Rosa Alba von Annette Neuffer
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Rosa Alba (Annette Neuffer)
8.1 / 10     24 BewertungenBewertungenBewertungen
Rosa Alba ist ein beliebtes Parfum von Annette Neuffer für Damen und Herren und erschien im Jahr 2015. Der Duft ist blumig-würzig. Es wird noch produziert.

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Parfümeur

Annette Neuffer

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteBergamotte, pinke Grapefruit, rosa Pfeffer, Petitgrain, Neroli
Herznote Herznoteweiße bulgarische Rose, marokkanische Rose, persische Rose, tunesische Orangenblüte
Basisnote Basisnotehawaiianisches Sandelholz, Ambrette, Bienenwachs

Bewertungen

Duft

8.1 (24 Bewertungen)

Haltbarkeit

6.5 (22 Bewertungen)

Sillage

6.3 (22 Bewertungen)

Flakon

7.0 (24 Bewertungen)
Eingetragen von Centifolia, letzte Aktualisierung am 18.12.2016
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Kommentare

Flakon 8.0/10
Sillage 4.0/10
Haltbarkeit 6.0/10
Duft 7.5/10
Erstklassiger Kommentar    23 Auszeichnungen
Vertauschte Vorzeichen
Der Auftakt ist weder Rosa noch Alba, sondern bitterzitrisch, wie von öliger Hesperidien-Schale. Bergamotte hätte ich getippt - Bergamotte ist gelistet. Erste Edelrosen-Zartfrische spielt zwar bereits mit, aber eher als umwehender Begleiter. Es dauert rund fünf Minuten, bevor sich eine köstliche, halbdunkle Zitrusnote entfaltet, fein ausbalanciert zwischen Frucht und Säure.

Nach weiteren fünf Minuten betritt sie endlich die Bühne – die Weiße Rose. „Weiß“ glaube ich sofort, auch wenn ich die hier konkret hervorgehobene Sorte nicht kenne. Ich bilde mir nämlich ein, bei den weißen Rosen-Sorten in meinem Garten durchaus ein Übergewicht an hellem, krautigem, herbem Duft wahrzunehmen, jedenfalls bieten sie seltener dunkle, süße, fruchtige Aspekte. Keine Ahnung, ob das Zufall ist, es erleichtert mir zumindest jetzt das willige Noten-Abnicken. Im Fortgang entspinnt sich eine Aura von duftiger Rose und aromatischer Zitrusfrucht, der Duft-Eindruck wabert hin und her. Ein Vergleich mit Elixir Solaire aus demselben Hause drängt sich auf.

Gesagt, getan - doch von Beginn an überwiegen klar die Unterschiede. Das Elixir eröffnet mit der viel frischeren, saftigeren, süßeren Frucht sowie vor allem dem weitaus sonnigeren Gemüt. Im Direktvergleich wirkt Rosa Alba dagegen zurückgenommen und distinguiert-damenhaft.

Wenn sich schließlich binnen der ersten ein, zwei Stunden das Elixir allmählich beruhigt, ließe sich womöglich feststellen, dass dort auf lange Sicht die Hesperidien-Note in der Projektion die wichtigere Rolle spielt, während die Rose sich näher der Haut hält. Bei „Rosa Alba“ nun ist es umgekehrt, vor dem Hintergrund des deutlich stilleren Gesamtbildes sind die beiden Fraktionen freilich dichter beieinander. Letztlich scheint es indes bemüht oder gar trivial, von vertauschten Vorzeichen zu sprechen; die Düfte haben außerhalb reiner Formalien praktisch kaum Parallelen. Der Titel dieses Kommentars ist also fragwürdig - wer denkt sich bloß sowas aus?

Zurück zu Rosa Alba: Erneut bin ich beeindruckt von der guten Haltbarkeit der Zitrusnote. Beinahe krautig und metallisch gibt sie sich im Verlauf, ich könnte mir einen Beitrag von Zitronenverbene vorstellen. Drittes Standbein des Duftes ist eine ordentliche Portion Blattgrün nebst würzigen Gestrüpps. Naheliegende Quelle dafür ist das angegebene Petitgrain.

Erst im Laufe des frühen Nachmittags rückt das Basis-Trio vor. Ich meine, alle drei genannten Darsteller erriechen zu können, inklusive der pilzig-likörigen Ambrette-Anmutung (das ist wieder eine dieser abseitigen Ideen, ich bitte, derlei nicht auf die Feinwaage zu legen…), die ich immer besonders originell finde. Darüber ist der Duft – ohnehin dezent gehalten – allerdings sehr, sehr still geworden.

Die strenge Art der verwendete Rose, die herbe Zitrus-Note, der recht prägnante Einsatz des Grüns – all das lässt Rosa Alba (entgegen der erklärten Absicht der Parfümeurin), bei aller Luftigkeit des Auftritts für mich zu einem eher ernsthaft-distanzierten Duft-Erlebnis werden.

Einzig der Vollständigkeit halber (von der Idee des Vergleichs haben wir uns ja längst verabschiedet) sei angefügt, dass ich Elixir Solaire eine reichliche Bitterorangen-Breite vorn sehe.
12 Antworten
Flakon 5.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 2.5/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    14 Auszeichnungen
Temperamentvoll - wie die Herzogin von Alba eben!
Der Titel der Herzöge von Alba zählt zu den ältesten Titeln im spanischen Adel und wurde der Familie Álvarez de Toledo bereits 1465 verliehen. Cayetana Fitz-James Stuart (María del Rosario Cayetana Paloma Alfonsa Victoria Eugenia Fernanda Teresa Francisca de Paula Lourdes Antonia Josefa Fausta Rita Castor Dorotea Santa Esperanza Fitz-James Stuart y de Silva Falcó y Gurtubay) - häufig Cayetana de Alba genannt, war die 18. Herzogin von Alba. Sie war sehr beliebt und sehr bekannt in Spanien, sie fiel überall auf mit ihrer weißen, dauergewellten Mähne und leistete sich im Alter so diverse Verrücktheiten, die man ihr jedoch - meist - großzügig nachsah.

Als sie mit 85 Jahren zum dritten Mal den um 25 Jahre jüngeren Alfonso Diez Carabantes heiratete, hatte sie einen langen Kampf mit ihren Kindern für diese Ehe hinter sich. Denn drei Jahre kämpfte sie darum, Alfonso heiraten zu dürfen und setzte sich schließlich durch. Sie teilte ihr Erbe vorzeitig mit notarieller Beglaubigung auf, so dass ihre sechs Kinder den Widerstand aufgaben. Nur wenige Tage vor der Hochzeit holte sie sich beim damaligen König Juan Carlos das Einverständnis zur Heirat.

Sie verstarb im November 2014 mit 88 Jahren und überließ den Titel Herzog von Alba ihrem ältesten Sohn. Die Familie der Duques de Alba zählt zu den reichsten Adelsfamilien in Spanien. Ländereien und diverse Bauwerke gehören dazu und sicher blüht in dem einen oder anderen Garten der Familie die Rosa Alba, diese nostalgische weiße bis zart hellrosa Rose mit dem wunderbaren Duft.

Cayetana de Alba hätte an Annette Neuffers Rosa Alba sicher gefallen gefunden. Rosa Alba ist eine wirklich schöne weiße bis zart hellrosa Rose, die jedoch einigen Pfeffer in sich birgt - im Gegensatz zu der namensgleichen Pflanze.

Zitrusblüten - hier Orangenblüten - und grüner Pfeffer bilden einen schönen, würzigen und sehr temperamentvollen Auftakt. Nach etwa 20 - 30 Minuten überlassen sie jedoch gehorsam das Feld der Rose. Und ab hier heißt es dann auch nur noch Rose, Rose, Rose! Deutlich, aber nicht laut, zurückhaltend aber nicht langweilig. Sie ist süß, aber nicht so sehr, dass es unangenehm werden könnte. Dafür sorgt der Pfeffer, der doch immer wieder durchblitzt.

Leider konnte ich ihr nur 70% zugestehen, da ihre Haltbarkeit recht zu wünschen übrig lässt. Nach ca. 2 Stunden ist alle Herrlichkeit vorbei und auf meinem Handgelenk Ebbe - sprich, nichts mehr wahrzunehmen. Bei besserer Haltbarkeit wäre sie durchaus ein Kaufkandidat für mich, auch wenn ich nicht die Herzogin von Alba bin ;-)

Vielen Dank liebe Eva, dass Du mir auch diese Rose nahe gebracht hast.
6 Antworten
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Quietschvergnügt in einen Rosenbusch gefallen
Es macht Spaß, öfter mal über seine eigene Bockbeinigkeit zu stolpern. Das erdet ungemein im wahrsten Sinne des Wortes. Mir geht es gerade so, dass ich grinsend in einem Rosenbusch liege und das „Ich-komm-nicht-klar-mit-Rosen-und-Chypre-Düften-Ding“ von meinen Hosenbeinen abklopfe. Es ist Blödsinn. Die Beweise stehen im Schrank.

Ein stimmungsaufhellender Beweis dafür duftet gerade von meinem Handgelenk. „Rosa Alba“ nehme ich von der Gesamtheit als hellen, spritzigen und wohlgelaunten Rosenduft wahr, mit starker Tendenz zu einem Rosen-Chypre. Die fruchtigen Pfeffernoten sind für mich sehr deutlich, ebenso wie die zitrischen, die den Dufteindruck sehr stark heben. Genau wie bei einer richtigen Rose wurde auch hier das geruchliche Blattwerk nicht vergessen. Frische grüne Anklänge sind durchaus vorhanden, die später etwas angenehm seifig-wächsern wirken. Die schwere Opulenz und Ernsthaftigkeit, die oft von Rosendüften ausgeht, fehlt hier. Sie ist der vermittelnden Lebensfreude des Parfums gewichen, die an Sonnenschein, Leichtigkeit und Wärme erinnert. Im späteren Verlauf dunkelt „Rosa Alba“ leicht ab und auf dem Handgelenk (aber nur dort) kann ich noch etwas Sandelholz erkennen.

„Rosa Alba“ gefällt mir sehr gut, weil der Dufteindruck nicht zu aufgesetzt und elegant ist. Mich spricht die frisch prickelnde Mischung aus zitrischen Noten, rosa Pfeffer, Rose und grünen Noten sehr an. Einen komplexen Duftverlauf kann ich hier nicht herausriechen, was mich überhaupt nicht stört. Ich schnüffel da auch so mit sehr großem Vergnügen und richtig wohlgelaunt an meinem Handgelenk.

Die Sillage ist anfangs mittelkräftig und die Haltbarkeit lag dann ungefähr bei sieben Stunden auf Hautnähe. Hier möchte ich wieder kurz erwähnen, dass, wenn Düfte nicht zusätzlich mit chemischen Zusätzen gepimpt werden, es vermutlich ganz normal ist, dass Abstriche bei der Haltbarkeit in Kauf genommen werden müssen.

Bei den Tests von Avicenna, For Him und nun Rosa Alba habe ich jedenfalls Appetit auf weitere Düfte von Annette Neuffer bekommen, weil ich diese drei schon wirklich gut und interessant komponiert finde. Ich glaube auch nicht, dass die Preise für diese Düfte überhöht sind, denn sie werden in kleiner Auflage in Handarbeit gefertigt.

Tja Eva, da kommste nicht drum herum, auch hier genannt zu werden. :o) Ein dickes Dankeschön! Überzeugungsarbeit hast du und musstest du gar nicht leisten. Die Düfte sprechen für sich.
10 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 6.0/10
Erstklassiger Kommentar    14 Auszeichnungen
Tagträume mit einer Rose
Wie riecht das Naturparfum"Rosa Alba"? Und wer ist Annette Neuffer ? Auf jeden Fall ist diese Rose äußert facettenreich und wechselt ihren Duft, fast wie eine Blumenstundenuhr, alle Viertelstunde. Ob sie wirklich die weisse Rose der Antike war, ist bis heute unklar. Es ist aber sicher, dass einige Sorten seit vielen Jahrhunderten in unseren Gärten anzutreffen sind und sie bereits im Mittelalter sehr beliebt war.
Annette Neuffer ist Jazzmmusikerin und -pädagogin und besitzt mittlerweile eine Duftmanufaktur, in der sie ihre eigenen Parfumextraits komponiert, die aus natürliche Essenzen, hauptsächlich aus biologischen Anbau, bestehen. Eine Frau der schönen Künste. Bemerkenswert für Deutschland. Ich finde gute Naturdüfte aus heimischen Gefilden sehr spannend, da es für mich nicht immer die globalen Parfumkonzerne sein müssen. Die etwas höheren Preise aus einer kleinen Produktion zahle ich gerne, wenn ich weiß, es handelt sich um Naturstoffe und es gibt auschließlich menschliche Versuchskaninchen. Vegane Düfte sind auf Anfrage übrigens auch möglich.
Kennengelernt habe ich sie durch eine liebe Parfuma, die mir freundlicherweise drei Proben ihrer Düfte zugesandt hatte, mit der Frage, was ich davon halte. Hier, liebe Eva, der Erstkommentar (nicht) nur für Dich.

Erster Eindruck: zarte, leicht seifige Rosenknospe mit vielen sauren Zitronendrops. Nichts Neues, aber sehr schön. Bergamotte, Petitgrain, Grapfruit lassen grüßen.
Phase 2, ca. 15 Minuten später, die Rose öffnet sich, verströmt ein sattes, tiefes Rosenaroma, ich rieche förmlich das dickflüssige Rosenöl, die Schwere des perfekten Moments. Das Extrait ist von der Konzentration wahrlich nicht zu verleugnen.
Phase 3, ca. 30 Minuten später. Die Rosenbasis wird minmal leichter. Frische grüne Kardamomkapseln steigen mir in die Nase, eine Prise Zimt krönt das Ganze. So stelle ich mir die perfekte orientalische Rose vor! Ich träume im Schatten eines orientalischen Cafes zu sitzen, frischen Mokka mit Kardamom serviert zu bekommen, der Gewürzesouk liegt mir gegenüber und vollerblüte Rosensträucher wiegen sich im Wind.
Die Duftreise geht weiter, Phase 4 kündigt sich nach weiteren 20 Minuten an. Ich bin gespannt. Ambrette, also dunkles schweres Moschuskörneröl (lt. Wiki) und das Sandelholz melden sich. Bilder von einem Aniquitätengeschäft steigen auf. Wunderschöne alte Holztische, dick mit Bienenwachs als Politur frisch eingeölt, Vasen mit vollerblüter Rosen, die einige Blütenblätter auf den Tisch abgestreift haben, stehen darauf.
Diese Phase bleibt über Stunden und klingt langsam aus. Mir macht das Ganze Lust, wieder loszusprühen und die Reise von vorne mit "Rosa Alba" zu beginnen.
6 Antworten

Statements

Bellemorte vor 17 Monaten
Spritzig hesperider Auftakt zu heller, frisch-fröhlicher Rose mit einem Klecks Seife - verschmilzt auf der Haut zu frisch-geduscht Gefühl.+10
Flakon 7.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 6.0
Duft 8.0
Irini vor 11 Monaten
Samtige, mit Bergamottöl bespritzte und leicht gepfefferte Rosenblühten auf weiche Bienenwachs. Hespiridich-frische unsüße und elegante Rose+9
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 9.0
Seerose vor 6 Monaten
Sehr schöner ausdrucksstarker Tagesduft. Pfeffrig-wachsig, gezähmte Rosen, leicht pudrig. Grünes, Herbes Rosenparfüm, auch für Männer.+4
Sillage 7.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
1 Antwort

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