkreationen.

Gestatten Sie mir jedoch die Frage, wer die Benennung Ihrer Produkte verantwortet und was denjenigen dazu bewogen hat, ein so wunderbares Eau de Cologne „Wasch“ zu nennen?
Das ist doch nur ein halbes Wort!
Waschbecken, Waschküche, Waschlappen Waschweib würde mir spontan dazu einfallen oder der Imperativ „Wasch dich!“
Aber „Wasch Eau de Cologne“?

Verzeihung, doch das passt mit sämtlichen vorgenannten Assoziationen so gar nicht zum Duft.
Der ist nämlich Zitrone durch und durch.
Erfrischend, spritzig, sehr natürlich und ohne Säure wie frischer Zitronenschalenabrieb.
Ein Muntermacher und Gute-Laune-Duft, der einen ohne Umweg in eine Zitrusplantage im sonnigen Süden versetzt.
Ja, Hesperiden sind flüchtig und Ihr Duft ist es auch.
Nach einer Stunde verbleibt nur noch ein Hauch von sandelholziger Moschussüße oder ähnlicher Basis auf der Haut, mit der die kurzlebige Frucht am allzu schnellen Verduften gehindert werden sollte.
Aber dafür ist es ja auch nur ein Eau de Cologne und günstig noch dazu.
Da kann man unbesorgt einen zweiten, dritten oder wasweißichwievielten Auftrag riskieren.

Oder soll der Name einen Hinweis darauf geben, dass der Duft so schnell verflogen ist wie das Wasser nach einer Wäsche auf der Haut verdunstet?
Ich denke jedenfalls sofort an die leckere säurearme Zitronensorte Sfusato Amalfitano, aus der ein herrlicher Limoncello hergestellt wird, von dem man nie genug Vorratsflaschen mit nach Hause nehmen kann.
Deshalb habe ich mir erlaubt, Ihr Wasch Eau de Cologne für mich in „Eau d’Amalfitano“ umzubenennen und möchte Ihnen den Namen gerne zum Geschenk machen, sofern Sie interessiert sind.
Namen sind nämlich nicht nur Schall und Rauch, sondern ein ganz entscheidendes Absatzkriterium.

Sollten Sie irgendwann die Dienste eines Namenserfinders für Ihre Produkte in Anspruch nehmen wollen, bewerbe ich mich an dieser Stelle offiziell für diese Tätigkeit und würde mich freuen, diesbezüglich von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen


17.10.2016 16:52 Uhr
Was habe ich es geliebt mein Märchenbuch der Brüder Grimm und diese Zuneigung sieht man ihm an: der Einband abgegriffen, das Papier vergilbt und einige Seiten lose.
Längst schon hätte man es durch ein neues, schöneres Exemplar ersetzen können, aber es symbolisiert eine glückliche, fantasiereiche Kindheit und hat sicher mit den Grundstein für die Liebe zu Geschichten, zur Sprache und letztendlich auch zum Schreiben gelegt.

Was das mit Opera in Paris zu tun hat?
Ich denke sofort an die wunderbare Geschichte der beiden Schwestern Schneeweißchen und Rosenrot, wenn ich es aufsprühe.
So harmonisch und gleichberechtigt die beiden miteinander waren, so einträchtig gehen hier der weiße Jasmin und die dunkle Rose zusammen.
Nach einer recht lebhaften Eröffnung, bei der Bergamotte die Blüten ordentlich aufmischt, setzen sich Jasmin und Rose zügig an die Spitze und sind beide völlig ebenbürtig wahrnehmbar.
Ich hätte nicht gedacht, dass diese oft sehr dominanten Noten so ausbalanciert koexistieren können.
Wie bei einem kostbaren Seidentaft changiert der Duft zwischen Weiß und Dunkelrot hin und her.
Ich bilde mir ein, nur durch Konzentration auf eine der Blüten mal eher die Rose und dann wieder Jasmin herausriechen zu können.
Aber da ist noch etwas Weiteres wahrzunehmen.
Eine sanfte, weiche Süße umschmeichelt die Blüten. Ist es Moschus? Heliotrop?
Nach einem langen erschöpfenden Tanz gleiten Schneeweißchen und Rosenrot gecremt und gepudert auf ein Lager aus warmem Holz und schlummern sanft dem neuen Tag entgegen.

Opera in Paris empfinde ich als sehr schönen blumigen Duft, den ich ganzjährig auch tagsüber und im Büro und nicht nur zu festlichen Anlässen tragen würde.


16.10.2016 13:34 Uhr
Annayakes Herbstduft hat mich gleichermaßen überrascht wie verzaubert.
Sind doch asiatische Düfte für ihre Frische, Leichtigkeit und Zurückhaltung bekannt.
Tsukimi ist kaum etwas davon.

Es ist vielmehr ein sanfter Orientale: würzig, holzig, balsamisch und wunderschön.
Meine Haut überspringt die zitrischen Kopfnoten komplett und entfaltet sofort eine warme Würze.
Gewürznelke, Zimt und Pflaume nehme ich deutlich wahr, von Kümmel glücklicherweise nur eine Ahnung.
Trockene Hölzer verhindern das Abdriften hin zum Pflaumenmus.
Die ambriert-balsamische Basis kann ich ebenfalls bald erkennen.
Sie setzt sich immer stärker durch und haftet viele Stunden auf meiner Haut.
Obwohl auch Tsukimi in schönster asiatischer Tradition ein leiser, unaufdringlicher Duft ist, ist die Haltbarkeit in meinem Fall grandios und die wunderbar schmeichelnde orientalische Aura begleitet mich von morgens bis abends als zarter Hauch, der die Nase immer wieder Richtung Handgelenk zwingt.

Auf einer Webseite fand ich folgende Beschreibung: „Das würzig-holzige Parfum des Herbstes mit einem warmen, ambrahaltigen Duft. Für die Frau, die Traditionen liebt und sich ihrer Familie widmet.“
Dem ersten Teil stimme ich 100%-ig zu.
Der zweite ließ mich zuerst schmunzeln, aber wenn ich meine Assoziationen wie Wärme, Geborgenheit, Gemütlichkeit betrachte, ist das wohl wirklich nicht unbedingt der Duft für Exzentriker und Rebellen.


11.10.2016 16:41 Uhr
Um es gleich vorweg zu nehmen: Dahlia Noir ist einer der schönsten Cremedüfte, die ich bisher kennenlernen durfte.
Ein olfaktorisches Kleinod – ausgleichend, unspektakulär, aber gerade deshalb so wohltuend und gute Laune erzeugend.

Schon zu Beginn hüllt er mich in eine wunderbare weiße Cremewolke mit zurückhaltender Süße.
Kurz kitzelt Pfeffer noch ein klitzekleines Bisschen in der Nase, verfliegt jedoch bald und dann verändert sich der Duft auf meiner Haut nicht mehr und bleibt wie er ist.
Ich erkenne hier weder eine fruchtige Mandarine noch das typische Rosenaroma und auch Patchouli hätte ich nicht als solches identifiziert.
Alle Zutaten sind zu einer perfekten cremig-weichen Einheit verbunden.
Der Duft entfaltet sich auf meiner Haut edel und hochwertig wie von einer kostbaren Pflege, auf eine luxuriöse Art sauber.
Ich fühle mich damit eher gepflegt als parfümiert und Dahlia Noir bleibt den ganzen Tag als zarter, aber dennoch wahrnehmbarer Cremeschleier bei mir ohne jemals zu viel zu werden.

Für mich ein toller Immergeher, Stimmungsaufheller und Wohlfühlduft, den ich diesen Sommer so oft getragen habe, dass der Inhalt meines Flakons fast aufgebraucht ist. Ich bin deshalb nicht traurig und werde ihn vorerst nicht ersetzen. Vielmehr freue ich mich, dass ich es geschafft habe, einen Duft komplett zu benutzen ehe er gekippt ist.
Vor allem aber wird er in meiner Erinnerung untrennbar mit den schönen Erlebnissen des diesjährigen Sommers verknüpft sein.


07.10.2016 12:51 Uhr
aber dafür umso beliebter scheint Ecstasy bei der Namensgebung von Düften zu sein.
Bisher sind 18 Stück in der Parfumo Datenbank gelistet und ich frage mich, welche Assoziation die Dufthersteller damit bei den potentiellen Kunden auslösen wollen, die letztendlich zum Kaufimpuls führt.
Auf detaillierte Spekulationen möchte ich verzichten, reichen doch sicher bereits die ersten beiden Sätze aus, um auch diesen Kommentar als wenig hilfreich zu bewerten.
(Wem es Freude macht: hau‘ drauf!)

Bei Terenzis Ecstasy umfängt mich eine dichte harzig-waldige Hülle.
Nicht dunkel und bedrohlich, sondern warm und freundlich wie ein sonniger Frühlingstag, an dem die Nadelbäume ihr Aroma sacht an die laue Luft abgeben.
Mein Gedanke beim ersten Aufsprühen war „Genau so muss das sein, den will ich haben.“
Das Wort „Balsamtanne“ drängt sich mir auf, obwohl hier von Kiefer und Fichte die Rede ist.
Ja, ich empfinde den Duft zu Beginn nadelwaldig-balsamisch und eine wohltuende Geborgenheit ausstrahlend.

Allmählich gesellt sich etwas Süßes dazu und ich überlege, ob die Rose als Auslöser in Frage kommt, aber die Süße ist eher fruchtig, obwohl keine Früchte in der Pyramide gelistet sind.
Nach der Lektüre von Terras Kommentar meine ich tatsächlich auch Erdbeeren zu riechen.
Meine Wertung wäre ohne diese irritierende Fruchtsüße höher ausgefallen und es dauert eine ganze Weile, bis die sich zugunsten der ambriert-holzigen Basis zurückzieht, die ich leider nur noch ganz schwach wahrnehme.

Die Haltbarkeit ist mit circa vier Stunden in meinem Fall für ein Extrait eher schlecht.
Trotzdem ist es ein schöner Duft mit grandioser Kopfnote, der gut zur aktuellen Jahreszeit passt.


06.10.2016 18:29 Uhr
Rose Privée ist in puncto Aufmachung ein Ding zwischen den normalen L’Artisans und der hochwertiger gestalteten Les Explosions d’Emotions-Serie.
Die Verpackung wirkt etwas wertiger und verspielter mit einem Türchen zum seitlichen Aufklappen.
Dass er als einziger so gestaltet und auch anders etikettiert ist, hebt ihn zumindest optisch aus seinen Markengeschwistern hervor.
Der Grund dafür erschließt sich mir allerdings nicht, denn der Duft schlägt keinen außergewöhnlichen Weg ein.

Rose Privée beginnt frisch und grün, die zarten Rosen noch feucht vom Morgentau.
Der Duft strahlt eine klare, saubere Kühle aus wie ich sie noch bei keinem anderen Rosenduft wahrgenommen habe.
Für mein Empfinden harmoniert das sehr schön und verändert sich auch nicht nennenswert.

Aber ein Eau de Parfum dürfte ruhig mehr Schmackes haben, das ist alles sehr fein und zart hier.
Nach einer schmutzigen oder intimen Note suche ich vergeblich, auch das oft erdig oder modrig wirkende Patchouli entdecke ich nicht.
Die frische, grüne Rose ist und bleibt unschuldig und fragil.

Etwa 6 Stunden kann ich den Duft nah an der Haut wahrnehmen, aber auf Textilien hält er sich ein paar Tage und da wirkt er sogar richtig edel.

In der Reihe der L’Artisan‘schen Rosendüfte rangiert dieser für mich auf Platz zwei nach Drôle de Rose und vor Voleur de Roses.


06.10.2016 13:51 Uhr
Der Sommer ist vergangen.
Die Blumen sind verblüht.
Mit Morgennebelschwaden
der Herbst das Land bezieht.

Im Walde fallen Blätter
ins feuchte weiche Moos.
Es sprießen frische Pilze
bald aus der Erde Schoß.

Und eine letzte Rose
so leuchtend rot und stolz
leg‘ ich als Abschiedsgabe
dir auf ein Bett aus Holz.

(Das war der poetische Teil. Kann hilfreich sein, muss es aber nicht ;-))
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(Die folgende Duftbeschreibung betrachte ich eigentlich als hilfreich)

Besser kann ich mein Erleben von Voleur de Roses kaum ausdrücken.
Zitrusfrüchte (Bergamotte) und reife Pflaumen sowie Rosengeranie als Insignien des Sommers zeigen sich nur kurz und sind auch schon wieder weg.
Dem Genuss der Rose, die allein sicherlich voll und prall gewesen wäre, setzt Patchouli etwas Muffiges, Gruftiges entgegen: feuchten Waldboden und Pilze.
Der typische strahlende Rosenduft wird dadurch gedämpft, gedeckelt und verfremdet, was durchaus zusammen geht.
Im Duett mit der Rose entwickelt sich sogar ein wenig Eindruck von Wärme.
Schlußendlich blitzt auch noch etwas Holziges in der Basis auf wie ein letzter Abschiedsgruß.

(Wer den letzten, persönlichen Teil nicht hilfreich findet, hat Recht, könnte das aber einfach so stehenlassen und oben nochmal nachlesen...)

Ich reise gedanklich zurück und erinnere mich an Besuche bei alten Leuten in alten Häusern. Auch dort herrschte ein dumpfer, fast deprimierender Geruch als habe sich der Staub eines langen Lebens auf alles gelegt.

Was hat Voleur de Roses da nur heraufbeschworen?
Verstörend und anziehend zugleich.
Kein Mittel gegen Herbstblues!


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