
DavidS75
2 Rezensionen

DavidS75
6
Mein dänischer Fruchtkorb oder schockverliebt im Duty Free
Vorgeschichte:
Mitte Juni war es wieder so weit. Mit meinem Vater und meine beiden Schwestern ging es zum jährlichen Familienwochenende (ohne Anhang). Diesmal per Flugzeug von Frankfurt nach Kopenhagen.
Nichts böses ahnend schlendere ich von der Sicherheitskontrolle zum Gate durch den Duty Free. Da lacht mich eine beeindruckende Menge von Atkinsons Flakons an. Da sich vor nicht all zu langer Zeit der Born for Eternity (auch aus der Reserve Collection) zu meiner Sammlung gesellen durfte, dachte ich mir es kann nicht schaden, mal zu schauen was die Kollektion sonst noch zu bieten hat.
Da ich noch nichts vom Mystic Moonlight gehört hatte musste ich den natürlich probieren. Lange rede kurzer Sinn…nach 30 Minuten vom Gate zurück und den Flakon gekauft und im Flugzeug voll Freude die ganze Zeit an der eigenen Hand gerochen.
In Kopenhagen war es dann allerdings ziemlich warm (nicht knapp 40° wie in Deutschland aber immerhin um die 26°… Ungewöhnlich für Dänemark).
Egal ein neuer Duft muss getragen werden, obwohl fruchtig süß mit Oud auf den ersten Blick nicht der ideale Begleiter für warm feuchtes Wetter ist. Was soll ich sagen? Der Duft hat nicht nur mir, sondern sogar meinen kritischen Schwestern gefallen.
Nun zum Duft selbst:
Wer bei der Duftpyramide jetzt an Erba Pura oder Erba Pura Magica denkt hat zwar nicht ganz Unrecht aber letztlich geht der Mystic Moonlight zum Glück doch in eine andere Richtung. Nicht falsch verstehen, ich mag den Erba Pura Magica wirklich gerne, weil er im Gegensatz zum Erba Pura nicht so süß klebrig, sondern wesentlich cleaner und frischer ist, aber das Fruchtopening ist ähnlich unspezifisch. Der Fruchtanteil vom Mystic Moonlight dagegen ist ganz klar durch eine saftige und ziemlich natürlich wirkende angebissene Passionsfrucht geprägt. Die „tropischen Früchte“ aus der Duftpyramide spielen zusammen mit der Kokosnuss ganz klar den Background-Chor für diese Solistin.
Das Bild welches das Opening für mich zeichnet ist eine luxuriöse Standliege unter einem Strohsonnenschirm mit Blick auf den Sonneuntergang über dem Meer, während der Fruchtcocktail in der Hand den leichten Geruch nach Sonnencreme den der Wind mit sich bringt fast gänzlich verdeckt.
Um nochmal den Erba Pura Magica als Referenzpunkt zu nutzen: Der Mystic Moonlight ist für mich etwas süßer und dunkler, aber auch komplexer und differenzierter. Im Drydown nähern sich die beiden dann wieder etwas mehr an. Kein Wunder setzen doch beide mit Zedernholz und Amber auf die gleichen tragenden Komponenten für den weiteren Verlauf.
Zur Haltbarkeit kann ich sagen, dass mich der eine Testprüher auf meinem Handrücken von morgens gegen 10 Uhr deutlich wahrnehmbar bis zum Abendessen begleitet hat. Selbst nach der abendlichen Dusche konnte ich ihn direkt auf der Haut noch wahrnehmen…und das Ganze nach Flug und einem ganzen Tag bei 26°.
Es ist zwar nicht das wildeste Monster, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass jemand mit der Haltbarkeit unzufrieden sein wird. Problematisch könnte höchstens ein unvorsichtiger Test sein. Falls man die Fruchtig-Cremige-DNA doch nicht mag, muss man schon kräftig schrubben um ihn schnell wieder loszuwerden.
Für das Umfeld ist der Duft auch durchgängig, in den ersten Stunden sehr deutlich, später eher dezent aber nachhaltig, wahrnehmbar. Dabei fand ich ihn, als meine Schwester ihn sich für den Rückflug ausgeborgt hat, zu keinem Zeitpunkt laut oder aggressiv sondern trotz Präsenz erfreulich unaufdringlich.
Tragbarkeit ist absolut Unisex und zu fast jeder Gelegenheit, die eine Grundfröhlichkeit verträgt…also vielleicht nicht auf der nächsten Beerdigung oder einem konservativ, professionellen Termin. Für den „normalen“ Büroalltag aber durchaus gefällig genug.
Grundsätzlich ist der Mystic Moonlight dabei auch ganzjährig tragbar und könnte auch im Winter seine warme Basis schön ausspielen (weiß ich natürlich noch nicht).
Für manche mag das beschrieben Thema auch eher zum Sommer passen, für mich ist es aber gerade wegen der Stimmung ganzjahrestauglich.
Der Flakon ist für mich eine Augenweide. Die türkisblaue Grundfarbe mit dem verwitterten Gold ist zwar ein wenig kitschig, aber für mich doch noch auf der Seite von Klasse und nicht Trash. Auch ist erfreulich, dass man im Gegenlicht den „Füllstand“ noch gut erkennen kann. Wäre jetzt der Deckel noch magnetisch, gäb es von mir eine 10. Der Deckel ist aber aus Metall, fühlt sich wertig an und schließt fest.
Den Namen schließlich finde ich zumindest etwas verwirrend, da ich bei Moonlight doch eher eine kühle Grundstimmung erwartet hätte…aber vielleicht hatte Jordi ja eine warme Sommernacht im Sinn…dann lägen wir nur ein paar Stunden auseinander.
Fazit:
Einziger Wermutstropfen sind die vorläufige Teil-Exklusivität (zumindest in Deutschland scheint es den aktuell nur im Duty-Free vor Ort zu geben. Selbst Im Onlinestore von Heinemann ist der noch nicht gelistet) und der schon ambitionierte Preis. Im Duty Free waren es 219€, was noch nicht völlig überzogen für das Gebotene ist. Die UVP für die Reserve Collection von 270€ für 100ml ist aber schon schmerzhaft und legt nah, vielleicht auf ein gutes Angebot zu warten…
Insgesamt aber eine wirklich schöne, positive Überraschung aus dem Hause Atkinsons. Fruchtig, warm, fröhlich und noch leicht genug um, vorsichtig dosiert, selbst bei fast 30° zu funktionieren.
Mitte Juni war es wieder so weit. Mit meinem Vater und meine beiden Schwestern ging es zum jährlichen Familienwochenende (ohne Anhang). Diesmal per Flugzeug von Frankfurt nach Kopenhagen.
Nichts böses ahnend schlendere ich von der Sicherheitskontrolle zum Gate durch den Duty Free. Da lacht mich eine beeindruckende Menge von Atkinsons Flakons an. Da sich vor nicht all zu langer Zeit der Born for Eternity (auch aus der Reserve Collection) zu meiner Sammlung gesellen durfte, dachte ich mir es kann nicht schaden, mal zu schauen was die Kollektion sonst noch zu bieten hat.
Da ich noch nichts vom Mystic Moonlight gehört hatte musste ich den natürlich probieren. Lange rede kurzer Sinn…nach 30 Minuten vom Gate zurück und den Flakon gekauft und im Flugzeug voll Freude die ganze Zeit an der eigenen Hand gerochen.
In Kopenhagen war es dann allerdings ziemlich warm (nicht knapp 40° wie in Deutschland aber immerhin um die 26°… Ungewöhnlich für Dänemark).
Egal ein neuer Duft muss getragen werden, obwohl fruchtig süß mit Oud auf den ersten Blick nicht der ideale Begleiter für warm feuchtes Wetter ist. Was soll ich sagen? Der Duft hat nicht nur mir, sondern sogar meinen kritischen Schwestern gefallen.
Nun zum Duft selbst:
Wer bei der Duftpyramide jetzt an Erba Pura oder Erba Pura Magica denkt hat zwar nicht ganz Unrecht aber letztlich geht der Mystic Moonlight zum Glück doch in eine andere Richtung. Nicht falsch verstehen, ich mag den Erba Pura Magica wirklich gerne, weil er im Gegensatz zum Erba Pura nicht so süß klebrig, sondern wesentlich cleaner und frischer ist, aber das Fruchtopening ist ähnlich unspezifisch. Der Fruchtanteil vom Mystic Moonlight dagegen ist ganz klar durch eine saftige und ziemlich natürlich wirkende angebissene Passionsfrucht geprägt. Die „tropischen Früchte“ aus der Duftpyramide spielen zusammen mit der Kokosnuss ganz klar den Background-Chor für diese Solistin.
Das Bild welches das Opening für mich zeichnet ist eine luxuriöse Standliege unter einem Strohsonnenschirm mit Blick auf den Sonneuntergang über dem Meer, während der Fruchtcocktail in der Hand den leichten Geruch nach Sonnencreme den der Wind mit sich bringt fast gänzlich verdeckt.
Um nochmal den Erba Pura Magica als Referenzpunkt zu nutzen: Der Mystic Moonlight ist für mich etwas süßer und dunkler, aber auch komplexer und differenzierter. Im Drydown nähern sich die beiden dann wieder etwas mehr an. Kein Wunder setzen doch beide mit Zedernholz und Amber auf die gleichen tragenden Komponenten für den weiteren Verlauf.
Zur Haltbarkeit kann ich sagen, dass mich der eine Testprüher auf meinem Handrücken von morgens gegen 10 Uhr deutlich wahrnehmbar bis zum Abendessen begleitet hat. Selbst nach der abendlichen Dusche konnte ich ihn direkt auf der Haut noch wahrnehmen…und das Ganze nach Flug und einem ganzen Tag bei 26°.
Es ist zwar nicht das wildeste Monster, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass jemand mit der Haltbarkeit unzufrieden sein wird. Problematisch könnte höchstens ein unvorsichtiger Test sein. Falls man die Fruchtig-Cremige-DNA doch nicht mag, muss man schon kräftig schrubben um ihn schnell wieder loszuwerden.
Für das Umfeld ist der Duft auch durchgängig, in den ersten Stunden sehr deutlich, später eher dezent aber nachhaltig, wahrnehmbar. Dabei fand ich ihn, als meine Schwester ihn sich für den Rückflug ausgeborgt hat, zu keinem Zeitpunkt laut oder aggressiv sondern trotz Präsenz erfreulich unaufdringlich.
Tragbarkeit ist absolut Unisex und zu fast jeder Gelegenheit, die eine Grundfröhlichkeit verträgt…also vielleicht nicht auf der nächsten Beerdigung oder einem konservativ, professionellen Termin. Für den „normalen“ Büroalltag aber durchaus gefällig genug.
Grundsätzlich ist der Mystic Moonlight dabei auch ganzjährig tragbar und könnte auch im Winter seine warme Basis schön ausspielen (weiß ich natürlich noch nicht).
Für manche mag das beschrieben Thema auch eher zum Sommer passen, für mich ist es aber gerade wegen der Stimmung ganzjahrestauglich.
Der Flakon ist für mich eine Augenweide. Die türkisblaue Grundfarbe mit dem verwitterten Gold ist zwar ein wenig kitschig, aber für mich doch noch auf der Seite von Klasse und nicht Trash. Auch ist erfreulich, dass man im Gegenlicht den „Füllstand“ noch gut erkennen kann. Wäre jetzt der Deckel noch magnetisch, gäb es von mir eine 10. Der Deckel ist aber aus Metall, fühlt sich wertig an und schließt fest.
Den Namen schließlich finde ich zumindest etwas verwirrend, da ich bei Moonlight doch eher eine kühle Grundstimmung erwartet hätte…aber vielleicht hatte Jordi ja eine warme Sommernacht im Sinn…dann lägen wir nur ein paar Stunden auseinander.
Fazit:
Einziger Wermutstropfen sind die vorläufige Teil-Exklusivität (zumindest in Deutschland scheint es den aktuell nur im Duty-Free vor Ort zu geben. Selbst Im Onlinestore von Heinemann ist der noch nicht gelistet) und der schon ambitionierte Preis. Im Duty Free waren es 219€, was noch nicht völlig überzogen für das Gebotene ist. Die UVP für die Reserve Collection von 270€ für 100ml ist aber schon schmerzhaft und legt nah, vielleicht auf ein gutes Angebot zu warten…
Insgesamt aber eine wirklich schöne, positive Überraschung aus dem Hause Atkinsons. Fruchtig, warm, fröhlich und noch leicht genug um, vorsichtig dosiert, selbst bei fast 30° zu funktionieren.
Aktualisiert am 03.07.2026 - 18:00 Uhr



Passionsfrucht
Kokosnuss Absolue
Roter Ingwer
tropische Früchte
Oud
Cypriol
Labdanum
Zedernholz
Amber
Tonkabohne

Nebelmondfee
Incense
Krishrv90
DirtyHabbits
Funumai1



































