Colonia Sandalo Acqua di Parma 2016 Eau de Cologne Concentrée
12
Sehr hilfreiche Rezension
Lattenkracher
Schon länger breitet Acqua di Parma seine Flügel aus und fliegt zu neuen Ufern, um diese dann mit ihrer klassisch-zitrischen Duft-DNA zu verschmelzen. Bei "Colonia Sandalo" trifft cremiges Sandelholz auf schwitzige Zitrusfüsse - klingt komisch, ist aber so. Zumindest in meinem Kolben zwischen den Augen.
Dieser frische Sandler startet AdP-typisch - zitrisch, hell, prickelnd. Vor allem das Petitgrain ist famos. Das ist für mich der beste Part des Duftes, das können die Italiener, nahezu egal was danach kommt. Hier folgt eine ungewöhnliche Kombi, erst recht mit dem sommerlichen Start: der Duft wird zu einem würzigen Sandalero. Immer noch sehr italienisch, aber definitiv gewagt. Sandelholz ist cremig, Kardamom ist würzig-cremig, Tonka kann cremig sein - und dennoch wirkt die Zusammenstellung anfangs arg unrund. Auf den ersten Blick. Denn von Minute zu Minute gefällt er mir mehr. Obwohl er sich gar nicht sonderlich bewegt oder verändert.
Italiano vero, ein echter Römer könnte man fast sagen. Russel Crowe aka Maximus würde der stehen. Nichts für Kerlchen. Ein reifer, sonniger, saftiger Allrounder, der schnell nerven oder erst gar nicht ankommen kann, der bei mir jedoch mit seiner leger-sommerlichen Interpretation sonst wesentlich schwererer Duftstoffe punktet. Ein Must-Test für jeden Citytrip in eine Stadt auf dem Stiefel. Egal ob Turin oder Palermo, egal ob bewölkt oder brühend heiß - der Duft sitzt. Da wird das Collosseum zum Friseursalon. Ölige Massageuntertöne machen sich breit.
Flakon: auch in braun schön, die AdC's
Sillage: oldschool geht auch (einigermaßen) dezent
Haltbarkeit: 7 Stunden Retro-Glückseeligkeit
Fazit: ein Gladiator auf Freizeit. Da muss auch schonmal der Bart gestutzt werden... Ein wundervoll zeitloser Barbershop-Kämpfer.
Dieser frische Sandler startet AdP-typisch - zitrisch, hell, prickelnd. Vor allem das Petitgrain ist famos. Das ist für mich der beste Part des Duftes, das können die Italiener, nahezu egal was danach kommt. Hier folgt eine ungewöhnliche Kombi, erst recht mit dem sommerlichen Start: der Duft wird zu einem würzigen Sandalero. Immer noch sehr italienisch, aber definitiv gewagt. Sandelholz ist cremig, Kardamom ist würzig-cremig, Tonka kann cremig sein - und dennoch wirkt die Zusammenstellung anfangs arg unrund. Auf den ersten Blick. Denn von Minute zu Minute gefällt er mir mehr. Obwohl er sich gar nicht sonderlich bewegt oder verändert.
Italiano vero, ein echter Römer könnte man fast sagen. Russel Crowe aka Maximus würde der stehen. Nichts für Kerlchen. Ein reifer, sonniger, saftiger Allrounder, der schnell nerven oder erst gar nicht ankommen kann, der bei mir jedoch mit seiner leger-sommerlichen Interpretation sonst wesentlich schwererer Duftstoffe punktet. Ein Must-Test für jeden Citytrip in eine Stadt auf dem Stiefel. Egal ob Turin oder Palermo, egal ob bewölkt oder brühend heiß - der Duft sitzt. Da wird das Collosseum zum Friseursalon. Ölige Massageuntertöne machen sich breit.
Flakon: auch in braun schön, die AdC's
Sillage: oldschool geht auch (einigermaßen) dezent
Haltbarkeit: 7 Stunden Retro-Glückseeligkeit
Fazit: ein Gladiator auf Freizeit. Da muss auch schonmal der Bart gestutzt werden... Ein wundervoll zeitloser Barbershop-Kämpfer.
1 Antwort
Elmar vor 7 Jahren
„Barbershop-Kämpfer“ . . . so sieht’s aus! :-)

