SonnenfeeSonnenfees Parfumkommentare

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10.02.2020 17:00 Uhr
6 Auszeichnungen
...meinerseits unterschätzt bei den ersten Malen riechen in der Parfümerie damals kurz nach Erscheinen.
Wieso er namentlich "Obsession" angegliedert wurde, ist völlig unlogisch. Mit dem CK Urgestein verbindet ihn wirklich rein gar nichts.

Wie gesagt: meinem Statement vor 3 Jahren nach roch ich eher wenig, jedenfalls nicht den erwarteten Lavendel.
Der Duft kam mir wieder in den Kopf nachdem ich in den letzten Monaten häufig mit Chanels Lavendeln "Boy" , "Jersey EdP" , + dem Chloe "Eau de Fleurs - Lavande" herumlief und diese unterschiedlichen Lavendeldüfte jeden Tag auf´s Neue genossen habe.

Chloe produzieren ihren Lavendel leider nicht mehr. Im Mainstream Bereich ist Lavendel als Duftnote wenig präsent, deshalb testete ich den CK wiederholt.

Zu Beginn wehen mir unspezifisch synthetisch frische Noten mit leichter Schärfe um die Nase. Unspektakulär, der Begriff "Drogerieduft" fällt mir dazu ein.
Nach und nach sortiert sich das Ganze, es treten lavendelige Blumennoten hervor, die durch synthetisch moschusartige, etwas holzige Basisriechstoffe fixiert werden.

Mein Dufteinduck läßt sich am ehesten mit einem kühlem, synthetiklavendeldominiertem Saubermoschus beschreiben. Kein blühendes Lavendelfeld.
Und: mir gefällt das Ganze. Tragbar zu, bei und mit allem als sauberes Accessoire wenn´s mal unspektakulär sein soll, oder zum Wohlfühlen.

Haltbarkeit liegt auf der Haut im Mittelfeld, in meinen Haaren den ganzen Tag lang.




04.09.2019 20:43 Uhr
21 Auszeichnungen
Die große Frage ist: inwiefern ist Gabrielle 2, wie ich ihn der Einfachheit nennen will anders als Gabrielle 1?
Und: ist die ganze Flankerei, auch bei Chanel ,nicht abgedroschen und überflüssig?

Ich beantworte die zweite Frage zuerst: kann man so sehen. Wenn man allerdings eine markenbezogene Schwäche als Duftsammler hat wie ich bei Chanel, kann das subjektiv Sinn machen.

Linkes Handgelenk: Gabrielle 1, rechts: Gabrielle 2.

Die Duftpyramiden sind sich ziemlich ähnlich, wen wundert´s. Und doch:

1: eröffnet etwas kantiger und dezent zitrisch, das ist bei 2 nicht der Fall: hier toben auf eine smoothere Art auf Knopfdruck alle Blumen durcheinander - dezidiert nehme ich Ylang und eine weiche Tuberose wahr.
Dazu kommt eine etwas süßere Fruchtigkeit als bei der 1, die sich durch den ganzen Verlauf zieht ohne die Oberhand zu bekommen.

Nach etwa 20 min verliert 1 im Vergleich zu 2 an Fahrt, entwickelt sich einen Ticken heller, herber und leiser.

Die 2 hingegen bleibt fruchtsüffig blumig. Die Basis steuert Cremigkeit hinzu und unterstützt das Weißblüherherz, das für mich das Thema des Parfums stellt.

Gabrielle 1 bleibt zarter und frischer hinsichtlich des Blumenthemas, auch sie bekommt einen ähnlichen Support durch die Basisduftstoffe.

Gabrielle 2 riecht runder und voller insgesamt, ohne schwer zu werden. Sie ist ein Parfum für alle Gelegenheiten, wie sie so typisch für Chanel sind.
Da es sich nicht um einen monothematischen Bumenduft handelt, müssen Tuberose - oder Ylangempfindliche Nasen keine Angst haben erschlagen zu werden, denn Extreme gibt´s hier nicht.
Weißblüher sollte man allerdings schon mögen.

Die Haltbarkeit ist gut.


28.12.2018 12:59 Uhr
54 Auszeichnungen
Gleich vorab: wie zu erwarten, hat Chanel das Rad nicht ganz neu erfunden mit der Lancierung einer EdP Version zu dem inzwischen zum Klassiker gewordenen EdT.
Letzteres steht für zitrusblumige Leichtigkeit, also war ich gespannt darauf, die Unterschiede zum neuen EdP zu erriechen.

Nach dem Aufsprühen riechen beide für mich gleich. Zitrusfrische mit leichter Quittensüße mit einer Blumenahnung.

Die Blumen: in den Herznoten ist der Unterschied zu finden: das EdP riecht eindeutig nach Rose statt Hyazinthe, der Jasmin wurde belassen.
Die Rose ist zart, hell und luftig ohne wüzige Anteile, aber auch ohne seifig zu werden, der Jasmin nicht dominant. Der Eau Tendre Frische tut dies keinen Abbruch im Gesamteinduck, gibt allerdings mehr Intensität und Haftung insgesamt.

Die Basis enthält sicher Moschus als Fixativ, ohne jedoch zu vordergründig zu werden - die Blumen bleiben. Die Basis des EdT ist im Vergleich etwas frischer,weniger blumenlastig - wobei ich nur von Nuancen sprechen kann.

Für mich persönlich gehört Chance Eau Tendre weder als EdT, noch als EdP in die Richtung Duschgel oder Shampoo. Beide sind frischblumig, wobei die Rosennote des EdP ganz klar eine andere Blumigkeit akzentuiert; eine, die etwas weniger herb ist als die der Hyazinthe.

Von Damen aller Alltagsklassen zu allen Gelegenheiten tragbar.

Der Flakon ist idem zu dem des EdT, der Deckel ist silber statt milchglasähnlich, das Wort Chance ist aus Gold in der Beschriftung anstelle von Weiß.
Die Flüssigkeit ist richtig rosa im Vergleich zum eher beige aussehenden EdT daneben.


13.10.2018 08:53 Uhr
12 Auszeichnungen
Ich besitze die ältere Schwester der hellblauen Tiffanys.
Dementsprechend gespannt war ich auf einen Test der Intense Version - beim 1. Mal in Eile auf einen Teststreifen gesprüht - und war sofort angefixt.

Trockene Puderiris kam mir in die Nase, eine Duftnote der ich hemmungslos verfallen bin.
Frisch wie die hellblaue ältere Schwester roch das nicht, eher intensiv, etwas für kühlere Tage. Und - der Vergleich zu "Dior Homme" kam mir in den Sinn; aber etwas weniger süß, leichter, ohne maskuline Attitude.

Klar, daß dieses Parfum auf der Haut getestet werden mußte!
Und sofort: die Puderisriswolke! Der Wahnsinn, beinahe schon landete das Parfum im Einkaufskorb.
Allerdings besitze ich schon einige Irisklassiker, also beschloß ich, dem Haben Wollen Drang zunächst nicht nachzugeben und das Ganze sich erstmal entwickeln zu lassen.

Die Iriswolke verschwindet alsbald zu meiner Enttäuschung, süßliche, aber undefinierbare Duftnoten treten zutage.
Auf Benzoe hatte ich mich ebenfalls gefreut. Iris und auch Benzoedüfte kennen wir bereits von Daniela Andrier, die diese Duftstoffe elegant allein für sich oder auch in Kombination in Szene zu setzen vermag, wie wir Parfumas und Parfumos wissen.

Hier jedoch kann ich das Benzoe nicht herausriechen, es stellt sich eher ein ambrierter, leicht fruchtiger, süßlicher Eindruck in den Vordergrund, der das Ende der Duftentwicklung darstellt.
Keine Frage, das ist nicht unedel. Ein Duft für junge, sowie für gestandene Frauen. Nicht verspielt.

Für mich aber flacht der schöne Auftakt dadurch gewaltig ab und verliert an Originalität. Ehrlich gesagt lege ich dann im Winter doch lieber "Dior Homme" oder einen der Andrier´schen Pradas auf, die, obwohl schon länger auf dem Markt, makanter sind.


20.07.2018 17:30 Uhr
14 Auszeichnungen
Seit Jahren ist zu beobachten, daß das Cologne Thema eine Renaissance in der Parfumwelt erfährt.
Ich mag den augenblicklichen Erfrischungseffekt der sich bei mir einstellt, wenn ich ein Cologne aufsprühe. Bei Hitze umso willkommener!

Den Vorgänger dieses Givenchy Duftes kenne ich nicht, einen Vergleich kann also nicht zum Besten gegeben werden.

Beim Aufsprühen fliegen mir die Bergamotten und Orangen mit Schwung in die Nase, was mich augenblicklich fröhlich stimmt.
Kurze Zeit später rieche ich Neroli, das im Kommenden den Duft dominieren wird. Die Agrumen bleiben noch leicht wahrnehmbar; alsbald wird dieser Dufteinduck von einer ganz leicht holzigen Moschusbasis fixiert.

So bleibt der Duft über Stunden bei mir, was gefällt, sofern man nicht ständig nachsprühen kann oder mag.

Alles in allem wurde das Cologne Thema modern umgesetzt - natürlich unisex - und haltbar in Eau de Toilette Konzentration.





01.06.2018 21:51 Uhr
12 Auszeichnungen
Angefixt würde ich durch die Statements hier unten, insbesondere durch Ronin - bezogen auf die 1. Hälfte seines Statements.
Den Villoresi Duft "Aura Maris - Mare Nostrum" kenne ich und mag ihn sehr, "Escentric 2" befindet sich in meiner Sammlung - ich mag ihn genauso wie beim ersten Test.

Merkmale beider Düfte in einem ( den Villoresi habe ich nach wie vor auf dem Radar, was einen perspektivischen Erwerb anbelangt) interessierten mich beim Lesen Ronin's Stements ungemein.

Die 2. Hälfte des Statements trifft auf mich nicht zu, ich mag Aquaten sehr.

Der Duft eröffnet mit erfrischenden feinsten Hesperiden, die ich nicht komplett auseinanderdividieren kann, alsbald werden sie leicht würzig augmentiert, bevor es etwas blumig wird.

Die Basis kommt schnell dazu, sorgt für leichte holzige und harzige Wärme, - all dies geschieht ohne daß das Zitrische oder die Blumigkeit völlig verschwinden. So hält sich das Ganze für 2-3 Stunden.

Auf Aquatik warte ich in der Zeit vergebens, ISO sticht hier ebenfalls nicht hervor.
Nach ein paar Stunden erst nehme ich einen feinen Hauch Wasser, es wird Calone sein, wahr. Ganz zart gesellt sie sich zu dem Rest - die anderen Riechstoffe sind noch vorhanden.

Der Duft ist leise und sehr, sehr ausgewogen. Die Haltbarkeit ist gut. Zuletzt erinnert er mich ein wenig an "Aqua di Gio".
Natürlich wurden hier mehrere bereits bekannte Duftmuster kombiniert - jeder mag für sich entscheiden, ob er / sie das in Wiederholung haben will.

Mir gefällt dieser Duft sehr bei diesen hohen Temperaturen, zu allen Gelegenheiten.
In mediterrane Gefilde paßt er natürlich auch.


23.03.2018 22:24 Uhr
10 Auszeichnungen
Ich rieche auf den Schlag : trockene, pudrige WUNDERSCHÖNE Iriswurzel nebst anderen Blumen - ein Traum!
Die Solar-Note kann ich nicht herausdifferenzieren. Eine leichte Süße mit einem Hauch von etwas wässrigem ist wahrnehmbar.

Nach einer Weile verliert sich die Iris, wegen der allein ich das Parfum eigentlich hätte haben wollen; der Duft wird süßer, nicht klebrig.

Leider geht ihm die Puste aus, er endet süßlich - blumig, ähnelt vielen anderen bekannten Düften.


10.03.2018 18:03 Uhr
14 Auszeichnungen
...ich meine: einer Firma, die auszog, Veränderungen zu bewirken.
Chloe ist bekannt für modern interpretierte Blumen - oder Puderdüfte. Alle sehr feminin, gefällig und tragbar.
Daß "Love, Chloe" eingestellt wurde, bedaure ich sehr.

Nun werden neue Richtungen eingeschlagen - aber ist diese Richtung wirklich neu?

Der Frauentyp des Webespots verkörpert cleane Straightness, die etwas anderes darstellen soll als mädchenhaftige Blumigkeit.
Wobei: im richtige Leben erwischt man diesen selbstbewußten Frauentyp nicht selten mit kontra-olfaktorischen Duftkompositionen: z.B mit Blumen, Duftsüßigkeiten, Obstsalat, Orientalen oder N°5.
Nur der Nase nach, bei dem was gefällt!

Was mir bei "Nomade" als allererstes in die Nase fliegt, ist eine synthetisch - holzige Note, die von zarter, heller Blumigkeit entschärft wird. Diese Synthetiknote kommt mir sehr bekannt vor: mir fallen auf´n Schlag " Dahlia Divin Eau de Parfum", "Florabotanica", "My Burberry" ein.

Ich gehe davon aus, daß es sich hierbei um das synthetische Eichenmoos handelt, denn mit dem Eichenmoos, das ich aus älteren Düften kenne, hat diese Note nichts gemein. Auch wird Chloe´s neue Nomadin als Chypre bezeichnet, was sich von dem, was ich als Chypre kenne, um Lichtjahre entfernt hat.

Schnell wird es fruchtig süß. Mirabellensüße in der Herznote ist der Dreh und Angelpunkt des Duftes, der Kompromiß welcher verhindert, daß der Duft zu kantig bleibt.

Nun gibt´s keine Veränderungen mehr: es bleibt synthetisch - holzig - mirabellig süß.
Gern hätte ich ein wenig mehr zitrische Spritzigkeit dazu gehabt, weniger Süße. Wobei: mit Sicherheit werden Flanker folgen, in denen das Thema weiter bearbeitet wird.

Die neue Nomadin ist ein Duft für alle Occasions, sie riecht gepflegt, angenehm - wird ihre Liebhaberinnen in jeden Fall finden!

Sie hält lange. Interessant wäre zu erfahren, wie sie sich auf Männerhaut macht .


16.12.2017 17:07 Uhr
5 Auszeichnungen
Meine Intention diesen Duft zu testen war die Kombination aus Cocos, Vanille und Sandelholz - und, daß ich in anderen Foren gelesen hatte, daß dieser Duft kein Schwergewicht sei.

"Vanille et Coco" von Coudray mein All Time Vanille-Cocos Traum ist z.B. einer, der mir nie ausgehen darf damit er bei anfallsweisen Gelüsten danach sofort verfügbar ist - aber: eine Idee davon in Kombination mit Holz und synthetischen Riechstoffen plus einer nicht übertriebenen Süße schwebte mir vor, als ich die Duftpyramide von diesem Duft hier las.

Synthetik - daß JHG Synthetik kann, war mir schon hinlänglich bekannt.

"Sunny Side Up" startet mit der Kokosnuß, mit einer, die nicht zu artefiziell daherkommt. Gleich im Schlepptau kommen Sandelholz und Vanille zutage und halten sich konstant bis zum Schluß. Blumen rieche ich hier nicht explizit heraus, aber ich schätze, daß die blumigen Bestandteile dieser Süße eine cremig - pudrige (in Kombination mit dem Holz) Richtung geben, die bewirkt, daß dieser Duft nicht zu sehr Gourmand riecht, was bei dem genannten Coudray Duft und anderen dieser Art ebenfalls gut funktioniert.

Der Sandelholzeindruck ist trocken, säuerlich wird´s GsD nicht. Stabilisiert wird das Ganze durch die Basis, die, ohne daß ich die einzelnen Bestandteile für sich herausriechen kann, die Hauptakteure nicht verdampfen läßt und für lange Haltbarkeit sorgt.

Für mich eine unkompliziert fröhlich süße Cocos - Vanille - Holz Leckerei, die die Laune hebt und meiner Meinung nach bestens bei nicht zu hohen Außentemperaturen tragbar ist.


28.07.2017 17:09 Uhr
40 Auszeichnungen
An Chanel Düften schätze ich ihre Tragbarkeit zu allen Gelegenheiten.
Was vollends auf diesen neuen Damenduft zutrifft - wird er schon bevor er überhaupt richtig unter die Leute gekommen ist, teilweise als überflüssiger Allerweltsduft betitelt; was man durchaus so sehen mag, bei näherem Hinriechen sich aber auch eines Besseren belehren lassen kann.

Denn eines muß man Chanel lassen: dem aktuellen Zeitgeist angepaßt können sie tragbare "Allerweltsdüfte" schaffen, die über einen gewissen chanelligen Feinschliff verfügen, wie hier "Gabrielle".

Ich bezweifle, daß Coco selbst einen solchen zarten Duft gemocht hätte, denn er entspricht nicht ihrer Zeit.

Der Duft beginnt eine Idee zitrisch, dann fruchtig und leicht süß, was ich der schwarzen Johannisbeere zuschiebe. Die leichte fruchtige Süße zieht sich durch den Duft, bleibt mit den alsbald wahrnehmbaren Blumen koexistent.

Die Blumen: in der Pyramide tauchen einige Kracher auf wie Ylang-Ylang, Jasmin und Tuberose.
Jede für sich allein könnte schon einen Duft dominieren - hier jedoch leben sie in sehr zartes Miteinander. Nur Leichtigkeit, keinerlei Kopfschmerzhaftigkeit.

Letztendlich kann ich sie nicht mehr voneinander trennen, ich rieche eine freundliche, helle Blumensymbiose.

Genauso leise und dezent mischen sich Sandelholz und Moschus dazu, um für Haltbarkeit zu sorgen und einen Punkt zu setzen.

Ja, "Gabrielle" ist ein Allerweltsduft: tragbar für Frauen aller Altersklassen. Zu allen Jahreszeiten, geeignet für jedwede Aktivität oder Passivität. Ein Alltagsduft. Mehr will "Gabrielle" nicht sein - aber auch nicht weniger.
Polarisierende Neuentdeckungen gibt es anderswo, auch sie sind für uns erreichbar und haben ihre Zeit.

Der Duft hält länger als mittelprächtig. Der Flakon ist m.E. in der gewohnt minimalistischen Chanel - typischen Art und Qualität, mit neuem Design.

Alles in allem ist Gabrielle ein heller, fruchtig - blumig - freundlicher Duft, der mir persönlich sehr zusagt.


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