Carbone / Carbone de Balmain

(2010)
Carbone / Carbone de Balmain von Balmain
Angebote
Carbone / Carbone de Balmain (Balmain)
8.0 / 10     321 BewertungenBewertungenBewertungen
Carbone / Carbone de Balmain ist ein beliebtes Parfum von Balmain für Herren und erschien im Jahr 2010. Der Duft ist würzig-holzig. Es wird noch produziert.

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Parfümeur

Nathalie Lorson

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteBourbon-Pfeffer, Elemiharz, grüner Efeu
Herznote Herznoteschwarze Feige, Weihrauch
Basisnote BasisnoteSiam-Benzoe, Moschus, schwarze Vanilleschote, Vetiver

Bewertungen

Duft

8.0 (321 Bewertungen)

Haltbarkeit

7.5 (224 Bewertungen)

Sillage

6.5 (217 Bewertungen)

Flakon

8.1 (211 Bewertungen)
Eingetragen von Profumo, letzte Aktualisierung am 17.05.2017
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Kommentare

Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Ein tragbarer Wald...
Als Großstädter, der sich trotzdem gern in der Natur bewegt, habe ich natürlich auch olfaktorisch schon einige Wälder durchschritten. Viele Düfte, die den "Wald" zum Thema haben, kommen mir jedoch arg derb und knorrig daher. Nun möchte ich aber nicht gleich mit Axt und Holzfällerhemd bewaffnet im nebligen Spätherbst tagelang in der kanadischen Wildnis verschwinden. Manche Wald-Düfte kippen auch in die Gegenrichtung und sind dann wieder so zivilisatorisch glattgebügelt wie der Rauschebart am Szene-Café-Hipster-Kellner.

Dabei ist der Mittelweg ja oft der goldene - und "Carbone de Balmain" beschreitet ihn. Ja, er beginnt harzig dunkel und schenkt dieses Dufterlebnis dem geneigten Wanderer auch für lange Zeit. Aber der harzige Wald bleibt wunderschön trocken und mild, im Laufe der Zeit angereichert durch eine Portion Lagerfeuerrauch, der aber nicht beißend, sondern in gepflegtem Maße rau daherkommt. Je länger die Wanderung dauert, desto wärmer und leicht süßer wird das Dufterleben, ohne seinen männlichen Touch zu verlieren. Wir kommen nicht durchgefroren und erschöpft in unserer Blockhütte an, sondern gut gelaunt und gewärmt vom Naturerlebnis.

"Na, das ist ja mal ein tragbarer Wald" - schoß es mir beim mehrfachen Schnuppern an "Carbone de Balmain" als kürzeste Duftbeschreibung dann auch durch den Kopf. Er ist strikt männlich, aber keines dieser "knallharten Männerparfums", die sich so knorrig und derb gebärden, dass es mich graust. Aber er ist eben auch nicht so glattgebügelt, dass man denkt, man schaue vom warmen Wohnzimmer aus eine Naturdoku auf dem Breitbild-Fernseher. Kompliment!
10 Antworten
Flakon 7.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    4 Auszeichnungen
Gepfefferter, nebliger Kiefernwald
Carbone von Balmain wollte ich schon immer testen. Nicht nur, weil der Duft hier so gute Bewertungen bekommen hat, sondern weil ich immer nach Düften Ausschau halte, die Feigen enthalten. Tja, und hier ist noch Vanille und Weihrauch und Harz etc… drin, was sich allgemein gut anhört, also war ich erst recht gespannt auf den Duft.

Tja, und ich sollte eben nicht enttäuscht werden, wenn auch ich zugeben muss, dass ich mir den Duft wegen des Pfeffers etwas stärker in der Ausstrahlung vorgestellt habe.

Der Duft:
Der Duft beginnt mit dem Pfeffer, wobei dieser (glücklicherweise) nicht so stechend ausgefallen ist, wie ich mir vorgestellt hatte. Der Duft ist zwar würzig und der Pfeffer ist deutlich zu riechen, er wird aber abgemildert, da im Hintergrund süßliche Noten vorhanden sind.
Wenige Minuten später wird der Duft durch das Harz sowohl weihrauchartig räucherig, als auch leicht erdig-waldig (erinnert an Koniferen).
Die Feige in der Herznote macht den Duft leicht süßlicher und mildert den Pfeffer noch ein wenig ab, wobei die Feige zwar gut duftet, aber nicht allzu stark ist, auch sollte man nun keine Feige wie beispielsweise in Philosykos erwarten. Der Weihrauch erhellt den Duft zusätzlich und vermittelt ein gutes Gefühl.
Zur Basis hin gibt es etwas Vanille, wodurch der Duft sanfter und wärmer wird, allerdings wird der Pfeffer auch wieder ein wenig stärker, wodurch der Duft würziger wird. Aber, nach einigen wenigen Stunden wird der Pfeffer immer weiter schwächer und bleibt dann auch schwach. Man kann ihn zwar noch ganz schwach wahrnehmen, aber die eigentliche Basis besteht aus süßlich holzigen Noten, mit sanfter und fast schon leicht pudriger Vanille.

Die Haltbarkeit und Sillage:
Ganz ehrlich, ich habe hier mit einem stärkeren Duft gerechnet, aber dennoch hält der Duft noch acht Stunden aus, bei stärkerem Einsprühen vermutlich auch wohl mehr.
Die Sillage ist stark und strahlt durch rauchige Noten wie Weihrauch und dem Harz auch ziemlich gut aus, das bedeutet, hier muss man sich keine Gedanken darüber machen, ob der Duft an einem wahrgenommen werden kann. Überdosiert könnte er sogar raumfüllend wirken und der Pfeffer könnte einige stören.

Der Flakon:
Der Flakon ist rechteckig (bzw. quadratisch), dickglasig und wirkt dadurch schwer und massiv. Auf der Vorderseite ist ein schwarzes Etikett (mit kaum sichtbaren Rautenmuster) mit weißem Rahmen angebracht worden, auf der Name und Marke draufstehen. Die Parfumflüssigkeit ist bräunlich, sieht aus wie Schwarztee. Der schwarze Deckel ist rechteckig. Alles in allem ganz gut.

Carbone von Balmain ist ein schöner Herbstduft (bzw. Winterduft) und ist würzig, holzig und nicht zu süß. Er erinnert leicht an die erdige Luft, wenn man im Herbst in einem Wald spazieren geht, vor allem eben in einem Kiefernwald. Ihr könnt euch denken, dass dies ein echt schönes Gefühl ist.
Pfeffer stört mich normalerweise bei Düften, hier ist er, obwohl er gelegentlich stärker auftritt, doch nicht so übermäßig intensiv geworden und dadurch noch gut tragbar auch für diejenigen, die wie ich Pfeffer normalerweise nicht so sehr mögen.

Wie gesagt ist er ein Duft für die kälteren Tage, das man dann sowohl als Tagesduft, aber vielleicht auch zum Ausgehen verwenden könnte, da er in der Gesamtkomposition sehr gut (männlich) riecht. Ich habe das Gefühl, dass er allerdings nicht unbedingt für sehr junge Kerle gedacht ist, aber alle anderen sollten sich ihn auf jeden Fall mal anschauen.

Ich könnte mir jedenfalls durchaus vorstellen, ihn im nächsten Herbst zu verwenden. Wenn ich ihn bis dahin nicht vergesse, da ich jetzt wegen der warmen Tage wieder nach frischen Düften Ausschau halte…
Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 9.5/10
1 Auszeichnung
Eine Entdeckung
Eigentlich mag ich keine Designerdüfte, bzw. Düfte von Modemarken. Sie sind mir meist zu glatt und auf einen breiten Markt ausgelegt. Auf Carbone von Balmain bin ich gestoßen, weil ich vor zwei Jahren auf der Suche nach Restbeständen von Helmut Langs Cuiron, die Neuauflage war noch nicht auf dem Markt, und mir eine schrullige Parfumverkäuferin stattdessen Carbon in die Hand drückte. Sie lag wirklich richtig mit ihrer Empfehlung, auch wenn ich mich anfangs etwas wehrte.
Der Duft ist mittlerweile ein Alltagsbegleiter und passt sich mir wunderbar an. Zudem gibts regelmässig Kompliment, was ich so noch bei keinem anderen Parfum erlebt habe.
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Heisskalte Vereinigung oder Ice Flamboyant
Der Knackpunkt bei diesem duft von Balmain ist, dass er für mich persönlich zwei Welten verkörpert; einmal, vom Start an, eine kühle, nahezu eisige Grünnote, die die schattigsten Ecken eines Gartens symbolisiert, dazu dann eine heisswürzige Pfeffernote vom Feinsten, die frischgemahlen und gröberkörnig aus einer Pfeffermühle kommt. Darunter, wie unter der dünnen Eisschicht eines Teiches, die langsam schmilzt, ahnt man schon die heisse Räucherung des Incense, des Weihrauches, der später deutlich hervortritt und den Duft zum Kokeln bringt. im angenehmen sinne des Wortes. Reife Früchte, in diesem Fall Feigen, geben der Duftidee eine interessante Note. Was dann allerdings folgt, ist für meine Nase im ersten Moment des Riechens kaum nachzuvollziehen, aber im nächsten Moment wird mir klar, dass man hier kühle erdige Vetyverdünste mit sehr warmer und dunkler Vanille kombiniert hat. Bei diesem Duft beruht seine Ausstrahlung darauf, dass völlig gegensätzliche Duftelemente wie heiss und kalt, dunkel und strahlend, rauchig und grün eine Harmonie ergeben, die wie bei dem Beispiel Pfefferminz und Schokolade (zum essen und nicht als Duft) eine "göttliche Dissonanz" erzeugen. Carbone vonBalmain erinnert mich entfernt an das Spiel der Ingredienzien von Molinards Habanita, wenn auch in einer anderen Form. Auch hier wurden Vetyver und Vanille einander gegenübergestellt, was eine "Wasser in- der- Nase-zusammenlauf"- Wirkung hat. Geräuchertes Eis mit heissen Quellen unter der Oberfläche, so könnte ich "Carbone" noch bezeichnen. oder der Parfumname schlicht "Ice Flamboyant". Wäre doch eine Idee für einen Duft. Carbone hält sehr lange auf der Haut, und erzeugt bei meinen weniger duftkundigen Mitmenschen eine Art Fragezeichen im Gesicht: Du duftest ungewöhnlich aber angenehm". sagt einer. Andere rätseln:"Bist du Räucherstäbchen Fan? Die tollen von "Sch......" (bekanntes Geschäft in meiner Stadt)??? Aber auch, weenn mal ein "Banause" die Nase rümpfen sollte ob meines Odeurs; Der Duft zwingt keinen, ihm besonders zu gefallen, er tut das meistens freiwillig.
1 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    18 Auszeichnungen
So muss Man(n) riechen!
Jedenfalls, wenn es nach mir geht!

Nach dem eher sehr negativen Kommentar zum neuen Balmain, kommt hier eine Liebeserklärung. Voller Schmalz und Herzblut ;D Nein quatsch, so arg wird es nicht! Der Herrenduft ist einfach gut und solide gemacht. Taugt was, dennoch ist er für mich keine 100% Wert, denn dafür bin ich ihm nicht total verfallen. Er hat nämlich nicht die so gewünschte Tiefe, dich ich ihn ihm, gern hätte. Wäre diese vorhanden, würde ich mich kopfüber darin stürzen. Aber das ist meckern auf hohem Niveau!

Carbone de Balmain ist in geraumer Zeit, einer meiner Favoriten, geworden. Auch ich trage gerne diese "Herrendüfte". Doch diesen überlasse ich gerne , nur der Männerwelt. Mein Mann trägt ihn schon länger und auch er mag ihn, so wie ich.

Nun wie ist er denn der Carbone? Nachdem hier schon so vieles gesagt wurde, will ich mich nicht ins jede Detail stürzen. Auch will ich den Duft nicht sezieren, denn dafür habe ich sowieso keinen Nerv. Ich genieße einfach, denke nicht nacht, wenn ich mich an meinen Mann lehne und den Duft sanfte auf mich wirken lasse.

Carbone hat diese würzige, dennoch aber sanfte Art an sich. Die Gewürze sind kraftvoll, werden aber im gesamten Verlauf, deutlich sanfter und schmiegen sich an der Männerhaut an. Verankern, würd ich sagen, denn er bleibt bei seinem Träger, egal was ist und was kommt. Also die Haltbarkeit und die Sillage im oberen Bereich angesiedelt. Wobei keineswegs raumgreifend!

Carbone beginnt würzig, etwas moosig im Untergrund. Ein leichter Touch von Hustensaft unterbreitet sich auch noch unter meiner Nase. Ich zucke zurück. Der Anfang ist nicht meines, so viel dazu!

Doch vertieft sich der Duft schnell in eine Phase des Rauches und der Gewürze. Diese wirbeln nämlich einen feinen Staub auf und vermischen sich miteinander. Auf nassem Holz, das unzähliche Regentropfen , in sich augenommen hat. Dieses nasse Holz, ist nicht von langem Bestand, denn der Duft wird immer mehr und mehr erwärmt. Ab da an, beginnt er mir so richtig zu gefallen. Das Holzige hat sich nun zu einem festen Bestand entwickelt und ist sehr präsent. Der Rauch wirbelt sich mit den Gewürzen ums Holz, was mir sehr gefällt. Deutlich hautnaher wird er auch noch und leichte fruchtige Noten kommen schon langsam hervor. Leicht pflaumiges Aroma, was mit Vanilleschoten überzogen ist. Mir kommt aber auch eine Note in den Sinn, wo ich mir nicht sicher bin. Etwas südländliches. Kann es aber nicht definieren und einordnen.

Der Schluss bildet eine warme Harzige, wohl gewürzte Decke auf frischer Erde. Die Fruchtnoten sind noch immer von Bestand. Werden aber immer blasser.

Carbone de Balmain ist ein wirklich solider Herrenduft, der besonders gut, für die Herbstzeit geeignet ist. Man(n) kann nicht viel falsch machen. Er ist auch für einige Situationen gewappnet und so manche Frau findet wirklich einen Gefallen an ihm. Warm eingepackt in einen Mantel, darunter ein Hauch von Carbone und man fühlt sich elegant und wohlig eingekleidet!

Das ist Balmain und nicht diese neuen Fratzen, die daher kommen!
Just my 2 cents!
5 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 8.5/10
Erstklassiger Kommentar    26 Auszeichnungen
Indecent confessions – Carby goes public
Hallo Leute. Mann, ich freu’ mich so, euch zu sehen.
Wollte mich ja schon länger mal zu Wort melden, aber mein Sprayer hat gebremst. Sarungal heißt der – kennt ihr? Hatte kurz mal den Ruf, ein humorloser Satireverächter zu sein. Is’ aber Quatsch. Der hüpft nur zielsicher immer auf die Seite der Wippe, wo’s Gewicht fehlt. Balance und so – muss ich nicht verstehen, is’ aber so. Und manchmal labert er sich’n Wolf statt einfach nur „super“, „okay“ oder „scheiße“ zu sagen. Is’ vermutlich ne Berufskrankheit.

Bei dem wohn’ ich – schwierige Nachbarschaft, echt jetzt. Nebenan haust Ceddy – aber wehe, Ihr nennt ihn so! An der Klingel steht nämlich „Cedrat Boise Mancera“. Der gute Ceddy is’ leicht verwirrt; oft steht er einfach nur so rum und brabbelt: „Ich bin nicht verwandt mit Monsieur Aventus!“ Den Typen kenn’ ich nicht, muss aber’n übler Kerl sein: jedenfalls is’ Ceddy geradezu besessen von ihm.

Auf der anderen Seite wohnt Memmy. Echt ne geschniegelte Socke, immer ganz in Schwarz gekleidet und mit einem diabolischen Leuchten in den Augen. Meinetwegen – wenn er nur nicht so arrogant wäre. „Du bist ich – in klein, zart und schlecht!“ – das sagt er gerne, wenn wir uns nach der Hand drängeln. Arschloch! Wenn er wenigstens älter wäre als ich – isser aber nich’, der feine Herr Man. Manchmal trägt er Turban – schaut voll affig aus, passt aber irgendwie. Is’ halt’n Spinner!

Nach hinten raus hab’ ich auch noch’n Nachbarn, aber der kommt so gut wie nie vor die Tür. Adlig isser – glaub ich zumindest. „De Vetiver“ heißt er nämlich mit Nachnamen. Sel is’n Netter, aber völlig frustriert, weil die Hand ihn bestenfalls mal im Treppenhaus herum schiebt, bevor er wieder in seine Wohnung muss. Armer Kerl!

Die übrigen Leute im Haus kenn’ ich nicht so gut – Ihr wisst schon: andere Etage, nächster Eingang etcpp. Außerdem wollt’ ich Euch ja was von mir erzählen. Ihr könnt mich Carby nennen. Keine Angst: Ich bin nicht adlig, obwohl ich mich offiziell immer mit „de Balmain“ vorstelle – is’ aber nur’n Künstlername. Klappern gehört halt zum Handwerk. Weil ich eher nicht so’n Lauter bin, hab’ ich mir’n hübschen Namen ausgesucht. Kommt gut, oder?

Mein Sprayer sagt immer, ich könne zaubern. Glaubt ihr nicht? Könnt ihr aber – obwohl der Trick echt simpel ist. Ich rupf’ n bisschen Efeu aus, kipp ne ordentliche Ladung Pfeffer drauf … die Dame in der letzten Reihe: Viel zu wenig Pfeffer … und verpass Euch so den krass intellektuellen Anstrich. Bleistiftfeeling. Ach so, kennt Ihr Computerkids schon gar nicht mehr. Tolles Schreib- und Zeicheninstrument. Hinters Ohr geklemmt schaut ihr total megabusy aus – und erst der Geruch. Metal Wood. Klingt wie ne hammergeile Musikrichtung, right? Ist aber eher so was wie Zedernspäne im Eisenbottich. Und weil nich’ jeder den Geruch rattenscharf findet, werf ich dann noch’n bisschen süßes Harz in den Topf. Für die, die nich’ so auf Bleistift stehen – obwohl jeder drauf rumkaut … okay, rumgekaut hat.

Jedenfalls raucht’s jetzt - nicht so krass wie nebenan bei Memmy, wo ständig die Melder anspringen und die Feuerwehr vorfährt. Der Bottich riecht auch nicht mehr nach Eisen; is’ wahrscheinlich besser so. Damit das Ganze … Moment – hört Ihr das auch? Boah, das nervt sooo. Sorry, ich muss mal eben an die Decke klopfen.

Und? Viel besser, oder? Wie soll man sich konzentrieren, wenn obendrüber dauernd jemand singt: „Ich bin Holz | und voll Stolz!“. Is’ übrigens der Boris Schwarz. An sich n feiner Kerl, aber mit ner gewaltigen Meise: völlig besessen von Holz! Wahrscheinlich ist er frustriert, weil die beim Klingelschild das R in seinem Vornamen vergessen haben. Voll kein Respekt, typisch Hausmeister…

Wo war ich? Danke - beim Bottich. Naja, ich geb’s ja zu: Eigentlich will ich ja total geliked werden. Is’ nich’ so leicht mit dem Bleistift – aber der muss sein. Für die Hater schmeiß ich aber n bisschen was Fruchtiges hinterher und noch’n kleines Piece obendrauf. Ja nee, Jungs – nicht, was Ihr denkt. Heißt Olibanum und macht null high, riecht aber gut. Bisschen wie in der… - ach, vergesst es, da wart Ihr eh noch nie! Und die Frucht trocknet im Bottich sofort aus – sorry an alle Kompott-Fans. Macht das Ganze nur’n bisschen schmackhafter; soll ja auch nicht so müffeln wie dort, wo ihr noch nie gewesen seid.

Ihr kommt mit? Bleistiftnote, leicht verpfiffen (heißt das so, wenn man Pfeife raucht?), bisschen süß abschmecken und vornehm abdampfen. VOR-NEHM … die Dame in der letzten Reihe: viel zu viel Weihrauch! Das können Sie beim Memmy durchziehen, aber nicht bei mir!

Der Rest ist eigentlich voll easy: Vanilleschoten auskratzen, ab in den Bottich mit dem Zeug, gut umrühren, noch’n kleines Piece hinterher, damit’s besser hält, und ne Idee Moschus – ja, ich schau Sie an, Madame: Idee heißt: fast nichts, kapiert?

Wenn irgendjemand behauptet, ich würd’ da noch mehr reinhauen: Glaubt ihm nicht! Oder – glaubt ihm unbedingt … aber ich werd’ doch hier nicht mein Geheimrezept verraten.

Hauptsache, am Ende dampft’s geil vanillig aus dem Bottich – nicht zu süß, aber metal-free. Die Frucht – ich sag immer „Schwarze Feige“, aber anderes Dörrobst tut’s auch – macht das Zeug weicher, und die drei Pieces schmeißen noch’n bisschen Holz in den Rauch. Kommt ja auch aus’m Holz, das harzige Scheißzeug. Steh ich voll drauf – aber sagt das nicht dem Boris: Ich glaub’, der sucht Anschluss. Nachher krieg ich ihn nicht mehr los…

Ich bin nicht so anhänglich, aber das hat voll die Vorteile. Ich häng’ ja auch nicht immer mit den gleichen Leutz rum. So nach spätestens sechs Stunden mach’ ich meistens Pause – kann ja mal’n Anderer malochen, oder? Dafür ist mein Stundensatz total okay – ich will ja keinen ruinieren. Denkt man gar nicht, wenn man mich so sieht, oder? Geiles Outfit, seid ehrlich! Und überhaupt bin ich voll der gute Begleiter: scharfe Optik, gutes Benehmen, nie zu laut – und fast überall gern gesehen. Und – Bock auf mich?

Hey … Hand!
Finger weg!
Loslassen!
Menno…
Immer muss ich auf mein Zimmer.
Leutz, Ihr seid krass geil!
Hat Spaß gemacht mit Euch.
Ich komm wieder... versprochen!
Siiiiyaaaaaaaaaaaa…
11 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    24 Auszeichnungen
Holzklotz-Installation
Bis vor nicht allzu langer Zeit hatten die Türkisfarbenen ihre Kunden sehr offensiv segmentiert. Die normalen Leute wurden in den Standard-Filialen abgefeiert, für die Gleicheren gab es hier und dort eine Select-Variante. Eines Tages scheint einem Verantwortlichen in Hagen dieser (m. E.) Marketing-GAU aufgefallen zu sein und die gehobenen Geschäfte wurden geschlossen. Bei dem in Hamburg-Poppenbüttel hielt ich kurz vor Toresschluss einen preislich gestauchten Bembel Carbone in der Hand, stellte ihn schließlich zurück und hatte seither ab und zu überlegt, ob das ein Fehler war. Solche losen Enden sind bekanntlich doof. Umso erfreuter war ich, dass ich kürzlich von noirceur - vielen Dank dafür! - ein Pröbchen bekommen konnte.

Ein seltsamer Duft. Staunen bereits bei der Auftaktnote: Efeu? Wäre ich nie drauf gekommen. Wenn ich das Zeug im Garten bändigen muss, riecht das doch anders – so der erste Gedanke. Indes wird die Note bald durchaus plausibel. Sie erinnert mich an Prospan-Hustensaft, der hat Efeu als Wirkstoff.

Aber er ist nicht allein. Erst nach einigem Überlegen komme ich dem Rätsel auf die Spur. Ich finde, das riecht nicht bloß nach Efeu, sondern irgendwie nach Kokos, und zwar nach einem synthetischen Kokos-Aroma. Definitiv schon mal gar nicht nur nach der angesagten Vanille. Vielleicht eine neue Geschmacksrichtung für den Hustensaft: Vanille-Kokos-Prospan. Recht zahm übrigens, die Vanille, allenfalls leicht angeraucht.

Nach zwei Stunden beginnt die nächste Eigenartigkeit: Es wird holzig, so viel ist klar. Dabei unverkennbar künstlich und gleichzeitig unleugbar…schmackhaft. Außerdem bin ich immer noch nicht über das Kokos-Thema hinweg. Und wir haben bald Mittag. Womöglich der Abrieb einer Kokosnuss, also das holzige Äußere. Im Laufe des Nachmittags entsteht eine gezähmte Harz-Note. Wenig Rauch. Eher weiterhin holzig. Tiefdunkles, uralt-museales, lackiertes (Cashmeran?)-Holz.

Die kokosartige Note hat nunmehr aufgegeben und sich kurzerhand zu einer ähnlichen Vanille erklärt. Etwas vanillin-lastig, die Gute. Ich bilde mir gar einen Anflug von Eugenol-Schärfe ein. Das tut ihr jedoch sehr gut, vor allem, wenn Carbone zum Anzug getragen werden soll. Die Konzentratholz-Patchouli-Vanille des Ausklangs hat zweifellos Art. Der ganze Duft ist überdies fraglos angenehm, einhüllend, bestens geeignet für die dunkle Jahreszeit.

Mir ist Carbone allerdings ein bisschen zu hin-skizziert. Vielleicht habe ich mit dem Stil von Frau Lorson gewisse Probleme - wobei ich mir freilich noch lange kein abschließendes Urteil erlauben darf, weil ich bisher lediglich eine Handvoll ihrer Werke getestet habe. Meine anfängliche Begeisterung für den Encre-Noire-Purismus hat sich gelegt, den Sport dazu fand ich schlichtweg schräg und unausgegoren; der Bentley Intense kam mir recht derb gestrickt vor und Satiné war halt nett, prima für meine Tochter. Sie ist zehn.

Carbone nun: Das sind kräftige Pinselstriche statt behutsamer impressionistischer Tupfer, so könnnte ein adäquater Vergleich lauten. Oder eine Installation aus mehreren grob geschnitzten Plastiken. Nix gegen kräftige Pinselstriche oder Holzklotz-Installationen, aber wie es bereits ein Vorredner ähnlich formulierte: Es fehlt mir ein wenig an Zwischentönen, an Tiefe, an Leben, an Lebendigkeit.
17 Antworten
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
Carbone vs. Gucci pour Homme II
Andere Kommentatoren haben Carbone schon mit Gucci pour Homme verglichen. Diesen kenne ich zwar nicht, wohl aber seinen Nachfolger GPH II, und ich finde, dass auch mit letzterem ein Vergleich nicht abwegig ist. Beide EdT's haben nämlich eine recht markante Pfeffernote im Auftakt und in der Herznote, sei es auch Bourbon-Pfeffer hier und Piment dort. Bei GPH II wird diese pfeffrige Note mit eher süßlichen und "leichten" Noten und schwarzem Tee zu einem sehr gefälligen Gute-Laune-Wohlfühlduft verwoben, der immer, aber vor allem im Frühling und Sommer, tragbar ist. Carbone ist dagegen holziger und durch die Benzoe-Note harziger, etwas "dunkler" und strenger in seiner Gesamterscheinung; eher ein Herbst- und Winterduft. Vielleicht verbinde ich mit dem Weihrauch auch etwas Sakrales und Ernstes oder Seriöses im Gegensatz zum Gute-Laune-Gucci. Insgesamt finde ich, dass Carbone ein durchaus angenehmer Duft ist; die Benzoe ist dann aber doch eine Note, die mir Carbone ein bisschen zu sperrig und kantig macht, um ihn wirklich zu tragen.
Flakon 7.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 6.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    5 Auszeichnungen
Fantastisch!
Es kommt leider nur noch selten vor, dass mich ein Duft wirklich aus den Latschen haut. Hier ist es endlich wieder soweit!

Allein die Kopfnote begeistert mich! Feiner, gar nicht so scharfer Pfeffer mit einer Spur harziger Süßlichkeit begrüßt meine Nase, bei genauem Hinriechen ist da auch eine diffuse grüne Note. Zu dem tollen Gewürz gesellt sich nach einer halben Stunde leichter Weihrauch, das Harz wird dabei von einer schönen, authentischen, aber nicht aufdringlichen Fruchtigkeit abgelöst. Ich rieche hier zwar eher Pflaume als Feige, aber das ist mir egal. Der entstehende Dufteindruck ist ein Traum und von mir nur schwer zu beschreiben. Auch der Ausklang mit einer feinsinnigen, noch leicht rauchigen Mischung aus Vanille und dezentem Benzoe überzeugt mich auf ganzer Linie.

Leider spielt meine Hautchemie mal wieder den Miesepeter. Die Projektion ist anscheinend eher gering, die Haltbarkeit bisher nur besserer Durchschnitt. Ein paar weitere Feldtests müssen zeigen, ob es dieser fantastische Duft tatsächlich in meine Sammlung schafft.
4 Antworten
Duft 7.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    13 Auszeichnungen
Der Kosmos Holz-Chemiebaukasten
Carbone de Balmain ist der quintessentielle zeitgenössische Holzduft und man kann mit ihm eine Menge Geld sparen, insofern die gleiche Chemie in wesentlich teureren Düften ohne großen Mehrwert verbaut wird - auf Autoportrait, ebenfalls von Mme. Lorson, wurde ja schon vielfach verwiesen. Der Kern von Carbone und unzähligen verwandten Düften sind Synthetika wie Iso-e-Super, Cedryl Accetat, Norlimbanol, diverse günstigen Vetiver-Derivate u.a., die den klassischen Holzakkord neu definiert haben: trocken, leicht pfeffrig, aber auch samtig weich, manchmal eine Spur rauchig, zwischen Zeder und Weihrauch changierend. Gucci pour homme war hier ein markanter Vorreiter und als erstes für die prägnante Graphit / Bleistiftnote bekannt. Dieser moderne synthetische Akkord - was aktuell gerne Oud genannt wird, ist eine Weiterentwicklung der Stilistik - ist inzwischen ubiquitär und allgemeiner Konsens, man eckt damit nirgendwo an. In Carbone ist der Holzakkord auch wirklich gelungen abgerundet, mit grün-floralen Iononen und einemTupfer Süße. Mein Stil ist es generell nicht - mir gefällt das (ähnliche und damals noch billigere) Exterieur Nuit von Derroisné aufgrund der markanten Koriandergrünnote in dieser Stilistik besser, ebenso das üppigere Costes von Olivia Giacobetti. Falsch macht man hier nichts. Allerdings: die Seele eines natürlichen ätherischen Öls mit seinen Hunderten von Sekundärstoffen und die Tiefe einer Parfümkomposition, die auf solchen Ölen basiert sucht man hier vergeblich.
4 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Hilfreicher Kommentar    9 Auszeichnungen
Der Bleistift mit der Schokoladenmine
Wenn Conrad Genser wüsste was aus seinem guten alten Bleistift geworden ist.Carbone de Balmain ist tatsächlich wie ein Bleistift ,nicht nur vom seinem Duft sondern auch von seinen Härtegraden wie er sich entwickelt.Ich war ein wenig skeptisch als ich mir diesen Duft als Blindkauf zugelegt habe.Diese Skepsis sollte aber mit dem ersten
Sprühstoß aus diesem recht schlicht gehaltenen Flakon und dessen wunderbaren Inhalt weichen. Den Duft nahm ich als erstes etwas hart wahr was aber nicht unangenehm sein sollte ,sondern einen wunderbar rauchig und würzig mit einer leichten Holznote. Ich war gespannt wie sich der Duft nun weiter entwickeln würde und musste auch nicht lange auf die Veränderung warten. Nuancen von leichter Schärfe und Bleistift strömte mir in meine Nase welche von einem Hauch citrischer Note den Duft abgerundet wurde. Der Duft wechselte seine Duftrichtung
von hart in immer weicher und stimmiger,sowie man bei einem Bleistift die Härtegarde ändern kann.Der Duft wurde nun immer wärmer und vaniliger und schon fast samt zart auf meiner Haut,eine leichte Schokoladenote konnte ich auch immer mehr wahr nehmen.
Als ich im laufe des Tages durch das schöne Wetter spazierte und mir eine Briese um die Nase wehte war noch eine leicht pudrige Note wahrzunehmen.
Carbone de Balmain ist ein durchweg gelungener und abgerundeter Duft.
Die Haltbarkeit bei mir liegt bei 6-7 Stunden.
Dieses ist mein erster Beitrag und bitte um Nachsicht. Bin noch am Anfang und nicht so versiert wie der grösste Teil dieser Community....
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    15 Auszeichnungen
Life in Carbon Motion
Gummiartig, Michelin-Note, Rennstrecke und Rennsport, ölgetränkte Lappen, Werkstatt, warmer Asphalt, Vergleiche mit Bvlgari Black, „olfaktorisch die Sau rauslassen“. Von alledem ist hier etwas zu lesen. Und an nichts davon fühle ich mich erinnert, wenn ich wieder einmal zu dem hübschen Kubus greife und das orangefarbene Gold appliziere. Inzwischen bereits aus dem zweiten Flakon.

Carbon (genauer: carbonfaserverstärkter Kunststoff) kommt zunehmend in Mode. Nicht nur das Mittel- und Hochpreissegment der Fahrradrahmenfertigung schwört spätestens seit diesem Jahrtausend auf den gewichtsarmen und dennoch extrem steifen Verbundwerkstoff. Es ist noch gar nicht lange her, dass ein bekannter Hersteller von Ultrabooks seine Flaggschiffe nun mit Carbon-Chassis ausstattet. Und erst letzte Woche entdeckte ich im Drogeriemarkt ein Haargel, das damit beworben wurde, dass es Mikro-Carbon-Moleküle beinhaltet.

Und Carbone de Balmain? Das ist inzwischen schon knapp fünf Jahre am Markt und ist daher wohl kaum Opfer dieser Marketingmaschine. Wahrscheinlicher ist, dass seine Schöpferin, Nathalie Lorson, neben dem Duftrezept auch gleich einen einprägsamen Namensvorschlag ablieferte. Dafür spricht auch, dass sie nur ein Jahr später mit „Graphite“ einen ähnlichen Duft für Montana lancierte, dessen große Ähnlichkeit in der Duft-DNA sogar noch übertroffen wurde von der inhaltlichen Nähe der Taufnamen.

Was an Carbone ist also Carbon? Für mich ist es die Referenz auf die so charakteristische wie legendäre sogenannte Bleistiftminennote. Carbone ist zu Beginn und in seinem Herzen zu großen Teilen dieser an den Geruch angespitzter Bleistifte erinnernde Akkord. In Laliques „White“ wird eine sehr ähnliche Note an einer nicht-spritzigen Zitrone serviert, was von der Komposition zunächst experimentell anmutet, auf der Habenseite aber letztlich in einem sehr schönen und auch außergewöhnlichen Büro-Allrounder mündet. Carbone orientiert sich komplett anders und schlägt eine staubtrockene, holzig-pfeffrige Richtung ein. Der eingewobene Rauch bildet hier nur das i-Tüpfelchen: Er ist äußerst zurückhaltend und von der warmen, sympathischen Sorte.

Zur Basis hin rudert Carbone dann etwas zurück in bekanntere Gefilde. Zwar bleibt einem der Bleistift in zurückgenommener Form noch etwas erhalten, der Duft wird aber zunehmend diktiert von einer wohlig-warm komponierten, holzig-pfeffrige Vanille. Der Duftpyramide zufolge ist diese schwarz - ja, das passt so für mich. Mit etwas Fantasie kann man hier sogar sehr dezent gestreute gourmandige Schokoladennoten ausmachen.

Ist der Duft im Herzen dank Efeu und Feige (für mich beide allerdings kaum wahrnehmbar, weil perfekt aufeinander abgestimmt) in bester Nischenmanier komponiert, so macht er im Drydown Zugeständnisse. Das heißt nicht, dass die Basis von Carbone schlecht wäre, sie wirkt nur eben recht gewöhnlich, gemessen an seinem Auftritt bis dorthin.

Carbone empfinde ich im übrigen genau so wie Turandot in ihrem Review geschrieben: Er strahlt eine unheimliche Ruhe aus. Keine Langeweile oder Desinteresse. Sondern eine souveräne Ruhe. Eine behagliche, beinahe einnehmende, beruhigende Wärme. Dazu passt, dass Carbone kein raumfüllender Schreihals ist sondern bei mir nur zurückhaltende Sillage entwickelt. Vielleicht sogar ein wenig schüchterner als nötig gewesen wäre.

Gerne werden Düfte nach Anlass in formal / casual kategorisiert. Damit tue ich mich hier ein wenig schwer. Für formelle Anlässe ist er mir etwas zu kumpelhaft. Für casual hingegen ist er mir dann aber doch zu wenig wild, zu souverän. Für mich nimmt Carbone somit in der goldenen Mitte Platz, als olfaktorische Interpretation des Business Casuals. Und genau so findet er bei mir auch Verwendung. In der Freizeit darf dann gerne die Sturm und Drang-Nische 'ran, und zu wichtigen Geschäftsmeetings wird eher Amouages Memoir Man aufgelegt.

Apropos Memoir Man. Carbone und Memoir sind ja – in beiden Richtungen – als „ähnlich riechend“ verlinkt. Für mich allerdings nicht ganz nachvollziehbar. Zwar bin ich dafür sehr dankbar, weil ich sonst vielleicht nie oder erst viel später auf Carbone aufmerksam geworden wäre. Aber ähnlich? Ja, beide sind trocken und rauchig. Ja, beide strahlen Ruhe aus. Und ja, ich mache keinen Hehl daraus, dass ich beide auf ihre Art grandios finde. Aber ähnlich? Carbone ist der stille, beste Freund, der offenere von beiden. Er sucht und offeriert Geborgenheit. Memoir Man ist der reifere, professionellere. Er stellt seine rauchige Seite vollkommen in die Mitte des Geschehens und mutet eher kühl-distanziert an.

Wer Carbone deutlich näher steht, sind sein Beinahe-Zwilling Autoportrait (siehe dazu den wunderbar differenzierten Kommentar meiner Vorrednerin) sowie sein Halbbruder Graphite mit dem etwas obskuren Hang zum Gurkenkraut. Aber der älteste dieses Dreigestirns ist für mich auch unbestritten dessen Star. Und günstig obendrein.

Carbone ist ein echter Preis/Leistungs-Geheimtipp!
9 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    31 Auszeichnungen
Goldmarie und Pechmarie
Carbone de Balmain, so kommt es mir vor, scheint hier so eine Art gehypter Geheimtipp zu sein. Ich habe ihn für eine längere Zeit unbeachtet gelassen, da er als Duftzwilling zu "Autoportrait" angegeben wird, ein Duft, mit dem ich so meine Probleme habe.

Vor einiger Zeit testete ich diesen, angestachelt durch interessante Kommentare, und war ernüchtert danach. Zu sperrig, zu herb, zu ölig, zu harzig, und vor allem im Abgang sehr bitter-rasierwasserhaft und maskulin an mir.
Doch mag ich einfach nicht der Typ für Autoportrait sein, erkannte ich dann in einem Anflug von Weitsicht, nachdem ich ihn an einer anderen Frau wahrnahm, die einen sehr speziellen Typus verkörpert, und die mit Autoportrait eine faszinierende Einheit einging. Ich bedauerte zutiefst, dass das Besondere in der Ausstrahlung dieses Duftes an mir seine Wirkung scheinbar nicht entfalten kann.

Zurück zu Carbone. Unlängst kam eine Probe ins Haus, ich hatte mich mittlerweile durch die Kommentare und Antworten gelesen und war gespannt, inwieweit sich Carbone und Autoportrait in meiner Wahrnehmung wirklich ähneln - oder ob sich vielleicht mein eigener Dufthorizont mittlerweile erweitert hat (immerhin bin ich ja sogar auch ein wenig auf die lang verpönte Vetiver-Spur gelangt) und ich mich jenseits von freundlichen Samtdüften auch mit etwas Kantigerem anfreunden kann. An *mir*, wohlbemerkt.

Carbone eröffnet mit kräftig-frisch-pfeffriger Zitrusnote. Und ja, auch ich rieche sehr deutlich die bekannte Bleistiftnote, und zwar auch recht stark. Das gefällt mir. Leicht bitter, dazu herb-spritzig und belebend, eine gewisse Leichtigkeit und fast so etwas wie tänzelnde Frische bemerke ich, die ich bei Autoportrait nicht so wahrnehmen kann.
Zitrus zieht sich alsbald zurück, es bleibt eine trockene, kräftige Pfeffernote, die ich (als ohnehin Pfefferliebhaberin) sehr angenehm finde.
Recht unerwartet ist für mich nun das Süssliche, welches sich leise, aber unverkennbar heranschleicht. Die Feige ist getrocknet und dick, nein, es sind *viele* Feigen, süss, dunkel, leicht bitter, so richtig klassisches Trockenobst. Rauch verbleibt an mir untergeordnet interessanterweise, hier hätte ich mehr Dominanz erwartet, aber der Anteil reicht aus, um Carbone in diesem Stadium nicht zu trockenobstgourmandig werden zu lassen.

Nachdem der Grossteil der Feigen verspeist ist, entströmt meiner Haut ein warmer, samtiger, sanft (!) harziger Duft, der sich gleichzeitig vertieft und erweitert, er rundet sich ab, wird weich mit Kante, und hier nun sehe ich sowohl die Unterschiede als auch die Gemeinsamkeiten zwischen Carbone und Autoportait:

Wo Autoportrait mir aggressiv und laut und vorschnell erscheint, wirkt Carbone durchdachter, harmonischer, runder, geduldiger komponiert und sich entwickelnd. AP ist trotz seiner stärkeren, etwas schweren Öligkeit harscher und schärfer, weniger süss, der Verlauf gallopiert, um schliesslich nach dem furiosen Auftakt stark nachzulassen und nach relativ kurzer Zeit zu einer schwachen, bitteren Rasierwassernote zu verkommen.
Carbone lässt sich Zeit. Er lässt seinen Bestandteilen Zeit, sich harmonisch einzufügen und ihren Platz, ihre Entfaltung zu finden. Und dennoch ähneln die beiden sich unverkennbar in ihrem Grundmuster.

Dabei wird Carbone niemals langweilig oder lässt "hab-ich-schon-xmal-ähnlich-gerochen"-Feelings aufkommen. Er ist schon etwas speziell, aber durch seine für mich feinere Komposition auch für mich tragbar, ja, womöglich *passt* er sogar zu mir, was ich mir nur wünschen würde.
Selbst die gewisse Rasierwassernote, die auch Carbone nicht erspart bleibt im Abgang, ist wesentlich gefälliger, freundlicher, weicher, obschon herb und harzig.
Ich empfinde die Sillage als etwas schwächer als bei AP, aber konstanter, die Haltbarkeit ist erfreulicherweise der von AP jedoch deutlich überlegen.

Und so konstatiere ich: für mich sind die beiden wie Goldmarie und Pechmarie, die zwei Fast-Schwestern, von denen die eine dank ihres geduldigen, mitfühlenden Wesens am Ende mit Gold belohnt wird, und die andere, deren Raffgier sie in denselben Situationen, die auch Goldmarie durchschritt, zu Ungeduld, mangelnder Empathie und Faulheit führt - am Ende mit Pech übergossen wird.

Danke an den Spender des nun wohlgehüteten Carbonetröpfchens!
22 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Ein rundum schöner und guter Duft
Wenngleich ich zu Beginn der Entwicklung immer ganz kurz die Assoziation von Bohnerwachs (!) habe, entwickelt sich der Carbon schon bald zu einem der wunderbarsten Düfte, die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe!

Für mich ist da überhaupt nichts von den mir etwas zu häufig strapazierten Bleistiften und starken Rauchfeuern zu entdecken. Und wenn - was soll´s... : Carbon ist vielmehr in seiner ganzen Entwicklung sehr warm, ruhig und vollkommen ausgewogen. Das analytische Zerlegen in einzelne Bestandteile überlasse ich sehr gern anderen, weil mir das grundsätzlich nicht liegt. Es kommt mir auf die Wirkung an, und da zählt das Gesamtgemälde.

Jemand schrieb hier von der Verwandtschaft zu Encre Noire und dass Carbone im Unterschied zu diesem nicht in diese etwas schroffe Finsternis geht, sondern bis zum Ende - das sehr spät erst kommt - in seiner von heller Freundlichkeit getragenen Wärme und Ruhe erhalten bleibt, was ohne Zweifel ein großes Plus gegenüber Encre Noire ist, den ich ansonsten ja auch sehr schätze.

Ein außergewöhnlicher Duft, der sich von allem anderen absetzt und eine ganz eigene Originarität besitzt, die ihn zu einem Unikat macht. Es ist wohl der beste Duft, den ich in den letzten 2 Jahren angeschafft habe!

Für die ultralange Haltbarkeit scheue ich mich nicht, ihm die Höchstwertung zu geben - und diese enorme Haltbarkeit dann noch bei gleichzeitig doch zurückhaltender Sillage, was ich ebenfalls sehr schön und alltagstauglich finde.

Hier ist höchste Kreativität am Werke gewesen, ja, es ist ein Meisterwerk dabei herausgekommen.

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Monate später:

Ja, das war eine richtige Lobeshymne, die ich da auf den Carbone gesungen hatte. Und nun? Monate später? - Auch der Carbon teilt das Schicksal so vieler seiner Genossen, dass er nach der übereilten Hochzeit nicht die Zuwendung erhielt, die er sich erhofft hatte. So ist er nun zu einem einsamen Tropfen geworden, der sein Dasein im stillen Dastehen fristet, aber nicht mehr gebraucht wird wie am Anfang. Es war damals doch wohl eher Übertreibung, Übermut.
Wenn ich diese Entwicklung nun so sehe, denke ich, es wäre gar nicht unweise, wenn einfach mal 1-2 Jahre lang überhaupt kein neuer Duft auf den Markt käme, damit all jene, deren Schränke überbordend voll sind mit lauter Köstlichkeiten, endlich auch mal die Muße bekämen, die gekauften Schätze angemessen zu würdigen durch gelegentlichen Gebrauch.
So kaufe denn wenigstens ich schon seit einiger Zeit nur noch höchstselten etwas "Neues". Es wird mir einfach zu viel. Denn wenn man viel Schönes hat, wie soll das immer noch weiter gesteigert werden? Irreale Hoffnungen auf DEN Superduft schlechthin? - Den wird es niemals geben.....
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Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
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Kaminfeuer
Mit einem Druck auf dem Sprühkopf ist es entzündet. So riecht Feuer !
Wir haben es hier mit einem richtigen, großen Kaminfeuer zu tun. Man sieht es ihm an, es wird lange brennen, viele Stunden.
Der Duft wirkt sehr warm, ja wirklich fast heiß.
Ich spüre Rauch, viel Rauch. Er brennt in meinen Augen.
Im Feuer liegen große, schwere Holzscheite. Holz, Harz, viele verbrannte grüne Zweige, rieche ich aus der Glut heraus.

Man möchte mehr spüren von dieser wohligen Wärme, Unweigerlich rückt man näher hin.
Der Duft knistert. Eine Flamme schießt empor. Ein Hauch von verbranntem Gummi umgibt mich. Nicht unangenehm.

Der Duft strahlt eine elementare Ruhe aus. Ich ziehe meine Schuhe aus und verweile.
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Duft 9.0/10
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Sunday ist gloomy, my hours are slumberless..
Dearest, the shadows I live with are numberless… Der Songtext war meine erste Assoziation zu diesem schönen, etwas düsteren Duft. Getestet wurde er passenderweise von mir kurz vor einer einstündigen nächtlichen Autofahrt, die ich dank ihm und etwas dunkler musikalischer Untermalung sehr genossen habe! Der Auftakt kommt noch herb-spritzig an, eine kurzer Anklang an Encre Noire, ich bin gleich geflasht… vor allem, als er sich nach schon einer Minute auf meiner Haut in eine weich-würzige balsamische düstere Schönheit verwandelt! Es kommt genau das raus, was mir als Frau bei Encre Noire im Verlauf fehlt, eine gewisse Wärme, die mich in der Dunkelheit hält, von einer interessanten, nicht leicht zu erobernden Art. Um bei den Vergleichen zu bleiben, im weiteren Verlauf erinnert mich der Duft an Odd Fellows Bouquet, ein wenig an Pfeifentabak und in Whisky eingelegte Trockenfrüchte. Er wird süß, warm und weich, ohne das dunkle zu verlieren. Jede Haut ist anders und ich war auf den Bleistiftgeruch wirklich gespannt, aber Fehlanzeige! Hey Riotsk, dein Kommi hat mich erst auf ihn gebracht, danke dir! Und ja, er ist herb, humorlos vielleicht, aber wenn er zum Lachen in den Keller geht, dann nur, weil er einfach zu cool ist und Kichern nicht zu seinem düsteren Image passt.. fest steht, man könnte vor dem dunklen Keller Angst bekommen, aber ich würde mitgehen und wär mir sicher, dort unten wird es heiß! Mädels, den müsst ihr probieren, der ist absolut tragbar, ich finde ihn sogar etwas erotisch, und ich bin mir sicher, er entwickelt sich auf unserer Haut nochmal ganz anders als bei den Männern (Gegentest an einem Mann steht noch aus)…
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Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Wer hat Angst vorm dunklen Man?
„Niemand!“ „Wenn er aber kommt?“ „Dann laufen wir davon …“. Und was mache ich?! Weglaufen? Vor einem Parfüm?? Wo kommen wir denn da hin!

Auf der Internetseite einer Parfümerie habe ich sinngemäß den folgenden Satz entdeckt: „… bei Carbone handelt es sich um einen Duft, der seine Träger still und heimlich in seinen Bann zieht und sich dabei wie ein Kunstwerk entwickelt …“. Auf Anhieb komme ich nicht dahinter. Im alltäglichen Gebrauch oder beim flüchtigen Schnuppern lässt sich sein Charakter kaum richtig erfassen. Ziemlich ausgiebig testen konnte ich, da mir Angelliese ein Pröbchen zugeschickt hat. Ganz großen Dank dafür :-)

Der gekonnt würzige Auftakt fegt alle Bedenken im Handstreich bei Seite. Sobald ich den Sprühknopf drücke stürmt mir ein herzhafter Wirbelwind unterschiedlicher Aromen entgegen. Ganz klar steht im Vordergrund eine würzig-pfeffrige Note, die ich sowohl mit dem Bourbon-Pfeffer als auch dem Elemiharz verbinde. Die rauchig-feine Essenz hat jedoch nicht nur eine gepfefferte Seite sondern bewirkt auch den frischen Charakter, der entfernt an Bergamotte oder Limette denken lässt.

Ziemlich gelassen und ohne Eile beginnt sich der Duft zu wandeln. Innerhalb der nächsten 2 bis 3 Stunden hat er einen fast sommerlich-beschwingten Charakter. Was mit dem Elemiharz begann wird vom Weihrauch perfektioniert. Es ist nicht das Räucherwerk allein, hier mischt auch noch eine Feige mit – keine Feld-Wald-und-Wiesenfeige, sondern „Die schwarze Feige“!

Überhaupt ist nun Schluss mit Lustig. Ab jetzt schwenkt Vetiver das Zepter. Die Anmutung wird männlicher, fast maskulin. Die eben noch so sommerlich leichte und doch so betont unauffällige Räuchernote wird regelrecht abgewürgt. Das schafft Platz für die verbliebenen Akteure. Heimlich, still und leise hat längst ein Anflug von -weniger schokoladenen- eher vanillenen Aromen seine Entfaltung begonnen. Was wie ein Gastspiel beginnt wird zur festen Einrichtung. Getragen von Moschus, der ganz dezent und gentlemanlike im Hintergrund bleibt, befinden wir uns auch schon im dritten Akt. So oder so. Es hängt stark vom Träger ab ob er den CdB eher als eine handwerkliche Meisterleistung oder lieber als Kunstwerk wahrnehmen möchte.

Die weiter unten erwähnten Gummi oder Graphit-Noten kann ich nicht bestätigen. Namensgebung ist oft Sache der Marketingleute. Hier hat wohl die Farbe Schwarz, pardon der Zustand schwarz, Pate für den dunklen Rohstoff gestanden; schwarze Feige, schwarze Vanille, schwarzer Bourbon-Pfeffer. Für mich hat er eindeutig einen sommerlichen, leicht süßen, fast unbeschwerten Charakter. Er fordert auf charmante Weise die Nase heraus so dass es Spaß macht ihn immer und immer wieder zu tragen. Und dies nicht nur in den wenigen Sommermonaten. Bei mir hält er leicht acht Stunden durch.

Gelegentlich wird der Carbon auch als geheimnisvoll beschrieben. Fast könnte man meinen, dass sich nicht entscheiden kann, ob er ein maskuliner Kracher oder doch lieber ein filigranes Kunstwerk sein möchte. Die Komponenten sind fein ausbalanciert und kaum eine Note sticht besonders heraus. Kurzum er geht mit seinen Eigenschaften nicht unbedingt hausieren. Der frisch-würzige Duft sorgt für Abwechslung und vermittelt stets ein wohliges Gefühl. Aus meiner Sicht gehört er in jede vernünftige Sammlung.

Um die Eingangs gestellte Fraga aufzugreifen. Wer hat Angst vorm Carbon de Balmain? Niemand! Wen er aber kommt? Dann freu ich mich :-)
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Duft 7.5/10
Sehr hilfreicher Kommentar    11 Auszeichnungen
Dunkel angehauchte, süß-rauchige Würzigkeit - trocken arrangiert
Äußerst individueller, kreativ arrangierter Duft. Ohne Wenn und Aber.

Wenn der "Carbone"-Bezug im Namen auf die Kohle gemünzt ist, erkenne ich darin nicht so viel Sinn.

Eher Karbonzeit. Die ist zwar 300 Mio. Jahre her, aber das Klassische würde hier passen und auch der geologische Bezug, denn eine Grundtönung Erdigkeit bzw. Ursprünglichkeit strömt der Balmain-Duft auf jeden Fall aus.

Der Auftakt geschmeidig und einladend, feiner, seidiger Pfeffer paart sich mit süßlich-harzigen Tönen, über allem schwebt eine ganz leichte, freundliche Rauchigkeit, ein bisschen wie in einer anständig gelüfteten Zigarren-Lounge.

Auch Trockenfrüchte tauchen früh auf. Wahrscheinlich ist das dann die schwarze Feige des Herzens.

Das Benzoe ist ebenfalls äußerst schmeichlerisch geraten.

Überhaupt muss man Balmain dazu gratulieren, dass sich wirklich intensiv mit der Harmonie der Noten befasst wurde. Der Weihrauch verleiht eine dezent sakral-mythische Aura, ohne sich jemals zu stark hervorzutun.

Äußerst wertige, feine Vanillenoten bestimmen mit wirklich schön erkennbarem Vetiver, leicht süß-grasig-hölzern, den Ausklang.

Die Haltbarkeit ist ganz gut, aber ausbaufähig. Ideal für den Herbst und Winter.
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Flakon 5.0/10
Sillage 2.5/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 8.0/10
3 Auszeichnungen
Rauchig, holzig, Carbone
Nach den vielen guten und schönen Kommentaren über diesen Duft, musste ich ihn mir blind im Internet bestellen.
Auch die Werbung mit Steve McQueen und das ganze Gerede über Gummi und eben ja Carbone faszinierten mich, in der Hoffnung einen neuen langjährigen Freund zu finden.
Nun beim ersten aufsprühen merkte ich vor allem den Pfeffer. Das Holzige kommt für mich erst viel später. Eine Verwandtschaft mit Bang meine ich zu erkennen. Nicht so in der Süsse, trotzdem aber in der ähnlichen Kategorie.
Das ist definitiv der Pfeffer.
Harzig und richtig holzig wird es in der Herznote. Deshalb meine Frage, kann ich auch mein Herz dafür erwärmen für diesen doch sehr speziellen Duft?
Teils, teils, für einen wie diesen bin ich etwas konsterniert. Irgendwie habe ich mehr erwartet. Auch die Sillage ist für mich am unteren Level anzusiedeln. Für den in der Schweiz sehr hohen Preis bin ich nicht wirklich begeistert oder motiviert. Es ist für mich wie ein kleines Feuer, das recht lange sehr ähnlich brennt und knistert, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Mir fiel während der ganzen Zeit beim Tragen dieses Duftes ein Konzert ein, bei dem man eigentlich nie wusste, wann war der Höhepunkt und wann war es richtig gut.
Eine Duftprobe wäre sicher die bessere Wahl gewesen.

Werde ihn sicher noch ein paarmal aufsprühen bis er leer ist, nachkaufen aber eher nicht mehr. Da gibt es aus meiner Sicht gehaltvollere, kräftigere und einfach authentischere Männerdüfte als diesen hier.
Und der verbrannte Gummi bemerke ich definitiv nur im Sommer bei meinem Auto, wenn es so richtig heiss ist.

Nachtrag im Nov. 2015: Er erscheint mir viel ausgewogener und reifer. Ein Kandidat den ich etwas unterschätzt habe.
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Endlich angekommen...
...bei einem Duft, an dem es nichts, wirklich gar nichts von meiner Seite aus zu kritisieren gibt. Carbone hat eigentlich mehr als 100% verdient, da er meinem Ideal von einem Duft entspricht.

Carbone ist vom Anfang bis zum Ende nach über 12 Stunden einfach nur grandios. Ich nehme Harz, Weihrauch und ein wenig Vanille bewusst wahr. Der Duft fühlt sich wie ein Kaminfeuer an, ohne dabei jedoch nach Verbranntem zu riechen. In dieses Kaminfeuer hat jemand harziges Holz und ein wenig Vanille geworfen. Dieses Feuer brennt ewig und ist dabei immer weich und rund. Bei Carbone gibt es keine Duftnote, die zu dominant ist. Carbone ist wie eine Symphonie, es ist perfekt in allen seinen Bestandteilen abgestimmt.

Trotz seiner fulminanten Duftintensität ist Carbone nie aufdringlich, süß oder riecht gar, wie einzeln geschrieben, nach verbranntem Gummi. Diese Assoziation kommt bei mir gar nicht vor.

Sicherlich werde ich auch zukünftig noch andere Düfte nehmen, es wird jedoch keiner an Carbone herankommen. Selbst Encre Noire zieht hier den Kürzeren.

Fazit: Endlich einen Signaturduft gefunden.
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Was???
Hallo meine lieben,
Das ist mein erster Kommentar bei uns.
Alle guten und halbguten, bis unterstes Drittel guten Kommis. kann ich nicht verstehen.
Was wird da geschnuppert... . Gummi, Rennstrecke oder irgendein Bleistift. Was ist hier los, was wird da
Gerochen???
Nun Assoziationen zu finden ist schwer. Das können andere besser. Aber Fakt ist- dieses Ding lässt keine solchen zu!!! Er hat nichts!!! Keine Nuancen. Was soll da ge.- oder erschnuppert werden.
Die Erfahrung und die nötige Nase für das Große Ganze fehlt mir bestimmt. Aber die Top einhundert für dieses
Ding??? Das ist mir unbegreiflich. Man erwartet was... . Aufgesprüht... , nichts. Man denkt an Euch, also an die
Kommis... , nichts. Keine Stärke, keine Größe, ich warte... und dann ist Er nicht mehr da. Einfach weckck.
Nun gut. Was bleibt sind einhundert Milliliter alc. . Ich hab das schon weiter gegeben. Ist auch völlig O.K. .
Aber so was kommt mir nicht mehr unter meine Nase!!!

LG Euer NOPPS
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.5/10
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"Lalique White" mit (viel) mehr Holz
Ja, so scheint er mir, der Kollege. Die Pudrigkeit und Weichheit des "Lalique White" verbindet er mit einer herben, sehr direkten Holzigkeit.

Absolut humorlos, da knochentrocken ist er in der Kopfnote, und demzufolge auch eher von härteren und kantigeren Charakteren tragbar (zu denen ich glücklicherweise zähle).

Auf viele dürfte er anfangs sehr schroff wirken, da diese Duftrichtung nicht allzu häufig auftaucht und gar im Mainstream-Bereich komplett unbekannt ist. Für mich indes absolut faszinierend, wie sich der Duft im Verlauf dann doch weiterentwickelt, gar am Anfang der Basisnote ein wenig süß wird, mächtig bleibt und beim genaueren Betrachten dann auch immer neue, kleine Facetten offenbart. Wahrlich große Parfumeurskunst, verbunden mit einer epischen Haltbarkeit.

Ganz klar ein Herbst- und Winterduft, und für mich jetzt schon ein Klassiker, für den ich guten Gewissens die Höchstnote zücke.
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Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 8.0/10
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Sakrale Gesänge im Nadelwald
Ich habe von diesem sehr interesantem Duftwasser heute netterweise eine Abfüllung erhalten und seit dem beschäftigt er mich.
Aufgelegt wurde er kurz bevor Ich mit meinem Hund im Wald spazieren gegangen bin und der erste Eindruck war ganz anders als erwartet.
Bei diesen Duftnoten hatte ich mit einem deutlich schwererem Duft gerechnet, vlt sogar mit etwas ein wenig verruchtem.
Pfeffer nehme ich zum Glück nur ganz dezent und nur in den ersten Minuten wahr, da ich ihn sonst wohl ähnlich wie Terre d'Hermes für mich ausgeschlossen hätte. Der Duft vermischte sich während des Spaziergangs wunderbar mit den Düften die mich umgaben. Die feuchte Erde, Nadelwald und der Efeu der einen wirklich alten Baum umgibt.
Je länger Ich ihn trage desto mehr erinnert er mich an frisch geschlagenes Nadelholz aus dem noch das Harz tropft gemischt mit westlichem Räucherwerk.
So hätte es durchaus in einer kleinen ländlichen Kapelle duften können.
Seine letzte Phase bevor er irgendwann ausklingt, wird von einer hauchzarten, nicht süßen, Vanille begleitet von dem verklingenden Rest der 2ten Duftphase.
Abends habe Ich ihn erneut auf mein Handgelenk aufgetragen, um mich erneut mit dem Duftverlauf zu beschäftigen.
Fest steht das er mich irgendie fasziniert hat und das ich ihn bestimmt auch beizeiten erneut auflegen werde.
Wo ich mir absolut im Unklaren bin ist, wem ich diesem Duft empfehlen würde und zu welchem Anlass er passt. Wenn sich ein passender Träger findet gäbe er bestimmt einen unverwechselbaren Signaturduft ab.
Einen ausgiebigen Test sollte jeder erwägen der nach etwas ausgefallenem, absolut nicht süßem aber präsentem Duft sucht.
Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Die Suche nach der Signatur.
Seit ich vor wenigen Jahren begonnen habe, meine Düfte bewusst zu wählen, zu testen und inzwischen (letztendlich gemessen an meinen Bedüfnissen) auch zu bewerten, bin ich noch immer auf der Suche nach "meinem" Duft. Begonnen hat das ganze mit Gaultiers Le Male, der, wie leider so viele weitere, "irgendwie immer geht". Da sich gefühlt drei von vier Männern (Jungs) täglich damit benebeln, ist Le Male, wenn es auch eine wie ich finde sehr angenehme und "kluge" Komposition darstellt, eher eine Kopie, als eine Signatur. Die Eigenschaften "gefällig/tragbar", "für fast alle Anlässe geeignet" und "nicht zu süß oder pudrig" sind jedoch in jedem Fall wünschenswert, weshalb solch geniale EdP wie Nasomatto Duro oder Dior Homme Intense unter diesen Voraussetzungen nicht geeignet sind und daher nur zu bestimmten Anlässen aufgetragen werden. (Der Vergleich mit Le Male hinkt zugegebener Maßen gewaltig... Geschmäcker ändern sich und jeder wird einmal erwachsen.) ;)
Treffender ist da schon die Ähnlichkeit zu dem legendären Knize Ten. (Dazu später.)

In einer kleinen aber feinen Parfümerie in meiner Heimat, der schönen Hansestadt Bremen, hatte ich die Möglichkeit Carbone direkt zu testen und den Rest des Tages mit mir herumzutragen. Ich hatte über diesen Duft gelesen und war neugierig geworden. Herb, würzig, rauchig waren in meiner Phantasie deutlich vorhanden. Doch direkt nach dem ersten Sprüher musste ich den Verkäufer unwillkürlich fragend ansehen und anschließend den Flakon prüfen, ob es sich denn auch um den gewollten Tester handelte... Grüne Frische? Leichtigkeit? Fast schon leicht fruchtig in den ersten Sekunden? Sehr angenehm, aber das war so gar nicht das erwartete! Dennoch, der Flakon war der richtige, der Verkäufer nickte wissend. Und tatsächlich: Nach wenigen Momenten, allenfalls ein paar Minuten, weicht das grüne, frische, spritzige in den Hintergrund und deutlicher, gar nicht hanseatischer Rauch steigt auf und drängt sich nach vorn. Im Kontrast zunächst aufdringlich, im Verlauf aber angenehm rund.

Auf dem Rückweg bin ich an einer der kleineren Douglas-Filialen vorbei gekommen, die mir von vorigem Verkäufer empfohlen wurde, da es dort das besagte Knize Ten gäbe. (Wer hätte das gedacht...) Auf den anderen Arm gesprüht musste ich feststellen, dass Knize Ten im Auftakt gewaltiger daher kommt, als wolle es im direkten Vergleich zu Carbone ordentlich auf die K**e hauen. :) Direkte Rauchschwaden umgeben das Handgelenk, bildlich gesprochen, nicht frisch, nicht grün. Knize Ten beißt sich durch, ist zunächst intensiver. Doch im Verlauf beider Düfte finde ich sie durchaus vergleichbar und je später es wird umso ähnlicher. In Sachen Haltbarkeit tun sich beide nichts und sind schlicht sehr gut. Die Geruchsverläufe sind (wie schon gelegentlich kritisiert wurde) unspektakulär. Beide riechen konstant nach Rauch, Gummi, Teer und noch leicht nachgewürzt. Im Gegensatz zu Knize Ten ist Carbone nach kurzer Zeit jedoch weit weniger scharf, etwas undefinierbarer, dezenter und daher meinem Empfinden nach tragbarer in der heutigen Zeit, ohne sich den bekannten "Allerweltsdüften" unterzuordnen.

Auch erwähnt sein sollte der Flakon, der absolut gelungen, schlicht und klotzig daherkommt und den Inhalt konsequent wiederspiegelt.
Erfreulich ist zudem der Preis: Mit ca. 70 €/50 ml befindet Carbone sich (ähnlich wie Knize Ten) im gehobenen Mittelfeld, ohne in Qualität den Vergleich mit weit teureren Wässerchen fürchten zu müssen.

Fazit: Carbone de Balmain ist ein durchweg gelungener Duft, der überraschend beginnt und im weiteren Verlauf weder aufdringlich noch zurückhaltend jedoch auch wenig abwechslungsreich ist. Er hebt sich ab, von den zur Zeit eher süßlichen oder einfach nur "frischen" Sport-/Sommerdüften und stellt eine interessante Ausnahme dar. Für mich ganz klar einer der Top 10 Düfte mit guten Chancen, meine "Signatur" zu werden.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    10 Auszeichnungen
Kann denn Gummi Sünde sein?
Mein erster Kauf angeregt durch Parfumo.de war Carbone.
Auf ihn gekommen bin ich über den Verweis, er sei der kräftigere Bruder von Autoportrait, das ich schon getestet hatte und wunderbar finde in seiner leichteren, körpernahen Art.

Zu den bereits geschriebenen positiven Kommentaren zu Carbone gibt es kaum etwas hinzuzufügen, ein toller Mix von warmen, rauchigen Tönen mit einer Spur Technik.
Besonders diese Graphitnote gibt einen besonderen Kick. Ohne Hinweis von IrisMann auf die Bleistiftnote hätte ich lange gebraucht zu ergründen woran es mich erinnert, meine Schulzeit ist lange her.
Diese „technischen“ Noten sind wunderbar eingebunden, nicht hart-kantig, nur eine leichte runde Ecke, an der man kurz hängen bleibt ohne zu stolpern.
Attribute wie Asphalt/verbrannter Gummi/Rennsport finde ich zu hart gegriffen, aber das ist natürlich persönliches Empfinden.
Letztens lief ich jedoch mit einem Freund durch unsere Tiefgarage und er meinte, es rieche so nach neuen Autos! Muss ich gewesen sein, ansonsten roch es da eigentlich wie immer, nach Garage!

Für mich ein toller Duft, der maskuline Noten wunderbar mit einer warmen Basis vereint und für alle Gender gut tragbar ist.

Und über diesen tollen Flakon ist auch alles gesagt! Besonders im Gegenlicht klasse.
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
8 Auszeichnungen
Nascar-Sieger bekommen seit neustem Bourbon-Schokolade zum Sieg
Carbone de Balmain stand ja schon verdammt lange auf der Wunsch- und vielleicht "Haben-Wollen"- Liste. Nicht nur wegen der günstigen 40 ml Version oder dem geradlinigen, männlichen Flakon, sondern auf Grund seiner Einzigartigkeit. Wo hat man schonmal ein Parfum das nach Straße und Autorennen riecht. Heute also nun endlich getestet und würde es nun nicht auf den Frühling/Sommer zu gehen, hätte ich ihn defintiv gekauft.

Er hat meine Erwartungen voll erfüllt, erinnert in seiner extrem sympathischen Art an einen motorisierten Mix aus Gucci PHI, Potion und einem Nascar-Rennen. Allerdings empfand ich diesen Straßengeruch gar nicht als so extrem wie erwartet, sehr angenehm, ruhig, zum Teil grün und auch etwas pudrig. Eigentlich total männlich, aber dann doch wieder unisex, schwer zu beschreiben. Ein sehr besonderer Duft, der zu Recht seinen Geheimtippstatus genießt. Sobald es kälter wird, spielt er seine würzigen, holzigen Stärken aus. Es riecht neben Aspahlt und etwas Gummi nach Bleistift, Weihrauch und viel Bourbon-Vanille, die fast schon etwas den Gedanken an Schokolade und solche süßen Versuchungen aufkommen lässt. Ganz klar nicht nur für Harley Davidson Fahrer der Duft, auch für härtere Gentleman mit unverkennbaren Stil und charmantem Selbstvertrauen. Auch der Gedanke an Whiskey und Zigarren kommt einem manchmal, jeder Racing-Sieger wäre Stolz diesen Duft auch nach seinem Sieg auf der After-Race-Party zu tragen! Aber ganz klar weniger ein Duft für Vettels (nichts gegen unseren tollen Champion!), eher für Webbers oder Alonsos!

Der Flakon ist stabil, kantig, charakterstark - passt perfekt und es sollte mehr dieser Art geben. Sillage und Haltbarkeit befindet sich bei mir aber nur im Mittelmaß, also nicht Pole Position mit maximal 6 Stunden!

Ein vielseitigerer Duft als ich erwartet hätte, ohne die erwarteten hohen Ansprüche nach Racing zu verfehlen. Toller Duft, der auf der Wunschliste bleibt!
4 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 9.0/10
Hilfreicher Kommentar    15 Auszeichnungen
Mit James Dean und Steve McQueen auf der Rennstrecke
(Alle Verkehrspolizisten bitte kurz weghören) Sobald ich Carbone de Balmain aufsprühe, habe ich unweigerlich das Gefühl, ich müsse mir eine Lederjacke anziehen, mich die nächsten drei Tage nicht mehr rasieren und schnellstmöglich auf die Autobahn fahren, um mit meinem Bleifuß das Gaspedal bis zum Anschlag durchzudrücken, bis mein Wagen das absolute, totale, geschwindigkeitsvernarrte, alle Regeln der StVO ignorierende Limit erreicht hat!!!… Puh, man muss von diesem Dufterlebnis erst einmal runterkommen, um halbwegs objektiv darüber schreiben zu können.
Carbone ist ein außergewöhnliches Parfum, das vollkommen zurecht immer wieder mit Motorsport und Automobilen assoziiert wird. Die treffendste Beschreibung, die mir spontan einfällt, ist der Geruch einer Balaclava (Kopfhaube), wie man sie vom Kartfahren kennt. Ein wenig ölig, technisch, mit Resten von Benzin und Abgasen im Gewebe – eben der Geruch des Motorsports.

Allerdings ist das Parfum schon ein wenig komplexer. Neben der genannten Duftassoziation, rieche ich in der Kopfnote eindeutig erogen scharfen Pfeffer, an dessen Seite auch etwas leicht Grünes mitschwingt. Es ist ein kurzer, würziger Hauch aus den Wäldern neben der Streckenbegrenzung, bevor das Rennen beginnt. Carbone bleibt aber immer auf der Ideallinie und bricht nie in diese Grüne Hölle jenseits der Reifenstapel aus. Der Balmain bietet grandioses Racing! Es geht mit der Herznote, die nun ausschließlich Benzin durch die Adern dieses Parfums pumpt und sich auf das Renn-Thema konzentriert, wie Sterling Moss seinen Blick auf den Asphalt, über eine langgezogene Parabolika, umweht vom süßen (Feigen)Hauch des Erfolges, auf die kurze Zielgerade, an deren Ende eine liebliche Vanillebasis wartet. Leider verhält es sich mit dieser Basis, wie mit vielen technischen Daten: Die gibt’s nur auf dem Papier bzw. Teststreifen zu bewundern – die Realität ist eine andere. Auf der Haut ist Carbone nämlich kein 24h Rennen, sondern eher ein (etwas längerer) Grand Prix, der nach 3-4 Stunden spektakulär das Ziel der Basis erreicht hat. Von der ist dann leider fast nichts zu riechen (auch die Sillage ist übrigens nur mäßig)! Das ist bedauerlich, aber kein Grund, nicht die Champusflaschen zu entkorken – denn dieses Parfum gehört trotzdem zu den Siegern im Starterfeld der Herrendüfte und macht sicher jedem Spaß, der auch nur eine latente Motorsportbegeisterung hat.
James Dean, der seinerzeit (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) Knize Ten getragen haben soll, hätte sich für Carbone sicher begeistern können, und wenn Steve McQueen heute noch leben würde, er würde verbieten, dass man unter seinem Namen dieses lächerliche, fruchtige Wässerchen verkauft und stattdessen Carbone zu seinem Signature Scent erklären! Ja, Carbone transportiert dieses wilde, befreiende ‚Rennstrecken-Rebellen-Gefühl‘ – dieses Parfum hat Benzin im Blut!

Bei all den euphorischen Worten zum Duft, noch ein paar Sätze zum Flakon. Der sollte ein Vorbild für alle Flakon-Designer dieser Welt sein. Solide, kantig und schlicht, wie früher einmal Volvo oder Mercedes; Wertig, fordernd und ‚männlich‘, wie ein Bentley oder ein BMW. Lediglich beim Deckel haben wohl die Controller gewütet und statt der Carbonverkleidung von der Aufpreisliste ein billiges, ziemlich wackliges Hartplastik (wie aus dem Innenraum eines Lada!) durchgesetzt. Schade! … Aber das ist nur eine Randbemerkung.
Carbone ist ein exzentrischer, herausragender, ‚männlicher‘ und individueller Duft mit nur wenigen, kleinen Schwächen. Ich könnte mir vorstellen, dass er für einige Männer, die sich in dem gepriesenen Motorsportbild wiederfinden können, ein ideales Parfum ist. Aufgrund der relativen Seltenheit, hat dieser Balmain sogar das Potential, ein passabler Signaturduft zu werden. Wer Carbone nicht kennt, der kann vielleicht mal am entfernten Verwandten Adventure von Davidoff schnuppern – wobei sich Letzterer frischer und konventioneller gibt.

Für mich ist es kein Signaturduft. Ich persönlich hülle mich lieber in gediegene Mäntel, trage meine Lederjacke (gefühlt) alle paar Schaltjahre, rasiere mich glatt, mein Auto schafft mit Mühe und Not 170km/h und in meinem Badezimmerschrank tummeln sich sonst eher elegante, saubere und stilvollere Düfte. Ein Gentleman würde sicher nicht zum etwas schmutzigen Carbone greifen – Aber wer will denn schon jeden Tag ein Gentleman sein?!?! Und so erfasst mich gelegentlich dieser „Need for Speed“ und ich lasse olfaktorisch die Sau raus. Wenn nicht auf der Autobahn, dann in einer verrauchten Bar – da gehört der Duft auch hin; da wird es auch Komplimente geben (!); da steht man wie James Dean an der Bar und im kantigen Fernseher über dem Tresen zeigen sie mal keinen Fußball, sondern den Film „Le Mans“ mit dem ewig coolen Steve McQueen hinter dem Steuer.
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Räucherstäbchen
Carbone de Balmain ist für mich das beste Edt das zur Zeit am Markt zu finden ist. Rauchig, leicht harzig und absolut männlich von Anfang bis zum Ende, wobei sich das Ende locker einen ganzen Tag hinauszieht. Danke Balmain für dieses Meisterwerk!
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Flakon 5.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 4.0/10
12 Auszeichnungen
Flakon auf der Rennstrecke
Man hat mich gewarnt, dass Carbone wohl sehr ähnlich dem Autoportrait von Olfactive Studios sein würde und tatsächlich! Beide Düfte riechen nach Motorrad/Auto, Straße, Reifen, Werkstatt und das ist gar nicht mein Ding.

Dieser Duft scheint ja derzeit groß im Rennen zu sein (Achtung Wortspiel!)..50 Bewertungen und ein rating von 80% machen ihn objektiv betrachtet nicht gerade schlecht.

KidmanTim hats eigentlich perfekt beschrieben.. Eine starke Asphalt/Reifen Note die nur etwas für Rennsportfans ist, oder für jene bei denen sich dieses Parfum nicht zum Reifen entwickelt.

Ein sehr maskuliner Duft welchen ich nicht an einer Dame riechen möchte.
Ich hab eigentlich gehofft mit Carbon erfahren zu können wie Efeu riecht, doch das war irgendwie vergebens. Grüne Akkorde offenbaren sich mir hier nicht, eben sowenig wie Weihrauch. Irgendwie nur verbrannter Reifen und Rennstrecken Asphalt.

Ich bin jetzt sicher der Buh-Mann wenn ich sage, dass ich mit Autos, Motorräder oder generell großen Maschinen nichts anfangen kann. Ich besitze sowas auch gar nicht, und möchts auch nicht. Ich mag auch keine Straßen, bin eher der Naturmensch und deswegen ist dieser Duft zwar genauso wie "Autoportrait" eine gelungene Immitation eines in der echten Welt vorherrschenden Geruchs aber einfach nicht gefällig.

Daher: Selbe Bewertung wie sein Bruder Autoportrait.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Carbone
Carbone würde ich persönlich als einen Unisex beschreiben, denn ich finde,daß er auch Frauen gut zu Gesicht stehen könnte, auch, wenn er eigentlich eher einen maskulinen Duftcharakter hat.
Aber einigen Frauen steht diese Art von Herrendüften, und sie mögen es, also finde ich es ok, das auch wir ihn nutzen können/dürfen;)

Dieses Parfum ist elegant, markant, hat so einige Ecken und Kanten, und ein gut ausgewogen Duft.
Die Parfums von Pierre Balmain haben eben das gewisse Etwas, wie ich finde:)

Carbone beginnt grün, Efeu ist sehr präsent hat einen angenehmen grünen Charakter! Allerdings nur dieser eher in nach dem direkten Auftragen stärker präsent, flaut dann zur Basis hin ab.
Der Duft geht ziemlich schnell ins rauchige über, pfeffrig (schwarzer Pfeffer) harzig, vanillig, wobei die Vanille eher trochen, nicht süß ist.
Noten von Tabak und auch Weihrauch mischen sich in das Parfüm und ergeben zusammen eine markante Note, die zugleicht auch elegant und männlich wirkt.
Die Basis ist geprägt durch diese pfeffrig-rauchig-vanillige Note, die mit Tabak gespickt zu sein scheint, auch grüne eher moosige Noten sind hier zu erschnuppern, herb duftender Moschus gibt Carbone eine animalische Note, und ist ein guter Fixateur!
Ich meine auch eine leichten Ledergeruch zu erschnuppern in der Basisnote!
5 Antworten
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
5 Auszeichnungen
Graphit Schokolade...mhhhh lecker!
Eben aufgesprüht weil ich was mit guter Sillage wollte und die ist hier wirklich vorhanden. Jedenfalls in den ersten Stunden. 2 Sprühstöße reichen aus um zunächst säuerliche Grapefruit (kann auch eine Kombi aus dem süßlichem Kakao und dem Pfeffer und Vetiver sein) und diesen tollen Graphitakkord wahrzunehmen. Der Graphitakkord ist aber nicht prominent und wird aber kombiniert von etwas, was für mich nach süßem Kaffee oder Cappucino riecht mit viel viel Kakao oder Vanille. Später wirds rauchiger/ledriger... wird wohl der Weihrauch sein

Die oben angegeben Duftnoten sind für mich so nicht vorhanden, wenn sie stimmen dann sind sie so gut eingebundet/zusammengemixt das dieser sexy Duft dabei herrauskommt.

Ich aber finde im Gegensatz zu allen anderen hier, dass er sehr wohl süßlich ist und vorallem pudrig. Dies habe ich mir auch von so mancher Dame anhören müssen auf Arbeit. Doch riecht es verdammt angenehm pudrig da es keine feminine pudrigkeit ist.

Also Eindeutig Unisex vorallem wer Irisdüft mag wie Dior Homme kommt an diesem Duft nicht vorbei.

Fazit: Balmain Dufte sind wirklich verdammt gut und da mir Balman schon extrem gefallen hat (Sillage Bombe im Stil eines Le Male aber unique) musste ich den haben und habe es nicht bereut!
8 Antworten
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Der Name passt ja mal wirklich!
Carbone ,also Kohlenstoff, ist wirklich der passende Name für dieses Eau de Toilette.

Auf meiner Haut rieche ich eindeutig Graphit. Graphit aus Bleistiften. Es riecht auf meiner Haut wie frisch angespitzter Bleistift und die Reste im Anspitzer.

Eine große Duftentwicklung ist auf meiner Haut nicht vorhanden.

Ein sehr angenehmer Duft. Leicht holzig, rauchig und ein bisschen metallisch. Nicht aufdringlich sondern eher zurückhaltend.
5 Antworten
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
8 Auszeichnungen
Schwere Aufgabe für mich...
...über diesen wunderbaren Duft einen Kommentar zu schreiben. Ich bin kein Apicius, aber ich versuch' mich trotzdem dran, weil der gute Herr diesen Duft nich' in seiner Sammlung hat, aber es doch echt mal in Betracht ziehen sollte. :D

Ich besitze Carbone seit ein paar Tagen/Wochen. In der Parfumerie gefiel er mir überhaupt nicht...

...aaaaber, meine Mama war mit. Wir befinden uns in Münster, Parfumerie Ostendorf. Wie immer wunderbare Beratung. Den Duft auf einen Streifen gesprüht, da er preislich sehr sehr attraktiv schien. OK, geschnuppert, und das übliche... IS' DER BÄH!! :D
Meine Mama sagte aber DIREKT, "der is' wunderschön". OK, wenn Mama das sagt, dann hat sowas Hand und Fuß. Somit, "Frau Verkäuferin, ich geh' erstmal bissl Karstadt etc. vergewaltigen, und komm' später wieder".

Gesagt getan. Carbone wirkte beim ersten Aufsprühen wie ein Michelin-Männchen. Es roch nach Reifen. Buuuhääää!!! :D
Aber, danach, wird er wunderschön. Aber, wonach duftet dieses Teufelszeuch?? Ich schließe den Pfeffer mal einfach mit rein und das Benzoin. Weihrauch kommt zum Schluss noch dazu, aber, ganz ganz schwer zu definieren die ganze Konstellation. Ich kann kaum definieren, was ich schnupper. Aber, es schnuppert schön.

Carbone duftet, tja, "weich", behaupte ich. Es hat ein wenig den Style von... mal überlegen, mmmhhhh..., wie gesagt, diese Michelin-Note. Das soll wirklich nicht abschreckend wirken, im Gegenteil, das gummiartige ist vorhanden, aber, da ist irgendwas, was das ganze Michelin-Männchen sympathisch macht. Es duftet besser als ein frischgedruckter Pirelli-Kalender.

Wenn mir noch ein paar Worte einfallen, werde ich diesen Beitrag abändern. Definitiv.

Carbone ist ein wunderbarer Duft, in einem Preissegment, was man nicht erwartet. 100ml kosteten lächerlich 75€ oder so. Ein Schnäppchen für das, was man bekommt.

Ein Geheimtipp vielleicht, mir ist er sympathisch. So, nun muss ich erstmal einkaufen fahren eben... :)
8 Antworten
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    25 Auszeichnungen
Wo Rauch ist, ist doch nicht immer Feuer
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, der Spender hat die Probe extra für mich organisiert, denn der Duft ist wie für mich gemacht.

Carbone de Balmain besitzt eine grüne, herbe Rauchigkeit, die nicht staubig und angekokelt wirkt, sondern kühl und sauber, mit einer würzigen Frische in der Kopfnote und fließendem Übergang bis zum letzten sanften Weihrauchhauch. Ein bisschen harzig, ohne zu kratzen, etwas weiches, feines Leder und wunderschön dunkel, so strahlt CdB eine unheimliche Ruhe aus.

Da zwar Carbone als Herrenduft deklariert ist, wirklich ohne jede Süsse und orientalische Wärme auskommt, er aber nicht hemdsärmelig und vordergründig männlich ist, würde ich dieses Parfum mit Freuden tragen. Ich weiss, damit gehöre ich sicher zu einer Minderheit meiner Geschlechtsgenossinnen, aber so sind für mich Parfums in die ich mich zurückziehen kann und zwar auch mitten in einer großen Menschenmenge.

Carbone de Balmain ist nicht der erste Duft aus diesem Haus, von dem ich begeistert bin. Und ich möchte behaupten, auch bei den Balmain-Düften gibt es eine Spezialität in der Rezeptur, die sich wie ein roter Faden durch die Parfums zieht.

Wie schön, diesen Duft nun zu kennen. Dankeschön, Duftstick!!
13 Antworten
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar   
An mir gut, an meinem Mann besser!
Den habe ich meinem Mann geschenkt (und werde ihn natürlich mitbenutzen!)

Eigentlich war ich wegen eines Geschenkes für mich in der Parfümerie meines vertrauens. Aber was ich haben wollte, war gerade nicht lieferbar. Dann erinnerte ich mich an Carbone von Balmain.

Wir haben uns dann beide den Duft aufsprühen lassen. Schon kurz nach dem ersten Dufteindruck war klar, der geht mit nach Hause!

Der Kopf des Parfums ist säuerlich würzig und hat auch eine leichte Frische. Der Pfeffer vermittelt eine leichte angenehme Schärfe, jedoch ohne das Kitzeln in der Nase! Sehr angenehm auch an warmen Tagen.

Mit der Herznote entfaltet sich dann der würzig maskuline Charme von Carbone. Eine angenehmer grüner Akkord unterstützt die aufkommende Basis aus Moschus, Weihrauch und Elemi. Man kann auch eine feine Ledernote in der Basis wahrnehmen. Bis auf die spritzige Kopfnote, ist Carbone sehr rund und gefällig komponiert.

Die Haltbarkeit ist gut bis sehr gut und das Parfum kann trotz der Würzigkeit auch an einem Sommerabend gut getragen werden. Das Preis-Leistungsverhältnis ist der Hit. Obwohl ich Carbone eher als Herrenduft empfinde, kann ich mir dieses Duft an der richtigen Frau ebenfalls vorstellen. Unbedingt testen!

Einen Nachteil hat das Parfum allerdings! Es riecht an meinem Mann einfach viel besser (Neid)!
5 Antworten
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Hilfreicher Kommentar    9 Auszeichnungen
Dies ist ein Duft für alle...
Fans von Dirty English.
Was CdB ausmacht ist im vergleich zu Dirty English die enorme Haltbarkeit und Stärke mit der dieser Duft auftritt.

Als mir dieser Duft in der Parfümerie meines Vertrauens angepriesen wurde war mir schon fast klar das ich ihn nehmen werde.(Man kennt schon meinen Geschmack)

Beim Schnüffeln auf dem Teststreifen dachte ich dann gleich an Dirty...
CdB riecht einfach herrlich elegant, rauchig, ledrig männlich.

Zudem hat er diese tolle Whiskey-Note welche sich auch stark von der dezenten DE Note abhebt.Passt außerdem perfekt zum weiblichen Ambre Gris!

Ende aus Micky Maus
7 Antworten

Statements

Radamisto vor 17 Monaten
Berückend feinsinniger, feingliedriger Holzduft mit harzig-vanilligem Soufflée. Differenziert&edel. Ein unaufdringlicher Höchstgenuss!+14
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 9.0
Sarungal vor 20 Monaten
Schräger Bleistiftstart! Dann spielt eine sanft verräucherte Holzband; die Vanille bläst das Solo. Alltagstauglich, kess und gemütlich dazu!+11
Flakon 10.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 8.5
Chnokfir vor 27 Tagen
Verführerisch süsslich-weiche Noten mit rauchiger Würze ... ein Must-Have für jede Sammlung!+8
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
Flanker vor 9 Monaten
Wenn ich den trage verspüre ich auf einmal Lust, beigefarbene Kleidung zu tragen und freue mich auf meinen Bingoabend im Seniorentreff...+7
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 6.5
6 Antworten
LeBert vor 15 Monaten
Kommentar Freundin: "Ich mag den Duft, aber leider riechst du nach Oma. Nach Oma, die "Burberry for Women" trägt. :(+7
2 Antworten
Strehliwood vor 10 Monaten
Rund, anschmiegsam und gleichsam leise und schleierhaft - ein Duft für die Grübelecke. Wem offenbarst Du dein rätselhaftes Geheimnis?+6
Flakon 8.0
Sillage 4.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 7.0
2 Antworten
AudreyC vor 16 Monaten
Ein charakterstarker Wohlfühlduft und mein liebster Holzduft. Obwohl ich seine weiche Seite schätze, wird er zum Glück nicht matschig-süß.+6
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.5
1 Antwort
Wiedzmin vor 6 Monaten
tolles Zusammenspiel von pfeffrigen/harzig-rauchigen Noten, grüner Frische und sinnlicher Vanille+5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 6.0
Duft 7.5
Josch vor 20 Monaten
Der Unvollendete – mir zu dumpf und unbrilliant, wie ein Lautsprecher ohne Hochtöner. Aber zum Layern mit kurzlebig-hellen Kopfnoten prima!+4
Flakon 5.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 7.0
2 Antworten
Whadelse89 vor 23 Monaten
Starke Kombo aus Weihrauch und Vanille mit unsüßen Grünen Aspekten. Gute Haltbarkeit, eher für Herren, super preis. Fazit: Zuschlagen :D+4
Flakon 8.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 6.0
Duft 9.0
Pateratzi vor 42 Tagen
WOW!Schon beim ersten aufsprühen war er mir sehr bekannt!Riecht wie damals bei nem Kumpel zu Hause. Seines Vaters Duft.Holz-Wald-Harz.GENIAL+3
Flakon 9.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
Honk1510 vor 168 Tagen
Spicebomb ohne Grapefruit und weniger süß.Gleiche DNA,aber viel hochwertiger.H&S könnten besser sein+3
Flakon 5.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 7.5
MeisterLampe vor 7 Monaten
"Carbone" gestaltet eine ungemein tiefe, innige und friedliche Atmosphäre. Weder leise noch laut, vor allem ist er ein Gefühl.+3
1 Antwort
Karli vor 15 Monaten
Feinwürziger Holzduft mit Bleistiftherzen. Warm, unaufdringlicher Herbstduft für Männer - leider ohne Stehvermögen.+3
2 Antworten
Kovex vor 21 Monaten
Ein sehr harziger, würzig-holziger Schmeichler mit Understatement-Sillage. Die Haltbarkeit finde ich allerdings beschämend. Tipp:Autoportrait+3
Flakon 7.5
Sillage 4.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 9.0
BassWurst vor 8 Tagen
Ein ganz wunderbarer, ruhiger, warmer Wohlfühlduft. Und ja, die schöne Bleistiftnote ist da! Ein wenig schade, dass er dermaßen dezent ist.+2
Flakon 8.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 9.0
Rastignac vor 8 Monaten
Nach dem ersten Probieren haut mich Carbone nicht vom Hocker. Anfangs ein bisschen Wucht, dann Vanille, dann ernster, nicht sehr spezifisch.+2
1 Antwort
Oreste vor 9 Monaten
Für mich einer der schönsten Mainstreams aus früheren Jahren+2
HMF vor 19 Monaten
Einer DER Geheim?Tipps im sehr günstigen Mainstream, extrem viele andere Düfte/Firmen müssten sich eigentlich für deren Preise rechtfertigen+2
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
Raluroe vor 65 Tagen
Synthetik at its best! Kunstholz trifft auf technisches Feinöl à la Elektrokleingerät trifft auf Pflaumenlikör trifft auf Vanillin. Love it!+1
Flakon 8.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 6.0
Duft 9.0
StylR vor 10 Monaten
Ich rieche hier von Anfang bis Ende nur Sakralen Weihrauch, das sagt mir nicht zu. Ein segen dass H&S gegen null gehen! Nichts für mich.+1
Flakon 10.0
Sillage 2.0
Haltbarkeit 2.0
Duft 2.0
Schakaa vor 11 Monaten
So gar nicht mein Ding. Gefällt mir genauso wenig wie Zino, diese Richtung kann ich einfach nicht ab.+1
Flakon 8.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 3.0
Verbaplex vor 14 Monaten
Ein feines Düftchen, Sillage und Haltbarkeit enttäuschen dagegen stark. Da fehlt einfach der Knall, das Carbon. Viel verschenktes Potenzial!+1
Flakon 8.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 6.0
Duft 7.5
Mefunx vor 7 Monaten
Ich mag Autoportrait für den Tanz am Abgrund. Carbone hingegen: Speck, geräuchert. Dillkraut. Ziemlich unaufgeräumter Duft auch. Im Abgrund.
Flakon 8.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 6.5

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Diskussionen zu Carbone / Carbone de Balmain

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