Pélargonium 2017

Pélargonium von Aedes de Venustas
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7.7 / 10 102 Bewertungen
Pélargonium ist ein beliebtes Parfum von Aedes de Venustas für Damen und Herren und erschien im Jahr 2017. Der Duft ist holzig-würzig. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Holzig
Würzig
Frisch
Blumig
Grün

Duftnoten

ägyptische Rosengeranieägyptische Rosengeranie MandarineMandarine MuskatellersalbeiMuskatellersalbei VetiverVetiver BergamotteBergamotte ElemiharzElemiharz IrisIris KardamomKardamom MöhrensamenMöhrensamen MoosMoos schwarzer Pfefferschwarzer Pfeffer Szechuanpfeffer AbsolueSzechuanpfeffer Absolue ZedernholzZedernholz Ambermax®Ambermax® GuajakholzGuajakholz HedionHedion MoschusMoschus

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.7102 Bewertungen
Haltbarkeit
7.688 Bewertungen
Sillage
7.090 Bewertungen
Flakon
8.599 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.917 Bewertungen
Eingetragen von Michael, letzte Aktualisierung am 18.12.2023.

Rezensionen

4 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 30  
Ja, Schatz! – oder: ein arg gedeihliches Miteinander
„Widersprich‘ nie einer Frau - warte, bis sie es selbst tut.“ So unterhaltsam dieser Aphorismus ist, in der täglich-praktischen Anwendung greift er natürlich zu kurz, denn für nachhaltigen Erfolg wäre entsprechende Einsicht vonnöten. Aber wie jeder weiß: „…she never gives in. She just changes her mind.“

Das allmähliche Reifen solcher Erkenntnisse während der Jahre einer Partnerschaft ist fraglos durchaus wünschenswert. Wer allerdings (und ich weiß, wovon ich rede) mit einem „Exemplar“ verheiratet ist, für das ‚dickköpfig‘ oder ‚stur‘ noch als euphemistisch gelten dürfen, wird bei buchstabengetreuer Befolgung irgendwann die ganze Veranstaltung (und sich selbst!) gleichsam sedieren. Da sind die Schlagworte ‚reinigendes Gewitter‘ und ‚Selbstachtung‘ im Kopf zu behalten: Man(n) muss es manchmal wissentlich und willentlich zum Knall kommen lassen, ja: im Einzelfall gar bewusst darauf zusteuern.

Pelargonium nun bleibt ziemlich weit vorne in diesem Gedankengang stecken. Er ließe sich als verduftizierte Versinnbildlichung eines gedeihlichen Miteinanders femininer und maskuliner Aspekte verstehen – Lippenstift-Iris und Herren-Würze. Bloß wäre ihm dann vor lauter (zunehmend einseitiger; siehe unten) Gedeihlichkeit leider eine gewisse Innenspannung abhanden gekommen. Der eine oder andere friedfertigende Begleiter der beiden Genannten tut ein Übriges dazu.

Bereits aus dem Röhrchen riecht es nicht nur nach Karotte, sondern, so bilde ich mir ein, reichlich ISO-frisch. Nach dem Auftragen wird besagte karottige Iris rasch von einer Herrenwürze begleitet, wie Muskatellersalbei und Rosengeranie sie charakterlich vergleichbar zu liefern vermögen. Der Pfeffer wird vor allem mit ein wenig Abstand von der Haut gut spürbar. Mischt sich lustig mit der unterschwellig limonadig-holzigen Frische und ist folgerichtig mehr luftig als scharf.

Überhaupt ist unsere Herren-Würze keineswegs stinkig oder muffig, im Gegenteil: Sanfte Andeutungen von warmem Gewürz und Frucht sorgen für eine heimelige Atmosphäre. Zudem ist ein sachter, moosig-schaumig-seifiger Hauch mit an Bord, der die allgemeine Zivilisiertheit und gute Ordnung („Ja, Schatz!“) unterstreicht. Ich fühle mich, als sei einem im Kern konservativen Herrenduft vermittels Lippenstift-Iris ein femininer Stempel aufgedrückt, der seinerseits durch die vermeinten Synthetik-Beigaben etwas aufgesetzt daherkommt.

Nicht unterschlagen sei, dass ich außerdem eine diffus-florale Note wittere und dass aus dem Untergrund alsbald ein wohlgeratenes Kunstholz grüßt (Cashmeran?). Beiwerk. Ein Beitrag von Vetiver ab der Mittagszeit schafft es ebenfalls nicht, nennenswerte Prägnanz zu entwickeln.

Sofern im Zentrum des Duftes tatsächlich ein Wechselspiel aus eher maskulinen und eher femininen Komponenten stehen sollte, wäre das nicht zu Ende gebracht. Obwohl nämlich (nach ungefähr gleichgewichtigem Auftakt) die Iris sukzessive die Geranie majorisiert, ein Eindruck übrigens, der sich von Testtag zu Testtag verstärkte, gelingt ihr dennoch keine originäre „Pracht-Entfaltung“ – welch eine Allegorie! Ich vermute, die Chemie hält die Dame zwar ausdauernd-frisch, raubt ihr im Gegenzug jedoch auch das Charakteristisch-Bittere. Wie viel spannender ist da der Kontrast in Iris Bleu Gris von Maître Parfumeur et Gantier. Dort fliegen praktisch die Fetzen!

Es lässt sich einwenden, dass derlei vermutlich nicht der (wie mir scheint) ätherischen Grund-Aufstellung des Hauses Aedes de Venustas entspräche. Mag sein, bloß bleibe ich hier nun irgendwie bei „bürotauglicher Frisch-Würzling“ hängen, der sich – so angenehm und fein er ist - aus meiner Sicht nicht groß hervortut. Schön ist er natürlich trotzdem, und es lässt sich einiges darin entdecken.

Drei von acht Düften aus dem Hause Aedes de Venustas kenne ich bislang, eine weitere Probe habe ich noch. Copal Azur finde ich klasse, Iris Nazarena schien mir in seiner fahlen Tönung allzu miesepetrig, mithin weniger gelungen. Pelargonium ist genau dazwischen. Ein „Immerrichtig“. Ich bin gespannt auf Cierge de Lune.

Fazit: Nein, Schatz!
18 Antworten
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Jazzbob

119 Rezensionen
Jazzbob
Jazzbob
Top Rezension 6  
Frühlingserwachen
Die Rosengeranie (Pelargonium graveolens) gehört zu den floralen Noten, die zweifelsohne deshalb so häufig in Parfums verwendet wird, weil sie die Schnittstelle zwischen blumigem und frischem Odeur bildet und sich somit hervorragend als Herznote in verschiedene Kompositionen einfügt. Auch in Fars von XerJoff steuert sie ihre Helligkeit bei, ohne dabei im Rampenlicht zu stehen, und sorgt somit für dessen strahlenden Effekt. In Pélargonium wird sie, wie der Name schon sagt, als zentrales Element eingesetzt und lässt mich – passend zum heutigen Tag – an Frühlingserwachen denken.

Auf der Website von Aedes de Venustas heißt es interessanterweise, dass eher die Blätter als die Blüten zur Destillation genutzt werden. Daraus resultieren wahrscheinlich dessen verschiedene Nuancen, welche die Parfümeurin Nathalie Feisthauer als 'aromatisch, mit einer Facette von zerdrückten Blättern, weniger fruchtig und mehr balsamisch als Rose, fast Weihrauch-artig' beschreibt. (Ferner scheint es Unterschiede zwischen der hier verwendeten ägyptischen Rosengeranie und jener aus Madagaskar/Réunion beziehungsweise China zu geben.)

Gleich zu Beginn wirkt Pélargonium hell und frisch, dank Bergamotte (ich fühle mich ebenso an Neroli erinnert) und eben jener Rosengeranie, welche eine fast kühlende Ausstrahlung besitzt. Die dezente Würze von unsüßem Kardamom und ein wenig Pfeffer fügt sich in dieses belebende Bild ein. Was sich darunter verbirgt, lässt sich nur in Nuancen erahnen: minimal ätherisch-harzige Noten und vielleicht ein bisschen Vetiver und Zeder bilden ein immer noch helles, leichtes und natürliches Fundament. Linear zeigt sich Pélargonium, wie ein Garten im Frühling wirkend, ohne dass allzu pflanzliche und erdige Noten in den Vordergrund treten.

Die Haltbarkeit ist für einen so frischen Duft sehr ordentlich, bei moderater Sillage. Aufgrund seiner Frische ist Pélargonium zwar eher für die wärmeren Jahreszeiten geeignet, hat jedoch genügend Substanz, um ganzjährig und zu verschiedensten Anlässen getragen zu werden. Für mich trifft die Einordnung als Unisex-Duft zu, aber ich sehe ihn dann doch eher 60:40 an Frauen. Wie das Frühlingserwachen, das nach kalten, grauen Tagen wieder Sonne, Grün und das Erblühen der Natur zurückbringt, zeichnet sich Pélargonium durch ein helles, positives Wesen aus.
4 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
DaveGahan101

535 Rezensionen
DaveGahan101
DaveGahan101
Top Rezension 21  
Pelargonium..Du machst mich fertig!!!
Wer bei diesem Duft die einzelnen Duftnoten rausriechen kann, der bekommt von mir das Parfumo-Diplom:-)! Boahh..der Duft macht mich echt fertig, ich kann testen soviel ich möchte und trotzdem habe ich das Gefühl in den wahren Duftkern bin ich noch nicht vorgedrungen. Ist der nun lecker oder nervig, ist der frisch oder nur blumig, hat er nun was von Terre d‘Hermes oder doch nicht? Ich würde ihn gerne noch mehr zerlegen, entschlüsseln..aber er machts mir irgendwie sauschwer. Klar Wiki sagt Pelargonien gehören zu Storchschnabelgewächsen..ach doch auch..und kommen vordergründig in Afrika vor..na dann. Apropos Afrika..hier komme ich mir vor wie in der Sahara ohne Kompass.
Aber wenigstens würde es mir erklären, warum es über dem Terre d‘Hermes Vibe so blumig riecht.
Laut Wiki sollen sie auch ätherische Öle enthalten, da würde mir auch in Verbindung mit den Hedionen erklären, warum der Duft so strahlt, quasi schon leuchtet, Hedione wird dieser Effekt gerne nachgesagt, so durchatmend-frisch. Über den Blumen liegt was spritzig-frisches aus der Zitruswelt, am ehesten für mich ein Limette-Zitronen-Mix, hat so was von nem Sprite kurz nach dem Öffnen. Aber auch die Note ist nicht klar für mich, irgendetwas liegt da noch in der Luft, was mich an Salbe und Desinfektionsmittel erinnert. Nicht falsch verstehen, das riecht ziemlich gut..aber es macht mich kirre, den Duft nicht lesen zu können. Der Mittelteil besteht für mich aus ner sehr feinen Terre-Facette mit ein bischen mehr Zedernholz. Ich empfinde den als sehr homogen und fein, wie ein ganz dicht gewebter Teppich an dem es keine losen Fäden gibt.
Er entwickelt sich immer cremiger und feiner, fast schon balsamisch ohne aber den finalen Schmelz zu besitzen. Auch nach den Zeilen bin ich irgendwie nicht schlauer..der Duft bleibt für mich rätselhaft..aber auch faszinierend, er lockt mich, macht mir aber nie ganz die Türe auf..aber vielleicht gibts hier auch gar nix zu entschlüsseln..wer weiß?!
Die Haltbarkeit ist mit 7-8 Stunden hevorragend, die Sillage prächtig..da würden die 100ml vermutlich Jahre halten. Außer im Hochsommer würde mir der Duft zu jeder Jahreszeit gefallen.
Ebenso sehe ich ihn für alle Anlässe bestens geeignet, Tendenz aber tagsüber.
Also Ihr Storchschnabelgewächse..das wars dann mal vorerst wieder..ich bleib drann;-)!!!
7 Antworten
10
Flakon
7
Sillage
9
Haltbarkeit
10
Duft
Verbeene

225 Rezensionen
Verbeene
Verbeene
Sehr hilfreiche Rezension 8  
paradisgärtlein
ein verwunschener garten am morgen:
auf den gräsern glitzert tau, sie duften erdig und grün.ein zitronenbäumchen sendet den duftschweif seiner blüten hinüber ins kräuterbeet.
aromatische würze steigt auf und helle frische.
aber über allem strahlt der pelargonienhauch: blütig, erdig, würzig.
so als zerriebe man ein pelargonienblättchen zwischen frisch gewaschenen fingern.

ein duft von kunstvoll balancierter natürlichkeit,
griffig, heiter, weit und frei. gleichzeitig gesättigt und tief.
wunderschön!

nach einiger zeit entfaltet der duft etwas wärme und einen subtilen anklang an heckenrosen...
0 Antworten

Statements

26 kurze Meinungen zum Parfum
BastianBastian vor 2 Jahren
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Zitrisch Holzige Noten vereinen sich harmonisch mit würzigen Essenzen zu einem großen Ganzen. Finde den recht gelungen.
Synthetik ja aber*
21 Antworten
IamCravingIamCraving vor 2 Jahren
9
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
6.5
Duft
Klavierlehrerinnen
treffen sich zum Tee
Kultivierte Unterhaltungen
Geerbte Perlen
Gepflegte Hände
Tarte au citron
Verhaltene Lacher
10 Antworten
AchillesAchilles vor 7 Jahren
10
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
8
Duft
Mit ätherischer Frische veredeltes Terre d´Hermes. Wie ein gesalzener Zitroneneistee nach dem Zug von einer Mentholzigarette
5 Antworten
UntermWertUntermWert vor 2 Jahren
7
Duft
zitrisch-pfeffrige Salbei-Sauna
zwischen den elemirauchigen Aufgüssen wird man ordentlich mit Rosengeranien eingeseift
heute ist Männertag
13 Antworten
MefunxMefunx vor 5 Jahren
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Prickelnde, rosig-minzige Geranie, von Moschus & Iris weichgezeichnet, wie Licht, das durch eine Gardine fällt. Feine, kühle TdH-Variation.
7 Antworten
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