
loewenherz
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loewenherz
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15
Eintracht Business Ultras
Mein Verhältnis zu Frankfurt am Main lässt sich am besten als 'volatil' bezeichnen. Man kann hier tatsächlich ganz gut leben - auch wenn mich mit verlässlicher Regelmäßigkeit alle zwei Jahre der Frankfurt-Koller packt, und ich sofort, aber sofort woandershin will - endlich richtige Großstadt und nicht so ein hessisches Dorf mit ein paar Hochhäusern drin - und dann doch hier bleibe. Und wenn ich mich dann gerade wieder halbwegs mit der Stadt befreundet habe, entdecke ich meist etwas Neues, das wieder so richtig uncool ist. Wie die Eintracht Business Ultras.
Die Business Ultras sind eine Fangruppe von Eintracht Frankfurt. Das 'Business' äußert sich darin, dass der Eintracht-Adler auf ihrer Fahne eine Krawatte trägt, und 'Ultras' - das muss ich jetzt nicht erklären, oder? Und ich sehe vor meinem geistigen Auge ein Rudel angetrunkener Banker mit gelockerten Krawatten (die vermutlich vom Elfmeterpunkt aus ein Scheunentor nicht träfen) mit Cohibas und Veuve Clicquot in Magnumflaschen die VIP-Logen in der Commerzbank-Arena (ehemals: Waldstadion) verwüsten. Und denke mir: 'Echt jetzt - tut das Not?'
'Echt jetzt - tut das Not?' war auch so etwa, was ich beim ersten Schnuppern von Acqua di Parmas Colonia Ambra dachte, dem bisher mittelmäßigsten unter den insgesamt doch mittelmäßigen 'braunen' Premium-Colonias aus Parma. Die alle ein bisschen so wie Frankfurt sind, wie es mir vorkommt, wenn ich kurz vor dem Koller stehe - etwas zu angestrengt versucht, mit den Großen der Welt mitzuspielen, in der Kopfnote die Backen dick, Marge wahrscheinlich super, aber - metaphorisch gesprochen - doch nur ein Dorf in Hessen mit ein paar Hochhäusern drin.
Schon in der Kopfnote - und auf die verlassen die Colonias sich ja gerne - bleibt er hinter seinen Brüdern weit zurück: unentschlossen zitrisch-dumpf fehlt ihr der Charme, mit der etwa Colonia Leather oder Colonia Oud die Mediokrität ihres weiteren Verlaufs noch halbwegs zu bemänteln in der Lage sind. Ihr folgt eine staubige (Rosen-)Süße - nicht tröstlich und auch nicht Gourmand, von Ambra und auch Sandelholz kaum eine Spur - nicht wirklich schlecht, aber alles so ärgerlich mittelmäßig, dass Colonia Ambra sich als Signaturduft für die Eintracht Business Ultras anbietet: trifft kein Scheunentor und uncool noch dazu.
Fazit: nächstes Mal schreibe ich wieder nett über 'mein' Frankfurt. Und über den nächsten Acqua di Parma auch. Versprochen.
Die Business Ultras sind eine Fangruppe von Eintracht Frankfurt. Das 'Business' äußert sich darin, dass der Eintracht-Adler auf ihrer Fahne eine Krawatte trägt, und 'Ultras' - das muss ich jetzt nicht erklären, oder? Und ich sehe vor meinem geistigen Auge ein Rudel angetrunkener Banker mit gelockerten Krawatten (die vermutlich vom Elfmeterpunkt aus ein Scheunentor nicht träfen) mit Cohibas und Veuve Clicquot in Magnumflaschen die VIP-Logen in der Commerzbank-Arena (ehemals: Waldstadion) verwüsten. Und denke mir: 'Echt jetzt - tut das Not?'
'Echt jetzt - tut das Not?' war auch so etwa, was ich beim ersten Schnuppern von Acqua di Parmas Colonia Ambra dachte, dem bisher mittelmäßigsten unter den insgesamt doch mittelmäßigen 'braunen' Premium-Colonias aus Parma. Die alle ein bisschen so wie Frankfurt sind, wie es mir vorkommt, wenn ich kurz vor dem Koller stehe - etwas zu angestrengt versucht, mit den Großen der Welt mitzuspielen, in der Kopfnote die Backen dick, Marge wahrscheinlich super, aber - metaphorisch gesprochen - doch nur ein Dorf in Hessen mit ein paar Hochhäusern drin.
Schon in der Kopfnote - und auf die verlassen die Colonias sich ja gerne - bleibt er hinter seinen Brüdern weit zurück: unentschlossen zitrisch-dumpf fehlt ihr der Charme, mit der etwa Colonia Leather oder Colonia Oud die Mediokrität ihres weiteren Verlaufs noch halbwegs zu bemänteln in der Lage sind. Ihr folgt eine staubige (Rosen-)Süße - nicht tröstlich und auch nicht Gourmand, von Ambra und auch Sandelholz kaum eine Spur - nicht wirklich schlecht, aber alles so ärgerlich mittelmäßig, dass Colonia Ambra sich als Signaturduft für die Eintracht Business Ultras anbietet: trifft kein Scheunentor und uncool noch dazu.
Fazit: nächstes Mal schreibe ich wieder nett über 'mein' Frankfurt. Und über den nächsten Acqua di Parma auch. Versprochen.
Aktualisiert am 02.11.2017 - 03:42 Uhr
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