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Epic Woman 2009 Eau de Parfum

Epic Woman (Eau de Parfum) von Amouage
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7.9 / 10 537 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Amouage für Damen, erschienen im Jahr 2009. Der Duft ist würzig-orientalisch. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von Sabco Group / Oman Perfumery vermarktet. Der Name bedeutet „Epos”.
Aussprache
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Duftrichtung

Würzig
Orientalisch
Holzig
Blumig
Rauchig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
rosa Pfefferrosa Pfeffer KreuzkümmelKreuzkümmel ZimtZimt
Herznote Herznote
Damaszener-RoseDamaszener-Rose RosengeranieRosengeranie TeeTee JasminJasmin
Basisnote Basisnote
WeihrauchWeihrauch PatchouliPatchouli weißer Moschusweißer Moschus AmberAmber Bourbon-VanilleBourbon-Vanille GuajakholzGuajakholz IrisIris OudOud SandelholzSandelholz

Parfümeure

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Duft
7.9537 Bewertungen
Haltbarkeit
8.9422 Bewertungen
Sillage
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Flakon
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Preis-Leistungs-Verhältnis
6.8102 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 31.05.2024.
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion „Main”.

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Rezensionen

39 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
9
Sillage
10
Haltbarkeit
9
Duft
SchatzSucher

107 Rezensionen
SchatzSucher
SchatzSucher
Top Rezension 52  
Herausforderung angenommen
Der Name Amouage sagte mir mit meinem bis vor einiger Zeit noch arg eingeschränkten Dufthorizont noch gar nichts. Hochpreisige Düfte waren immer unerreichbar für mich und sind es eigentlich auch noch heute.
Und mein Interesse an Düften, die ich mir im Grunde auch gar nicht leisten kann, war dementsprechend auch eher gering.
Doch es gibt ja Parfumo und viele liebe Mitglieder, die dabei behilflich sind, den Dufthorizont Stück für Stück zu erweitern.
Und so bekam ich immer mal wieder die Gelegenheit, auch den einen oder anderen Duft von Amouage kennenzulernen.
Aber ich gestehe in meiner aufrichtigen Art, daß die ersten Erfahrungen mit Amouagedüften eher ernüchternd waren.
Ich probierte einige Herrendüfte und war doch recht enttäuscht. Sie kamen mir alle sehr überladen, sehr stark gewürzt und sehr dicht vor, fast zum schneiden dick. Untragbar für mich.
Dazu noch Zutaten, mit denen ich eh nicht so zurechtkomme. Oud, Leder, Rauch, Animalik. Und das noch in potenzierter Dosis, so kam es mir vor. Das ist für mich Oud-Leder-Animalik-Memme ja genau das Richtige, nämlich zum weglaufen...
Aber wie bei so vielen Dingen gibt es auch Ausnahmen. Und wenn diese Noten hübsch artig in den Hintergrund treten und mich nicht ärgern, dann finde ich Düfte in dieser Richtung sogar sehr spannend und auch tragbar.

So kam Epic Woman zu mir und ich freundete mich mehr und mehr mit dem Duft an. Aber leicht hat der Duft es mir auch nicht gemacht.
Der Auftakt ließ mich erst ziemlich zurückschrecken, weil er doch recht spitz und scharf auf mich wirkt. Kreuzkümmel und eine ordentliche Portion Pfeffer. Das in Verbindung mit Rauch und vielen Gewürzen. Zunächst kommt mir das Ganze ziemlich kühl und abweisend vor.
Diese schwierige Kopfnote hält auch recht lange an, bis sich allmählich eine schöne Würze durch den Duft zieht, ein wenig Florales mischt sich auch mit dazu und weicht den schroffen Auftakt ziemlich auf. Ab diesem Moment wird der Duft für mich höchst angenehm. Die scharfe Kopfnote tritt zurück und der Duft fordert mich nicht mehr so heraus wie zu Anfang.
Normalerweise hat sich ein Duft für mich erledigt, wenn er sich mir nicht innerhalb einer gewissen Zeitspanne erschlossen hat. Doch weiß ich auch mittlerweile, daß es komplexe Düfte gibt, bei denen sich Geduld und Mühe lohnen.
Die Basis, auf die man wirklich lange warten muß, ist dann für mich die schönste Phase überhaupt. Der Duft ist leise geworden und ist jetzt noch warmwürzig, balsamisch und geradezu köstlich. Ich bekomme die Nase von der bedufteten Stelle gar nicht mehr weg. Es ist insgesamt schwer, einzelne Noten herauszuriechen. Hier wurde alles sehr eng und geschickt miteinander verwoben.

Der Name Epic ist hier sehr klug gewählt, denn die Haltbarkeit und der Verlauf sind von nahezu epischer Breite. Ich habe selten einen solch ausdauernden Duft wie diesen unter den modernen Erscheinungen erlebt. Das schaffen sonst eigentlich nur die großen Vintageschätze, von denen viele leider schon untergegangen sind. 15 Stunden sind gar nichts, auf Kleidung hat man noch tagelang was von der köstlichen Basis.

Nun hat es sich ergeben, daß ich von Epic Woman zwei verschieden Versionen testen und vergleichen konnte.
Zum einen ist es eine Abfüllung der unreformulierten Version, die in voller Pracht und Üppigkeit erstrahlt und einen Flakon der aktuellen Version, den mir eine liebe Kundin für eine Weile ausgeliehen hat.
Oh, es gibt Unterschiede.
Die aktuelle Version ist gezähmter, milder, leiser und weniger kümmelig im Auftakt. Sie ist viel schneller balsamisch-würzig als die ältere Version, aber büßt dafür in der Ausdauer ein und Sillage ein.
Ich bin da grad etwas hin- und hergerissen, was ich besser finden soll. Das lange Warten auf die traumhaft schöne Basis, sozusagen als Belohnung, oder das schnellere Auftauchen derselben und das schnellere Verpuffen des Duftes.
Ich glaube ich tendiere zum ersteren.

Doch zum Schluß möchte ich noch offen und freimütig gestehen, daß die Marke Amouage für mich weiterhin herausfordernd und schwierig bleibt. Aber ich konnte für mich immerhin feststellen, daß mir die Amouage-Damenabteilung um einiges besser gefällt als die Herrenabteilung.
Ob tatsächlich jemals ein Duft von Amouage bei mir einziehen wird, weiß ich allerdings noch nicht. Epic Woman hätte aber das Zeug dazu. In der älteren Version.
Weil Epic Woman hervorragend an Herren funktioniert. Der Flakon in dem dunklen Grün ist ein schöner Hingucker.

Vielen Dank an Renata, die mir das Kennenlernen erst ermöglicht hat!
38 Antworten
7.5
Flakon
7.5
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Turandot

834 Rezensionen
Turandot
Turandot
Top Rezension 51  
Und es gibt ihn doch....
...den heiligen Gral. Es ist mir wohl bewusst, dass ich damit hier wohl zu einer Minderheit gehöre, aber damit muss ich in Zukunft leben. Erst mal Mari vielen Dank, dass Du mir das ermöglicht hast. Und wenn du auf der Flucht vor dem Duft bist, dann bin ich die, die ihn in Zukunft jagen wird. Euro für Euro zur Seite legen, ihm Schritt für Schritt näher kommen und irgendwann hab ich ihn.

Epik Woman ist für mich wie ein Parfum aus einer anderen Welt. Und ich würde mich am liebsten drin baden, reinkuscheln, einnebeln bis mir die Sinne schwinden.

Ja, der ganze Zauber des Orients kommt mir da entgegen, aber die Aufzählung der Noten in der Pyramide klingt viel zu banal für dieses feinwürzige dunkle Aroma und nichts an diesem Duft erinnert an die Gewürznelken-Zimt-Vanille-Düfte die ich bisher unter dem Etikett orientalisch erlebt habe.

Epic Woman ist dunkel, tief und raumgreifend rauchig-herb und ich würde am liebsten drin verschwinden. Selbst die Blüten der Herznote erkenne ich zwar, habe sie so aber noch nie erlebt. Der Duft flüstert mir Märchenhaftes zu und wird mit dem Verlauf immer noch schöner, obwohl man sich gar keine Steigerung mehr vorstellen kann. Doch auch noch nach Stunden hüllt mich Epic Woman in ein Gefühl des "Alles-wird-gut". Ich fühle mich damit über alle Widrigkeiten des Lebens erhaben und auf eine sehr subtile Art strahlt dieser Duft Weisheit aus.

Wenn es einen Duft gibt, der mir die Tränen der Bewegtheit in die Augen treibt, dann dieser. Bisher war Parure mein absolutes Dufterlebnis, nun bin ich noch ein ganzes Stück reicher geworden.

Bei diesem Parfum ist es mir auch vollkommen gleichgültig, ob es zu mir passt, oder wann ich es tragen könnte. Ich muss das einfach haben. Und das ausgerechnet mir, die ich bisher um Orient-Düfte immer einen großen Bogen gemacht habe...

Ich muss mich sehr zusammennehmen, damit in mir für die Mainstream-Düfte, die mich im Alltag umgeben nicht Verachtung hochkommt. Aber ich will die Kirche im Dorf lassen, denn in meinem Bücherregal steht ja auch nicht nur Weltliteratur, sondern so mancher Band von den Belletristik-Bestsellern.

Nachtrag 31.3.2021: Meinen Kommentar kann ich nicht mehr nachvollziehen. Mein Geschmack hat sich offensichtlich geändert, denn heute finde ich Epic Woman ausgesprochen nervig.
19 Antworten
9
Flakon
7
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 34  
Geschwistergesichter-Alchemie
Buchstäblich seit Jahrzehnten staune ich immer wieder, wie verblüffend ähnlich die Gesichter von Geschwisterkindern unterschiedlichen Geschlechts sein können, obwohl sie jeweils dennoch unverkennbar nach Mädchen bzw. Junge aussehen. Meine Sprösslinge sind keine Ausnahme. Später, wenn das Leben mehr und mehr Spuren graben konnte, verwischt sich das meist. Was ist die mysteriöse Zutat, die die Zuordnung klärt? Vielleicht finde ich es eines Tages heraus. Bis dahin schaue und staune ich weiter.

Ich komme darauf, weil Amouage den Namen des Duftes völlig zu Recht um ein klarstellendes „Woman“ ergänzt hat. Ansonsten wüsste ich das nämlich nicht. Jedenfalls nicht sofort. Höchst ungern überließe ich etwa den besonders deutlich bemerkbaren rosa Pfeffer mit seiner wenig scharfen, vielmehr aromatisch-nussigen Art der Damenwelt allein. Eines meiner Lieblingsgewürze. Das fängt ja sehr gut an. Der Kümmel (ich tippte sogleich auf die Variante mit „Kreuz-“ davor – hier inzwischen geändert) ist unschwitzig und nicht minder riechköstlich.

Unterhalb der Gewürze blitzt schon die Rose hervor. Binnen Minuten erscheint die Rosengeranie und steuert eine gemessene, geradezu dezente Spur Stink bei. Und plötzlich ist sie bereits da - die alchemistische Zutat: Im vorliegenden Fall ist es Jasmin, der jenen Dreh ins Feminine liefert, an dem sich bislang zweifeln ließ. Das sollte nie-mann-den abschrecken, wenngleich Jasmin fraglos das Frauliche zumindest unterstreicht.

Ich denke freilich, dass „Unterstreichen“ genügt hätte. Amouage hätte im Fortgang der Damenwelt durchaus mehr Kante zumuten dürfen. Stattdessen gilt „Prädikat: Schmeichelnd“. Dieser Linie ordnet sich noch innerhalb der ersten halben Stunde alles unter. Die Rose verliert ihre Säure und wird cremig-fruchtbonbonhaft, ohne indes – dafür sorgt abermals Jasmin – tatsächlich zur Süßigkeit zu werden. Nach einer halben Stunde ist das Würzige verschwunden, bis auf eine herbe Unterlage direkt auf der Haut. Geblieben ist ein duftig-süßlicher, doch schwebender Jasmin-Rosen-Duft, der der Co-Ansage „Tee“ vollauf gerecht wird.

Im Mittelteil geht der Dame dann sogar ein bisschen die Lust aus. Schade, das mit dem rosa Pfeffer fand ich einen Super-Start. Jetzt habe ich jasminlastige Süß-Rose mit allenfalls besagter würziger Unterlage. Damit sind gewisse Weichen offenbar gestellt, denn ab geht’s ein gutes Stück in Richtung Süße. Abgesehen vom Genannten tippe ich auf süßliches Kunstholz à la CdG.

Gleichwohl umgibt diesen nachmittäglichen Teil des Duftes - und da bin ich mit der edlen Spenderin des Pröbchens, 0815abc (vielen Dank!), ganz einer Meinung – eine Aura von Kühle. Sie dürfte der Iris geschuldet sein und mag in meiner Wahrnehmung nicht zum warm-schmeichelnden Rest passen. Daneben eine nunmehr zurückhaltende Rose, die an Volumen eingebüßt hat und eher die seifig-wässrige Edelrosen-Ecke bedient. Insgesamt ergibt das eine Spülmittel-Frische, die bei einem Duft dieses Anspruchs- (und Preis-) Niveaus unangebracht scheint.

Erst am späten Nachmittag kriegt Epic Woman wieder die Kurve. Eine wunderbar weiche, warm-würzige Weihrauchnote von echter Amouage-Haltbarkeit, so cremig, dass ich außerstande bin, ihren Bestandteilen auf den Grund zu kommen. Dunkles Edelholz begleitet sie. Eine vortrefflich dosierte Süße rundet ab. Das liefert allen Grund für die Spitzennoten, die Epic Woman hier von vielen bekommt. Für mich persönlich muss ich leider einen Nachmittags-Malus abziehen.

Fazit: Meine Herren – ran da! Ein komplett eigenständiger Duft, der mit dem erklärten Bruder Epic Man wenig zu tun hat.
17 Antworten
10
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Jumi

41 Rezensionen
Jumi
Jumi
Top Rezension 33  
The epic Aurora Borealis
...Weit, weit weg, am Ende der Welt, liegt ein tiefer, unendlicher Abgrund. Ein schmaler, gefährlicher Pfad darüber ist der Weg zum Himmel. Der Himmel ist eine große harte Kuppel, die sich über der Erde wölbt. Durch ein Loch darin passieren die Seelen zu dem wahren Himmel jenseits der Kuppel. Die Geister, die dort bereits leben, erleuchten den Neuankömmlingen den Weg mit ihren Fackeln. Dies ist das Licht der Aurora Borealis. Jeder Lichtstrang repräsentiert eine Seele, und wenn die Lichter über den Himmel tanzen, heißt es – die Geister spielen Fußball mit einem Walrossschädel. Die das Licht manchmal begleitenden knisternden Geräusche sind Stimmen der Verstorbenen, die mit uns Kontakt aufzunehmen versuchen. Die Stimmen sollten immer flüsternd beantwortet werden. Und niemals, niemals sollte man in deren Richtung pfeiffen – sonst holen einen die Geister...

So lautet eine der vielen Legenden der Inuit, Kanadas nördlichen Urbewohner, über Polarlicht. Dieses grandiose Naturschauspiel taucht immer unangemeldet auf, meist an kalten Abenden und Nächten, jedoch nicht nur im Winter. Die Lichtstränge, die sich dabei über den Himmel ziehen, in verschiedenen Farben – grün/rot/gelb/blau-changierend, bewegen sich mal sanft wellenartig, mal wie mehrere tanzende Kerzenflammen, dann wieder blitzartig blinkend. Absolut atemberaubend und unvorhersehbar in ihrer Erscheinung. Und auch wenn die Inspiration für Amouage's Epic eine ganz andere – nicht weniger schöne - war, nämlich die sagenumwobene Seidenstraße, doch kommt mir persönlich immer wieder das Phänomen des Polarlichts in Verbindung mit diesem Duft in den Sinn. Nicht seiner Ingredienzien, sondern seines unberechenbaren Verhaltens wegen. Vom ersten Test an war ich hin und weg von seiner Schönheit. Von Anfang an wollte ich meine Begeisterung in einem Kommi kundtun. Doch jeder weitere Test eröffnete überraschenderweise eine andere von seiner unzähligen Facetten. Dabei erlebe ich beim Tragen dieses Duftes so gut wie keine Entwicklung – an mir ist und bleibt er mehr oder weniger konstant und linear wie beim Aufsprühen. Diese Macke (ist es überhaupt eine???) wird vollumfänglich mit seiner Unberechenbarkeit kompensiert. Beim Aufsprühen weiß ich nie was er mir diesmal bringt. Manchmal zeigt er sich mir von seiner besten, würzig-orientalischen warmen Seite mit ausgeprägtem Pfeffer. Ich meine auch Koriander herauszuriechen. Gefolgt von Cumin – ich mag ihn und seine gefürchtete “Schweißnote”. Beim nächsten Mal zeigt mir Epic seine kühle, herrliche, koniferenbalsamische Schulter. Manchmal erblühlt aus der mit Gewürzen gedüngten Erde eine üppige, ölige, knallrote Rose, die ihren starken säuerlich-blumigen Duft von sich gibt. Hin und wieder kommt er als stark aufgebrühter, lang gezogener und abgekühlter Schwarztee mit seinen aufgequellten aromatischen Blättern, serviert in einer Wald-Holzhütte auf einem grobgeschnitzten Holztisch. Oud als solches, in seinen mir bis jetzt bekannten Formen, kann ich hier nicht identifizieren. Auch kein Moschus und Iris (ich konnte noch nie alle einzelnen Noten in einem Duft herausriechen). Manchmal schleicht sich Epic im dichtesten Weihrauchnebel an mich heran, dunkel und harzig, so dass ich denke “jetzt wird's aber ernst”, doch er zwinkert mir lächelnd zu und kitzelt die Nase mit einer herben Vanilleschote. Und eines Morgens musste ich feststellen, dass er wohl ab und zu auch schlechtgelaunt und sauer ist, denn er gab nur noch einen säuerlichen Geruch von Gewürzgurkenwasser von sich. Nein, ich spinne nicht, bin auch nicht die Einzige, die davon berichtet. Aber selbst diese seine Facette, die GsD nicht oft erscheint, riecht edel und schafft es mich zu faszinieren. Wandelbar wie kein anderer Duft, aber kein Chamäleon, das sich der Umgebung anpasst, sondern eigenständig und abgefahren, so dass ich Epic immer wieder ein-, ein-, ein- und nicht mehr ausatmen will :)

Ungeachtet meiner persönlichen Assoziation mit Polarlicht ist Epic ein waschechter Orientale, wenn auch mMn weniger süß als sonst von dieser Richtung gewohnt. Und, obschon ganzjährig easy tragbar, entfaltet er sich im Sommer am schönsten. Wie alle Amouages, braucht er Wärme/Hitze, die ihn weicher und voluminöser macht. Eindeutig unisex, obwohl als feminin deklariert. Tattooähnliche Haltbarkeit - über 15 Stunden und Sillage – waffenscheinpflichtig. Dies alles gilt der neueren Version mit der Magnetkappe, der einzigen, die ich kenne. Die Flakonfarbe hätte nicht besser gewählt werden können, meiner Meinung nach.

Das Polarlicht, dieses Phänomen der Mutter Natur, durfte ich bis jetzt nur dreimal erleben. Das von Menschenhand erschaffene, Epic, darf ich jederzeit nach Lust und Laune bewundern.
18 Antworten
10
Flakon
10
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Haltbarkeit
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Duft
Alisa23

54 Rezensionen
Alisa23
Alisa23
Top Rezension 25  
Zum Hinknien.....
Es ist ein Duft, der nicht von dieser Welt ist! Wie kann ein Mensch so etwas Grandioses und Überwältigendes erschaffen?
Er umschmeichelt die Trägerin mit einer mystisch spirituellen Aura...er gibt Kraft und Fantasie...er schützt vor bösen Geistern...er inspiriert und lässt die Seele in die Luft steigen...

Ich kann nur schwer Worte finden, um diesen zauberhaften Duft zu beschreiben. Nachdem mich die Abfüllung vor 10 Tagen erreicht hat, schwebe ich in einer mir bisher nicht bekannten Euphorie, muss ihn immer riechen, und bin jedes Mal immer mehr begeistert, selbst in der Nacht muss er mich begleiten. Er ist so anders, wie all das, was ich bisher getestet habe, so unvergleichlich. Auf einmal kommen wir alle anderen bisher heißgeliebten Düfte aus meiner Sammlung so einfach gestrickt und nichtssagend vor...

Die Duftentwicklung ist genial! Beim Aufsprühen kommt mir ein grenzenloser Wald entgegen, herrlich harzig und natürlich. Es ist Herbst und Luft riecht wunder frisch und kalt. Ich ríeche heruntergefallene bunte Blätter und ein Lagerfeuer. Hier und da ein Paar Nadelbäume. Es ist kein bedrohlicher Wald, eher ein beschützender. Die Gewürze umschmeicheln diese Note auf eine raffinierte Art und Weise. Bestimmte Gewürze kann ich nicht identifizieren, eher eine leckere Mischung. Diese vielsagende Kopfnote hält erstaunlich lange bei mir, so an die 10 Minuten. Ab dann verändert sich der Duft in eine betörende, harzig-balsamische und wärmende Richtung. Dabei ist der Übergang herrlich geschmeidig und langsam... Nun hat man ein unglaublich weiches und dickflüssiges Elixier an der Haut. Das ist mein Dufthimmel! Epic hält und hält (über 10 Stunden), und wird dabei immer besser, immer wärmer, immer betörender....dabei bleibt er sehr komplex, und die unterschiedlichen Noten kommen nacheinander mal mehr mal weniger in den Vordergrund. Die Sillage ist übrigens enorm, wenn man Epic trägt, sollte man sich mit dem langen Duftschleier lieber anfreunden. Dabei ist er aber nie erschlagend oder aufdringlich...

Epic ist mit nichts zu vergleichen, ein wahres vollkommendes Kunstwerk. Ein raffinierter aufs Äußerste harmonisch komponierter Duft, der unglaublich edel, betörend und magisch duftet. Er ist wie ein Schutzengel....

Wenn ich diesen Duft mit Adjektiven beschreiben müsste, dann wär dass: komplex, anspruchsvoll, edel, betörend, balsamisch, harzig, durchwärmend, dickflüssig und mystisch.

Es ist einer der seltenen Fälle, bei dem man die Kostbarkeit der Duftkomponenten riecht...JA Epic ist kostspielig....aber er duftet noch viele teurer, als er ist.

Ob der Duft im Alltag tragbar ist? Eindeutig JA, wenn es sich um eine selbstbewusste Frau handelt, die einen Standpunkt im Leben hat. Eher nein, wenn sich die Frau der Masse angleichen möchte und nicht unbedingt herausstechen will. Wobei ich ihn in einem Sprühstoß auch für gesellschaftskompatibel halte.

Ach Amouage....ich ziehe mal wieder meinen Hut vor dir....!
6 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

91 kurze Meinungen zum Parfum
Eggi37Eggi37 vor 8 Monaten
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
Epischer Tangotanz von Zarokian
Kümmelpheromone in der Luft
Rosen werden leidenschaftlich zugeworfen auf Patchfeld
Vanillekuss fürs Publikum
61 Antworten
LouceLouce vor 9 Jahren
7.5
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
9
Duft
Komplexe + erotische Gewürzkombo, dunkel, oud-ish, aber kein Oud-Exempel. Harzig-orientalisch dennoch nicht zu weich, viel Kontur. Brillant!
1 Antwort
SchatzSucherSchatzSucher vor 5 Jahren
8
Flakon
9
Sillage
10
Haltbarkeit
9
Duft
Nach etwas schwierig-spitzem Start eröffnet sich ein wahrhaft üppiger Reigen aus Blüten, Hölzern und Gewürzen. Opulent bis an die Grenzen.
14 Antworten
AukaiAukai vor 2 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
"Hit me, baby, one more time!"
Gib mir
50 shades of spice,
alsbald flüchten wir
in den Stall
und betten uns
in Weihrauch und Rosen.
15 Antworten
ClarasTanteClarasTante vor 7 Jahren
Für mich jedes Mal Märchenwald live! Dunkelgrünwürzigschmusige Schönheit. Epic - großer Fan! Notiz: Vorsicht bei der Dosierung!
7 Antworten
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NanaamiNanaami vor 9 Jahren
Damen-Parfum
Epic Extrait
Nanaami:Es kann jedoch niemand sagen, ob diese beiden völlig gegensätzlichen Eindrücke evtl. etwas mit der Bezugsquelle zu tun haben könnten...Wie...
KretakanoKretakano vor 11 Jahren
Beratung
Holzig, balsamisch, harzig wie Epic von Amouage
Terra:Der Charmes & Feuilles war definitiv eher son frisches Wässerchen und nix harzig-balsamisches. Aber ich werde den noch mal testen. ...
MilouMilou vor 12 Jahren
Beratung
Amouage - aber welcher?
Hallo Milou,ich kann dich gut verstehen der Duft ist toll...Viel Spaß damit :D LG Kitty17

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