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THEFUMEROOM
THEFUMEROOMs Blog
vor 1 Jahr - 02.10.2025
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Hört bitte einfach auf!

Hört bitte einfach auf!

Das möchte man in diesen Zeiten so vielen Marken zurufen. Denn Parfum ist längst ein gut laufendes Geschäft und hat mit echter Kunst nur noch in der absoluten Nische etwas zu tun. Und wem das jetzt zu polemisch ist – sorry! Aber wenn man sich die Entwicklung von Marken, den Turnus neuer Veröffentlichungen, die Wahl der Parfümeure und die Duftpyramiden anschaut, kann einem nur ein Gedanke kommen: Hört bitte einfach auf!

Nishane ist ein Haus, das ich immer sehr mochte. Nicht nur für seine experimentellen Düfte, sondern so insgesamt. Irgendwie hatten die Düfte immer Ecken und Kanten. Jetzt werden sie von Jordi Fernandez gemacht. Und in allen ist „Akigalawood“. In einem sogar gleich zweimal. Und sowohl „Jordi Fernandez“ als auch „Akigalawood“ kann ich nicht mehr hören/lesen/riechen. Der Typ ist ein Star bei Givaudan und kippt dieses Zeug (ähnlich wie der andere Givaudan-Liebling Quentin Bisch) in so ziemlich jede seiner Kompositionen. Das Ergebnis sind Düfte, die nicht schlecht riechen, aber so, als würde man sie schon kennen – nur halt stärker, penetranter und langlebiger. Neu ist da nix, kreativ sowieso nicht und mutig erst recht nicht. Aber scheinbar wollen Marken das auch gar nicht mehr sein: neu, kreativ und mutig. Stattdessen setzt man auf das, was sich gut verkauft. Gerade ist es Gourmand und selbst eine Marke wie Dusita macht da plötzlich mit.

Es ist wirklich nicht mehr auszuhalten, wie viele Marken (auch welche, die vielversprechend angefangen haben) plötzlich nur noch langweiliges Zeug rausbringen. Pernoire? Haben seit Ewigkeiten nichts Gutes mehr herausgebracht, sondern nur den Wilhelm’schen Durchschnitt an den Mainstream angepasst. Nicht falsch verstehen: Ich will hier nicht die Arbeit von Andreas Wilhelm diskreditieren – im Gegenteil! Der Mann hat verstanden, wie erfolgreiche Nischendüfte funktionieren, und nutzt diese Formel maximal aus. Aber Pernoires Wurzeln liegen woanders. Die ersten Düfte der Wilhelm-Ära waren Reformulierungen ehemaliger Vincent-Micotti-Düfte und radikal anders als das, was die Marke mit Poka, Anelo, Melos und Oudian rausgebracht hat. Alles Düfte, die sich dem Zeitgeist anbiedern, aber nichts Interessantes mehr zu bieten haben. Und das ist schade, denn die „alten“ Pernoire-Düfte (auch die Reformulierungen von Andreas Wilhelm) mochte ich sehr und trage viele von ihnen auch heute noch gerne. Trotzdem hat die Marke für mein Empfinden ihr Profil verloren und sich zu sehr dem Massenmarkt angepasst und dem, was heute von Düften verlangt wird: Süße, Sillage und 24 Stunden Haltbarkeit.

Über BORNTOSTANDOUT und Mind Games will ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Gerade Mind Games ist meiner Meinung nach eine der schlechtesten Marken überhaupt, so absolut uninspiriert, dass es weh tut. BTSO hat immerhin noch ein paar Düfte im Line-up, die zumindest einen Hauch Radikalität atmen – wenn auch wenige, und einige von denen wirken schlicht unfertig. Allerdings ist BTSO für mich eine Lifestyle-Marke, die mit Nische wenig bis nichts zu tun hat. Aber auch wenn man mal die absoluten Lowlights außen vor lässt, entwickelt sich die Branche in eine Richtung, in der es kein richtiges „Vorwärts“ mehr gibt. Stattdessen werden sogar in der Nische Flanker immer häufiger (Ex Nihilo mit seinen Extraits, die übrigens zu einem großen Teil von Jordi Fernandez gemacht wurden) oder eine DNA wird so minimal modifiziert, dass man Leuten im Prinzip dreimal denselben Duft verkaufen kann (die Oud-Reihe von Maison Crivelli, gemacht von Jordi Fernandez). Habe ich übrigens schon gesagt, dass extrem viele Düfte aktuell von Jordi Fernandez gemacht werden? Die Auftragsbücher von Givaudan sollten also auch in Zukunft gut gefüllt sein. Und wenn man dann als Teil der IFRA auch noch dafür sorgt, dass die Reglementierungen für natürliche Inhaltsstoffe immer strenger werden, dann kann man bald in jeden Duft „Akigalawood“ reinschütten. Kaum zu glauben, dass selbst so ein Unternehmen mal mit echtem Eichenmoos gearbeitet hat (der Chypre Inferno von Nocturne z.B. baut auf einer Chypre-Basis von Givaudan auf, die Ende der 70er/Anfang der 80er hergestellt wurde).

Aber um mal wieder auf meinen Ausgangspunkt zurückzukommen und mich nicht komplett im „Klein-Klein“ zu verlieren: Mein Eindruck ist, dass große Konzerne mit wenigen Parfümeuren und patentierten Inhaltsstoffen einen Großteil des Marktes dominieren. Das ist soweit nichts Besonderes, sondern einfach Marktmechanismen, die wenig überraschend sind. Aber das bedeutet auch, dass sich die Konsumenten vom Prinzip der „Duftkunst“ scheinbar verabschiedet haben und Parfum als performativen Teil ihres Lifestyles bzw. als bloßes Statusobjekt akzeptiert haben. Sprich: Es zählt nicht der Duft, die Erzählung, die Details, die Entdeckung, sondern vor allem die Performance und das „Wahrgenommenwerden“. Denn genau das ist es, was Parfümeure wie Jordi Fernandez bedienen: Luxus-Düfte, die wie eine Louis-Vuitton-Tasche oder eine Moncler-Weste zur Schau getragen werden, aber jeglicher Subtilität und jedem Stilbewusstsein beraubt sind. Kalte, kalkulierte und austauschbare Duftbomber für Leute, denen es völlig egal ist, wie ein Duft riecht, sondern nur, was er kann. Und vielleicht noch, was er gekostet hat. Ich weiß … jetzt klinge ich wie ein frustrierter alter Mann, der über die Oberflächlichkeit der Welt klagt. Und natürlich ist auch da was dran, aber ich will auch nicht komplett weltfremd wirken, denn diese Entwicklung ist (wie schon gesagt) weder neu noch überraschend. Auch in der Musik werden Subkulturen ständig von großen Marken untergraben, die hoffen, dass ein bisschen des Verve einer solchen Szene auf sie abfärbt und sie deren Werte dann maximal kommerzialisieren und für die Masse zugänglich machen können.

Am Ende ist es auch fast egal, denn jede und jeder muss selbst entscheiden, was Parfum für sie oder ihn bedeutet und ob sie oder er Lust hat, sich die immer gleichen Düfte wieder vor die Nase setzen zu lassen. Ich finde es einfach schade zu sehen, dass immer mehr Häuser – und da schließt sich der Kreis – die durchaus kreativ angefangen oder zumindest Raum für solche Experimente gelassen haben, sich der Gleichförmigkeit und Redundanz unterwerfen und sich scheinbar mehr von Zahlen und Trends denn von einer künstlerischen Vision leiten lassen. Aber wie seht ihr das? Ist mein Blick da zu pessimistisch oder seht ihr die Entwicklung ähnlich? Und vor allem: Was macht einen Duft für euch gut bzw. welche Ansprüche habt ihr an ein Parfum? Ich bin gespannt und freue mich auf eure Antworten.

Aktualisiert am 02.10.2025, 10:48 Uhr
158 Antworten
IgliIgli vor 4 Monaten
Ich suche jetzt immer mehr nach Düften, die was Interessantes mit drin haben und mir damit natürlich noch gefallen. Wenn es eklig ist, möchte ich mich damit nicht parfümieren. Er sollte auch nicht unbedingt (oder nicht extrem) wie zehn andere duften. Weißt du da zufällig was für Damen? Zwei, drei aus deinem Aquatik Video möchte ich testen!
HallodriHallodri vor 4 Monaten
Danke. Dem habe ich quasi nichts hinzuzufügen!
Nische ist tot. Irgendwie. Und leider.
Neuere Nischenlabel hauen echt nur noch Beduftung für so genannte Maincharacter heraus. Und das gefühlt im Minuten-Rhytmus.
Olfaktorische attention whores quasi.
Schlimm.
Ich halte mich jetzt lieber an Klassiker aus vergangenen Jahrzehnten und Vintage-Sachen. Die sind mit Abstand cooler und wesentlich besonderer als BornToBeEdgelord, ey!
GardenHermitGardenHermit vor 7 Monaten
1
Ich frag mich häufiger, wie Fernandez und Bisch das zeitlich auf die Kette kriegen, markenübergreifend in jedem 2. Duft ihre Nase im Spiel zu haben. Immerhin Bisch kann zumindest innovativ (auch wenn ich seine hardcore Synthi-Kompositionen dauerhaft allesamt untragbar fand).
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 7 Monaten
Ich glaube, die haben Teams, die für sie arbeiten und auch die Schubladen ganz schön voll mir so halbfertigen Entwürfen, die sie dann an irgendwelche Marken verkaufen. Damit die wirklich selbst Hand anlegen, muss man vermutlich ganz schön was zahlen …
Dini1977Dini1977 vor 1 Jahr
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Kann ich voll unterschreiben! Bei mir ist (nach 30 Jahren Duftliebe) echt eine gewisse Langeweile aufgekommen. Diese ständigen Neuerscheinungen im Akkord und auch diese unzähligen Flanker gehen mir echt ab! Ich brauche meine alten Schätze jetzt vermehrt auf und 99 % werden somit auslaufen....es bleibt dann ggf. ein überschaubarer Bestand und auch dort wird etwas ausgemistet werden. Mal sehen
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
4
Ich finde das gar keine schlechte Einstellung zu sagen: Ich mache jetzt alles erstmal leer und dann schaue ich, ob und was ich nachkaufe oder wo ich nochmal was Neues möchte. Sorgt ja auch dafür, dass man wieder Platz hat und vielleicht merkt man auch, dass man manche Düfte gar nicht nochmal braucht :)
GoldGold vor 1 Jahr
5
Kann Dir einfach nur zustimmen. Hervorragende Analyse. Diese "Ich, Ich, Ich"- Parfums, die einfach nur stressen und wie eine Fanfare den Auftritt ankündigen, um dann noch 24 Stunden im Flur herumzuwabern, damit du den Träger auch nicht vergisst. Irgendwie fast schon Körperverletzung, auf jeden Fall Grenzüberschreitung. Mein Freund ist allergisch gegen solche Parfums und hat richtig schlimme Probleme an seinem Arbeitsplatz, wenn im Krankenhaus aus dem Behandlungszimmer so ein Monsterduft nicht mehr weichen will. Der Trend ist gruselig. Alles irgendwie kleine Egomaniacs à la Trump. Trompeten ihren Duft heraus ohne Rücksicht auf Verluste.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
2
Trump ist dann glaube ich nochmal schlimmer, aber ich weiß natürlich was du meinst. Mein Gefühl ist aber, dass da eher ein zu geringes Selbstbewusstsein kaschiert werden soll. Leute, die wirklich in sich Ruhen haben so Krawalldüfte in der Regel gar nicht nötig. Aber die Vorstellung im Arbeitskontext ständig damit konfrontiert zu werden, stelle ich mir auch mehr als stressig vor.
KerstinKerkoKerstinKerko vor 1 Jahr
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Ich bin noch nicht sooo lange in der Duftwerl unterwegs, aber mein Eindruck ist, dass das Marketing der "grossen" Häuser sehr gut funktioniert hat.
Waren in meiner Jugend (Mitte 80er) Düfte noch etwas, um einfach nur gut zu riechen, sind sie mittlerweile zum Statussymbol geworden. Selbst Duftanfänger starten gleich mal mindestens mit Xerjoff und Tom Ford und ständig wird nach "Beastmode"- und "Safe Blindbuy"-Düften im Forum und im Ticker gefragt...
Die Marken wollen halt alle verkaufen und produzieren en Masse das, wonach die Käuferschicht am lautesten schreit.
Ich selber freue mich mehr an leisen, besonderen Düften, die Emotionen oder Erinnerungen hervorrufen oder mich einfach (positiv) überraschen.
Das muss auch nicht unbedingt "Nische" sein... manches Mal überraschen sogar Designer oder Cheapies 😉
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
3
Ich sage auch nicht, dass es immer "Nische" sein muss. Aber es sollte schon den Anspruch haben, nicht einfach nur die Kopie eines erfolgreichen Dufts zu sein. Wie viele ON-Klone mit Leder-Himbeere gibt es mittlerweile? Bei dem Thema "Statussymbol" bin ich auch absolut bei dir, das schreibe ich ja auch im Text. Und was den Ticker angeht … das ist eine ganz andere Welt. Aus diesen Diskussionen halte ich mich aber lieber raus.
SebastianMSebastianM vor 1 Jahr
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Ich möchte noch einen Gesichtspunkt erwähnen: Die Sache mit den Selbstkopien gibt es auch in der echten Nische. Francesca Bianchi beispielsweise hat Etruscan Water und dann noch gefühlt weitere 4711 Variationen auf Azurée herausgebracht. Man könnte sagen: der Frau ist nichts eingefallen. Oder: sie war damit erfolgreich und hat deswegen in derselben Richtung weitergemacht (was ich völlig OK fände). Oder: hier hat eine Künstlerin das Potenzial eines Themas sorgfältig ausgearbeitet, bis es für sie zu Ende erzählt war und sich dann neu orientiert. Ich würde ihr Letzteres zugutehalten. - In Fällen wie Nicolai ist diese Neuorientierung mit einem Generationenwechsel verbunden. Und hier finde ich es interessant, wie abseits der "mutigen" Gourmandise-Reihe Schritte in Richtung einer behutsamen Modernisierung gehen. Die alten Sachen gefallen mir trotzdem viel besser. Aber wer bin ich, einem solchen Haus deswegen an den Karren zu fahren? Abwarten und beobachten...
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
2
Ich finde das ja schön, dass wir uns eigentlich in so vielen Punkten einig sind. Und bei Prin sehe ich das auch so – kennst du einen, kennst du alle. Die unterscheiden sich oft nur in Nuancen und da macht er (und die Noten) ja auch kein Geheimnis draus. Aber immerhin kann man Prin nicht vorwerfen, sich dem Mainstream anzubiedern, dafür ist das Zeug (Redundanz hin oder her) doch zu sperrig. Den aber so über alles zu stellen und so abzukulten finde ich allerdings auch etwas überzogen …
SebastianMSebastianM vor 1 Jahr
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Nimm das mit der Karre nicht zu wichtig, wie gesagt, Polemik. - Von Bianchi zu sagen, dass sie nur einen Duft könne, liegt mir zwar auch immer auf der Zunge, aber zum Beispiel gibt es Angel's Dust, weder grob, noch fettig, noch ledrig-animalisch, sondern eine schöne, süß-pudrig bestäubte Lippenstiftrose. Was ist dagegen einzuwenden, wenn sie sich jetzt auch Obst beibringen will und damit ein größeres Publikum erreichen? Sie führt schließlich einen Betrieb, der Gewinn erzielen soll. Dabei ist Mango noch ziemlich ungewöhnlich: weniger als 1% der Parfüms in der Parfumo-Datenbank enthalten Mango. Fünf davon sind von Prin Lomros. Der kopiert sich übrigens auch dauernd selbst, und kaum jemand beschwert sich.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Auch hier würde ich sagen, dass ich niemandem an die "Karre gefahren" bin bzw. das auch gar nicht beabsichtige. Für mich – als jemand, der die Szene nur beobachtet – wirkt es so, als würde da einem Trend gefolgt werden, zumindest mal mit der "Les Gourmandises"-Reihe. Und was Bianchi angeht: die ist Autodidaktin und das merkt man in ihren Düften. Ich mag das Grobe und Ungeschliffene, das Fettige und Verruchte. Aber wenn man ganz hart wäre, könnte man sagen, dass sie genau einen Duft kann und den verdammt gut und in zig Varianten. Klar, das ist nicht ganz richtig (Etruscan Water oder The Mariner's Rhyme sind schon anders und eigen), aber gerade bei ihren animalischen Leder-Düften sind die Unterschiede gelinde gesagt marginal … Und dass sie jetzt einen Mango-Duft gemacht hat, hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht, denn normalerweise hat die sich um Trends nie geschert …
DjeffDjeff vor 1 Jahr
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Für mich sollte ein Duft Emotionen auslösen. Ich möchte ins Träumen geraten, es sollte sich vor meinen Augen ein ganzes Leben abspielen.
Oder ich möchte durch die Frische des Duftes animiert, aktiviert, motiviert werden.
Oder ich möchte durch den Duft zur Ruhe kommen an einem hektischen Tag.
Oder der Duft soll mich kreativ inspirieren.
Oder der Duft soll mich ……..
Jeder Duft erzeugt eine Emotion, bewusst oder unterbewusst.
Wir?entscheiden welcher Duft welche Emotion bei uns ( oder bei anderen z.B. Bewunderung , Respekt ect. ) auslösen soll.
Für mich persönlich erzeugt der Duft je ausgefeilter und kreativer er ist dementsprechend auch die Emotion der uniqness, was Menschen ja auch alle sind.
DjeffDjeff vor 1 Jahr
1
Ich wollte es mit meinem letzten Satz zum Ausdruck bringen.
Ich stimme Dir völlig zu, dass der Mainstream sich längst auch im Bereich Nische breitgemacht hat ( z.B. Parfums de Marley).
Viele Dufthäuser verlassen ihre Werte bzw. ihr Alleinstellungsmerkmal indem einfache und gefällige Düfte kreiert werden die immer mehr die Breite Masse ansprechen, um mehr Profit zu generieren.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Ich bin gerade unsicher, ob das ein Plädoyer für oder gegen meinen Standpunkt ist. In jedem Fall würde ich dir recht geben, dass ein Duft, der eine Emotion triggert – egal welche es auch sein mag – erstmal seinen Job gemacht hat. Nichts ist schlimmer, als ein Duft, der einfach nur egal ist.
NoirDOrNoirDOr vor 1 Jahr
Ach ja, ich vermisse sie auch ein wenig - die Sehnsucht, die Neugier, die Romantik, die den Antrieb inne trägt Neues zu erschaffen oder Anderes zu probieren?
So verstehe ich deinen Beitrag und sage bewusst nicht ‚träum weiter‘!
#Vomex
Grüße
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Ja, es geht mir darum, dass man einfach mal wieder Extreme auslotet und nicht den x-ten Himbeer-Leder oder Rose-Oud-Safran-Duft. Argos hat drei neue Düfte rausgebracht, die alle Rose-Oud-Safran-Leder drin haben. Was soll das?
NebutzerNebutzer vor 1 Jahr
Diesen Eindruck habe ich zur Zeit leider auch bei Quentin Bisch und Amouage :(
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Bisch ist ein fantastischer Parfumeur, wenn man ihn machen lässt. Aber ich glaube, dass die meisten von ihm immer wieder die gleichen Düfte haben wollen, weil die sich einfach gut verkaufen.
XyzXyzXyzXyz vor 1 Jahr
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Bin gestern extra nach Dings gefahren, um zwei neue Düfte von zwei „guten“ Häusern zu testen - beide belanglos. Was zum Geier!
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
Welche Düfte waren es denn, wenn ich fragen darf?
SaturationSaturation vor 1 Jahr
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Hey, bin voll deiner Meinung... ich erkenne hier auch Parallelen zur Entwicklung von Musik Industrie. Aggressiver Kapitalismus und AI machen vieles durchschnittlich, langweilig und belanglos. Ich greife letztens viel häufiger zu älteren 70' 80' Düften, chypre, fougere, usw... there is a light that never goes out!!!!
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Ich habe auch meine Liebe für Vintage-Düfte entdeckt und zwar sowohl zu den "alten Klassikern", als auch zu den "Neuen", wie z.B. den Düften von Angelos, Liz Moores oder Manuel Cross.
OooniddaOoonidda vor 1 Jahr
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Fühle ich! Dazu finde ich aber auch die Positionen von @Nst85 und @Florecilla richtig gut!
Einerseits macht natürlich der "Markt" die Musik. DIe Kreativen können es sich nicht leisten, reine Kunst um der Kunst willen zu produzieren. Es ist nun mal eine natürliche Entwicklung, und es gab schon immer die Künstler, die Szenen, die Trends und die kapitalistischen Trittbrettfahrer.
Andererseits beobachte ich leider auch, dass gefühlt fast jede Brand (außerhalb des Hardcore-Artisanal-, Ultra-Nischen-Bereiches) mittlerweile nicht ohne "Oud", "Kirsche", "Kokosnuss" oder "Pistazie", Ambrofix, Ambrocenide, Hedion, Lactone etc. auskommt. Das verhagelt einem doch sehr die Freude. Plus die Tatsache, dass Marken, die früher so eine breite Palette an spannenden und einzigartigen Düften hatten, ihre Palette gerade stark in den absoluten Mainstream verengen (Liquides Imaginaires – ich meine dich! 🫩), während sie gleichzeitig dreimal so viele Düfte rausbringen wie vor fünf Jahren.
XyzXyzXyzXyz vor 1 Jahr
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Yup. Gestern auch erlebt. 2x bei 2 Parfüms von 2 Häusern. Aber die wollen halt auch überleben und brauchen das Lockmittel „Reiz des Neuen“. Zudem findet sich ja immer mal wer, dem genau dieses Neue, das andere belanglos finden, saugut gefällt. Ich erinnere mich, wie Perseus in dem Zusammenhang gebasht wurde - für m i c h war und ists genau d e r Orangenduft, den ich seit Kindertagen suche…
OooniddaOoonidda vor 1 Jahr
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This. Das ist mein haupt-butthurt denke ich. Die persönliche Kränkung seine "Lieblinge", die Hoffnungsträger in die Belanglosigkeit driften zu sehen.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Liquides Imaginaires ist ein gutes Beispiel dafür, wie man eine spannende Marke in die absolute Mittelmäßigkeit überführen kann. Dabei waren die echt immer sehr kreativ (auch mit ihren Aquaten). Klar, jetzt kann man sich natürlich anderen Düften/Häusern zuwenden, aber schade ist es trotzdem.
MrWhiteMrWhite vor 1 Jahr
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Es ist ja genau umgekehrt: die Konsumenten können einfach aufhören. Finde es etwas vermessen, erfolgreiche Unternehmer aufzufordern, erfolgreiche Geschäfte aufzugeben, da hängen Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum etc. dran.
Auch deinen Einwand zu LV und Moncler verstehe ich nicht: das sind Häuser mit sehr langer Tradition und begeistern jedes Jahr aufs Neue mit tollen Materialien, Schnitten, Farben und Kooperationen mit anderen Künstlern. Ich könnte dir jetzt einfach schlechten Geschmack und Stil vorwerfen, aber genau das tue ich nicht, denn es gibt für alle da draußen etwas und das ist gut so.
JenkinsJenkins vor 1 Jahr
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Lieber Herr Weiss, Chapeau! Es geht doch nichts über Marketingopfer, die irrsinnig stolz drauf sind, dass sie sich ihre Dummheit leisten können! Wieviel weniger Spass hätten wir denn ohne die...?
P.S.: Es gibt auf Parfumo Sammlungen, da schäme ich mich immer fremd ob der Monokulturen, die einem da entgegenprangen und ich verstehe da schon die Sicht des Blogautors. Denn genau da liegt sowohl Impetus wie Ergebnis dieser Entwicklung begraben. Über die Reihenfolge kann man streiten: Ei oder Henne? Aber der MrWhite hat schon recht: will man jemandem wirklich vorschreiben WIE er wirtschaftlich erfolgreich sein soll? Ich persönlich finde diese Entwicklung zum Kotzen, vor allem, weil man bei vielen Marken, die eigentlich ganz anders unterwegs waren, solche Zugeständnisse riecht, ganz egal ob Guerlain, Penhaligan's, Le Galion etc etc... Nur: wenn deren olfaktorische Zeitgeistschlümpfe erfolgreich sind, finanzieren sie auch die Klassiker-Backlist mit! Aber man sollte wissen, woher man kommt!
MrWhiteMrWhite vor 1 Jahr
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Sorry, mein Fehler. Hab gerade durchgezählt, es sind 7 Jacken, nicht 6...
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Ich werde mich bestimmt nicht mit dir über Mode-Geschmack streiten. Aber ich glaube, du willst mich missverstehen, daher ist an dieser Stelle für mich alles gesagt.
MrWhiteMrWhite vor 1 Jahr
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@THEFUMEROOM Hab 6 bunte Moncler-Jacken und 2 Westen. Mir gefällt das. Brauchst und kannst du nicht kritisieren, denn juckt mich nicht😂 Sind peinlich so Pauschalaussagen🙈
FlughörnchenFlughörnchen vor 1 Jahr
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@THEFUMEROOM, nicht ganz... Die Klamottenschmieden sind in Italien. Nur die Belegschaft die dort die Sachen zusammen klöppeln müssen sind aus gottweißwoher eingeflogen und arbeiten für nicht mal 4€ die Stunde. Menschen ohne jegliche Fachkenntnis. Die "machen" das was ihnen aufgetragen wird und das möglichst im Akkord.
Kam erst neulich ein Bericht im TV darüber.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Doch, du darfst mir sehr gerne schlechten Geschmack vorwerfen, denn darum geht es am Ende. Und ja, der Blog ist gewollt zugespitzt und polemisch – es geht auch gar nicht darum, dass die genannten Häuser "dicht" machen sollen, sondern dass ich mir wünschen würde, dass sie aufhören sich selbst zu kopieren. Es ist eher an Appell wieder mehr Mut zu zeigen und neue Dinge zu probieren, statt alte Erfolgsformeln immer wieder aufzukochen. Und was LV und Moncler angeht – da stimme ich überhaupt nicht zu. Das Zeug ist weder von den Materialien, noch von den Schnitten her besonders toll – das ist (zumindest mMn.) reiner Status-Kram für Leute, die auch einen G65 AMG für ein schönes und sinnvolles Auto halten. Ja, das war jetzt auch wieder Polemik, aber so sehe ich das nunmal. Viele dieser Klamotten werden unter extrem ausbeuterischen Bedingungen gefertigt und dann zu Mondpreisen verkauft. Da steht dann "Made in Italy" dran, weil man gerade noch den Reißverschluss in Mailand dran genäht hat …
SebastianMSebastianM vor 1 Jahr
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Noch ein Wort zum Akigalawood: Erstens ist das nicht neu, gibt es schon viele Jahre. Es wird in letzter Zeit nur häufiger explizit genannt. Zweitens ist das kein Kunstholz.
Man erhält es durch enzymatisches Upcycling von Abfallprodukten der Patchouli-Destillation. Es handelt sich nicht um ein einzelnes Molekül, sondern um ein Gemisch. Unter anderem ist Rotundone darin enthalten, das auch Pfeffer seine typische Note verleiht. Obwohl künstlich hergestellt, ist es kein "synthetischer" Stoff. Es wird recht unterschiedlich beurteilt. Ich mag in vielen Parfüms sein an Patchouli erinnerndes, holzig-würziges Profil mit pfeffrigen und erdigen Nuancen. Wie gesagt, hat mit der Kunstholz-Seuche von Ambrocenide und Co. nach meiner Meinung nichts zu tun.
IntersportIntersport vor 1 Jahr
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@SebastianM …das sehe ich ganz ähnlich. Das Name Dropping von Riechstoffen ist schon lange mit solchen verbunden, die auch für Nicht Chemie Leute einprägsame Namen haben: Hedione, Calone, Ambroxan oder eben Akigalawood. Dihydromyrcenol, in früheren Dekaden ähnlich häufig eingesetzt, ist hingegen wegen des sperrigen Namens so gut wie nie „offiziell“ zu sehen.
Und Bisch ist hier ein interessanter Sonderfall, da offenbar das Givaudan Marketing genau darauf setzt, den in-House Parfumeur mitsamt seinen Captives quasi in Riechstoff/Personalunion zu projizieren. Die Rechnung geht sicher auf, und ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Jahren noch mehr einfach klingende Captives kommuniziert sehen werden – Parfum in Zeiten der molecular awareness…
SebastianMSebastianM vor 1 Jahr
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Ich vermute - zugegebenermaßen ohne Evidenz - dass es immer schon in vielen Givaudan-Basen drin war, oder einfach "Patchouli" hieß - sich aber jetzt die Ansicht durchgesetzt hat, dass "Akigalawood" schick exotisch klingt und sich als Alleinstellungsmerkmal prima in Duftpyramiden aufführen lässt.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Akigalawood ist ein fraktioniertes Patchouli-Öl, kein Superamber – das ist richtig. Und dass es nicht neu ist, weiß ich auch. Nur finde ich es schon erstaunlich, dass es aktuell bei manchen (Givaudan)-Parfümeuren in fast jeder Formel auftaucht …
SebastianMSebastianM vor 1 Jahr
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Ich polemisiere mal zurück: Dass Parfüm Kunst sein soll, halte ich für unnötige Überhöhung. Parfüm soll einfach gut riechen. (Ich verweise auf Guy Robert.) Es ist schon immer ein der Mode unterworfenes Luxusgut gewesen. Und immer schon haben mir 99,9% der Neuerscheinungen nicht gefallen. Außerdem teste ich Parfüms, nicht Marken. Dabei finde ich viel Neues: Unter den ca. 15 Parfüms mit Erscheinungsjahr 2025, die ich in den letzten 10 Monaten getestet habe, haben mir 10 gefallen. Das ist 1 pro Monat. D
Mein Schnitt war auch früher nicht besser. Und was den angeblichen Verlust von Originalität angeht: Die 80er Jahre Damenchypres rochen irgendwann auch alle gleich, genau wie die 90er Aquazen, die 00er Sauberdüfte oder eben heute das süß-würzige Zeug. Also Jammer nicht rum, freu Dich, dass Du trotzdem solche Auswahl hast.
PollitaPollita vor 1 Jahr
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@Ergoproxy: Das Thema hatte ich auch mal, als ich über Basisnoten sprach. Die Parfums der Siebziger, Achtziger und Neunziger konnten das in Vollendung. Duftverlauf abwarten und kein Duft roch am Abend gleich wie am Morgen. Und fast jede Basis war schön, magisch, verschmolz mit der Haut. Jetzt bleiben oftmals nur noch "BASF"-Basen übrig und vieles riecht irgendwie gleich, wie Chemieunfall für mich. Nach Ausnahmen müssen wir schon etwas suchen. Sie gibt es aber noch.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Den Punkt ob Parfum nun "Kunst" oder "Konsumgut" ist, teile ich – das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber für mich sollte alles, was "Luxus" ist, auch eine künstlerisch Komponente oder zumindest Vision haben und nicht ausschließlich aus kaltem Kalkül heraus entstehen. Darum finde ich auch eine Marke wie Mind Games so furchtbar, weil das einfach seelenlos und am Reißbrett gedacht ist. Und ich würde mich auch vom Vorwurf des "Gejammers" distanzieren. Es ist ein Trend, der mir aufgefallen ist und der mich persönlich stört, weil ich schon Häuser habe, die ich tendenziell "gerne mag" (ohne jetzt "Fan" zu sein) und die das, was sie mal aus- und für mich interessant gemacht hat, über die Jagd nach Trends verloren haben. Das es hingegen weiterhin genug tolle Düfte und dementsprechend Auswahl gibt, habe ich ja nie bestritten …
ErgoproxyErgoproxy vor 1 Jahr
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... für sich, aber in letzter Zeit gleichen sich oft Sachen immer mehr, wenn die Kopfnote sich verflüchtigt hat. Ich behalte mir meine Neugierde bezüglich meines Hobbys bei und warte ab, bis eine neue Trendsau durchs Dorf getrieben wird. Aber ab und zu mal etwas jammern und sich dann mit Menschen welche die gleiche Leidenschaft haben darüber austauschen tut gut und man bekommt dann auch wieder neue Impulse und Anregungen.
ErgoproxyErgoproxy vor 1 Jahr
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Ich beschäftige mich nun seit 45 Jahren mit Parfums und Du hast Recht, dass in jeder Dekade gewisse Trends bei Düften erkennbar waren und immer noch sind. Ob Parfum nun Kunst oder Gebrauchsgut ist, dass liegt wohl im jeweiligen Auge der Betrachtungen Person. Ich sehe das da eher wie Du. Was ich bei Fumeroom aber verstehe, sind die Aspekte PreisLeistung und der Mangel an Innovation und die Flut an neuen Marken die mit Marketing-Geschwurbel eine gewisse Exklusivität versprechen und man am Ende gefühlt die gleichen Gewässer wie bei bereits bestehenden Marken bekommt. Und mal ehrlich, auch wenn früher die Duftrichtungen kopiert wurden, so komplett identisch, wie mittlerweile Gerüche mit übersteuerten Fixateuren riechen, rochen weder die Chypre der 70er, die Orientalen der 80er, die Obstbäumen der 90er und die Sauberdüfte der beginnenden 2000ern. Das Phänomen ist erst mit Ende der 0er Jahre aufgetreten. Auch ich finde immer noch aktuelle Kreationen die mir gefallen und teste jeden Duft
KäseKäse vor 1 Jahr
4
Ich verstehe gut, was @THEFUMEROOM meint und würde das nicht einfach als Gejammer abtun.
Ich verstehe aber auch deinen Punkt gut.
Ich habe inzwischen so viel "Übung", dass ich Düfte, deren DNA in den 1920ern entstanden ist, auch erkenne und diesem Jahrzehnt zuordnen kann.
Alisa23Alisa23 vor 1 Jahr
1
Wahrscheinlich hast du recht. Der Artikel hat mich etwas zum Denken angeregt. Mein persönliches Fazit. Es stört mich nicht dass es so ist wie es ist. It’s just Business, nichts Persönliches!
Ich sehr mich eher als jemand, der die Perle im Duftozean finden möchte die dann meine eigene wird und zwar aus Düften der letzten 20 Jahre, und da habe ich genug Auswahl. Mein geliebtes Osmanthe Yunnan von Hermes ist ziemlich alt, und mein Tubereuse Astrale ist fast brandneu. Who cares was heute alles erscheint und wieviel Abwechslung drin ist?! Ich bin nicht Luca Turin und auch kein Giveaudin Vorsitzender. Ja vielleicht kauft man heutzutage eher die Brecher die alle ähnlich sind aber andererseits es gibt immer noch feine Boutiquelinien siehe Hermesense da sind auch viele neue Erscheinungen wunderschön gemacht
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
4
Der Blog war ja absichtlich etwas spitz und polemisch formuliert und auch ein bisschen aus dem "Bauch" heraus geschrieben. Aber ich checke halt regelmäßig die Neuerscheinungen (auch, weil ich natürlich gucke, was für mich relevant sein könnte) und merke immer öfter, dass Marken, die ich früher super gerne mochte, nur noch Kram machen, der mich total langweilt.
ChrisPFChrisPF vor 1 Jahr
9
Es ist meines Erachtens nur eine Frage der Zeit, bis auch außerhalb unserer Kreise genügend "normale" Konsumenten Lunte riechen und dieses Spiel nicht mehr mitspielen. Das ganze Pseudoluxus- und Exklusivitätsgehabe hat über die Jahre eine Blase voll belangloser und überteuerter Produkte erzeugt, deren Explosion unvermeidlich geworden ist. Man bekommt ja selbst die gewöhnlichsten Designerdüfte, die früher für ca. 40-50€ im Regal standen, heute nicht mehr unter dreistellig und das nicht mal knapp. Die Kundschaft merkt das, denn sie ist nicht blöd! Ich warte einfach ab, bis der Markt das geregelt hat.
ChrisPFChrisPF vor 1 Jahr
1
@THEFUMEROOM Es kommen wieder bessere Zeiten, ich bin da ganz zuversichtlich. Das Pferd muss halt, wie so oft, erst tot geritten werden, sozusagen.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
4
Aktuell lässt sich mit Parfum halt gut Geld verdienen und das merken auch Investoren. Und wenn die ihre Finger im Spiel haben, ist es mit der Kreativität und dem Mut schnell vorbei …
TheNormalOneTheNormalOne vor 1 Jahr
5
Kunst liegt im Auge des Betrachters. Das nur "Ultra Nische" oder "Artisan" noch "ware" Parfumkunst bieten ist kurz und direkt gesagt Bull..... einfach Quatsch. Ja die letzten beiden Jahre waren was Nische und vor allem Designer angeht sehr langweilig. MFK bei Dior war bisher ein Fiasko zB. Aber sind alle guten Parfums der Häuser nun vergessen und "Discontinued" ??
Nein, Nishane Karagoz zB. gibt es immer noch und ist für mich Parfumkunst. Dior Fahrenheit Le Parfum, immer noch verfügbar und einfach ein klasse Duft, der sehr unique ist für einen Designer. Ich gebe zu das vieles was zuletzt erschien sehr unbefriedigend war aber auch nicht alles, Pernoire Oudian zB. Ist sehr gut geworden. Parfumkunst heißt nicht das alles super unique und noch nie dagewesen sein kann, Parfumkunst ist Emotionen zu wecken, und ganz ehrlich bei 95 % der Bevölkerung (Außerhalb dieser Parfum Bubble) reicht ein gut gemachter Designer/Nische aus. Und für mich tut es das auch.. . .
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Ich glaube, dann habe ich das missverständlich formuliert – ich bin großer Freund der alten Nishane Düfte (u.a. Kargoz, Sultan Vetiver, Afrika Olifant, etc.), das gleiche gilt für Dior und Tom Ford. Und natürlich ist das Heil nicht einzig und allein in der "Ultra Nische" zu finden, das habe ich aber auch nicht gesagt. Mir ging es darum, dass viele früher kreative Marken heute einfach nur noch langweiliges Zeug rausbringen, um maximal gefällig zu sein – und in diesem Punkt scheinen wir uns ja auch einige zu sein, wenn ich dich richtig verstehe.
Alisa23Alisa23 vor 1 Jahr
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Kann ich hier irgendwo unterschreiben?
NordiqueNordique vor 1 Jahr
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Die von dir als Übeltäter identifizierten Amberhölzer und Co. haben mir mein bisher meist herbeigesehntes neues Release in diesem Jahr zerschossen: „The Cut“ von Penhaligon‘s. Unfassbar toller Auftakt, geniales Konzept - und in der Basis lauern alsbald Erstgenannte und überziehen die gesamte Komposition mit Billigcharme und nervtötender Aufdringlichkeit. Und das bei einem Hause, die hiermit - meiner Meinung nach - vollkommen an ihrer eigentlichen Zielgruppe vorbeischiessen. Es ist mir schleierhaft, welcher „Experte“ in der Direktion der Marke soetwas guten Gewissens durchwinken kann. Da drängt sich dann tatsächlich der von dir gefasste reine Profitgedanke auf - Hauptsache heftig und in your face. Nur wird die Marke mit diesem Release diesen Erfolg vermutlich eher nicht erzielen, da völlig fehlkonzipiert für eine Zielgruppe, die es so - meiner Meinung nach - gar nicht gibt. Es bringt mich noch immer in Wallung, du merkst es :-D
EdithLyriEdithLyri vor 1 Jahr
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Ja bei Penhaligon's letzter Serie, den Potions, war das auch in einigen drin - fand ich ganz furchtbar, hätte nach dem Aussehen und Markenauftritt was andres erwartet
BeatriceABeatriceA vor 1 Jahr
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Mir ging mit „The Cut“ genauso.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Akigalawood ist ja auch nicht per se schlecht, es geht mir eher um den omnipräsenten Einsatz dieses Stoffs in fast allen modernen Düften. Aber wie schon viele angemerkt haben: im Notfall macht man einfach einen Bogen drum ;)
Alisa23Alisa23 vor 1 Jahr
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Ich hätte auch nie gedacht dass dieses Akiagalawood oder wie das heißt im Barenia von Hermes so so wunderschön auf der Haut schmilzt ! Ist ein klasse Duft
Maya11Maya11 vor 1 Jahr
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Das sehe ich auch so. Nicht nur Nische, sondern auch exklusive Düfte der Luxusmarken sind mmN davon betroffen. Dann riechen selbst interessante Kreationen nach einiger Zeit alle gleich...
Ich wünsche mir, dass nicht alle in die günstigsten Rohstoffe investieren würden.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
2
Ich weiß nicht mal, ob die Rohstoffe wirklich so günstig sind (aber vermutlich sind sie es, oder zumindest günstiger als ein natürlicher Inhaltsstoff, aber dafür weiß ich in dieser Hinsicht zu wenig – müsste mal ein Industrie-Insider auspacken), aber das Ergebnis ist natürlich super langweilig, weil alles gleich riecht. Spätestens in der Basis …
SwissgirlSwissgirl vor 1 Jahr
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Sehe ich entspannt….
Der Markt wird es schon regeln… und das ist richtig so! Oder wollen wir das es selbst im Parfüm Sektor Sozialismus entscheidet ? Firmen müssen nun mal gewinnbringend wirtschaften sonst gehen sie unter..⬇️
Fresh21Fresh21 vor 1 Jahr
1
oops, warst du schnell @Sveti :-) drum kopiere ich nochmal meine (jetzt korrigierte) Antwort ein, auf die du reagiert hast:
.
@Sveti ganz einfach: das was gewollt wird, wird nicht von ALLEN gewollt, die zunehmend befürchten, auf der Strecke zu bleiben 🤪
SvetiSveti Gerade eben
@Fresch21, abe
SvetiSveti vor 1 Jahr
@Fresch21, aber so funktioniert es eben. Dann müssten diejenigen die was anderes wollen mehr davon kaufen
SvetiSveti vor 1 Jahr
0
Genau, es wird das produziert was gewollt und gekauft wird.
Deswegen verstehe ich die ganze Diskussion nicht so recht …
SwissgirlSwissgirl vor 1 Jahr
1
Genau so meine ich es auch… manche schnallen es schneller und reißen den Ruder rechtzeitig um… andere gehen mit wehenden Fahnen unter😉
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
2
Ich frage mich nur, ob das nachhaltig wirklich so gewinnbringend ist. Vielleicht als schneller "Cash Grab", aber man vergrault sich halt auch seine "Stammkunden" bzw. Leute, die früher an einer Marke interessiert waren. Aber du hast schon recht … die Welt wird davon auch nicht unter gehen ;)
ChnokfirChnokfir vor 1 Jahr
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Du sprichst mir aus der Seele
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Schön, dass wir uns einig sind 🙏
HotlipsHotlips vor 1 Jahr
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Wer Parfüm als Kunst sieht u. überwiegend in der Nische zuhause ist dem wird die Entwicklung wohl Bauchschmerzen machen.
Wer einfach nur gut duften will, egal ob mit 4711 o. Roja, hat heutzutage eine unfassbare Auswahl u. Möglichkeiten u. wird immer was finden ohne in gepflegte Langeweile zu versinken.
HotlipsHotlips vor 1 Jahr
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Verleiht der Parfümeur dem Duft Seele o. liegt es vlt. auch an dem der ihn trägt?
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
3
Klar, einfach gut riechen ist nicht das Problem. Aber ich mag es einfach, wenn eine Marke mehr ist als ein Produkt, dass man auf den Markt schmeißt. Es muss nicht alles große Kunst sein, aber ein bisschen Seele darf es schon haben. Wenn ein Parfum gar nichts mehr mit mir macht, außer, dass es "gut riecht", dann brauche ich es nicht. Aber das muss auch jede und jeder für sich entscheiden.
Nst85Nst85 vor 1 Jahr
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Ja, in dieser Hinsicht bist du ein frustrierter alter Mann! 😉 Fehlt nur noch ein resignierendes „Früher war alles besser!“ Der Historiker in mir möchte zu bedenken geben: Das sind übliche Wahrnehmungsmechanismen des Älterwerdens, die auf übliche Marktmechanismen treffen. Wer kann einem kleinen Unternehmen den Vorwurf machen, massentaugliche Düfte zu produzieren? Da geht es auch um berufliche Existenzen. Experimente muss man sich im wahrsten Sinne des Wortes leisten können. Dass man diesen Mut insbesondere zu Beginn der Unternehmensreise eingeht, ist normal: Auf der Suche nach einer neuen Nische in der Nische, mit der man Parfumos und Parfumas begeistern kann. Das bringt Aufmerksamkeit. Das bringt Umsatz. Aber kann man von diesen wenigen Duftnasen leben? Mich überrascht die Entwicklung der Marken jedenfalls nicht. Und das Gute: Es kommen immer wieder neue Marken, die spannende Ideen mitbringen. Auch ohne Jordi Fernández. Uns wird der Riechstoff nicht ausgehen. Da bleibe ich Optimist.
KankuroKankuro vor 1 Jahr
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Ich kann nicht anders, als an dieser Stelle DANKE zu sagen! Inmitten der zahllosen, beinahe "apokalyptisch" negativen Kommentare hier (die teilweise ganze Gruppen von Menschen als durchschnittlich und langweilig bezeichnen, aufgrund ihres Kleidungsstils und ihrer Duftvorlieben), tut es gut deinen zuversichtlichen, bodenständigen Blick auf die Lage des aktuellen Parfum-Markts zu lesen. Parfums sind und bleiben Konsumgüter. Schon im 18., 19. und 20. Jahrhundert orientierten sich Düfte am Zeitgeist. Auch damals wurden erfolgreiche Parfums fleißig "kopiert". Wo sonst stammen all die kölnisch Wasser her? Ein weiteres Beispiel ist Guerlain. Einige der alten Klassiker sind direkt von Coty Düften abgeschaut, die kurz vorher erschienen. Macht dieser Umstand das Vermächtnis von Guerlain nun weniger wertvoll? Immer wieder wird die Aussage "Parfum ist Kunst" als eine Art Totschlagargument genutzt, um Debatten zur modernen Parfümerie zu entgleisen. Da möchte ich nicht mitmachen.
Nst85Nst85 vor 1 Jahr
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"Schade" ist sofort ein gemeinsamer Nenner! Wobei ich persönlich die schwindende Sichtbarkeit gar nicht so stark wahrnehme, denn online begegne ich den Düfte ja weiterhin – als direkt oder indirekte Werbung, zum Beispiel in deinen wunderbaren Videos, oder direkt in diversen Shops. Aber klar, für die "Kleinen" wird es dadurch nicht leichter.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Deine Analyse ist mMn. komplett richtig und das ist vermutlich auch der Lauf der Dinge. Mein Problem ist ja eher, dass die Sichtbarkeit solcher "kleinen" Marken in einem derart satten Markt mit so großen Playern immer geringer wird. Ich habe es unten schonmal geschrieben: Es gibt hier in Hamburg Parfümerien, die ihr Sortiment (verständlicherweise) an die Kundenwünsche anpassen. Das Ergebnis ist aber, dass die kleineren Marken verschwinden und da nur noch irgendwelche Hype-Düfte wie Mind Games im Regal stehen. Und das finde ich nunmal schade.
CalypsoC106CalypsoC106 vor 1 Jahr
7
Ein Optimist im Raum verbessert ebenfalls die Luft 😉👍 Ich habe schon Marken untergehen gesehen, die weder der Masse noch den Nischen Nerds gefallen haben. Wer möchte sein eingesetztes Kapital direkt verlieren? Man sollte immer die Kundenwünsche im Blick haben und diese bedienen. Wenn man es noch positiver sehen will: die Masse wird jetzt auf früher unbekannte Labels aufmerksam und lernt sie zu lieben. Mit dem Experimentieren würde ich erst starten, wenn ich einen größeren Kundenkreis hätte und nicht direkt am Anfang. Die Fans kaufen dann auch die Sonderposten. Siehe Boston Consulting Matrix zur Produkt Portfolio Analyse. Die sicheren Cash Cows finanzieren die Question Marks und minimieren das Unternehmensrisiko.
FloydFloyd vor 1 Jahr
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Nehme den Mainstream schon lange so wahr. Und dass sie zunehmend auch die Nische mit uninspirierter Massenwahre besetzen ist folgerichtig und konsequent. Die eigentliche Parfumkunst findet man fast nur noch im Artisan-Bereich, wo auch noch mit wirklich wertigen Rohstoffen gearbeitet wird oder man sich etwas traut (auch mit Synthetik). Die IFRA leistet dem allgemeinen Trend natürlich Vorschub, auch da hast Du vollkommen Recht. Und ja: Die Preise sind eine Frechheit, aber für diese Mainstreamlabels halt der einzige Weg, Exklusivität vorzugaukeln.
Ansonsten bin auch ich bei @Ergoproxy : Gleiche Kleidung, gleicher Duft, so wie es die Influencer vorgeben - aber was sollen sie auch sonst erzählen, sie werden schließlich dafür bezahlt.
Wie gut, dass es Parfumo gibt und man so immer wieder auf kleinste Dufthäuser stoßen kann, die die Fahne der wahren Duftkunst hochhalten.
FloydFloyd vor 1 Jahr
1
Auch da ist natürlich was dran @Ooonidda
OooniddaOoonidda vor 1 Jahr
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Ich, persönlich und höchst subjektiv an der Stelle, finde die "Nische" ist größtenteils nach wie vor Nische – bis auf einige Marken, die wirklich entschieden haben, dass Geld einfach das Geilste ist. Es ist eher der Mainstream, der gelernt hat, die Sprache der Nische zu verwenden, um Exklusivität zu suggerieren, und dies als Distinktionsmerkmal zu nutzen.
Ähnlich wie schon bei Haute Cuisine, Indie-Pop, Techno und nun auch im Parfüm-Business. Eine "Szene", die bis dato "unentdeckt" vor sich hin florieren durfte, wird entdeckt: Alle freuen sich, da mehr Geld, mehr Marken, mehr Auswahl auf den Markt kommt und die Künstler/Akteure nun von ihrer Passion leben können. Jedoch dauert es nicht lange und man merkt, dass einige der Akteure nur noch an Geld interessiert sind und andere Akteure dazukommen, die lediglich nur bestimmte Verhaltensweisen und visuelle (oder in unserem Fall auch olfaktorische) Codes imitieren, um die Trendkuh zu melken.
FloydFloyd vor 1 Jahr
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Das mit den kleinen Chargen ist aber leider ein immanentes Problem, das man nicht lösen können wird. Die kleinen Häuser haben schlicht nicht das Geld so sehr ins Risiko zu gehen und große Auflagen zu machen. Ein Fehlschlag würde die kleinen Parfumeure finanziell ruinieren. Außerdem sind die Rohstoffe oft nicht für größere Auflagen verfügbar. Im Grunde ist das sehr nachhaltig und eben Handarbeit! @Käse , @THEFUMEROOM
KäseKäse vor 1 Jahr
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"Das Problem bei der artisanalen Nische sind aber nach wie vor Verfügbarkeit und Preis."
Dank dem lieben @Floyd hatte ich Gelegenheit, den einen oder andern Duft zu testen und war ebenfalls begeistert.
Mein persönliches Problem ist aber genau das: Diese Düfte finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wenn eine Charge aus 50 Röhrchen à 10 ml besteht, dann wird daraus eine sehr exklusive Sache im wörtlichen Sinne.
Die von @THEFUMEROOM gewünschte Grauzone würde ich sehr begrüßen.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Das Problem bei der artisanalen Nische sind aber nach wie vor Verfügbarkeit und Preis. Und klar, das ist ja genau die "Abgrenzung" zum Massenmarkt. Aber mir fehlen zunehmend die Grauzonen. Also Marken, die schon in einer Parfümerie stehen könnten, aber nicht komplett zahnlose Kopien bekannter Düfte sind und einem das dann auch noch für den doppelten Preis verkaufen wollen.
FlorecillaFlorecilla vor 1 Jahr
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Sehr gut und treffend geschrieben. Ich empfinde es ähnlich.
Zwei Trends, die ich seit geraumer Zeit mit zunehmendem Unbehagen beobachte: Parfum-Inflation (zu viele Nischenmarken, zu viele Parfums, zu viele Dupes) und die Allgegenwärtigkeit von Amberhölzern, die die Basisnote komplett überdecken und den Duft - für mich - regelrecht verunstalten.
Leider scheint es nahezu unmöglich, diese Trends zu stoppen. Es gibt selbstverständlich genung Düfte, an denen wir uns erfreuen können, aber die Entwicklung an sich ist schon etwas problematisch.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Klar, der Blog ist absichtlich polemisch. Am Ende ist das ein Luxusproblem und es kann einem auch egal sein, weil jeder von uns vermutlich eh genug Düfte im Schrank hat. Aber wenn man in so einem Hobby aufgeht, dann gehört ein bisschen Gemecker über die, die es "verwässern" für mich auch einfach dazu :)
ScentwolfScentwolf vor 1 Jahr
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Parfum ist leider zum Statussymbol verkommen. Plötzlich wollen die Kids nach „Reichtum“ riechen und protzen mit überteuerten Quatsch-Düften. Die Industrie befeuert das selbstverständlich und finanziert s.g. Influencer, die Pest des Internets, die den Hype tagtäglich inszenieren.
So werden die Jordis dieser Welt weiterhin die Regale mit Mittelmaß fluten und Milliardenumsätze generieren.
Wer von uns da nicht mitmachen möchte, muss halt tiefer schürfen und wenn schon, dann den richtigen Videokanal abonnieren ;-)
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Das sind wirklich sportliche Zahlen … aber mich würde mal interessieren, wie viel davon auf die einzelnen Sparten entfällt. Also Designer, Luxus, Nische und Artisanal (wenn man das denn so auffächern kann und will).
ScentwolfScentwolf vor 1 Jahr
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@THEFUMEROOM
Der globale Parfummarkt belief sich im Jahr 2024 auf schätzungsweise 54 bis 57,3 Milliarden US-Dollar.
Ob Designer, Nische oder Artisan. Es ist ein einziges Business und ins Regal kommt was sich verkauft. Umsatz vor Qualität. Leider!!!
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
1
Ich glaube ehrlich gesagt, dass die Umsätze gar nicht so groß sind. Den Großteil werden immer noch die Designer abwerfen. Aber ich bin bei dir, dass solche Düfte die keinen Marken auch aus den Regalen verdrängen. Hier in Hamburg gibt es Parfümerien, die regelmäßig ihr Sortiment "bereinigen", damit echte Nischenmarken dann den TikTok-Brechern weichen müssen …
EkaektoEkaekto vor 1 Jahr
Ja, es gibt einige wenige gute Duftinfluencer. Bin ein sehr grosser Freund von invisiblestories auf TikTok (und ich glaub auch auf YT)
NebelmondfeeNebelmondfee vor 1 Jahr
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Ich bin erst vor kurzem, in der Liste der Neuerscheinungen,zurück in die 80er...ok, meine Jugend. Wenn ich mir anschaue, wieviel Düfte damals im Jahr auf den Markt gebracht wurden und dagegen jetzt...Ich dachte nur noch...das waren Zeiten. Inzwischen werden gefühlt pro Woche so viele Düfte wie damals pro Jahr neu rausgebracht. Ich frage mich wirklich, muss das sein!? Lieber weniger und dafür mehr Inspirationen, inzwischen wirkt viel abgekupfert und jeder will irgendwie noch etwas vom großen Kuchen abhaben. Neue Marken, für viel Geld, wenig neues, neue Marken für wenig Geld mit Generika ( um mal in der pharmazeutischen Branche zu sprechen, aus der ich komme)... will ich persönlich dieses Spiel, weiterspielen? Ich glaube ich bin es Leid. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden...
NebelmondfeeNebelmondfee vor 1 Jahr
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Als ich jünger war, wollte ich immer das Neue und Moderne...Inzwischen sind mir Trends relativ egal, der Stellenwert meiner alten Dinge, ist mir hoch, denn diese haben eine Geschichte zu erzählen...das kann auch bei Musik sein..
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Schöner Vergleich! Ich hab das bei Musik oft – wenn ich merke, dass da keine Neuheiten kommen, die mich faszinieren, dann höre ich eben den alten Kram von früher. Nostalgie in der Richtigen Dosis ist ja auch was schönes :)
ErgoproxyErgoproxy vor 1 Jahr
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Wenn ich mir anschaue wie das Gros der Konsument*Innen im Moment aussehen, da passen austauschbare Düfte zum austauschbaren Aussehen. Frauen sehen für mich da gefühlt am uniformiertesten aus. Alle haben die selben langweiligen langen Haare, tragen die gleichen austauschbaren Klamotten und Accessoires und riechen ergo dementsprechend. Bei Männern gibt da noch etwas mehr optische Variationen. Aber auch da ist auffallen eher verpönt. Außer bei der Duftwahl, da muss es dann der Komplimentgetter Mut Pantydropeffekt sein. Das Ganze dann in einer Dosierung, dass eine Ohnmacht für eine Duldungsstarre missinterpretiert wird. Die sogenannte Nische ist mittlerweile nichts anderes als Fast Fashion, nur zum höheren Preis. Aber was weiß ich alter Mensch denn schon. Ich bin ja von vorgestern. 😉
Alisa23Alisa23 vor 1 Jahr
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@Ergoproxy Hallo alter Mensch von vorgestern ich bin vielleicht etwas jünger also von gestern und sehe das komplett identisch. Fast Fashion in Mode und Düften, infiziert mit Social Media Pest, das ist schon zu 95 Prozent treffend!
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Ob du es glaubst oder nicht – ich habe bei der "DNA" auch kurz gezuckt und an dich gedacht. Aber in diesem Präzedenzfall passt es ja nun wirklich, denn die teilen sich ja alle den gleichen "Stamm". Nur einer ist mit Maracuja, einer mit Dattel und einer eher "roh". Aber ja, der Vergleich mit Fast Fashion passt gut!
ErgoproxyErgoproxy vor 1 Jahr
3
@Medusa00 Ich kann eigentlich in jedem Duftgenre was finden, aber was mittlerweile oft als Nische oder Exklusiv angeboten wird, wird meiner Meinung nach den Begrifflichkeiten nicht mehr gerecht. Aber am Ende ist das eben auch alles Geschmackssache. 🤷‍♂️😁
Medusa00Medusa00 vor 1 Jahr
1
Da bin ich ganz bei Dir lieber @Ergoproxy . Mit der Nische, der viele nachrennen habe ich wenig am Hut (mit wenigen Ausnahmen). Ich hocke auf meinen Vintages und da bin ich in der Zeit stecken geblieben. Stimmt Frisuren gibt es nicht mehr nur noch langweilige Zotteln.
ErgoproxyErgoproxy vor 1 Jahr
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Und es hat DNA geschrieben! 🤪😵‍💫😂😂
ErgoproxyErgoproxy vor 1 Jahr
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Es sollte mit und nicht Mut heißen.
SvetiSveti vor 1 Jahr
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Gut geschrieben!
Aber ich zB mag auch Chypre Düfte nicht :)
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
1
Mit Chypre hatte ich auch lange ein Problem, aber mittlerweile mag ich diese Duftrichtung sehr!
BeatriceABeatriceA vor 1 Jahr
1
Nase zu und durch :)
Nach so vielen Jahren Parfumo weiß ich, was ich mag. Inzwischen suche ich nur noch die Vintage-Versionen meiner Lieblingsdüfte.
BeatriceABeatriceA vor 1 Jahr
1
Ich teste auch noch, wenn mir etwas über den Weg läuft, das Interesse ist da. Gefällen tun aber meistens Düfte, die oft noch produziert werden, aber in Vergessenheit geraten sind. So habe ich z.B. "Private Collection Jasmine White Moss" entdeckt. Auch unter neuen Düften gibt es manches, was mir gefällt: "Daphne Bouquet" stammt aus dem Jahr 2025, ich mag den Duft. Das ist aber alles abseits der Hypes :)
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
1
Wenn man da einmal angekommen ist, können einem neue Entwicklungen vermutlich echt egal sein. Aber ich mag es schon noch, Neues zu entdecken. Aber dann halt auch wirklich "Neues" …
Stella73Stella73 vor 1 Jahr
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Den Nagel auf den Kopf getroffen. Gewinnmaximierung durch günstigere synthetische Stoffe, Pseudo-Geschenke im Pseudowert von 250 bis 450 Euro an Influencer und der Taler rollt.
Genauso schlimm aber die Flutung des Marktes, immer neue Brands mit absurden Geschichten, überzogenen Preisen. Erinnert mich an die Zeit, wo viele Schmuck designt haben.
Aber hier auf der Plattform findet man dann doch immer noch bei etwas genauerem Lesen Micromarken, die durchaus überzeugen können wie z. Bsp. Lingua Planta aus Holland.
ChrisPFChrisPF vor 1 Jahr
Gestern waren es Mode- und Schmuckdesigner, heute Inhaber von Parfumlabels. Die Parallele erkenne ich auch.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
1
Ich kann mir schon denken, welche Marken du im Kopf hast, manche legen ja sogar noch Gedichte und Playlisten dazu – quasi ein "Gesamtkunstwerk". Aber mit Lingua Planta hast du mich direkt begeistert. Die kannte ich noch nicht und die klingen toll – danke dir!
ElAttarineElAttarine vor 1 Jahr
3
Ja, bei Pernoire sehe ich es ganz ähnlich wie Du, und ich liebe auch viele der alten Nishanes: die waren besonders, provokativ, spannend. Das ganze seelenlose Zeugs mit u.a. Akigalawood langweilt mich auch.
Spannendes gibt es aber wohl derzeit woanders, Ihr habt es unten schon erwähnt, Angelos Créations Olfactives, Papillon, Olympic Orchids, Hiram Green...
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
1
Wir haben ja ohnehin einen ähnlichen Geschmack :)
MoentiMoenti vor 1 Jahr
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Du sprichst mir aus der Seele. Aus diesen Gründen bin ich froh, mein Interesse am Thema in den 10er Jahren exzessiv verfolgt zu haben. Zu der Zeit gab es (noch) wundervolle Entdeckungen zu machen, und Vintage war erschwinglicher.
Von einem Duft erwarte ich Charakter, Individualität, einen Schatz an Assoziationen und keine klebrige, bellende, synthetische Süße. Da ist man derzeit in den Straßen Berlins leider sehr (!) schlecht aufgehoben. Danke für deine so ehrlichen Gedanken.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
1
Das mit den eingestellten und reformulierten Düfte ist echt ätzend. Und gerade wird ja wieder darüber gestritten, ob Duftstoffe verboten werden soll – p-Cymene und Piperonal und noch einige andere. Das würde nochmal einen großen Teil der Düfte betreffen, die dann verschwinden würden oder zumindest reformuliert werden (müssten).
ChrisPFChrisPF vor 1 Jahr
Ich bereue mittlerweile sehr, nicht auch schon viel früher damit angefangen zu haben. Alle meine Lieblinge sind mittlerweile reformuliert, viele sogar geradezu entstellt.
CalypsoC106CalypsoC106 vor 1 Jahr
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Ich habe letztens beim Training erlebt, wie jemand einen starken süßen Duft trug. Ist zwar besser als heftiger Schweiß, aber ich habe dieses Parfum auch als Belästigung wahrgenommen. So kann man seinen Gegner auch auf Abstand halten 😂 Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Seitdem dosieren ich meine Düfte vorsichtiger.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Nicht nur in Berlin … das ist hier in Hamburg auch nicht anders.
Fresh21Fresh21 vor 1 Jahr
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Sehr guter Beitrag, danke fürs Teilen.... Wenn auch ein radikaler Gedanke, doch logische Konsequenz und pragmatischer Ansatz wäre für mich, einfach keine neuen Düfte ab einem bestimmten Release-Datum mehr zu testen, sollte diese Entwicklung sich weiter zuspitzen. Schon jetzt klammere ich einige Marken wegen ihrer miserablen Parfums der letzten Jahre aus. Und da es schon vor fünf Jahren deutlich mehr als 150.000 gab, sollte ich unter ihnen auch zukünftig immer noch fündig werden 😜
CalypsoC106CalypsoC106 vor 1 Jahr
2
Ich vergleiche das Genussmittel Duft immer wieder mit Essen. Ich will den ganzen Tag nicht das Gleiche essen. Daher freue ich mich, wenn der Duft nur ein paar Stunden hält und ich dann einen anderen auftragen kann 🙂
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Aber es wird immer mehr die Nadel im Heuhaufen. Und es geht mir auch mehr darum, wie Parfum insgesamt wahrgenommen wird. Das es immer noch Schätze gibt, ist klar. Aber das Problem ist ja, dass sich immer weniger dafür interessieren, wenn sie nicht 24 Stunden halten …
CalypsoC106CalypsoC106 vor 1 Jahr
5
Das gleiche Phänomen gibt es auch bei Lebensmitteln. Im Supermarkt gibt es die gleichen Sachen von unterschiedlichen Marken. Im gehobenen Restaurant gibt es Pizza und Nudeln. Da würde ich auch am liebsten auf den Tisch hauen und "Nicht mit mir!" rufen. Wenn man heutzutage etwas ungewöhnliches will, muss man selbst anbauen, kochen, backen, komponieren, kreeiren. Im Ausland findet man den gleichen Einheitsbrei. Man lernt gelassener zu sein. Irgendwann wird der Markt übersättigt sein. Die Jagd nach den verlorenen und verborgenen Schätzen ist umso herausfordernder 😉 Stell dir vor die Duft Klone sind geschlossene Mauern auf dem Weg durchs anspruchsvolle Labyrinth.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
2
Ich finde, der Markt ist schon übersättigt. Aber es gibt immer noch Kleinode, die wirklich etwa Neues schaffen. Und das finde ich auch immer noch spannend. Wir sind halt Jäger und Sammler …
VodkakartoffVodkakartoff vor 1 Jahr
1
Wie du schon beschreibst. Ich denke das ist die logische Konsequenz aus freier Martkwirtschaft und dem aufkommen von Parfum als Massen, Luxus und Statusprodukt.
Wenn Marken plötzlich ein so breites Publikum haben (anstelle ein paar versnobter nerds), muss die Verlockung groß sein einfach das zu machen, dass monitär funktioniert.
Schade eigentlich.
Habe mir gestern erst in einer kleinen süßen Nischenparfümerie in Berlin The Cobra and the Canary und Bulls Blood von Imaginary authors mit genommen. Hier haben mich einfach das Storytelling und die Kreativität begeistert.
Aber ob nach Schlachthaus, Pipi und Asphalt riechen jetzt für den everyday Joe, der vorallem stark, gut und teuer riechen möchte, besonders ansprechend ist wage ich zu bezweifeln. Denke kaum, dass Imaginary Authors mit so einem eher artsy fartsy teil wie dem Bulls Blood, die großen Moneten macht.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
1
Der Bull's Blood ist (für mich) nahe an der Untragbarkeit. Aber immer noch besser als die ganzen rundgelutschten Fernandez-Düfte. Von daher hast du eine gute Wahl getroffen :)
Greenfan1701Greenfan1701 vor 1 Jahr
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Bei Düften haben mich Marken eigentlich noch nie interessiert. Ich bin immer danach gegangen ob mir der beim ersten Sprüher gleich zusagt oder nicht. Wenn ich lange warten muss, bis sich ein Duft entfaltet, bin ich nicht dabei. Das mag vielleicht engstirnig und altmodisch klingen, aber so ist es eben. Die Marken, die Du hier alle aufzählst sagen mir daher nichts.
Wahrscheinlich bin ich in den 70ern, 80ern und 90ern stehen geblieben. Da konnte man noch qualitätsvolle, innovative Parfums bekommen.
Es ist wohl dem Zeitgeist geschuldet, (und natürlich dem Profit) dass es immer mehr und immer gleichförmigeres zu kaufen gibt. Wenn es die Leute kaufen, dann ich es in.
Aber die Duftwelt ist doch nach wie vor vielfältig, man kann sich ja auch einmal nach den Klassikern umsehen. Einige gibt es noch.
UntermWertUntermWert vor 1 Jahr
@Greenfan1701 nach einer Weile Neugier und spannenden Herumtestens habe ich meine Heimat inzwischen in den 70-/80-/90er-Düften gefunden. Die großen Nischenhäuser sind für mich eigentlich nur sehr überteuerter Mainstream (fettes Auto zum Aufsprühen). Aber hier und da findet man auch mal eine Perle in der Nische.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Nur Nische ist auch albern – der Blick über den Tellerrand sollte schon drin sein, da bin ich bei dir!
Medusa00Medusa00 vor 1 Jahr
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Genauso ist es! Es gibt wunderbare Klassiker, die noch nicht totreformuliert wurden. Ich bin fast 15 Jahre hier und bei den meisten Nischen kann ich nur abwinken. Das "Ich trage nur Nische " ist auch so eine Profilneurose.
KovexKovex vor 1 Jahr
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Ich sage und schreibe es schon seit vielen Jahren: am Ende des Tages zählt nur noch der Profit. Wirkliche Kunst und Kreativität, die ja nicht jedem gefallen muss und soll, bleibt immer mehr auf der Strecke. Das betrifft mittlerweile fast jede Branche. Schade!
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Vor allem, weil manche Häuser/Marken durchaus stark angefangen haben …
KäseKäse vor 1 Jahr
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Das gleiche in Grün könnte man zum Thema Kino schreiben.
Franchise, Remake, Prequel, Sequel,...
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
2
Ja, vieles ist eine Kopie einer Kopie einer Kopie …
ErgoproxyErgoproxy vor 1 Jahr
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Oh ja. Alles wird bis zum Gähnen rundgelutscht.
Stella73Stella73 vor 1 Jahr
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Oder auch bei Büchern: New Age, Dark Romance, Das Café in den Weiden. Sicherlich, jüngeres Publikum wird zum Lesen animiert, hat mit Literatur aber oftmals nichts zu tun.
Fresh21Fresh21 vor 1 Jahr
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100% d'accord... gehe schon seit Jahren nicht mehr rein, wegen vorwiegend amerikanisch dominiertem, Gewalt verherrlichendem Popcorn-Kino für geistige Tiefflieger 🤪
MoentiMoenti vor 1 Jahr
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Als Kino-Blogger sage ich: YES!
carrioncrowcarrioncrow vor 1 Jahr
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Ich kann Dir in Allem eigentlich nur zustimmen.
Die zunehmende Flut an neuen und immer redundanteren Releases quer durch alle Genres, Marken/"Häuser" und Preisklassen führt bei mir zu wachsendem Desinteresse und zunehmender Gelangweiltheit. Viele Häuser die ich mal mit Interesse verfolgt habe entlocken mir nur noch ein gleichgültiges Achselzucken wenn sie einen Duft nach dem Anderen auf den Markt pumpen.
Deswegen auch von mir ein lautes "Hört bitte einfach auf!"
carrioncrowcarrioncrow vor 1 Jahr
Da ist was dran 😉
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
3
Auf der anderen Seite hat es auch was Gutes: weniger, was auf der Wunschliste landet ;)
GenovevaGenoveva vor 1 Jahr
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Da hätte ich zu gern einmal in deiner Sammlung gestöbert, leider hast du keine angelegt, nun gut. Aber zurück zum Thema des Blogs. Da ich erst 2 1/2 Jahre wirklich ernsthaftes Interesse an der Duftwelt habe, bin ich noch dementsprechend neugierig, begeisterungsfähig etc. Ich blende einfach aus, was mir nicht gefällt und wenn eine Marke, die ich eigentlich mag, plötzlich Düfte macht, die mir nichts sagen, wende ich mich anderen Düften zu-denn es gibt so viele, dass man sie niemals alle entdecken kann! Dies zu wissen, stimmt mich milde und froh.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
Ich glaube, dass einfach das Überraschungsmoment verloren geht, wenn meine Sammlung offen einsehbar wäre. Dann kann man antizipieren, was wohl vorkommt oder wenn was neu dazu kommt. Ich finde das macht vieles langweiliger ;)
UntermWertUntermWert vor 1 Jahr
@THEFUMEROOM ach, warum denn? Wäre wirklich interessant.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Ich mag deinen optimistischen Blick – und ich will auch gar nicht sagen, dass Parfum zu Ende erzählt ist. Das ist ist es auf keinen Fall. Aber im Bereich der "großen" Nischenmarken macht sich eine erschreckende Stagnation breit. Und was meine Sammlung angeht: das haben schon viele bemängelt, aber es muss ja auch noch etwas spannend bleiben ;)
PollitaPollita vor 1 Jahr
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Ich finde insbesondere bei Häusern wie Parfums de Nicolai oder auch L'Artisan Parfumeur die Entwicklung erschreckend, die einst mit klassisch angehauchten Nischendüften Spannung in die Parfumwelt gebracht haben. Ich denke an Düfte wie Méchant Loup, Dzongkha oder auch Passage d'Enfer (große Liebe). Gerade bei diesen Marken hatte ich gehofft, dass sie ihrem Stil treu bleiben. Tun sie aber nicht. Bei Rancé z.B. ist alles noch beim alten geblieben. Fragt sich wie lange????
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Das ist sowieso die Crux: Limitiert, sauteuer und kein Versand nach Europa! Bin 100% bei dir!
PollitaPollita vor 1 Jahr
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Das meinte ich vor einer Weile in meinem Blog "ein bisschen wie Erika Mustermann sein." Die schönen Sachen sind streng limitiert, sauteuer, werden nicht nach Deutschland verschickt, etc. I know.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Es gibt ja auch zum Glück immer mehr Marken, die wieder Spaß und Schwund in die Szene bringen. Aber die sind dann so klein, dass kaum jemand die kennt und man die auch nirgendwo testen kann. Ich denke da an so Marken wie Angelos Créations Olfactives, Papillon, Olympic Orchids oder Rogue etc.
ExUserExUser vor 1 Jahr
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Deine Beschreibung deckt sich mit meiner Beobachtung dass gerade junge Menschen - besonders Männer - heutzutage trotz Nischendüften, viel größerer Auswahl und Budgets nicht unbedingt besser riechen als früher (das Gegenteil ist oft der Fall), sondern vor allem stärker.
VerbenaVerbena vor 1 Jahr
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@THEFUMEROOM: Man kann mittlerweile unmöglich noch an dieser Penetranz vorbei riechen. Es stinkt einfach nur. Doch mit welchem Ziel eigentlich? 🤷‍♀️
VodkakartoffVodkakartoff vor 1 Jahr
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Ich empfinde es auch so das die Jung meiner Altersklasse trotz Erba Pura, Naxos und Sideeffect, vorallem stark riechen. (Obwohl die alle an für sich gut riechen keine frage) In meiner Wahrnehmung wirkt parfum billiger, je stärker. Selbst kann ich mich davon aber auch nicht frei machen. Naja... Immerhin rieche ich für die meisten in meiner Freizeit stark UND scheiße!
Das mit den fixiativen ist mir so aber noch nicht aufgefallen. Oder erkenne ich die einfach nicht als solche?
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Ich werde nicht müde zu betonen: oft riecht man ja in der Stadt oder Bahn gar kein Parfum mehr, sondern nur noch die Fixative, Super-Amber und Ambrocenide … also am Ende Füllstoffe.
SeejungfrauSeejungfrau vor 1 Jahr
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Akigalawood ist ebenso überflüssig wie Performance.
Nein,dein Weitblick ist nicht pessimistisch sondern realistisch,bzw. erfreulich nüchtern.
SeejungfrauSeejungfrau vor 1 Jahr
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London hat mich nachhaltig verstört @Verbena 😅
VerbenaVerbena vor 1 Jahr
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D’accord, Nixe! London war ein ziemlicher Tiefschlag in meiner Testlaufbahn. 🙀
SeejungfrauSeejungfrau vor 1 Jahr
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Fernandez größter Wurf "London" Widian ist u.a. bezeichnend für diese leidige,seelenlose Entwicklung.
THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Schön, dass wir uns da so einige sind :)
XyzXyzXyzXyz vor 1 Jahr
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Ja und wer ist jetzt der Mann auf dem Bild ??
KäseKäse vor 1 Jahr
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Ich glaube, es geht mit "give them help" weiter :D
XyzXyzXyzXyz vor 1 Jahr
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Aaaah, ok. Danke ^^
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THEFUMEROOMTHEFUMEROOM vor 1 Jahr
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Michael Jordan. Das ist ein Meme in dem er sagt: STOP IT!

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